Die Coronakrise ist keine Klimakrise im Kleinen

Corona Die Klimabewegung propagiert ein Bild von wissenschaftlichen Experten, das an der Realität der Pandemie scheitert
Die Coronakrise ist keine Klimakrise im Kleinen
Forschende agieren mit provisorischen Befunden und gerne auf Twitter, sie sehen sich im Wettbewerb

Foto: Andrew White/NYT/Redux/Laif

Alle glücklichen Zeiten gleichen einander. Jede Krise ist ein Unglück eigener Art. Wäre es anders, hätten moderne Gesellschaften schon längst Wege gefunden, um nicht mehr in Krisen hineinzugeraten. Stattdessen tun sie es immer wieder von Neuem. Eine Krisenerfahrung legt sich über die andere, und der Blick für ihre Besonderheiten wird eingetrübt.

Vergleiche mit vergangenen Krisen können durchaus hilfreich sein, um aktuelle Notlagen zu bewältigen. In der Finanzkrise diente die Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre als Negativfolie für eine Interventionspolitik mit massiver Hebelwirkung, um die wirtschaftliche Abwärtsspirale frühzeitig aufzuhalten. Setzt man den Vergleich jedoch in der Gegenwart an und überträgt Kampfbegriffe einer chronischen Krise, deren Bewältigung noch in den Sternen steht, auf eine akute Krise völlig anderer Art, erweist man ihrer Analyse und Bekämpfung einen Bärendienst. Das ist uns in der Coronakrise passiert.

Die Klimakrise ist zum dominanten Deutungsrahmen für die Covid-19-Pandemie geworden. Es begann damit, dass die Gesellschaft bereits kurz nach dem Ausbruch der Seuche in Sehende und Geblendete aufgeteilt wurde. Man setzte den Klimaleugnern die „Coronaleugner“ oder „Covid-Idioten“ zur Seite. Die Vielfalt an Motiven, die Menschen zur Ablehnung der Eindämmungsmaßnahmen bewogen, reduzierte sich in vorauseilender Anwendung des schlimmstmöglichen Verdachts auf jenes der Realitätsverweigerung. Umso schwerer fiel es im Fortgang der Krise, Leute aus der Opposition gegen die Pandemiepolitik zurückzuholen. Wer sich zu Unrecht in eine Ecke gestellt fühlte, richtete es sich dort ein und radikalisierte sich weiter. Mit jeder Welle nahm die Polarisierung zu. Sah man in der Coronakrise eine Klimakrise im Kleinen, erschien die Polarisierung nicht als Folge der eigenen Parallelisierung, sondern bloß als weitere Parallele. Der Vergleich erhielt Züge einer Self-Fulfilling-Prophecy.

„Follow the Science“

Noch stärker schlug sich das Vorbild der Klimakrise in Erwartungen an eine politische Führungsrolle von Experten nieder. Die Klimawissenschaften sind ein Forschungsfeld, das seit mehr als einem halben Jahrhundert beackert wird und das vor mehr als drei Jahrzehnten eine institutionell gefestigte Form der wissenschaftlichen Politikberatung erhalten hat. Im Vergleich dazu wirkt die wissenschaftliche Forschung und Beratung zu Covid-19 wie ein behelfsmäßig aufgezogenes Feldlazarett. Es war denn auch kaum die institutionelle Organisation von Expertise in der Klimakrise, die in der Coronakrise als Vorbild diente, sondern vielmehr ihre mediale Inszenierung durch die Klimabewegung. Diese jedoch geht schon in der Klimapolitik an der Realität der wissenschaftlichen Politikberatung vorbei.

