„Seid umschlungen Millionen“, heißt es dank Friedrich von Schiller in der Europa-Hymne. „Diesen Kuss der ganzen Welt!“ Griechenland muss gerade verdammt aufpassen, von dieser Umschlingung nicht erdrückt zu werden. Die europäischen Brüder sind bei der Umarmung im Moment auffallend rabiat. Vor dem Brüsseler Krisen-Gipfel der EU drohte entehrender Verstoß aus der Eurozone, inzwischen wurde die angedrohte Strafe umgewandelt und auf Bittgang zum Internationalen Währungsfonds (IWF) erkannt. Niemand kann sagen, ob das eine Strafminderung ist. Hat doch der Brüsseler Krisen-Gipfel der EU einmal mehr offenbart, dass – wenn es darauf ankommt – der europäische Gedanke in zwei Bestandteile zerfällt als seien es Bruchstücke, die zusammenzufügen wenig lohnt: in die politische Idee und eine ökonomische Realität. Da Letztere naturgemäß stärker ist, erst recht in der Krise, stößt die EU nicht nur an Grenzen ihres Gemeinschaftsgefühls, sondern kehrt zu ihren Anfängen zurück, als sie noch EWG hieß und mit den Römischen Verträgen von 1957 als Zollunion und ökonomischer Zweckverband entstand. Inzwischen hat sie sich dank Maastricht und einer Eurozone aus 16 EU-Mitgliedern zu einem integrierten, von Währungsschwankungen befreiten Wirtschaftsraum gemausert. Und ist doch – wie der Fall Griechenland zeigt – der ökonomische Zweckverband geblieben, der die europäische Gemeinschaft letzten Endes immer war. Nur ist der Anspruch auf europäische Selbstbestimmung – auf ein Ranking als weltpolitischer Akteur – durch eine bloße Wirtschaftsgemeinschaft nicht einlösbar. Der Umgang mit Griechenland bringt zu Bewusstsein, was sich mit der gescheiterten EU-Verfassung schon abgezeichnete: die Politische Union ist utopischer denn je, der Beharren auf nationaler Souveränität ausgeprägter, ja vehementer, als es Charles de Gaulle je riskiert hätte. Seid umschlungen Millionen? Europäer oder Euro-Bürger?
Osterweiterung am 3. Oktober 1990
Vergessen scheint in Berlin die europäische Solidarität, wie sie Deutschland zuteil wurde, als 1989/90 die Vereinigung in den Augen skeptischer Franzosen und Briten nur durchsetzbar war, weil sie sich zum europäischen Urknall erklärte und als Grundsteinlegung eines Gemeinsamen Europäischen Hauses feierte. Die erste Osterweiterung gab es am 3. Oktober 1990, ohne dass in der damaligen EG der Zwölf ein Mitgliedsland an Barrikaden-Bau dachte, geschweige denn davon sprach. Die angeschlossene DDR gehörte über Nacht zur Europäischen Gemeinschaft, der nichts anderes übrig blieb, als die deutsche Einheit abzusegnen. Angela Merkel scheint das vergessen zu haben oder zu wollen, wenn sie in einer Stunde der Not nicht zurückgeben will, was dem vereinten Deutschland einst an europäischem Beistand widerfuhr.
Griechenland zum IWF abschieben, heißt einen europäischen Kostgänger zum weltökonomischen Bittsteller – unter Umständen Bettler – degradieren. Wer beim IWF um Kredit nachsucht, handelt sich Spar- und Privatisierungsauflagen ein, mit denen die vom Kabinett Papandreou Griechenland und den Griechen verordnete Hungerkur zur Selbstentleibung gerät. Nach Inanspruchnahme des IWF wird von der ökonomischen Substanz des griechischen Staates, sofern es sich um Staatsunternehmen handelt, nicht viel übrig bleiben. Er muss nicht toter Mann spielen, er ist es. Griechenland wird durch die Tür wieder herein kommen, die ihm Merkel und der Brüsseler EU-Gipfel gerade gewiesen haben. Was heißt kommen? Schleichen! Schwer angeschlagenen, moribunden Patienten bleibt nur diese Gangart.
Mit dem Schwert
Bezeichnend für Geist und Geschichtsvergessenheit der Debattenkultur in Deutschland, wenn ausgerechnet jetzt (s. Bild-Zeitung vom 25. März) unter Bezug auf Otto von Bismarck die Metapher von der „Eisernen Kanzlerin“ mit dem Schwert bemüht wird. Der preußische Ministerpräsident stand in dem Ruf ein „Eiserner Ksanzler“ zu sein, weil er durch eisernen Willen drei europäische Kriege gegen Dänemark 1864, gegen Österreich 1866 und gegen Frankreich 1870/71 führte und so die deutsche Reichseinigung zu Wege brachte. Ein Akt der nationalen Selbsterhebung, dem es gegeben war, den Keim neuer Kriege in sich zu tragen. War nicht das vereinte Europa entstanden, weil es für sich in Anspruch nahm, aus dieser Geschichte gelernt zu haben?
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Gemeinschaftsgefühl? Es geht um Interessen und zwar
finanzielle, die der hochverschuldete deutsche Michel erfüllen soll. Warum wurde für diesen speziellen Fall: Staateninsol- venz durch Manipulation, Betrug oder widrige Umstän- de, mit Einführung des Euro ein entsprechend wirksa- mes Verfahren implementiert? Ähnlich dem IWF. Eine finanzielle Unterstützung, bilateral, ist doch derzeit nicht erlaubt. Was soll das Getöse gegen D? Bismarck würde sich im Grabe umdrehen ... |
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Meines Wissens sind bilaterale Hilfen insofern möglich, als EU-Mitglieder aus der Eurozone Anleihen bei der EZB aufnehmen können. die sich dann u. U. weitergeben lassen. Z.B. auch zur Unterstützung von Griechenland,
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Eben nicht, dann bricht alles zusammen.
