Kultur

Tatort | 15.01.2012 21:45 | Matthias Dell

Can you tell me?

Strickanleitung zur Grobmaschigkeit: Der Leipziger "Tatort: Todesbilder" als teure Schultheateraufführung - man ist schon zufrieden, wenn sie überhaupt stattfindet

Der Erfolg des Tatort ist zugleich sein Fluch. Weil jede Woche geguckt wird, entwickelt der Zuschauer zwangsläufig ein Spezialistentum, das auch in den hier gepflegten Diskussionen Niederschlag findet. Anders gesagt: Der Städtebewohner, der jede Woche landwirtschaftliche Produktionsbetriebe besichtigt, wird irgendwann die Kuh vom Pferd unterscheiden können.

Vor diesem Hintergrund ließe sich über den Leipziger Tatort: Todesbilder urteilen: Ein toller Film für all jene Menschen, die zum ersten Mal in ihrem Leben vor dem Fernsehapparat bewegten Bildern in Form eines Kriminalfalls zugeschaut haben. Für den Teil der Zuschauer, der dagegen schon weiß, dass es auf Fernbedienungen einen Knopf für den Videotext oder die Regulierung der Lautstärke gibt, ist das neueste Kapitel aus dem stolzen Lipsia eher nicht so.

Um das, was einem mit dieser Leipziger Folge geschehen ist, muss an Zeiten erinnert werden, da man die Senioren, die noch versonnen auf der Parkbank abhängen konnten, als rüstig bezeichnete, also lange bevor Best Ager ein Ruhestandsprogramm durchzogen, das sich an den Agenden von Top-Managern orientierte (Halbmarathon, Dauer Urlaubing, Enkelbesichtigung, Univorlesung, Nordic Walking, Silver Surfing). In diesen Zeiten hätte man von Todesbilder als klassischem Rentner-Tatort sprechen können – er kann halt nicht mehr so schnell. Schnute Saalfeld (Simone Thomalla) und Sono Keppler (Martin Wuttke) ermitteln in einem Tempo, das nicht nur für Zeitgenossen, die in diesen neoliberalen Bewerbungsgesprächen auf die tricky Frage nach den eigenen Schwächen immer totalclever "Ungeduld" antworten, arg schlurfig ist. Und mit einer Technik, die allen Regeln von Vernunft und Instinkt widerspricht. Die ganze Zeit darf dieser Tatort Nächstliegendes nicht tun, damit der Fall erst nach 90 Minuten gelöst werden kann.

Alibi als Alibi

Der mühsame Ex-Lover von Saalfeld mit dem tollen Namen Roman Rustaveli (Merab Ninidze) etwa, der von Beginn an mit seinem Fotoapparat an den Schauplätzen des Grauens rumfuchtelt und um Verdächtigkeit wirbt, der außerdem so krass zerrissen ist zwischen den beiden Schulen seines Lebens, der georgischen und der deutschen, dass er nicht nur Schnute Saalfeld verlassen musste, sondern auch noch zu einem der berühmtesten unbekannten Kriegsfotografen aller Zeiten zu werden, dieser Mann des Traumas also, wird erst kurz vor Schluss nach seinem Alibi gefragt. So kann man sich die Verdächtigen auch warm halten.

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Ein Rentner-Tatort ist naturgemäß nichts, was den Topcheckern unter den Täterratern Furcht einflößen würde. Selbst weniger wache Gemüter können in Todesbilder das kleine Einmaleins des Spannungsthrills im Unterdurchschnitts-Tatort lernen: Rusta scheidet aus, weil er der erste Verdächtige ist. Onkel Hotte Baumann, der Fahrschullehrerpäderast, ebenfalls, weil er schon nach einer halben Stunde mit Fotoapparat so in Szene gesetzt wird (der Schnitt), als führte auf dem Weg zur Täterschaft kein Weg an ihm vorbei – und zudem mit Peter Kremer als prominentestem Gaststar besetzt ist. Bleibt als später Joker der Layouter Klaus Mohr (Andrej Kaminsky), den der hochgradig schnepfige Chefredakteur vom Lokalblatt ("Unsere Konferenz ist auch dringend") ins Spiel bringt mit der scheinbar beiläufigen Bemerkung: "Er ist ein sehr trauriger Mensch."

Traurig ist Todesbilder in seinen Mitteln. Da liegen die Traumata – Rustavelis Zerrissenheit führt in die Kriegsfotografie, Klaus Mohr hat Familie verloren und kann das Glück nicht mehr sehen, Schnute Saalfeld, deren Bio langsam droht überdeterminiert zu werden, hat schon alles Mögliche verloren, weshalb das mit dem Glück gar nicht stimmt, der Mohr-Franz sich also geirrt hat bei der Opferauswahl – säuberlich getrennt nebeneinander. Und vor allem wird da inszeniert und erzählt wie in der Schulaufführung, wo die Eltern schon stolz sind, weil die Kleinen überhaupt auf der Bühne stehen.

