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Unter Politikern ist ein bizarrer Wettstreit um die klebrigste Lena-Gratulation ausgebrochen – und sogar die Linke macht mit. Parteichefin Gesine Lötzsch, offenbar angesteckt von ähnlichen Geschmacksüberschreitungen der Konkurrenz, behauptete gar, die Hannoveraner Sängerdarstellerin habe „uns einen bezaubernden Abend geschenkt“ und drückt jetzt die Daumen für „eine tolle Karriere“ in der für tolle Karrieren weithin bekannten Unterhaltungsindustrie. Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth zeigte sich ganz aus dem Häuschen und dichtete die nationale Gesangskonkurrenz kurzerhand zum Lebensgefühl einer Generation um, „die alte Grenzen überwindet und zusammenfindet“. Auch Angela Merkel stieg in den leicht beschwipsten Glückwunschreigen ein, ihr folgten der evangelische Superstar Margot Käßmann und weitere. Zwei CDU-Platzhirsche fühlten sich sogar zu Revierkämpfen aufgefordert: Während Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff die nächste Ausgabe der Qualitätsveranstaltung „ESC“ nach Hannover holen will, behauptet Hamburgs CDU-Bürgermeister Ole von Beust, der nächste Grand Prix gehöre nach Hamburg. Guido Westerwelle hat Lena Meyer-Landrut inzwischen sogar ins diplomatische Corps aufgenommen: „Ob gewollt oder nicht, Sie sind eine Botschafterin für unser Land.” Puh. So wird das aber nichts mit dem Kampf gegen Politikmüdigkeit. Germany, 0 points.
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*Schüttel*
Nur gut, dass ich noch nicht gegessen habe. Kann man auch negative Punktzahlen verteilen? |
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Das macht mir Angst! Relevante Themen werden totgeschwiegen. Aber bei solchen epochalen Ereignissen sind alle am Start. Für den Hamburger Bürgermeister kam der Sieg sehr gelegen. So konnte er doch elegant von der Elbphilharmonie ablenken, deren Richtfest am Freitag eher in die Grütze ging.
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Das ist doch nichts Neues, das die sich in Peinlichkeiten überbieten.
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Mir haben die Politiker zum ESC-Sieg noch nicht gratuliert. Dabei bin ich doch auch Päpstin!
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Politikerinnen und Politiker der Linkspartei wie Gesine Lötzsch, die einer 19-Jährigen zu deren Sieg in dem Schlagerwettstreit "Wer piepst das dümmste Lied" öffentlich gratulieren, werden zurecht vom Verfassungsschutz überwacht.
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@ Achtermann am 30.05.2010 um 15:34
Falls das nicht ironisch gemeint war, solltest Du nochmal über diesen satz nachdenken und ihn dann in die Tonne treten: Wenn der prosystemische Verfassungsschutz jemanden deswegen überwachen "muss", weil er einer apolitischen, systemkonformen Sängerin in einem Kommerzwettbewerb gratuliert hat, welcher Verfassungsschutz soll das dann realiter sein, oder Gehst Du davon aus, dass die jeden und alles - aber dann warum und wozu - überwachen? |
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@ Uwe Theel
Uwe, sei beruhigt. Der Co-Vorsitzende der Linkspartei hat vor wenigen Tagen schon gesagt: "Der Verfassungsschutz wird bei uns nix finden." Außerdem forderte er: "Der Verfassungsschutz sollte nicht die Linke beobachten, sondern die CSU." Und da bin ich mir sicher: Die große Mehrheit aller CSU-Mitglieder wird stolz sein auf den "Sieg von Oslo", wie die Süddt. Zeitung den Medienvorfall nannte. |
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Das wäre ein Schande für eine linke LINKSpartei. Also wenn da nun gar nichts gefunden würde!
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@ Achtermann am 30.05.2010 um 17:30
Was Du am 30.05.2010 um 17:30 Uhr geschrieben hast ist trivial und wird sicher von mir und Dir identisch bewertet. Aber ich glaube Du hast meinen Kritik an Deinem Statement vom 30.05.2010 um 15:34 falsch verstanden: Wenn ich Dich recht verstanden habe, hast Du Gesine Lötzsch für Ihre entscheidung L.M.-R. zu begrüßen kritisiert. Das könnte man, oder es aus den genannten gründen lassen. Daraus aber ernsthaft zu schließen, dies wäre ein Grund die LInkspartei vom VS überwachen zu lassen - falls Du das nicht ironisch meintest, d.h., dass die Linkspartei damit ja ihre Verrfassungstreue bewiese - hielte ich für falsch. |
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Das hat Achtermann bestimmt völlig unironisch gesagt. Der Achtermann, der meint es ernst, mit der Revolution morgen um 17,30, nach Feierabend.
