RE: Die Anstifterin | 11.01.2022 | 16:38

So, so. Mir scheint der wortstamm von Laberenz ist "labern"... Wortbedeutung nach Duden: "sich wortreich über oft belanglose Dinge auslassen, viele überflüssige Worte machen".

RE: Oury Jalloh: Ein ungesühntes Verbrechen | 06.01.2022 | 19:58

So, so: "der Landtag von Sachsen-Anhalt (hat) mit den Stimmen von SPD, CDU und Grünen abgelehnt, einen Untersuchungsausschuss einzusetzen."

Na und, warum hätte er das auch tun sollen? Es hätte am ergebnis der "ermittlungen" nichts geändert. Oder glaubt jemand, dass irgendeine relevante information zu den tatsächlichen tathergängen ans tageslicht gekommem wäre?

Wenn das passiert wäre, hätten die gesamte landesregierung, die gesamte oberste polizeibehörde und die gesamte spitze des landesverfassungsschutzes zurücktreten müssen - eine staatskrise ersten ranges also!

Das ist schlechthin unvorstellbar. Deshalb werden justizmorde (nicht nur dieser) lieber weiter vertuscht, bis in alle ewigkeit.

RE: Der große Wurf | 06.01.2022 | 12:08

So, so: "...der perfekte Lobbyist..." - besser wäre wahrscheinlich: der "perfekte Deal-maker".

Denn die einstufung der atomenergie als "grün" entspringt einem deal zwischen Macron und Merkel. Der eine kann damit seine atomenergiestrategie weiterführen, während die andere mittels der einstufung von erdgas als grünen "brückenenergieträger" Nordstream 2 genehmigt bekommt.

Dass dies durchaus schon länger bekannt ist, zeigt sich an dem umstand, dass eine diesbezügliche passage, in der atomkraft und gas als zukunftstechnologien abgelehnt werden, "in letzter minute" aus dem Ampel-koalitionsvertrag entfernt wurde.

RE: Was ist Ostdeutschland? | 04.01.2022 | 15:15

Wann wird der Freitag - und andere "medien" - endlich aufhören menschen zu ostdeutschland zu befragen, die nie dort gelebt haben und allein das zweifelhafte "verdienst" aufweisen, jemanden zu kennen, der dort gelebt hat?

Was hier in ca. eineinhalb stunden den hörer*innen zugemutet wird, ist weder originell noch realitätsrelevant. Es sind schlicht märchen von hören sagen über ein unbekanntes land und unerlebte verhältnisse.

Ich bitte daher darum, vom Freitag eingeladen zu werden zu einem gespräch über Grönland - zwar war ich nicht dort, aber ich kenne jemand der dort war und dort verstorben ist...

RE: Ist OK Boomer. Wirklich! | 02.01.2022 | 10:12

So so, "...dass die heranwachsenden Generationen mit Lebensumständen konfrontiert sind, die es ihnen jetzt schon aufdrücken, all das, was angerichtet worden ist, auszubaden."

Dabei ist es mit der zukünftigen lebensweise wie mit den schulden. Bekanntlich erbt die zukünftige generation nicht nur unsere schulden, sondern auch die guthaben. Bezogen auf die ökologisch-soziale problematik heisst das: die zukünftigen generationen erben auch unsere wissenschaftlichen erkenntnisse, die technischen infrastrukturen und vor allem, die lehren, die wir aus früheren fehlentwicklungen ziehen müssen.

Gerade letzteres macht hoffnung auf die (revolutionäre) überwindung dieser heutigen zukunftsuntauglichen produktions- und lebensweise!

RE: Diese Coronapolitik ist ein weiterer Schritt in Richtung autoritärer Kapitalismus | 28.12.2021 | 16:10

Ach, ihr elenden, die ihr in den kapitalismus eingetreten wurdet und ihn jetzt anhimmelt, lasset alle hoffnung fahren.

Es wir in dieser gesellschaft zwar höhere preise für lebensmittel geben, aber keinen sozialen ausgleich im H4-system. Es wird einen unsinnigen Corona-kleinkrieg gegen schwache berufsgruppen (wie künstler, kleinhändler, gastronomen etc.) geben, aber keine restriktionen gegen das grosskapital. Und die zahlungsfähige mehrheit wird alle minderzahlungsfähigen verachten, ihnen willkürliche massnahmen auferlegen und ihre devote unterwerfung in form von "dankbarkeit" und "maskentragen im freien" einfordern.