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Theo Waigel hat jüngst in einem faz Artikel kühn das Gegenteil behauptet, nämlich, dass die Bundesrepublik Deutschland Europa den Anchluss der neuen Bundesländer an Europa, vormals DDR, durch deren Beitritt nach Art. 23 GG, vorfinanziert hat.
Frage ist natürlich, warum haben die letzten Ministerpräsidenten der DDR, Hans Modrow, Lothar de Maiziere nicht einen Gedanken daran öffentlich verschwendet, den direkten Anschluss der DDR an die EU, vormals EG, an der Bundesrepublik deutschland vorbei, in Brüssel zu beantragen? Diese Möglichkeiten hatte die DDR 1989/90 nicht nur theoretisch, sondern auch faktisch, einmal über das Grundegesetz selber und dann insbesondere über den von den Alliierten eingeräumten Interzonenhandel in Deutschland seit 1946. Dass Deutschland u. a. Euro- Staaten als zahlende Mitglieder des IWF im Fall Griechenlands, in Abstimmung mit dem $- Raum, den IWF einbeziehen wollen, ist eigentlich naheliegend, vermacht aber deshalb dem IWF, angesichts schwimdender Eigen- Finanzmittel, eine Kreditklemme, wenn es darumgeht, weltweit anderen Staaten bei Verschuldungsproblemen mit Krediten hinreichend unter die Arme zu greifen. Otto von Bismarck hat genau das Gegenteil zur Bundekanzlerin Angela Merkel mit den europäisch orientierten Deutschen Königs- und Fürstenhäusern gemacht, um diese in das enge Korsett der damals vom Stapel gelassenen MARK zu legen, indem er die erbeuteten Notenbankschätze, Goldreserven Frankreichs nach dem gewonnenen Krieg 1871 dafür verwendete, den deutschen Königs- und Fürstenhäusern nicht nur ihren eigenstaatlichen Schneid , sondern auch ihre Kleinstaats- Währungen abzukaufen. Nicht alles, was historisch angehinkt kommt, taugt als Vergleich. tschüss JP |
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Europäisch haben 1989 die Sozialdemokraten gedacht. Die überflüssige deutsche Einheit war nur der mit harter Mark bei den Alliierten erkämpfte Platz Kohls im Geschichtsbuch. Dass gleich nach der Wende die Rechtsextremen Konjunktur hatten war nur logisch. Nationalistischer Blödsinn der Schwarzen. Wenn man deutschnational wie die Sozialdemokraten gedacht hätte mit europäischer Perspektive wäre man mit drei deutschen Staaten in Europa viel besser bedient gewesen. Und einflussreicher obendrein, weniger Zahlemann für alles auf Dauer. Darum haben heute Deutsche extrem wenig Stimmgewicht in der EU gemessen an ihrer Bevölkerung.
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@zelotti
Ganz falsch ist das nicht. Nach meiner Erinnerung standen damals zwei konkurrierenden Ansätze der Integration nach dem Fall der Mauer mehr oder weniger konturiert im Raum und werden bis heute mit den Namen Kohls und Lafontians verbunden. Aber nicht Kohl als einzelner Kanzler oder Diktator hat entschieden, dass die Volkskammer seinem Plan folgte. Das waren die Wähler der Noch-DDR am 18. März 1990. Deren überraschend hohes Votum für die CDU (Ost) war damals ein klares Ja zur "schnellen Mark". Ich kenne selbst noch einmal ausgetretene SED-Genossen (der schon in PDS umbenannten Partei), die damals für die CDU (Ost) stimmten und zugaben, dass sie die D-Mark gewählt haben. Der vielleicht überflüssige Beitritt kam zustande, weil eine Mehrheit im Beitrittsgebiet vor allem eines wollte: über die Einheit flüssig werden. Die Risiken und Nebenwirkungen haben viele schon damals erkannt, allen voran der damalige Bundesbankpräsident Karl Otto Pöhl, der gerade erst wieder in einem Interview mit der Welt an seine damals vergeblichen Einsprüche erinnert hat. Dass in einem solchen Klima kein Plan B durchsetzbar war, selbst wenn er vernünftiger gewesen wäre, hat die Geschichte entschieden. Ob aber Plan B - zumindest theoretisch - also der Maastricht Beitritt einer souverän gebliebenen DDR 1991 mit der (unvergoldeten) DDR-Mark machbar gewesen wäre, ist zweifelhaft. So schnell und einfach wäre das dann wohl kaum gegangen. Ich erinnere mich, dass die DDR-Währung bis zum Mauerfall nie frei konvertierbar war und dass sie danach im nichtamtlichen Freihandel u.a. von (West-) Banken mit Kursen zwischen 1:10 und 1:20 bewertet wurde und erst das goldene Angebot vom 6. Februar 1990 zu steigende Notierungen auslöste. Andererseits: Wenn andere Länder des ehemaligen Ostblocks ohne ein solches Währungsgeschenk 14 Jahre später ebenfalls EU-Mitglied werden konnten und ihre Volkswirtschaften heute immerhin mit WKM II an den Euro gekoppelt sind, hätte das die ehemalige DDR im selben Zeitraum mit einiger Sicherheit ebenfalls geschafft. Nur: Wer hätte darauf freiwillig so lange warten wollen, wenn man ihm das damals so angeboten hätte? |
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schrieb am
27.03.2010 um 20:48
@zelotti
Ob die DDR-Bürger aber auf Dauer nur als Spargelstecher oder Prostituierte den Weg nach Westen auf sich genommen hätten. Nur um einen eigenen Staat aufrecht zu erhalten? |
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Es hätte Stufen des Zusammenschlusses gegeben, die nicht nur ökonomisch bestimmt gewesen wären. Dass etwa der konföderative Weg ausgeschlossen war und die von Kohl und der CDU-West vor dem 18. März 1990 in Aussicht gestellte Währungsunion alles überwölbte, war politisch gewollt. Die suggestive Wirkung der erwarteten DM verhinderte eine rationale Wahlentscheidung, die auch andere Kriterien gelten ließ als die Flucht unters vermeintlich stabilere Dach der Bundesrepublik D. und den Verzicht auf die gerade erst mit der Wende erreicht politische Selbstbestimmung. Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten, dass ein Kabinett de Maiziere wirklich im Interesse der ihm anvertrauten Bürger handlungsfähig war? Man sehe sich nur den Rauswurf des Finanzministers Romberg an, der selbstverständlich ein Rücktritt war, ein erzwungener allerdings...
