Positionen

Mitte-Links | 30.12.2010 12:40 | Aydan Özoguz

Verheerende Signale

Die Sarrazin-Debatte hat den deutschen Integrationsdiskurs zu einem Panorama der Probleme werden lassen. Bei den Migranten hat das tiefe Wunden hinterlassen

In den letzten Wochen konnte man sich kaum des Eindrucks erwehren, dass fast nur noch über misslungene Integration - die es zweifelsohne auch gibt - oder über das, was man dafür hält, gesprochen wurde. Erfolgsbiographien von Migrantinnen und Migranten in Deutschland wurden fast nur noch als Ausnahme definiert. Bundeskanzlerin Merkel und ihre Integrationsbeauftragte Maria Böhmer fallen dabei eher damit auf, auch jetzt keinen zukunftsweisenden Plan zu haben. Konkrete Gesetzesvorhaben und Initiativen für eine bessere Integration? Fehlanzeige!

Stattdessen kamen aus der Regierung die absurdesten Forderungen, wie die sog. „Integrationsunwilligen“ zu sanktionieren seien. Damit meinte die Regierung unter anderem Abbrecher von Integrationskursen. Wie viele es sind und aus welchen Gründen Kurse nicht zu Ende geführt werden, das konnte die Regierung allerdings nicht sagen. Und dass bereits heute über 9.000 Menschen auf der Warteliste für einen Kurs stehen, scheint die Regierung nicht zu beeindrucken, nicht einmal nachdenklich zu stimmen. Zumindest tut sie nicht viel dafür, möglichst zeitnah allen „Integrationswilligen“ einen Sprachkurs anzubieten.

Stattdessen legte Bundeskanzlerin Angela Merkel sogar nach: Multi-Kulti sei absolut gescheitert – ohne konkret zu sagen, was sie genau damit meint. In einer Zeit, in der seit Wochen die Debatte über Integration ganz wesentlich die Agenda der Medien und Parteien bestimmt und viele hier lebende Menschen es leid sind, auch als Sündenböcke für Finanzkrise und Stadtteilprobleme missbraucht zu werden, war dies kein sehr überzeugender Auftritt.

Man bedenke, was diese immer wiederkehrenden Bilder von gescheiterter Integration bei den knapp 20 Prozent unserer Bevölkerung mit Migrationshintergrund hinterlassen haben. Migrant wird hierzulande quasi als Synonym für Schulabbrecher, für kriminell, für Abzocker von Sozialleistungen verwendet. Ich weiß persönlich aus unzähligen Gesprächen, dass die letzten Wochen bei vielen, die sich hervorragend „integrieren“, seit Jahrzehnten in Deutschland leben oder hier geboren sind, tiefe Wunden hinterlassen haben. Sie alle fragen sich: Warum sucht ein Teil der Mehrheitsbevölkerung ständig nach Argumenten der Ausgrenzung?

ANZEIGE

Nur warme Worte

Die Integrationsdebatte erfährt aber auch von der Bundesregierung keine positive Wendung durch konkrete (gesetzgeberische) Schritte, im Gegenteil: CDU/CSU und FDP blieben weitgehend tatenlos und haben außer warmen Worten über die wichtige Bedeutung der Integration für unser Land nichts zur Verbesserung der Integrationspolitik anzubieten. Das lässt sich am Beispiel des Integrationsgipfels im Bundeskanzleramt vom November zeigen: Dort nahm sich die Bundeskanzlerin immerhin drei Stunden Zeit und lud eindrucksvolle Personen mit Migrationshintergrund ein. Diese konnten auch ganz selbstverständlich ein anderes Bild aufzeigen: Integration gelingt eben auch täglich in unserem Land. Bedauerlich, dass solche Äußerungen der Bundesregierung eher hinter geschlossenen Türen fallen. Daneben brachte der Integrationsgipfel außer schönen Bildern für die Medienvertreter keinen Input für konkrete Maßnahmen zur besseren Integration. Zentraler Tagesordnungspunkt war die „Verabschiedung“ eines Nationalen Aktionsplanes – klingt ambitioniert, aber dieser Aktionsplan ist lediglich ein Potpourri aus längst vereinbarten Maßnahmen des Nationalen Integrationsplanes 2007, soll erst Ende 2011 fertig sein und ist lediglich ein Papier mit Empfehlungen an die Politik. Haben wir nicht längst genügend Empfehlungen, die aber nur zögerlich und ungern mit finanziellem Aufwand umgesetzt werden?

