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Was will François Hollande? Interessiert das, neben Merkozy? -Teil II
Prolegomena, einfach voraus gesprochen
Die „pressierte Politik“ war so erfolgreich, weil sie sich einfach medialisieren lies! Teil I dieses Beitrags zur Wahl in Frankreich und zum Programm des sozialistischen Kandidaten beklagte das mediale Desinteresse an den Aussagen und Vorschlägen des aussichtsreichsten Bewerbers (( www.freitag.de/community/blogs/columbus/was-will-franois-hollande-interessiert-das-neben-merkozy--teil-i ).
Dafür beschäftigte die Medien das Mehlattentat auf Hollande, Marine Le Pens noch fehlende Zulassung zum ersten Präsidentenwahlgang, Sarkozys Flucht an Angela Merkels breiten Busen, - Man weiß nicht recht, ob das von ihm oder von seiner Partnerin aus der Uckermark mehr erwünscht war.-, die erkennbare Ermüdung und leicht depressive Stimmung des ersten „L´homme pressé“ im Élysée. Was wissen wir von Frankreichs Politik, was von den Wahlmöglichkeiten der Franzosen? Rien, nichts! Schreiben wir es ruhig dick in unsere Blogs, jene adulten Poesiehefte des extremen Augenblicks.
L´homme pressé, ein mediales Paradigma
„Moi je vais vite très vite
Ma carrière est en jeu
je suis l'homme médiatique
Moi je suis plus que politique
Car je suis un homme pressé“
„Ich geh´ schnell, sehr schnell. Meine Karriere steht auf dem Spiel. Ich bin der Mann der Medien. Ich bin mehr als nur Politik, weil ich der Mann unter Dampf (Strom) bin“, sang die französische Band „Noir Désir“ in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts. - Zweifellos ist gerade Sarkozy ein immer bewegliches, immer sonnengebräuntes Mustermodell dieses Sich- selbst Machers, der sich anschließend vom eigenen Theater rühren lässt. Er fand, ganz ungewollt, in den ebenso Grenzen überschreitenden Rockern, gute Porträtisten (Text und Clip auf ados.fr, musique.ados.fr/Noir-Desir/L-Homme-Presse-t1115.html ), meinte nicht nur L´ Monde (music.blog.lemonde.fr/2011/11/05/nicolas-sarkozy-lhomme-presse/ ).
In Deutschland heißt es, schon ganz postdemokratisch und fluide, auch ein wenig zynisch, die Parteien wollten letztlich das Gleiche, nur mit dem je eigenen Personal. Der regelmäßige, rein formale Rollentausch auf allen Ebenen, eingeübt, professionalisiert, rotiert Personen die sich häufig schon Jahrzehnte kennen. Die Programme der stets irgendwie staatsführenden Parteien passen zueinander. - Angela Merkel beschleunigte diesen Trend noch, indem sie einem pragmatischen Opportunismus frönt. Abweichler braucht es höchstens noch um kleine mediale Feuerchen der Aufmerksamkeit zu erzeugen. Ein paar Stinker, ein paar Tinker, ein paar Zinker und ganz wenige Denker sind da gut. Letztere dürfen dann ruhig auch ein wenig grau- oder weißhaarig sein! Gemacht wird die Politik von einer großkoalitionären Kaste, die gar keine wirklichen Gegensätze kennt.
In Frankreich ist das nun durchaus völlig anders. Im Wahlkampfteam des Herausforderers wimmelt es nur so von gut ausgebildeten, jungen, alten und vor allem eigenwillig denkenden Mitarbeitern (m/w). Davor hätten manche andere große europäische Partei mächtig Angst, denn solche unkontrollierbaren Personen, die man nicht einfach verpflichten kann, sie sind viel schwerer zu steuern. - Es war auch schon zur letzten Präsidentenwahl so, nur kaum jemand bemerkte es. Da unterlag Ségolène Royal, mit neuen Methoden (z.B. Internetplattform Désirs d´avenir, Regionalkonferenzen, Regionalismus) und einem politischen Beteiligungsmodell, nur knapp dem derzeitigen Amtsinhaber.
Zwei Modelle französischer Politik
Es ringen also zwei ganz unterschiedliche Politikmodelle um die Macht in Frankreich. Ein regierendes, das zentralistisch und populistisch angelegt ist und so seine Akteure handeln lässt. Die können zu jeder Zeit ihre programmatischen Aussagen über Bord werfen, sind bereit, sich von Augenblick zu Augenblick auf der internationalen und nationalen Bühne weiter zu hangeln und scheren sich wenig um die Konsistenz ihrer Politik, solange die Macht erhalten bleibt; gegen ein völlig anderes Verständnis von Politik, das Dezentralität bevorzugt und sich mit einer, nun über fast zwei Jahrzehnte ausgebauten, regionalen und lokalen Basis eine neue Chance zum Wechsel erarbeitet hat. Die Franzosen haben eine Wahl! - Ganz entfernt erinnert das an den parteiintern tot getretenen Versuch der ehemaligen hessischen SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti.
Das sozialistische Angebot reagiert, angesichts der weiter wachsenden sozialen und gesellschaftlichen Konfliktpotentiale, nicht mit dem populären Ressentiment, und geht daher ein hohes Risiko ein, die Stammtische und die Vorurteilsbeladenen niemals gewinnen zu können. Die PS Frankreichs ist eine Partei, die sich dem Populismus hartnäckig entgegen stellt und die leichtfertige Verdammung der Multikulturalität ebenso ablehnt, wie die fast alltägliche Abmeierung des Europa-Gedankens. - Ein Thilo Sarrazin in den eigenen Reihen, er wäre unter französischen Sozialisten ebenso undenkbar, wie die neuerdings grassierende Sucht parteilich rosagefärbter, weißhaariger Umweltrenegaten, es den Klimaskeptikern mit Hütchen und Wackeldackel leichter zu machen.