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schrieb am
28.03.2010 um 00:23
@Lutz Herden
Rationale Entscheidungen lassen sich mit 20 Jahren Abstand leicht einfordern. Bestimmt hatte ein schrittweises Zusammenwachsen "auf Augenhöhe" manche Verletzungen, Enttäuschung und Erniedrigung auf Seiten der Ossis verhindert. Auch wäre die Wiedervereinigung die große Chance gewesen, dem Land eine vom Volk abgesegnete Verfassung zu ermöglichen. Andererseits kann ich als Wessi es mir kaum vorstellen, dass eine wirtschaftlich unabhängige, in loser Förderation an die BRD angebundene DDR dauerhaft eine Art "Polen deutsche Nation" hätte abgeben wollen. Worin hätte die Legitimation für diesen Staat bestanden, ohne "nationale Erzählung" und gesonderte ethnische Identität? Letztlich hätte doch ein bedeutender Teil der Bevölkerung nur auf die Fleischtöpfe des ungleich wohlhabenderen westlichen Brudervolkes gestarrt. Und ohne geschlossene Grenze, ohne sprachliche/ethnische Barrieren, ohne die Erfahrung, dass man ohne Job und Perspektive auch in der reichen BRD ein sehr armes Schwein sein kann, etc. - was wäre da aus einer "postsovietischen" DDR geworden? P.S. 21 Jahre nach dem Fall des eisernen Vorhangs kommen zu einem befreundeten Landwirt immernoch Polen für 5 € in der Stunde plus Kost & Logis. Ohne Wiedervereinigung würden sich da jetzt vermutlich DDRler den Buckel krumm schaffen. |
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Schon merkwürdig, dass Polen immer als Metapher für verminderte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Kostgängertum herhalten wird – eine Wahrnehmung, die sich natürlich wunderbar auf den Osten Deutschlands übertragen lässt. Ein höchst fragwürdige, vor allem ahoistorische Betrachtungsweise, wenn man in Betracht zieht, wie Westdeutschland schon in der Besatzungszeit eine ökonomische Förderung erfuhr, von der Polen und auch die spätere DDR nur träumen konnten. Von Reparationen gegenüber einer in ihrer Entwicklung durch den Krieg um über ein Jahrzehnt zurückgeworfenen Sowjetunion war der Westen gänzlich befreit. Oder nahm es sich heraus, befreit zu sein. Bis auf wenige Ausnahmen wurden ab 1949 in der Bundesrepublik D. auch alle wirtschaftlichen Eliten rehabilitiert und in ihren Einflussmöglichkeiten belassen, obwohl sie mit Hitler größtenteils vorzüglich kollaboriert hatten.