Druckerpiepen-Requiem

1000 Fehler im Bild, schreit die alte Anne Will in uns: die Fotografen müssen auch bei Tageshelligkeit mit Blitz fotografieren, damit man sie ihrer Arbeit zuordnen kann; der Bösewicht trägt bei der Verbrechensbuchhaltung im eigenen Heim Handschuhe; das Fahrschulmodell, das Onkel Hotte fotografiert, guckt überhaupt nicht entspannt, aber Onkel Hotte sagt, so sei es gut; der berühmte Kriegsreporter wird vom Verlag aus Prestigegründen zur Schwimmbadablichtung eingestellt, dabei ist er doch zugleich total unbekannt; in der dringenden Konferenz vom Lokalblatt redet gar niemand, als die Kommissare dringend stören; der Fitness-Florian (Jörg Malchow) muss abends noch mal zurück, um das Strumpfband aus dem Umkleidemüll zu holen, damit die Kommissare ihm folgen können, weil er in der Zwischenzeit überwacht werden konnte; der Mörder-Layouter, der dann auf den Fotos von Rusta auftaucht, damit Keppler ihn erkennen kann, wo der Mörder-Layouter bei diesen sinnlosen Schaulustigendemonstrationen aber doch jedes Mal seinen Kollegen Rusta hätte treffen müssen; die Choreo bei der Massenspeichelprobe mit 1-A-Methodactorkomparsen. Und so weiter.

Die Schlampereien verdanken sich Buch und Regie, für beides zeichnet praktischerweise Miguel Alexandre verantwortlich, der zuvor mit Schockern des Eventfernsehens wie Die Frau vor der Prager Botschaft feat. Vroni Ferres hervorgetreten war. Immerhin kann der, der es noch nicht wusste, am Einblick in die Produktionsweise beim Normalformat Tatort nun erkennen, wie diese Geschichtsfilme gearbeitet sein: möglichst grob, weil Musik und Moral da sowieso immer auf die zwölf geben. Weil das hier aber fehlt, und weil das hier Krimi ist, sieht man dann, wie schlecht alles gebaut ist. Zur Musik (Dominic Roth) lässt sich noch sagen, dass sie es eigentlich besser kann, als sie es die meiste Zeit macht: Das Druckerpiepen-Mozart-Requiem vom Anfang ist hübsch. Bei den Auftritten wollen wir die große Gudrun Ritter nicht unterschlagen, wenn auch sie nur eine kleine Rolle spielt, die der Großmutter der Braut, die gleich am Anfang ermordet wird – nach einer Hochzeit, bei der man Gast für kein Geld der Welt hätte sein wollen.

Ein Satz, der aus Kollegen Freunde macht: "So wie du arbeitest, möchte ich mal Ferien machen."

Eine Technik, die beeindruckt: der ziemlich dynamische Bürostuhlroll von Menzel

Ein Dialog, durch den man Fremdwörter lernen kann: "Was das zu der Zeit des Völkermords?" - "Das war während des Genozids."

 
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Artikelaktionen
Kommentare
indyjane schrieb am 15.01.2012 um 22:02
ja, die große Gudrun Ritter, leider war sie nicht die Mörderin -
Danke für den Will-Link, köstlich...
Magda schrieb am 15.01.2012 um 23:22
"leider war sie nicht die Mörderin " -
Dafür kriegt sie bestimmt Schmerzzulage.
RGabriel schrieb am 15.01.2012 um 22:06
Wie recht Sie doch haben, Herr Dell! Auch wenn Sie dieses mehrfach geliftete Wesen mit den aufgespritzten Lippen allzu liebevoll 'Schnute Saalfeld' nennen. Nee, das tu ich mir nie wieder an.
RGabriel schrieb am 15.01.2012 um 22:06
Wie recht Sie doch haben, Herr Dell! Auch wenn Sie dieses mehrfach geliftete Wesen mit den aufgespritzten Lippen allzu liebevoll 'Schnute Saalfeld' nennen. Nee, diesen Tatort tu ich mir nie wieder an.
Blinkfeuer schrieb am 15.01.2012 um 22:24
Keppler, Keppler, ich hatte es an dieser Stelle ja schon im Guten versucht, aber heute kommen wir um eine Abmahnung nicht herum:
JA! DOCH! Fotos, die auf dem Monitor erscheinen "gehen auch größer".
Sollten Sie den Satz ein drittes Mal zur Anwendung bringen.....Hartz4!
Schade, dass Arbeiterkinder nicht studieren sollen in der Beraterrepublik D (erkennt ja nun auch schon der Rest der erforschten Welt), die können PC & Co. Für Sie, Keppler, heißt es dann bald: Detektiv bei P&C.
Rene Artois schrieb am 15.01.2012 um 22:42
Danke, MD, für die Bestätigung – ich war um 20.15 bei Maria Wern auf Gotland und bin seit 21.55 in "Midsomer" bei Tom Barnaby. Bingo! Na ja, die ex-Assauer-Tuss schaue ich mir ja aus Prinzip nicht mehr an.
Uwe Theel schrieb am 15.01.2012 um 22:55
Ich sach jetz mal was für Buhs im Internet:

Zuviele offenbar geklonte Frauen als Hauptkomissarinnen und Wuttge soll nicht den Selge zu geben versuchen, wenn Kròl das schon versucht und Tukur dasselbe nicht überleben wird wegen dem Dings im Kopf.