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schrieb am
30.05.2010 um 20:01
>>Das wäre ein Schande für eine linke LINKSpartei. Also wenn da nun gar nichts gefunden würde!<<
Vielleicht finden sie ein Grundgesetz und lesen dort: >Art 146 Dieses Grundgesetz verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.< Was ja endlich beweist, dass die Linke das Grundgesetz abschaffen will. Sonst würden dort ja nicht solche aufwieglerischen Schiften lagern... |
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@ Uwe, Damian, claudia
Das mit der morgigen Revolution nach Feierabend möchte ich noch ein paar Wochen zurückstellen. Ich möchte erst noch in Urlaub fahren. Und zum andern, Uwe, PolitikerInnen, die sich an den Erfolg von Dummliedsängerinnen anheften wollen, sollten von den Schlapphüten überwacht werden, das ist meine "feste Überzeugung", um mal eine gängige Politikerfloskel zu übernehmen. Erinnere Dich noch an die Rolle des sog. Verfassungsschutzes vor ca. 5 Jahren: Dieser hat durch seine Arbeit den Verbotsversuch der NPD vereitelt, so dass diesen Leuten dringend andere Aufgabenfelder angeboten werden müssten. Ja, und das steht immer noch im Raum: Der Anschluss der DDR hat die Abschaffung des GG immer noch nicht ausgelöst, obwohl wir, die Sieger von Oslo, über eine Verfassung zu befinden hätten. Deshalb ist der Begriff Verfassungsschutz sowieso grundgesetzfeindlich. |
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schrieb am
30.05.2010 um 22:21
>>obwohl wir, die Sieger von Oslo,<<
eben, eben. Nachdem wir schon Papst wurden und jetzt auch noch Sieger von Oslo dann werden wir vielleicht auch eine Verfassung zuwege bringen. Die dann auch gleich vertont werden kann und beim grand prix de la constitution den ersten Preis gewinnt... |
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@ Achtermann am 30.05.2010 um 20:49
Lieber Achtermann, da Du, wie ich offenbar keine Feierabendrevolution wollen, schließe ich mich - Achtung Floskel - vollumfänglich Deiner Meinung an. Die Rechte ist zweifelllos nicht durch den VS abschaffbar. Für heute Gute Nacht |
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Wen wunderts? Politiker versuchen immer am Erfolg anderer zu schmarotzen. Lena siegt, ich tu so als interessierts mich und gratuliere, also siege ich auch ein bisschen. Is schon erschreckend das sowas tatsächlich funktioniert.
Würd mich auch nicht wundern wenn der Herr Kriegsverteidigungminister demnächst der Dame eine Einladung nach Afghanistan zukommen lässt um unseren Jungs ein wenig Kampfmoral und Siegesgewissheit ins Ohr zu trällern. |
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nu ja, warum sollen sich nicht auch politiker_innen zu affen machen?!
äh: worum ging's eigentlich? |
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Für Claudia Roth ist das Zum-Affen-machen eine Routineübung, die sie so beiläufig erledigt wie andere Leute sich die Zähne putzen.
Frau Lötzsch hat noch nicht Roths Erfahrungsschatz und arbeitet noch an sich. Schließlich will die Linke ja eine ganz normale demokratische Partei werden, sprich: zügig im Arsch des Systems ankommen. |
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huch! misogyner anfall?
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lebowski! Den Kommentar merk ich mir!!!
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@lebowski
fünf ***** |
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na, ich nehm mal an, es war der reine neid. denn wer wäre nicht der-die-das große ..., in den-die-das alle anderen kriechen?
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Ich finde es auch bedauerlich, dass das Spielerische dieser ganzen ESC-Veranstaltung am Ende in so eine Politik-Übung mündet.
Erinnert mich sehr an die verflossene DDR. (Der Erste Sekretär des Politbüros des Zentralkomitees der SED und Vorsitzende des Staasrates der DDR, Erich Honecker, gratulierte Katharina Witt sehr herzlich zu ihrem Sieg bei den Eiskunslaufweltmeisterschaften. Sie ist mit ihren Leistungen eine Botschafterin für unseren sozialistischen Friedensstaaat und kündet weltweit von den Erfolgen der ersten Arbeiter- und Bauernmacht auf deutschem Boden.) Na, ganz so schlimm is noch nicht, aber wird noch. ... |
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schrieb am
30.05.2010 um 16:07
@Magda:
Ich finde es noch bedauerlicher, dass wir uns gerne an dem Spielerischen beteiligen und meinen, die politisch (zumindest instrumentabilisier-bare) Dimension ausblenden zu können/dürfen. |
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Hey, Leif Miles, biste etwa eine Miesepetra?!! - :)))
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Ich meine es hat eben nichts spielerisches an sich. Es ist ein Wettkampf der Nationen: Welches Volk trällert das schönste Lied?" Genauso wie bei der kommenden Fussball WM: "Welches Volk kann am besten gegen einen Ball treten" wäre es rein spielerisch würde a) die sog. nationale Zugehörigkeit keine Rolle spielen und b) kein identifikationsstiftender folgeritus einsetzen.