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@Lutz Herden
Vielen Dank für die sehr schönen Antworten, die weiter unten mit eingeschlossen. Die letzte hier ist ein wenig problematisch, weil sie eine sozioökonomische Frage (nach der wirtschaftlichen Perspektive ohne Beitritt und DM dem hierzu anzunehmenden Wählerwillen) mit einer moralischen vermengt bzw. sie sogar durch die moralische zu beantworten versucht. Zu diesem Trugschluss hat Brecht etwas leider sehr Treffendes gesagt. Als einzelner ist kann man frei sein, seine Prioritäten anders zu setzen, den Trend der Masse wird man damit nicht aufhalten oder umkehren. Pöhl hätte mehr Mut beweisen und öffentlich profezeien können, was passieren wird, welch hohen Preis das neue System sie oder jedenfalls viele von ihnen kosten wird - sie hätte auf ihn genauso wenig gehört, wie das Volk auf den Profeten Samuel bei der Errichtung der Monarchie zu hören bereit war: Das wird des Königs Recht sein, der über euch herrschen wird: Eure Söhne wird er nehmen für seinen Wagen und seine Gespanne, und dass sie vor seinem Wagen herlaufen, und zu Hauptleuten über tausend und über fünfzig, und dass sie ihm seinen Acker bearbeiten und seine Ernte einsammeln und dass sie seine Kriegswaffen machen und was zu seinen Wagen gehört. Eure Töchter aber wird er nehmen, dass sie Salben bereiten, kochen und backen. Eure besten Äcker und Weinberge und Ölgärten wird er nehmen und seinen Großen geben. Dazu von euren Kornfeldern und Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und seinen Kämmerern und Großen geben. Und eure Knechte und Mägde und eure besten Rinder und eure Esel wird er nehmen und in seinen Dienst stellen. Von euren Herden wird er den Zehnten nehmen und ihr müsst seine Knechte sein. Wenn ihr dann schreien werdet zu der Zeit über euren König, den ihr euch erwählt habt, so wird euch der HERR zu derselben Zeit nicht erhören. Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hören, und sie sprachen: Nein, sondern ein König soll über uns sein, dass wir auch seien wie alle Heiden, dass uns unser König richte und vor uns her ausziehe und unsere Kriege führe! (1. Samuel 8,11-20) |
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schrieb am
28.03.2010 um 13:42
@Lutz Herden
Ein Wohlstands- bzw. Machtgefälle zu erklären, hebt es nicht auf. Man kann sich damit vielleicht als moralischer "Meister der Herzen" fühlen, aber davon wird sich niemand ein Auto kaufen oder endlich das Plumpsklo (so gesehen 1994 bei Bad Muskau) abschaffen können. Recht eindrücklich ist dieses Gefälle auch an den stark frequentierten Grenzübergängen nach Tschechien (nehme an, in Polen wird es ähnlich sein) zu bewundern. Fährt man da des Nächtens rüber, meint man in Las Vegas zu sein wegen der vielen Leuchtreklame. Am Tage sieht man dann: Jede zweite Scheune ein "Casino", jedes Bauernhaus ein "Night Club". Man stelle sich Gleiches an der innerdeutschen Grenze vor... |
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@gweberbv
Dieses Szenario wäre nur dann realistisch, wenn ein entscheidender rechtlicher (und nicht nur mentaler) Unterschied zwischen der DDR und den anderen Ostblockstaaten abgeschafft worden wäre: Jeder DDR-Deutsche hatte bis 1990 das Recht, durch einfachen Grenzübertritt BRD-Deutscher zu werden. Er bekam (oder sie bekam) nicht nur 100 Mark Begrüßungsgeld, sondern auf Verlangen sofort einen neuen Pass und alle möglichen Eingliederungshilfen. Die Frage ist, ob es politisch durchsetzbar gewesen wäre, dieses Recht nun abzuschaffen - also praktisch die gerade gefallene Mauer von Westen her wieder aufzubauen. Wenn ja, hätten wir eine zu CZ und PL vergleichbar stabile Situation gehabt (und dann vielleicht auch solche Casinos). Wenn nein, sehe ich zur Einführung der DM eigentlich keine Alternative, die nicht alsbald zu einem erneuten massenhaften Exodus geführt hätte. Das Dilemma war - wie so oft - das individuell Vernünftige kollektiv unvernünftig war. Vielleicht hätte man das auch ohne neue Mauer lösen können, ich weiß aber ehrlich nicht, wie. |
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Bis auf wenige Ausnahmen wurden ab 1949 in der Bundesrepublik D. auch alle wirtschaftlichen Eliten rehabilitiert und in ihren Einflussmöglichkeiten belassen, obwohl sie mit Hitler größtenteils vorzüglich kollaboriert hatten. >> Solche Argumente nerven mich immer. Kollaboration mit Hitler, na und? Was haetten sie denn sonst tun sollen? Drehen wir das Argument doch mal um und betrachten die, die ganz vorzueglich mit der DDR kooperiert haben. Ist denen daraus heute der Strick zu drehen? Doch eher nicht. Es sei denn, es koennte ihnen etwas spezielles vorgeworfen werden. Was koennen wir denn den Nazifreunden konkret vorwerfen? Koennte es nicht sein, dass es hier nur um Propaganda geht, die sich ausserdem ueberlebt hat? Von Gefuehlspolitik fang ich erst gar nicht an. |
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@Lutz Herden
Ich schließe mich den vorigen Kommentatoren an. Abgesehen davon, dass die europäische Gemeinschaft der Römischen Verträge "EWG" und nicht EGW hieß und die EU-Verfassung des Vertrages von 2004 nicht "gescheiter", sondern gescheitert ist, ist auch nicht alles, was hinkt, ein Vergleich - selbst wenn BILD ihn sich zuerst ausgedacht hat. Dass "Madame Non" hier im sprichwörtlichen Sinne wieder einmal "eisern" war, ist nicht zu bestreiten. Ihr deswegen schon den Thatcherschen oder Bismarckschen Beinamen zu verleihen, halte ich für unbegründet. Dazu hätte sie bei der Bankenrettung genauso eisern bleiben müssen wie jetzt bei der Rettung Griechenlands. So, wie sie jetzt die Griechen zum IWF schickt, hätte sie die HRE-Bank von Rechts wegen an den dafür vorgesehen Gang zum Einlagensicherungsfonds verweisen müssen, den dann die anderen Banken entsprechend aufzufüllen gehabt hätten - u.a. auch die des stolzen Herrn Ackermann, die angeblich vom Staat kein Geld nimmt (*lach*). Da war die Kanzlerin butterweich - eine der Ursachen dafür, dass in der deutschen Portokasse momentan keine Reserven mehr sind, um damit für weitere Bilanzfälscher geradezustehen. PS: Dämliche Schreibfehler passieren mir auch laufend, zum Glück ist die Schrift im Kommentar-Editor jetzt etwas größer (*danke, lieber Freitag*), wenn man damit eigene Kommentare noch editieren könnte (zumindest kurzfristig), wäre das noch besser (*bitte, lieber Freitag*). |
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Hallo Christian,
ich habe anderswo - unter anderem in der taz - auch gelesen, dass Merkel auch aus rechtlichen Gründen die erwarteten Hilfen nicht leisten wollte. www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/mehr-reinreden/ Es gibt dafür kein Europa-Szenarium, es würde EU-Richtlinien sprengen. So habe ich es verstanden und in Deutschland könnten Klagen ans Bundesverfasssungsgericht eingehen. |
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schrieb am
27.03.2010 um 20:44
@Christian
Würde mich wundern, wenn die HRE Mitglied im Einlagensicherungsfonds gewesen wäre. Aktuell ist sie es laut deren Webseite jedenfalls nicht (oder ich habs übersehen). Über Einlagen hat die sich ja auch nicht refinanziert. |
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schrieb am
27.03.2010 um 20:53
Merkwürdig allerdings dieser Presse-Hype über unsere so "eiserne" Kanzlerin.
