Großer Schritt nach rechts

Hintergrund „Die AfD ist bei der EU-Wahl dem vorläufigen Ergebnis zufolge bundesweit zweitstärkste deutsche Kraft hinter der Union. In den fünf ostdeutschen Bundesländern wurde sie sogar stärkste Partei.“
Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke fiel schon häufig mit rechtsextremen Aussagen auf
Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke fiel schon häufig mit rechtsextremen Aussagen auf

Foto: Filip Singer - Pool/Getty Images

„Dass die AfD im Osten Deutschlands mit großem Vorsprung auf Platz eins liegt, ist von besonderer Bedeutung, da dort im Herbst Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg anstehen.“ – zdf.de

AfD: Völkische und fremdenfeindliche Positionen

In vielen Kreistagen, Stadtparlamenten und Gemeinderäten von Sachsen-Anhalt tritt die AfD künftig als stärkste Kraft auf. Den Rechtsruck im Land mit Appellen und Sonntagsreden bekämpfen zu wollen, hat sich erneut als die völlig falsche Strategie erwiesen. Um den Trend umzukehren, muss die Politik praktikablere und vor allem gerechtere Lösungen für die Probleme im Land präsentieren.“ – mdr.de

Björn Höcke: Umstrittene Persönlichkeit

„In einemparteiinternen Streit der AfD in Thüringen um die Kandidatenliste für die Kommunalwahlhaben mehrere AfD-Kommunalpolitiker einen Parteiausschluss des Landes- und FraktionsvorsitzendenBjörn Höckegefordert. Grund sei dessen Unterstützung einer alternativen Liste für die Wahl sowie der Plan,AfD-Kandidaten aus der Partei zu werfen, berichtete die ZeitungBild.“ – zeit.de

Ruck nach rechts: Beunruhigende Entwicklung

„Der Soziologe und Extremismusforscher Quent betonte, es gebe unter den AfD-Wählern einen harten Kern rechtsextrem eingestellter Personen. Die wird man auch durch gute Politik nicht erreichen. Die Wahlergebnisse seien aber deutlich höher ausgefallen als in den vergangenen Jahren und dies sei nicht mit dem harten Kern rechtsextrem eingestellter Menschen zu erklären. Viele Arbeiter und Angestellte fühlten sich nicht repräsentiert von den anderen Parteien und machten deshalb ihre Kreuze bei der AfD, so Quent.“ – sueddeutsche.de

10.06.2024, 15:52

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