Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen: Dirk Bernemann Heimatroman „Gromzell“
Dirk Bernemanns Dorfroman „Gromzell“ spiegelt die gesellschaftlichen Spannungen unserer Zeit. Der Autor stellt erneut sein großes literarisches Talent unter Beweis
Eine wahnsinnige Liebe: Der Roman „Alle meine Mütter“ von Lena Gorelik erzählt von ihr
Lena Gorelik erforscht in ihrem Roman „Alle meine Mütter“ die tiefen, oft widersprüchlichen Verbindungen zwischen Müttern und Kindern. Ein Buch, das universal gültige Ängste und Freuden der Mutterschaft in fesselnden Geschichten erzählt
Zwischen Fußnote und Farce: Dario Ferrari bissige Universitätssatire
Der italienische Autor Dario Ferrari lässt in „Die Pause ist vorbei“ einen spätberufenen Akademiker durch die Prüfungen eines maroden Systems taumeln. In seinem Heimatland wurde der Campusroman begeistert aufgenommen – vollkommen zu Recht
Der Fall einer multikulturellen Metropole: Alaa al-Aswanis Alexandria-Roman
Der Bestsellerautor Alaa al-Aswani beschreibt in seinem melancholischem Roman „Die Bäume streifen durch Alexandria“, wie Nationalismus und Misstrauen eine ganze Stadt verstummen lassen
Tracey Emin in der Tate Modern: Eine Ausstellung, die mich zu Tränen rührte
Die Tate Modern in London zeigt die bislang größte Werkschau der Künstlerin Tracey Emin. Wer kommt, kann etwas sehr Intensives erleben
War Karajan während der Nazi-Zeit nur ein Mitläufer oder doch des Teufels Dirigent?
Michael Wolffsohn spricht in seinem Buch „Genie und Wissen“ Herbert von Karajan von einigen NS-Vorwürfen frei. Dieses Urteil sorgt für viel Kritik und ist zugleich ein beängstigender Kommentar über die Entwicklungen unserer Gegenwart
„Hamletmaschine“ beim Brechtfestival: Der Mensch als Restgröße seines Systems
In Augsburg inszeniert Lilli-Hannah Hoepner Heiner Müllers „Hamletmaschine“ und hinterfragt die Rolle des Menschen im System. Doch gelingt es der Inszenierung, die radikale Kritik Müllers an der gesellschaftlichen Ordnung freizulegen?
Die Fassade bröckelt: Corinna Harfouch in „Spirit and the Dust“ am Deutschen Theater
Am DT Berlin bringt Anna Bergmann erneut ein Stück von Noah Haidle zur Uraufführung. Corinna Harfouch verkörpert eine Mutter, die sich durch Schuld, Schmerz und eine Frage kämpft: Wie macht man nach dem Verlust des eigenen Kindes weiter?
Jens Sparschuhs „Der Waldmeister“ macht aus DDR-Kochkunst Lebensphilosophie
Ob sächsische Hausmannskost oder Kartoffeln mit Quark und Leinöl: In Sparschuhs neuem Roman muss ein Gastrokritiker die Seiten wechseln und lässt dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen
Ostdeutsche Allgemeine Zeitung: Eine kurze Blattkritik der ersten Ausgabe
Eine Menge Interviews, ein freundliches Porträt von AfD-Chef Tino Chrupalla und ein Zanderrezept mit Teltower Rübchen – ein erster Eindruck der ersten Ausgabe der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung, die im Vorfeld für Furore gesorgt hat
Elvis lebt! Baz Luhrmanns Film „EPiC“ macht den King zum ewigen Gottesbeweis
Der australische Regisseur Baz Luhrmann lässt in seinem Konzertfilm „EPiC: Elvis Presley in Concert“ den Sänger in den 1970ern auferstehen – ein berauschender Gottesdienst zwischen Pathos, Pop und audiovisueller Perfektion
Gegenentwurf zu Nabokovs Lolita: „Ein Mädchen verließ das Zimmer“
Ein verstörender, glänzend erzählter Roman über Macht, Verletzung und Befreiung: Die dänische Schriftstellerin Ulrikka S. Gernes lässt ein Mädchen aus den Schatten einer toxischen Liebe treten. Eine schmerzhafte Lektüre, die transformiert
Jetzt ergibt alles Sinn: Judith Hermann schreibt über ihren SS-Großvater
