In Kooperation mit jip film & verleih

Von der Bedeutung der Kunst

Ein gescheiterter Dichter, eine talentierte Schülerin und ein letzter Funken Hoffnung: In seiner tragikomischen Satire erzählt „Un Poeta“ mit schwarzem Humor von Scheitern, Ehrgeiz – und der großen Frage nach der Bedeutung von Kunst

Foto: jip film & verleih

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Un Poeta

Un Poeta

Simón Mesa Soto

Spielfilm, Tragikomödie

Kolumbien, Deutschland, Schweden 2025

123 Minuten

Ab 12. März 2026 im Kino!

In Kooperation mit jip film & verleih

Oscars Restrepos Besessenheit von der Poesie hat ihm bislang keinen Ruhm gebracht. Er ist zum lebenden Klischee des erfolglosen Dichters geworden, launisch, oft betrunken und ständig pleite. Als er Yurlady begegnet – ein Teenager aus der sozialen Unterschicht mit erstaunlichem Talent – keimt ein Funken Licht in seinem Schattendasein auf. Seine Idee, sie beim Poesiefestival Medellíns vorzustellen, scheint zu seinem nächsten großen Fehltritt zu werden.

Un Poeta ist die warmherzige, zugleich scharfzüngige Tragikomödie des kolumbianischen Regisseurs Simón Mesa Soto, die 2025 in Cannes im Wettbewerb Un Certain Regard mit dem Jurypreis ausgezeichnet wurde. Mit viel schwarzem Humor, präziser Sozialbeobachtung und einem herausragenden Hauptdarsteller Ubeimar Ríos erzählt der Film von einem gescheiterten Dichter, der in der Begegnung mit einer jungen Schülerin eine letzte künstlerische Hoffnung findet. Gedreht auf 16mm, verbindet Un Poeta Nostalgie mit einer modernen, punkigen Energie, die Lateinamerika aus einer neuen Perspektive zeigt. Ein satirisches und zugleich zutiefst ernsthaftes Nachdenken über die Bedeutung von Kunst.

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Simón Mesa Soto: Preisgekrönter Regisseur

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Simón Mesa Soto studierte an der Universidad de Antioquia und der London Film School. Sein Kurzfilm „Leidi“ gewann 2014 in Cannes die Goldene Palme. Mit „Un Poeta“ (2025) kehrte der kolumbianische Regisseur erfolgreich nach Cannes zurück

Aus eigenem Frust geboren: „Un Poeta“

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Regisseur Simón Mesa Soto verarbeitet in „Un Poeta“ seine Zweifel am Künstlerleben. Die Tragikomödie über einen gescheiterten Dichter wird zum selbstironischen Blick auf Kunst, Scheitern – und die Frage, was vom Traum bleibt

Der lustigste Film des Jahres

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Stimmen aus dem Netz: „Der Film von Simón Mesa Soto ist einer der Lustigsten des Jahres – und schafft es gleichzeitig, seinen oft lächerlichen und fortwährend an sich selbst scheiternden Protagonisten nie mit so ganz lieblosem Blick zu betrachten.“