Die Bundesregierung setzt wohl lieber auf schöne Symbole – darunter sind nur wenig greifbare Initiativen zur Verbesserung unseres Zusammenlebens. Die SPD hat in der Debatte und im Bundestag viele Vorschläge gemacht, wie Integration besser gelingen kann: ausreichende Finanzierung der Integrationskurse, umfassende Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse, Rücknahme der Kürzungspläne beim Programm „Soziale Stadt“ oder die Abschaffung des Optionszwanges im Staatsangehörigkeitsrecht, damit in Deutschland aufgewachsene Jugendliche mit Migrationshintergrund nicht in Gewissenskonflikte kommen, wenn sie sich für die deutsche Staatsbürgerschaft oder die der Eltern entscheiden müssen – alles abgelehnt von Schwarz-Gelb und ein wirklich verheerendes Signal für die Integration in unserem Land.

Nicht erst seit der diesjährigen Integrationsdebatte ist klar: Integration geht uns alle an! Wir werden in unserem Land nur dann vorankommen, wenn wir uns gegenseitig unterstützen und im politischen Diskurs und Handeln die Trennung in „die“ und „wir“ oder die Trennung in Bürger mit oder ohne „Migrationshintergrund“ überwinden. Dieses Ziel gebe ich nicht auf und eines Tages werden wir es erreichen!

 

 
Senden Bookmarken Drucken
Artikelaktionen
Kommentare
glamorama schrieb am 30.12.2010 um 13:10
Integration bedeutet, dass sich Einwanderer in die Gesellschaft ihres neuen Heimatlandes einbringen und von dieser auch entsprechend aufgenommen werden. Im schwarz-gelben Sprachgebrauch scheint der Begriff aber anders besetzt zu sein: Dort ist mit "Integration" offensichtlich gemeint, dass sich Migranten möglichst "unauffällig" verhalten und idealerweise ihre Wurzeln und Traditionen aufgeben sollen, da diese ja ohnehin nur als störend empfunden werden. Jede(r), der sich nicht 100-prozentig wie ein Deutscher verhält, wird als "integrationsunwillig" abgestempelt - und gegebenenfalls bestraft. Als Deutscher, der in Berlin-Wedding lebt und hier jeden Tag gelungene Integration erfährt, stößt mir diese diskriminierende Rhetorik besonders sauer auf.

Solange es uns nicht gelingt, die derzeitige Integrationsdebatte als scheinheilig und ungerecht zu entlarven, sind wir wohl auf die Gelassenheit, die Geduld und den scheinbar grenzenlosen Optimismus vieler Einwanderer angewiesen - übrigens Eigenschaften, von denen wir Deutschen uns ruhig mal eine Scheibe abschneiden könnten.
rot schrieb am 30.12.2010 um 14:47
Der Islam-Diskurs der SPD ist lustig! Danke.
zephyr schrieb am 30.12.2010 um 14:59
Ich danke für diesen Artikel und schließe mich den Aussagen Ihres letzten Absatzes vollständig an.

Seit Monaten ärgere ich mich darüber, dass die Medien keinerlei oder bestenfalls halbherziges Interesse daran zeigen, über erfolgreiche Integration zu berichten, die auch ich täglich erlebe. Ich unterstütze Initiativen wie z.B. den Liberal-Islamischen Bund, der sich offenbar zur Aufgabe gemacht hat, der Mehrheit der nicht-organisierten Muslime (hiermit meine ich diejenigen, die sich von keiner der bekannten muslimischen Organisation vertreten fühlen bzw. sich mit keiner der den "Diskurs" dominierenden Gruppierungen identifizieren, sondern "einfach" ihr Leben als deutsche Muslime leben) eine Stimme zu geben.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.12.2010 um 15:54
@zephyr
Da stimme ich Ihnen zu. Ich finde, gerade der Freitag könnte mit gutem Beispiel vorangehen und zur Abwechslung mal liberale Muslime zu Wort kommen lassen. Womit ich tatsächlich liberale meine, nicht Hardliner wie Tariq Ramadan, die sich nur aus opportunistischen Gründen als liberal tarnen.
Wobei man aber natürlich auch sehen muss, dass Fundamentalisten von sich aus stärker in die Medien drängen und daher auch stärker Gehör finden. Das Ergebnis ist, dass in der Öffentlichkeit ein Bild entsteht, wonach die meisten Muslime fundamentalistisch seien.
Rahab schrieb am 30.12.2010 um 16:05
komisch!
wieso hab ich nicht das bild (in der öffentlichkeit entstehend - so so - in welcher denn?), wonach die meisten muslime ...?

irgendwas in meinem leben muß da schiefgelaufen sein!

und wenn es dies war, dass in dem auch ezidi und mandäer und chaldäer und aramäer und rum-katholiken und ... und ... vorkamen? von juden in allen möglichen formen und farben nicht zu reden....

und außerdem aus mir unerfindlichen gründen recht früh schon die erkenntnis sich breitmachte, dass auch nicht-integrierte integriert sind ... was täte eine gesellschaft ohne deviante/kriminelle/widerspenstige ?
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.12.2010 um 16:13
Mumpitz. Natürlich braucht eine Gesellschaft auch abweichendes Verhalten (Nicht-Integrierte eingeschlossen), zwecks Stützung der Normen. Wer sich normkonform verhält, erfährt die Sanktionierung abweichenden Verhaltens bei anderen als Bestätigung bzw. positive Sanktionierung.
Was Du hier aber mal wieder betreibst, ist eine Verwischung der Begriffe. Wenn Nicht-Integrierte integriert sind, dann erübrigt sich jede Diskussion über Integration. Genau das, nämlich diese Diskussion abzublocken, ist offenbar dein Ziel.

