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Immer sonntags, noch während der Tatort läuft, raten wir, was wohl gleich das Thema sein wird bei Anne Will. Diesmal: Wird es Dioxin? Bringen sie den Kommunismus? Es kam dann verquast ambitioniert: „Wirtschaftsboom und Jobwunder – wer träumt da noch vom Kommunismus?“. Anne Will moderierte zunächst irritierend am "Thema" vorbei, oder anders: man hatte stark den Eindruck, Will hatte vorm Spiegel eine ganz persönliche Dramaturgie eingeübt, nämlich ihn, Oscar Lafontaine zu kriegen, ihn quotenträchtig für Gesine Lötsch in Haft zu nehmen. Sie fragte so "maliziös" herablassend hartnäckig, was mitunter so unseriös penetrant geriet, dass man ihren Ehrgeiz ein bisschen degoutant finden musste und Lafontaines Geduld nur bestaunen konnte.
Ähnlich hochmütig ambitioniert auch Spiegel-Autor Jan Fleischhauer, der seit seiner Erfindung der journalistischen Selbstvermarktungslücke Allein unter Linken, wohl nur noch in eigener Sache unterwegs ist, ja klar, der Buchverkauf, die Karriere, die Eitelkeit, an so einem Abend googelt man sich selbst, ein Glas guten Rotwein in der Hand. Er guckte also wie fertig gelernt: routiniert überheblich, von Kopf bis Fuß der Ehrgeiz, irgendetwas anti-linkes Schenkelklopfendes loszuwerden. Allein – er fand kaum Raum für seine Grätschen. Und es kam noch schlimmer, seine professionelle Konservativenattitüde wurde lustig entlarvt, denn Lafontaine ist eben ein Ausgebuffter.
Und der Tritt kam unerwartet: Der Spiegel sei doch im Grunde ein ur-kommunistischer Betrieb (Mitarbeiter-Beteiligung!) und er, Lafontaine, könne sich nur wundern, dass Fleischhauer hier also nicht den Kommunismus propagiere. Man beobachtete schadenfroh eine Gesichtsmaske, die von da an statt kühl überlegen hilflos versteinert war. Fleischhauer sagte dann auch die Sendung über gar nix mehr, sondern guckte nur mürrisch konzentriert; "wie wetze ich bloß die Scharte wieder aus", schien er unentweg zu denken, fast am Ende der Sendung reichte es dann doch noch für etwas Pinscher-Bissiges, nahm nur niemand zur Kenntnis. Eine Frechheit der ARD und von Anne Will bleibt es, einen Einspieler aus dem Filmchen Allein unter Linken gebracht zu haben. Denn der hatte weder mit Kommunismus noch mit Wirtschaftsboom - als den vermeintlichen Themen der Sendung - zu tun, sondern war einzig und allein Werbung für Fleischhauer.
Was sonst? Den Part Authentizität übernahmen die Filmemacherin Aelrun Goette und Sozialwissenschaftler Christoph Butterwegge wirklich gut. Es ging den beiden wirklich um die Sache. Besonders Butterwegge trug zum Thema bei. Seine Performance wäre sogar exzellent gewesen, wäre er nicht irgendwann allzu links-kämpferisch abgeglitten, hätte nicht die Frisur definitiv irritiert. Für den politischen Ruhestand empfahl sich endgültig Rainer Brüderle, sein ewiggestriges Liberalengeschwätz wollte doch wirklich niemand mehr hören, zwischendurch googleten wir seine Personalie betreffend noch was anderes, zugegeben, das hatte auch nichts mit dem Thema zu tun.
Foto auf der Startseite: NDR/Wolfgang Borrs
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Was ich hier gelernt habe:
1. Kommunismus heißt Mitarbeiterbeteiligung. 2. Authentisch sind nur Sozialwissenschaftler. 3. Scharten wetzt man nicht aus, sondern macht sie gut. |
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schrieb am
17.01.2011 um 12:25
>>1. Kommunismus heißt Mitarbeiterbeteiligung.<<
Das ist doch schön: Wenn erst mal das letzte Mitglied der Kernbelegschaft ("Mitarbeiter") durch Leiharbeiter und Ich-AG-Subunternehmer ersetzt ist, dann werden wir hören, dass Kommunismus die höchste Form der Ausbeutung ist. Die Antwort wird die Forderung nach Kapitalismus sein. Wofür gemäss Art. 14 GG die Produktionsmittel in Gemeineigentum zu überführen sind. |
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@ j-ap
Du behauptest: Scharten wetzt man nicht aus, sondern macht sie gut. Zitat aus "redensarten": Eine Scharte ist eine durch Benutzung entstandene Beschädigung der Schneidefläche eines Messers, Beils oder Schwertes. Durch Schleifen (Wetzen) kann man den Schaden beheben. Also: Scharten wetzt man aus. |
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Ja eben, Achtermann. Vorher stand da nämlich, daß man Scharten gut mache. ;-)
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@j-ap
Dann sitzen wir im selben Boot, da ich nur den redigierten Text kenne. Gruß Achtermann |
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>>>Scharten gut machen<<<<
Weitere Vorschläge: - Früh Morgens wenn der Hahn gähnt - Da hast Du auf Holz gebaut - Die Kacke brennt an allen Ecken - Anne Will ist eine Journalistin |
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Sehr schön, liebe Frau Schmitz.
Was machen wir nun mit den anderen Punkten, die mich beschäftigen? Zum zweiten solchen ist nicht viel zu sagen, erstens, weil ich die Sendung wie immer nicht gesehen habe und zweitens auch gar nicht weiß, was Authentizität ist. Bezüglich des ersten Punktes scheint mir ein genereller Mangel in Form einer Bewußtseinslegasthenie vorzuliegen, die halluziniert, daß Kommunismus darin bestehe, Oskar Lafontaine die Direktion über die Volkswirtschaft zu überlassen sowie, der Vorschlag geht auf Peter Sodann zurück, Josef Ackermann zu verhaften, aufdaß sich der Rest dann wie von selber ergebe. |
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"Was ich hier gelernt habe: " sollte deutlicher in der Ironie herauskommen: "Was ich hier gelernt haben soll:"
"Kommunismus heißt Mitarbeiterbeteiligung" ist natürlich zu kurz zgefasst. Dass sich Kommunismus auch und besonders auf die Mitarbeiterbeteiligung stützt, wurde seitens Lafontaine festgestellt. "Authentisch sind nur Sozialwissenschaftler. " Wenn zu Recht festgestellt werden konnte, dass der Sozialwissenschaftler echt / treffend / total sachlich war, heißt das freilich nicht, dass es andere nicht sien könnten. |
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j-AP
Sie haben die Sendung nicht gesehen? Dann holen Sie es doch einfach hier nach: daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill2611.html |
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Danke für den Link! Die Sendung habe ich auch nicht gesehen, weil ich sie auch nie sehe. Aber die Rezension hat mir Lust gemacht, da mal rein zu gucken. :)
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Macht doch nichts, da es nicht eilt, liebe Frau Schmitz. Ich werde nach der Mittagspause die Sendung nachschauen — vielen Dank für den Link — und bei Philippi sehen wir uns wieder! :)
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@goedza: daswar definitiv eine der schlechteren anne will-sendungen... aber, einen guten moment gab es:
anne <3 bricht in lachen aus, als sie beim butterwegge noch ergänzen möchte, dass wir nach seiner statistischen brandrede sicher schon gemerkt haben, dass es ein linker sozialwissenschaftler sei. später kam dann noch raus, dass er auch ein extremismusforscher ist .. natürlich, und leider, erst nachdem er den hitler-vergleich brachte. damit wars dann aber auch klar. der ist obligatorisch bei leuten diesen schlages. dabei hat er statistisch betrachtet noch nicht mal viel falsches erzählt.. nur die art und weise, war einfach nur linksradikal und unerträglich. wenn man sowas mag + die belehrenden worte des rosabrillenträgers brüderle, dann war man gestern ganz richtig, bei anne will. nahezu lächerlich war oskars darstellung dessen, was kommunismus denn sei. da hat der jap schon recht, auch unbesehen. mfg mh |
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schrieb am
17.01.2011 um 13:29
>>Dass sich Kommunismus auch und besonders auf die Mitarbeiterbeteiligung stützt, wurde seitens Lafontaine festgestellt.<<
"Kommunismus" meint schon etwas Anderes, als Restbelegschaftsmitglieder mit ein paar Genussscheinen und einem Aufsichtsratspöstchen einzufangen, damit sie sich den Befristetvertrags- Leih- Minijob- und 1-€-Arbeitern überlegen fühlen können. Es war ein rhetorischer Trick von Lafontaine, auf den Fleischhauer nichts erwidern konnte. Ausgebufft, ja. Aber man sollte das nicht missinterpretieren, meine ich... |
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Genau, claudia.
Denn Kommunismus bedeutet allgemeine Aneignung des gesellschaftlichen Reichtums und weder allgemeine Pflicht zur Armut noch verwohlfeilerte, staatlich garantierte Abspeisung mit Brosamen. |
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schrieb am
17.01.2011 um 17:24
Vielen Dank für den Link! Hab auch versucht es mir anzutun, aber das ist mir einfach zu infantil, so wie das Thema präsentiert wird. Allein der Titel ist doch schon absurd: "Wirtschaftsboom und Jobwunder-...".
Es würde ja noch gehen wenn die Moderatorin nicht so verdammt plump eitel wäre, - aber die verdient ihr Honorar auch nur durch Druck der Produktion / Redaktion .Diese ganzen Talk-Soaps sind doch schon alle vom Sarrazin Virus angesteckt. Wird Zeit das Freitag selbst Sendungen von den Freitag Salons produziert. Da ist so viel Potential für wirklich linke Medien. Wenn ich z.B. die Verwertung der Wikileaks Dateien durch den Guardian und durch den Spiegel vergleiche ist es so als ob die seit über 6 Monaten völlig verschieden Dateien haben. Der Journalismus des Spiegel ist doch wirklich vollkommen unglaubwürdig geworden. Da muss JA und ihr alle beim Freitag jetzt langsam mal in die Puschen kommen sonst machen es andere... |
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Lieber mh, Anne Will belächelte Butterwegge von Anfang an, da hatte er sich noch in keinen fragwürdigen Furor geredet.
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das Schmunzeln galt sicher den Haaren,
das herzhafte Lachen dem Furor.......... mir ging es genau so. |
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@ sachichma schrieb am 17.01.2011 um 17:24
>>>WikiLeaks...Da muss JA und ihr alle beim Freitag jetzt langsam mal in die Puschen kommen sonst machen es andere...<<< Vielleicht gibt es so eine Art Gebietsschutz zwischen Freitag und Spiegel. Der Freitag macht aus WikiLeaks nichts, gar nichts. Auch aus dem Guardian gibt zu es diesem Thema im Freitag nichts zu lesen. Enttäuschend! |
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Dafür bricht ab heute "Welt Online" das Wikileaks-Kartell !
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schrieb am
18.01.2011 um 00:46
@ Mit dem Argument legst Du den Finger in die Wunde. Genau das hat mich eben auch verwundert.
@ GSFRB, ohje, Welt-Online.. dann können wir ja beruhigt sein, die machen das dann garantiert genauso wie die NYT in den drei Schritten. Aber ansonsten sollte ja mittlerweile eh jeder das aes und damit alle Dateien haben. |
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schrieb am
18.01.2011 um 01:31
Ein Auszug aus der WON:
Wikileaks offenbart den wahren Nahost-Konflikt Die US-Depeschen zeigen den tiefen Hass zwischen Fatah und Hamas – und die gute Kooperation der Palästinenserbehörde mit Israel. Die Kommentarfunktion dieses Artikels wurde geschlossen. Wir bitten um Ihr Verständnis hahahahaha |
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@j-ap
Wer es gerne fett im ARD Fleischhauer Mileu hat, guckt sich vor Anne Will auch noch artig, bei Häppchen Käse mit Rotwein, den Tatort Marke "Der Gärtner war der Mörder" an. Toi Toi Toi!!! "Wer hat da gerade wen vor welcher Veanstaltung von Gesine Lötzsch geklopft? siehe: www.freitag.de/community/blogs/joachim-petrick/gesine-loetzsch-die-super-nanny-der-politik 14.01.2011 | 01:16 Gesine Lötzsch die "Super Nanny" der Politik linkspartei Gesine Lötzsch die "Super Nanny" der Politik Was weder Oskar Lafontaine noch Gregor Gysi, aus natürlichen Gründen, niemals sein kann, Gesine Lötzsch ist es, die "Super Nanny" der Politik Gesine Lötzsch läßt bei Maybrit Illner alle anderen Gäste alt ausehehen und doch gelten. Sieht Maybrit Illner den Fliegenden Bündns 90- Wechsel von "Den Grünen" zur Linkspartei? |
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Ja man hat es wieder gesehen / gehört und bestätigt gefunden: "Hunde, die bellen, beißen nicht!"
Solange man Lafontaine anbellte konnte all das direkt den Charme eines Possenspiels haben. Und es war schon lustig, wie man sich an der nüchternen Sachlichkeit Lafontaines erhitzte, der seinerseits wohl gedacht haben kann: "Was stört's den Eichbaum, wenn sich die Sau dran schubbert." Die verbiesterten Gesichter und das eingefrorene Grinsen Brüderles (bei hartem Blick!) ließen aber deutlich werden: "Wenn Hunde nicht bellen, können/wollen sie aber beißen!" Bein den Augen und regelrechtem Schaum vor dem Mund läßt das nichts Gutes ahnen. Herrlich, wie sich Butterwegge wahrlich nicht die Butter vom Brot wegnehmen ließ! |
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@udz
"Mir schien, dass Lafontaine als so eine Art "Reparaturbrigade" zu Anne Will egangen ist. Der sieht seine politische Arbeit gefährdet durch diese Ungeschicklichkeit von Lötzsch, denke ich." Habe sein Buch "Armut in einem reichen Land" gelesen - hervorragend! Das ist viel argumentative "Munition" drin...kurzum: Eine schöne sauber erarbeitete Zusammenfassung der sozialen Problematik in unserem Land und daher ein sehr nützliches Buch! |
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Sorry...meinte natürlich folgende Textpassage Deines Kommentars:
"Herrlich, wie sich Butterwegge wahrlich nicht die Butter vom Brot wegnehmen ließ!" Mit besten Grüßen |
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Das Blog-Text liest sich wie ein Blick durch die rote Brille.
Ohne erschien Lafontaine eher als ein "UmDenHeißenBreiRedner", wie üblich, weil er vorbereitete Statements absondern, und nicht die gestellte Frage beantworten will. Dazu noch unhöflich weil ständig dazwischen quatschend und das Wort an sich reißend, Erziehung wird bei ihm wohl ganz klein geschrieben. Anne Wills Versuche, auf die gestellte Frage eine Antwort zu erhalten, als "maliziös" herablassend hartnäckig, was mitunter so unseriös penetrant geriet" zu bezeichnen, ist der roten Brille geschuldet. Egal, auch die Dame aus dem Osten kam bei mir mit ihrer kalten Art und ihrer mühsam versteckten wirklichen Denkweise überhaupt nicht positiv rüber. Und was den Wissenschaftler angeht, so hat dieser seine Postulate in aggressiv abstoßender Weise vorgetragen wodurch auch das Richtige in seinen Aussagen bei dem "normalen Zuseher" wenig überzeugend rüber kam. Wer schreit (laut spricht) hat meistens Unrecht, das sollten die Linken doch am beispiel Westerwelle gelernt haben, und wohin das dann führt. Für mich also eine vertane Chance, die Schieflage der Partei zu stabilisieren. Aber daran hat die Partei wohl gar kein Interesse, wie man hier sehen kann ganz nach dem Motto, "Die Linke schafft sich ab": tinyurl.com/forenboy49 |
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schrieb am
17.01.2011 um 18:46
hahaha wie weise....
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Allerdings, sachichma,
der ForenBoy ist ganz bestimmt ein linker Satiriker, hier gern auch mal sarrazynisch unterwegs. Selbstverständlich im Auftrag der Partei. Macht Spaß. |
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schrieb am
18.01.2011 um 01:15
Ja das ist manchmal richtig lustig. Der Fleischmauer gehört bestimmt auch dazu. Wenn der in die Redaktion kommt lachen bestimmt die Kollegen ganz schadenfroh über seinen Auftritt. Ist urig für den Spiegel solch einen Repräsentanten der Öffentlichkeit vorzustellen. Ich denkma Magda hat recht, der Oskar hat nur wegen Schadensbegrenzung mitgemacht.
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schrieb am
18.01.2011 um 07:05
>>der ForenBoy ist ganz bestimmt ein linker Satiriker, hier gern auch mal sarrazynisch unterwegs. Selbstverständlich im Auftrag der Partei. Macht Spaß.<<
Hm ja, nachdem Brötchen sich auch wieder zu Wort meldet, haben wir ja ein satirisches Traumpaar an Bord... Dagegen können können nicht mal Karl Theodor & Stephanie anstinken... |
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>>„Wirtschaftsboom und Jobwunder – wer träumt da noch vom Kommunismus?“.<<
So gut wie niemand. Natürlich ist das "Jobwunder" kein Einkommenswunder, kann ja nicht mit Leiharbeit und "Minijobs". Aber braucht schon ein Einkommen, wenn er/sie einen Job hat? Nur ewiggestrige, weltfremde Kommunisten behaupten das heute noch. |
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schrieb am
17.01.2011 um 15:41
Korrektur:
>>Aber braucht schon ein Einkommen, wenn er/sie einen Job hat?<< Aber wer braucht schon ein Einkommen, wenn er/sie einen Job hat? |
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Ich habe mir die Sendung auch angeguckt. Auch ich fand Anne Will von höchst albernem Jagdfieber besessen. Aber Lafontaines Idee, das Kommunismus-Debatten-Problem mit semantischen Mätzchen zu beantworten, fand ich nicht so gut. Besser fand ich dann seinen Verweis auf andere Länder, in denen die Leute nicht immer Ekel- und Angstanfälle kriegen, wenn sie das K-Wort hören.
Brüderle mit seiner gönnerhaften Art ging unendlich auf den Wecker. Noch schlimmer fand ich diese Demonstranten-Story: Immer dabei: Edda Schönherz, die ehemaligen Fernsehsprecherin. Seit Jahrzehnten war die aber schon im Westen. Was soll das alles. Man müsste ohnehin mal eine Untersuchung über die Zusammensetzung von "Opferverbänden" machen. Die meisten sind sehr "westlastig". Fleischhauer mit seinem arroganten Getue fand ich unwesentlich. Butterwegge war mir zu sehr auf Krawall gebürstet. Dass Anne Will diese politische Einordnung und dann noch in dieser seltsamen Form, vornahm, fand ich absolut daneben, aber typisch für den Zeitgeist. Am Besten in der Tat Aelrun Goette. Die hat mich in ihrer ruhigen Art beeindruckt. Vor kurzem habe ich eine Doku von ihr gesehen über die ersten Rekrutinnen in der Bundeswehr. - War sehr gut. Mir schien, dass Lafontaine als so eine Art "Reparaturbrigade" zu Anne Will egangen ist. Der sieht seine politische Arbeit gefährdet durch diese Ungeschicklichkeit von Lötzsch, denke ich. Sie hat den Medien - alle auf dem gleichen Trip - zu viel Munition geliefert. Thema: Gucken oder nicht gucken: Wir sehen uns die Sendung noch immer an, auch wenn ich mich ärgere. Ich gucke dann nebenbei immer diesen herrlichen Anne-Will-Blog. Dort finden ja eigentlich die wirklichen Debatten statt. Dort toben sich die Leute aus usw. Das ist eine völlig andere Welt als auf dem Bildschirm. |
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nur kann man in dem Blog die verpassten Chancen nur beweinen oder schön reden, je nach Intention.
