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Harry Lightons Film „Pillion“: Sex mit dem Leder-Biker
In Harry Lightons „Pillion“ geht es um einen jungen schwulen Mann, der erste Erfahrungen mit freiwilliger sexueller Unterwürfigkeit macht. Der Film erzählt davon mit viel Humor und großer Nachsicht für alle, die von den Normen abweichen
Ines Geipels Buch „Landschaft ohne Zeugen“ über Buchenwald: Risse im Gedächtnisbeton
Die Schriftstellerin Ines Geipel sucht nach den Verbindungen zwischen dem ehemaligen Lager Buchenwald und der geschichtsvergessenen Gegenwart im Deutschland von heute
Dokfilm „On the Border“: Eine afrikanische Touristen-Oase wird zur High Risk Area
„On the Border – Europas Grenzen in der Sahara“ zeigt am Beispiel einer Stadt in Niger eindrucksvoll das Scheitern europäischer Antimigrationspolitik
Klagechor statt Aufschrei: Lina Muzur sammelt Frauenprobleme
Die Lebensmitte als Wendepunkt: Lina Muzurs Sammlung von Sprachnachrichten zeigt, wie Frauen mit Erwartungen und Herausforderungen ringen. Alterskohorte und Herkunft prägen dabei meist die Probleme
Klassengesellschaft im Fokus: Stefanie Sargnagel seziert den Wiener Opernball
Der Wiener Opernball als Bühne gesellschaftlicher Abgründe: Die österreichische Autorin Stefanie Sargnagel enthüllt in ihrem neuen Buch mit ironischer Schärfe die Machtstrukturen und sozialen Hierarchien, die das Event prägen
Vom Jurastudium auf die Anklagebank: Carla Hinrichs schreibt über die Letzte Generation
„Meine verletzte Generation“ erzählt vom rechtlichen und emotionalen Kampf der Klimabewegung. Dabei ordnet Hinrichs die Repressionen gegen sie als zunehmenden Autoritarismus ein, der längst über die Letzte Generation hinausreicht
Braune Schulen und kippende Demokratien: Zwei Bücher über die Bedrohung von Rechts
Die Lehrer Laura Nickel und Max Teske schreiben über Hitlergrüße im brandenburgischen Schulflur und ihre Flucht nach vorn. Journalistin Sally Lisa Starken über den rechten Kulturkampf in europäischen Parlamenten
Die fünf Must-Read-Sachbücher des Frühlings: Versuchslabor der Moderne
Diese fünf Werke führen durchs Versuchslabor der Moderne: oben kybernetische Superintelligenz, unten rechte Subkulturen, dazwischen verflossene DDR-Verlage, Boulevard-Sadismus und ein Knigge für naturfromme Wanderer
Helene Bukowskis Blick auf eine verlorene DDR-Welt: Was ist daran irritierend?
Helene Bukowski rekonstruiert in ihrem für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Roman das kurze Leben einer DDR-Klavierspielerin. Sie schreibt sich als Ich-Erzählerin sehr nah an ihre Figur heran. Das ist zuweilen problematisch
Der letzte Mensch auf einem sterbenden Planeten: Hendrik Otrembas „Der Gräber“
Zum Leben verdammt: Hendrik Otrembas postapokalyptischer Roman „Der Gräber“ ist ein kompromissloses und bildmächtiges Buch über den letzten Menschen. Es ragt aus der meist selbstreflexiven deutschsprachigen Gegenwartsliteratur heraus
Was für ein Spagat! Warum der DDR-Roman „Selbstregulierung des Herzens“ so mitreißt
Peggy Mädler findet in ihrem Roman „Selbstregulierung des Herzens“ große Fragen im Kleinen einer Brandenburger Datschensiedlung. Wie schön wäre es, wenn Selbstregulierung so funktionierte, wie man darin lesen kann
„Das W war der Endgegner“: David Hugendick schreibt über sein Stottern
Wie macht man aus einem Handicap eine Stärke? Der preisgekrönte Kulturjournalist David Hugendick zeigt es in seinem Buch „Jetzt sag doch endlich was“. Ein witziges, schmerzhaftes und brillantes Werk
Ganz schön verhext ist Laura Freudenthalers neuer Roman „Iris“!