Außerdem ist Dir sicher klar, dass die Tatsache, dass Du "dieses Bild" nicht hast, rein gar nichts aussagt. Aber Hauptsache, vom Thema ablenken.
Wäre ja auch peinlich, zuzugeben, dass Du verstärkte Berichterstattung über liberale Muslime ablehnst, weil Dir die fundamentalistischen sympathischer sind.
Rahab schrieb am 30.12.2010 um 16:23
lieber doppel-dora
ich bin - womöglich im unterschied zu dir - ganz gut in der lage, auch die aufzufinden, welche du 'liberale muslime' nennst

allerdings habe ich die erfahrung gemacht, dass der verweis auf diese rein garnichts bewirkt - nicht mal bei dir!
Ehemaliger Nutzer schrieb am 30.12.2010 um 16:40
Lächerlich.
Rahab schrieb am 30.12.2010 um 17:03
lächerlich?

was sagst du überhaupt zur wirklich stattgehabten verurteilung von Kazav?
Calvin schrieb am 03.01.2011 um 17:05
Könnt ihr beiden mal eure Balzkämpfe außerhalb jedes beliebigen Forums austragen? Richtet doch dafür ein eigenes Forum ein, wo ihr dann einfach andere Foren verlinkt und jedes Thema ausgiebig diskutieren könnt.
Und niemand stört euch.
goch schrieb am 30.12.2010 um 15:15
Die Konservativen in diesem Land haben über Jahrzehnte Deutschland nicht als Einwanderungsland gesehen und jede Integration abgelehnt. Gastarbeiter war die Bezeichnung für diese Menschen.
Man wollte sie möglichst schnell und (ohne Kosten) wieder loswerden.
Erst im Zuge der Demografie-Debatte und der Pisa-Ergebnisse, die belegen, dass in Deutschland die Herkunft /soziale Schicht entscheidend ist für den Bildungserfolg konnten die konservativen Ideologen die von Ihnen produzierten Probleme nicht mehr ignorieren.
In guter konservativer Tradition wird nicht dem Verursacher sondern dem Betroffenen die Schuld zugeschoben (Arbeitslose werden nicht von Unternehmern entlassen, sondern sie sind zu faul sich zu bilden und einen Arbeitsplatz zu suchen).
Die Sarrazin-Debatte hat diese Problemlage aus konservativer Sicht auf das richtige Gleis gesetzt.
Eine konservative Politik, die den Sozialstaat eindampfen will, muss dem Einzelnen die Schuld an seinem Schicksal zusprechen. Schon ist wieder alles in Ordnung.
zelotti schrieb am 05.01.2011 um 18:18
Die Einwanderung wurde doch speziell von den Arbeitgebern betrieben. Die Sozialdemokraten und Linken haben sich um das Valium der aufbrechenden Konflikte und gegen den Klassenkampf von oben gewandt. Dennoch ist Solidarität in der Gesellschaft bei Migration natürlich erschwert. Die Entsolidarisierung der Arbeiterklasse wurde wesentlich durch Migration erleichtert. Du hast recht, man muss genau sehen welche Verantwortung sozialisiert (Rettung von Banken etc.) und welche individualisiert wird (HartzIV, Arbeitslosigkeit, Ausgrenzung).