Die Parti Socialiste de France ist erkennbar anders als ihre sozialdemokratische Schwester. - Diese schickt sich gerade an, wieder als Juniorpartner zu dienen, und verkörpert das sogar in der Auswahl ihrer männlichen Gemischtwarentroika an der Spitze. Die konnte vorher gut mit den Konservativen und noch viel besser mit einer Kanzlerin Merkel und möchte das nun erneut unter Beweis stellen.
Schließlich hat eine Jahrzehnte alte, „geheime“ große Koalition, seit den späten Schröderjahren die „Neue Soziale Marktwirtschaft“ etabliert. Derzeit ist man parteiübergreifend stolz wie Bolle, dass die ökonomischen Rahmendaten stimmen, jedenfalls deutlich besser sind als in jedem anderen Industrieland der Welt. - Auf die ziehenden Mühlsteine unter der schnell dahin fließenden, spiegelnden Wirtschaftswasserfläche mag man nicht gerne schauen.
Nun aber, was will François Hollande, was will die PS? - Teil Zwei
II Die Gerechtigkeit und das Recht wieder herstellen
Unter dieser anspruchvollen Überschrift geht es um ganz profane Dinge, nämlich die Steuerpolitik und die Erhebung der Steuern. Hollande verspricht eine große Steuerreform, die die Abgaben auf Arbeitseinkommen (Einkommenssteuer, l’impôt sur le revenu ) und die auf Kapitaleinkünften und Vermietungen, bzw. Pacht, künftig gleich stellt. La contribution sociale généralisée (CSG), also die allgemeinen Sozialabgaben, ca. 83 Milliarden Euro im Aufkommen, ca. 18% der gesamten Ausgaben für soziale Absicherungen und die Einkommenssteuer, möchte er in einer neuen, vereinfachten Steuererklärung (prélèvement simplifié sur le revenu (PSR) ) zusammen bringen, das klingt alles sehr verlockend und nach Entbürokratisierung.
Die Fallstricke lauern in der unterschiedlichen Berechnung der Steuern und Abgaben. Sozialabgaben werden proportional nach der Einkommenshöhe, mit einer Untergrenze und einer Obergrenze, erhoben, die Einkommenssteuer funktioniert als Progressivbesteuerung.- Amtsinhaber Sarkozy verfolgt neuerdings den Plan, -eher ist es eine populistische Eingebung-, alle Steuerfragen nach dem Modell des deutschen Nachbarn regeln zu wollen. Das kommt konservativer und marktliberaler Politik entgegen, die eine ausreichend große Anzahl an Ausnahmetatbständen, Abschreibungsmöglichkeiten und Lastenausgleichen in den Gesetzen und Verordnungen wünscht, mit denen sich die versteckte Senkung der tatsächlich gezahlten Steuer und die anhaltende, deutliche Minderbesteuerung sehr hoher Vermögenseinkommen ausreichend gut verschleiern lässt.
Das kann Hollande natürlich nicht vorschlagen! Es bleibt abzuwarten, wie letztlich die vereinfachte Veranlagung sämtlicher Einnahmen aussehen wird. Allzu viele Steuergeschenke kann sich der Steuervereinfacher mit Ansage, im Wahlkampf mit dem regierenden Steuerverkomplizierer aus ideologischer Absicht, nicht leisten.
Für jene, die mehr als 150.000 Euro im Jahr verdienen, wird Hollande nicht als Wohltäter in die Geschichte eingehen. Allerdings ist ein Steuersatz von 45% für diese Einkommen, ab dem ersten Euro über dieser Grenze hinaus, nicht gänzlich unerträglich. Zusätzlich sollen alle Abschreibungsnichen auf die persönliche Steuerlast, die über einer Obergrenze von 10.000 Euro liegen, abgeschafft werden.
Den Eltern schulpflichtiger Kinder und Jugendlicher in weiterführenden Schulformen mit niedrigen bis mittleren Einkommen, -ihnen steht, nach der Zahl der Kinder, derzeit eine staatlicher Zuschuss von 280-310 Euro für jedes Schulkind zu-, verspricht der PS-Kandidat 25% mehr und eine gerechtere Berechnungsgrundlage.
Hollande möchte die Abschläge auf die steuerpflichtige Anteile an Nachlässen und Erbschaften für die 5% reichsten Steuerzahler reduzieren. Hier sollen die direkten Erben nur noch bis zu einer Obergrenze von 100.000 Euro steuerfrei bleiben. - Klagen bis zum EU-GH, wegen der Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes, sind in dieser Frage zu erwarten.
Das soziale Feld, Wohnen, die nächsten Generationen, die älteren Arbeitnehmer, Gesundheit und Sterben
Hollandes Pläne für eine Rentenreform sehen vor, wieder zum einst regulären Rentenalter von 60 Jahren ohne Abschläge zurück zu kehren, sofern der Antragsteller 41 Beitragsjahre oder entsprechende Äquivalente vorweisen kann. - Das ist auf jeden Fall populär und sichert die Rente der derzeit älteren Generation mit langer, kontinuierlicher Beitragszeit. Aber für die zukünftigen Renten, bei denen mit wesentlich mehr Ausfallzeiten gerechnet werden muss, hat Hollande bisher keine Lösung.
