Nichts für schwache Nerven

Netzschau „ Im Buch »Die offenen Adern Lateinamerikas« hat Eduardo Galeano aufgezeigt, wie 400 Jahre Kolonialherrschaft und die damit einhergehende Ausbeutung diese Länder geprägt haben.“
Nichts für schwache Nerven
Der Konsum von Avocados ist mit immensen Auswirkungen auf die Umwelt verbunden.

Foto: ANNA-ROSE GASSOT/AFP via Getty Images

„[B]is heute zählt sein Buch als Klassiker der politisch-historischen Literatur Lateinamerikas. Der Lateinamerika-Reporter Andy Robinson folgte einigen der Spuren Galeanos und berichtet in seinem Buch, es trägt den Untertitel »Die neuen offenen Adern Lateinamerikas«, wie Ressourcen seit damals unaufhörlich ausgebeutet werden.“ – buchkultur.net (S. 8)

Detailreiche Abhandlung

„Das Buch erhebt nicht den Anspruch einer wissenschaftlichen Arbeit. Es ist journalistisch geschrieben und sehr gut lesbar. Die Reportagen transportieren dennoch eine Menge an Informationen, zeigen Hintergründe und Zusammenhänge auf. Leser*innen, die sich noch nicht viel mit Lateinamerika beschäftigt haben, bekommen einen umfassenden Eindruck, wie sich die Ausplünderung auch gegen den Willen linker Regierungen immer wieder durchgesetzt und verschärft hat und welche Akteure dahinter stehen. Aber auch Kenner*innen des Kontinents werden neue Aspekte und Zusammenhänge entdecken. Robinson schreibt aus einer undogmatisch linken Perspektive, gelegentlich auch polemisch, aber immer mit genauem Blick für widersprüchliche Situationen und Interessenlagen.“ – ila-web.de

09:36 18.11.2021

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