Tatort war früher verschiedener.
kay.kloetzer schrieb am 15.01.2012 um 23:00
wer schon mal neben wuttke sein bier getrunken hat, weiß, dass er hier einen extrem dreiarmigen sunnyboy mit charming laber-zwang spielt.
Uwe Theel schrieb am 15.01.2012 um 23:14
Liebe Kay,

nichtsgegen Wuttke als Schauspieler an sich, aber alles gegen seine und nicht nur seine (s. Kròl, Wildgruber u.a.) Verheizung im Tatort. Den Darstellerinen geht es nicht besser. Wenn man ansehen muß, wie zum Beispiel die Mattes, offenbar unter massivem Einsatz von Sedativa unter jedes Regungsniveau gefahren wird, dann ist das tatsächlich nur noch traurig.

Der allgemeine Muffigkeits- und Ruppigkeitsvirus im Umgangston, der so gut wie alle Teams befallen zu haben scheint ist offenbar genausowenig therapierbar. Offenbar wir hier vergeblich versucht den Chandlerton zu treffen den ein Bogart noch beherrschte. Aber der Tatort ist ja auch in Farbe und series noir geht eben anders.
kay.kloetzer schrieb am 15.01.2012 um 23:42
"Wenn man ansehen muß, wie zum Beispiel die Mattes, offenbar unter massivem Einsatz von Sedativa unter jedes Regungsniveau gefahren wird, dann ist das tatsächlich nur noch traurig." - das ist jetzt aber gemein!
ich ahne, was Sie meinen: dieses ewige gegen den vermuteten strich inszenieren? was sich TV-regisseure unter interessanten charakteren vorstellen, sind außenseiter? lieber eine störung in szene setzen als einen dialog?

neulich erst sprachen wir in der familie darüber, und ich fragte, ob jemand einen echten kriminalkommissar kennt. und, das ist jetzt wirklich nicht lustig: einer kannte einen. der hat sich im vergangenen jahr umgebracht. zuvor war er in der psychiatrie.
das meine ich jetzt nicht irgendwie, wollte es nur anfügen.
Uwe Theel schrieb am 16.01.2012 um 00:24
Liebeb Kay,

bevor ich mich jetzt regeneriere:

"lieber eine störung in szene setzen als einen dialog?"

Natürlich kann ich eine (psychische ?) Störung in Szene setzen. Die Mittel der Darstellung sind dabei zwar je nach Geschichte nicht beliebig, müssen aber das gemeinte zum Ausdruck bringen können.

Nehmen wir an, dass die Kommissarinnengestalt der Mattes eine Störung hat, dann müsste dem Zuschauer diese über die Folgen hinweg in Herkunft und Verlauf erzählt werden. Die Störung der Folkerts (Odenthal) wurde Tatsächlich sehr differenziert über Folgen hinweg entwickelt und als sie "ausbrach" (Odenthal mit Kurzhaarschnitt und Lebenspartnerin) von der Dramaturgie und Regie abgewürgt und eingefangen in der jetzt nur noch gehemmten, aber wieder mit Langhaar versehenen und mainstreamkompatiblen Kommissarin mit Kopper im Gefolge, die pro Folge ein zwei mal den berühmten Traurigkeitsausdruck der Odenthal bringen kann, ohne dass der noch Folgen in der Tatortfolge hätte. Die neueren Zuschauer wissen oft nicht einmal wie der sich einstmals erst entwickelt hat in den Anfangsjahren.

Wenn die Autoren, die Figur nicht mehr weiterentwicklen sondern mit bekannten Versatzstücken einfrieren, dann wird die Figur der Odenthal auch nicht das den Normalzuschauer zu sehr schockiernde Ende im Suizid von dem Sie erzählten, Kay, nehmen müssen.

Ein anderes Beispiel: Schimanski. Er ist in den neuen Folgen ein Untoter seiner selbst bzw. bloß eine Vermarktung des verkaufsfähigen Götz-George-Images auf Hör-Zu-Niveau, das ich diesem Schauspieler nicht zugemutet haben wollte. Auch Schimanskis Geschichte (mit Tanner und Hännschen) wurde abgebrochen, bzw. war mit Tanners Tod vielleicht sowieso zu Ende und wurde doch künstlich am Leben gehalten.