In ihrem neuen Buch „Ich möchte zurückgehen in der Zeit“ widmet sich die Bestsellerautorin Judith Hermann ihrem Großvater, der bei der SS war. Sie findet eine Sprache für das Unbeschreibliche – und für die Leerstellen, die dabei entstehen
„Made in EU“ von Stephan Komandarev: Wie die Pandemie ein neoliberales System entlarvte
Corona wird zum Brennglas: In „Made in EU“ deckt Stephan Komandarev auf, wie die Pandemie in Bulgarien prekäre Arbeitsbedingungen und die Macht der Investoren sichtbar macht. Der Film beleuchtet die neoliberalen Strukturen und ihre Folgen
Von wegen „Lifestyle-Teilzeit“! Fünf Bücher gegen das neoliberale Märchen von der Arbeit
Raus aus der „Lifestyle-Teilzeit“ oder weniger Krankheitstage: Hauptsache, mehr Arbeit! Das fordern weite Teile der CDU. Diese fünf zeitlosen Bücher zeigen, warum mehr Stress nicht automatisch zu Glück oder sozialer Sicherheit führt
Goldener Bär für Ilker Çatak: Ein Triumph fürs deutsche Kino
Die 76. Berlinale zeichnete sich durch Spannung aller Art aus. Diskutiert wurde weniger über Filme als über politische Statements. Ilker Çataks Sieg mit „Gelbe Briefe“ zeigt dennoch, wie aktuell und politisch relevant Kino sein kann
Serie „Pörni“: Für ihre Töchter ist sie ein Pick-me-Girl
Zwischen Tragik und Komik kämpft sich Pörni durch Familienchaos, Trauer und Liebeswirren. Als Sozialarbeiterin und Übermutter hält sie alle zusammen – und droht doch selbst dabei unterzugehen
So schaffen Sie es easy durch die 1.000 Seiten von Sven Beckerts Kapitalismus-Geschichte
Unser Autor hat sich für den Februar durch eine Vielzahl von Sachbüchern gelesen und empfiehlt Ihnen die fünf wichtigsten. Lassen Sie sich von den 1000 Seiten keinesfalls abschrecken: Ein Buch ist besonders packend geschrieben!
Jennette McCurdy schreibt in ihrem Roman gegen den sanften Missbrauch an
Mr. Korgy, der „verständige“ Creative-Writing-Lehrer, verführt seine 17-jährige Schülerin Waldo: Die US-Bestsellerautorin Jennette McCurdy entlarvt in ihrem Roman „Half his Age“, wie linksliberale Sensibilität zur Falle wird
Kritik an der Berlinale: Macht das Fordern von Statements ein Festival politisch?
Nach der Pressekonferenz mit Wim Wenders, der sich nicht zu Nahost äußern wollte, fordern Stars wie Tilda Swinton und Javier Bardem ein Berlinale-Statement zu Gaza. Wie politisch darf ein Filmfestival sein? Eine Antwort liefern die Filme
DDR-Architektur mit Familiengeschichte: Hermann Henselmanns Vermächtnis
Florentine Anders ist die Enkelin des DDR-Architekten Hermann Henselmann und hat ein Buch über ihre Familie geschrieben. Warum? Ein Spaziergang auf der Magistrale
Pop trifft Prosa: Die 20 besten Songs inspiriert von Literaturklassikern
Kate Bushs „Wuthering Heights“ erlebt durch die Neuverfilmung mit Margot Robbie eine Renaissance. Sie ist nicht die einzige Pop-Diva, die sich von Literatur inspirieren ließ. Auch Joni Mitchell, Kendrick Lamar und Rosalía gehören dazu
Die Abgründe großer Literaten: Was Baudelaire an Edgar Allan Poes Geschichten liebte
Der Dichter Charles Baudelaire sah in dem amerikanischen Schriftsteller Edgar Allan Poe einen „Leuchtturm der Moderne“. Nun liegen fünf Bände voller Abgründe vor, die der Franzose einst auswählte – frisch übersetzt von Andreas Nohl
„Eine Hymne an das Leben“: Es ist an uns, Gisèle Pelicots Kampf fortzuführen
Ihr Ex-Mann und 50 Fremde haben sie vergewaltigt: Jetzt bringt Gisèle Pelicot das Buch „Eine Hymne an das Leben“ über das Verbrechen und den Prozess heraus. Ein Text über Scham, Würde und den Versuch, die eigene Geschichte zurückzuerobern