Der Weltklimarat (IPCC) verfasst seine Berichte nach dem Prinzip, „neutral, policy relevant, but not policy-prescriptive“ zu sein. Entsprechend stellt er keine Empfehlungen und schon gar keine Forderungen auf, was für konkrete Maßnahmen zu ergreifen sind. Allgemeine Ziele wie die Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad werden in enger Zusammenarbeit und unter Federführung der internationalen Politik verabschiedet. Die Selbstbeschränkung des Weltklimarats hat ihr Fundament in den prognostischen Unsicherheiten und normativen Dilemmata, die mit den Zukunftsszenarien in seinen Berichten verbunden sind. Das Abwägen von Risiken, Setzen von Werteprioritäten und Fällen von Entscheiden ist Aufgabe der Politik, nicht der Wissenschaft.

Als nun aber die Klimabewegung den Klimanotstand ausrief und einen „System Change“ forderte, wies sie den Klimawissenschaften die weltweite Führungsrolle bei der politischen Bekämpfung der Erderwärmung zu. „Follow the Science“ und „Unite behind the Science“ avancierten zu Mobilisierungsparolen eines neuen Aktivismus, der ohne eigene Agenda auskam, in der Annahme, die Befunde und Modelle der Klimawissenschaften enthielten bereits das politische Programm. Da der Weltklimarat der Politik aber keine Vorschriften macht, läuft der Aufruf, der Wissenschaft zu folgen, ins Leere. Den offiziellen Klimaexperten wird eine Rolle zugedacht, die sie nicht einnehmen können. Anstatt auf den Widerspruch hinzuweisen, haben ihn manche Klimaforscher noch verschärft, indem sie in den Medien eine aktivistische Wende vollzogen, die mit ihrem institutionellen Auftrag kollidiert.

„Der“ Wissenschaft zu folgen, musste in der Coronakrise schon deshalb in die Irre führen, weil gar keine Instanz existiert, die den Erkenntnisstand der relevanten Forschungsgebiete aufbereitet und bekannt gibt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist nicht der IPCC, sie hätte wegen der akuten Zeitnot auch nie eine vergleichbare Rolle einnehmen können. Sobald die globale Dimension der Krise sichtbar wurde, entstand ein unkoordinierter Wettbewerb unter Forschenden um die Bereitstellung relevanter Expertise, ausgetragen auf Preprint-Servern und Twitter. Im Kampf um politische Aufmerksamkeit kamen dabei Mittel zum Einsatz, die der Weltklimarat systematisch ausschließt. Studienautoren machten sich zu Experten in eigener Sache, indem sie ihre provisorischen Forschungsbefunde gleich mit Empfehlungen oder Warnungen an die Politik versahen.

Hier Großbritannien …

So sorgten sie dafür, dass die politische Diskussion startete, bevor die wissenschaftliche Prüfung begonnen hatte. Für Regierungen und ihre Beratungsstäbe wurde die Situation noch unübersichtlicher und unsicherer, als sie ohnehin schon war. Medial sahen sie sich unter Druck gesetzt, „der“ Wissenschaft zu folgen, real waren sie mit einer Vielfalt an unbestätigten Expertenmeinungen konfrontiert. Die meisten Regierungen suchten ihre Rettung darin, jenen Expertenstimmen Gehör zu schenken, die zugleich wissenschaftliches Renommee ausstrahlten und ihren politischen Ansichten nahestanden, um diese dann in der Öffentlichkeit als „die“ Wissenschaft auszugeben.

Der britische Politologe Paul Cairney hat daher zu Recht betont: Wenn Politiker in der Coronakrise sagen, sie folgen der Wissenschaft, so meinen sie „unseren Wissenschaftlern“. Großbritannien ist dafür exemplarisch. Entgegen den Darstellungen in vielen Medien ließ sich die Tory-Regierung von Boris Johnson sehr wohl von wissenschaftlichem Rat leiten, als sie im März 2020 den ersten Lockdown hinauszögerte, bis es zu spät war, um das Gesundheitssystem vor Überlastung zu schützen. Die Regierung hörte auf die offizielle „Scientific Advisory Group for Emergencies“ (SAGE), in der anerkannte Spezialisten aus diversen Fachgebieten mitwirkten. Sie waren es, die dem Premierminister anfänglich, gestützt auf rationale Überlegungen und spärliche Befunde, empfahlen, keine harten Maßnahmen zu ergreifen.