Der Tatort braucht andere Bücher und Sinn für die Entwicklung von (Mord)Geschichten und ihrer Gestalten.
kay.kloetzer schrieb am 15.01.2012 um 22:55
und nie, niemals sitzen in der redaktions-konferenz einer ostdeutschen regionalzeitung, die ja dann doch eine ressortleiter-konferenz ist, so viele frauen!
aber kaminsky ist schon wahnsinn. ich habe ihn als könig in "dornröschen" gesehen und als gott in "jedermann". womit wirauch schon beim besten sind, was man dem leipziger tatort nachsagen kann: die hiesigen schauspieler bekommen mal richtig text. (was jetzt eine völlig unzulässige polemische überspitzung ist, denn sowohl im "dornröschen" als auch im "jedermann" gab es text.)
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 10:29
schöne beobachtung. gleichzeitig kann man dem tatort hier zugute halten, er wolle zeigen, dass eine andere welt möglich ist
luke5strings schrieb am 15.01.2012 um 23:03
Wenn es einen Preis gäbe für die Anzahl der eingesetzten Roten Heringe - dieser Tatort hätte ihn sich gewiss verdient. Ansonsten erweitere ich hiermit mein Regelwerk "Wer ist der Mörder?":

a. Der Mörder ist der Raucher.
b. Der Mörder ist der Promi.
neu - c. Der Mörder ist der, der mit Fischauge gefilmt wird.

Ich gebe zu, Regel b. hat diesmal nicht funktioniert, stattdessen musste Peter Kremer lustigerweise gleich dreimal Haue einstecken. Regel c. wird wohl nicht mehr so oft zum Zuge kommen, so dilettantisch wie hier vorgegangen wurde.
arianamania schrieb am 15.01.2012 um 23:30
Regel b. konnte diesmal auch nicht funktionieren!

Ich versuche es ja auch immer wieder: Punkt 21 Uhr wird der potenzielle Mörder festgelegt. Diesmal ganz klar: Peter Kremer. Nach Siska spielte der doch immer die Bösen.

ABER: der Fahrlehrer (oder zumindest der Schwiegersohn des Fahrlehrers mit dem ominösen Bundeswehropa, den ich nicht mitgekriegt hatte) war es schon letzten Sonntag. Fahrlehrer-Bashing geht nun auch nicht. Ist mir leider erst fünf nach neun eingefallen.
Magda schrieb am 15.01.2012 um 23:19
Das war für mich der Tatort mit dem Glücksschwein.

Was, Dir gehts gut? Das müsste doch zu ändern sein.

Das ist die Anfangszeile eines Knef-Titels, die ich im Kopf behalten habe - extra für diesen Rentner Tatort (Es knallt gleich, Herr Dell - Silvermagda)

Ich weiß nicht, ich habe damals dieses Chanson richtig gut gefunden. Seit ich diesen Tatort gesehen habe, fühle auch ich das Bedürfnis, mehr zu....fotografieren. Mal sehen, wann der erste Tatort läuft.

@ kay.kloetzer - herrliche Anmerkung über Redaktionskonferenzen. Du hast mit Wuttke ein Bier getrunken? Stark.
kay.kloetzer schrieb am 15.01.2012 um 23:33
liebe magda, nicht mit. neben.
ehrlich gesagt hatte ich weißweinschorle mit zwei eiswürfeln, aber das wäre schon wieder ein tatmotiv.
und es war eher eine bier-bier-situation. ab 3 uhr trinken bei uns am tresen nur tatort-kommissare: schweigsam, zynisch, psychisch auffällig.
luke5strings schrieb am 15.01.2012 um 23:49
Apropos fotografieren: Besitzt hier eigentlich jemand eine Kamera, die ein gleichermaßen durchdringendes Fotografiergeräusch von sich gibt?

Und noch was: mussten wir gegen 21:35 nicht alle an Psycho denken?
kay.kloetzer schrieb am 16.01.2012 um 00:15
ich denke beim fernschauen andauern an psycho.

aber ja, es gibt diese kamera-geräusche, allerdings nur, wenn ein presse-fotograf gehalten ist, ein lichtbild im, beispielsweise, gewandhaus zu machen. oder in der philharmonie. da hat er die partitur auf dem schoß und wartet auf die leiseste stelle. und dann gibt es dieses geräusch. zu hören ist es aber nur, wenn nicht gerade ein rentner hustet.
kay.kloetzer schrieb am 16.01.2012 um 00:16
andauernd. mit zwei d.
luke5strings schrieb am 16.01.2012 um 00:25
Ja, jetzt fällt es mir wieder ein, solche Kameras gibt es. Ich war mal auf einer Hochzeit (sic!), wo einer in der Kirche mit so einem Kaventsmann um das Brautpaar herumgeschlichen ist. Das Echo war beeindruckend.
kay.kloetzer schrieb am 16.01.2012 um 00:29
... und alle hielten es für ein "ja".

(schon immer wurde ja manchmal nur der film transportiert und nicht die botschaft)
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 10:24
"Und noch was: mussten wir gegen 21:35 nicht alle an Psycho denken?"

meine mich zu erinnern, dass das bei psycho eine dusche gewesen ist, mit vorhang. hier sah's doch eher nach wanne mit badezusätzen aus. interessant fand ich diese merkwürdige nackigkeitinszenierung davor, so n bisschen haut, das irgendwie den körper schon noch vorzeigen will, dann aber auch wieder nicht, aber gut, wir sind hier nicht bei andreas dresen, eh so was an so ner stelle nicht mehr so ist, muss noch viel wasser usw
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 10:47
silvermagda!
peace, peace. und hilde ist naturgemäß die allergrößte, what a kleid:
www.youtube.com/watch?v=W8j7o3i3238
arianamania schrieb am 15.01.2012 um 23:45
Ich schäme mich sagen zu müssen: erstaunlicherweise hat mich dieser Tatort gut unterhalten. Aber - und da stimme ich dann wohl zu - auf diesem "Der Alte"-"Derrick"-Niveau. Mord, Verdächtige befragen. Mord, Verdächtige befragen, falschen Verdächtigen verhaften, noch mal von vorn anfangen, persönlich bedroht werden undso.