Bis in alle ewigkeit.

RE: Aussöhnung, die spaltet | 21.12.2021 | 15:32

Der versuch, historische schuld mittels geld zu begleichen, ist eigentlich immer zum scheitern verurteilt. Denn es wird nie genug geld sein, um physisches elend "zu bezahlen". Ausserdem würde die festlegung auf eine bestimmte summe geldes auch einen schlussstrich ziehen - was wohl auch, zumindest teilweise, die deutsche absicht in dieser sache ist.

Viel besser wäre es, eine immer währende verpflichtung einzugehen. Z.B. könnte d-land sich verpflichten, das gesamte ausbildungswesen (von der grundschule bis zur universität) in Namibia für immer und ewig zu bezahlen (das ist bei einer gesamtbevölkerung von ca. 2,2 milloinen, darunter ca. 1 million schüler*innen, auszubildende und student*innen, ein für d-land tragbarer betrag).

Das wiederum dürfte allerdings den ansprüchen der opfer unter den namibischen volksgruppen, insbesonderen den Herero, nicht gerecht werden. Diese verlangen einzelentschädigungszahlungen auf gruppen- bzw. familienbasis.

RE: Ohne Maß und Sinn | 21.12.2021 | 12:25

D-land - politik wie zivilgesellschaft - sind in sachen Antisemitismus (selbst)blockiert. Den unterschied zwischen Antisemitismus und berechtigter kritik an der israelischen regierung gibt es hierzulande nicht mehr.

Aus dieser klemme helfen, kann uns nur die wohlmeinende kritik durch die israelische zivilgesellschaft, die selbst seit jahren gegen ihre chauvinistische regierung kämpft. Ohne hilfe von aussen, insbesondere aus israel, kommen wir nicht aus dieser selbst gestellten falle.

RE: Ein linkes Drama in drei Akten | 15.12.2021 | 14:57

So,so: "Einerseits will man Arbeitsplätze und Energiesicherheit erhalten, auf der anderen Seite den ökologischen Umbau vorantreiben."

Solange diese feststellung korrekt ist - was allerdings keineswegs sicher ist -, kann die Linke natürlich keinen "blumentopf" gewinnen. Im gegegnteil, es käme darauf an beides programmatisch zu verbinden. Denn die herausforderung des übergangs zu einer zukunftsfähigen lebensweise ist bisher weder von der Ampel und schon gar nicht von cd/su in ihrer eigentlichen tragweite erkannt worden. Ein paar windräder und viele e-mobile mehr lösen das kernproblem nämlich nicht - mit viel weniger ressourcenverbrauch, viel besser zu leben.

RE: Die Linkspartei muss sich für einen Weg entscheiden | 13.12.2021 | 19:03

So, so "Die Partei scheint im Osten mehr ein Wahlverein als ein gut vernetzter, parlamentarischer Arm eines sozialistischen Gesellschaftsprojekts zu sein." Das ist eine an plattheit, ja einfältigkeit, kaum zu überbietenede leer-aussage.

Denn parteien sind - in mehrparteibasierten wahldemokratien - immer "wahlvereine" oder sie sind der hort politisch-axiomatischer glaubensätze, für die ort und zeit irrelevant sind - wie z.B bei der MLPD. Ob sie dann auch noch "parlamentarischer arm" einer bewegung sind, hängt davon ab, ob die partei ins parlament gewählt wird und dort etwas bewegen kann.

Die eingentlich spannende herausforderung ist daher nicht, ob es der Linkspartei gelingt, eine "ökosozialistische Vision" zu entwickeln - sondern ob es gelingt, dafür genügend wähler*innen zu begeistern. Um wenn das nicht gelingt, sollte die partei dann diese visionen aufgeben oder lieber daran festhalten, weil es doch die "Klimakatastrophe und ihrer massiven Auswirkungen" trotzdem weiter gibt?

Fazit, wenn es um wahlen geht, sind die "richtigen" visionen kaum die hinreichenden erfolgsgaranten. Es braucht vor allem das dazu passende personal, das visionen glaubhaft politisch umzusetzen verspricht. Und daran mangelt es in der Linkspartei ganz offensichtlich am meisten...