Das Besondere der Einwanderung war vor allen Dingen der gebrochene Sozialvertrag. Bei Gastarbeitern war z.B. der Deal von Anfang an, dass sie nur zur Arbeit in Deutschland sind. Später wurde es dann schwierig. Man kann sicherlich der Gesellschaft keinen Vorwurf machen, die sozusagen durch das Schaffen von Fakten über den Tisch gezogen wurde. Die Bevölkerung in Deutschland hat ja nie der massenhaften Zuwanderung von türkischen Paschas auf Dauer willentlich zugestimmt, sondern man hat ihr das sozusagen übergebügelt, weil man damit bestimmte Ziele verfolgte. Je schwerer integrierbar der Zugewanderte desto praktischer für die Unterminierung der Solidargemeinschaft durch die Vertreter des Kapitals.
gbruno schrieb am 30.12.2010 um 16:36
Özoguz versucht verzweifelt, die Verdrängung und Verharmlosung des Problems fortzuschreiben. Natürlich gibt es integrierte Migranten, doch die Selbstausgrenzung und Abschottung in türkisch-nationalistischen und konservativ-islamischen Milieus ist Tatsache.
Was gedenkt denn Özoguz zu tun angesichts von 80 % jugendlichen moslemischen Intensivtätern in Großstädten? Was ist sein Konzept gegen den Zustand, dass nur ein kleinerTeil der türkischen Migranten in einem regulären Arbeitsverhältnis steht und der Anteil der Transferempfänger weit überproportional ist? Wo sind denn die "schmerzenden Wunden" des Herrn Özoguz angesichts der Tatsache, dass die innerfamiläre Gewalt in moslemischen Familien hoch, die Zahl der jungen Türkinnen, die aufgrund des Wertekonflikts zwischen patriarchalischer und westlicher Welt Suizid begehen, doppelt so hoch ist wie bei jungen einheimischen Frauen? Was sagt er dazu, dass die Mehrheit der moslemischen Familien ihren Töchtenr Partnerschaften mit Deutschen verbieten (nur 8 % Eheschließungen mit Deutschen)? Integration geht nicht, wenn 30 % der moslemischen Studenten in Großbritannien Gewalt zur Durchsetzung von religiösen Zielen befürworten, wenn sie fast zu 100 % die Darwinsche Evolutionstheorie ablehnen, ebenso wie 75 % der Türken und 80 % der Pakistani. Archaisch-voraufklärerische Kolonien kann es bei uns eben nicht geben. Deshalb der wachsende Unmut der Bevölkerung.
zephyr schrieb am 30.12.2010 um 16:58
@gbruno
Was haben Zahlen aus Großbritannien mit der Situation in Deutschland zu tun? Wieviele Türken sollen das in Großbritannien sein, von denen 75 % die Darwinsche Evolutionstheorie ablehnen?

Auf welche Deutschland betreffenden Statistiken beziehen Sie sich? Gerne würde ich die Quellen erfahren. Auch sollte die Gesamtanzahl von ca. 4 1/2 - 5 Millionen Muslimen in Deutschland bei jeder statistischen Auswertung nicht außer Acht gelassen werden.

Zudem ist meiner Meinung nach endlich zu unterscheiden zwischen zweifelos sich selbst ausgrenzenden "türkisch-nationalistischen und konservativ-islamischen Milieus" in deutschen Großstädten und denjenigen Muslimen - und anderen Migranten - die entweder dort nicht wohnen oder sich diesen Milieus nicht zugehörig fühlen, ja diese ablehnen. Was soll an einer solchen Differenzierung verharmlosend sein?

Übrigens: ich unterstütze nicht nur die Anliegen des Liberal-Islamischen Bundes sondern ebenso die Art und Weise, wie Z.B. Herr Buschkowsky die Probleme seines Berliner Stadtteils zu lösen sucht.
gbruno schrieb am 30.12.2010 um 21:54
Moslems zeigen wahrscheinlich in vielen weltanschaulichen Fragen ähnliche Einstellungen. Das zeigt ja auch die Umfrage: Ablehnung desr Evolutionslehre durch 75 % der Türken, 86 % der Pakistaner, 92 % der Ägypter. Muslimische Studenten in den Niederlanden lehnen "fast ausnahmslos" Darwin ab. Warum sollte das bei deutschen Moslems anders sein? (Quelle für den Antidarwinismus: Bennett, Islam's Darwin Problem, Boston Globe 25.10.2009, zit. bei Sarrazin, S. 349.)
Quelle für die Gewaltneigung ist ein schockierendes Wikileak-Dokument: 32 % der moslemischen Studenten in GB halten das Töten für den Islam für legitim, 40 % fordern die Scharia! Man möchte nicht wissen, wie die Prozentsätze bei der nicht akademisch gebildeten moslemischen Bevölkerung ist. Hier stoßen Welten aufeinander. (www.sify.com/news/1-in-3-brit-muslims-students-back-killing-for-islam-40-percent-want-sharia-law-wikileaks-news-international-kmwmEhjhief.html).
zephyr schrieb am 30.12.2010 um 22:21
@gbruno

"Moslems zeigen wahrscheinlich in vielen weltanschaulichen Fragen ähnliche Einstellungen"

Das ist ein Irrtum.

Machen Sie sich kundig. Unterhalten Sie sich zunächst mit einem strenggläubigen iranischen Schiiten, welcher das derzeitige iranische Regime unterstützt. Danach unterhalten Sie sich mit einem gläubigen Schiiten, welcher das nicht tut. Sodann suchen Sie den Dialog mit
einem sunnitischen Salafiden. Schließlich suchen Sie sich eine ländliche Moschee, z.B. am Niederrhein und unterhalten sich mit einem liberalen Sunniten. Es dürfen auch gerne Muslimas mit und ohne Kopftuch befragt werden.

