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„Der letzte Sommer der Tauben“: Abbas Khider baut Utopien gegen ein fanatisches Kalifat
Während die Menschen im Iran gegen das Regime protestieren, entwirft der in Bagdad geborene Abbas Khider in seinem neuen Buch „Der letzte Sommer der Tauben“ ein Bild des Lebens in einem Kalifat – und zeigt darin Flugrouten zur Freiheit auf
„Siri Hustvedt – Dance Around the Self“: Von der Wut unterschätzt zu werden
Sabine Lidl ist hat in ihrem Dokumentarfilm nicht nur die Autorin Siri Hustvedt porträtiert. Ihr ist es gelungen, Hustvedts fluides und interdisziplinäres Denken spürbar zu machen
Lisa Kudrow steckt in „The Comeback“ im KI-Dilemma. Und mit ihr die ganze Filmbranche
Liso Kudrows Charakter Valerie Cherish hat kein Problem damit, die Hauptrolle in der ersten KI-Sitcom zu spielen. Im Gegenteil: Ist doch ein toller Claim! Rauskommen sollte das aber nicht. Nur blöd, dass sie sich so schnell verplappert
Toxische Männer und Gewalt in der Ehe: Esther Schüttpelz’ beklemmender Roman „Grüne Welle“
Esther Schüttpelz wirft in „Grüne Welle“ einen eindringlichen Blick auf das Thema häusliche Gewalt. Der verzweifelte Versuch der Protagonistin, ihrem toxischen Ehemann zu entkommen, wird zu einer Metapher für gesellschaftliche Missstände
Welt ohne Zuflucht: Susanne Heim beschreibt, wie Juden vor verschlossenen Grenzen standen
Zwischen 1933 und 1945 wurden Millionen zu Geflüchteten. Die Historikerin Susanne Heim zeigt in „Die Abschottung der Welt“, wie früh sich das Denken der Abschottung formierte – und warum ihre fundierte Analyse bis in die Gegenwart reicht
Shirin-David-Doku auf Netflix: Wenig Künstlerin und viel Schönheitsdruck
Die Netflix-Doku „Barbara – Becoming Shirin David“ erzählt viel über patriarchalen Schönheitsdruck und wenig über ihre Person. Genau das ist das Problem
„Pumuckl“ und „Bluey“ statt „Paw Patrol“: Fünf Kinderserien für Erwachsene
TV-Formate für Kinder sind für Eltern oft schwer zu ertragen. Unsere Autorin kennt fünf Kinderserien, die selbst Erwachsene ohne Kids bestens unterhalten. Und in denen man viel lernt – etwa wie man erfolgreich eine Villa besetzt
Netflix-Doku „Inside the Manosphere“: Wo Louis Theroux scheitert
Der britische Dokumentarfilmer Louis Theroux will mit seiner Netflix-Produktion „Inside the Manosphere“ über die Welt der misogynen Influencer aufklären. Doch seine Methode kommt an ihre Grenzen: Die Influencer filmen zurück
Harry Lightons Film „Pillion“: Sex mit dem Leder-Biker
In Harry Lightons „Pillion“ geht es um einen jungen schwulen Mann, der erste Erfahrungen mit freiwilliger sexueller Unterwürfigkeit macht. Der Film erzählt davon mit viel Humor und großer Nachsicht für alle, die von den Normen abweichen
Ines Geipels Buch „Landschaft ohne Zeugen“ über Buchenwald: Risse im Gedächtnisbeton
Die Schriftstellerin Ines Geipel sucht nach den Verbindungen zwischen dem ehemaligen Lager Buchenwald und der geschichtsvergessenen Gegenwart im Deutschland von heute
Dokfilm „On the Border“: Eine afrikanische Touristen-Oase wird zur High Risk Area
„On the Border – Europas Grenzen in der Sahara“ zeigt am Beispiel einer Stadt in Niger eindrucksvoll das Scheitern europäischer Antimigrationspolitik
Klagechor statt Aufschrei: Lina Muzur sammelt Frauenprobleme
Die Lebensmitte als Wendepunkt: Lina Muzurs Sammlung von Sprachnachrichten zeigt, wie Frauen mit Erwartungen und Herausforderungen ringen. Alterskohorte und Herkunft prägen dabei meist die Probleme
