Klimaschuld der Großkonzerne

Hintergrund „wie kann man einen deutschen Konzern dafür zur Verantwortung ziehen, dass am anderen Ende der Welt in den Anden ein Gletscher schmilzt und deshalb ein peruanischer Bergbauer sein Zuhause verliert?“
Großkonzerne heizen den Klimawandel massiv an – oft ohne Konsequenzen
Großkonzerne heizen den Klimawandel massiv an – oft ohne Konsequenzen

Foto: Sean Gallup/Getty Images

„Werden Unternehmen bald dafür haften müssen, dass ihre Emissionen einen Waldbrand wahrscheinlicher gemacht, ein Korallenriff zerstört oder eine Überschwemmung verursacht haben? Eine entscheidende Rolle bei der Beantwortung dieser Fragen spielt die Wissenschaft, genauer die Attributionsforschung, die die Verantwortung für die verheerenden Folgen des Klimawandels heute sehr genau bestimmen kann.“ – zeit.de

Greenwashing oder echte Kehrtwende?

Palmöl ist in rund der Hälfte aller Supermarktprodukte enthalten, ob Hautcreme oder Brotaufstrich, Waschmittel oder Tiefkühlpizza. In der Vergangenheit wurden in Indonesien und Malaysia in großem Stil Regenwälder gerodet, um Plantagen anzulegen. Auch auf Kosten der Orang-Utans, deren Überleben gefährdet ist. Nun hat der malaysische Bundesstaat Sabah eine Ölwende ausgerufen. Die Hälfte des Staatsgebiets wird unter Schutz gestellt, das Palmöl soll zukünftig zu 100 Prozent nach den Vorgaben des RSPO-Zertifikats nachhaltig produziert werden.“ – ndr.de

Profiteure des Klimawandels

Weltweit verschieben sich mit der globalen Erwärmung die Regionen, die Menschen, Tieren und Pflanzen als Lebensräume dienen. Die Flächen, die bewohnbar und wirtschaftlich nutzbar sind, schrumpfen drastisch. Die Temperaturen auf der Erde könnten im Jahresdurchschnitt bald 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegen, möglicherweise auch deutlich höher.“ – tagesspiegel.de

Der Kampf um Wasser

„Die großen Nutzer von Wasser, etwa Tagebaue, Chemie- und Autofabriken, haben sich häufig für Jahrzehnte Entnahme-Rechte aus Flüssen, Seen und Grundwasser gesichert. Diese Rechte könnten in Zukunft die Versorgung von Bürgerinnen und Bürgern gefährden, denn die Welt 2050 wird anders aussehen als heute: Wasser wird anders verteilt werden und vielerorts auch von schlechterer Qualität sein.“ – correctiv.org

21.05.2024, 15:53

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