Das wäre ein Anfang.

Wenn Sie dann noch Zeit finden, recherchieren Sie zu den kulturellen Unterschieden zwischen britischen Muslimen (die in der Mehrheit aus Pakistan stammen), französischen Muslimen (die in der Mehrzahl aus Nordafrika kommen) und deutschen Muslimen (die in der Mehrzahl aus der Türkei stammen).

Wäre das nicht ein passendes Projekt für die nächsten Jahre?
zephyr schrieb am 30.12.2010 um 22:23
@gbruno

Nachtrag:

Unbedingt noch den Kontakt zu Muslimen aufnehmen, die nicht mehr oder nur zweimal im Jahr in die Moschee gehen und trotzdem Muslime sind.
gbruno schrieb am 31.12.2010 um 20:51
Auf Unterschiede abzuheben lenkt leidet nur ab von den harten Zahlen ab, die vorliegen: Ob moslemischer Student in den Niederlanden, Pakistani, Türke oder Ägypter: die Mehrheit lehnt offenbar grundlegende Werte Europas ab.
Das macht ein Zusammenleben mit der Mehrheit der Moslems auf Dauer unmöglich. Für moslemische Kolonien eigenen Rechts, die nur durch die Sozialtransfers mit den Mehrheitsgesellschaften zusammenhängen, gibt es keine Mehrheiten, in keinem europäischen Land.
zelotti schrieb am 30.12.2010 um 17:18
Was soll auch dieser ewige und nervige Opferdiskurs. Integration von Migranten ist in erster Linie deren Aufgabe und es ist immer wieder erschreckend wie wenig sich Migranten um die Integration ihrer Landsleute bemühen, wie wenig der Diskurs von Stimmen innerhalb der Migrantengesellschaft dominiert wird, sondern statt dessen nach altem Muster Forderungen und Anschuldigungen gegen die Mehrheitsgesellschaft gestellt werden, so ein Anspruchsdenken, das den Leuten auf den Wecker fällt.

Die Idee der doppelten Staatsangehörigkeit war von Anfang an Unsinn. Man muss sich klar entscheiden. Entweder diesem Lande konsequent den Rücken kehren oder sich zur deutschen Nationalität bekennen oder als Fremder in Deutschland leben. Die Uneindeutigkeiten sind nicht hilfreich. Da hast du dann am Ende Deutsche nach Pass, die sich nicht innerlich zu unserem Staate bekennen. Das ist extrem gefährlich.
m_for_manu schrieb am 31.12.2010 um 09:29
da ist wieder einer der „entweder für oder gegen uns”-argumentierer. also ich habe noch die portugiesische staatsbürgerschaft, überlege mir aber die deutsche dazu zu erwerben. bin ich nun auch so ein ewiger fremder obwohl ich hier geboren wurde? wieso ist das sich etwas interkullturell fühlen so schlimm? ich komme prima damit klar, sie wohl weniger. wieder ein wenig ausgrenzung praktiziert, aber ich werde mich mal nicht davon beeindrucken lassen und ihren geforderten zwang überhören.

dumm nur wenn irgendwann jemand auf die idee käme das zum gesetz zu machen und es dann wirklich zum ersten mal einen keil zwischen mir und deutschland gäbe. ich schätze deutschland und europa (und ich fühle mich sehr als europäer) sehr für eine gewisse offenheit. dass gewisse asis ( wir können es ja mal gerne aussprechen) sich völlig daneben benehmen ist völlig klar, bleiben wir doch einfach beim thema, prollos und harzer sind öfter kriminell. der zusammenhang liegt wie in allen schlechten vierteln dieser welt wohl eher in der armut.
zelotti schrieb am 02.01.2011 um 16:04
Es gibt eben keine eindeutigen Zugehörigkeiten mehr und dann jammert man über Integration. Das ist doch genau diese Indifferenz, immer einen Fuss aus der Tür halten, durch die es zieht.
m_for_manu schrieb am 02.01.2011 um 19:36
aha, und wo genau zieht es jetzt? wo habe ich meinen fuß draußen und vor allem für welchen fall denn? klingt ein wenig nach gedankenpolizei und eindeutig schwachsinnig. was genau ist denn z. b. an meinem modell so falsch?

ich glaube dass hier mal wieder angenommen wird dass ich automatisch glaube dass „der deutsche staat” mein opfer ist und ich mich im im zweifel (was auch immer das sein soll) aus dem staub mache, kann das sein?

