Stürmische Zeiten

Einblicke Immer weiter zerfällt die Parteienlandschaft in Splittergruppen, große Volksparteien versinken in der Bedeutungslosigkeit, während Randgruppen an Stärke gewinnen. Versuch einer Sammlung
Stürmische Zeiten

Foto: John Macdougall/AFP via Getty Images

Im Wandel

"Die politische Öffentlichkeit ist im Wandel. Stimmen von den Rändern prägen Debatten und zwingen die Verfechter moderater Töne in die Defensive. Ein Dialog ist vielleicht möglich, aber dazu braucht es organische Begegnungsräume und manchmal auch harte Grenzen." Bundeszentrale für politische Bildung

Im Gespräch

"Ulrike Ackermann hat ein unbequemes Buch geschrieben, eines, das zur Selbstreflexion anregt und natürlich auch zum Widerspruch. Und genau darauf kommt es ihr an, auf Dissens unter zivilisierten Bedingungen. Ulrike Ackermann im Gespräch mit Catrin Stövesand." Deutschlandfunk

Gegenmaßnahmen

"Die Parteienlandschaft zerfällt in Splittergruppen, die großen Volksparteien versinken in der Bedeutungslosigkeit, Randgruppen gewinnen an Stärke. Um unsere Demokratie aus der Krise herauszuführen, müssen wir die politische Mitte neu besetzen und stärken, sagt Politikwissenschaftlerin und Soziologin Prof. Dr. Ulrike Ackermann. Stephan Karkowsky sprach mit ihr darüber, wie es zu der derzeitigen Krise kommen konnte und wie sie überwunden werden kann." radio eins

Fehler und Ideen

"Gastkommentar von Ulrike Ackermann: Auch wenn die Corona-Krise im Moment noch alte gesellschaftliche und politische Konfliktlinien scheinbar eingefroren hält, werden sie noch vor dem Ende der Krise wieder hervortreten. (…) Die Austragung von Konflikten, die Pluralität der Meinungen und Interessen, das Austarieren von Gemeinsinn und individueller Freiheit zeichnen unsere liberalen, offenen Gesellschaften aus. Deshalb müssen wir nicht erst nach der Krise, sondern jetzt über Fehler und neue Ideen streiten. Wir müssen die Meinungsfreiheit mutig praktizieren, um zu den besten Lösungen zu gelangen." NZZ.ch

Unüberbrückbarer Spalt

"Meinungsdiktat von oben, Unterwanderung durch den Islam, verlogenes Establishment oder nationale Rückbesinnung – mehr als ein Viertel der deutschen Bevölkerung stimmt einer Studie zufolge solchen neurechten Einstellungen zu. Besonders die Islamfeindlichkeit sei ausgeprägt. Die Forscher stellen fest: Durch das Land zieht sich ein unüberbrückbarer Spalt." Deutschlandfunk

Positiver Effekt?

"Die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft hat viele negative Folgen. Forscher haben nun aber zumindest einen positiven Effekt polarisierter Gruppen ausgemacht." FAZ.net

14:50 02.04.2020

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Leseprobe "EU-Krise, Klimanotstand, Nationalismus: Wie positionieren sich Deutschlands Intellektuelle? Welche Streitkultur prägt die Debatten um die Meinungsführerschaft? Und gelingt es dabei, die ideologische und moralische Polarisierung aufzubrechen?"
Forschung und Lehre

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Biographie Prof. Dr. Ulrike Ackermann studierte Politik, Soziologie und Neuere Deutsche Philologie an der Universität in Frankfurt am Main. Ihr thematischer Schwerpunkt ist die Freiheitsforschung
Zur Diskussion

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Netzschau Rezensionen und Stimmen aus dem Netz: "Ulrike Ackermann hat mit 'Das Schweigen der Mitte' ein unbequemes Buch geschrieben, eines, das zur Selbstreflexion anregt und natürlich auch zum Widerspruch."

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