Historiker und Autor
Ilko-Sascha Kowalczuk wurde 1967 in Ost-Berlin geboren und wuchs in einer staatstreuen Familie auf. Als Jugendlicher wandte er sich von FDJ und einer zuvor deklarierten Verpflichtung zur Volksarmee ab, woraufhin er staatliche Repressionen erlebte. Nach der Wende holte er ein Geschichtsstudium an der Berliner Humboldt-Universität nach und promovierte. Er ist Autor mehrer Bücher und prägt den Diskurs um DDR-Vergangenheitsbewältigung maßgeblich mit. In Debattenformaten wirbt er regelmäßig für einen kritischen Umgang und positioniert sich klar gegen aufkeimende Tendenzen der "Ostalgie". Derzeit ist er wissenschaftlicher Berater des DDR-Museums Berlin. Im Jahr 2025 wurde Kowalczuk mit dem Karl-Wilhelm-Fricke-Preis ausgezeichnet, der Persönlichkeiten ehrt, die mit ihrem Engagement "das Bewusstsein für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage stärken".