Wenn ich alles richtig in Erinnerung habe, entspricht das was unserer uckermärkischen Perle zugeschrieben wird, dem, was die Griechen bereits vor Wochen der EU (Eurozonen-Mitgliedern) angeboten, vorgeschlagen haben. Dieses Ergebnis wäre also schon vor Wochen möglich gewesen und hätte Schaden vom Euro abgewendet. Auf Sinn oder Unsinn will ich gar nicht erst eingehen. Eines aber wird uns die nächste Zeit unerbittlich verfolgen, die neue "Floskel", nein "Worthülse" Ultima Ratio Wer die Regierungserklärung der Angela Merkel und die sich daran anschließende Debatte(?) im Bundestag verfolgt hatte, wußte, nein ahnte bereits auf was es hinausläuft. Am jetzt "TINA" und "Ultima Ratio", gemeinsam das unschlagbare Worthülsenduo der bundesdeutschen Politik. Wer will dagegen allen Ernstes anstinken, gar argumentieren. ;-)) |
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@gweberbv
Warum sie da nicht mehr drin ist, kann ich jetzt nicht aufklären. Kann sein, dass sie nach der Verstaatlichung aus dem privaten Bankenverband ausscheiden musste und allenfalls in den VÖB gedurft hätte, aber das kann ich heute abend nicht mehr prüfen. Die Information stammt jedenfalls aus dem HRE-Untersuchungsausschuss. Ausschuss Gerhard Schick (B90/Grüne) äußerte in der jüngst ausgestrahlten WDR-Sendung "Gier und Größenwahn - wie die Politik bei der Bankenrettung über den Tisch gezogen wurde" von Hubert Seipel: Die Deutsche Bank hat eine zentral Rolle in der ganzen Geschichte. Sie wird als erstes gefragt, ob sie die Hypo Real Estate retten würde, sie lehnt es ab. Sie hat eine Rolle bei der Prüfung der Bücher, dann schon im Auftrag der gesamten Bankenbranche. Herr Ackermann ist derjenige, der nachher mit der Kanzlerin die erste Rettungsvereinbarung schließt. Und später kommt ein Deutsche Bank Manager und wird neuer Chef der Hypo Real Estate. Und all das wirft natürlich schon ein besonderes Licht darauf, denn die Deutsche Bank wäre ja auch im Fall eines Scheiterns der Hypo Real Estate über den Einlagensicherungsfonds massiv zur Kasse gebeten worden. Im Grunde habe ich mit meiner Spitze nur Seipels These übernommen und mich auf Schick verlassen. Aber ich prüfe das gerne mal nach (ab Montag). LG CB |
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schrieb am
28.03.2010 um 00:00
@Christian
In einer alten Liste habe ich nun auch die HRE als Mitglied entdeckt. Im Gegensatz dazu wird die IKB auch heute noch auf der Seite des Einlagensicherungsfonds geführt. |
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Sie haben Recht, das wird heute noch korrigiert. Ihr Agument in Sachen HRE kann ich nur unterstützen.
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Die HRE war und ist erlärtermaßen die Bad Bank der Bayrischen Hypothekenvereinsbank, die ihre Rislken in die HRE als Bad Bank ausgelagert, um sich als Braut für die italienische UNI- Credit zu schmücken, was gelang.
tschüss JP |
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Merkel ist hohl
Thatcher und Bismarck hatten politische Ziele/Ideen. Merkels Ziel scheint mir nur der eigene Machterhalt, sonst nichts. Die deutsche Finanzpolitik wurde komplett in die Hände der Bankster und Spekulanten gelegt und Merkel handelt nur als Beauftragte von Ackermann und Issing, ihrem "persönlichen Finanz-Berater" von Goldman-Sachs-Deutschland. Seit 2 Jahren ist es Merkel, die europäische Finanzmarktregeln unter allen Umständen zu verhindern weiß. Im Gegensatz zu Kohl ist ihr egal, ob das Europa-Projekt dabei über die Wupper geht. Das deutsch-amerikanische Modell der Lohndrückerei und Umverteilung nach oben soll auf ganz Europa ausgeweitet werden. Wenn es für den Machterhalt vorteilhafter gewesen wäre, hätte sie Griechenland oder Europa vorübergehend auch einige deutsche Milliarden in Bar rübergeschoben. Seit Krisenbeginn hat Merkel den Bankstern 470 Milliarden an Barem oder Bürgschaften überlassen ohne mit der Wimper zu zucken. Bis heute handelt auch die deutsche KfW-Bank/Bundesbank mit "Derivaten", Gut möglich, dass dabei auch gegen Griechenland gewettet wurde. |
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Nicht nur möglich, sondern sehr wahrscheinlich.