Illner ist schon länger nicht mehr die ängstliche kleine Maus, wie hier behauptet. Und auch ein Zyniker wie Lafontaine hat sich nach ihrer Moderation zu richten und die Fragen zu beantworten, die ihm gestellt werden und weder Wahlpropaganda noch andere vorbereitete Statements abzugeben. |
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schrieb am
17.01.2011 um 18:59
@ Magda "Man müsste ohnehin mal eine Untersuchung über die Zusammensetzung von "Opferverbänden" machen."
Bevor die zu einer Art Propaganda-Werkzeug werden und dann dauernd mit drei Leuten eine "Demonstration" veranstalten auf der die dann anfangen von Massenmorden in der DDR zu faseln, um von den Medien künstlich hochgeschaukelt zu werden. Dann ist es zu spät, dann gehts nur noch ums dementieren. |
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schrieb am
17.01.2011 um 22:59
Das sind keine "semantischen Mätzchen" oder Taschenspielertricks sondern einfach Teil dessen, was Kommunismus im eigentlichen Sinn bedeutet. Und ich gehe sogar soweit, zu behaupten, dass der Kommunismus die natürliche, ursprüngliche Form einer freien Gesellschaft ist.
Pervers ist eher der Kapitalismus, d.h. ein System, das es ermöglicht, dass nahezu alle freien, lebensnotwendigen Güter in Privateigentum zu überführen, andere von der Benutzung auszuschließen und kommerziell zu verwerten. Und da die Güter nun mal begrenzt sind, ist diese Gier nach materiellem Reichtum nun mal außerodentlich sozialschädlich, zumal der Kapitalismus Kategorien wie Anstand und Moral nicht kennt. Wer keine eigenen Produktionsmittel und auch kein kommerziell verwertbares Eigentum hat, muss seine Arbeitskraft verkaufen, um zu überleben und ist der Ausbeutung praktisch schutzlos ausgeliefert. Bei uns gibt es zwar noch ein paar soziale Standards, aber die Kapitalisten, sprich die Eigentümer der Produktionsmittel sitzen immer am längeren Hebel, weil das Eigentum im kapitalistischen System einen nahezu absoluten Schutz genießt. Diese totalitären, antidemokratischen Systeme in China und der Sowjetunion haben den kommunistischen Gedanken völlig pervertiert. Der Kommunismus selbst kennt keine autoritären oder gar totalitäten Strukturen und auch keine Parteiendiktatur. Genauso fürchterlich war diese totale Gleichmacherei, das Überstülpen eines Systems, das die Menschen völlig entmündigt hat. Kommunismus leitet sich von der Kommune, der kleinsten überlebensfähigen Einheit einer Gesellschaft, ab und setzt neben dem individuellen Privateigentum auf Teilhabe an den Produktionsmittel, auf demokratische Mitbestimmung, auf Subsidiarität und Autarkie. Natürlich ist der Begriff negativ beladen, aber über diese Idee einer friedlichen und gerechten, nachhaltig wirtschaftenden Gesellschaft muss man reden können und dürfen, ganz gleich wie man das Kind nun nennt. |
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"Mir schien, dass Lafontaine als so eine Art "Reparaturbrigade" zu Anne Will gegangen ist. Der sieht seine politische Arbeit gefährdet durch diese Ungeschicklichkeit von Lötzsch, denke ich."
...tja, könnte sein - war ja auch nicht so'ne dolle PR-Aktion von Lötzsch... |
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schrieb am
18.01.2011 um 07:13
>>Bei uns gibt es zwar noch ein paar soziale Standards,<<
Die sind mittlerweile weitgehend Makulatur, denn sie sind nur anwendbar auf diejenigen, die noch in einen klassischen unbefristeten Arbeitsvertrag haben. Wer erst mal rausgekündigt wurde oder gar nicht erst rein kommt muss sich in einem weitgehend rechtsfreien Raum verkaufen. |
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Hallo Katharina Schmitz,
gut gesehen. Man hat gleich mehrere Themen in einer Sendung erschlagen. Dioxin = Kommunismus. Kommunismus = Stalin. Wirtschaftsboom und Jobwunder. Erstaunlich, Gorbatschow hat es wohl nie gegeben. Nun, bestimmte Linke betrachten ihn als Verräter, während er ansonsten in der Bevölkerung gut angesehen ist. Daher darf er im Zusammenhang mit Kommunismus in der öffentlichen Debatte nicht auftauchen. Die momentane Zielvorgabe der Tendenzbetriebe lautet: Kommunismus+Stalin = Faschismus+Hitler. (Daher war der Einwurf von Butterwegge letztendlich kontraproduktiv. Seine strippsigen Haare in der Stirn sind bestimmt aufgemalt.) Euphorische (der Begriff ist ein wenig seltener geworden) Beschwörungen eines angeblichen Wirtschaftsbooms und eines (durch Statistikmanipulation vorgegaukelten) Jobwunders sind die nächste Vorgaben der Tendenzbetriebe. Natürlich werden die Fakten verzerrt. Deutschland hatten den größten Einbruch und muss daher auch am meisten aufholen. Das funktionierte bisher nur durch massive Staatsausgaben auf Kosten der Steuerzahler (wenn auch das Vorkrisenniveau nicht erreicht wird, trotz dieser gigantischen Subvention). Warum dieses Mantra? Nun, es gilt Zusammenhänge zu verschleiern und anders zu verketten Die in Zukunft anfallenden (weiteren) massiven Einschnitte bei der Bevölkerung sollen in keinem direkten Zusammenhang mit der Finanzkrise erscheinen. (Daher auch die damaligen sofortigen Rettungsmaßnahmen, die nun wirklich so nicht nötig waren.) Der sogenannte (schon wieder/immer noch) Aufschwung soll nur in Zusammenhang mit der weisen Politik von CDU/FDP gesehen werden. Wenn dann die SPD wieder dran ist, darf sie die letztendlich massiv auf die Bevölkerung durchschlagenden Auswirkungen der Finanzkrise (ohne Staatsabpolsterung) in weitere Einschnitte umwandeln. Ansonsten lassen sie sich von bestimmten Kommentaren angehender Zoowärter nicht irritieren. Deren Perspektive ist nun mal reichlich eingeschränkt. |
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Der Zoowärter läßt herzliche Grüße an die Dimitrow-Fraktion bestellen. ;-)
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schrieb am
17.01.2011 um 19:35
Na wenn da mal jetzt nicht Maulwürfe und Erdmännchen sauer werden, - aber die lachen ja immer über die Wärter.
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@streifzug. Vielen Dank und frei von Irritation die besten Grüße!
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@streifzug
Christoph Butterwegge hat in der Sendung keinen Faschismus-Vorwurf an Brüderle gerichtet, sondern Hugenberg zitiert, der, ähnlich wie es von unseren großen Volksparteien, CDU und SPD (siehe Neue Mitte Konzeption unter Schröder) in den letzten 10 Jahren propagiert wurde bzw. wird, die Schaffung eines wie auch immer gearteten Arbeitsverhältnisses als Wohltat bezeichnete. Derlei Propaganda ist in Zeiten von "Armut trotz Arbeit" schlichtweg skandalös, da sich in ihr die Nichtkenntnisnahme oder gar Ignoranz der politischen und ökonomischen "Elite" geradezu manifestiert! Die wirtschaftspolitischen Debatten in der Weimarer Republik hatten vor der Gleichschaltung 1933 ähnliche Schwerpunkte wie in heutiger Zeit und sind auch aus heutiger Sicht recht interessant! |
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@Giuseppe Navetta,
das ist richtig. Meiner Meinung nach taktisch allerdings ungeschickt. Wenn der "medial überlegene Gegner" den oben erwähnten Zusammenhang aufbaut Kommunismus+Stalin = Faschismus+Hitler. um den Kommunismus über diesen Vergleich zu diskreditieren, ist es dann ratsam, dieses verzerrte Bild durch einen weiteren Vergleich mit dem Faschismus letztendlich zu verfestigen? Wäre es nicht erfolgreicher, da zu treffen, wo es weh tut? Brüderles XXL-Aufschwung hängt am Tropf von staatlichen XXL-Subventionen ... Zulasten der nachfolgenden Generationen ... das Argument wird von CDU/FDP seit Jahren verwendet, ist medial verankert und könnte nun in einer geschickten JiuJitsu-Stategie angesetzt werden, ähnlich wie der geschickte Begriff der "Bürgerversicherung", der leider nicht konsequent verwendet wird. |
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@streifzug
"Meiner Meinung nach taktisch allerdings ungeschickt." D'accord, das war übereifrig in seiner durchaus berechtigten Rage! |
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@ Katharina Schmitz:
Wenn man mal betrachtet, wie unterwürfig und naiv fragend Anne Will sonst ihren Gästen gegenüber tritt, kann man Deine Beobachtungen nur teilen. Bei Lafontaine und anderen Politikern der Linken fühlt sie sich quasi rechtfertigend, dass sie diese Gäste überhaupt einlädt, von dem verbissenen Ehrgeiz getrieben, diese dann auch möglichst bloßstellen zu wollen. Dieser Versuch scheiterte gestern erneut kläglich und diese Tatsache wird auch nur von denen bestritten, die z.B. Lafontaine politisch sowieso nicht nahe stehen oder mit ihm noch ein Hühnchen zu rupfen haben. Die Einspieler waren wieder einmal mehr als nur "tendenziös" - um nicht zu sagen eine Frechheit - und der Hinweis Wills, dass doch Butterwegge ein "Linker" sei, wünschte ich mir mal an anderer Stelle ähnlich "aufklärend", wenn einer ihrer sonstigen "Experten" von einem der Wirtschaftsinstitute spricht, die hinten und vorne von Unternehmen gesponsert sind. |
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Hallo Frau Schmitz,
vielen Dank für den Beitrag. Hat mir gefallen und Ihr Titel - perfekt ! Habe gestern auch die Sendung geglotzt und mich köstlich amüsiert. Geil, wie der Fleischauer vorgeführt wurde. Einfach nur herrlich ! Habe beim anschauen unweigerlich eine Szene wie aus einem schlechten Agentenfilm vor Augen gehabt. Agent zieht Jacket mit angestecktem Mikro zum Mund hoch und raunt "abbrechen, abbrechen . . ." Und unser Wirtschaftsminister erst . . . Im April 2010 war er und Lafontaine Gast im ZDF bei Maybritt Illner. Da hat der liebe Rainer einen Spruch zur Konjunkturbelebung der Wirtschaft rausgehauen, auf den ich gestern leider vergebens warten musste. "Da legen war noch eine Schüppe drauf, noch ein bisschen Druck auf den Kessel, und dann läuft das !" (oder so ähnlich !) Frau Anne Will war wie immer. - nicht gut - nicht besonders - nicht überraschend. Halt nur . . . will Mit "Will-I-Am" äh... ich meine Günter Jauch wird bestimmt alles besser . . . |
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@Morpheus
@PreussenMichel Freut mich. Und die Szene mit dem Agentenfilm ist wirklich lustig ;0) |
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Es ist schon lustig, dass sich Sonntag abend zur UNTERHALTUNG! über ein Thema geschwatzt wird, an dem ernsthafte Philosophen schon scheiterten.
Was kann denn eine Anne Will oder eine andere Talk-Show-Person wirklich substantiell mit einer Talk-Show da zur AUFKLÄRUNG beitragen? Eine Talk-Show lebt von Schlagworten und -Schlagabtauschen. Weder die Zeitstruktur noch der Diskutantenkreis wird dem Thema gerecht. da gelten aneder Einladungs-Kriterien. Was blieb? Eine TV-Selbstdarstellung von mehreren Personen. Mit sattsam bekannten Positionen und Meinungen. Wenn man, wie ich, das Fach Marxismus und Leninismus im Grundlagen-Studium 2 Jahre lang zwangsläufig hatte, mit Studium des Kapitals von Kalle Marx, dann kann über so etwas nur lachen. Aber ich weiß jetzt diese 2 Jahre endlich zu schätzen: Denn alles, was wir in den letzten 20 Jahren an gesellschaftlicher, sozial-ökonomischen Entwicklungen erlebten, kann man ohne weiteres im Band 1 und 2 des Kapitals von Kalle Marx nachlesen. Als Analytiker war er genial. Prognose-Experte war er nicht. |
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schrieb am
17.01.2011 um 15:53
>>Denn alles, was wir in den letzten 20 Jahren an gesellschaftlicher, sozial-ökonomischen Entwicklungen erlebten, kann man ohne weiteres im Band 1 und 2 des Kapitals von Kalle Marx nachlesen.<<
So isses. Und damit das niemand tut: Dafür haben wir das Fernsehen, das neue Opium fürs Volk. |
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@der arme berliner, claudia...
D'accord! |
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das filmbeispiel aus kreuzberg wurde instrumentalisiert, um der linken intoleranz zu unterstellen, im gesprochenen text hieß es aber, daß in diesem viertel vor allem autonome zugange seien - nur haben autonome nichts für parteien übrig, auch nicht für die linke, das hätten die autoren des einspielers wohl wissen können, wissen müssen ...
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Danke für den Artikel ! Spricht mir aus der Seele.
Schon traurig, wie die Will sich im Dienste des öffentlich rechtlichen Kampagnenjournalismus zum Deppen macht. Oder ist sie tatsächlich so primitiv wie sie gestern agierte ? |
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Ich habe nur die ersten 20 Minuten oder so gesehen.
Fand es gut, dass die Will nachgehakt hat, als Lafontaine rumgeeiert hat. Und ich muss leider zugeben, dass selbst Brüderle glaubwürdiger wirkte, als er Lafo darauf hinwies, dass die Verstaatlichung von Energiekonzernen noch nicht Kommunismus bedeutet. Wenn dem so wäre, wäre ja die BRD bis vor ein paar Jahren ein kommunistisches Land gewesen. Wohin die Reise in den Kommunismus denn nun gehen soll, konnte oder wollte Lafo nicht erklären. Stattdessen die vorhersehbaren, altbekannten Floskeln, die die Altlinken in der Partei beruhigen sollen, aber der Linken garantiert keine neuen Wähler bringen. Alle Herrschaftssysteme, die bisher unter dem Etikett "Kommunismus" firmierten, waren gar nicht wirklich kommunistisch. Die Linke will den Gemeinsinn stärken, Privatisierungen stoppen, die Stromkonzerne an die Kandare nehmen etc. Im Grunde also nichts anderes als die Politik der SPD bis vor ca. 10 bis 20 Jahren. Wozu aber dann der Kommunismus? Was soll man darunter verstehen, was ist das Ziel? Worin unterscheidet sich der geplante Kommunismus von dem vergangenen, der angeblich keiner war. Ich schätze, auf solche konkreten Fragen hätten sich viele Menschen eine Antwort erhofft, die eventuell die Linkspartei wählen würden, aber ungern die Stasi zurückhaben wollen. |
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schrieb am
17.01.2011 um 16:54
PS.
Ach ja, und ich hätte ein Wort des Bedauerns durchaus angemessen gefunden, dafür, dass draußen Autonome ehemalige DDR-Bürgerrechtler verprügeln, während drinnen Lötzsch und ihren Genossen über den Kommunismus schwafeln. Es könnte nämlich leicht der Eindruck entstehen, dass genau dieser Umgang mit Andersdenkenden von dem schönen neuen kommunistischen Staat zu erwarten ist. Kommt einem schließlich irgendwoher bekannt vor. |
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Hi dD, ich kann Dich voll umfänglich bestätigen, sagst Du inhaltlich genau das, was ich auch schon so kommentiert hatte.
Es hat sich auch bis zum Ende der Sendung an diesem Tenor nichts geändert. Was mir nur seltsam auffällt, wie extrem unterschiedlich die Sendung gesehen wurde, da scheint ja einigen die rote Brille etwas anderes vermittelt haben, als wir beide sahen. Vielleicht erklärt sich ja daran der Niedergang der Partei "Die Linke", da könnte doch das Absetzen der roten Brille zu einer realistischen und kritischen Einschätzung beitragen, denn so wird das nichts. |
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richtig müsste der Blogtitel so heißen:
"Der Kommunismus: auch bei Anne Will eine Farce" |
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Aus meiner Sicht hätte der Blogtitel so lauten müssen:
"Der Kommunismus: auch bei Anne Will eine Farce" |
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"Ich schätze, auf solche konkreten Fragen hätten sich viele Menschen eine Antwort erhofft, die eventuell die Linkspartei wählen würden, aber ungern die Stasi zurückhaben wollen."
Stimmt, die Antworten derjenigen, die uns die Stasi 2.0 bescheren, sind hinlänglich bekannt. |
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nur gut, dass deine brille scheinbar völlig ungefärbt ist und du den einzig objektiven durchblick hast. ;)
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ist vielleicht missverständlich: ich habe auf forenboys kommentar geantwortet
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das liegt aber eher daran, dass sich die Linke auf die Antworten nicht einigen kann:
tinyurl.com/forenboy49 |
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den unverstellten klaren Blick hat nur derjenige, der in das Problem nicht involviert ist.
Das ist nicht nur mit rosaroten Brillen so. |
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natürlich bist auch du "involviert", denn auch du hast ja eine meinung, die sich nicht aus dem nichts herleitet.
btw: es gibt im übrigen auch keine absolute objektivität. schon gar nicht, wenn es um politisches geht |
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schrieb am
17.01.2011 um 18:55
@Gold Star
Ist klar, die "Stasi 2.0" musste jetzt ganz dringend angebracht werden. Ich finde, im Vergleich zur original Stasi geht's noch. Aber das ist natürlich Geschmackssache. |
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schrieb am
18.01.2011 um 18:25
@derDonnerstag:
"Ach ja, und ich hätte ein Wort des Bedauerns durchaus angemessen gefunden, dafür, dass draußen Autonome ehemalige DDR-Bürgerrechtler verprügeln, während drinnen Lötzsch und ihren Genossen über den Kommunismus schwafeln." Das war doch auch nur ein Teil des Schmierentheaters, um Lafontaine vorzuführen. Deutlicher ging es doch schon nicht mehr. Berechtigterweise ist Lafontaine dann auch ein wenig sauer geworden und hat ein wenig die Beherrschung verloren. |
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...ach, was will man vom Fernsehen/TV auch anderes erwarten als diesen Schmarrn!