in einer sache kann eigentlich jeder beruhigt sein: auch wenn es einige generationen dauert, irgendwann ist jede volksgruppe integriert, bzw. es entsteht eine neue volksgruppe. das läuft seit jahrtausenden so.
Calvin schrieb am 03.01.2011 um 17:11
Das ist ja wohl gigantischer Blödsinn! Das kann gelingen, kann aber auch noch Jahrzehnte gelungener Koexistenz in spektakulär scheitern. Schau die einmal das Beispiel der USA an: Obwohl sie die konsequenteste Einwanderungsnation der Welt sind, ist die Vermischung zwischen den Ethnien auf einem sehr niedrigen Niveau geblieben. Wenn dir positive Gegenbeispiele einfallen, nur her damit.
Calvin schrieb am 03.01.2011 um 17:12
war gerichtet @ M_for_Manu´s
"in einer sache kann eigentlich jeder beruhigt sein: auch wenn es einige generationen dauert, irgendwann ist jede volksgruppe integriert, bzw. es entsteht eine neue volksgruppe. das läuft seit jahrtausenden so."
zelotti schrieb am 05.01.2011 um 17:54
Man kann doch nicht von Anfang an sagen, dass Integration unmöglich ist und dann noch aus ethnischen Gründen. Meiner Ansicht ist das keine Frage der Biologie sondern allein des Bekenntnisses. Das Bekenntnis zu unserem Lande ist nicht sonderlich schwer, das ist eine politische und persönliche Sache. Nur wenn man nicht weiss was man ist, dann wird die Sache schwer. Eine Entscheidung sollte getroffen werden.

Die Amerikaner haben einen Rassismus der anderen Art, jeder kann formal Amerikaner sein, es gibt einen irren Nationalismus, aber es gibt keine amerikanische Solidargemeinschaft, und es gab immer viel freies Land. Positive Beispiele gibt es zuhauf, Preussen zum Beispiel, Berlin überhaupt.

Wenn wir mal ehrlich sind, dann funktioniert Integration in unserem Lande ziemlich gut, verglichen mit den Nachbarn sowieso. Unser Land ist auch relativ gesehen immer noch sehr sozial durchlässig.
R Stilzchen schrieb am 31.12.2010 um 00:29
Ist irgend ein europäisches Land verpflichtet, sich so zu verwandeln, dass es einem Familienoberhaupt aus muslimischen Ländern hier gefällt?
Niemand wird gezwungen, in Europa zu bleiben. Nicht einmal die Europäer selbst. Wenn sie ein Land finden, dass sie aufnimmt, können sie dorthin "migrieren".
Angelia schrieb am 31.12.2010 um 11:02
Ja, die von Sarrazin angestoßene Debatte, nicht nur um Migranten, sondern auch um Empfänger staatlicher Leistungen, war, rückblickend auf das Jahr 2010, die am übelsten geführte. Weil genau der Kontext, wie im obigen Artikel dargestellt, schlicht ausgeblendet wurde. Doch gerade das wäre wichtig gewesen, um Verhältnismäßigkeiten und Relevanzen so wie den Kern der Problemstellung möglichst realistisch heraus zu filtern, bewerten und vor allem bearbeiten zu können.

Statt dessen lobten einige Sarrazin für das bloße Anstoßen einer Debatte. Und zwar offensichtlich ohne die Art und Weise und die Sinnhaftigkeit der Inhalte zu bewerten. Mit anderen Worten, hier wurde ein Mann für das Vergiften des gesellschaftlichen Klimas gelobt und für nichts anderes. Man muss sich das mal vorstellen, eine Bevölkerung beschäftigte sich ein ganzes Jahr damit, auf dem Boden von Meinung, Geschmack und Ressentiments zu diskutieren. Während die einen versuchten, inhaltlich nicht haltbaren Thesen durch Weiterführung und Erklärung, je nach Gusto, den Hauch von seriösem Inhalt zu verleihen, sahen sich andere aus genau diesem Grund gezwungen, wenigsten zu versuchen, die Diskussion vom Kopf der Meinung und des Geschmacks, auf die Füße eines umfangreicheren gesicherten Datenmaterials zu stellen;- was bedeutete, den Missbrauch und Fehlinterpretationen der Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten gerade zu rücken. Du liebe Güte, was für eine
Sisyphusarbeit.

Aber im Zeitalter der intellektuellen (künstlerischen und materiellen) Quantität vor Qualität muss man sich über derartige Erscheinungen nicht wirklich wundern.

Mein Vorschlag für das nächste Jahr: Diskutieren wir, ob wir Gesellschaft auf dem Boden von Meinung, Geschmack, Ignoranz und Einfalt tatsächlich sinnhaft gestalten können.
Querdenker schrieb am 31.12.2010 um 17:59
Keine "konkreten gesetzgeberischen Schritte"?