… da Deutschland

Die Existenz eines offiziellen Expertengremiums für die Pandemiebekämpfung führte in England gerade nicht zur Fiktion einer Wissenschaft, die „mit einer Stimme spricht“, sondern zur Einsicht in den politisierten Charakter jeder Expertise. Schon im Mai 2020 erhielt SAGE mediale Konkurrenz in der Form von „Independent SAGE“. Präsidiert wurde die öffentlich beratende Expertenrunde vom ehemaligen Chief Scientific Adviser, Sir David Anthony King. Damit erhielt die Westminster-Demokratie mit ihrer Zweiteilung von Regierung und Opposition ein nahezu identisches Abbild in der Organisation von Expertise. Komplettiert wurde die politische Aufstellung der Wissenschaft durch eine kleine, aber feine Minderheit von „Corona Centrists“ wie François Balloux, der es wie kein anderer verstand, wissenschaftliche Kompetenz mit politischer Transparenz zu verbinden.

Dass Deutschland eine andere mediale Inszenierung von Expertise erlebte als England, lag nicht etwa daran, dass hier die „richtige“ Wissenschaft die Regierung beriet oder ihre Politisierung weniger stark ausfiel. Es hatte vielmehr damit zu tun, dass die falsche Analogie zur Klimakrise im Verlauf der Pandemie noch weiter getrieben wurde. Deutsche Experten griffen zu Beginn der Krise besonders kühn zum Mittel der Sofort-Politisierung ungeprüfter Forschungsbefunde aus dem eigenen Labor. Innerhalb eines Monats kam es zu zwei Vorfällen, die für die verantwortlichen Forscher konträre Folgen hatten.

Im einen Fall berichtete der Bonner Virologe Hendrik Streeck auf einer Pressekonferenz des Landes Nordrhein-Westfalen in Gegenwart von Armin Laschet über erste Ergebnisse seiner Heinsberg-Studie und empfahl der Politik sogleich, Öffnungsschritte einzuleiten. Parallel dazu veröffentlichte er auf Twitter provisorische Daten der Studie. Streeck erhielt für sein Vorgehen berechtigte Kritik, unter anderem von Christian Drosten, der darauf hinwies, dass politische Schlüsse aus Befunden gezogen wurden, die zu schwach waren, um etwas aus ihnen abzuleiten.

Knapp drei Wochen später war es aber Drosten selbst, der eine grobe statistische Aufbereitung von Daten zur Virenlast im Rachen von Patienten unterschiedlichen Alters online stellte, aus ihr den Schluss zog, Kinder könnten ähnlich ansteckend sein wie Erwachsene, und die Politik sogleich vor einer „uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten“ warnte. Die Aufregung auf Twitter war groß, und das nicht nur in Deutschland. Renommierte Statistiker wie David Spiegelhalter kritisierten die Methode als unzureichend und die Schlussfolgerungen als unzutreffend, nur um ihre Aussagen kurz darauf zur eigenen Verblüffung als Munition in einer Bild-Kampagne gegen Drosten wiederzufinden. Für Drosten jedoch stellte sich die Intervention des Boulevard als Glücksfall heraus, denn sie sorgte für eine breite Solidarisierung mit ihm und lenkte davon ab, dass Drosten für fast das Gleiche kritisiert worden war, das er Streeck zuvor vorgeworfen hatte: Unfertige Auswertungen zu veröffentlichen und sogleich mit politischen Forderungen zu verbinden. Darauf bezog sich Spiegelhalter, als er, übersetzt, sagte: „Wir hätten uns nicht in dieser öffentlichen Weise eingebracht, wenn die Politik nicht schon von den ursprünglichen Autoren in die Studie hineingelegt worden wäre.“