Und ich fühlte mich ein bisschen wie die Jungs, die, auf der Couch sitzend, immer besser wissen, wie man Fußball spielt als die 22 auf dem Platz...

Da war so viel überflüssiger Kram drin in diesem Tatort. Lauter Verdächtige, die so gar nicht passen konnten, scheißegal, vorläufig festnehmen bitte. So viele Personen, die hätten Raum haben sollen für die Tiefe ihrer Rolle (neben Gudrun Ritter, die mir -excuse- unbekannter Weise auch aufgefallen ist auch der Festplattenklaufreund der Abiturientin), da wär doch noch was gegangen? Wenigstens haben die Leipziger Statisten diesmal gut hinzuverdient...

Völlig absurd fand ich ja diesen Bowlingbahnbesitzer, der - ichkommnichtdraufsoeinkomischeslicht - also bitte...

Und am Ende brauchte es etwas Action, also her mit dem SEK?

Naja, ich bin diesmal wohl vor allem ein schlechter Verlierer. Beim Mörderraten habe ich ganz klar gepennt.
Free World schrieb am 15.01.2012 um 23:56
was mir auffiel. simone thomallas nase ist alles andere als hübsch.
arianamania schrieb am 15.01.2012 um 23:58
Muss noch unbedingt was ergänzen ;-)

Der Bürostuhl ist geklaut... äh... eine Hommage an mein Lieblings-90er-Jahre-Computerspiel "Day of the Tentacle". Daran musste ich sofort denken (Nurse Edna). Großartig!
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 10:21
das ist herrschaftswissen
arianamania schrieb am 16.01.2012 um 17:41
ja, okay... ;-) aber das Spiel ist gut!
luke5strings schrieb am 16.01.2012 um 00:01
Apropos SEK - herrlich auch diese Szene: Mörder schleicht sich bei Saalfeld ein, Schnitt, Keppler sieht die Fotos, sagt "ach du Scheiße", Schnitt, Mörder holt sein Messer aus, Schnitt, Keppler und das SEK treten dem Mörder die Wohnungstür ein, Schnitt, Mörder geht Richtung Badezimmer, Schnitt, Keppler tritt Saalfeld die Tür ein. Nur Batman war schneller. Die Entfernungen in Leipzig müssen echt kurz sein, oder, Kay?
kay.kloetzer schrieb am 16.01.2012 um 00:41
@luke5strings
in leipzig gibt es weder grenzen (vgl. friedliche revolution) noch schranken (siehe auch sachsensumpf). wenn der city-tunnel erst fertig ist, der die innenstadt mit der innenstadt verbindet, können die hiesigen kommissare - dank ex-verkehrsminster tiefensee übrigens - in einem zug die fälle lösen. zwischen leiche am fahrkartenschalter und showdown am prellbock liegen dann nur noch minuten. wenn frau thomalla da nicht sehr entspannt die lippen löst, sendet jauch ab 20.45 uhr.
luke5strings schrieb am 16.01.2012 um 07:35
Wie praktisch, dass der Zug dann gleich beim MDR hält.
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 10:20
kay.kloetzer schrieb am 16.01.2012 um 00:41
like this!
Amanda schrieb am 16.01.2012 um 14:39
@kay
Dein City-Tunnel erinnert mich wg. der ihm wohl innehörlichen Halligkeit einmal mehr daran, dass die bei Jauch das Tonproblem immer noch nicht hinbekommen haben, das schallert einem da umme Ohrn, dass man weinen möchte. Gibt es denn nicht 1en befreundeten Unternehmer, der sich dieser Sache mal annehmen können tät?
kay.kloetzer schrieb am 16.01.2012 um 00:31
bemerkt werden muss aber auch, dass in der überschrift diesmal keine lebensmittel vorkommen. gab es keine? (habe nur mit halbem auge dabei sein können)
Uwe Theel schrieb am 16.01.2012 um 00:39
Doch es gab: Der geschädigte Photograph ließ es afrikanisch mit Bananen in der Pfanne anbrennen und tötete ersatzweise einen Käse mit dem Messer.
kay.kloetzer schrieb am 16.01.2012 um 00:44
dann sollte herr dell da hier mal stellung beziehen.
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 10:20
liebe kay.kloetzer,
wo ist denn bitte schön bei "boaah, ne cobra" ein lebensmittel? wir sind hier nicht im dschungelcamp und lebensmittel soooo 2011.
"nicht immer nur meckern, sondern lö-sen, pro-ble-me lö-sen", grüßt derjenige, der dem schweiß den rücken runterläuft aka gunter gabriel
www.youtube.com/watch?v=NmPqqAs04dM
weinsztein schrieb am 16.01.2012 um 00:33
Erst trug Torwart Silvio Heinevetter maßgeblich zur 24:27-Handballniederlage gegen Tschechien bei, dann hatte Lebensgefährtin Simone Thomalla einen nicht sehr guten Tatort. Alles an einem Abend.