Was die SPD fordert und angeblich von Schwarz-Gelb abgelehnt wurde ("umfassende Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse"), stand im Koalitionsvertrag von CDU/CSU/FDP und existiert bereits als Gesetzentwurf des BMBF:

www.bmbf.de/de/14070.php

Sie wollen konkrete Schritte, üben sich aber im Verallgemeinern, Frau Özoguz. Es ist schon wirklich sehr auffällig, daß immer wenn es ganz konkret um Probleme bei türkischen Migranten geht, sich türkischstämmige Oppositionspolitiker zu Wort melden, die versuchen, diese Probleme auf alle Migranten in Deutschland abzuladen. Das ist z.B. gegenüber den gut integrierten und gebildeten Vietnamesen ungerecht und überhaupt nicht zielführend.

Apropos: Was ist an einem "Panorama der Probleme" schlecht?
Ugonna schrieb am 01.01.2011 um 17:45
Hallo und:
liest sich ja fast so als hätte es nie eine Rot-Grüne Regierung gegeben :)
Dieses Thema gibt es länger als Barzel oder Schmidt - von Joschka und allen anderen Veteranen ganz zu schweigen!
Bitte erst einmal eine selbstkritische Analyse warum es die Vorgänger von Aydan in der eigenen Partei nicht geschafft haben und was Du, Sie - sen veya siz - konkret unternehmen, damit bei der nächsten Regierungsbildung dieses "weiche Thema" mit ganz knallharten Konsequenzen, nicht wieder der "Realpolitik" geopfert werden kann! Also ab ins SPD Grundgesetz damit und eine unumstößliche Selbstverpflichtung unter allen Umständen aktive, positive Integrationsmaßnahmen konkret umzusetzen und diese Punkte vor der Wahl auch auflisten - dies, die Menschenrechte und die Umwelt - dann können Sie Bey Özoguz mit dem Finger auf andere deuten und es "besser wissen". Und falls Sie sich nicht durchsetzten können bitte zurücktreten - dann haben Sie evtl die Ebene der Glaubwürdigkeit in der Sache erreicht. In diesem Sinne - viel Glück in diesem Jahr! Und ich freu mich auf die zahlreichen Demo-Vorschläge um die Sache warm zu halten :)
Sevket
Muhabbetci schrieb am 02.01.2011 um 01:14
Danke Frau Özoğuz,
genau meine Gedanken. Es wird geredet und geredet aber gemacht wird nichts. Heiße Luft sonst nichts.

Dabei wäre es interessant zu hören welche Zukunftspläne scwarz-Gelb für Integration eigentlich hat. Was soll in 30 Jahren sein? Ich meine die ersten 40 Jahre sind um, ohne das irgendetwas gemacht wurde, was ist mit den nächsten 40 Jahren?
Werden wir im Jahr 2050 immer noch über Integration reden?

Ach nöö, ich habe keine Lust mehr. Die Gesellschaft möchte mich so nicht akzeptieren?
Seien wir doch mal ehrlich. Dieser Staat brauch einen Sündenbock, so lange die Ausländer dafür herhalten können, solange werden sie damit weiter machen.

Ich habe keine Lust mehr auf den ganzen Quatsch über Integration.

Schöne Grüße und danke für diesen Artikel
Mustafa Celebi
zelotti schrieb am 06.01.2011 um 02:28
Frau? Aydan ist ein Frauenname, ach so. ****** Wo kriegt man denn das G-Kringelzeichen auf der Tastatur?

*****

Dieser Kommentar wurde von der Moderation editiert. Bitte sehen Sie in Zukunft von solchen rassistischen Äußerungen ab. (Dies ist als Gelbe Karte zu verstehen) MH
weinsztein schrieb am 06.01.2011 um 02:56
@ zelotti

*******

Das türkische Ğ oder ğ geht ganz einfach. Sie tippen G oder g ein und malen mit spitzem Bleistift den Kringel dazu.
Neidhardt schrieb am 02.01.2011 um 14:21
-
Sonderbar, wie unterschiedlich die Wahrnehmung sein kann. Seit vielen Jahren, nochmal verstärkt seit Ende August 2010 entnehme ich den Medien eine deutlich überrepräsentierte Anzahl von Beispielen individuell erfolgreicher Karrieren von Menschen mit Migrationshintergrund. Das ist in jeder Hinsicht zu begrüßen. Jeder weiß freilich auch, dass das halt nicht die allseits gültige Regel sein kann und dass z.B. die weit überdurchschnittliche Zugehörigkeit von Straftätern zu bestimmten religiös und ethnisch definierbaren Minderheiten in den Mainstream-Medien viele Jahre nicht thematisiert wurde und lt. Pressekodex die individuelle Zugehörigkeit von Kriminellen zu solchen Minderheiten immer noch verheimlicht werden soll.