Klassengesellschaft im Fokus: Stefanie Sargnagel seziert den Wiener Opernball
Der Wiener Opernball als Bühne gesellschaftlicher Abgründe: Die österreichische Autorin Stefanie Sargnagel enthüllt in ihrem neuen Buch mit ironischer Schärfe die Machtstrukturen und sozialen Hierarchien, die das Event prägen
Vom Jurastudium auf die Anklagebank: Carla Hinrichs schreibt über die Letzte Generation
„Meine verletzte Generation“ erzählt vom rechtlichen und emotionalen Kampf der Klimabewegung. Dabei ordnet Hinrichs die Repressionen gegen sie als zunehmenden Autoritarismus ein, der längst über die Letzte Generation hinausreicht
Braune Schulen und kippende Demokratien: Zwei Bücher über die Bedrohung von Rechts
Die Lehrer Laura Nickel und Max Teske schreiben über Hitlergrüße im brandenburgischen Schulflur und ihre Flucht nach vorn. Journalistin Sally Lisa Starken über den rechten Kulturkampf in europäischen Parlamenten
Die fünf Must-Read-Sachbücher des Frühlings: Versuchslabor der Moderne
Diese fünf Werke führen durchs Versuchslabor der Moderne: oben kybernetische Superintelligenz, unten rechte Subkulturen, dazwischen verflossene DDR-Verlage, Boulevard-Sadismus und ein Knigge für naturfromme Wanderer
Helene Bukowskis Blick auf eine verlorene DDR-Welt: Was ist daran irritierend?
Helene Bukowski rekonstruiert in ihrem für den Preis der Leipziger Buchmesse nominierten Roman das kurze Leben einer DDR-Klavierspielerin. Sie schreibt sich als Ich-Erzählerin sehr nah an ihre Figur heran. Das ist zuweilen problematisch
Der letzte Mensch auf einem sterbenden Planeten: Hendrik Otrembas „Der Gräber“
Zum Leben verdammt: Hendrik Otrembas postapokalyptischer Roman „Der Gräber“ ist ein kompromissloses und bildmächtiges Buch über den letzten Menschen. Es ragt aus der meist selbstreflexiven deutschsprachigen Gegenwartsliteratur heraus
Was für ein Spagat! Warum der DDR-Roman „Selbstregulierung des Herzens“ so mitreißt
Peggy Mädler findet in ihrem Roman „Selbstregulierung des Herzens“ große Fragen im Kleinen einer Brandenburger Datschensiedlung. Wie schön wäre es, wenn Selbstregulierung so funktionierte, wie man darin lesen kann
„Das W war der Endgegner“: David Hugendick schreibt über sein Stottern
Wie macht man aus einem Handicap eine Stärke? Der preisgekrönte Kulturjournalist David Hugendick zeigt es in seinem Buch „Jetzt sag doch endlich was“. Ein witziges, schmerzhaftes und brillantes Werk
Ganz schön verhext ist Laura Freudenthalers neuer Roman „Iris“!
Manifeste gibt es genügend – aber Romane, die auch in ihrer Form rebellisch sind, muss man suchen. Hier ist einer: Laura Freudenthalers „Iris“!
Sieben Schnäuzer für ein Halleluja: Wolf Biermanns Leben als Drachentöter
Das Staatstheater Meiningen bringt mit „Biermann – Drachentöter“ das Leben des 89-jährigen Liedermachers auf die Bühne, überraschend kurzweilig und einleuchtend. Wie viel Drache steckt aber in Wolf Biermann?
Linklater trifft Godard: Eine zärtliche Ode an die „Nouvelle Vague“
Ein Amerikaner in Paris: Richard Linklater stellt in stimmungsvollem Schwarz-Weiß und mit französischen Schauspielern nach, wie Jean-Luc Godard im Jahr 1959 sein Regiedebüt „Außer Atem“ herbeiimprovisierte
Bestsellerautor Bernhard Schlink über Gerechtigkeit: Das ist kein philosophisches Konzept
Für Bernhard Schlink beginnt Gerechtigkeit mit Gleichheit. Vielleicht heißt aber gerecht handeln, Menschen nicht als Gleiche, sondern als Einzelne zu sehen? In jedem Fall ist Gerechtigkeit für ihn kein Konstrukt, sondern Arbeit und Handeln
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