Das ganze ist nicht von der politischen Spähre gesonndert zu betrachten sondern einer ihrer Funktionsmechanismen. Hoffe es fühlt sich hier keine/r auf was auch immer getreten. |
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schrieb am
30.05.2010 um 16:46
@goedzak
...sind wir etwa verwandt...? ;-))) |
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schrieb am
30.05.2010 um 16:55
@goedzak
...ich nehme an, dass Herr Gabriel, als er das Lied sang, genauso pleite war, wie das, was er unter dem blauen Himmel so stimmungs geladen besingt... |
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@goedzak
Alles Spielerische muss sofort verboten werden. Wir brauchen eine Welt ohne Ästhetik, die volle Nützlichkeit. Auch beim Fußball werden alle schönen Kombinationen im Mannschaftsspiel gestrichen. Wir wollen nur effizientes Vorwärtsmarschieren zum Tor. Und wer das nicht kapiert, fliegt raus. Ihr Deutscher Reichstrainersepp |
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@ Leif Miles. Wat willst Du mir damit sagen?
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Sehr gut! Da gebe ich glarr fünf Sterne. :)
rr |
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Ich fürchte mich jetzt schon vor der nächsten Patriotismus-Debatte.
Übersteht die deutsche Fußballnationalmannschaft das Viertelfinale ist es wieder soweit. |
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Ist doch bloß kurzlebiger Partynationalismus, der Brot und Spiele Liebhaber.
Schlimmer ist der Wirtschaftsprotektionismus der mit Nationalismus verdeckt wird. Das "Deutschland" den Kontest gewonnen hat, naja, wie auch immer. Das Lied hört sich an wie damals von Lu Bega *gähn* |
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Nun ja, Magda, immerhin hat K.Witt nicht nur eine Eiskunstläuferin gespielt, sondern konnte wirklich Schlittschuh laufen. Und, ich vermute es, Honecker war wirklich stolz.
Ich staune ja übrigens, daß dieser Liedtext einfach so durchgeht. Ich find ihn unterirdisch. Klarer Fall für den Neurosenbeauftragten. Und wenn nun unsere Jungs in Südafrika Weltmeister werden? |
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@ GerhardHM am 30.05.2010 um 16:11
Wieso ist der text unterirdisch, der ist äußerst subversiv: Wie Erdlingsdings am 30.05.2010 um 15:36 Uhr schohn ahnte wird das Lied zur Pschoilogischen Aufrüstung der Bundeswehr dienen: Im Text werden Amors Pfeile als Waffe angepriesen, die Bundeswähr als damit ausgerüsteter armed "force" als stärker als die Schwerkraft - also übernatürlich stark - angesehen. Damit werden "unsere Jungs" unbesiegbar, im Krieg und auf dem fußballfeld. P.S.: GerhardHM, schriebst Du ernsthaft von "unseren Jungs" in Südafrika? Wir hatte da in der Nähe (Deutsch-Südwest) schonmal ein Endspiel!!!! |
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@ GerhardHM-
"Und wenn nun unsere Jungs in Südafrika Weltmeister werden?" Hast Recht, dannn volle Deckung. :-)) |
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Natürlich sind es unsere Jungs. Wir bezahlen sie recht großzügig über Fernsehgebühren, Werbeanteile in den Produktpreisen und Steuern.
Ich wäre sogar dafür, dass die National-Mannschaften in einem demokratischen Verfahren vom Volk gewählt werden – und das für jedes Spiel – über eine Internet Live-Schaltung.:) |
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schrieb am
30.05.2010 um 19:30
@Uwe Theel
Ganz bestimmt fährt Lena demnächst zur Truppenbetreuung nach Afghanistan. Wundern täts mich nicht. "Ein bißchen Frieden" mit Nicole könnte mancher dort mißverstehen. Und was Deutsch-Südwest angeht: Da haben wir doch seinerzeit im Elfmeterschießen verloren. Mit anschließendem Platzverweis. Rote Karten hatten wir doch schon öfter. Aber wer ist nun wieder wir? Manchmal lohnt die Anstrengung für Anführungszeichen einfach nicht. Zu weit am Rand der Tastatur. @Magda Natürlich gruselt es mich einigermaßen. Andererseits: Es geht ja nicht um einen neuen Rußland- oder Frankreichfeldzug. Die fahren da ja unbewaffnet hin. Und haben Rückflugtickets. Ist doch ein Fortschritt. Irgendwie. Und wenn Lena die BW in A. belästigt, Verzeihung, aufgemuntert, hat, dann fliegt sie mit der Lufthansasondermaschine "Lena" direkt nach SA zu unseren anderen Jungs. Satellitenmäßig. "Ich gehöre euch. Eine Kraft – stärker als die Schwerkraft, es ist einfach Physik und es gibt kein Entrinnen." Und alles natürlich in frischer Unterwäsche. Unsere Jungs und unser Mädchen. Kann man denn da nicht stolz sein? :)) |
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Aua, Gesine!
Ansonsten, warum wundert Ihr Euch? - Der Pop-Nationalismus ist doch schon seit Jahren auf dem Vormarsch. Pop und Populismus, passt doch! Ein lang ersehntes neues Sommermärchen, nur Petrus gehört noch zu den 'Anti-Deutschen'. |
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LENA IST GELANDET! soviel Zeit muss sein!
