Jenseits des Stereotyps

Netzschau Stimmen aus dem Netz: »Im Grunde handelt es sich um einen nahezu postmodernen Identitätsbegriff. Man könne sich an eine Definition nur emotional herantasten: ,Roma zu sein, ist wie eine Narbe zu haben. Wenn du diese Narbe spürst, bist du ein Roma.’«
Jenseits des Stereotyps
Blick auf den Großen Stern mit der Siegessäule im Zentrum, Berlin.

Foto: Gallup/Getty Images

»Delaine Le Bas ist Roma. Wenn sie das erste Mal auf Menschen treffe, erzählt sie, könnten diese es kaum glauben: rote Haare, weißer Teint, und dann auch noch ein Kunststudium? Das ginge doch gar nicht! Die Frau mit britischem Pass und französischem Namen müsse sich oft erklären. Was sie denn mit diesen Roma-Leuten gemein habe? Sie habe doch studiert! Rassistische Reaktionen wie diese erlebe Le Bas andauernd.« – zeit.de

Entgegen aller Klischées

»,Die meisten Leute haben von Roma gar keine Ahnung. Entweder romantisieren sie uns als fahrendes, singendes Volk oder sie glauben, wir stehlen alle’, sagt Sandra Selimović. Dass viele Roma nicht dazu stehen, Roma zu sein, will sie im Stück sichtbar machen: ,Wir fragen: Wusstest du, dass Charlie Chaplin Roma war, wusstest du, dass Elvis Presley Sinto war?‘“ – bz-berlin.de

Verwirklichung eines Traums

»Die Angehörigen der größten Minderheit Europas – 10 bis 12 Millionen – sind nicht nur Opfer von staatlicher Ausgrenzung und Unterdrückung, sie sind auch mit Sexismus, Homophobie und Rassismus von Nicht-Roma und innerhalb ihrer Community konfrontiert. Auch wenn das kein besonders schöner gemeinsamer Nenner ist, steckt darin großes Potenzial für einen Austausch auf Augenhöhe. Wir müssen reden – darauf legen die Veranstalter Wert.« – tagesspiegel.de

Kunst und Geschichte

»[V]ieles ist in die jeweiligen nationalen Kulturen eingeflossen. Der Einfluss der Sinti und Roma auf die europäische Kulturgeschichte sei groß, sagt Sauerbrey.« – deutschlandfunk.de

Präsentation der Kulturen

»,Dieses Projekt hat für unsere Minderheit in Deutschland und Europa historische Bedeutung‘, sagt Romani Rose bei der Vorstellung des RomArchive, des digitalen Archivs der Sinti und Roma. Denn erstmals in ihrer 600jährigen Geschichte, so der Vorsitzende des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma und Mitglied des Beirats des RomArchive, hätten Sinti und Roma die Chance, ihre Künste und Kulturen selber zu präsentieren, unabhängig von Jahrhunderte alten Zuschreibungen und Vorurteilen.« – dw.com

19:11 25.03.2021

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