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Bei der Debatte um die Deutsche Einheit wird bis heute gerne vergessen, dass Polen in Osteuropa die treibende Kraft der Deutschen Einheit 1990 war, weil Polen keine Grenze mit der DDR, sondern über die Deutsche Einheit eine direkte grenze mit der EWG/EG/NATO haben wollte.
tschüss JP |
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Interessant war gestern das Phliosphische Quartett, bei dem Peter Sloterdijk, Rüdiger Safranski, Joschka Fischer , Hans Ulrich Gumbrecht in der "Philosophischen Ur- Suppe der „Anteilnahme“ von Jean-Jacques Rousseau (* 28. Juni 1712 in Genf; † 2. Juli 1778 in Ermenonville bei Paris) voller Unwucht lustlos herum stocherten, ohne sich einen rechten noch linken Reim machen zu wollen bzw. zu können?
Hatten sie doch am Beispiel Griechenlands die Chance vertan, den kleinen Schritt aus der Philosophie der Befreiung, Aufklärung hin zur Philospohie des nacheilenden Lastenausgleichs zu wagen. Stattdessen verstiegen sie sich in das Wagnis, der Posener Rede von Heinrich Himmler (1943 ): "Ein nicht zu beschreibendes Heldentum unserer tapferen Männer, Verbrechen an der Menschheit für die Interessen des Deutschen Volkes begangen zu haben und doch anständig geblieben zu sein......", eine philosophische Dimension abzugewinnen. Nur Joschka Fischer wollte diese phlisophische Dimension der Himmler Rede in Posen nicht unkritisch gelten lassen. Was für Joschka Fischer spricht, dem Ansatz der Sprechenden Philosphie von Peter Sloterdijk aber nicht auf die gedanken Sprünge verhilft. Griechenland hat immer noch namentlich wie namenlos ausstehende Fordrungen von Entschädigungen durch Opfer der NS- Terrorherrschaft in Griechenland während des II Weltkrieges an das Deutsche Reich und dessen Rechtsnachfloger Bundesrepublik Deutschland. Vielleicht läßt sich unerwartet doch noch eine Verbindung zwischen Entschädigungsforderungen der Griechen,der Not des € Raums und der Philosophie des nacheilenden Lastenausgleichs herstellen? tschüss JP |
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Das kann ich nur bedingt teilen, die gemeinsame Grenze mit der BRD hat Polen nicht nur Vorteile gebracht, sie war jahrelang (bis zum EU-Beitritt 2004) auch die Außengrenze der EU und hatte ein anderes, teilweise robusteres Grenzregime zur Folge, als es bis 1990 mit der DDR existierte.
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Der Wunsch Polens, über die Einheit Deutschlands eine Grenze mit der EU zu haben, galt auch dem polnischen Wunsch, eine direkte Grenze mit dem NATO als Sicherheitspartner gegen die noch bestehende UdSSR und späte die GUS- Staaten zu haben.
Das ist nicht auf meinen Mist gewachsen, sondern Hinweis auf eine innerpolnische Debatte vor, um und nach 1989. tschüss JP |
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Die Furcht der Deutschen vor einer noch weiteren Ausdehnung ihres Kreditvolumens muss wahrlich immens sein, wenn mit der Beteiligung einer supranationalen Organisation wie dem IWF, nicht nur die Geld – und Steuerpolitische Souveränität des EU-Staates Griechenland unter die Mitaufsicht von Nicht-EU-Staaten (USA, Russland, China) gerät, sondern somit auch die Angelegenheiten der EZB insgesamt. Die Sorge Deutschlands um den eigenen Nationalkredit, lässt das europäische„Einigungsideal“ (inklusive die ehrgeizige imperialistische Ziele) in den Hintergrund (aufgegeben ist da nichts) treten.
Als Gradmesser für die fatale Wucht der weltweiten Schuldenkrise ist diese Entscheidung mehr als bemerkenswert. Nicht nur deswegen, weil Deutschland auf diese Weise die Unkosten, für die in seinem Interesse durchgezogene Brutalsanierung des griechischen Kapitalstandortes umschiffen kann und auf andere Schulten sattelt. Sondern auch deswegen, weil hier mit der teilweisen Preisgabe europäischer Souveränität bezahlt wird. Und wenn man sich den dafür entrichteten Preis und seine antagonistischen Gründe genauer anschaut, ist da viel Raum für zusätzliche und zukünftige Streitereien mit ganz neuen innereuropäischen Akteuren. |
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vielleicht ist es der Versuch der Bundesergierung durch Einbindung der Währungsspekulanten in den USA, Russland u. u. über die inbeziehung des IWF als ständiger wie befristeter Begleiter Griechenlands, milde zu stimmen.
