„Erzählen, wie sie liebten“

Interview In seinem neuen Buch „Liebe in Zeiten des Hasses“ entdeckt der Beststellerautor Florian Illies die vermeintlich bekannten 1920er und 1930er Jahre neu. Im Zentrum steht das Gefühlsleben von Schriftstellerinnen
Exklusiv für Abonnent:innen | Ausgabe 44/2021

Zum Gespräch treffen wir uns in der Tucholskystraße in Berlin-Mitte. Doch es wird jetzt nicht nur um Tucholsky gehen. In Illies‘ neuem Buch treten Hunderte prominenter Figuren aus der Zwischenkriegszeit auf. Es trägt den Titel Liebe in Zeiten des Hasses. Chronik eines Gefühls 1929 – 1939. An der Verfilmung des Buchs durch die UFA wird schon gearbeitet, als Serie. Das passt: Wie in 1913 erschafft Illies ein kurzweiliges, in Teilen überraschendes Kaleidoskop. Diesmal über die zehn Jahre vor dem Zweiten Weltkrieg, zusammengetragen aus einer Phalanx von Tagebüchern, Briefen und Sekundärliteratur. Das Buch bewegt sich in Mini-Essays und Anekdoten im Dreieck Berlin, Paris und Wien; es schert aber auch in die USA und andere Teile der Welt aus.

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