Fleischauers Geschreibsel wurde mir von zwei flüchtigen Bekannten empfohlen, die so etwas lustig finden. Eine solche Empfehlung empfinde ich aber eher schon als Beleidigung meiner Person und hinzu kommt, das Fleischauer und Personen, die seinen journalistischen Trash mögen, selbst das notwendige Minimum an soliden Geschichtskennnissen vermissen lassen, wenn sie die deutschen(!) 68er als einen bedeutenden Bestandteil der Kulturgeschichte der politischen Linke geschweige denn der Arbeiterbewegung ansehen, sind sie doch eben eher ein Bestandteil der sozusagen zutiefst bürgerlichen Mentalität der bundesrepublikanischen Nachkriegszeit von Konrad Adenauer, Kurt Schumacher bis Helmut Schmidt mitsamt ihren manchmal neurotisch zu nennenden antikommunistischen Ängsten, ohne das ich dies jetzt als die übliche und meist dümmliche Dennunziation der sogenannten 68er-Generation verstanden wissen möchte. Letzendlich: Derlei Sendungen dienen im Grunde ja mehr der Unterhaltung, als das sie irgendeinen emanzipatorischen Anspruch vertreten, sonst müssten dort ja neben Lafontaine, Butterwegge meinetwegen Zizek, Negri, Agamben und von mir aus auf der anderen Seite Sloterdijk oder sonstwen einladen - wobei ich mir nicht sicher bin, ob eine einstündige Diskussion selbst bei hochkarätiger Besetzung unbedingt produktive Erkenntnisse oder neue Blickwinkel hervorzauberm kann. Die Einladung Christoph Butterwegges möchte ich an dieser Stelle allerdings ausdrücklich begrüßen! Sein Buch "Armut in einem reichen Land", gehört mit zu den besten Publikationen bzw. Beschreibungen der derzeitigen sozioökonomischen Situation der BRD, die für den Laien noch gut verständlich bleibt und ebenso für den sozialwissenschaflich geschulten Leser ein hilfreiches Arbeitsmittel ist, da das Werk ausführlich recherchiert, ein umfangreiches Quellenverzeichnis aufweist und mit zahlreichen weiterführenden Literaturempfehlungen versehen ist und Christoph Butterwegge klar und deutlich, nämlich da, wo es auch notwendig ist, politisch Stellung bezieht, wo viele andere aus der Scientific Communitiy salon-intellektuell hinter wissenschaftlicher Objektivität versteckend daherschwatzen, trotzdem sie sozusagen gar nicht "um ihre Schäfchen fürchten müssen"! Was die Sache dann nur umso ärgerlicher macht, zumal, wenn man derlei Bequemlichkeit gepaart Feigheit in Persona vor der Kamera sich auch noch anschaut. |
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Heute hat keiner mehr Angst vor dem Kommunismus, den es ja angeblich in der "richtigen Auslegung" nirgendwo gab und gibt.
Wenn der Kommunismus so gut und anstrebenswert wäre, dann wundere ich mich über seine Abwesenheit. Wozu sollte sich also ein halbwegs vernünftiger Mensch auf ein solches Experiment einlassen? Deshalb kann man angstfrei davon ausgehen, dass es Kommunismus auf deutschem Boden niemals mehr geben wird, schon gar nicht mit einer solch unfähigen Partei. |
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@ ForenBoy schrieb am 17.01.2011 um 18:06
Heute hat keiner mehr Angst vor dem Kommunismus, ...>/i> Oh, doch mein Junge, Du hast beim Gedanken an den K... mehr Sch... als Vaterlandsliebe , was bei Dir schon etwas heißen will. |
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Liebe Katharina Schmitz,
ich finde den Artikel interessant, vermisse aber eine Grundsatzdebatte über die Qualität der politischen Talkshows hierzulande. Das fände ich noch wesentlich interessanter, denn so macht man ja doch nur unfreiwillig Werbung für etwas, wovon jeder weiß, dass es mehr oder weniger Müll ist. Ich muss zugeben, dass ich kein wirklicher TV-Konsument bin, also entgeht es mir vielleicht öfters, wenn ein blindes Show-Huhn es dem Zuschauer gönnt, auch mal ein Körnchen aufzutreiben. Aber wirklich traurig bin ich darüber nicht. Weiterhin viel Spaß beim Bloggen. |
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@ derDonnerstag Forenboy als Charaktermasken bürgerlicher Ideologie:
Gesine Lötzsch hat in Ihrem ansonsten nichts weltbewegend Neues bietenden, die öffentliche "Debatte" auslösenden Artikel einzig darauf hingewiesen, dass es DEN Weg zum Kommunismus nicht gäbe, die eventuelle Verwirklichung wohl nur erreichbar wäre, wenn man den richtigen Weg dazu noch fände. Diese Trivialität ist nur interessant deswegen, weil Gesine Lötzsch damit dem bürgerlichen und reaktionären Lager abspricht,behaupten zu können, so wie der Forenboy seinem neuen Meister, derDonnerstag, ohne Zurückweisung durch diesen zustimmend, mit Sprung in seiner Schalllplatte nicht müde wird, stumpfsinning zu wiederholen, der Kommunismus sei "verbrannt" . Aus genau diesem Grund und ohne jedes rationale Argument öffnen dann solche Kampfmaschinen wie Anne Will ihre Magazine. Im übrigen braucht man in Deutschland das Wort Kommunismus nur leise und alleine ohne jede Prädikation auszusprechen und diese Reflexe laufen geifernd auf der anderen Seite automatisiert ab. Gesine Lötzsch hat nicht gesagt, wie Kommunismus denn aussähe, der einen entwickelten Kapitalismus, der ungheure Schäden zurücklassen wird, aussehen sollte, sie ermunterte nur, nach der Möglichkeit sorgfältig zu suchen, den Weg nicht zu verfehlen. Die Dumpfbacken, die soetwas für "um-den-heißen-Brei-Reden" nennen begreifen nicht einmal den von ihnen angehimmelten Kapitalismus mit einem klaren Gedanken, glauben aber er sei einhegbar. Wie das gehen sollte, nach all den historischen, auch sozialdemokratischen Erfahrungen damit zumal, bringen diese Schmalspurpolitgärtner aber selbst nicht auf die Reihe. |
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schon mal was vom Mehrfachposting mit Spamcharakter gehört?
den gibt es schon drei mal mit selbem Wortlaut. Von den Beleidigungen und diskreditierenden Äußerungen gar nicht zu reden. Nochmals: schone mein Scrollrad! |
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schrieb am
17.01.2011 um 19:03
@Theel
Oh Gott, der Forenboy erdreistet sich, dem Donnerstag nicht zu widersprechen, ohne den Theel vorher um Erlaubnis gefragt zu haben. Ist es das, was Sie unter Kommunismus verstehen? Das Volk hat Recht und worin dieses besteht, sagt ihm der Theel? Ansonsten nix Neues. Sie meinen, es sei nicht nötig, auch nur eine ungefähre Vorstellung davon zu vermitteln, was man sich unter dem kommenden Kommunismus vorzustellen hat. Und das halten Sie allen Ernstes auch noch für rational. Das Wahlvolk soll den Linken blind folgen, ohne dass diese selbst den leisesten Schimmer davon hätten, wo die Reise hingehen soll. Wenn ich eine Vorstellung davon habe, wie der Kommunismus aussehen soll, dann kann ich das Ziel doch konkret beschreiben, oder? Welcher Weg beschritten werden soll - Teilnahme an demokratischen Wahlen, Staatsstreich oder Revolution - , ist natürlich eine andere Frage. Entweder Lötzsch und Lafontaine wissen selbst nicht so genau, wo die Reise hingehen soll oder Sie wissen es und schweigen sich darüber aus, weil sie ebenso wissen, dass nur eine kleine Minderheit ihnen auf diesem Weg folgen will. |
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@ derDonnerstag am 17.01.2011 um 19:03
1) Umgekehrt werter derDonnerstag: der Donnerstag hält keinen Abstand zu Forenboy. Dazu brauch erauch keinen Erlaubnis; aber wenn er es selber so will?! 2) Aber warum sollte er auch? Er kann ja nicht einmal meine Texte lesen und dann diskutieren: Gesine Lötzsch hatte eine andere Intention als die, in einem Zeitungsaufsatz den Kommunismus zu erklären, ich erklärte es o.. Das kann sowieso kein Einzelner freihändig alleine, weil der Kommunismus eine gesellschaftliche Praxis ist. Ansonsten lesen Sie statt der Pamphlete z.B. des "Seeheimer Kreises" Bloch, um dann wahrscheinlich immer noch nicht zu verstehen, worum es geht, und was, wann möglich ist. 3) Aus Marxens Analyse des selbstzertörerischen Kapitalismus ist keine Verfehlung, selbst die des Stalinismus" ableitbar. Auf jeden Versuch aus dieser Falle herauszukommen, der sich selbst zerstörte (z.B. Stalinismus), kommen mindestens zwei, wo diese Aufgabe das westlich kapitalistische System ganz alleine übernahm, wo kein Scheitern sich abzeichnete (z.B. Allende, Dubček). Solange Leute wie Sie den Kapitalismus nur affirmativ, aber nicht historisch, praktisch, logisch legitimieren können, d.h. Marxens Kritik der politischen Ökonomie nicht widerlegen können, sondern allenfalls sozialdemokratisch-reformistisch ideologisieren können, bin ich nicht beeindruckt. |
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@Uwe, deine Spaltungsversuche sind ja auch nicht gerade eine sozialistische Tugend, wie überhaupt mir Menschen, die sich für was besseres halten und den "dummen" die Welt erklären, mir schnell suspekt sind.
Und wenn der Kommunismus oder die "light" Version demokratischer Sozialismus so kompliziert ist, dass es in gut 160 Jahren (geschätzt) nicht möglich war, ihn dem Volke, das ihn akzeptieren sollte, erklären kann, dann wird das sowieso nix. Die hätten mal googeln sollen: www.stupidedia.org/stupi/Kommunismus "Kommunismus wird von K.A.C.K.E.(Kommunistische Anti-Cognitive KrankhEit),einer schweren Krankheit des zentralen Nervensystems ausgelöst. Diese Krankheit beeinträchtigt sämtliche Denkfunktionen des Patienten und führt zu weltfremden, illusorischen Wahnvorstellungen, extremem Bartwuchs und einer totalen Farbenblindheit. (ausgenommen Rot) Über kurz oder lang erträgt der Patient seine angestaute Dummheit nicht mehr, worauf er sie öffentlich, in Pamphleten, Buttons(Nicht zu verwechseln mit "Schneewittchen"), Stickern und Demonstrationen gegen willkürliche Ziele auslassen muss." Ich habe ohnehin inzwischen den Eindruck, dass diejenigen, die den Kommunismus oder die Lightversion installieren wollen, das nur so lauthals in der Gewissheit tun, dass es sowieso nicht dazu kommt. Und je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr verfestigt sich dieser Eindruck. |
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Herzlichen Glückwunsch, Genosse ForenBoy: Reflektion als Spaltung zu denunzieren ist Stalinisten-Tango vom Feinsten!
(Wollen Sie den Rotbannerorden per Nachnahme oder Vorkasse [»sozialistische Anwendung des Wertgesetzes« nach Stalin]?) |
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schrieb am
17.01.2011 um 21:09
@Theel
Habe ich behauptet, dass ich den Kapitalismus in seiner bestehenden Form super finde? Ich sage nur, wer statt das bestehende System zu reformieren, gleich ein neues (bzw. altes) an seine Stelle treten lassen will, auch erklären sollte, was es damit konkret auf sich hat. Lötzsch kann sich natürlich hinstellen und - wie Sie - ihren potenziellen Wählern erklären: "Wir sind für den Kommunismus. Was wir damit meinen, ist jetzt zu aufwändig zu erklären. Schlagt doch einfach mal bei Marx nach." Ist natürlich legitim, ich fürchte nur, das wird bei den Wählern nicht so gut ankommen. |
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@ derDonnerstag am 17.01.2011 um 21:09
Für eine Diskussion, einen Dialog braucht es immer mindstens zweier Menschen, die willens sind miteinander zu reden; hier über die Möglichkeit des Kommunismus. Solche Findungen sind unter (wirklich) Linken gemeinhin die Regel. "Fragen" oder "Ideen" der Klasse "Forenboy" wären dort aber allenfalls Spielmaterial, bzw. selbst Gegenstand der Kritik. Trolle vom Typus "Forenboy" sind niemals Part solchen Dialogs, wiewenig sie solchen Dialog untereinander führten, denn sie glauben ja um dessen Vergeblichkeit zu "wissen". Wenn Sie, der Donnerstag, also wirklich an einem Dialog interessiert wären, der echt zum Ziele hätte linke Ziele zu konkretisieren. dann würden Sie sich auf einen (linken) Dialog mit dessen Begriffen und Kategorien (kritisch) einlassen. Auch ein Aufsatz wie der von Gesine Lötzsch böte dazu einen Ansatzpunkt. Statt dessen leiern Sie nur, wenn auch etwas elaborierter als ein Forenboy, die ewige, ideologisch begründete Verweigerung bürgerlicher Provinienz. Sie könnten ernsthafte Vorschläge für eine Verwirklichung des linken Projektes machen und diese überprüfen und überprüfen lassen, anstelle dem Linken ewig die, aber eben nur bürgerliche Negativrechnung vorzuhalten. Was bei einem Forenboy nur allzu durchschaubar so daherkommt, können Sie trotzdem nicht verbergen. Die Wählerschelte, die Sie zum Schluß Ihres Kommentars anbringen, läßt sich zwar phänomenologisch belegen, allerdings gäben/geben Sie die falsche Begründung dazu. |
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geht nicht,
gibt's nicht schaun wer 'mal. |
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sie haben geguckt?
dann bitte mal: erkenntnisgewinn ... |
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@ ForenBoy schrieb am 17.01.2011 um 20:06
Und je länger ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr verfestigt sich dieser Eindruck. Abgesehen davon, so fürchte ich, ********* Das drückt manchmal arg - auch aufs Gehirn. Oder: It`s the metabolism, stupid Der Kommentar wurde von der Moderation editiert |
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Ein Linker, der sich in arroganter diskreditierender Weise über andere Menschen erhebt, ist bestenfalls eine jämmerliche Mogelpackung, die Machtdemonstration mit Dialog verwechselt. wenn sie in stasiesker Stalkermanier in Endlosschleife immer gleiche Herabwürdigungen absondert.
So etwas ist für mich jedenfalls kein Gesprächspartner auf Augenhöhe, wie mein attac-Kollege Geißler zu sagen pflegt. |
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@ ForenBoy am 17.01.2011 um 22:21
Wer ernsthaft Diskutierende auf solche Seiten www.stupidedia.org/stupi/Kommunismus schickt, der braucht hier nicht zu jammern. Heiner Geißler, so fürchte ich, würde mit Ihnen, in der Form und mit den dürftigen Inhalten, mit denen Sie hier aufwarten, keine drei Sätze wechseln wollen. |
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schrieb am
18.01.2011 um 00:01
@Theel
LOL. Meinten Sie das ernst: "Wählerschelte"? Ich finde es ganz verständlich, dass die Leute nicht die Katze im Sack kaufen wollen. Und nicht jeder hat die Zeit und die Muße, erstmal Marx zu studieren, um zu sehen, was es mit dem Kommunismus auf sich hat. Oder lesen Sie das Wahlprogramm der FDP, um zu checken, ob das nicht vielleicht doch was für Sie sein könnte. Wozu auch Wahlprogramme lesen oder das Kommunistische Manifest. Die reale Politik unterscheidet sich eh meist fundamental von den Programmen. Daher interessieren sich die Wähler - wenn überhaupt - für konkrete Pläne, nicht für irgendwelchen theoretischen Krimskrams. Aber wenn ich Sie richtig verstanden habe, halten Sie es ja für ausgemachte Sache, dass "echte" Linke ohnehin höchstens über die Wege zum Kommunismus streiten dürfen, nicht aber über das nebulöse Ziel selbst. Komisch, warum erinnert mich das gerade an die DDR? Sagten Sie nicht, dass es dort gar keinen Kommunismus gab? Oder halten Sie das dort praktizierte Staats- und Gesellschaftssystem doch für vorbildlich? |
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schrieb am
18.01.2011 um 00:03
Korrektur
Oder lesen Sie das Wahlprogramm der FDP, um zu checken, ob das nicht vielleicht doch was für Sie sein könnte? |
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...schon die sendung allein zeigt wie hier zu land gedacht wird: wenn die wirtschaft brummt, kann auch über kommunismus öffentlich-rechtlich geredet werden, denn dann ist seine verteufelung sicher!
Aber es ist noch viel schlimmer - wenn in einem (landtags)wahljahr von der BLÖD-zeitung & Co. über das k-wort gesprochen wird, geht das mit ziemlicher sicherheit zu lasten der Linken, weil die sich schämen, eigentlich nichts wirklich besseres als kommunismus zu wollen zu können... Und was wäre denn dabei, wenn sie nichts besseres wollten? Was das ko-system will - nämlich wachstum, wirtschaftswachstum, exportwachstum usw. usf. - ist doch längst als illusionär dementiert. Wozu also die verklemmtheit; auch wenn dem ko-system ausser wachstum nichts unmöglicheres mehr einfällt, darf doch noch über alternativen nachgedacht werden oder? Selbst wenn dabei das k-wort ins spiel kommt. Etwas mehr selbstbewusstsein muss in dieser lage von den linken wohl erwartet werden, so verschüchtert und verklemmt wird es jedenfalls mit den alternativen nichts... |
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Nach langer Zeit habe ich mir den Will-Quatsch (teilweise) auch mal wieder angesehen. Bin aber auch nur bis zum ersten Butterwegge-Statement dran geblieben...
Dran geblieben bin ich auch nur wegen der Einstiegsfrage von Will an Lafontaine. Diese hatte ja die Qualität von "Herr Müller-Lüdenscheid, ist es richtig, dass Sie erst letzte Woche aufgehört haben, Ihre Kinder zuschlagen? Antworten Sie nur mit JA oder NEIN!" Da hat sich der Herr Lafontaine durchaus ordentlich aus der Affaire gezogen - also für die Zuschauer, die sich nicht von vornherein den Schaum vor dem Mund zurecht rücken. Aufgrund der Fragestellung kann man da ja nur rumlavieren. Und das hatter gut gemacht. Finde ich. Über das Brüderle kein weiteres Wort. Den Spiegel-Fuzzi hat der Lafontaine (wie hier bereits weiter oben beschrieben) dann doch ziemlich schnell demaskiert; mit dem "Mitarbeiter-Beteiligung" aka Communitarismus - wie sauer diese Maske weiterhin aus der Wäsche guckte, das hatte was! Die Filmemacherin hat auch mir ausnehmend gut gefallen. Was mich an der Sendung wirklich gewundert hat, ist, dass der Butterwegge da überhaupt eingeladen wurde. Seit wann werden denn NICHT- INMS-Propagandavervielfältiger zu sowas eingeladen? Sonst sind da doch immer nur die Geraffelhüschens und Unsinns dieser Republik am Zuschauer am einnebeln.... Aber wie gesagt, bin selbst kein großer Talgschaugucker, daher kann's sein, dass ich da was nicht mitbekommen habe. Ach ja, das Thema der Sendung überhaupt: Das Suuuuuperwahljahr iss ja angebrochen - und da muss natürlich eifrig gegen die rote Gefahr gearbeitet werden, Öffi-rechtlich seriös, versteht sich. ----------------------------- Kein Projekt nirgends Tom |
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@Tom Bombadil
"Was mich an der Sendung wirklich gewundert hat, ist, dass der Butterwegge da überhaupt eingeladen wurde. Seit wann werden denn NICHT- INMS-Propagandavervielfältiger zu sowas eingeladen?" Stimmt, das ist heutzutage wirklich ungewöhnlich! |
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>>>Stimmt, das ist heutzutage wirklich ungewöhnlich!
Eben, Guiseppe Navetta, und da ich, wie oben geschrieben, absolut kein Talgschaugucker bin, kann ich das überhaupt nicht einordnen. Vielleicht kann jemand der Oft-, Häufig- oder gar Viel-Talkschauseher hier Aufklärung leisten. Also Frage an die anderen Foris: Seit wann werden in die großen (wöchentlichen) Talkshow-Events "Linke"-Experten eingeladen? ---------------------------- Kein Projekt nirgends Tom |
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Lafontaine und Butterwegge wie immer nur mit der üblichen Phrasendrescherei.