Lena Meyer-Landrut. Welch ein Name im Show-Geschäft. Ehrlich, "Screaming Lord Sutch" kam schon aufregender daher. Und erst die Musik. |
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mich würd's nicht überraschen,
wenn morgen auf dem titel-bild der blödzeitung westerwelle und roth mittels arschbacke -und brust-tattoo um die gunst junger wählerInnen buhlen. |
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natürlich
ein kunstvoll gestochenes LENA mit sternchen und schmetterlingen drumrum ... |
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in
neidgelb und kotzgrün. |
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Wer von den beiden, Westerwelle oder Roth, hält die Arschbacke, hält die Brust hin?
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für die besten plazierungen auf nackter haut,
läuft wahrscheinlich im moment parallel ne blödzeitungsmeinungsumfrage ... ich hab da keine präferenz. beide würden sich wohl für beides, nach repräsentativer volks-abstimmung überall hin stechen lassen. in der hoffnung bestechend gut anzukommen. und sie liegen hinterher nicht mal gestochen scharf daneben:-) |
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Lena ist in ihrer willigen Unbedarftheit, die auf viele 'nur' erfrischend und sympathisch wirkt, deren Ausmass m.E. auch ihre 19 Jahre nicht entschuldigen können, der ideale Stoff, aus die Träume Gleichaltriger gesponnen wird.
Die Träume der Jugendlichen erzählen uns, etwas Älteren, etwas über die Werte, denen entgegengestrebt wird. Würde sich heute jemand trauen und eine Befragung zu den Wünschen Jugendlicher machen, wäre er mit Sicherheit befremdet über einen Wunsch wie...Frieden oder Gerechtigkeit... Nicht aber über den Wunsch reich und berühmt zu werden. Darum geht's aber. Den Traum des Tellerwäschers. Einzahl. Nicht Mehrzahl. Und nicht FÜR die Mehrzahl. Das ist Ideologie. Beispiel-haft. |
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Ach, Lena sieht im Kontext des Zeitgeistes einfach saugeil aus! Da will Mann und Frau hinfliegen, bzw. kann das nachvollziehen.
Von der ihr gegebenen Natur bis zum kulturindustriell angepassten Textilblala. Der traumwandlerisch-medienschwimmende Raab hats ihr lang genug eingeflößt. Wer fragt da schon nach Qualitätsgesang? |
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"Die Träume der Jugendlichen erzählen uns, etwas Älteren, etwas über die Werte, denen entgegengestrebt wird."
Wenn ich mich recht erinnere, wäre ich als junges Mädchen sehr gern eine berühmte Schlagersängerin geworden. Meine Vorbilder waren Connie Froboess und Connie Francis. Nie konnte ich mich entscheiden, welche von beiden ich besser fand. Es ist nichts geworden und ich versuche jetzt mein ganzes Leben diesen zerbrochenen Traum zu verarbeiten. :-)) Frieden und Gerechtigkeit habe ich auch schon von jungen Leuten gehört. Kurzerhand, so schwarz/weiß, wie Du das darstellst, ist das alles nicht. |
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Ich finde: genau, jetzt ist alles schwarz weiß, heißt: arm - reich, Kapital - Arbeit, Unternehmer - Arbeitgeber, Herr - Knecht.
Und erst, wenn WIR gewonnen haben gegen eine Welt aus Ungerechtigkeit, Umweltterror und Lenahaftigkeit kann sie bunt werden. Wenn es dann nicht schon zu spät ist. |
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schrieb am
30.05.2010 um 18:43
@So gesehen, liebe Magda, gab es natürlich alles schon einmal...irgendwie...:-).
Den Traum des Tellerwäschers (Sängerin/ Schauspieler/Hauptsache schön, begehrt und berühmt) zu träumen ist ....natürlich. Ich denke allerdings, dass diese Wünsche, die andere Dimension, die der Dinge, die es nicht zu kaufen gibt, (Frieden, Gerechtigkeit...) nicht ausblendete. Sondern in Beziehung brachte. Und vielleicht an erster Stelle standen. Als Medium, in dem sich Träume verwirklichen lassen können. Das ist eine andere Qualität. Ich sehe heute da ein Vakuum, welches sich gewiefte Andere zunutze machen. Durchaus auch in der Absicht die Träume Jugendlicher "gleichzuschalten". |
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schrieb am
30.05.2010 um 18:51
@Fro
Lena ist doch bloß die (saugeile) Sau, die durchs Dorf getrieben wird, um die Perlen für andere aufzusammeln... |
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lena for pinupgirl.
als saugeile zeitgeist-poster-post in alle spinde dieser welt |
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Die Träume der Jugendlichen erzählen uns, etwas Älteren, etwas über die Werte, denen entgegengestrebt wird.
