Empfehlung der Woche

Alles, was ich über Führung gelernt habe

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Nicolai Tangen

Hardcover

256 Seiten

29 €

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DOK Leipzig

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69. Internationales Leipziger Festival für Dokumentar und Animationsfilm

An verschiedenen Leipziger Kinos und Veranstaltungsorten

Katharinenstraße 17

04109 Leipzig

25.10.2026 - 01.11.2026

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Das Ding mit Federn

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Drama, Thriller

UK 2025

98 Minuten

Ab 15.10.2026 im Kino!

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Jüdisches Leben im Mittelalter

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Stadtmuseum Simeonstift Trier

Sonderausstellung „Jüdisches Leben im Mittelalter“
STADTMUSEUM SIMEONSTIFT TRIER
Simeonstr. 60, neben der Porta Nigra
54290 Trier
11. Oktober 2026 bis 4. April 2027!

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Politik : Wegwerfgesellschaft in Potenz

Mit der auf fünf Milliarden Euro aufgestockten Abwrackprämie hat sich die Bundesregierung ein teures Wahlgeschenk für mittelmäßig verdienende Autoliebhaber ausgedacht

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Das "Unwort des Jahres" bezeichnet keine Umweltprämie: Mit hohem Energieaufwand werden intakte Autos zerstört, um mit noch mehr Energieaufwand andere zu produzieren. Das ist nichts anderes als die Wegwerfgesellschaft in Potenz. Es hilft aber wenig, wenn der leere Tank der kapitalistischen Selbstzweck-Maschine vom Staat mit ein paar Tropfen Sprit nachgefüllt wird. Eine Konjunkturhilfe ist das nicht, denn im Gegenzug machen die Gebrauchtwagenhändler reihenweise pleite und die Autowerkstätten leiden, Benz- und BMW-Karossen werden trotzdem nicht gekauft – und die Freude der Kleinwagenhersteller ist das Leid aller anderen Unternehmen, deren Produkte nicht subventioniert werden.

Was ist es dann? Ein Wahlgeschenk für mittelmäßig verdienende Autoliebhaber natürlich. Weil es weiter bergab geht, kommt das nächste Konjunkturprogramm bestimmt. Wenn ausgerechnet in der Depression von Union und Sozialdemokraten der Wählerwille geködert werden muss, heißt die Parole auch für den Finanzminister: nach uns die Sintflut, nämlich die Inflation.

Was wäre noch denkbar für die Denkfabriken in den Parteizentralen? Womöglich eine Abwrackprämie für Kühlschränke, CD-Player, Flachbildschirme, Waschmaschinen oder Klamotten. Vielleicht sogar für Käse und Wurst drei oder zwei Wochen vor dem Verfallsdatum. Dann würden die Konsumgegenstände endlich offiziell zum universellen Müll erklärt.

Aber ist das nicht ein wenig zu kompliziert? Einfacher wäre ein echtes Wahlgeschenk, wie es ja auch im Kreis der Lieben unter dem Tannenbaum immer üblicher wird: keine ausgesuchten Gebrauchswerte mehr, sondern gleich das pure allgemeine Äquivalent. Also schlicht 2.500 Euro für alle direkt aus der Notenpresse, damit die Staatsbürgerinnen und Staatsbürger noch einmal nach Belieben ordentlich shoppen gehen können. Das hilft zwar auf die Dauer auch nichts, aber wenn schon eine echte Krise und echte freie Wahlen, dann auch eine echte freie Henkersmahlzeit ohne Ansehen der Person.

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