Fleischhauer und Brüderle haben ihre unerträgliche Standard-Rhetorik in der Luft zerrissen. Fleischhauer hat es auf den Punkt gebracht: Wenn sich die Chefin der Linkspartei mir einer Ex-Terroristin trifft ist das okay, aber was wäre wenn das umgekehrt zum Beispiel Seehofer mit einem Rechtspopulisten machen würde? Dann wäre das Geschrei groß. |
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Wie, war etwa kein Geschrei?
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Wenn sich der Seehofer mit einem Rechtspopulisten trifft, dann nennt man das: Kabinettssitzung der bayerischen Staatsregierung.
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vielleicht ist es das, was man als die Arroganz des linken Establishments bezeichnen könnte.
Ein Glück, dass das so abstoßend auf Menschen wirkt, die nicht nur wissen was Empathie ist, sondern diese auch leben. Eine Linke hat anstelle von Gesine eine Tagung geleitet, in der straf relevante Aktionen wie die Zerstörung von Bundeswehreigentum und gewaltsame Anschläge auf Einrichtungen des Staates ausdrücklich gebilligt wurden. Jetzt wird die Verfassungstreue dieser angeblich demokratischen Partei überprüft. Die lassen aber auch kein Fettnäpfchen rechts liegen. |
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Kann so ein Rechtspopulist auch auch weiblich sein?
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@ Mandelbrot schrieb am 17.01.2011 um 22:08
Fleischhauer und Brüderle haben ihre unerträgliche Standard-Rhetorik in der Luft zerrissen. Lieber mandelbrot - Sie sind also wieder da -, ich wollte Ihnen nur sagen, das, was Sie da beschrieben, haben, das nennt man nicht nur unter Linken "Selbstkritik". Hätte nicht gedacht, dass Brüderle und Fleischhauer dazu fähig sind, aber ich habe die Sendung noch nicht gesehen. |
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@Mandelbrot,
lasse Dir von dem Stalker v. D. hier keinen Knopf an die Backe nähen. Jeder halbwegs logisch denkende Mensch, der guten Willens ist weiß, dass DU die übliche Phrasendrescherei von LaFontaine und Butterwegge meintest, die in der Luft zerrissen wurde. |
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Seehofer IST ein Rechtspopulist.
RegierungspolitikerInnen jedweder couleur treffen sich mit aktiven und ehemaligen Despoten, Diktatoren,Staatsterroristen,Terrorsympathisanten...es schert niemanden. ![]() ![]() ![]() ![]() Barroso empfängt usbekischen Staatschef Karimow |
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@ ForenBoy schrieb am 17.01.2011 um 23:14
Jeder halbwegs logisch denkende Mensch, der guten Willens ist weiß, ... "Guten Willens" sind wir hier doch alle, und jetzt wissen wir auch alle, dass nur die "halbwegs logisch" denkenden Menschen glauben, dass Butterwegge und Lafontaine von Mandelbrot gemeint waren. - Nett von Dir, Dass Du es ihm auch noch erklärt hast. |
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schrieb am
17.01.2011 um 23:28
Gold Star For Robot Boy
"RegierungspolitikerInnen jedweder couleur treffen sich mit aktiven und ehemaligen Despoten, Diktatoren,Staatsterroristen,Terrorsympathisanten...es schert niemanden." Dann nimm doch bitte die Politiker der Linkspartei nicht aus, die machen exakt dasselbe, zum Beispiel Gysi der sich mit Kriegsverbrechern trifft. Das ist kein Deut besser. |
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schrieb am
17.01.2011 um 23:36
Statt 100 Haken zu schlagen und dann irgendwie mit Mühe und Not zur berechtigten Kritik an den bestehenden Verhältnissen zu kommen, hätten Lafontaine und Co auch einfach sagen können: "Leute das Wort Kommunismus zu verwenden war ein Fehler. Lasst uns zu den wirklich wichtigen Themen zurückkommen."
So hat die Linke nur dem politischen Gegner Wasser auf die Mühlen gegeben. Man kann es drehen und wenden wie man will, sämtliche Kommunismus-Analogien und "eigentlich hat er auch seine guten Seiten gehabt" sind Schwachsinn. Zum Beispiel meinte Lafontaine unser bestehendes System wäre nicht sehr umweltschonend und würde hemmungslos mit den Ressourcen umgehen. Das ist ja durchaus richtig aber der Kommunismus/Sozialismus war noch viel schlimmer. Tchernobyl? Bitterfeld/Dessau in der DDR? Hats im Westen nicht gegeben. Gerade Bitterfeld ist ein gutes Beispiel, früher "die schmutzigste Stadt Europas", heute werden dort Solarzellen und damit Zukunft produziert. Im Kapitalismus. Und das ist keine Ausnahme. Die Linke würde gut daran tun, im Kapitalismus den Sozialismus zu errichten und nicht zu versuchen im Kommunismus die Demokratie zu integrieren. |
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@Mandelbrot,
"....aber der Kommunismus/Sozialismus war noch viel schlimmer. Tchernobyl? Bitterfeld/Dessau in der DDR?" genau, aber das Argument der derzeitigen Linken ist, dass dies ja alles kein "richtiger" Kommunismus war, so wird sich alles schön geredet, genau wie die tot geschwiegenen 100.000.000 Menschenleben, die allein durch den Kommunismus zu beklagen sind. Das ist das zweifache an Toten die durch den Nationalsozialismus zu beklagen sind! Allerdings wird letztere von den Linken ständig instrumentalisiert. tinyurl.com/forenboy56 |
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Das sind ohnehin Vergleiche die hinken.
Regierungsmitglieder in höchsten Positionen können nicht mit Hinterbänklern ohne Verantwortung gleich gesetzt werden. Erstere haben einen Regierungsauftrag, zu dem es gehört, diese Kontakte zu pflegen. Linke besitzen ja die selbstverständliche Arroganz, mit Rechtsextremisten nicht einmal zu sprechen. Für mich ist das absoluter Hohn, denn eine Partei, die Verantwortung in der Regierung anstrebt, aber nicht mit allen seinen Bürgern zu sprechen bereit ist, sollte man keine Verantwortung übertragen. Da setzt man sich lieber ohne Not mit einer Exterroristin an einen Tisch. |
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schrieb am
18.01.2011 um 07:27
>>Kann so ein Rechtspopulist auch auch weiblich sein?<<
Sicher. Nachdem "Emanzipation" umgedeutet wurde zu: "Anpassen und am hierarchischen Pöstchengerangel teilnehmen" ist das nur konsequent. Auch als Dealer der Psychodroge Fernsehen. |
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schrieb am
18.01.2011 um 07:33
>>"RegierungspolitikerInnen jedweder couleur treffen sich mit aktiven und ehemaligen Despoten, Diktatoren,Staatsterroristen,Terrorsympathisanten...es schert niemanden."
Dann nimm doch bitte die Politiker der Linkspartei nicht aus,...<< Sie meinen also, Mandelbrot, dass dass die doch alle gleichermassen zu den Guten gehören und die ganze Aufregung für die Katz war? Darüber könnte natürlich mal diskutieren... |
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schrieb am
18.01.2011 um 08:02
@ Claudia
Nö. Nur man sollte dabei bedenken... 1. Wie von Forenboy schon angemerkt muss man als Kanzler oder Außenminister unter anderem auch mit Regierungschef Kontakte halten die nicht aus demokratischen Staaten kommen. Das macht das Ganze nicht besser und natürlich ist es immer besonders negativ wenn wirtschaftliche Intressen über der Moral stehen. Mir stinken auch einige Sachen. Deutschland müsste beispielsweise in meinen Augen die diplomatischen und Handelsbeziehungen zum Iran weitesgehend abbrechen solange dieser Staat das Existenzrecht Israels in Frage stellt. 2. Mein Einwand richtete sich gegen die "auf dem linken Auge blind" Mentalität von gold star for robot boy. Er kann das gerne kritisieren! Gibt gute Gründe dafür! Nur dann bitte auch die Politiker der Linkspartei nicht aussparen die Kontakte zu Hamas und anderen terroristischen Gruppen unterhalten. Oder wenn sich Politiker der Linkspartei wie beispielsweise kürzlich geschehen mit Terroristen die zu Straftaten aufrufen an einen Tisch setzt. Oder Gysi der sich mit Kriegsverbrechern trifft. |
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schrieb am
18.01.2011 um 08:30
@ j-ap, claudia, Gold Star For Robot Boy
Nur damit sie das richtig einordnen können: Kennen sie Alex Wiens? Das ist derjenige der für den Tod der Ägypterin Marwa El-Sherbini in einem Dresdener Gericht verantwortlich ist. Stellen sie sich vor diese Tat wäre vor 25 Jahren passiert. Die Strafe wäre abgesessen. Nun diskutiert dieser Mann in einem Podium zum Thema "Die Islamiesierung Deutschlands stoppen" zusammen mit Seehofer und Sarrazinn. |
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schrieb am
18.01.2011 um 08:33
Zu Früh auf "Ok" geklickt.
Also für mich wäre dieser fiktive Fall absolut vergleichbar. Mit solchen Menschen setzt man sich nicht an einen Tisch. Sie hingegen haben bei Gesine Lötzsch kein Problem damit, bei Seehofer würden sie vermutlich den Rücktritt fordern, oh naja wenn das mal reichen würde, einen Parteiausschluss würden sie fordern! Das ist linke Doppelmoral die Fleischhauer auch zurecht kritisiert hat. |
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schrieb am
18.01.2011 um 08:45
Ach wissen Sie, Mandelbrot, es kommt nicht darauf an, mit wem ich mal zusammen treffe, sondern es kommt darauf an, was ich selber sage.
In der Jugend bin ich mal mit Nazen an einem Tisch gesessen. Das waren noch die echten, die beflissen dem Gröfaz gedient hatten. |
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Mandelbrot,
wo wir schon beim Einordnen sind: Der Gedanke, daß jemand, der ein Verbrechen begangen hat — und an einem Mord gibt es rein gar nichts zu beschönigen oder zu rechtfertigen, darüber sind wir uns wohl einig — zu einer in diesem Fall zeitigen Freiheitsstrafe verurteilt wird, diese verbüßt und im Anschluß an die Verbüßung trotzdem nicht auf den Müllhaufen der Gesellschaft geworfen, zu den Aussätzigen, Unberührbaren und auf immer und ewig Gezeichneten gerechnet wird, sprich: der Gedanke an die Resozialisierung eine wesentliche Rolle bei alledem spielt, gehört bei aller Kritik an den Verhältnissen nun gewiß nicht zu den Schattenseiten dieser Rechtsordnung. Können Sie sich vorstellen, daß dieser Mann gerade wegen dieser seiner Vita zusammen mit Seehofer und Sarrazin vielleicht nicht gerade über die »Islamisierung« öffentlich diskutiert, aber vielleicht über das Thema »Wie ich in der Haft gelernt habe, daß man Menschen nicht umbringt, nur weil sie Frauen und islamischen Glaubens sind?« |
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schrieb am
18.01.2011 um 09:21
@ j-ap
Spinnen wir die Parallele noch weiter: Inge Viett hat sich von ihren Taten nie distanziert, nichtmal ansatzweise. Zudem ruft sie auf der entsprechenden Veranstaltung dazu auf Bundeswehr-Eigentum abzufackeln. Stellen sie sich vor Alex Wiens hätte sich in diesem fiktiven Fall ebenfalls nicht von seinen Taten distanziert und würde dann noch dazu aufrufen Döner-Läden anzuzünden. Könnten sie dann akzeptieren das man als Vositzender einer Partei die im Bundestag sitzt mit so jemanden diskutiert? Ich könnte es nicht- jedenfalls nicht im öffentlichen Raum. Niemand soll auf den Müllhaufen der Gesellschaft geworfen werden. Es gibt aber um einen Grundkonsens der vorhanden sein muss. Und Inge Viett wird durch Gesine Lötzsch aufgewertet. "Seht her, ich habe nichts zurückgenommen und heute hört man mir wieder zu." ______________ Achja hat ja damit nichts direkt zu tun, aber hier bin ich Hardliner: [.] Lieber Nutzer, sehen Sie in Zukunft davon ab, menschenverachtende Kommentare zu verfassen. Dies gilt als Verwarnung (gelb). Bedenken Sie auch, dass sie bereits einmal gesperrt waren. Die Moderation |
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Merken Sie's eigentlich in Ihrer Gunsmoke-Welt, wie Sie sich selbst am laufenden Bande widersprechen?
Sie schreiben: »Es gibt aber um einen Grundkonsens der vorhanden sein muss.« — Ja wenn er vorhanden sein muß, dann kann es sich dabei schon einmal nicht um einen Consensus handeln, denn so einer dürfte nicht auf einer verbindlichen Setzung (sei's nun von Ihnen, sei's von einem andern) beruhen. |
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schrieb am
18.01.2011 um 10:44
@ j-ap
Sie weichen aus. Stellen sie sich vor ein kleines Kind nimmt Geld aus dem Portmonee seiner Mutter. Die Mutter beobachtet das Kind heimlich dabei und stellt es zur Rede. Das Kind lügt und sagt das es kein Geld genommen hat. Eine weitere Diskussion mit dem Kind kann erst stattfinden wenn es zugibt seine Mutter bestohlen zu haben. Solange wird es auf sein Zimmer geschickt und bekommt Hausarrest. Und exakt dasselbe gilt auch für die Diskussion mit Mördern. |
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@ ForenBoy schrieb am 17.01.2011 um 23:55 @Mandelbrot,
"....aber der Kommunismus/Sozialismus war noch viel schlimmer. Tchernobyl? Bitterfeld/Dessau in der DDR?" genau, aber das Argument der derzeitigen Linken ist, dass dies ja alles kein "richtiger" Kommunismus war, so wird sich alles schön geredet, genau wie die tot geschwiegenen 100.000.000 Menschenleben, die allein durch den Kommunismus zu beklagen sind. Das ist das zweifache an Toten die durch den Nationalsozialismus zu beklagen sind! Allerdings wird letztere von den Linken ständig instrumentalisiert." Muß man sich hier ständig diese NN-Sprache anhören???!!! |
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@ Mandelbrot schrieb am 18.01.2011 um 10:44
>>>Sie weichen aus.<<< Und Sie verursachen einen Frontalunfall. >>>Und exakt dasselbe gilt auch für die Diskussion mit Mördern.<<< Analysieren wir mal aus der Relevanz des Strafrechtes und überlegen wer hier bald ein Problem bekommt: Frau Lötsch oder Sie. Belegen Sie bitte kurz, wieso Frau Lötsch eine Mörderin oder Herr Lafontaine ein Mörder ist - denn ausschließlich über diese beiden Personen der Linken wird hier diskutiert. Wenn Sie das nicht darlegen können, lassen Sie ganz schnell Ihre strafrechtlich relevante Verleumdung löschen. |
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@ Mandelbrot schrieb am 18.01.2011 um 10:44
Nach dem ernsten strafrechtlichen Teil nun zum unterhaltsamen Teil des Abends. Mandelbort schreibt: >>>Eine weitere Diskussion mit dem Kind kann erst stattfinden wenn es zugibt seine Mutter bestohlen zu haben. Solange wird es auf sein Zimmer geschickt und bekommt Hausarrest. Und exakt dasselbe gilt auch für die Diskussion mit Mördern.<<< Angewendet auf Mörder schlägt nun Mandelbrot "exakt dasselbe" vor. Ich fasse kurz zusammen: Eine weitere Diskussion mit dem Mörder kann erst stattfinden wenn er zugibt seine Mutter ermordet zu haben. Solange wird er auf sein Zimmer geschickt und bekommt Hausarrest. Und exakt dasselbe gilt auch für die Diskussion mit die Mutter bestehlenden Kindern. |
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schrieb am
18.01.2011 um 21:35
@ Rapunui
Stellen sie sich nicht dümmer als sie sind. Ich hab weder Lafontaine noch Lötzsch des Mordes bezichtigt, sondern lediglich gesagt das sie nicht mit Mördern wie Inge Viess diskutieren können solange sie nicht ihr Fehlverhalten einsehen. Und sie wissen auch das ich das gemeint habe und nichts anderes also verkaufen sie mich nicht für dumm. |
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@ Mandelbrot schrieb am 18.01.2011 um 21:35
>>>Und exakt dasselbe gilt auch für die Diskussion mit Mördern.<<< Sie schreiben "Mördern" - das ist Plural. Da Viett nicht wegen Mordes verurteilt wurde, also keine "Mörderin" ist, müssten Sie schon erklären, wen Sie meinen. Das müssten dann also mindestens 2 Personen sein, die Sie als Mörder bezeichnen. Sie äußern sich hier öffentlich und eine Bezeichnung als "Mörder" geht nicht mehr als polemisch durch. Das schreibe ich mit Respekt vor dem Polizisten Violleau, den Viett nur durch glückliche Umstände nicht tötete und der knapp 30 Jahre später querschnittsgelähmt an den Folgen der Schussverletzung starb. >>>Und sie wissen auch das ich das gemeint habe und nichts anderes also verkaufen sie mich nicht für dumm.<<< Genau, weil ich weiß, wie Sie etwas meinen, bin ich sehr sorgfältig mit Ihren Formulierungen. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie immer wissen was Sie schreiben. Nicht ich "verkaufe Sie für dumm", das ist lediglich ein Gefühl von Ihnen, dessen Stimmigkeit Sie bitte mit sich allein klären. Sie aber schreiben ganz direkt: >>>Stellen sie sich nicht dümmer als sie sind<<< Da steht doch, dass ich dumm bin? Oder ist es nur so, dass Sie sich nicht ausdrücken können? Soll ich Sie einfach nicht mehr ernst nehmen? Was schlagen Sie vor? |
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Mandelbrot:
150 g Butter, 500 g Zucker und 8 Eier schaumig rühren, dazu 750 g Mehl sowie je 10 g Zimt und Nelken, gestoßen, ferner 4 Teelöffel aufgelöstes Hirschhornsalz und 500 g zerkleinerte Mandeln, etwa die Hälfte mit Schale gerieben, geben. Alles gut durchkneten und zu kleinen länglichen Broten formen, bei Mittelhitze backen. Nach Erkalten mit Kuvertüre beziehen |
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@ mahung schrieb am 18.01.2011 um 22:24
Ich habe mich gerade bei meiner Frau (Chemikerin und Köchin) erkundigt: >>>Hirschhornsalz<<< Ammoniumkarbonat; Backtriebmittel, setzt bei Erhitzung Ammoniak und Kohlendioxid frei; wird besonders beim Backvorgang für Pfefferkuchen und Amerikaner eingesetzt Passt! @ Mandelbrot: Das ist Polemik. |
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Ein zweites Heft mit Rezepten aus Omas Bauernküche kann zum Solidaritätsbasar des Verbandes der Journalisten der DDR vorgelegt werden.