Sehr interessant, dass immer noch oder immer wieder in diesen Alterskategorien gedacht wird. 'Die' Jugendlichen würden sich sicherlich beschweren, wenn sie bspw. mit mir gleichgesetzt würden ;) Wobei ich mich ja zugegebenermaßen gestern auch dazu habe hinreißen lassen diese - rein musikalisch gesehene - Müllhalde zumindest tlw zu verfolgen und unkritisch zu kommentieren. |
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Überschriften aus:
Bild: „Deutschland ist jetzt Schwarz-Rot-Lena!“ Spiegel: Grand-Prix-Pilger feiern ihre Erlöserin Zeit: Endlich siegen! Lena-Kritiker werden es schwer haben... |
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Es gibt glaub ich keine Lena-Kritiker. Höchstens in ihrem engen Umfeld.
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"Lena-Kritiker werden es schwer haben"
...hää? dieser blog kritisiert doch nicht diejenige welche, mit der nun alle gemeinsam in die kameras winke-wollen!?!! |
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schrieb am
30.05.2010 um 18:29
Am 8. Mai 2010 titelte der "STERN" in einem Beitrag so und brachte ein Gefühl, eine Hoffnung zum Ausdruck:
"UNSER STAR FÜRS BILDUNGSBÜRGERTUM" Also nicht allein für Plethi und Krethi. Die geballte Antwort auf Bushido oder so ähnlich. :-((( Wann empfängt sie Bundeshotte und Merkel und stattet unserer Nationalmannschaft einen Besuch ab? Dem richtigen Spirit wegen. |
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Der Papst bemüht sich bereits jetzt um eine Audienz bei Lena...
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@lausemädchen
„dieser blog kritisiert doch nicht diejenige welche,“ Meine ich auch nicht. Es wird wohl auch keine Lena-Kritiker geben. Aber Kritiker des Geschäfts mit Lena. |
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schrieb am
30.05.2010 um 18:46
Mit seinem Bruder bitte, denn der war schließlich Chorleiter, ein gestrenger seiner Art, und könnte ihr vielleicht doch noch hilfreich zur Seite stehen.
Aber nur wenn es Lena genehm, konveniert! |
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@ SchmidtH.
Wunderbar formuliert. Ich habe sehr gelacht! |
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Aufgemerkt, Fro, Du Zitierfreudiger:
Folgende Schreibweisen von Lena Mayer-Landrut hat sich die Titanic-Redaktion, je nach Ausgang, für die Grand-Prix-Berichterstattung vorsorglich sichern lassen: * Lena Meyer-Deutschlandrut * Lena Meyer-Land-unter-Rut * Lena Reiher-Landrut * Lena Meyer-Nu-is-aber-gut |
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schrieb am
30.05.2010 um 18:55
Ich habe auf den Kommentar von fro ("Es wird wohl auch keine Lena-Kritiker geben.
Aber Kritiker des Geschäfts mit Lena.") weiter unten reagiert und verstehe nicht ganz, wieso mein Kommentar an dieser Stelle...:-(( |
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schrieb am
30.05.2010 um 18:58
Und mein Kommentar von 18:55 bezog sich auf meinen Beitrag weiter oben von 18.51...
Kommentieren ist auch nur eine Reise nach Jerusalem, gell? |
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schrieb am
30.05.2010 um 19:03
Titanic hätte ich auch Lena Meyer-Deutschlandbrut zugemutet...
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Oha, wenn die Lena-Fans ihre Erlöserin und die Nationalen ihre Siegerin diffamiert sehen..... Hoffentlich ist Titanic gut versichert.
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So eine Art Politisierung der banalen Unterhaltung oder ist es eher etwas anders ein politisch gewolltes Abrutschen der Politik in banae Unterhaltung?
(abei will ich die Unterhaltung und ihren Wert im Alltag gar nicht abwerten.) Italien gibt da ja mit Silvio Berlusconi ein "Vorbild" ab. Wenn wir jetzt noch die Fußballweltmeisterschaft holen. Auweiah. Ich sehe dann schon wie "Schweini" (Bild-Vokabel) Superstar das Bundestverdienstkreuz angeheftet wird. |
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"Ich sehe dann schon wie "Schweini" (Bild-Vokabel) Superstar das Bundestverdienstkreuz angeheftet wird."
... noch schlimmer wär nur, wenn der schweini als weisswurst-zurzelnder kandidat für bayerische csu-wählerInnen in aufgestellte kameras grient. |
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schrieb am
30.05.2010 um 19:36
...dass wäre nicht schlimmer, das würde als ich üblich erwarten und kaum mehr als mit schulter zucken werten.
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von sister zu mister:
doch, das wär schlimmer. ich hoff alle vermeidungsstrategien funktionieren und ich muss's nicht sehen müssen! glück ist, der mögliche griff nach einem gutem buch. |
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@lausemädchen
Das stimmt!;) rr |
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Lieber Tom Strohschneider.