Die Sozialisten halten das Gesundheitswesen für eine öffentliche Aufgabe. Folgerichtig möchte der Kandidat die Verbindung von privaten Dienstleistungsfirmen und den Krankenhäusern wieder auflösen, die die derzeitige Regierung so sehr propagierte. - In dieser Beziehung ist Frankreich bisher nicht so weit gegangen wie der Nachbar Deutschland, der derzeit seine öffentlichen Krankenhäuser und Neubau-Altenheime privaten Trägern mit Gewinnabsichten überlässt.
Frankreich plagen die „medizinische Wüsten“ in der Fläche. Welcher Arzt will in der Ardèche oder zwischen Pyrenäengipfeln Hausarzt oder Kliniker sein, wenn die Ballungsräume locken und das Abrechnungssystem das begünstigt? Die Lösung Hollandes: Für diese Gebiete sollen Ärzte wesentlich besser ausgestattete Globalbudgets erhalten und in jeder Mangelregion neue medizinische Zentren entstehen. Das wäre die französische Variante des Poliklinikmodells!
Die Rettungszeit für Notfälle, so verspricht er, soll am Ende seiner Amtszeit bei maximal einer halben Stunde liegen.
Wie in Deutschland, entstand auch in Frankreich eine für einfache Patienten undurchsichtige Abrechnungspolitik. Geht jemand zum Arzt, so erhält er eine Rechnung die er bezahlt. Von der Kasse erhält er aber keinesfalls den vom Arzt verlangten Betrag, sondern es werden eine Reihe Pauschalen abgezogen. So kommt es zum Paradox, dass jemand voll versichert sein kann, jedoch trotzdem ein Drittel bis zur Hälfte der Gesundheitskosten selbst tragen muss! Damit möchte Hollande Schluss machen. - Die Pläne sind sehr optimistisch und sie werden sehr teuer!
Mutig, im Vergleich zur derzeit gültigen Gesetzeslage in Frankreich und zur allgemeinen Haltung in Deutschland , möchte François Hollande die aktiven Sterbehilfe einführen. Jeder der an einer unheilbaren Krankheit leidet, die zu einem nicht mehr linderbaren, physischen oder psychischen Zusammenbruch führt, soll das Recht auf eine medizinische Unterstützung erhalten, um sein Leben aus freiem Willen und in Würde zu beenden.
Frankreich plagt eine weit verbreitete Wohnungsnot. Arme und die unterere Mittelschicht, junge Leute und Studenten finden keinen bezahlbaren Wohnraum. Für die Regionen mit den größten Mietpreissteigerungen und dem größten Mangel, soll es künftig eine Mietpreisbindung geben, die sich an der Erstbezugs- oder ersten Folgemiete orientiert. - Wieder eine wohlklingende Idee, die aber Härte in der Umsetzung verlangte, allerdings über die Bürokratie der Erhebung der Ausgangsmiete leicht zu verwässern wäre.
Weiterhin geplant: Eine staatliche Unterstützung bei der Kautionssumme. Oft scheitert schon daran die Anmietung einer Wohnung! 2,5 Millionen Wohneinheiten über die ersten fünf Jahre der Präsidentschaft möchten die Sozialisten im Rahmen eines gestaffelten Sozialwohnungsbau-Programms erstellen. Gemeinden, die keinen Sozialwohnungsbau betreiben, sollen Strafabgaben zahlen. Vorschriften in der Stadt- und Kommunalplanung, sollen eine soziale Durchmischung bei der Anlage neuer Wohngebiete bewirken. Dabei würde ein Drittel der Wohnungen vorwiegend staatlich gefördert, ein Drittel staatlich bezuschusst und ein letztes Drittel frei verkäuflich erstellt.
Hollande möchte entschieden gegen prekäre Beschäftigung vorgehen. Dafür gehören Strafgelder für jene Firmen, die reguläre Arbeitsplätze durch prekäre ersetzen. Betriebe über 500 Arbeitnehmer sollen verpflichtet werden, jährlich über die Art und den Stand ihrer Beschäftigungsverhältnisse Auskunft zu geben.
In den Staatsbetrieben soll eine Lohnobergrenze eingeführt werden. Der Unterschied zum niedrigsten Lohn darf nicht mehr als das 20fache betragen.
Der Kandidat möchte die vermehrten Identitätskontrollen der Polizei nach der ungeschriebenen « délit de faciès » -Regel abschaffen. Mittlerweile ist wissenschaftlich belegt, dass die Stadtpolizei und die Gendarmerie Frankreichs Verdachtskontrollen vorwiegend nach Hautfarbe, Gesichtsformen, Sprache und Kleidung durchführt. Das hatte in den letzten Jahren in den Banlieues zu heftigen Reaktionen der Betroffenen geführt und die Einstellung zur Polizei vor Ort vergiftet. Weiterhin spricht sich Hollande für die Wiedereinführung von Kontaktbeamten mit Sprachkenntnissen aus, die ein Büro im jeweiligen Stadtteil unterhalten. -Das sind dann die segensreichen „Vertelsbuzze“, wie man bei uns in Rheinhessen sagen würde. - Sie wurden unter Sarkozy, zugunsten von mehr gut ausgerüsteten Einsatzgruppen und der militärisch auftretenden Gendarmerie, reduziert.