Dass angeblich die Maastrich Verträge einer monetären Unterstützung Griechenlands entgegen stehen,kann insbeondere drch Deutschland elegant umschifft werden, indem deutschland den Entschädigungs- Forderungen Griechenlands gegenüber dem Deutschen Reich seit Ende des Zweiten Weltkrieges als nachflogestaat entpricht, Das hätte den Gewinn, dass in Europa das historisch begründete Fundament für eine weltweit wirkende Entschädigungs- und Lastenausgleichskultur gebaut, in besonderen konjunkturellen Weltlagen unbürokratischen individuell gezielt die Massenkaufkraft der Verbraucher/innen in bestimmten Regionen, wie aktuell Griechenland, stärkt. tschüss JP |
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siehe dazu meinen Freitag Blog:
www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/-peter-sloterdijk-und-heinrich-himmlers-posener-rede-von-1943 29.03.2010 | 10:45 Peter Sloterdijk und Heinrich Himmlers Posener Rede von 1943 Sucht Peter Sloterdijk in Heinrich Himmlers Posener Rede von 1943 eine philosophische Dimension? Verfängt und verheddert sich Peter Sloterdijk im Maschendraht der Hängematte seiner „Sprechenden Philosophie“? Interessant war gestern das Philosophische Quartett im ZdF (s. u.), bei dem Peter Sloterdijk, Rüdiger Safranski, Joschka Fischer , Hans Ulrich Gumbrecht in der "Philosophischen Ur- Suppe der „Anteilnahme“ von Jean-Jacques Rousseau (* 28. Juni 1712 in Genf; † 2. Juli 1778 in Ermenonville bei Paris) voller Unwucht lustlos herum stocherten, ohne sich einen rechten noch linken Reim machen zu wollen bzw. zu können? JP |
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gute Frage!:
"Was hat das mit Bismarck zu tun? Und mit der Wiedervereinigung?" Antwort: "So viel und wenig wie mit den Pappenheimern im Dreißigjährigen Krieg, 1618- 48, beim ausgefallenen Horneberger Pfaffen- Schießen" nächste Frage kommt wahrscheinlich jetzt noch besser!: tschüss JP |
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Scheinst ja gut drauf zu sein:
<< Frage ist natürlich, warum haben die letzten Ministerpräsidenten der DDR, Hans Modrow, Lothar de Maiziere nicht einen Gedanken daran öffentlich verschwendet, den direkten Anschluss der DDR an die EU, vormals EG, an der Bundesrepublik deutschland vorbei, in Brüssel zu beantragen? Diese Möglichkeiten hatte die DDR 1989/90 nicht nur theoretisch, sondern auch faktisch, >> operier ich mal aus Deinem Kommentar heraus. Praktisch bzw. faktisch? |
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Hallo Fritz Teich ,
Du schreibst als hektischer "Lektor": "operier ich mal aus Deinem Kommentar heraus. Praktisch bzw. faktisch?" und wohin damit, was an dessen Statt? tschüss JP |
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Ein interessanter Kommentar zum Thema.
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danke für den Link.
damit Professor Nölling, z. Zt in Berkley/Kalifornien nicht recht behält, durch monetäre Hilfen an Griechenland durch Deutschland würden die Maastrich Verträge gebrochen, rate ich Bundeskanzlerin Angela Merkel die Hilfe an Griechenland als Entschädigungszahlungen zu deklarieren. Das hätte den zweifachen Gewinn, Griechenlands berechtigte Entschädigungsforderungen an Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg wären endlich erfüllt, der Maastrich Vertrag nicht gebrochen, der Weg der Heilung des Euro Raums angebahnt. tschüss JP tschüss JP |
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schrieb am
30.03.2010 um 22:56
Deutschland soll also kurzfristig 75 Milliarden zahlen? Das wäre quasi die Verdoppelung der Neuverschuldung. Nicht Dein Ernst - oder?
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Hallo misterl,
es geht darum, dass Griechenland allein für die hohen Zinsen seiner am Internationalen Anleihemarkt gezeichenten Schuldenaufnahmen bluten soll, obgleich es Mitgied des Euro Raums mit niedrigeren Zinsen ist. Dass heißt, hier wird Griechenland, sehenden Auges, den Zins- Haien am Internationalen Kapitalmarkt ungeschützt überlassen. Wie soll bei einer solchen Praxis unser Euro Raum je Wurzeln schlagen können. tschüss JP |
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schrieb am
01.04.2010 um 06:49
Italien, Irland, Portugal, ... und wenn wir alle gerettet haben, retten uns die Geretteten? Schulden mit neuen Schulden zu begleichen ist keine Lösung. Das funktioniert allenfalls dann, wenn es eine gloreiche Zukunft gibt, die das erwirtschaftet, was die "Zinshaie" zurück erwarten. Das dafür notwendige Wachstum in der Europzone/Europa ist an sich nicht zu erkennen.
Am Anfang steht das Ende der Kaderzockerei von Geldhaien per Verbotsschild an den Börsen, die Weitergabe von Niedrigzinsen der EZB ohne Umweg über Privatbanken direkt an die Eurozone-Staaten und die Verpflichtung der Privatbanken künstige Zinsen nicht zur Eigensanierung zu missbrauchen, sondern an die Wirtschaft und Privatkunden weiter zugeben. |
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schrieb am
01.04.2010 um 06:50
künstige = günstige. Ist noch früh.
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so wie es jetzt läuft, fressen sich Banken wie die Deutsche Bank als größter Gläubiger Griechenlands weiter an griechischen Hochzins Anleihen trügerisch fett.