Was soll es? Es ist doch völlig üblich, das man zwei Dinge immer mitmacht, wenn ein gut Teil der Bevölkerung besoffen jemanden seinem (oder ihren) Erfolg mitfeiert, als wären sie alle Glückskinder einer Bühne, die mitgewonnen hat. Im glückseeligen Rampenlicht erklebt sich der Berufsmitnehmer halt Zuspruch durch mitjohlen. Die feiernde Masse merkt es nicht und wird gleichzeitig abgezogen . das merkt diese sich selbst und den Erfolg feiernd auch nicht. So feiert man mit, stellt sich zum Gruppenphoto möglichst dicht an den Erfolg, als wäre man zumindest gut befreundet wenn nicht sogar der heimliche Pate des Erfolges und schon purzeln Euros oder Prozentpunkte ins eigene Säckchen. Es Bedarf keiner grossen Leuchte, um das Theater dahinter zu entdecken. Aus dem Fräulein wird in zwei oder drei Jahren irgend etwas geworden sein. Vielleicht sogar eine sehr gute Sängering, die wegen ihres Gesanges ganz Europa überzeugt statt "nur" mit Charme einer natürlich lieblichen Erscheinung. Ob schöne Erfolgsgeschichte mit Fortsetzung oder Drama, sicher ist nur eines, die Erfinder von Geschichten werden immer wieder das Tross der klebrigen Gesellschaft im Schlepp haben. Bei der WM dieses Jahr in Südafrika könnte es sich schon wieder zeigen. |
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richtig, lieber misterL, aber nur weil was völlig üblich ist, stört es einen ja doch irgendwie, grüße tos
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schrieb am
30.05.2010 um 20:40
lieber tom strohschneider.
sicher nervt es, möglicherweise ist es eine altersfrage wie sehr man darauf sicher begründet und begründbar anspringt. nichts für ungut also. für mich reichts an sich nur noch für ein eher kurzes kopfschütteln mit sarkastischem lächeln. |
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Dort am Samstag waren Nationalfahnen nicht erwünscht. Einige dort anwesende junge Frauen haben etwas total Unbezauberndes angestimmt.
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Ich staune nur noch:
da wird sich von "irgendwie linken" Kommentatoren darauf geeinigt, man kritisiere, wenn überhaupt nur "das Geld-Machen" mit Lena M.-L., nicht sie selbst - letzteres wäre im übrigen Kunst- oder mindestens "irgendwie" Musikkritik -, um im gleichen Zug von "unserem Sieg" , "Deutschland hat gesiegt" zu sprechen, und dies gleich positiv in Parallele zur Fußballweltmeisterschaftn zu setzen, wo ja, wenn, dann immer "unsere Jungs", d.h. "Deutschland" siege - man lese die entsprehenden Kommentare. Ich konstatiere einen seltsam unüberlegten Sprachgebrauch. Dass es hier auch andere Stimmen gibt, sehe ich wohl, die Ersteren aber erstaunen mich. |
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schrieb am
30.05.2010 um 19:58
@Uwe Theel
...und dieser "unüberlegte Sprachgebrauch" ist so ungemein entlarvend...was bei mir die Assoziation zu Köhler und seiner Afghanistanreise weckt... |
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schrieb am
30.05.2010 um 20:14
Ach Uwe.
Manchmal muss man sich einfach das eine oder andere Vorstellen können. Phantasie ist gefragt. Spass am Gegenspass. Warum nicht die von Westerwelle zur Diplomation auserwählte Frau Lena M.-L. nicht gleich komplett dahin setzen, wo der amtierende AM es versteht jeden Sympathiepunkt durch einen Fettnapf zu ersetzen. Ihr englisch ist auch besser als das vom Westerwelle. ;-) |
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Uwe Theel
Es geht hier um den Missbrauch einer 19 Jährigen für eigennützige politische Interessen. Was soll man in diesem Zusammenhang Lena kritisieren? |
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@ Fro schrieb am 30.05.2010 um 20:20
Hallo Fro, Dein Arguemnt des Mißbrauchs sticht nicht. Wenn ein Mensch mißbraucht wird, genau dann, wenn keine Chance hätte, dem sich zu erwehren (Kindesmißbrauch, Vergewaltigung), so gilt dies nicht im Falle von L. M.-R. Sie konnte und mußte selbst entscheiden, was sie tat oder nicht tut. Es sieht nicht so aus, als wärere sie a priori auf Hartz IV oder weniger angewiesen, wenn Sie sich einem ernsthaften Karriereanfang (Ausbildung) zugewandt hätte, als diesem, in meinen Augen künstlerischem Durchschnittsfiasko für den Mainstreammarkt. Wenn sie es aber getan hat, was ihr frei steht, dann kann man zwar weiter das (Musik)System kritisiren, darf Sie aber nicht ausschließen. |
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@Uwe Theel
der Rheinländer in mir sagt Ihnen: Do bes enne Quatschkopp! Herzliche Grüße weinsztein |
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@ misterL am 30.05.2010 um 20:14
Huh, ich kann mir viel vorstellen, als Satire auch Westerwelle im Kleid von L. M.-R., umgedreht eher weniger. Wenn ich L. M.-R. egal ob in Englisch oder Deutsch mal mehr und Substantielleres reden hörte, als der Text ihre Liedes ausdrückt, oder ihr zu Ihrem Sieg gestern abend einfiel, dann mögen wir was haben zum drüber reden. Bisher habe ich jedenfalls keine Botschafterin - es sei denn die des Profits in der M-Industrie - oder wirklich wertvolle Botschaft vernommen. Texas Lightning letztes Jahr waren auch nicht "schlechter". |
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@ weinsztein schrieb am 31.05.2010 um 00:46
Din "Argument" is so hohl wie dinne Schwellkopp |
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Isset denn wahr, leve jong?