Leicht hingeschrieben, aber in Gesetzesform wäre es schon eine kleine Revolution: Homosexuelle Paare sollen nicht nur in den Ehestand treten können, sondern auch das Recht erhalten Kinder zu adoptieren. Eine weitere Absichtserklärung ist die tatsächliche Durchsetzung eines 6%igen Anteils der Arbeitsplätze für Menschen mit Handicaps in allen Arbeitsbereichen. Bisher konnten sich Firmen von dieser Verpflichtung relativ einfach freikaufen.
III Hoffnung für die Junge und die Ältere?
Was bietet der PS-Bewerber für den Arbeitsmarkt an? - Unternehmer und Gewerkschaften sollen sich, unter der Regie des Staates auf einen Sozialpakt einigen, der jedem erstmals eingestellten, jungen Mitarbeiter nach der Probezeit einen unbefristeten Arbeitsvertrag sichert. Zusätzlich soll es 150.000 staatlich geförderte Einsteigerjobs für junge Berufanfänger geben. - Mittlerweile denkt die Parteichefin der PS, Martine Aubry, heftig wahlkämpfend, schon an 300.000.
Ein geschickter Schachzug Hollandes ist das Versprechen, die Besteuerung von Überstunden und Stunden ausserhalb der Regelarbeitszeiten für die kleinsten Betriebe (TPE) zu senken. Das verbessert die Chancen des kleinen und kleinsten Einzelhandels, gegen die übermächtigen Großmärkte.
Den angestrebten Sozialpakt wird Hollande dringlich nötig haben, wenn seine Arbeitsmarkt und Weiterbildungspläne erfolgreich sein sollen.
Das französische System der „Formation (professionelle) continue“ (der (berufliche)Weiterbildung und Weiterentwicklung) ist für uns schwer durchschaubar. Seit Anfang der 70er Jahre wurde es ausgebaut und stellt eine Art staatlich verordneter Sozialpartnerschaft für Berufseinstiege, Weiterbildung und Beförderung nach Qualifizierungsmaßnahmen, über die ganze Lebensarbeitszeit dar. Anders als in Deutschland, ist die Verzahnung staatlicher Maßnahmen und Vorschriften, innerbetrieblicher und gewerkschaftlich ausgehandelter Aktivitäten, viel enger und komplexer. Hollande beabsichtigt, mehr Sicherheit in die Karrierepläne (parcours professionnels) der Neuanfänger zu bringen und einen strukturierten Übergang für ältere Arbeitnehmer einzurichten, der nicht zu erheblichen Lohnkürzungen führt. Bei den Beschäftigten gilt es das erreichte Lohnniveau nach Qualifikationen zu halten. Derzeit droht da häufig die Abwärtsspirale nach einer Entlassung. Er möchte die Maßnahmen der Arbeitsagenturen und der Formation, immerhin etwas 30 Milliarden Euro/Jahr, stärker auf Problemregionen und prekäre Berufssparten konzentrieren.
Im Bildungssektor möchte die PS 60.000 Stellen über fünf Jahre schaffen. Vorrangig soll die Vorschule und die Grundschule gestärkt werden, sowie der Zugang zu Kindergärten und zur Frühbetreuung. Darüber hinaus, verspricht Hollande die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu halbieren (derzeit 6-8% landesweit, in Problemgebieten, bis 30%) und, das ist ein großes Wort, er bietet jedem schulentlassenen Jugendlichen zwischen 16 und 19 Jahren, entweder einen nachholenden Abschluss, ein staatlich vermitteltes Berufspraktikum oder eine erste Arbeitsstelle im öffentlichen Sektor an.
An den Hochschulen sollen die Grundstudien entschlackt und die frühzeitige Spezialisierung verhindert werden. Das steht in gewissem Gegensatz zur Absicht, die Autonomie der Hochschulen zu verbessern und die demokratischen Elemente der Selbstverwaltung auszubauen. In den Studiengängen soll mehr Flexibilität herrschen, um auch Leistungen aus anderen universitären Bereichen angerechnet zu erhalten (passerelles).
Ein Generationenprojekt ist ganz sicher, die Energieversorgung Frankreichs maßgeblich zu verändern. Von derzeit 75% Anteil der Nuklearenergie an der Stromerzeugung möchte Hollande auf 50% im Jahr 2025 kommen und die erneuerbaren Energien ausbauen.
Die Umweltgüter, Energie, Wasser und Abwasser sollen künftig progressiv nach Verbrauch bezahlt werden. Solche Vorschläge dürften, wie bei uns, die Industrie und Gewerbe nicht gerade freuen und auch bei einigen Privatleuten für Unmut sorgen. Derzeit wird z.B. der Stromverbrauch der Haushalte versteckt subventioniert! Gerade einmal eine Million Wohnungen möchte Hollande mit einem Förderprogramm energetisch sanieren.
Sehr idealistisch klingt der Plan des Präsidentschaftsbewerbers, jeden Franzosen künstlerisch zu bilden. Ein wenig erinnert das an längst vergangene Zeiten bei uns, als es hieß „Kultur für alle“. Leichter umzusetzen ist die Rücknahme der gerade erhöhten Mehrwertsteuer auf Bücher und Eintrittskarten von 7% auf die ursprünglichen 5,5%.