Der „German Twitter Storm Shock Horror“, den Spiegelhalter als unfreiwilliger Zeuge der Bild-Zeitung erlebte, brachte Deutschland um die Erkenntnis, die England gemacht hatte. Wissenschaftlicher Expertenstreit ist in der Pandemie auch politischer Richtungsstreit. Als Streeck und Drosten eigene Daten zu Argumenten für oder gegen eine rasche Öffnung aufbereiteten, bezogen sie uneingestanden Position im Wertekonflikt um Gesundheit, Freiheit, Bildungs- oder Generationengerechtigkeit, der sich in einer Pandemie extrem zuspitzt und in einer demokratischen Gesellschaft offen ausgetragen werden muss. Im Hintergrund standen dabei unterschiedliche Regierungskoalitionen, die Streeck auf Landes- und Drosten auf Bundesebene eine politische Bühne gaben.

Ohne offizielles Mandat

Durch die Bild-Kampagne entstand nun aber der Eindruck, die Wissenschaft selbst sei in der Person Drostens unter Beschuss geraten. Das nutzte der Starvirologe mit seiner wachsenden Anhängerschaft aus, um die pandemiepolitische Debatte unter Rückgriff auf Kategorien der Klimakrise als einen Kampf der Wissenschaft gegen die Wissenschaftsleugnung zu rahmen. In einem politisch heiklen Moment, als der von Drosten und der Akademie Leopoldina geforderte „Weihnachtslockdown“ anstatt weniger Wochen mehrere Monate dauerte, beklagten er und mehrere Wissenschaftsjournalistinnen eine „False Balance“ der Coronaexperten in nationalen Medien. Der Begriff hatte zuvor Karriere in der Klimakrise gemacht, um Forschende, die in den Medien wissenschaftlich überholte Positionen zum Klimawandel vertraten, aus dem öffentlichen Diskurs zu verbannen. Nun aber galt er Personen, die sich für eine andere Pandemiepolitik aussprachen. Gemeint war in erster Linie Hendrik Streeck. Die Angriffe gegen ihn wurden gerade nicht in der Absicht vorgetragen, seine Aussagen zur Fallsterblichkeit bei Covid-19 als wissenschaftlich fragwürdig auszuweisen, sondern ihn als „zu lockeren“ oder gar „gefährlichen“ Experten zu überführen. Indem der Aufruf zur Zensur von der wissenschaftlichen auf die politische Ebene verlagert wurde, kam er einer versteckten Kampagne zur Gleichschaltung der Medien gleich.

Drosten selbst legte noch eine Schippe drauf, als er Ende März 2021 ein wissenschaftstheoretisch primitives Schema zur Bekämpfung von Desinformation über den Klimawandel mit dem Akronym PLURV aufgriff, um Streeck vor versammeltem Radiopublikum der Wissenschaftsleugnung zu überführen. Als Beweis für die Vollstreckung des akademischen Todesurteils diente ihm ein ebenso banaler wie wahrer Satz, den Streeck wiederholt gesagt hatte: Es gehe darum, „mit dem Virus leben zu lernen“. Damit hatte Drosten erreicht, was er wollte. Sein eigener Nachfolger auf dem Lehrstuhl für Virologie der Universität Bonn war bei den Wodargs und Bhakdis entsorgt, und in deutschen Medien dominierte die Haltung: Drosten zu folgen, heißt, der Wissenschaft zu folgen.