Wir danken der "Neuen Deutschen Bauernzeitung" sowie der Elbe-Saale-Druckerei Naumburg für die freundliche Unterstützung. Verkauf zum Solidaritätspreis |
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Das Lied vom Mandelbrot
Kommunisten buken Mandelbrot schlimmer ließen backen instrumentalisierten Omas Bauernküch Hirschhornsalz im Nacken sagt ist es möglich das man heut tut Mandelbrot noch backen solch Namen trägt so ungeniert wo Kommunismus doch Tote hat am Hacken das Mandelbrot darf backen fein so ist´s nurmehr geregelt wer mindestens sich distanziert besser: den Kommunismus richtig ekelt |
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Mandelbrot und Konsumbötchen
Ein Konsumbrötchen das lief rot die Straße lang traf Mandelbrot. Mandelbrot mit Hirschhornsalz sieht Konsumbrötchens Griebenschmalz. Hat Mitleid will Nutella schenken Konsumbrötchen soll jetzt richtig denken. Erst ist's Gummi dann Beton Konsumbrötchen rennt davon. Mandelbrot mit brauner Söße fehlt nun die historsche Größe. Protzt mit Zucker sülzt mit Ei doch die Brotzeit ist vorbei. Konsumbrötchen sagt ihm Fuck! Versuchs noch mal doch als Zwieback. |
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schrieb am
19.01.2011 um 11:50
@ Rapunui @Mahung
So macht eine Diskussion keinen Sinn. Ich hab hier ein paar klare, unmissverständliche Standpunkte geäußert und sie diskutieren Nebensächlichkeiten oder stellen sich absichtlich dumm. Mit ihren Reimen gewinnen sie mit Sicherheit den Freitag-Poesie-Preis. Sammeln sie doch ihre Mandelbrot-Reime in einem eigenen Blog! Oder vertonen sie sie und laden sie dann bei youtube hoch. |
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Liebe Nutzer,
bitte finden Sie zu einer sachlichen Diskussion zurück. Mit freundlichem Gruß MH |
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Liebe Frau Hank,
zurückgehend zum Punkt, an dem wir den Pfad der Tugend verließen kommen wir zu der Stelle, wo Mandelbrot am 18.01.2011 um 10:44, verleumdend mit dem Begriff "Mörder" hantierte, Rapanui als "dumm" bezeichnete. Das steht bis jetzt immer noch da und da finde ich, dass mahungs und Rapanuis Poesie, die gar nicht ohne Witz ist, einen versöhnlichen Ausgang darstellt. Ich habe die letzten Tage nix geschrieben und nun ist alles wieder gut. |
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schrieb am
22.01.2011 um 20:58
@ Rapanui
Falls sie das tatsächlich so aufgefasst haben, das ich sie als dumm bezeichne, dann tut es mit leid. Ich meinte das sie sich nicht dumm stellen sollen- und wenn sich jemand dumm stellt dann ist er das ja nicht. Meine Parabel mit dem Kind usw war wohl- nun sind wir mal diplomatisch-missverstänlich. Ich habe niemanden von der Linken als Mörder bezeichnet, ich bin nur der Meinung das man nicht mit Mördern diskutieren sollte, jedenfalls nicht solange sie nicht zugeben falsch gehandelt zu haben. Das gilt auch und insbesondere für Politiker der Linkspartei. So nun sind hoffentlich alle Klarheiten ausgräumt. MfG Mandelbrot |
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Über den Link habe ich mir ca. 50% der Show angesehen, außerdem habe ich mir die meisten Postings zum Blog durchgelesen.
Beide Medien widerlegen, dass das Links/ Rechtsschema veraltet sei. Nicht die Linken befeuern es, sondern die Rechte legt aktuell die Kohle auf. Interessant ist, dass Anne Will richtig einheizt und den Konflikt rechts/ links schürt. Sie setzt pflichtbewusst eine Wahltaktik um, die auf Antikommunismus setzt und versucht die Partei "Die Linke" aus den Parlamenten herauszuhalten. Dümmlich kolportiert das kapitalistische Kommentatorenkollektiv, dass der Kommunismus kommt - morgen schon. Holt die Handtücher rein! Die Nerven der Mandatsverwerter liegen blank. Mappus ist ausgerastet, Westerwelle brüllt aus der Dreikönigsbütt, Gabriel rezitiert die Totalitarismusode, Biedermeiergrün wartet noch das Frühjahr ab. Weil das Winterpalais gerade nicht zu stürmen war, hielt die Linke politischen Winterschlaf und Frau Lötsch hat im Mief des Kobels doch vom Winterpalais gefaselt. Lafontaine hat gestern seine Sache gut gemacht, aber ob das reicht? Ich wünsche es mir. Wahrscheinlich wird die Taktik der Recten aber ihre beabsichtigte Wirkung haben, Antikommunismus geht in Deutschland immer gut. Der aber ist mindestens genau so dämlich, wie der Kommunismus von dem Frau Lötsch nicht, aber der Herr Fleischhauer sprach. |
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@Rapanui
Vielen Dank für die Polemik! Stimme Ihr auch größtenteils zu, bin allerdings als Deutsch-Italiener doch recht erstaunt darüber, das die ewig anhaltende traditionelle Antikommunismus-Neurose bundesrepublikanischer Provenienz ganz locker mit der plumpen Rethorik Berlusconis, die er immer dann anwendet, wenn er nicht mehr weiter weiß, mithalten kann...mit anderen Worten: Habe nicht geahnt, dass das Niveau der,wenn man es so nennen möchte, bürgerlichen Mitte der unterirdisch ist. Programmatisch ist die "Linke", in die ich als ehemaliges WASG-Mitglied eingetreten bin, nichts anderes als eine eher gewerkschaftlich orientierte Variante der SPD, die realpolitisch mit großer Wahrscheinlichkeit hinsichtlich ihrer wirtschaftspolitischen Direktiven eine Art Policy-Mix aus Ordoliberalismus und keynesianischen Ansätzen anbieten wird, vor der sich niemand in diesem Land fürchten braucht, ausser denen natürlich, die aus reiner Besitzstandswahrung bzw. aus reinen Privatinteressen heraus etwas dagegen haben. Derlei Ansätze sind nicht einmal genuin sozialistisch, was aber kein Versagen der Partei, der ich angehöre, ist, sondern es ist der Tatsache geschuldet, das praxistaugliche Konzeptionen des sogenannten dritten Weges (siehe Abba P. Lerner, Oskar Lange, genossenschaftliche Modelle, selbstverwaltete marktwirtschaftliche Systeme, Mitbestimmung, ebenso post-keynesianische Ansätze u.ä.) zwischen Kapitalismus und Staatsbürokratie nach meiner Erkenntnis nur fragmentarisch vorhanden sind. An einer Wirtschaftsdemokratie und echter Mitbestimmung wird aber auf kurz oder lang nichts vorbeigehen. Die Bürger werden derlei Partizipation ganz von alleine einfordern und umso schneller, je korrupter und verlogener mit derlei dümmlichen Formen des Antikommunismus Stimmung gemacht wird! |
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schrieb am
18.01.2011 um 07:58
>>An einer Wirtschaftsdemokratie und echter Mitbestimmung wird aber auf kurz oder lang nichts vorbeigehen.<<
Nur: Die Detaildiskussionen, ob um Nahrungsqualität, Gesundheitswesen, Recht auf Teilhabe am Kreislauf Produzieren/Konsumieren, Umweltfragen usw. zeigen immer wieder auf, dass es um die Machtfrage geht. Privatverfügung über Produktionsmittel und gekaufte Arbeitskraft nicht hinterfragen wollen und nachgeordnet ein bisschen "mitbestimmen" ist immer wieder schiefgegangen. Es führt dahin, wo wir heute sind. Die Sehnsucht nach den "goldenen 60er/70er Jahren", in denen "soziale Privatwirtschaft" praktikabel schien, kann zwar ein Wählerpotential generieren, aber die Enttäuschung ist vorhersagbar. Nur Besitzstandswahrung für Restbelegschaften betreiben und die Rausgeflogenen und jungen nicht Hineinkommenden als Bodensatz mit der "sozialen Schwäche Morbus Hartz" diffamieren, das tun ja Gewerkschaften. (Siehe Pseudotarif für Leiharbeitsbimbos.) Dafür braucht man keine Partei, und an der Basis der Linken ist das nach meinem Eindruck auch klarer als an der Spitze. |
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schrieb am
18.01.2011 um 08:14
@ Claudia
Aha und wie sieht die Alternative aus? Mag sein das unser jetziges Modell schiefgegangen ist, aber es ist noch lange nicht- in allen Bereichen!- so krachend gescheitert wie das kommunistische oder sozialitische Wirtschaftsystem. Meinetwegen wandeln die das Zitat von Churchill um- "Der Kapitalismus ist das schlechteste aller Wirtschaftssysteme- bis auf die die wir schon ausprobiert haben." Sie gönnen nicht grundsätzliche Mechanismen der freien Marktwirtschaft außer Kraft setzen- beispielsweise durch Vergesellschaftlichung der Produktionsmittel- und dann gleichzeitig auch die enormen Vorteile und Gewinne aus dem System mitnehmen. |
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schrieb am
18.01.2011 um 08:22
können
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@ Giuseppe Navetta schrieb am 18.01.2011 um 04:42
>>>Die Bürger werden derlei Partizipation ganz von alleine einfordern und umso schneller, je korrupter und verlogener mit derlei dümmlichen Formen des Antikommunismus Stimmung gemacht wird!<<< Das hoffe ich auch. So dumm und frech aber Ihnen und mir Will, Brüderle und Fleischhauer auch erscheinen, so wirksam ist diese Show bei der Zielgruppe. Lafontaine hatte fast keine Chance, einen Gedanken zu entwickeln, weil Will ihn dauernd unterbrach. Das ist ja nicht nur schlechter Stil sondern Methode. Die Filmberichte von der 3-Mann-Demo vor der Luxemburg-Konferenz und dem CDU-Stand in Kreuzberg waren Kampfclips der übelsten Sorte. Eine durch Schnäppchenjagd, Wettendas, DSDS, Christinaneugebauerschmonzes, Steuererklärungen, Termingeldanlagen, Einkommensverluste, Sarrazin... deklassierte Bevölkerung lässt sich aber durch solche Sendungen bedienen und geilt sich emotional an dem Kampf in der Will-Arena auf. Dieser emotionalen, politischen, sozialen Zerstörung der Diskussionskultur ist nur sehr schwer zu begegnen. Frau Goette verwies sehr gescheit auf dieses Problem: es gibt gar keine Diskussion über die Themen, keine Suche nach Lösungen. Das wirkt ja auch auf mich, ich sitze vorm PC, sehe mir die Sendung an, bin empört über die Methode Will und verfasse eine Polemik. |
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schrieb am
18.01.2011 um 08:59
Der "TINA"-Zusammenhang von "freiem Markt" und privater Verfügungsgewalt ist konstruiert. Warum sollte ein Marktb nicht funkionieren, wenn Produzierende demokratisch über ihre Arbeitsinhalte bestimmen?
Über Alternativen nachzudenken halte ich für sehr sinnvoll. (Ein schnell hingerotztes "Patentrezept" ist wertlos.) Das wird aber nicht gehen, solange man sich in die Unausweichlichkeit des Bestehenden einmauern lässt. Und ohne nüchtern distanzierten Blick auf das Bestehende bleiben Gedanken über Alternativen im luftleeren Raum hängen. Das ist ja der Zweck des Propagandarummels. |
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schrieb am
18.01.2011 um 11:42
>>So dumm und frech aber Ihnen und mir Will, Brüderle und Fleischhauer auch erscheinen, so wirksam ist diese Show bei der Zielgruppe.<<
Da spielen Konditionierungen und "Triggereffekte" eine Rolle. Im Prinzipe ist das schon lange bekannt. In einem Reichspropagandaministerium hat man sich intensiv damit beschäftigt. Die Methoden wurden weiterentwicklelt und verfeinert, auch für Produktwerbung. Nicht nur in Deutschland, denn der Erfolg überzeugte auch wo anders. (Der Tod des Chefs spielte dabei keine Rolle.) Dazu kommt: Wer sich heute mit Neurologie beschäftigt, stösst darauf, dass Menschen die als Kinder an Fernsehen gewöhnt wurden bestimmte "Verschaltungen" der Synapsen entwickelt haben. Der typische Bildaufbau und um Millisekunden versetzte Ton wird als "Realität" gelernt, auch wenn das nicht bewusst wahrgenommen wird. Man vertraut den Erfahrungen aus dem Fernsehen mehr als der eher "irrealen" Welt ausserhalb der Fernsehwelt. Das könnte erklären, warum so viele Menschen, wenn sie auf Argumente stossen, zwar mal sagen: "Hm ja, stimmt eigentlich". Dann aber doch wieder immer den massenmedialen Schwachsinn nachplappern... Es ist mühsam, die Konditionierungen zu durchbrechen und zu eigenständiger Informationsverarbeitung anzuregen. Man wird aber nicht dran vorbei kommen... --- Zu Konditionierung: Siehe Pawlow und "Behaviorismus". |
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@rapanui
kann mich Guiseppe Navetta nur anschließen @ Guiseeppe Navetta. Wirklich spannend, wie hier die Debatte weiter geführt wird! |
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@Claudia
"Privatverfügung über Produktionsmittel und gekaufte Arbeitskraft nicht hinterfragen wollen und nachgeordnet ein bisschen "mitbestimmen" ist immer wieder schiefgegangen." In den Anfängen der BRD bis zur Mitte der Fünfziger waren Vergesellschaftung klare Zielvorgaben der großen Gewerkschaften - man denke hier nur auch an Personen wie Otto Brenner, Viktor Agartz oder auch Peter von Oertzen von der SPD, die sich vehement dafür einsetzten - allen voran ging es um die paritätische Mitbestimmung, die in der SchwerIindustrie teilweise durch das Montanmitbestimmungsgesetz umgesetzt wurde, in allen anderen Branchen und Bereichen aber inexistent war. Also: Mit echter Mitbestimmung meinte ich nicht die kastrierte Form, wie wir sie im Betriebsverfassungsgesetz wiederfinden, sonder eine entsprechende effiziente Form. Mitbestimmungsfragen würden sich sogar selbst bei völliger Auflösung jeglichen Privateigentums ergeben, hätte man selbstverständlich auch dann in der Sphäre der Produktion Organisations-, Koordinations-, Allokations-, und Distributionsprobleme zu lösen, einschließlich ihrer Delegation. Leider stehen Mitbestimmungsfragen bzw. die paritätische Mitbestimmung heutzutage nicht mehr im Zentrum gewerkschaftlicher Forderungen, obwohl sie heute notwendiger denn je sind, betrachtet man doch die enorme Verfügungsgewalt und den Machtmißbrauch großer Konzerne und Unternehmungen, die teilweise den damaligen staatsbürokratischen Eliten der Sowjets in nichts nachstehen... ...überhaupt haben die Gewerkschaften heutzutage nicht mehr viel gemein mit den Zeiten Otto Brenners und anderen, als institutionelle Form zur Sicherung und Erweiterung von Arbeitnehmerrechten im Rahmen bürgerlicher Demokratien halte ich sie dennoch für unverzichtbar! |
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@Katharina Schmitz
Erstaunlich, was aus dem, sagen wir mal, "Talk-Show-Trash", alles herausgeholt werden, dank Ihres Artikels... ... Beste Grüße aus Hamburg |
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@ claudia schrieb am 18.01.2011 um 11:42
>>>Da spielen Konditionierungen und "Triggereffekte" eine Rolle....Es ist mühsam, die Konditionierungen zu durchbrechen und zu eigenständiger Informationsverarbeitung anzuregen. Man wird aber nicht dran vorbei kommen... <<< Vergleichen wir die Wirksamkeit der Sendung von Will und den Blog hier - dann ist "mühsam" ein eher euphemistischer Begriff. Diese Konstellation wiederholt sich täglich in vielen Variationen. DIE demagogische Meisterleistung in der Sendung von Will, war es, die CDU (hier in Kreuzberg) und die 3 Stasiopfer als eine nicht tolerierte und durch die "Linke" unterdrückte Minderheit darzustellen. Wieviele Showconsumer werden wohl mein Gefühl des Ekels geteilt haben? 5%. 10%? Hier werden Menschen auf der Ebene eines in Jahrzehnten geschulten Reflexes bedient, das ist extrem wirksame Hetze. Folgt man dieser Reflexabfolge, dann sind das die größten Problem der deutschen Innenpolitik: die Stasi übernimmt die Macht, Kommunisten enteignen die Guthaben der Sparer, DSDS wird verboten, Kirchen werden geschlossen und Moscheen errichtet.... Arbeitsbeschaffung ist Freiheitsbeschneidung, Geschwindigkeitsbeschränkung senkt das BSP, Ökologie zieht Fledermäuse Menschen vor, Säkularisierung zerstört das Abendland, Gesamtschulen nehmen uns unsere Kinder weg,.... Diese massive Verblödung wird durch ihre destruktive Wirkung auf die gesellschaftliche Kooperation viel eher Resultate zeigen, als eine politische Aufklärung.Ich persönlich kann nicht anders, als mich geschickt und listig zu engagieren - trotz der enormen Übermacht der professionellen Medienapparates. Wenn ich aber das Kräfteverhältnis realistisch einschätze, dann sehe ich eher die Destruktion als den konstruktiven Wandel. Notwendig wäre, dass der liberale Teil der Mittelschicht und Oberschicht allen Einfluss geltend macht, um der massiven Verblödung, die von Will und Konsorten bewusst produziert wird, Einhalt zu gebieten. Bei denen aber sehe ich überwiegend Angst vor dem sozialen Abstieg, eine Flucht in Elitenbildung und Hass auf diejenigen die die eigene privilegierte soziale Stellung in irgendeiner Weise gefährden. |
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Schließe mich dem Vorredner 100% an.
---------------------------- Kein Projekt nirgends Tom |
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schrieb am
19.01.2011 um 15:12
@Giuseppe Navetta
>>der Produktion Organisations-, Koordinations-, Allokations-, und Distributionsprobleme<< Natürlich kann es nicht darum gehen, den organisatorischen Teil des Wirtschaftens aufzuheben. --- Recht weitgehende Vorstellungen über Wirtschaftsdemokratie hatte auch das Ahlener Programm der CDU von 1947. Das wurde nach dem 1949er Wahlerfolg sofortt gekippt. Denn massgeblichen Enfluss auf den Bundeskanzler hatte der Bankier Pferdmenges, der als Sprecher des Privatkapitals fungierte. Er war auch die treibende Kraft hinter der Nominierung von Adenauer als Kanzlerkanditat, der in der CDU nicht sonderlich beliebt war. Der Einfluss des "Kanzlerberaters" Pferdmenges auf Adenauer war stringent, denn Pferdmenges hatte durch eine Manipulation die Familie Adenauer vor dem weitgehdenden Verlust ihres Vermögens bewahrt. Soe schliesst sich der Kreis: Eine Partei kann in ihr Programm schreiben, was sie will. Die Macht des Privatbesitzes greift hindurch und regelt die Dinge. Übrigens hat die Montanmitbestimmung nicht verhindert, dass der Kohlebergbau weitgehend eingestellt und auf billigere, weil in Südamerika mit Kinderarbeit gewonnene und von Panamaschifen mit erbärmlich bezhltem Personal hertransportierte Importkohle umgestellt wurde. Dass für die entlassenen Berbauarbeiter glimpflichere Bedinmgungen erreicht werden konnten als in anderen Wirschaftsbereichen ist schon etwas wert, aber das kann nicht alles sein. Eine Mitbestimmung am Privatproduktionsmittel könnte zum Beispiel auch die immer wieder mal bekannt werdenden und nicht bekannten Sauereien bei Futtermitteln verhindern. Denn der Besitzer bestimmt erst mal über die Produktionweise, und die Arbeiter werden dann alles tun, um ihre Jobs zu behalten. Das tun sie auch ohne Mitbestimmung. |
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Dem Linken sein Kommunismus ist dem Brüderle seine Vollbeschäftigung.