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De wahrheit hes du doch jepachtet! Musset doch wisse.
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Jetzt ist es raus!
"Lena hat sich um Europa verdient gemacht!" "Gehts noch?" möchte man den Kolumnisten der "ftd" fragen. Lena Meyer-Landrut gebührt das Bundesverdienstkreuz. Nicht weil sie mit ihrem Lied zum ersten Mal seit 28 Jahren den Eurovision Song Contest nach Deutschland holte; so etwas kann passieren. Sondern weil sie es schaffte, Europa für etwas Deutsches zu begeistern - ausgerechnet in einem politischen Umfeld, in dem wieder vom hässlichen Deutschen geredet wird." Na also, wenn wir nun auch noch Fussballweltmeister werden (nein werden wir nicht, niemals nicht!), dann wird uns die ganze Welt lieben. Und das wäre nun wirklich nicht im Kopf auszuhalten. |
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"für etwas Deutsches zu begeistern"
also für das deutsche Englisch, was die junge Frau singt? Sehr interessant, was mittlerweile alles als "Deutsch" gilt. Zählt denn Döner eigentlich mittlerweile zur "deutschen Hausmannskost"? |
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Der Döner, lieber Technixer, ist, wie du vermutlich weißt, natürlich Teil der deutschen Hausmanns- und Hausfrauenkost. Als _das_ deutsche Nationalgericht geht das auch gar nicht anders. Die Bedeutung von Hausmannskost als "von der Ehefrau gekocht" ist ja nicht nur anachronistisch, sondern zudem offen sexistisch.
Zugegebenermaßen ist der Döner auf die gleiche Weise Deutsch wie der Akzent Frl. Mayer-Landruts, nämlich eine deutsche Eigenkreation mit gewissen Anleihen an das geistige und kulturelle Eigentum anderer, die auf begeisternde Art tolpatschig elegant und hilflos ambitioniert wirkt - hervorragende Eigenschaften, um bei Touristen jedweden Mediums (kulinarische wie televisionäre) Sympathien für "etwas Deutsches" zu schüren. |
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@ Lago am 31.05.2010 um 01:14
Ist das, was Hausmannskost zu oft nur ist, nicht Strafe genug für den bekochten Ehemann, dass er nicht selber kocht? |
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HausMANNSkost bedeutet, das sie von der Gattin gekocht wurde? Das wäre aber drollig. Müsste es dann nicht eher Hausfraukost heißen?
"Isch hab ne Zwiebel aufm Kopf, isch bin ein Döner, nur Döner, macht schöner" war der Refrain eines diesjährigen Karnevalslieds im Rheinland. Das trifft durchaus zu, aber ein echtes Döner wird nicht mit weißer Matsche und irgend einem Salatgedöns in Fladenbrot gereicht (was ja durchaus schon ein deutsches Festessen wäre). Döner ist ein Tellergericht mit Reis, separat wird ein gemischter Salat gereicht und frisches Brot. Und mal so ganz nebenbei, lieber Lago, ist dieser Besenstiel tief im Gesäß nicht hinderlich, irgendwie? |
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Hmm ja die europäisierte Form des Döner, ist natürlich ein Kapitel für sich. Ich hatte mal eine türkische Freundin die hat sich immer kringelig gelacht, wenn ick als Berliner [Dönaa] gesagt habe. Sie hat mich dann aufgeklärt, dass dieses Gericht in Istanbul [Dönaash] ausgesprochen wird. Wie auch immer, dass Original mit Lammfleisch ist nicht mein Fall und trifft scheinbar auch nicht den europäischen Geschmacksnerv. Dann doch lieber einen krossen Skorpion aus der Thai-Küche.
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Der Original-Döner stammt nicht aus Istanbul sondern aus Südostanatolien und er enthält kein Lammfleisch, man verwendet Kalb oder Huhn (billiger). Ausgesprochen: Dönär.
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schrieb am
02.06.2010 um 14:30
Hat jemand die Pressekonferenz gesehen? N-TV
hier ab: 4:50min |
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"Politiker im Lena-Gratulations-Fieber" es muss sein!!
weil diese sich nicht sicher sind, ob die deutschen Fussballer und ihre Leistung wie bei der letzten WM zur Ablenkung ihrer damaligen politschen Entscheidungen wiederkommen. Und wenn doch... doppelt hält besser (die "Sparlistenpolitik" ist ja jetzt auch nicht ohne). |
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Als Lena Meyer-Landrut in Oslo den song contest gewann, feierte ihr Opa Andreas M-L gerade in seinen 81. Geburtstag hinein. Er war Botschafter u.a. in Moskau gewesen, gilt als einer der so genannten Architekten der neuen Ostpolitik und war zur Zeit von Weizsäckers Chef des Bundespräsidialamtes. Eine ganz feine Familie also. Andreas Meyer-Landrut ist seit 2001 Ehrenvorsitzender der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, eine weitere Edeladresse. Der Hintergrund einer Herkunft aus so gutem Hause könnte auch den Medienhype der letzten Monate erklären, auch die Anschleimerei von Dieser oder Jenem, auch von Politikern.