Die Aggressivität, mit der Drosten und seine Anhänger Kampfbegriffe der Klimakrise nutzten, um abweichende Expertenstimmen zu delegitimieren, erstaunt umso mehr, als es in der Coronakrise kein anderes Land gibt, in dem ein einzelner Experte ohne offizielles Beratungsmandat so viel mediale Macht besitzt wie er. Drosten genießt den unangefochtenen Status als forschungsstärkster Coronaexperte Deutschlands, seine Bereitschaft und Begabung zur Aufklärung der Bevölkerung über das Virus hat ihm enorme Anerkennung und zahlreiche Preise eingebracht, und die Türen zum Kanzleramt und Gesundheitsministerium standen ihm stets offen. In den deutschen Medien wurde Drosten, wie eine quantitative Auswertung zeigt, mehr Platz eingeräumt als allen anderen Virologen zusammen. Nur sein Sekundant Karl Lauterbach kam auf eine vergleichbare Präsenz. Wenn es in der deutschen Berichterstattung über Corona eine Unausgewogenheit gab, so war sie genau anders herum, als es die False-Balance-Polemiker behaupteten. Es bestand eine erdrückende Dominanz von Regierungspolitikerinnen und ihren Experten, die gemeinsam die Illusion erzeugten, die Politik folge „der“ Wissenschaft.

Intolerante Bitterkeit

Die Medien trugen zu dieser Illusion bei, weil es ihnen zu wenig gelang, eine Differenzierung vorzunehmen, die für jede Demokratie entscheidend ist, um komplexe Krisen einigermaßen unbeschadet zu bewältigen. Sie unterschieden nicht ausreichend zwischen Wissen und Werten. Das Versäumnis wog umso schwerer, als der Deutsche Ethikrat schon zu Beginn der Pandemie vor der Gefahr einer Rahmung von Wertedilemmata als Wissenskonflikte gewarnt hatte, und Forschungen zeigen, dass sich die normativen Prioritäten in der Pandemiepolitik bereits von der ersten zur zweiten Welle markant verschoben hatten, ohne dass sich ein direkter Bezug zum wissenschaftlichen Erkenntnisfortschritt herstellen lässt.

Zwar sind Wertefragen von Wissensfragen, wie schon Max Weber gesehen hat, kaum systematisch zu trennen, aber das Bemühen um ihre Unterscheidung ist zentral, um deutlich zu machen, wo die Verantwortung der Wissenschaft endet und jene der Politik beginnt. Gelingt das nicht, verlieren alle, die zur politischen Mitsprache berechtigt sind, an Selbstbestimmung, und Regierungen sind nur noch handlungsfähig, wenn sie sich Experten mit medialen Alarmrufen vor den Karren spannen. Dann aber bewegt sich die Wissenschaft jenseits ihres Geltungsbereichs. In wissenschaftlichen Daten zur Letalität und Infektiosität steckt kein politisches Programm für seine Bekämpfung. Die Frage, ob Schulen zu schließen oder zu öffnen sind, kann weder mit der Virenlast im Kinderrachen noch mit dem Bildungsverlust beim Onlineunterricht beantwortet werden. Ansteckungszahlen partout auf eine Inzidenz unter zehn zu drücken, ist keine wissenschaftliche Position. Genau dies aber wurde von Politikerinnen und Experten immer wieder unterstellt, indem sie ihre Werteprioritäten in Zahlen und Modellen versteckten. So kam es, dass die politische Polarisierung mit der No-Covid-Strategie am einen und der No-Lockdown-Strategie am anderen Extrem kaum mehr als das erschien, was sie war: eine Konfrontation normativer Fundamentalgegensätze, die beide von einer wissenschaftlichen Politikberatung, welche sich an der Kunst des gesetzlich und gesellschaftlich Möglichen ausrichtet, verabschiedet haben.

Durch die Verkleidung von Wertekonflikten als Wissenskonflikte geriet aus dem Blick, dass man sich in einer Pandemie, gerade weil es um die Abwägung von Grundwerten wie Freiheit, Gesundheit und Gerechtigkeit geht, zugleich wissenschaftlich einig und politisch uneinig sein kann. Hätten Wissenschaft, Medien und Politik dafür ein Einsehen gehabt, wäre wohl nicht soviel intolerante Bitterkeit entstanden.

Caspar Hirschi ist Professor für Allgemeine Geschichte an der Universität St. Gallen. Der Text ist eine überarbeitete Fassung eines Vortrags, den er vergangene Woche beim Kongress „Follow the Science“ in Berlin hielt

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06:00 23.11.2021

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