Nicht zu begrüßen ist, dass das überproportionale Ausbleiben bzw. der allzu geringe Erfolg eigener Integrationsbemühungen solcher Zuwanderer nach wie vor geleugnet und manch nüchterner Warner als Lügner und Rassist bezeichnet wird (siehe Jakob Augsteins Weihnachtsbeitrag www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/die-faz-sarrazin-und-luegen-zu-weihnachten bzw. dessen argumentative Vernichtung zettelsraum.blogspot.com/2010/12/zitat-des-tages-augstein-uber-sarrazin.html). Und zu Özoguzs Beschreibung der tiefen Wunden wird man sagen dürfen, dass die schlichte Beschreibung der Realität die von illusionären Selbstbildern oder weltanschaulichen Phantasmagorien heimgesuchten Menschen zwangsläufig schmerzt. Die bisher unter der Decke gehaltene Nachricht ist schlecht, hängt alle Boten! Manches, was weh tut, ist einfach die traurige Wahrheit.

Was mich als neuen Leser freut: dass bei all diesem mitunter arg realitätsfernen Gerede in diesem Blog offenbar auch unzensiert Fakten gebracht werden dürfen: siehe z.B. die Beiträge von gbruno weiter oben.
Freier Bürger schrieb am 04.08.2011 um 15:24
Verheerend war nicht das Signal des Buches von Sarrazzin, ganz im Gegenteil, es ermöglichte endlich einen Diskurs über Einwanderung und Integration. Verheerend war die Verweigerung eines großen Teiles der politisch-medialen Klasse, eine offene Diskussion über dieses Thema zuzulassen. Seit fast 50 Jahren (im Westen unseres Landes) wird verdruckst und verlogen argumentiert. Die Rechten behaupteten wir seien kein Einwanderungsland und nannten die Einwanderer "Gastarbeiter", als würden sie nach getaner Arbeit wieder nach Hause gehen. Die Linken träumten den bunten Multikulitraum, mit oft unverhohlener "Inländerfeindlichkeit", hoffend, dass sich die verhassten deutschen Spießbürger durch kräftige Einwanderung ändern würden. Kritische Stimmen wurden mit der Nazi-Keule bekämpft, Statistiken wurden manipuliert, es wurde schön geredet und gelogen.

Beides ist grandios gescheitert. Bisher war es politisch inkorrekt über dieses Thema offen und kritisch zu diskutieren. Herrn Sarrazzin ist es zu verdanken, dass dies heute nicht mehr geht. Selbst die SPD musste dies einsehen, als sie feststellte, dass sehr viele ihrer Mitglieder Sarrazzins Thesen zumindest teilweise zustimmten.

Deutschland ist ein Einwanderungsland. Es ist dies seit hunderten von Jahren. Wir haben Millionen von Einwanderern erfolgreich integriert, von den Hugenotten bis zu den Polen im Ruhrgebiet. Sie haben sich integriert, assimiliert und wurden nach spätestens zwei Generationen ganz normale Deutsche, nur ihre Nachnamen erinnerten noch an ihre Herkunft. Dies alles geschah ohne staatliche Programme nur durch die Einwanderer selbst.
Dieses Prinzip muss auch heute gelten. Wer bei uns dauerhaft leben will, muss bereit und fähig sein sich voll zu integrieren, ja zu assimilieren. Wer das nicht will oder kann, sollte besser in sein Heimatland zurückkehren. Eine multikulturelle Parallelgesellschaft zerstört den Zusammenhalt, die Solidarität unseres Volkes.
SiebzehnterJuni schrieb am 16.12.2011 um 16:35
@freuer Bürger
"...Verheerend war nicht das Signal des Buches von Sarrazzin, ganz im Gegenteil, es ermöglichte endlich einen Diskurs über Einwanderung und Integration. .."

Sind sie so jung, dass sie die Hessenwahl, die Koch an die Macht brachte, noch nicht mitbekommen haben? Welche Diskussionen gabes da vorher und nachher?

Und weit mehr als 10 Jahre vorher wurde monateland darüber diskutiert.


Meistkommentiert
7 Tage
Monat
Bisher
David Graeber Schulden. Die ersten 5000 Jahre Klett-Cotta 2012

536 Seiten. Gebunden.

26,95
 
Seit der Erfindung des Kredits treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei. Die Geschichte der Menschheit erzählt David Graeber als eine Geschichte der Schulden: eines moralischen Prinzips, das nur die Macht der Herrschenden stützt. Damit durchbricht er die Logik des Kapitalismus und befreit unser Denken vom Primat der Ökonomie >> mehr
Arte-Kooperation

 portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

Augstein und Blome

portlet_Phoenix-12.pngportlet_Phoenix-20.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Ziemlich beste Freunde

Ausgabe 20/2012
16.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Linke Mitte

portlet_linkeMitte.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG