2020 kam die Natur- und Umweltschutzorganisation WWF mit einer Ausschreibung zu einem Projektfilm über Insektenschutz auf Regisseur Nepomuk Pfaff zu. Pfaff und sein Kollege Adrian Lorberth waren direkt von der Grundsätzlichkeit und Dringlichkeit des Projektes gefesselt, erzählt Pfaff in einem Regiestatement. Darin erläutert er ebenfalls sein Interesse und seine Vorliebe für die Natur.
Nepomuk Pfaff: „Im Rauschen des Alltags und den täglichen Herausforderungen, ist die Natur ein beruhigender Ort, der die Wurzeln der eigenen Bedürfnisse offenbaren kann. Die Gerüche eines Waldes können einen auf den Boden bringen. Das dumpfe Gefühl beim Wandern über den erdigen Waldboden entspannen.
In ihrer Schönheit und Komplexität ist die Natur unübertroffen. Eine einzelne Blüte strahlt in ihrer Farbintensität und Maß an Detail, mehr als durch das bloße Auge erkennbar. Die Vielfalt an Farben, Überlebenstechniken und Symbiosen überwältigt.
In der Natur ist alles da, was es braucht, aber von nichts zu viel. Durch das Streben nach dem Energieminimum hat sie über viele Generationen der Evolution das geschaffen, was der Perfektion am nächsten kommt. Die Fäden, die alles zusammenhalten offenbaren sich. Es zeigt sich worauf unsere Welt aufbaut und wie abhängig wir von ihr sind.
Je mehr man betrachtet, desto mehr wird einem klar, wie viel man nicht sehen kann. Ich möchte daran erinnern, was es zu entdecken gibt, selbst in einem Unscheinbaren Busch. Wussten Sie z.B. dass Glühwürmchen Eier leuchten?
Bei unserem Film gab es zwei große Herausforderungen: Cineastische Bilder in einer Mikrowelt zu erzeugen und eine Geschichte in einem Kosmos zu erzählen, den wir selbst erst anfangen zu verstehen, mit Akteuren, die wir nicht steuern können. Unser Ziel war aber genau das.“