Warum wird denn Griechenland jetzt nach dem Motto"alle Speere zu mir" so in den Mittelpunkt der monetären Kritik gestellt, wo andere Länder, wie die USA, England viel mehr monetäre Gefahrenlagen heraufbeschwören? Werden hier womöglich die Banken ein weiteres Malüber den Tisch gezogen, in die angeblich staatlicher Sicherheiten gelockt?, erst renditestark Hochzinsanleihen Griechenlands zeichnen, um dann dann im € Raum vereint, für griechenland ein staatliches Schulden Moratorium wie in Argentinien mit der Folge zu verkünden, ass die Banken die Hälfte ihrer Schuldentitel als Gläubiger Griechenlands steuerlich abschreiben dürfen, soweit sie noch Gewinne erwirtschaften? Das Fianz- Drama mit Griechenland, Irland, Spanien, Portugal, Italien u. u. fällt uns so oder so auf die Füsse. Wer da etwas anderes behauptet, hegt nichts als finstere Verschleierungs Pläne. Otto von Bimarck war sich der Problematik der Gründung der Mark als Währung in Deutshland nach 1871 halbwegs offensiv wie öffentlich berechenbar bewußt. Bundeskanzlerin Angela Merkel setzt, im Gegensatz zu Reichskanzler Otto von Bismarck, auf das Instrument der Unberechenbarkeit. Das ist , mit Verlaub!, für die Finanzmärkte, voran den Euro- Währungsraum das "Worst Case Szenario". Dass Griechenland jetzt den doppelten Zinssatz für die Ausgabe seiner Anleihen zahlen muss, deutet doch eher in diese Richtung, weil Griechenland den Schuldendienst auf diesem hohen Zins-Niveau gar nicht leisten kann, um Darlehn u. a. für den auffällig hohen griechischen Rüstungsetat (Rüstungsgüter, Waffensysteme aus Deutchland) umzuschulden. tschüss JP |
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schrieb am
01.04.2010 um 20:44
Grieschenland muss sich ja gegen den NATO-Partner Türkei schützen, der in die EU will. Vielleicht sorgt die Aufnahme der Türkei für Entspannung
dort und die Griechen können die Millaraden sinnvoller verwenden. Gut. ernsthaft. Die Banken werden sicher nicht über den Tisch gezogen sie ziehen vielmehr und geht es schief wird der Steuerzahler überall (nicht nur hier) über den Tisch gezogen und jene die keine (direkten) Steuern zahlen mangels Einkommen über Kürzungen, weil man die Schulden aus der Substanz tilgen muss - sofern das geht. Ein andere Begriff für "über die Verhältnisse" gelebt zu haben. Das wäre ja der "Trick" an der Sache. Würde die EZB vorbei an den Privatbanken direkt mit den Staaten agieren, so wäre Zinsgier und Insolvenzzockerei kein Thema. Die Zockersüchtigen sässen aussen vor mit Tränen in den Augen. Die Massgabe wäre billiges Geld gegen politisch, inhaltlichen Strukturwandel. Der einzige Weg amS aus dem Dilemma. Das würde allerdings bedeuten Lobbyarbeit der Einzelstaaten hinten an zu stellen oder ganz sein zu lassen. Das wahrscheinlich größte Hemmnis bundesdeutscher Europapolitik a la Merkel - europäisch zu denken statt BDI-denken. |
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Hallo misterL,
Dein Satz trifft die volle Zwölf: "Gut. ernsthaft. Die Banken werden sicher nicht über den Tisch gezogen sie ziehen vielmehr und geht es schief wird der Steuerzahler überall (nicht nur hier) über den Tisch gezogen " beginnen doch die Banken, Finanzdienstleister jetzt, wie zuvor, mit ihren "Drückerkolonnen", ihre "toxischen" Papiere, Anleihen über das Kundenbestandsgeschäft in die Konten der Enverbraucher/innen zu verschieben. So genannter Privat- Vermögensverwalter vollziehen das mit Generalvollmacht ohne direkte Absprache mit ihren Kunden. tschüss JP |
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das vereinte Europa entstanden >> ist meines Wissens auf Vorschlag von Churchill im Hinblick auf den deutsch/franzoesischen Gegensatz entstanden. Deutschland sollte nicht einseitig von Frankreich regiert werden (usw.), eine internationale Behoerde sollte regieren, zunaechst Kohle und Stahl. Das aendert aber nichts daran, dass die Reichseinigung eine gute Sache war. Mit der Siegessaeule vor dem Reichstag. Wie wars denn vorher? War das besser? |
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zumindest aus Sicht der deutschen Königs- und Fürstenhäuser kontinental europäisch voller Optionen offener.
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"Deutschland" ist irgendwie nur ein anderer Name für Europa, aber Napoleon hat das Reich abgewickelt. Die Nazis hatten ihre Großraumpläne, vieles davon entsprach fast 1 zu 1 dem was in der EU dann entstand.
Kontrolle der Schwerindustrie war natürlich besser als Demontagen. |
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Schaun wir doch mal, was als den alten Plaenen im Osten wird.
Kontrolle der Schwerindustrie war eine Politik fuer den Frieden, dann kam die Zollunion usw bis hin zu Schengen. Mit Demontagen haette man nichts erreicht. |
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hallo zelotti,
Du schreibst: "Die Nazis hatten ihre Großraumpläne, vieles davon entsprach fast 1 zu 1 dem was in der EU dann entstand". Ist es historisch betrachtete, nicht eher so: "Die Nazis hatten gar keine Großraumpläne im Sine des Aufbaus eines Imperiums, sondern ausschließlich Groß- Raub- und Massenmordpläne zur Schwächung der Staaten, dr politisch demografischen Landschaften der Völker Europas ringsum.Die Nazis waren ja nicht einmal in der Lage, außer für spektakuläre Blitzkriege, Ressourcen für die Versorgung der Bevölkerung im Deutschen Reich und in den eroberten wie besetzten Gebieten, geplant, gesichert organisiert bereitzustellen, ohne Millionen sowjetische Kriegsgefangene in Lagern elend krepieren zu lassen, Millionen Menschen selektiert in den Vernichtungslagern umzubringen. Insofern war bereits das Untenehmen "Barbarossa", Angriffskrieg gegen die UdSSR mitten im Hitler- Stain- Pakt Frieden, in der Planung des Generalstabs der Deutschen Wehrmacht nicht nur als Angriffskrieg ain Verbrechen, sondern bereists in der Planung ein vorsätzlicher Völker- und Massenmord. tschüss JP |
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