Wer fair ist, berücksichtigt das, Herr Dell!
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 10:16
wir müssen berufliches und privates trennen, lieber weinszstein. warum stand denn lichtlein nicht zwischen den pfosten? dachte, er wäre der stammtorhüter
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 10:16
wir müssen berufliches und privates trennen, lieber weinszstein. warum stand denn lichtlein nicht zwischen den pfosten? dachte, er wäre der stammtorhüter
ausbein schrieb am 16.01.2012 um 08:27
Was für ein unglaubliches Gemurkse! Schultheater, ja genau, aber Grundschule.
(Eine schöne, runde Szene gab es allerdings: Keppler und die Maklerin.)

Ansonsten waren besonders die Dialoge ...
Obwohl, vielleicht ist Miguel Alexandre nur einfach ein großer Robert Gernhardt-Fan:
Mir kam es so vor, als gäbe es keinen Reim auf Schleim,
Nachher gab es doch ein.
fudge schrieb am 16.01.2012 um 09:26
Eine sehr treffende Kritik, Herr Dell! Ich habe mich während der 90 Minuten Trauerspiel gefragt, ob man vielleicht noch nie eine Folge Tatort gesehen haben dürfte, um diese gestrigen irgendwie gut finden zu können. Aber eigentlich haben Sie recht: man darf eigentlich nicht mal das Medium Fernsehen kennen, um das noch zu mögen.

Als Lichtblick blieb da nur Menzels Bürostuhlakrobathik. Wuttke und der Georgier waren auch gut. Viele Fragen bleiben, u.a.:
Wieso machen einige positiv etablierte Schauspieler (Kremer, Ritter) bei diesem Trauerspiel mit?
Warum zum Teufel präsentiert die ARD in ihrer Programmankündigung den Täter auf dem Foto, während er in der schriftlichen Zusammenfassung nicht erwähnt wird (unter dem Motto: der Täter muss irgendwie in der Programmankündigung vorkommen?), damit man auch ja sofort Bescheid weiß?
Wieso sind Familien/Geliebte immer vor einigen Jahren bei Verkehrsunfällen umgekommen, die dann Jahre später gerächt werden? (Besonders schlimm hier: es wird mal nicht die damalige Person, die damals den Unfall verursacht hat, abgemurkst, sondern wahrlos glückliche Menschen. Ein ganz großartiges und sehr nachvollziehbares Motiv...!)
Wieso wird Botox-Saalfeld immer als allseits begehrte Frau inszeniert?

Schade, dass Leipzig immer nur durch solche schlechten Episoden repräsentiert wird...
bananenflanke schrieb am 16.01.2012 um 11:35
In der Tat war es kein Tatort, den man sich lange merken wird für was auch immer.

Einziges Highlight war die Darstellerin der Leiche der Braut. Die saß schon mal bei mir in der Küche und hat Tee geschlürft.

Ansonsten: Thomalla 5. Das geht besser. Wuttke, bemüht, 2. Setzen.
Amanda schrieb am 16.01.2012 um 11:42
Zwei waschechte Eschen, potzplitz.

Und ich fand sehr schön, wie Wuttke dem aufmerksamen Zuschauer auf den Satz "Er ist ein sehr trauriger Mensch" durch seine Mimik quasi gleichsam Geduld wie Nachsicht empfahl: "Ja, der isses, aber lassma noch bisschen spieln hier."

Und wie nennen wir fürderhin diesen Ablauf:

1) Geistesblitz des Ermittelnden, Täter-Identifizierung IM BÜRO.
2) Pause.
3) Aufbruch aus Büro, eilend.
4) Aufbrechen von (Serien-)Killer-Domizil-Tür, laut.
5) Ermittelnder steht in dunklem, mit allerlei Widerlichem angereicherten Raume.
6) Pause.
7) Pause.
8) Ermittelnder sieht Zaunpfahl.
9) Pause.
10) Pause.
11) Ermittelnder mit Zaunpfahl ab. Eilend.

Vorschlag: Slowdown.
Matthias Dell schrieb am 16.01.2012 um 11:58
amanda! stimmt, natürlich, rusta - die esche in reinform, wie sie im buche steht. bei mohr könnte man noch die unterrubrik der "second degree esche (SDE)" einführen, eine verspätete esche, weil der erst durch die fotos zum verdächtigen tatortbesichtiger wird. sehr wichtiger beitrag!

slowdown - auch hübsch
Amanda schrieb am 16.01.2012 um 14:46
Aber hallo, SDE :o) Und dann haben die im Drehbuch nämlich was voll falsch gemacht, weil die den Layouter quasi als umgekehrt positionierte Esche (Tatortpräsenzfotos am Ende) zelebiert haben. Quasi UPES. Das ist gar nicht erlaubt, ey.
Sarah Rudolph schrieb am 16.01.2012 um 13:39
Wow, was eine lebhafte Diskussion allein bis zum Montagvormittag!
Es ist kein Geheimlnis, dass das mit Leipzig und mir ja eine schwierige Kiste ist. Ich mag den Wuttke und könnte mich jedes Mal erregen, wenn ich ihn hölzern an der Seite von Duckface-Thomalla durch ein beschissenes Buch watscheln sehe.
Und heute hat er mir mal richtig gut gefallen, ich hatte nicht ständig das Gefühl, dass er deplaziert auf einer Bühne agiert, sondern wirklich am, also im Bilschirm, im Film, in der Geschichte, juchu!
Das war natürlich wieder kein Meisterwerk, aber ich Vergleich zum Allerlei, das mich sonst immer so quält und mich von Fall zu Fall überlegen lässt, ob ich mir das wirklich noch mal antun sollte,fand ich das gestern gar nicht so schlimm. Alle anderen offensichtlich schon, lustig.
Schade, das ich gleich den Layouter im Verdacht hatte, gleich seine komische Reaktion auf Keppler - ich dache erst es ginge darum, dass der ihm nicht die Hand geben wollte, aber das komische blieb ja.
Wäre das nicht gewesen und die doch recht penetrante aber durchschaubare Fokussierung auf den Fotografen (und natürlich Saalfelds Gesichtsausdruck...) das hätte mir fast gefallen können.
Aber jetzt, wo ich die geballte Kritik lese (die ja sonst bei jedem einzelnen leipziger Fall immer von mir kommt) frage ich mich doch, ob ich einfach zu gutmütig war, gestern? Denn es stimmt ja alles. Also, dass eigentlich nichts gestimmt hat.

In dem Text oben stimmt übrigens auch etwas nicht: nicht der Chefredakteur sagte über den Layouter der sei ein sehr trauriger Mensch, sondern der Layouter über den - ach so zerissenen - Fotografen.
Der Chef sagte etwas davon, dass man wohl einen anderen Blick auf die Welt habe, wenn man seine Familie verloren hat. Wörtlich krieg ich das aber nun nicht mehr hin.
Amanda schrieb am 16.01.2012 um 14:48
Wutti war gutti, Sarah, findsch auch. Freun wir uns auf Tilli und seine Püppis. Ich höre die Drehbuchschreiber stöhnen: "Neihen, KEINE FRAU in der ersten Folge..."
Matthias Dell schrieb am 17.01.2012 um 18:27
@Sarah Rudolph
war's wirklich nicht der chefredakteur? schaue noch mal nach. beim namen hatte ich mich ja auch falsch erinnert bzw auf die ard-site verlassen
Sarah Rudolph schrieb am 18.01.2012 um 20:42
nachgeschaut?
Ich war mir doch sicher, weil mir dieser Satz des Chefredakteurs so aufgefallen ist, und diese Sache mit dem "traurigen Menschen" bei dem Fotografen so der perfekte Gegensatz zu den glücklichen Opfern war.
Sarah Rudolph schrieb am 19.01.2012 um 14:40
Ach, und @Amanda, der Hinweis auf Tilli war natürlich ein fieser Tiefschlag. Da war ich doch einmal milde gesonnen und dann... börks. Nee, echt nicht.
Die Thomalla und der Schweiger. Schlimmer geht kaum.
Matthias Dell schrieb am 19.01.2012 um 19:49
@sarah rudolph
endlich nachgeschaut, alles richtig: der layouter sagt über den fotografen, er sei traurig, der chefredakteur meint, der fotograf sei ein aggressiver mensch und über den layouter das mit dem blick auf die andere welt. schön wär's gewesen, wenn thomas bernhard die szene geschrieben hätte.
noch was bei der gelegenheit aufgefallen: dieser schlechte witz von dem chefredakteur, als keppler stört und informationen will - so ein hochschnepfiges "das ist ja mal interessant, die polizei will informationen und wenn wir mal welche wollen, dann gibt's keine", so in der richtung, und dann schnitt, und lachen von vier frauen und einem mann. mördergag vom chefredakteur
Sarah Rudolph schrieb am 29.01.2012 um 22:02
jetzt erst gesehen und dazu nur ein <3.