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Was haben die sich bei SPON eigentlich gedacht mit diesem Fleischhauer und seinem Neocon-Spam?
Dass man es für "Stützen der Gesellschaft" à la FAZ halten könnte? Tja, hat nicht geklappt. Auch die Sendung illustrierte dies eindeutig. Vom Rest der Diskutanten (bis auf Goette) ganz zu schweigen. |
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schrieb am
18.01.2011 um 16:49
>>Was haben die sich bei SPON eigentlich gedacht mit diesem Fleischhauer und seinem Neocon-Spam?<<
Nicht speziell auf "SPON" bezogen, sondern allgemein: Bei auflagenstarken Blättern mit den grossen Werbeanzeigen denkt man primär, dass man den Werbekunden gefallen muss. Und wenn irgendwas nach Kapitalismuskritik oder Wegen zur Überwindung des Kapitalismus aussieht: Dann geht das schnell, anstrengungslos und im Konsensus mit einer Lesermehrheit, indem man den allbekannten kalten Krieger raushängt. |
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SPIEGEL positioniert sich auf dem Qualitätsstandard der Berliner S-Bahn-Betriebe. Made in Germany. Wohlstand. Fortschritt.
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Wäre Fleischhauer pfiffig gewesen, hätte er den Vorwurf von Lafontaine, er arbeite für ein "Kommunisten"-Blättchen leicht mit der Retourkutsche kontern können, Lafontaine hat als ehemaliger Bild-Kolumnist für den Springer-Konzern -mithin für das Großkapital- gearbeitet.
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@ lebowski schrieb am 18.01.2011 um 15:33
>>>Wäre Fleischhauer pfiffig gewesen, hätte er den Vorwurf von Lafontaine, er arbeite für ein "Kommunisten"-Blättchen leicht mit der Retourkutsche kontern können, Lafontaine hat als ehemaliger Bild-Kolumnist für den Springer-Konzern -mithin für das Großkapital- gearbeitet.<<< Daraufhin hätte der Lafontaine gesagt, dass er BILD für den Wahlkampf der SPD benutzt hat und das sei doch schon mal ein großer Fortschritt. Dann hätte Lafontaine den Fleischhauer gefragt für wen der denn gerade so im Spiegel Wahlkampf macht und ob denn Fleischhauer glaube, dass dies auch ein Fortschritt sei. |
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schrieb am
19.01.2011 um 13:43
Und dann würde Fleischhauer sagen: "Ja für mich bringt das hoffentlch schon Fortschritte in meiner Karriere als herrschaftskonformer Journailleschreiberling"
Aber ist natürlich schon wieder der ungesagt bleibende Teil... |
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Einem Despoten wie Lafontaine, der nichts anderes kann als in persönlichen Angriffen vor Publikum Menschen zu diskreditieren, aber nicht imstande ist, die ihm gestellte Frage zu beantworten, wird es auch ganz sicher schaffen, die Linke innerhalb der nächsten 2 Jahre zu zerschlagen.
Mit sowas kennt er sich nämlich aus. |
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Tut es dir eigentlich um Die Linke leid?
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@ miauxx schrieb am 18.01.2011 um 23:09
Sehen Sie sich doch mal an, wie ForenBoy in der unteren linken Ecke seines Icons hockt. Das pure linke Elend. |
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Stehen derlei Weißsagungen in der Elberfelder oder hat sie Dir der Theologe vom Fach durchgestochen?
Wie auch immer: Ich nenne Dich ab heute nur noch Deuteroagabos. |
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@ miauxx schrieb am 18.01.2011 um 23:09
Tut es dir (= Forenboy; ut) eigentlich um Die Linke leid? Das ist kaum anzunehmen, eher ist vom Gegenteil auszugehen. Forenboy hat sich an ander Stelle als mindestens Sympathisant der rechten SPD, der bürgerlichen Grünen ausgegeben. Allerdings fand ich hier in der FC, zuletzt in Joachim Petricks Blog zu Gesine Lötzsch Äußerungen, die mich noch weit mehr erschreckten. |
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@uwe
Die Frage an den Bub sollte auch eine kleine Spitze sein. Würde (!) er bejahen, wäre ihm die Empathie zu verzeihen, die ihn fortwährend den immergleichen Kommentar in leicht verschiedener Gestalt schreiben läßt - und zwar blogübergreifend. |
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Die Linke kann einem schon leid tun, wenn sie Mitglieder wie UT hat, der nichts als in stasiesker hinter einem her stalkt, um völlig falsche Analysen zu erfinden, nur weil er nicht richtig lesen kann.
Neuestes Beispiel: er belegt mich mit faschistoidem Gerede, auf das sich JP bedauerlicher Weise eingelassen habe, idem er die chemische Fleckentfernung von Linken goutiere. Dabei war es JP, der die Chemie ins Spiel brachte und Witze mit Linken darüber machte, nicht ich. Vielleicht braucht UT ja eine neue Brille. Jedenfalls leistet er hier keine Überzeugungsarbeit neben seiner Hetzkampagne. Und von der Sorte findet man hier ja mehrere. |
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in stasiesker "Manier" hoppla, da fehlt was.....
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@ J-AP
wenn ich >>>Deuteroagabos<<< google finde ich: Preparatoj kiuj plilongigas la penison sen meĥanika agado, ne ekzistas. ... helpiloj kiuj kontaktas kun cerviko de utero ĉe virino, devas havi finon tre ... eo.wikipedia.org/wiki/Erotikaj_helpiloj weil darin die Worte: de utero agado vorkommen. Ist das schon klassische Bildung? Was ist eine Weißsagung? Was kommt dann erst bei einer Schwarzsagung heraus? Und was soll mir Wuppertal? Fragen über Fragen. |
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@ ForenBoy am 18.01.2011 um 23:45
Werter Forenboy, Auf seinen Umgang mit Ihrem Text habe ich JP schon kritisch angesprochen, und ich gebe zu, dass JP ziemlich blöd und albern auf meine, eindeutig anders gemeinte Verwendung des "Fleck" reagiert hat (ich meinte schlicht, dass Sie in ihrer Art zu denken keinen Schritt weiter kommen). Die Art aber, in der Sie JP dann aufnahmen war nicht nur sowieso überflüssig, sondern gab dem Ganzen durch die explizite Verwendung von "Linksfleck" eine Wendung , die mir nicht mehr tolerabel schien. Abgesehen von solcher Textexegese, bleibt zu bemerken, dass Sie hier jedwede linke Position mit Totschlag-Argumenten zurückweisen, sich dabei zunächst immer scheinbar positiv ausdrücken, um, dann die Abweisung nachzuschieben. Das Ganze nur ideologisch ohne Arguemnte und Belege und nur zu oft sich selbst widersprechend. Kritische Solidarität sieht anders aus. Meine Kritik daran ist weder Hetze noch "stasiesk". |
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@ ForenBoy
Wir machen es so: Der UT kriegt ein Parteiverfahren, eine "Strenge Rüge" würde ich vorschlagen. Dann muss er den Frühjahrsputz für den Vorgarten vor einem Hauseingang eines Elfgeschosser in Marzahn ganz allein machen. Stiefmütterchen pflanzen, Keramikhausnummer blankputzen, Rote Nelken verteilen, Hausbuch auf Vordermann bringen.... Und Sie, Sie treten am 1. Mai in die Linke ein und machen dort alles so wie's Ihnen recht ist. Vielleicht für den Anfang in Wilmersdorf? |
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egal was Du von mir hältst, es juckt mich nicht.
Aber eins sei Dir gewiss, Du tust mir mehr als Unrecht. Aber die Strafe die Deuteroagabos würde ich ohne mit der Wimper zu zucken (boah ist das faschistoid) für angemessen annehmen und sogar großzügig auf eine Gegenleistung verzichten. |
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(Rapanui schrieb am 18.01.2011 um 23:56)
Hallo Rapanui, also ich hab's auch eben gegoogelt und die Seite nicht gefunden. Wobei ich auch ausnahmsweise keine Pläsirutensilien im Hinterkopf hatte, sondern ein hier sogar dreifach verschanztes Gambit, wie es wohl nur Leute hinlegen, die man schon mit Altgriechisch traktierte, kaum daß die ihren Namen richtig schreiben konnten. deúteros heißt der/die/das zweite und Agabos war ein urchristlicher Prophet, der unter anderem vorhersagte, daß die Gemeinde von Jerusalem durch Zwietracht und Verrat auseinanderfallen werde, wörtlich heißt hagabos aber Landplage, Heuschrecke, und damit ist die dritte Zündstufe klar, die die Sache rund macht, denn bekanntermaßen haben's manche Linke hier wie da eben ganz besonders mit den Heuschrecken. Weiß-sagen kommt meines Wissens von schwarz-erden. Und Wuppertal? Nie gehört, liegt das nicht hinter Bielefeld? |
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Fleischhauer und "pfiffig" schließen sich irgendwie aus. Aber auf Titanic-Online schreibt Fleischhauer was er wirklich denkt - oder so:
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Danke für's zitieren und Verlinken! Der ist gut!!
Folgte dem Link und sah dann auch das Bild dazu ... will jetzt aber nichts weiter zu physiognomischen Assoziationen sagen ... |
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>>>Folgte dem Link und sah dann auch das Bild dazu ... will jetzt aber nichts weiter zu physiognomischen Assoziationen sagen ...<<<
Da war der Kohl damals nicht so vorsichtig, als er Gorbatschow mit Goebbels verglich. Nach einigen Jahren haben sich die beiden dann die Strickjacken angezogen und am kaukasischen Lagerfeuer der alten Backpfeifen gedacht. Also, der Fleischhauer schaut auf dem Foto aus wie der Himmler. Das war vielleicht ein Kommunistenhasser. Als Ort für das Lagerfeuer an dem dann Fleischhauer und Fischer Titanic) die Backpfeifengedenke abhalten, schlage ich die Wewelsburg vor. |
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"Als Ort für das Lagerfeuer an dem dann Fleischhauer und Fischer Titanic) die Backpfeifengedenke abhalten, schlage ich die Wewelsburg vor."
Fischer soll mit...Fleischhauer auf die Wewelsburg? ? Satire ist ein schwieriges Geschäft. |
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Liebe Emma,
es ist späte. Den Witz erklärend und ein trockenes "Aha" für all meine Mühe riskierend: Leo Fischer ist bei Titanic redaktionell für den Inhalt verantwortlich und damit auch für die Assoziation Fleischhauer/ Himmler. Analogie zur Kohl-Assoziation Gorbatschow/ Goebbels. Goebbels wollte über den Kaukasus nach Indien die Arier befreien, dort kokelten Gorbatschow/ Kohl am Lagerfeuer. Himmler nun hat die Wewelsburg zu einem okkulten Zentrum der SS ausgebaut (sehr gute Ausstellung dort), also müssen Leo Fischer/ Jan Fleischhauer dann auf die Wewelsburg. Zugabe: Leo Fischer gewinnt nach diesem Treffen mit der DIE PARTEI die Bundestagswahl und Jan Fleischhauer muss Verträge mit US-Amerikanischen Erdgasfirmen abschließen, die dann eine Erdgasleitung durch den Atlantik legen. Weil Geschichte wiederholt. Erstens Tragödie, Zweitens Farce. Mein Witz ist jetzt so ätzend langweilig geworden, dass ich einfach nur noch ins Bett will. |
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Vielleicht solltet Ihr die Pfeifen aus den eigenen Reihen mal ausmachen und entfernen, statt bei den anderen Eure Energie zu verschwenden, denen geht das nämlich am Arsch vorbei.
Ich denke dass niemand von den Etablierten die Äußerungen der LINKSpartei noch ernst nimmt, weil man das alles unter Kabarett ablegen kann. |
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Jaja, jetzt komm' doch mal wieder runter. Wir wissen's doch längst alle! Hunderte Kommentare gleichen Inhalts sind nicht zu übersehen!
Gott, jetzt fang' ich auch schon an, mich zu wiederholen ... |
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die Wiederholungen sind doch nur deshalb nötig, weil das eigentliche Problem, das die LINKE hat von den LINKEN selbst wohl nicht wahr genommen und deshalb negiert wird.
Schon mal daran gedacht? Ich weiß, dass einem das nicht schmeichelt, aber hinterher heißt es, warum hat uns das denn keiner gesagt? ...lach |
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"ausmachen" und "entfernen" - fehlt noch säubern und ausmerzen!
Zum Glück gehts nur um "Pfeifen" - noch mal Glück gehabt elendigliche Sympathisantenszene, elendigliche! |
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... apropos Kabarett:
am Donnerstag Dieter Nuhr im "Satiregipfel". Dürfte ganz nach Deinem Geschmack sein ... |
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Schmeißfliegen hat sich im Jargon der Linken ja inzwischen auch etabliert, FJS wird sich im Grabe herum drehen.
Aber mal was anderes, ich habe eben einen Link gemacht, mit dem man alle PDF-Dateien des Freitag abrufen und herunterladen kann, das ist doch sicher eine Tat im Sinne der Bewegung, oder? tinyurl.com/ForenBoy67 Nach dem anklicken 30-90 sec Geduld aufbringen, da die Server des Freitag immer kurz vor dem Absterben sind. Aktuell kann man über 320 Ausgaben abrufen. |
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@ForenBoy
"...das eigentliche Problem, das die LINKE hat von den LINKEN selbst wohl nicht wahr genommen und deshalb negiert wird." Mit "den LINKEN" meinst du wohl die Parteimitglieder und -sympathisanten, nehme ich an. (Solltest du Linke überhaupt meinen, liegst du auf jeden Fall falsch). Sollte dir an "den LINKEN" oder Linken überhaupt was liegen, dann würde ich glatt die Worte Uwe Theels wiederholen: "Kritische Solidarität sieht anders aus." (Uwe Theel schrieb am 19.01.2011 um 00:10) Ohne mich in eure spezielle Streiterei einmischen zu wollen, hat ut damit aber wirklich recht! |
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"FJS wird sich im Grabe herum drehen"
"das wasser ist trüb die luft ist rein franz josef muss ertrunken sein" otto waalkes |
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das kann ja jeder anders einschätzen.
Also wenn ich alle Buchstaben groß schreibe, ist die Partei und deren Mitglieder, die Verantwortung tragen (also eigentlich alle) gemeint. An der Partei, wie sie jetzt ist, liegt mir nichts, das sollte man aber aus meiner Kritik ablesen können. Die sollte in ihre ursprünglichen Teile zerlegt werden (und das wird auch kommen) und eine "echte" linke Partei gegründet werden. Wenn die nicht aufpassen, macht der Lafontaine im Alleingang sowas unter "Gerechter Sozialismus" neu auf. Wobei dann aber mehr rechte als linke zu finden wären. |
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@mahnung, du Spaßvogel, du.
den Nuhr habe ich mir schon gemerkt.... weil wir ja bald sterben...... |
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es heißt mahung. soviel zeit sollte sein.
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du meinst so wenig.....
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schrieb am
19.01.2011 um 12:54
@miauxx:
>>…jetzt fang' ich auch schon an, mich zu wiederholen ...<< Wenn man auf Wiederholungen antworten will, bleibt das nicht aus. Und der, der ständig auf der gleichen Aussage herumreitet, wirft dann den Antwortenden vor, dass sie sich wiederholen. Eine alte Taktik. Ausgangspunkt der aktuellen Diskussionen über „die Linke“ dürften diese zwei Blogtexte sein: www.freitag.de/community/blogs/tom-strohschneider/schmids-stoeckchen-die-suedwest-wahlen-spd-und-linke--und-die-ddr/?searchterm=Linke%2A www.freitag.de/community/blogs/mandelbrot/die-linke-laesst-die-maske-fallen-der-kommunismus-ist-das-ziel/?searchterm=l%C3%A4sst+die+Maske+fallen wobei der erste eine journalistische Draufsicht auf den BW-Wahlkampf ist und der zweite ein Wahlkampftext. Reaktion auf Wahlkrampftexte und inhaltliche Diskussionen mischen sich leider immer wieder. Da ist vielleicht auch das Ziel der „Bord-Wühlkämpfer… :-) |
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Das alles hier verführt mich zu der Frage , was ist Kommunismus?
Es gibt eine Menge Antworten dazu. Welche ist die richtige? |
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guter Einwand! Ein neues Blog von Grundgütiger? Die Diskussion hier ist noch interessant, doch langsam ein wenig unübersichtlich ;0)
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Dem Artikel zustimme ich zu.
Nur das Verhalten des Sozialwissenschaftler Christoph Butterwegge habe ich anders empfunden, nämlich als Befreiung! Und Anmerkungen zu seiner Frisur finde ich deplaziert und von "Performance" will ich da auch nicht reden, für mich war das eine ehrliche Empörung über die Zustände in diesem Land. Interessant ist in dem Zusammenhang vielleicht auch, das mein folgender Kommentar auf der Blog-Seite von anne-will nicht veröffentlicht, bzw. nachträglich entfernt wurde, für mich ein Fall von Zensur! Die Links hierzu: Der Blog mit meinem – nicht veröffentlichtem – Beitrag: annewill.blog.ndr.de/2011/01/14/wer-traumt-noch-vom-kommunismus/?cp=26#comments Die Kommentarregeln: annewill.blog.ndr.de/kommentarregeln/ Ich kann da keine Verstöße gegen die genannten Regeln feststellen, i.ü. ist das bei mir bereits die 2. Zensurmaßnahme der Anne-Will-Readktion. Ich finde das bezeichnend.... Eure Meinung dazu würde mich sehr interresieren. Mein zensierter (Anne-Will) - Blog-Kommentar: Liebe Demokraten, Ums vorweg zu sagen, ich sehe mich als linken (wenn man denn Schubladen braucht) ökologischen Demokraten. Das heißt kurz gesagt, ich bin für eine solidarische, gewaltfreie am Gemeinschaftswohl orientierten freien menschlichen Gesellschaft die in weitgehender Symbiose mit der Natur lebt. Das ist natürlich ein Ideal – anders kann es auch gar nicht sein. Es gibt aber auch das Ideal einer Gesellschaftsform die durch Ungleichheit, Unterdrückung und Ausbeutung der Menschen und der Natur zum Wohl von ELITEN und Priveligierten bestimmt ist – das ist die herrschenden Doktrin – auch weltweit, machen wir uns da nichts vor! Diese gesellschaftliche Ungleichheit wird mit der Ungleichheit der Menschen selbst begründet, ohne das aber wirksame Bemühungen unternommen werden diese Unterschiede der Einzelnen im Sinne einer Chancengleichheit zu kompensieren. Im Gegenteil wird diese Ungleichheit verschärft zum Zwecke der Ausbeutung der Unqualifizierten und Unwissenden zum Wohle weniger „Leistungsträger“. Wichtig ist zu erkennen, dass das so gewollt ist in bestimmten Wirtschafts-, Medien- und Regierungs-Kreisen! Ob dieses System dann Demokratie, soziale Marktwirtschaft oder Kapitalismus genannt wird, ist nebensächlich. Wir haben hier nur NOCH das Glück, das diese Unterdrückungsmaßnahmen weniger mit direkter Gewalt verbunden sind, es ist überwiegend eine strukturelle Gewalt die sich zu ihrer Aufrechterhaltung bestimmter Mechanismen wie etwa der Manipulation der öffentlichen Medien und Meinung bedient. Deswegen fand ich persönlich die insgesamt doch sehr guten Beiträge von Frau Goette in der Sendung ein wenig naiv. Von den persönlichen Erfahrung im Umkreis zu berichten wird gerne als – allerdings fehlerhafte – Sichtweise des „Volkes“ missbraucht, welches eben nicht die tieferen Zusammenhänge der sozialen Wohltaten unserer Politik begreifen kann (siehe Kommentare Brüderle zum Verstehen der Wirtschaft) Über Kommunismus zu diskutieren ohne eine vorherige Begriffsklärung ist schwachsinnig, wenn das dann doch – wie hier von Frau Will – versucht wird, liegt der Verdacht sehr Nahe, das es in Wirklichkeit um andere Dinge geht, nämlich um die Ausgrenzung und weitere Stigmatisierung einer möglichen fundamentalen Systemkritik und einer Verhinderung derer möglichen realen Durchsetzungsfähigkeit. Ich habe mir die Sendung von gestern Abend noch mal im Netz angeschaut und auch viel Zeit damit verbracht diesen Blog – auszugsweise – zu lesen. Es ist aber wohl (leider) so, dass dieser Blog nicht repräsentativ für die Bevölkerung ist. Viele hier – wie auch ich selbst – empfanden doch die Sendung als einen gescheiterten Versuch der Diskreditierung einer – nennen wir es mal – linken Fundamentalkritik am bestehenden Kapitalismus. Viele sahen Hr. Fleischhauer, Hr.Brüderle an der Grenze zur Lächerlichkeit, Frau Will manipulativ und inkompetent. Natürlich gab es auch gegenteilige und andere Meinungen, die m.E. aber insgesamt HIER die Minderheit darstellen – aber m.M. nach nicht unter allen Zuschauern und auch nicht dem Studiopublikum. Wenn ich das so richtige sehe, stellt sich die Frage, „was in unserem Land eigentlich falsch läuft“ eher anders, nämlich, warum merken das denn so wenige, oder warum handeln die Menschen nicht entsprechend? Das ist doch das Problem und da sind wir auch bei der Systemfrage: Eine Demokratie muß sich an ihrer Realität messen lassen, eine Gesellschaft die im WESENTLICHEN gegen die Interessen ihrer Mehrheit handelt und keine realistische Zukunftsperspektive bietet kann man nicht als solche bezeichnen (s. auch Kommentar von Oskar Lafontaine) Was ist eine ausschlaggebende Ursache dieser Unzulänglichkeit: Meiner Meinung nach die Privatisierung und Monopolisierung der Massenmedien! (s. Beispiel: Berlusconi i. Italien, Bertelsmann u. Springer in D) Für eine wirksame Demokratie ist u.a. eine funktionierende kritische Medienlandschaft und eine Kultur der Freiheit und Toleranz essentiell. In dem Zusammenhang sind viele Medien, auch und gerade die öffentlich-rechtlichen (von wirklich guten Ausnahmen abgesehen, etwa „Neues a.d. Anstalt“ und div. politischen Magazinen) und Sendungen wie „Anne Will“ und „M. Illner“ mitverantwortlich an den sich weiter verschlechternden Lebensbedingungen vieler Menschen und mit Schuld an einer Blockade einer wirklichen demokratischen Entwicklung zum Nutzen der Menschen und unserer Biosphäre. |
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schrieb am
20.01.2011 um 17:53
@denker
ich kann an ihrem beitrag bei anne will nichts finden, was anstößig ist. nach meiner erfahrung herscht in den redaktionen in deutschland teilweise willkür und eben keine meinungsfreiheit - sowohl in privaten als in öffentlich rechtlichen redaktionen. bsp.: hatte mich mal im blog des presseclubs sehr kritisch zu uranmunition geäußert. dieser beitrag wurde gelöscht. hier im freitag hatte ich im blog zum dhihad einen suleiman zitiert, der sich kritisch zu seinen landsleuten bzgl. drogen und tabakkonsum äußert und eine umkehr fordert. wurde gelöscht. dann wurde auch noch der ganze blog eingestellt. anstatt mal eine kontroverse zuzulassen, wurde gleich wider eingeschritten. ich sehe herrn sarrzin bzgl. seiner biologistischen thesen angesicht unserer deutschen geschichte auch als problematisch an. und gerade deswegen lasse ich ihn doch ausreden, um ihn vielleicht dort wo er irrt, und vielleicht auch menschen verletzt, einen anderen standpunkt einzunehmen. ich habe beckmann und hart aber unfair gesehen. beckmann hat sarrazin nicht ausreden lassen. dasselbe bei kerner mit eva herrmann - die frau wurde regel recht niedergemacht fazit : kontroversen die an die ursachen von gesellschaftlichen mißständen heranreichen sind offenbar nicht erwünscht. die redakteure beim freitag verhalten sich da nicht anders. |
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schrieb am
20.01.2011 um 17:57
ps. man sollte mal einen eigenen blog zum schuldgeldsystem und den banken, schattenbanken
etc. machen. |
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Nun denn,die nächste Krise ist so sicher wie der Kaptalismus als letzte Antwort der Geschichte es nicht sein wird.
Dies wird zu Talkshows führen, zu erregten Debatten nicht nur im Freitag. Natürlich wird auch Forenboy uns wieder allen erklären was er gegen alle hat, leider nicht, was er so im Angebot hat. Mit dem Begriff Kommunismus sind grauenhafte Verbrechen verbunden. Stalin und PolPot sind nur zwei Namen, die Bände sprechen. Eben so mit dem National-SOZIALISMUS. Er hat auch unser Land schwer geschädigt, und seine Opfer kamen aus der gesamten Welt. Das sollte einem zu Denken geben. Als man nach dem 2. Weltkrieg auch in der CDU feststellte: "Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist den staatlichen und sozialen Lebensinteressen des deutschen Volkes nicht gerecht geworden", ging es an einen Neuanfang. Wenn man den Verfassern des Ahlener Programms die Wirtschaft von heute zeigen würde, ich glaube Adenauer würde im Grab rotieren. Ein Drittel der Bundesbürger kann heute sagen, "mir geht es gut". Die anderen Zwei Drittel bewegen sich in einem unsicheren Umfeld. Was ist morgen, nächste Woche, nächstes Jahr? Das so ein Zustand mindestens Denkprozesse in Gang setzt, begreift auch ein donnerstag. Und um das geht es eigentlich immer, bleibt alles so wie es ist, oder ändert es sich. Der gar nicht so lange zurückliegende Beweis für den stetigen Änderungsprozess von nicht mehrheitsfähigen Wirtschafts und Politikmodellen ist doch der Untergang der DDR. Zu hoffen, das sich jetzt nichts mehr ändert, kann nur maximal 30% Prozent der Bundesbürger am Herzen liegen, für sie stimmt das jetzige Modell. Aber auch die Entwicklung bei uns geht weiter, es gibt keinen Stillstand. Heute stehen für den Sozialismus in unserem Land mehrheitsfähige Parteien ein, es muss aber ein demokratischer sein. Hört sich zwar wie Puddingwerbung an, weil Pudding soll ja immer schmecken, aber egal. Und so ist auch die Frage ob es je einen Kommunismus geben wird, erlaubt. Wie er aussehen könnte, wer von Ihm profitiert, und natürlich wer weniger als heute. Bedingung ist für mich immer, alle Menschen sind gleich. Ich warte auf Vorschläge für eine bessere Welt, weil diese ist mir nicht mehr gut genug. Wird es neue Begriffe geben, weil die Alten mit Blut bespritzt worden sind, oder nehmen wir die bekannten, wer weiss das schon. So wie es ist, bleibt es nicht. |
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Liebe Katharina Schmitz ,
bitte mehr solcher Blogs. Sie wissen, wie man eine Diskussion anzettelt, das ist gut für die Freitag-Community. Aber das sehen Sie ja selbst. Sie schreiben pointiert und wohltuend klar, wie wäre es mit einer wöchentlichen TV-Kritik zu Anne Will (bzw. zu ihrem demnächstigen Nachfolger Jauch?)? Die eigenwillige Frisur von Christoph Butterwegge wiederum faszinierte mich, sie regte mich als konsequenten Träger einer Glatze an, es demnächst mindestens mit Strähnchen auf der Stirn zu versuchen. |
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Nun, ob Will oder Maischberger, wie auch immer .. mittlerweile hat man den Eindruck als wäre das Wort Kommunismus allein für sich genommen , schon ein Schimpfwort und die Menschen welche für soziale Belange und den Abbau von Privatisierung in öffentlichen Bereichen eintreten, werden dann als Antidemokraten verunglimpft. Ähnlich läuft es auch mit dem Wort Islam an sich.. das sind dann alles Terroristen..Jedenfalls fühlen sich viele Menschen dieses Glaubens hier in diesem Land schon gemoppt.
Denn es ist ja so einfach pauschal eine Schublade zu öffnen, ohne Differenzierung. So auch in einer Talk Runde bei Lanz wo ein bekannter Mönch wieder mal pauschal Arbeitslose als Faulenzer titulierte. Und dann gibts noch genug Klakeure die solche Aussagen noch mit Beifall bedenken.. Mittlerweile halte ich von solchen Diskussionsrunden immer weniger. Es ist zum Grossteil Show und Wahltheater. Um mit Reich Ranicki zu sprechen.. Man sieht den Vorhang geschlossen und alle Fragen offen.. |
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schrieb am
20.01.2011 um 11:45
Die offenen und immer dringender werdenden Fragen zu beantworten ist ja nicht die Aufgabe der Massenmedien.
Sondern: >Aus einer Mitteilung der Reichsrundfunkgesellschaft anlässlich der Inbetriebnahme des ersten Fernsehsenders 1935: "Die intensive Propaganda des gesprochenen Wortes kann schon morgen ergänzt werden durch die noch intensivere unwiderlegbare Propaganda des mit dem eigenen Auge geschauten. Darum ist Fernsehen kein Luxus, sondern eine politische Notwendigkeit."< |
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@Lieber Herr Weinsztein, vielen Dank. Polit-Talks sind ja nur zu oft ein großes Ärgernis, gerade deshalb nicht ohne Unterhaltungswert, gerade deshalb gut geeignet zum fröhlichen Diskutieren. PS: Wegen der Strähnchen lassen fragen Sie vorsichtshalber Ihre Freunde, man muß ja nicht jeden Trend mitmachen.
@claudia die Herstellung dieses Zusammenhangs finde ich indes ziemlich diffizil |
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Wieso haben es "Linke" eigentlich nötig, den Faschismus immer wieder zu instrumentalisieren?
Fehlt es da etwa an eigenen Argumenten? |
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schrieb am
20.01.2011 um 15:14
@Katharina Schmitz:
Den Einwand hatte ich eigentlich schon weiter oben erwartet: Selbstzitat: >>Im Prinzipe ist das schon lange bekannt. In einem Reichspropagandaministerium hat man sich intensiv damit beschäftigt. Die Methoden wurden weiterentwickelt und verfeinert, auch für Produktwerbung. Nicht nur in Deutschland, denn der Erfolg überzeugte auch wo anders. (Der Tod des Chefs spielte dabei keine Rolle.)<< |
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ich habe tatsächlich die Diskussion nicht überall verfolgt. Hier also mein vehementer Einwand, ich finde das bizarr und indiskutabel und kann mich ForenBoy an dieser Stelle nur anschließen.
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Mir ist in den letzten 2 Wochen, in denen ich hier mit diskutiere aufgefallen, dass es oft nur darum geht mit geschmacklosen Vergleichen die eigene Einfallslosigkeit an echten Argumenten zu bemänteln.
Das scheint bei vielen gängige Praxis, denn auf gestellte wichtige Fragen (Beispiel Stasi) erhält man keine Antworten. |
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schrieb am
20.01.2011 um 16:53
Tja, wir können uns mit der Geschichte umfassend auseinander setzen, das ist natürlich diffizil und nicht an einem Tag zu bewältigen, oder wir lassen es bleiben...
--- Ansonsten: Der einfache Weg. Ausgangspunkt war ein Artikel in der "jungen Welt". Ein Referat von Gesine Lötzsch für eine Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde dort vorabgedruckt. Als Titel wurde das Motto der Veranstaltung genommen: "Wege zum Kommunismus", sicher mit Einverständnis von G. Lötzsch. Das nahm ein gewisser Fleischauer bei SPON zum Anlass für einen Wahlkampfartikel. Es folgten, kein Wunder im Mehrfachlandtagswahljahr 2011, weitere WK-Aktivitäten, auf Fleischhauer aufbauend. Herausragend z.B. der Auftritt von Dobrindt. Vorläufiger Höhepunkt des Spektakels ist die Runde bei "Anne Will". Nun könnte man also an die Rosa-Luxemburg-Stiftung schreiben: "Liebe Leute, wenn Ihr noch mal so einen Veranstaltung plant, nennt das lieber "Wege aus dem Schlamassel" oder so ähnlich. Sonst wird die Aufregung so gross, dass die Leut zu nichts Anderem mehr kommen. Danke." |
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schrieb am
20.01.2011 um 18:26
@forenboy
dies ist leider auch mein eindruck pro kopf war die stasi war die größte geheimpolizei der welt. auch heute ist es in linken kreisen, meistens nicht möglich sachlich zu diskutieren. lernaufgabe für die linke: eigenverantwortung übernehmen, reden und handeln in einklang bringen, meinungsfreiheit und menschenrechte achten kausalitäten bzgl. des eigenen konsumverhaltens und anspruchdenkens analysieren, was öfters umgekehrt proportional zur eigenen leistungsbereitschaft steht. das schuldgeld und finanzsystem hintergründig analysieren. lernen im einklang mit der natur zu leben |
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hi @Schwarzweiss,
gute Zusammenstellung, nur wird es Die nicht gelingen, die Linke zum Nachdenken zu bewegen, wenn man die geschichtsknitternden Kommentare hier liest und eher den Eindruck gewinnt, dass es der Linken am liebsten wäre, wenn das "System" endlich zusammen bräche, damit man keine Argumente mehr braucht, um den Kommunismus zu installieren, sondern das quasi im Handstreich erledigen kann. Außerdem ist in Deinem guten (grünen) Programm viel zu wenig Ideologie drin, denn darauf scheint es hier mehrheitlich anzukommen. |
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schrieb am
20.01.2011 um 20:43
:) @ forenboy
freut mich, dass dir mein programm gefällt. viele linke irren auch darin anderen etwas wegzunehmen und zu verteilen wäre eine lösung - bsp. vor der enteignung der bauern in simbabwe funktionierte die landwirtschaft nach der enteignung hungersnot millionen flüchtlinge usw. vielleicht können ja einige der linken mal über meine vorschläge im beitrag vorher nachdenken :) |
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Nein, FB ist schlicht naiv. Deshalb fällt er auch auf Dich herein. Aber das liegt am Zuspruch, den er dringend braucht. Deine Terminologie ist ziemlich deutlich und deren Richtung auch. Ich hoffe FB lernt endlich mal richtig zu lesen. Allein, die Hoffnung stirbt zuletzt.
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@ Katharina Schmitz schrieb am 20.01.2011 um 15:28
ich habe tatsächlich die Diskussion nicht überall verfolgt. Hier also mein vehementer Einwand, ich finde das bizarr und indiskutabel und kann mich ForenBoy an dieser Stelle nur anschließen. Könnte sie mir bitte einmal darlegen, inwieweit claudia mit Ihrem Hinweis auf die Geschichte des Deutschen (Radio)Journalismus den Faschismus instrumentalisiert hat: Der Gedanke, dass der Rundfunk ein mächtiges Instrument in den Händen der Herrschenden sei, ist historisch bedingt, - viel früher gab es nämlich kein Radio -, er wurde von der Nazidiktatur in Ihrem "Rahmen" so konsequent umgesetzt, wie wir in der Demokratie immer noch zu viel wirksame "Staatsnähe" des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, zuviel Wirtschaftsnähe bei den privaten Sendern beobachten können, als uns lieb sein kann. Damit ist keine Gleichsetzung der BRD mit dem Dritten Reich vorgenommen, sondern nur der Bezug gesetzt auf den Umstand, dass die Herrschenden nach Maßgabe ihrer Zeit und Möglichkeiten den Rundfunk, die Presse, das Internet je optimal für sich zu instrumentaliesieren suchen. P.S.: Sich für Ihre Meinung auch noch Forenboys Pseudoargument anzuschließen ist mehr als verwunderlich. Dessen antilinke Haltung ist durch keinerlei Sach- oder historische Kenntnis unterfüttert, ist reines, ideologisches Ressentiment und dem Gegenstand seiner Kritik gegenüber beliebig, sie wird stereotyp angewendet. |
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Entschuldigung, Herr Theel, ich finde schon, dass hier ein bizarrer Zusammenhang hergestellt wird und nicht nur die "Geschichte des Deutschen (Radio)Journalismus" dargestellt. Als würde hierzulande heutzutage sagen wir die gleiche Strategie verfolgt wie in Zeiten des Nationalsozialismus. Oder sehe ich das falsch? Das ist Instrumentalisierung. Was ForenBoy an anderen Stellen Qualifiziertes- oder Unqualifiziertes gesagt hat, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich habe tatsächlich die Diskussion nicht überall verfolgt.
