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Dorothy Thompson über die Weimarer Republik: Wie ein Kommentar zur Gegenwart
Die US-Journalistin Dorothy Thompsons schrieb analytische Texte über ein nervöses Europa der 1930er Jahre. Ihre Beobachtungen treffen erschreckend gut auch auf die Gegenwart zu
Große Moby-Dick-Ausstellung in Genua: Vom weißen Wal lernen
Der Wal Moby Dick ist bis heute ein literarischer Mythos und lässt sich von Generation zu Generation neu lesen und interpretieren. Eine Ausstellung in Genua geht dem faszinierenden Phänomen auf den Grund
Food-Forensik und kulinarischer Klassenkampf: Die fünf größten Kochshows
Eigentlich paradox: Auch wenn man das Essen nie probieren kann, das im Fernsehen gezeigt wird, sind Kochen und TV ein Paar wie Pommes und Ketchup. Als hätte es nie was anderes gegeben. Unser Autor stellt seine fünf wichtigsten Kochshows vor
Der Commodore 64 ist wieder da: Digital Detox im Retro-Gehäuse
Mit dem Commodore 64 Ultimate kehrt eine Ikone zurück, die mehr als simple Nostalgie bietet. Mit der runderneuerten und gegenwartskompatiblen Maschine lässt sich der ursprüngliche Geist des Computings entdecken. Eine Lektion fürs Leben
Kostümiertes Denken: Hannah Arendt trendet auf Theaterbühnen
Zwischen Starkult, Kitsch und Voyeurismus: Theater in Hamburg und Berlin versuchen sich am Werk der Ausnahmephilosophin Hannah Arendt. Doch nur einer Inszenierung gelingt die Annäherung
Kultregisseur Park Chan-wook: „Ich mache mir Sorgen um KI“
Seine vor expliziter Gewalt nicht zurückscheuenden Filme haben das koreanische Kino bekannt gemacht. Jetzt kommt Park Chan-wook zurück mit „No Other Choice“, einer bissigen Satire über einen Mann, den die Jobsuche zum Mord anstiftet
Hinrichs’ an der Volksbühne: Über die moralische Erschöpfung der Gegenwart
Fabian Hinrichs und Anne Hinrichs zeigen an der Berliner Volksbühne ihre erste gemeinsame Regiearbeit. „Irgendetwas ist passiert“ überträgt die allgegenwärtige politische und moralische Erschöpfung auf ein dysfunktionales Paar
Soziologe Hartmut Rosa über Burn-Out: Nur wer handelt, fühlt sich lebendig
Wird der Mensch ohne Spielräume ängstlich, wütend, depressiv – und rechts? In seinem neuen Essay erklärt der Soziologe Hartmut Rosa, warum Rechtspopulisten auf dem Vormarsch sind, und dass der Videobeweis im Fußball Menschlichkeit kostet
Form ist Haltung: 5 Meisterwerke, die wie Jon Fosse durch ihre radikalen Formen bestechen
Nobelpreisträger Jon Fosse hat in seinem Roman „Vaim“ den Punkt abgeschafft. Dies ist kein Einzelfall: Hier sind fünf Bücher, in denen die Form zum eigentlichen Thema wird – von Jelineks Maschinenrhythmus bis zu Schernikaus Kleinbuchstaben
Sie musste ihre Prosa vor den Nazis verstecken: Die Wiederentdeckung von Maria Lazar
Gelebte Literaturarchäologie: Ein Wiener Verlag macht die vergessene, jüdische Schriftstellerin Maria Lazar zur Schlüsselfigur seines Programms. Ihre wiederentdeckten Kurzgeschichten zeigen das ganze Können dieser großen Erzählerin
Revival des Protestsongs: „Streets of Minneapolis“ von Bruce Springsteen
Nach dem Tod von Alex Pretti schrieb Bruce Springsteen binnen kürzester Zeit seinen Anti-ICE-Song „Streets of Minneapolis“. Nun chartet der Protestsong in vielen Ländern – das Weiße Haus zeigt sich, wie zu erwarten, nicht begeistert
Wir lieben Außenseiter: Diese Underdog-Filme haben eine Chance auf einen Oscar
Auch bei den Oscars wächst die Ungleichheit. Vier bis fünf Filme dominieren in allen Kategorien. Aber es gibt ein paar wenige Außenseiter – und manche von ihnen haben eine echte Chance auf den Sieg
