Empfehlung der Woche

Gerechtigkeit

Gerechtigkeit

Bernhard Schlink

Hardcover, gebunden

208 Seiten

21,99 €

Zur Empfehlung
de:lux 2026

de:lux 2026

„Sie können die Blumen abschneiden, aber nicht den Frühling verhindern“

Frühlingsfest der Rosa-Luxemburg-Stiftung

Straße der Pariser Kommune 8A | 10243 Berlin

Am 7. März 2026!

Zur Empfehlung
Un Poeta

Un Poeta

Simón Mesa Soto

Spielfilm, Tragikomödie

Kolumbien, Deutschland, Schweden 2025

123 Minuten

Ab 12. März 2026 im Kino!

Zur Empfehlung
150 Jahre Paula Modersohn-Becker

150 Jahre Paula Modersohn-Becker

Große Sonderschau zu Ehren der Künstlerin

Paula Modersohn-Becker Museum Bremen: BECOMING PAULA, 08.02. bis 13.09.2026
Worpsweder Museen: IMPULS PAULA, 07.02. bis 01.11.2026

Zur Empfehlung

Politik : Drohnen statt Soldaten

Unter Barack Obamas Regierung ist der Einsatz unbemannter Drohnen offiziell gerechtfertigt und seit 2011 ungemein forciert worden

Zum Kommentar-Bereich

Dieser Artikel ist für Sie kostenlos. Unabhängiger und kritischer Journalismus braucht aber Unterstützung. Wir freuen uns daher, wenn Sie den Freitag abonnieren und dabei mithelfen, eine vielfältige Medienlandschaft zu erhalten. Dafür bedanken wir uns schon jetzt bei Ihnen!

Share Icon
Jetzt kostenlos testen

Bedingt durch Einschnitte im Verteidigungsetat und bestimmt vom Willen, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen, setzen US-Armee und CIA auf den verstärkten Einsatz von Drohnen. Diese unbemannten Flugkörper sind typisch für die Kriege des 21. Jahrhunderts, in denen Soldaten nicht mehr an Fronten 
stehen, sondern ein Equipment steuern, um möglichst jeden Gegner auszuschalten Die derzeit bevorzugten Einsatzgebiete für Drohnen sind die nordwestlichen Grenzprovinzen Pakistans sowie der Luftraum über Iran, dazu kommen Gouvernements im Nordjemen und mutmaßliche Konzentrationen von Al-Shabaab-Milizen in Somalia. Hauptzweck des Gebrauchs dieser Waffen sind Militärschläge auf gegnerische Stellungen oder Truppenbewegungen, eine umfassende Spionage aus der Luft und die Versorgung eigener Einheiten in Kampfgebieten oder Bereitstellungsräumen.

Anfang 2012 verfügt die US-Luftwaffe über etwa 7.000 Drohnen, deren Zahl nach den Plänen des Pentagon mindestens um ein Drittel erhöht werden soll, so dass schon ab 2013 rund um die Uhr 85 Drohnen-Verbände eingesetzt werden könnten

Unerklärter Krieg in Pakistan

Hightech-Enthauptungsschläge durch Drohnen sind am 31. Januar 2012 erstmals durch US-Präsident Obama bestätigt worden. Der mit diesen Waffen geführte Krieg gegen pakistanische Stammesgebiete – vorrangig in der Provinz Waziristan – geht jedoch bereits ins achte Jahr. Seit 2004 greifen Drohnen mutmaßliche Taliban- oder Al-Qaida-Kommandos an. Bisher starben dabei über 2.300 Menschen, darunter viele Zivilisten. Inzwischen greife die pakistanische Armee zu Gegenmaßnahmen durch Radaranlagen und Flugabwehrgeschütze an der Grenze zu Afghanistan, so der US-Militärgeheimdienst Anfang Februar.

Gezieltes Töten im Jemen

Seit Jahren unterhält die US-Armee auch Drohnen-Depots am Horn von Afrika und auf der Arabischen Halbinsel für Einsatzgebiete im Jemen und zusehends in Somalia. Abschussbasen liegen ebenso im nordostafrikanischen Staat Djibouti. Bis 2010 richteten sich die Angriffe in den jemenitischen Nordprovinzen Sa'da, al-Dschauf und Haddscha gegen Rebellen der schiitischen Zaiditen-Gruppe (Huthi-Aufstand), denen eine Allianz mit Iran nachgesagt wurde. Erst Ende September 2011 starben im Jemen die Al-Qaida-Führer Anwar al-Awlaki und Samir Khan, beides US-Bürger, sowie Ibrahim al-Asiri aus Saudi-Arabien durch Drohnen-Einschläge.

Themen

sticky banner image

der Freitag digital: 12 Monate für € 192 € 144

Jetzt mitlesen & € 48 sparen