(recht haben fühlt sich nicht immer schlecht an)
Tobi-Eiki schrieb am 16.01.2012 um 13:46
"Schnute Saalfeld"?? Nein danke!! Ganz bewusst habe ich mir diesen Tatort gestern nicht angesehen. Schnute Saalfeld muss in jeder Folge besonders betont ihre Lippen sowie ihre weiblichen Reize in Szene setzen, was mich nach einigen (zu vielen) Folgen bereits nervte. Am besten "Schnute Saalfeld" bleibt bei dem, was sie kann. Sich neue Liebhaber suchen, ihrer Tochter Promis und Gastauftritte in schlechten Serien verschaffen sowie sich für ein Erotikmagazin ausziehen. Im Tatort möchte ich jedoch lieber Ballauf und Schenk, Thiel und Boerne oder Ritter und Stark.
Sarah Rudolph schrieb am 16.01.2012 um 14:41
Oh ja, ich finde ja Schnute Saalfeld auch zu nett.
Überhaupt ist das eins der größeren Probleme, die ich mit Leipzig habe, nie, oder nur in ganz seltenen Momenten sehe ich Saalfeld und Keppler, ständig schieben sich Duckface-Thomalla und Burgtheater-Wuttke in den Vordergrund.
So sollte das ja auch nicht sein.
Free World schrieb am 16.01.2012 um 14:55
ich hatte ja zwischen durch immer mal wieder den eindruck, dass saalfeld keine böcke mehr auf kranke geister jagen hat. von daher ging ich an sich davon aus, dass der finale moment am ende - also leipizg mit seinen kurzen wegen - für saalfeld filmisch blutig/tödlich zu ende geht. hat der trottel seine kamera nicht am mann und so kam es wie es mußte: saalfeld muß weiter mit dem ex gängster jagen und keppler ließ dabei auch noch die emotionalen hosen fallen. wie soll das nur weiter gehen...?
Tobi-Eiki schrieb am 16.01.2012 um 15:37
Hoffentlich bekommt die Leipziger-Reihe bald neue Gesichter!! Allerdings sollten das nicht Sophia Thomalla und Til Lindemann werden. Dann boykottiere ich ALLE Tatort-Reihen.
Tobi-Eiki schrieb am 16.01.2012 um 15:38
Da gebe ich Ihnen recht!! Ähnlich schlimm finde ich Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) die ständig eine One-Woman-Show hinlegen muss und JEDEN Fall im Alleingang löst. Das ist nicht nur unseriös, sondern auch noch Selbstinszenierung vom feinsten.
Free World schrieb am 16.01.2012 um 16:02
wobei es ein schwaches argument ist, ich weiß, aber frau lindholm/furtwängler ist in jeder einstellung hübsch anzusehen. selbst die nase für sich genommen.
Tobi-Eiki schrieb am 16.01.2012 um 16:16
Finden Sie? Für mich ist diese arrogant wirkende und zickige Furtwängler unerträglich! Dann doch lieber Schnute Saalfeld oben ohne :D ist schließlich auch bearbeitet...
Free World schrieb am 16.01.2012 um 16:22
rumzicken ist nichts, was ich mit den augen wahr nehme. aber ist alles nicht so wichtig.
Vaustein schrieb am 16.01.2012 um 15:24
Dass einige der hiesigen Kommentatoren bei diesem Tatort einschliefen wundert mich nicht.

Die Alternative: Das Buch Homicide von David Simon lesen. Da gehts um echte Morde in Baltimore. Beim Lesen entstehen Kopfbilder, die wesentlich besser sind als ein lieblos abgedrehter Tatort.
Grundgütiger schrieb am 16.01.2012 um 19:03
„Mein Leipzig lob ich mir! Es ist ein klein Paris und bildet seine Leute.“
Soweit Goethe.
Schade, ist schon ein wenig her, das Leipzig, zumindestens im Tatort, gebildet hat.
Wäre doch mal was, "Leipziger Allerlei" mit weniger subversiven dafür aber spielfreudigeren Teinehmern.
Es wird einfach zuviel eingerührt in dieses Leipziger Allerlei.
Mehr Verdächtige ist leider nicht mehr Spannung. Es fehlt das Salz.
"Ein Mann, der recht zu wirken denkt, muss auf das beste Werkzeug halten".
Leider lesen Regiesseure nicht mehr den grossen Meister.
Was bleibt, Auerbachs Keller!
paulart schrieb am 17.01.2012 um 17:59
Mir fehlt Gunvald Larsson ("Beck")...
www.youtube.com/watch?v=Rh5nFJeb33o
Uwe Theel schrieb am 19.01.2012 um 20:06
@paulart schrieb am 17.01.2012 um 17:59

"Mir fehlt Gunvald Larsson ("Beck")...

Ich weiß ja, was Sie meinen, lieber paulart, und auch dass Sie recht haben, aber Sie verwirren mit ihrer Schreibweise eventuell die jungen Leute hier im Publikum:

Gunvald Larsson ist nicht (Martin) Beck sondern sein Partner in der Kriminalromanreihe "Roman über ein Verbrechen" (Roman om ett brott) des schwedischen Autorenpaars Maj Sjöwall und Per Wahlöö.

Anm.: Mankell ist da nur Plagiator.
paulart schrieb am 20.01.2012 um 17:40
@ Uwe Theel
Danke für die Ergänzung!
M.W. ist Beck der Vorgesetzte von Gunvald L. Auch in der Krimi-Serie "Beck", die auf verschiedenen Kanalen lief bzw. läuft.
René Artois wird sie kennen, denke ich.

Beck, eher ein Zauderer, ist oftmals mit Larssons "Handlungen" nicht einverstanden. Offiziell. Inoffiziell freut er sich wohl ab und zu, dass ihm Gunvald durch seine "Hardcore-Entscheidungen" manches Ärgernis abnimmt.


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