HADOPI ( Haute Autorité pour la diffusion des oeuvres et la protection des droits sur l'Internet ), soll fallen, wenn der Sozialist in den Élysée einzieht. Ein neues Urheberrecht sichert dann, dass z.B. Carla Bruni-Sarkozy mehr Geld für ihre Liedchen bekommt, wenn sie ein Publikum erreichen, und die Rechtekäufer, Rechteverwalter und Rechtesammler, die bisher von den neuen Mediengsetzen profitierten, nicht mehr so einfach für Ausschnitte, Links und Vernetzung im Internet kassieren können. Wer siegt, die Künstler-Urheber oder die Anwaltsteams der Produzenten,Verleger, Medienhäuser?
Christoph Leusch
Zur Belohnung für so viel Text. Wunderbar, dass ihr durchgehalten habt und nun zum Klub der „Savants Allemands de France“ gehört:
Die Band Ogres de Barback stellt uns den kleinen Nicolas vor und einige eindrückliche Kollagen und Bilder zeigen Szenen einer Präsidentschaft.
www.youtube.com/watch?v=NlV4zCl3r3k
Nützlich: Die 60 Punkte als PDF. francoishollande.fr/assets/Uploads/Projet_presidentiel_Francois_Hollande.pdf
Wer sich für das Wahlkampfteam des Sozialisten interessiert, der schaue hier:
www.freitag.de/community/blogs/columbus/franois-hollande-und-seine-quipe-auf-den-stufen-zum-lyse
Demnächst folgt Teil III, Die Erneuerung der Demokratie
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@columbus
Danke für diesen umfangreichen Einblick in das Pogramm von Hollandes. "Für jene, die mehr als 150.000 Euro im Jahr verdienen, wird Hollande nicht als Wohltäter in die Geschichte eingehen. Allerdings ist ein Steuersatz von 45% für diese Einkommen, ab dem ersten Euro über dieser Grenze hinaus, nicht gänzlich unerträglich." Im Vergleich zu Deutschland ist das eine wesentlich gerechtere Besteuerung. Denn damals, als der Euro eingeführt wurde, hat Deutschland einfach die alten D-Mark Grenzen übernommen und diese, ziemlich dreist, in Euro übersetzt. Mit anderen Worten: wo früher der Spitzenstuersatz bei 120 000 DM griff, greift er heute ab einem Einkommen von knapp 53 000 Euro. - Das ist zwar kein schlechtes Gehalt, aber ganz bestimmt kein "Spitzeneinkommen". Defakto wird damit vor allem der normale Mittelstand belastet. An dieser Stelle müsste sich mMn in Deutschland definitiv etwas ändern. Hollandes Idee die Arbeitseinkommen mit den Kapitaleinkünften gleichzusetzen, finde ich gar nicht schlecht. Insgesamt finde ich das Programm mutig und bin schon gespannt darauf, womit die SPD im Wahljahr aufwarten wird und ob sie auch so mutig sein wird (was ich bezweifle). |
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Danke für den Überblick. Ich gehe mal davon aus, wäre ich Franzose, würde ich, -auch nach dem versprochenen Teil III -, Hollande wählen. Sollte Hollande gewinnen, wird dann Merkel die Wehrpflicht wieder einführen, um die Siegfriedlinie wieder mit Personal und Waffen auszurüsten, um ihre Wutökonomen vorwärts zu verteidigen?
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Danke, danke lieber Columbus!
Sehr ambitioniert klingt das Ganze, was Hollande vorhat. Nicht wirklich verstanden habe ich, den Unterschied, den Sie zwischen den deutschen berufsbildenden Initiativen und den der Franzosen sehen. Das deutsche Berufsbildungssystem gilt ja weltweit als vorbildlich, gerade weil die Akteure aus Bildung, Handwerk, Industrie, Dienstleistung, Gewerkschaften und - last but not least - Politik so eng kooperieren. Das französische Gesundheitssystem, soweit ich es noch erinnere, ist kostengünstiger und effektiver als das deutsche. Waren die Privatisierungsmaßnahmen der Amtszeit Sarkozy privatwirtschaftlichen Profitinteressen geschuldet? Interessant finde ich Ihre Einschätzung des Personals der französischen Linken. Denen attestieren Sie wohl nicht nur mehr Verve sondern auch mehr Hirnschmalz. Beim letzten Freitag-Salon habe ich Lafontaine die Frage nach seiner Einschätzung der europäischen Linken gestellt. Abgesehen davon, dass nicht viel Zeit war, darauf einzugehen, meinte er, die europäische Linke gleiche „einem erloschen Vulkan“. Aber man sei, von Seiten der deutschen Linken daran interessiert, dem ganzen wieder Leben einzuhauchen. Wie gesagt, die Antwort konnte nur kryptisch ausfallen, doch würde mich brennend interessieren, nachdem Sie wenige intellektuelle Gemeinsamkeiten zwischen der deutschen Sozialdemokratie und den französischen Linken sehen, wo denn die Schnittstellen mit der Links-Partei sein könnten. Die realpolitischen Vorstellungen decken sich ja in vielem mit denen der SPD, außer Vorstellungen über Kündigungsschutz, Arbeitsrecht, Rente etc. Hier habe ich aber anderswo schon die Meinung vertreten, dass die französische Linke nach dem Wahlkampf vor enormen Problemen steht. Salut Ihre HN |
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Enorme Probleme, keine Frage, Frau Neumann.
Die haben kein Geld in den Kassen und viel vor. Klappt das mit der Reichenbesteuerung, den Steuerlücken und den prognostizierten Wachstumsraten (Teil III) nicht, brennt die Hütte. Aber, und dieses aber würde ich gerne ganz groß schreiben, die Sozialisten und ihr Kandidat haben wenigstens ein Programm und klare Ideen. Sarkozy und sein Wahlverein UMP haben nur sich und eventuell die Stimmen der schlimmsten Hütchenträger aus der FN-Anhängerschaft, und was bekommt dann die Chefin dieses Ressentimentalistenklubs? Ich wüsste was ich wählte. Klar, mir gefällt die Mannschaft des Sozialisten Hollande. Schriebe ich jetzt, sie ist intellektuell sexy, dann wäre das wieder Boulevard. Ausserdem zählt diese Art Attraktivität, -ganz nebenbei, es gibt auch schöne Frauen und hübsche Männer im Team-, nicht mehr so viel am Preußenkorso zu Berlin, rund um den Bundetag im Reichstag. Wenn es interessiert: www.freitag.de/community/blogs/columbus/franois-hollande-und-seine-quipe-auf-den-stufen-zum-lyse Klartext: Eine solches Wahlkampfteam bekommt derzeit keine Partei in Deutschland zustande. Die hätten auch zu viel Angst (z.B. vor Parteiwechslern). Der Unterschied ist die Vermengung der Zuständigkeiten in Frankreich und die Überregulierung. In Deutschland sind diese Dinge klarer geregelt, was die erste Ausbildung und die Weiterbildung dann angeht. In Frankreich hängt aber an dieser gemischten Verantwortlichkeit ein ganzes Berufsleben, vom Einstieg bis zur Rente. PS und SPD, das sind schon Unterschiede wie Feuer und Wasser. Was Lafo angeht, so bezweifele ich, dass er viel Zeit hat, sich die PS-Sozialisten und ihr intellektuelles Umfeld anzusehen. Leider muss hier jeder öffentliche Mensch immer was sagen und dazu immer sagen er wüsste was. Konkret hat er ja nichts gesagt. Guten Abend Christoph Leusch PS und OT: Ich habe im Moment ein großes Problem, na, ein größeres Problemchen mit der Größe. Da fährt einer den großen von Opel-Raketenwagen über die "der Freitags"-Avus. Es ist ein großer Selbstzünder mit Knalleffekt, der ärgert gewaltig. Ich will anworten, aber ich habe keine Lust, schon wieder in elendige Binnendiskussionen über den Sinn und Zweck der Kommune einzusteigen. |
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Mir geht es genauso mit dem Knalleffekt.
Auch wenn ich nicht alles kommentiere, schätze ich deine Arbeit hier sehr. Manche mögen und brauchen es wirr und laut, zumindest manchmal. Bitte, lass dich von dem geknalle nicht irritieren :) |
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Tja, was wären wir ohne unsere Gutmenschen, selbsternannte Genies und Möchte-Gern-Netiquette-Glühlämpchen...
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schrieb am
15.02.2012 um 12:43
Lieber abghoul, lieber Columbus
"Es ist ein großer Selbstzünder mit Knalleffekt", ja aber wieso ärgert Sie das - Trash as trash can? Das ist ein sich längst abzeichnender Trend. Das verläuft sich, vorausgesetzt, Mann will überleben! Beste Grüße Ihre HN |
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ad DandelionWine schrieb am 15.02.2012 um 10:58
Gegen Meinung und Ansicht lässt sich nichts machen, denken Sie also, was Sie wollen. Aber hinter ihren Pünktchen sollte ja auch was kommen. Sinnvoll wäre da ein/mehrere Argument(e), möglichst sachbezogen, möglichst themenbezogen. Allerdings, sind ja Zuschreibungen, wie "Gutmensch", "selbsternanntes Genie", "Möchter-Gern-Nettiquette-Glühlämpchen", genau das, was dem erhobenen Vorwurf entspricht: "Ich möchte gern Etiketten kleben!" Wissen Sie, DandelionWine, es gibt hier beim dFC so eine eingefleischte, kleine Truppe von Stinkern (m/w), die mögen die Print-Zeitung nicht, die mögen das Bild und die Form des Online-Auftritts nicht, die mögen Blogger die versuchen sachlich zu bleiben schon ´mal gar nicht. - Die fallen eigentlich ständig dadurch auf, dass Sie damit beschäftigt sind argumentlos zu urteilen. Das wirklich Dumme an der Geschichte, sie merken es nicht einmal, oder aber, haben es zum Teil einer selbsterklärten "Bösartigkeit" gemacht, die sie für besonders aufgeklärt und kritisch halten. Ich weiß, für diese Art dFCler gehört das zur Daseinsberechtigung und sie glauben fest an ihr Recht so sein zu dürfen. Daran kann ich nichts ändern, aber es ärgert mich doch. Mahlzeit Christoph Leusch |
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schrieb am
15.02.2012 um 13:03
Lieber Columbus,
"Ich weiß, für diese Art dFCler gehört das zur Daseinsberechtigung und sie glauben fest an ihr Recht so sein zu dürfen" ....und dabei eine Anhänglichkeit der "Calliphoridae" entwickeln. Ärgern ? Ich bitte Sie, lästig isses schon... Salut Ihre HN |
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@Columbus schrieb am 15.02.2012 um 12:50
"Aber hinter ihren Pünktchen sollte ja auch was kommen. Sinnvoll wäre da ein/mehrere Argument(e), möglichst sachbezogen, möglichst themenbezogen." Diese Verzweigung, die nicht themenbezogen ist, haben SIE angestoßen... und jetzt beklagen Sie sich darüber, dass diese Richtung angenommen wurde? Aber ja, hinter meinen Pünktchen wird mit Sicherheit was kommen... ich bin gerade dabei, ein paar Blogs über Qualitätjournalismus zu verfassen, und zwar in Bezug auf konkrete Freitag-Artikel. Und es dürfte Ihnen aufgefallen sein, dass meine Blogs IMMER sachlich, argumentiert und gut recherchiert sind. Sie werden es auch jetzt. Sie brauchen mit Unsachlichkeit nicht vorzuwerfen. "Wissen Sie, DandelionWine, es gibt hier beim dFC so eine eingefleischte, kleine Truppe von Stinkern (m/w), die mögen die Print-Zeitung nicht, die mögen das Bild und die Form des Online-Auftritts nicht, die mögen Blogger die versuchen sachlich zu bleiben schon ´mal gar nicht. - Die fallen eigentlich ständig dadurch auf, dass Sie damit beschäftigt sind argumentlos zu urteilen." Das ist eine Lüge, alle meine Aussagen (z.B. in Bezug auf Print-Zeitung) waren immer argumentiert... soll ich die Sache von vorne ausrollen und mich selbst zitieren? Kann ich gerne machen, nur dass Ihr Thread dann voll von meinen Zitaten wird, und - stellen Sie es sich mal vor - diese Zitaten werden Argumente pur, auf die man dann auch mit Argumenten reagieren muss und nicht mit Behauptungen, dass man hier mit Stinkern zu tun hat... "Ich weiß, für diese Art dFCler gehört das zur Daseinsberechtigung und sie glauben fest an ihr Recht so sein zu dürfen." Und Sie wollen den anderen Menschen das Recht abzusprechen, so zu sein, wie sie sind? Das ist sehr, sehr, sehr links... deswegen stehen die Linken bei allen Wahlen so beschissen! "Mahlzeit" Wieso Mahlzeit? Ich habe nicht gesagt, dass ich frühstücken gehe! |
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@Freitag-Redaktion
Inwiefern entspricht es der Netiquette und der Freitag-AGB, dass die Blogger mit abweichenden Meinungen hier öffentlich als "kleine Truppe von Stinkern (m/w)" bezeichnet und mit "lästigen" und "anhänglichen" Kotfliegen verglichen werden? Und zwar NUR wegen den Meinungsunterschieden und nicht weil sie irgendwie gegen die Regeln verstoßen hätten! Warum wird das alles geduldet, genauso wie der Mobbing von Autoren (Beispiel: Artikel von Jorg Friedrich) und warum kommt wegen solchen mehrfachen Verstoßen keine einzige Abmahnung, während die andere Blogger wegen viel kleineren Verstoßen (oder gar ohne) abgemahnt bzw. gesperrt werden? Gelten hier für verschiedene Blogger verschiedene Maßstäbe? Wäre es möglich zu erfahren, wer zu welcher Kaste gehört und welche Maßstäbe in der jeweiligen Kaste gültig sind? Oder wurden inzwischen verschiedene Netiquetten ausgearbeitet? |
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ad DandelionWine schrieb am 15.02.2012 um 15:05
Liebe DandelionWine, Ich bin schon gespannt auf ihr ausführliches Blog, in dem Sie belegen, wozu Sie sich selbst schon überzeugt haben: "Klar hat er (Herr von Grote) Recht, das ist Stammtischniveau, was hier abgeht, und zwar nicht zuletzt bei den Kommentatoren, die sich in diesem Strang besonders laut und ausgeprägt empört haben... was aber nicht stimmt, dass es bei dem sogenannten Qualitätsjournalismus anders wäre. Mindestens 2/3 von redaktionellen Artikel sind ebenso nur Stammtischunterhaltungen: inhaltslos, inkompetent, schlecht geschrieben, spießig!" - So Sie, in voller Lautstärke, aus dem von Grote-Blog! "Mindestens 2/3 (sic!)", ausgenommen wohl jene, die das, wie Sie, sofort erkennen. Ich bin wirklich gespannt, was da noch an Substanz in ihrem Blog kommt. Wer bleibt noch übrig und wer spielt hier die die besondere Übel- und Überkritik? Desweiteren. Ich schreibe Ihnen freundlich, mobbe Sie nicht, habe auch Herrn Friedrich nicht gemobbt, aber seine Position zu Foucault, barrierefreie Stadt und bezügl. der Wünsche der Menschen mit Handicaps, u.a., strikt abgelehnt (mit Argumenten!). Lesen Sie bitte genau, ich spreche Ihnen überhaupt keine Rechte ab, die Sie sich einfach nehmen. Aber gut finde ich es nicht! Hier habe ich OT (siehe oben) kund getan, mich an der neuerlichen, völlig inhaltsleeren und auch unbegründeten Diskussion um Qualität bei dF und dFC gerade nicht beteiligen zu wollen! - Allerdings ärgert mich, dass so ein unbelegter und unsachlicher Mist so viel Aufmerksamkeit zieht. Punkt. Ein neuer Kritikpunkt, auch an Ihnen, kommt hinzu, nämlich recht eigentlich diese Mini-Presse dF, mit den Maxi-Möglichkeiten für Blogger, Kommentatoren und Gäste, herunter zu ziehen. Bei jeder anderen Online-Zeitung einer dt. Presse gäbe es dafür Zeilenbegrenzung, eine Three strikes- Regel, sowie begrenzte Öffnungszeiten für dieses Pati pata. So sieht es da dann auch aus! Reine Meinungsozeane in denen nur noch abgeselcht wird. Also mein Vorwurf, an Sie, DandelionWine: Sie wissen gar nicht zu schätzen, welche Qualität der dF und die dFC erzeugt, und was Sie an dieser Zeitung und ihrer Online-Ausgabe wirklich haben! Das Problem ist, dass Leute Netiquette einfordern, die selbst jede Gelegenheit nutzen sie zu überschreiten. Ich würde nicht zu dem bildhaften Vergleich mit den "Schmeißfliegen" greifen, das geht zu weit. Aber allgemein das Bild vom "Stinker" (m/w), dem es gar nicht um Inhalte und sachliche Kritik geht, auf jeden Fall verteidigen. Nur auf diesem Niveau ist es nämlich möglich, solche Pauschalurteile zu fällen und persönlich zu werden. Guten Feierabend Christoph Leusch |