Wie der Hyperkapitalismus Frankfurt frisst: Aiki Miras düstere Utopie „Denial of Service“
Frankfurt am Main ist längst nicht mehr Stadt, sondern Algorithmus. In Aiki Miras Science-Fiction-Krimi „Denial of Service“ steuert eine KI den Alltag, während am Boden Menschen und Maschinen lernen, was Solidarität künftig bedeuten könnte
Verfilmung des Meyerhoff-Romans „Ach diese Lücke“: Champagnerfrühstück mit den Großeltern
Simon Verhoeven hat „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“, den dritten von Joachim Meyerhoffs autobiografischen Romanen, verfilmt. Seine Mutter Senta Berger spielt an der Seite von Michael Wittenborn die Rolle der skurrilen Großmama
Romanadaptionen haben Grenzen: Erpenbeck und Poladjan auf Berliner Bühnen
Zwei zeitgenössische Literaturinszenierungen in Berlin zeigen eines: Eine gute Buchvorlage muss nicht jedes Mal ein glänzendes Stück ergeben
Know Your Enemy: Um den Kapitalismus zu verstehen, müssen Sie diese fünf Bücher kennen
Harvard-Professor Sven Beckert erzählt, welch alter Hut der Kapitalismus in Wahrheit ist. Dabei begegnen wir schon bei Balzac Vorläufern der Klickökonomie. Fünf Lektionen über den Kapitalismus, die in Büchern aus drei Jahrhunderten stecken
Göttlich ohne Gott: Der neue Roman des Nobelpreisträgers Jon Fosse
Drei Männer, eine Frau: Der norwegische Schriftsteller Jon Fosse eröffnet mit „Vaim“ eine Romantrilogie, deren kreisend-fließende Prosa eine religiöse Erfahrung ermöglicht – ohne Gott zu benennen. Das ist ein faszinierendes Leseerlebnis
Es war einmal Amerika: Holger Starks Plädoyer für den Abschied vom großen Bruder
Ausgerechnet der stellvertretende Chefredakteur der transatlantisch orientierten „Zeit“ begrüßt den Bruch mit der Militärmacht: Holger Stark sieht in seinem Buch „Das erwachsene Land“ die Chance, sich vom Schutzschirm der USA zu lösen
Auf nur 50 Seiten zeigt dieses Buch, wie Ultrareiche endlich fair besteuert werden können
In „Reichensteuer: Aber richtig“ führt der französische Ökonom Gabriel Zucman vor Augen, dass Milliardäre viel weniger Steuern zahlen als alle anderen – und wie das und die soziale Ungleichheit nicht nur in Frankreich zu ändern wäre
Oscar-Favorit „Hamnet“: Mitfühlen mit Familie Shakespeare
Chloé Zhao („Nomadland“) adaptiert Maggie O’Farrells Bestsellerroman „Hamnet“. Aus der Erzählung über den frühen Tod eines Kindes macht Zhao eine Parabel über Trauer und die Entstehung eines neuen Werks
Sind rechte Bewegungen im Osten die Fortsetzung der Protestkultur in der DDR?
Rechte Subkulturen im Osten gelten oft als Produkt autoritärer Prägung aus DDR-Zeiten. Der Soziologe Stefan Wellgraf widerspricht. Sein Buch „Staatsfeinde“ verdient eine breite Leserschaft
Filme über Gaza und Nahost: Geht die moralische Kompassnadel verloren?
Filme aus dem Nahen Osten stehen schon lange vor einem Dilemma: Wie nah darf man der Realität kommen, ohne in Propaganda oder Kitsch zu verfallen? Der 7. Oktober 2023 markiert eine Zäsur – ästhetisch ebenso wie moralisch
„Ukrainomania“ am Volkstheater Wien: Wem gehört der Tote?
Jan-Christoph Gockels Inszenierung „Ukrainomania“ am Volkstheater Wien verwebt Joseph Roths Geschichte mit den Herausforderungen der heutigen Ukraine. Ein poetisch-politisches Theatererlebnis. Aber überzeugt es auch künstlerisch?
Die ganze Skala der Gefühle: Helga Schuberts „Luft zum Leben“ über den DDR-Alltag
Einst wurde sie von der Stasi bespitzelt: Jetzt erzählt die 86-jährige Bachmannpreisträgerin Helga Schubert in ihrem Buch „Luft zum Leben“ vom Alltag in Ost und West. Eine faszinierende Zeitreise mit 38 Texten aus 65 Jahren
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