ARD und die pro7-Gruppe dürften auch im Ausland eine sehr dynamische Pressearbeit geleistet haben, vor allem im Baltikum. Lenas Großvater wurde nämlich im estländischen Tallin geboren. Aus Estland und Lettland kamen jeweils verblüffende zwölf Punkte, aus Litauen 10 Punkte. Finde ich interessant. |
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schrieb am
31.05.2010 um 00:51
Ja, finde ich auch interessant und das erklärt auch das überaus selbstbewusste Auftreten der Frau...Ja, die feinen Herrschaften halten zusammen. Und was für Klassenferne als Aufstieg eines Aschenputtels zur Prinzessin inszeniert wird und deren Träume in Seifenblasen einfängt, ist oft schon längst Prinzessin in Aschenputtellook...
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Liebe Frau Leif Miles,
ich sehe, wir verstehen uns. Diesmal. |
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@weinsztein
Das mit Opa wollte ich auch gerade einsetzen. In der FAZ vom Samstag war ein Artikel über den Herrenreiter und ein paar Seiten später einer über Lena. Wegen des gleichen Namens, bin ich auf die Verwandtschaft aufmerksam geworden. Tja, alles nur Schiebung bei den feinen Herrschaften. Und Deutschland jubelt. |
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schrieb am
31.05.2010 um 12:13
Interessante Hintergrundinfo. Allerdings - vor dem denkbaren Support muss es einen ersten Support gegeben haben, um das Casting in good old BRD zu gewinnen.
Sollte da was verschoben worden sein, würde es traurig bis peinlich und zu dem ein Drame geben. Obowohl, als ich damals den Rest des letzten Casting der drei jungen Damen verfolgt, war ich überrascht, dass die die am wenigsten mit Sangeskunst zu überzeugen wußte gewann. Als dann wiederum nach dem Gewinn die Zweit-Plazierte ihren Auftritt bei der Aftershowparty hatte fragte ich mich wieder über die aus meinem Geschmacksempfinden vertauschten Rollen. Hätte Nummer Zwei nicht in Oslo singen müssen? |
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@ misterL am 31.05.2010 um 12:13
ich habe diese Vorentscheidung auch gesehen und "gehört" und kann die Gedanken von misterL nur betätigen, ich wunderte mich damals genauso. machte mir aber mehr Gedanken über den Niedergang musikalischer Kultur im allgemeinen, als drüber, dass hier wieder ein protegiertes Kind aus nicht mit gewisser Klasse lanciert würde. |
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Und die TV Nachrichten konnte man auch vergessen. Aber dann kam Bundes Horst.
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Als besonderes Highlight unter den Kommentaren, die heute landauf/landab dem verzückten Lesern aufs Brot geschmiert werden, darf ohne weiteres der der "WAZ" gelten.
Dieser bringt es fertig noch einmal den wirklichen "Feind" dingfest zu machen und dadurch die wahrhaft große Tat von Lena hervorzuheben: "Zwar hatten die ehemaligen Sowjetstaaten abermals eine regelrechte Puppenfabrik mit Gesangsausbildung in die Schlagerschlacht geworfen. Doch das dramatische Geschnulze der hübschen Wesen samt herumturnender Statisten erreicht Resteuropas Musikgeschmack offensichtlich nicht mehr." Was heißt hier Resteuropa liebe "WAZ", wir sind doch das wahre, echte Europa. Wir haben ein weiteres Mal eine Schlacht gewonnen. Gut dass wir den Kalten Krieg noch nicht vergessen haben. Und ein wenig Kriegsrhetorik kann in diesen harten Zeiten auch nicht schaden. |
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Horst Köhler, der mit seinen unglücklichen Äußerungen zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan ähnliche Kompetenz bewies wie Großbritannien beim Eurovision Song Contest, wird demnächst seinen Stuhl räumen. Lena Meyer-Landrut kann ihren Aufgaben als Bundespräsidentin jedoch erst nach der Fußball-WM in Südafrika nachkommen, wo sie im deutschen Mittelfeld Michael Ballack ersetzt. Die FIFA erteilte eine Sondergenehmigung, dass sie dabei wie gehabt von Stefan Raab auf Schritt und Tritt begleitet werden darf.
Quelle: www.welt.de/satire/article7854143/Lena-Meyer-Landrut-soll-auf-Horst-Koehler-folgen.html Mehr muss man nicht sagen !!! |
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Tom Strohschneider, douze points!
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Ausgabe 22/2012
31.05.2012
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