Manifeste gibt es genügend – aber Romane, die auch in ihrer Form rebellisch sind, muss man suchen. Hier ist einer: Laura Freudenthalers „Iris“!
Sieben Schnäuzer für ein Halleluja: Wolf Biermanns Leben als Drachentöter
Das Staatstheater Meiningen bringt mit „Biermann – Drachentöter“ das Leben des 89-jährigen Liedermachers auf die Bühne, überraschend kurzweilig und einleuchtend. Wie viel Drache steckt aber in Wolf Biermann?
Linklater trifft Godard: Eine zärtliche Ode an die „Nouvelle Vague“
Ein Amerikaner in Paris: Richard Linklater stellt in stimmungsvollem Schwarz-Weiß und mit französischen Schauspielern nach, wie Jean-Luc Godard im Jahr 1959 sein Regiedebüt „Außer Atem“ herbeiimprovisierte
Bestsellerautor Bernhard Schlink über Gerechtigkeit: Das ist kein philosophisches Konzept
Für Bernhard Schlink beginnt Gerechtigkeit mit Gleichheit. Vielleicht heißt aber gerecht handeln, Menschen nicht als Gleiche, sondern als Einzelne zu sehen? In jedem Fall ist Gerechtigkeit für ihn kein Konstrukt, sondern Arbeit und Handeln
„Marquise von O. und –“: Wie ich am Frauentag wütend und übellaunig das Theater verließ
Am Internationalen Frauentag besuchte unsere Autorin das Deutsche Theater in Berlin. Es gab Vorträge und eine Inszenierung von Kleists „Marquise von O. und –“. Ein aufrüttelnder Abend, den nur die eigentlichen Adressaten nicht sahen
Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Dirk Bernemann Heimatroman „Gromzell“
Dirk Bernemanns Dorfroman „Gromzell“ spiegelt die gesellschaftlichen Spannungen unserer Zeit. Der Autor stellt erneut sein großes literarisches Talent unter Beweis
Eine wahnsinnige Liebe: Der Roman „Alle meine Mütter“ von Lena Gorelik erzählt von ihr
Lena Gorelik erforscht in ihrem Roman „Alle meine Mütter“ die tiefen, oft widersprüchlichen Verbindungen zwischen Müttern und Kindern. Ein Buch, das universal gültige Ängste und Freuden der Mutterschaft in fesselnden Geschichten erzählt
Zwischen Fußnote und Farce: Dario Ferrari bissige Universitätssatire
Der italienische Autor Dario Ferrari lässt in „Die Pause ist vorbei“ einen spätberufenen Akademiker durch die Prüfungen eines maroden Systems taumeln. In seinem Heimatland wurde der Campusroman begeistert aufgenommen – vollkommen zu Recht
Der Fall einer multikulturellen Metropole: Alaa al-Aswanis Alexandria-Roman
Der Bestsellerautor Alaa al-Aswani beschreibt in seinem melancholischem Roman „Die Bäume streifen durch Alexandria“, wie Nationalismus und Misstrauen eine ganze Stadt verstummen lassen
Tracey Emin in der Tate Modern: Eine Ausstellung, die mich zu Tränen rührte
Die Tate Modern in London zeigt die bislang größte Werkschau der Künstlerin Tracey Emin. Wer kommt, kann etwas sehr Intensives erleben
War Karajan während der Nazi-Zeit nur ein Mitläufer oder doch des Teufels Dirigent?
Michael Wolffsohn spricht in seinem Buch „Genie und Wissen“ Herbert von Karajan von einigen NS-Vorwürfen frei. Dieses Urteil sorgt für viel Kritik und ist zugleich ein beängstigender Kommentar über die Entwicklungen unserer Gegenwart
„Hamletmaschine“ beim Brechtfestival: Der Mensch als Restgröße seines Systems
In Augsburg inszeniert Lilli-Hannah Hoepner Heiner Müllers „Hamletmaschine“ und hinterfragt die Rolle des Menschen im System. Doch gelingt es der Inszenierung, die radikale Kritik Müllers an der gesellschaftlichen Ordnung freizulegen?
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