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@Katharina Schmitz,
UT kann wohl nicht anders, er klebt mir am Hintern wie eine Zecke um mir mit seinen gestelzten abenteuerlichen Analysen ständig irgendwelche Etiketten anzuheften versucht , ein ekelhaftes Verhalten. Ich hatte ihn mehrfach aufgefordert mir vom Leibe zu bleiben, Fehlanzeige, er propagiert das einklagbare Recht am eigenen Wort, negiert aber das Recht auf andere Meinung und vor allem das Recht auf "körperliche" Distanz. Für mich der unangenehmste Nutzer dieses Forums. Diese LINKS-RECHTS Etikettierung finde ich ohnehin völlig albern, das sie naturgemäß Standpunkt abhängig ist. Wieso braucht ein Mensch, der wie ich, in anderen Menschen unvoreingenommen erst einmal was Gutes sieht, solche schwarz/weiß-Einteilungen? Für die einen ist man rechts, wenn man den Irak kritisiert, für die anderen (übrigens spreche ich von selbst ernannten Linken!) ist man rechts, wenn man Israel kritisiert. Wie lächerlich ist das denn? Ich kritisiere BEIDE, und nun? Für mich war der Besuch hier dennoch sehr aufschlussreich, da ich als Grüner bisher wenig Berührungspunkte mit der geballten Linke hatte. Ich muss sagen, ich bin extrem enttäuscht von den meisten der extremen Usern hier, und wirklich froh kein Linker dieser Provenienz zu sein. Wenn hier der Satz von "Sauweib" beklatscht wird "Nonkonformismus und Individualität waren gestern", dann bin ich doch froh, dass solche Menschen niemals mehr in Deutschland auch nur irgend etwas zu sagen haben. Schade, hatte ich mir von dem Forum doch deutlich mehr versprochen, aber die Seilschaften, wie man sie von der DDR her kennt, feiern hier wohl fröhliche Urständ. Nichts für mich. |
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schrieb am
23.01.2011 um 06:09
Ich versuche:
Inhalt und Methode auseinander zu halten die Wirkung der Inhalte zu sehen die Inhalte waren nach 1945 eindeutig nicht mehr antisemitisch waren sie auch nicht mehr kriegerisch? War die Methode der „Meinungsbildung“ automatisch demokratischer geworden? Gab es nach 1945 mehr Anregung zum selbständigen Nachdenken und weniger vorgefertigte Instantmeinung? --- Zur Zeit des Vietnamkrieges habe ich mitbekommen, wie der Vietnamkrieg für viele Ältere ein „innerer Russlandfeldzug“ war. Sie erwarteten einen Sieg der „guten“ USA und letztlich den Erfolg der "roll back"-Strategie gegen die Sowjetunion. Und sie wussten die Massenmedien auf ihrer Seite. Erst nach der Verurteilung von Leutnant Calley wurde die „Berichterstattung“ etwas diffus, stellte den Krieg aber auch dann nicht grundsätzlich in Frage. Eine Mehrheit fand es richtig, dass Proteste gegen den Krieg mit Wasserwerfer und Schlagstock beantwortet wurden. Ab 1979 wurden afghanische fanatische Religionskrieger in den hiesigen Massenmedien zu „Freiheitskämpfern“ hochstilisiert. Der martialische Islamismus der „Mudschaheddin“ wurde weder von Fernsehen, Rundfunk noch Massenpresse in Frage gestellt. Später wurden Hekmatyar & Co. dann doch zu Räuberbanden und die „guten Taliban“ eine unterstützenswerte Ordnungsmacht. Dann wieder wurden die „Taliban“ ebenfalls zu islamistischen Unterdrückern (was sie vorher aber auch schon waren). Es fiel mir auf, dass die jeweiligen massenmedialen Mainstream-Architekturen von Konsumenten der Massenmedien ohne eigenes Nachdenken konsumiert wurden. Heute, da versucht wird, die Geister, die man einst rief, wieder los zu werden, fragt niemand mehr, wer sie denn gerufen hatte. Wer es doch tut begibt sich in eine Aussenseiterposition. Aufgrund solcher Beobachtungen (man kann mehr Beispiele finden) lehne ich es ab, die Methoden der Massenmedien als Führungsinstrument nicht kritisch zu hinterfragen. Man kann die Methoden „bizarr“ finden und nach Ursprüngen suchen oder die Suche als „bizarr“ empfinden. Ich bevorzuge das erste. --- Bei „ForenBoy“ fällt auf, dass er schnell und offenbar ohne eigenes Nachdenken hereinkopiert, was aus den Massenmedien bestens bekannt ist, immun gegen Denkanstösse, die manche Diskutanten ihm geben wollten. Möglicherweise hofft er auf Triggereffekte, um Zustimmung zu erhalten… --- Im Übrigen: Mit dem „3. Reich“ habe ich mich in der Jugend auseinander gesetzt, aufgrund von persönlichen Erfahrungen mit Menschen, die offenbar in dieser Zeit nachhaltig geprägt worden waren. Es hat mich interessiert, wie die Informationsverarbeitung des Menschen durch Schule, Presse und Rundfunk und Kino beeinflusst wurde. Dass die Erkenntnisse erschreckend waren halte nicht für meine Schuld. --- Interessant in diesem Zusammenhang könnte auch die „Schweigespirale“ sein. |
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@claudia
"lehne ich es ab, die Methoden der Massenmedien als Führungsinstrument nicht kritisch zu hinterfragen." Die manipulativen Möglichkeiten der Medien - geschenkt. Das ganze Thema ist jedoch so komplex, dass ich wenig davon halte, in einem Blog mal eben einen Ausschnitt aus dem Nationalsozialismus zu zeigen. Das kriegt doch mit dieser Verkürztheit eine Tendenz, die nicht ohne Absicht ist? Von Interesse ist doch die politische Einflußnahme (z.B. bei den Öffentlich-Rechtlichen) heutzutage oder meinetwegen ein Vergleich mit der Situation in Frankreich oder anderswo. Lieber mal ein ausführlicher Blog über diese "Schweigespirale " und die "Trigger-Effekte"? Würde mich interessieren. @forenboy ein paar feurige Statements sind aber auch von Ihnen zu lesen? Da kommt natürlich was zurück. Ansonsten kann ich ihren Eindruck nur bedingt teilen, man trifft doch neben den paar Verwirrten doch auf einige überdurchschnittlich kluge Menschen hier. |
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@Katharina Schmitz, auch "kluge" (ich würde sie eher als "Vielwisser" bezeichnen) Menschen können sich unmenschlich verhalten, und dass ich nicht ohne Reaktion bleibe, liegt am Prinzip Ursache und Wirkung.
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@Katharina Schmitz am 22.01.2011 um 08:58
Seher geehrte Frau Schmitz, vielleicht habe ich mich in der Kürze nicht klar genug ausgedrückt: Herrschafft wird je im historischen rahmen ausgeübt, d.h. sie bedient sich der je zur Verfügungststehenden Mittel zu den je gehabten Intenntionen und verfolgten Interessen. Wenn man BrechtsGedanken über das Radio und Goebbels Propagandakonzepte unter Nutzung dieses Mediums abstrakt vergleicht offenbaren sich verblüffende Ähnlichkeite. Die heutige offiziell von den herrschenden praktizierte Nutzung der massenmedien und undes Internets folgt keinen anderen Einsichten. Trotzdem ist natürlich klar, dass man die dabei je ral erscheinden Ausformungen von Herrschaft durch Medienbeherrschung nicht für die Identität oder Auswechselbarkeit von je historischen Herrschaftsformen nehmen kann, es sei denn man geht auf eben die abstrakte Ebene "Formen Bürgerlicher Herrschaft" (Kühnl). Nur auf dieser Ebene hat sich Cludia m.E. bewegt und dies dachte ich gegen den wohl Intendierten Vorwurf der "Gleichsetzung" des "Relativismus" zu betonen. P.S.: Forenboy kann inzwischen ignoriert werden. |
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@UT,
"P.S.: Forenboy kann inzwischen ignoriert werden." Dann fange endlich selbst damit an! |
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Hallo Herr Theel, vielen Dank. Auf abstrakter Ebene bin ich einverstanden, auf dieser Ebene bekommen natürlich auch die Ausführungen von claudia einen anderen Tenor.
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schrieb am
24.01.2011 um 11:39
@Katharina Schmitz:
>>Das kriegt doch mit dieser Verkürztheit eine Tendenz, die nicht ohne Absicht ist?<< Meine Absicht ist, zum Nachdenken darüber anzuregen, dass geworden ist, was ist. Und somit wie es geworden ist. Wenn immer wieder enttäuschte Erwartungen über Massenmedien berichtet werden, wenn das auf einer Plattform geschieht, auf der über die Möglichkeit gesellschaftlicher Fortschritte debattiert wird, dann sollten die Werdensprozesse der Massenmedien mit einbezogen werden, meine ich. Wie sie wurden, wie sie sind und wie sie werden könnten. Dabei müssten neben politisch-ökonomischen Entwicklungen auch psychologische und gesellschaftlich wirksame Mechanismen mit einbezogen werden. Im Falle Fernsehen eventuell auch neurologische. Es ist nicht mein Fachgebiet, ich versuche nur Erfahrungen und aufgrund von Erfahrungen gesammeltes Teilwissen anzusprechen. Die ausserwissenschaftliche Perspektive, die auf den Tunnelblick des Experten verzichtet. Es wird mehr Leute geben, die das tun können und damit zu Recherchen über Teilaspekte anregen. Ob ein Grundsatzblog "Massenmedien" draus werden könnte? Möglich. Aber zunächst mal sollten ein paar grundlegendere Gedanken mit dem aktuellen Ärger über Massenmedienereignisse verknüpft bleiben, meine ich. Man bewegt sich sonst auf zwei Parallelen, die sich erst im Unendlichen schneiden. Noch eine andere Anregung: Ich habe kein Fernsehgerät. Das ist der GEZ bekannt. Möglicherweise würde 1 Mio. Abmeldungen schon ausreichen, dass Meinungsforscher beauftragt würden, herauszufinden, warum die Leute das nicht mehr mögen. Das könnte der Beginn einer grösseren Diskussion sein. Über die Blackbox, aus der mühelos konsumierbare Häppchen heraus kommen. Und von der man nicht so recht weiss, was drin ist und wie es hineinkam. Nur dass man sich immer wieder drüber ärgert, sofern man zum nachdenklicheren Teil der Menschen gehört. |
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@Liebe Claudia
mein spontaner Eindruck war einfach, dass Sie die Methoden der Medien als irgendwie faschistoid und perfide beschreiben. Da reagiere ich reflexartig allergisch. Natürlich ist Ihre Betrachtungsweise weitaus differenzierter und natürlich ist der Sinn einer TV-Kritik auch, Dinge zu hinterfragen. Sie haben da zweifellos sehr interessante Aspekte für diese Diskussion geliefert. PS. ich frage mich schon länger, ob es nicht eine rechtliche Möglichkeit gibt, gegen GEZ-Gebühren zu klagen. |
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schrieb am
24.01.2011 um 20:48
Liebe Katharina,
es ist zwar auch nicht mein Fachgebiet, aber die Klage Chance schätze ich im Moment gering ein. Die Teilnahme ist freigestellt, ich bin bei GEZ nur für Rundfunk und EDV-Netz angemeldet. Als Fernsehteilnehmerin nicht, wie oben schon gesagt. Es soll eine Änderung geplant sein, mit Pauschaleinzug von Allen. Das könnte möglicherweise mit dem GG gekontert werden. Eventuell gibt es auch im BGB eine Möglichkeit, wg. Nötigung, aber es müssten halt Juristen eruieren. Das heisst, ein Boykott durch Abmeldung müsste wahrscheinlich bald erfolgen. Ich agitiere jedenfalls in die Richtung. Sage z.B. auch auf der Montagsdemo, dass wir hier mit den Bürgermikrofon besser sind als jeder Fernsehsender: "Hier, wenn Sie was zu sagen haben, dann stellen Sie sich einfach an und wenn Sie dran sind, haben Sie 3 Minuten Redezeit. Versuchen Sie das mal beim Fernsehen..." Die Nötigung (falls das so geht) wäre auch für den BGH relevanter, wenn eine grössere Menge Bürger betroffen wäre... |
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Hallo Katharina und Claudia,
die Diskussion über die GEZ ist überaus wichtig und ich wünsche mir, dass wir eine Idee finden, um uns zu entziehen. Mit viel Mühe haben meine Frau und ich der GEZ beigebracht, dass wir keinen TV mehr haben und deshalb nur Rundfunk bezahlen. Wir haben unseren TV zum Monteur gebracht, der den Antennenzugang versiegelte - ein in Bildungseinrichtungen übliches Verfahren. So können wir war DVD, nicht aber TV sehen. Durch die Pflichtzahlung im nächsten Jahr werden wir gezwungen zu zahlen. Die größte Pein bereitet mir, dass ich Großverdiener der Bundesliga, widerwärtige Entertainer, Blattableser, Mietmäuler, Sportheizer,... bezahlen soll - alles Dinge die mich nicht nur nicht interessieren, sondern die ich bewusst boykottiere. Zwei Wege sehe ich: 1. Wir verweigern wie bei der Bundeswehr aus Gewissensgründen den Dienst an der Medienwaffe 2. Wir gründen eine Religionsgemeinschaft, die aus Gründen der Religionsfreiheit - zu unserer Religion gehört eben Nichtfernsehen, auf Entbindung von der GEZ-Gebühr besteht; irgendwelche Rituale fallen uns schon ein - alten Fernseher abfackeln, DVD-Player anbeten, ... |
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schrieb am
24.01.2011 um 21:09
Die Geschichte mit der GEZ und den Rundfunkgebühren sind eine unfassbare Schweinerei.
Was die Klagen dagegen betrifft, nun hier stimmen mal wirklich die Vorwürfe das wir keine unabhängige Justiz haben. Auf dem Blog www.gez-abschaffen.de/ sind viele Beispiele aufgeführt. Der Blogbetreiber selber, führte mehrere Klagen und Prozesse, einige davon verloren andere laufen noch. Da sträuben sich alle Haare zu Berge wenn man das liest. |
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schon beim Tatort raten, was kommt bei Will, dürfte doch nur die, die sich beruflich damit beschäftigen, weil es zu kommentieren ist.
Mal ehrlich? Wer sollte sich so etwas ansehen, was oberflächlich besser ist als Christiansen. Die Art und Weise, wie sie ihr unliebsame Politiker/-innen vorzuführen gedenkt, gleichzeitig bei der Auswahl der Teilnehmer/-innen ein sehr deutliches Händchen verspricht, so Politiker wie Niebel hofiert, statt sie auf ihre Widersprüche hinzuweisen, ja auch das ständige unterbrechen nicht zu ahnden, verleidet mir die Sendung gründlich. Mir scheint, die ARD isr an einem guten Polittalk nicht interessiert, ansonsten hätte sie sich für die unsägliche Frau Christiansen nicht jemand gesucht, der kaum von ihr unterscheidbar scheint |
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Viele Forenbeiträge... aber sie sind nicht besser, als das retorische "drum-rum-gelaber" , was allemein in unserer Gesellschaft üblich ist !
Hier werden Anne Will und die ARD zerpflügt... doch worum geht es wirklich? Um den Zustand der Gesellslchaft ! Wachstum um jeden Preis ist das Motto. Einfach schauerlich, angesichts der globalen Missetaten! Für mich wäre es auch intessant zu wissen, in welchen Landesteilen die engagierten Schreiber zu Hause sind. Die Angst vor "LINKS" geht um. Was wir definitiv brauchen, ist eine andere Gesellschaftsordnung. |
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Dass "die Angst vor LINKS" umgeht, ist wohl eine der typischen Fehleinschätzungen der Linken.
Ich würde eher das Gegenteil annehmen: LINKS kann man immer weniger ernst nehmen, zumindest wenn man das Gebaren der "Offiziellen" beobachtet. |
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Liebe Frau Schmitz,
da hast Du mit Deinem Beitrag ja zu einer schönen Reise eingeladen. Habe immer wieder mal reingeschaut. Und da soll noch mal jemand behaupten, Fernseh geht nur in eine Richtung. Ich vermisse noch etwas. Die Sendung „Mit offenen Karten“ auf Arte hat im Abspann immer handfeste Empfehlungen zum selber erleben. In diesem Sinne will ich deiner Reise noch eine konkrete Reiseempfehlung hinzufüguen, genauer gesagt, einen kurzen persönlichen Reisebericht als Niederrheiner. Ich glaube, es passt ! *** Im letzten Jahr nahm die Kegeltour eine spontane Wendung und wir verbrachten ein sonnen verwöhntes Wochenende im uns unbekannten Trier an der Mosel Sie zählt zu den ältesten Städten von Deutschland und liegt geographisch betrachtet im Herzen Europas. W u n d e r s c h ö n Einst eine Stadt von Kaisern und Königen bietet die Stadt heute ein reiches kulturelles Erbe aus vielen Epochen. Hier kann man mit offenen Augen deutsche/europäische Geschichte atmen. Ein wunderschöner historischer Stadtkern. Der Marktplatz gehört zu den schönsten des Landes. Die Weinkultur und Gaumenfreuden muss man erlebt haben. Und vieles mehr . . . . . . und jede Menge Chinesen. Ich rede jetzt nicht von dreien vom Kontrabaß oder von den wuseligen 20 Köpfen hinterm Tresen vom Asia-Grill. Auch der Fanblock der Fußball-Nationalmannschaft von Nordkorea würde nicht reichen. Ich rede von viel mehr. Habe mir geschworen, nie mehr „Made in China“ Kleidungsstücke anzuziehen, wenn es wieder nach Trier geht. Diese tausenden vorwurfsvollen Blicke, es war schwer zu ertragen . . . Wir haben ein bißchen „Kültür“ gemacht. ½ stündige Stadtrundfahrt mit Sigthseeing-Vehikel. „Viehkarre in Schön“ kommentierte ein Kegelbruder das Gefährt. Mit Dreisprachiger Bandansage (engl., französisch und hochdeutsch). Start und Ziel „Porta Nigra“, das grau-schwarze Stadttor aus der Römerzeit. Als der Bimmelbus in die Brückenstraße einbog, sind wir beinahe von unseren knüppelharten Sitzen geflogen. Denn es becherte aus dem Lautsprecher : „Und nun kommen wir zum Geburtshaus von Karl Marx!“ Und in unseren Köpfen hämmerte : Der war doch Ossi – Karl-Marx-Stadt – jetzt Chemnitz. Am Ende der Fahrt sind wir noch mit einem der Luden der Bimmelbahn ins Gespräch gekommen. Er war groß und hager, wir vermuteten Ihn um die fünzifg. Sein Gesicht zierte ein „Karl-Marx-Rauschebart“, seine Lederkutte und Mütze wirkte heruntergekommen. Er war sehr nett und geschwätzig und rauchte selbstgedrehte. Seine Erklärung über die vielen Mandarine in der Stadt sprach er in Worten, denen ich hiermit ein Denkmal setzen möchte : „Was für den Moslem Mekka ist, was den Christen Betlehem bedeutet, das ist den Chinesen Trier !“ (Man kann es sich wunderbar merken mit den Initialien BTM.) „Das Geburtshaus von Karl Marx wird von der SPD nahen Friedrich-Ebert-Stiftung verwaltet !“ hauchte uns die Damen am Eingangsbereich behutsam entgegen. Und schon wandte Sie sich wieder ab, den fernen Gästen zu, in fließendem chinesisch. Auf dem Namensschild stand Professor Doktor . . . ich beugte mein Haupt. Der historische Bau ist in einem sehr guten Zustand. Die Ausstellung finde ich wunderbar gelungen. For no money ! Für die Interessierten : Man muss Zeit mitbringen ! Die Konervativen, landwirtschaftlich – tätigen Kräfte des Kegelclubs wollten nicht lange verweilen. Wenigsten einer der Mehlsäcke ließ sich zu einem Foto neben der Karl-Marx-Büste im Eingangsbereich überreden. Ich konnte Ihn mit den Worten überzeugen : „Sieh es doch mal so. Sollten uns die Chinesen im Zuge der Globalisierung doch noch aufkaufen und wir bekommen im Ort einen chinesischen KP-Vorsitzenden, dann haben wir beide noch einen Joker im Ärmel. Sie es als Versicherung an. Kostet doch nix !“ Also, Ihr Versicherungsnehmer aller Länder, aufie aufie, nach Tirer, der wahren Karl Marx Stadt der Wessis an der Mosel Es ist eine Reise wert . . . **** Nachtrag Vorschlag für eine Sondersendung von Anne Will „Skandal - War Karl Marx Wessi ?“ |
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@PreussenMichel, eine launige Reisebeschreibung! Für mich überhaupt komisch, weil ich tatsächlich aus dieser Gegend stamme und ohnehin dem (selbstironischen) rheinischen Humor viel abgewinnen kann. PS: Ist der Begriff "Lude" nicht skandalös politisch inkorrekt?
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Ich empfinde diese Herrschaften in den Talkshows allesamt als üble, politische Demagogen. Auch und besonders so jemanden wie Herrn Lafontaine. Der redet mal so und mal so und meistens zugunsten einer "sozialen Marktwirtschaft" oder "Sozialismus-Vorstellung", was auch nur Kapitalismus, nur eben mit rotem Parteibuch, ist.
Was ich mir als Zukunftsvision vorstellen kann, hab ich unter dem Beitrag "Streifchen am Horizont" ...versucht darzustellen. Dann bräuchten wir solche Demagogen nicht mehr und es dürften ganz andere Leute, die wirklich was zu sagen haben, die TV-Studios für Talk-Shows betreten. hier noch der Link zu dem Artikel: www.freitag.de/wissen/1102-streifchen-am-horizont |
Ausgabe 08/12
23.02.2012
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