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Lieber Columbus,
"Ich bin schon gespannt auf ihr ausführliches Blog" ich habe mich offensichtlich missverständlich ausgedrückt. Es geht nicht um ein einzelnes "ausführliches" Blog, sondern um mehrere (na ja, momentan zwei) Blogs, die jeweils als Repliken auf bestimmte redaktionelle Artikeln gedacht sind... und das ist natürlich Zufall pur, dass alle diese Blogs sich auf Artikeln aus dem Kulturressort beziehen... selbstverständlich hat das Ganze nichts damit zu tun, dass Herr Dr. Angele es andauernd behauptet, dass die sogenannte Profi, also Qualitätsjournalisten, besser als Blogger schreiben würden. Ach wissen Sie, ich habe gerade ein Eingebung: Vielleicht starte ich mal eine Blogreihe "Oh wie sehr ich Kulturressort liebe" oder so... wird bestimmt geil. "Desweiteren. Ich schreibe Ihnen freundlich, mobbe Sie nicht, habe auch Herrn Friedrich nicht gemobbt, aber seine Position zu Foucault, barrierefreie Stadt und bezügl. der Wünsche der Menschen mit Handicaps, u.a., strikt abgelehnt (mit Argumenten!)." Das weiß ich doch und mit Mobbing und so habe ich nicht Sie persönlich gemeint. Das haben wir schon mal geklärt. Sie wissen das auch, dass ich es weiß, und ich weiß, dass Sie es wissen, und daher wundert es mich, warum Sie es so tun, als würden Sie es nicht wissen, dass ich es weiß, dass Sie es wissen... "Allerdings ärgert mich, dass so ein unbelegter und unsachlicher Mist so viel Aufmerksamkeit zieht." Ja, Christoph, das haben wir schon mal festgestellt: Wenn Sie "Mist" sagen, wirken Sie so sympathisch menschlich... Die Antwort auf Ihre restliche Einwürfe später, mein Rechner spinnt gerade, ich muss ihn gleich neu starten und ein bisschen reparieren, bevor er durchdreht... |
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"Bei jeder anderen Online-Zeitung einer dt. Presse gäbe es dafür Zeilenbegrenzung, eine Three strikes- Regel, sowie begrenzte Öffnungszeiten für dieses Pati pata. So sieht es da dann auch aus! Reine Meinungsozeane in denen nur noch abgeselcht wird.
Also mein Vorwurf, an Sie, DandelionWine: Sie wissen gar nicht zu schätzen, welche Qualität der dF und die dFC erzeugt, und was Sie an dieser Zeitung und ihrer Online-Ausgabe wirklich haben!" Ich weiß ganz gut, wie es bei den anderen Zeitungen abgeht... ich verstehe aber nicht, warum Sie gerade DAMIT vergleichen? Klar, im Vergleich mit Sumpf wird ja alles als reines Quellwasser vorkommen... Sie übersehen aber (sehr gerne und immer wieder), dass es außer Plattformen bei den Zeitungen jede Menge anderen Plattformen gibt, jede Menge sozialen Netzwerken, Fachforen, politischen Foren usw., usf. Und das nicht nur im deutschsprachigen Raum. Und da geht es überall ganz anders als bei den Zeitungsplattformen. WESENTLICH anders. Die Zeitungen (und zwar DEUTSCHE Zeitungen!) erscheinen mir inzwischen so etwas wie ewig Gestrige zu sein, die es einfach nicht begreifen wollen, dass es im Internet unendlich viele Möglichkeiten gibt, sich einzubringen... und die deutsche Medien, die es nicht begreifen, schissen ins eigene Knie. Was ja nicht mein Problem sein muss. Und was Ihr Vorwurf betrifft, dass ich der Freitag nicht zu schätzen habe... ich sehe die Sache ganz anders, und zwar: Der Freitag ist derjenige, der seine Blogger nicht zu schätzen weiß. Was mir inzwischen egal ist. Meine Texte, die hier gesperrt sind, und zwar mit dem Hinweis, dass sie gegen die Regeln verstoßen (was nicht stimmt!), habe ich woanders in WWW ausgehängt... und auch die Fortsetzungen zu diesen Texten. Über mangelndes Interesse und mangelnde Reaktionen kann ich mich nicht beklagen. Außerdem gibt es inzwischen auch offline die Menschen, mit denen ich darüber reden kann. |
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@ Columbus
"...Sarkozy und sein Wahlverein UMP..." wirkt auf mich wie de.wikipedia.org/wiki/Klan - Strukturen in de.wikipedia.org/wiki/Mesoamerika Sozusagen "Sarkozy MacLeod"... Man dankt fuer die Infos, Herr Leusch |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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