RE: Was wäre, wenn ... | 22.09.2018 | 13:18

So, so: "Dass so etwas überhaupt denkbar geworden ist, zeigt die Verzweiflung der sächsischen Parteien."

Wieso "der parteien"? Und überhaupt - das ist der grundlegend fehlerhafte ansatz des artikels - wenn parteien das einzige instrument sind, die als demokratisch gelten, dann hat die AfD in Sachsen "gewonnen" - was immer das heisst bei ca. 25 prozent der wählerstimmen!?

Also, was will die autorin eiegntlich sagen? AfD-herrschaft verhindern, durch wahl der CDU? Wie lächerlich! Die AfD ist fleisch vom fleische der CDU, ihr rechter flügel - also soll der dümmlich-verbildete neue "landesvater", Michael Kretschmer, in Sachsen die alternative sein? Es gibt indessen keinen zwang, dass die stärkste partei (AfD) und ihr steigbügelhalter (CDU) die regierung bilden - wenn sich der rest zusammenreisst und es vor der wahl (!) auch alle wissen lässt!

Niemand muss von parteien regiert werden - wenn er es nicht will - demokratie ist nicht auf parteien und mittels parteien begrenzt!!!

RE: Auch wenn‘s schwerfällt | 19.09.2018 | 17:16

Sicher, bei sofortigen neuwahlen würden alle GroKo-parteien wahrscheinlich verlieren, aber die fallhöhe ist durchaus unterschiedlich. Während die CD/SU nach der wahl sicherlich noch so stark wäre, um mit der AfD eine stabile regierung zu bilden (denn die AfD ist ja nichts anderes als der frühere rechte flügel der CDU!), geht es für die SPD bereits um die 5-prozent-hürde, also um alles oder nichts*.

Deshalb muss die SPD alles schlucken, was die Groko-Chefin ihr vorsetzt; diese selbst, das Merkelin, dürfte inzwischen ganz entspannt sein. Macht ist für sie keine notwendige option mehr, sie geht so oder so vor den nächsten wahl in den ruhestand - bei stattlichen bezügen...

* und weil das so ist, hat #aufstehen keine chance, solange rot-rot-grün das ziel ist; denn mit einer SPD um 5 prozent reicht es dafür nie und nimmer.

RE: Abhängigkeit vom Wirtschaftswachstum beenden! | 17.09.2018 | 19:26

So, so: "In den vergangenen 70 Jahren war das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) das übergeordnete wirtschaftliche Ziel der europäischen Staaten. "

Wer solchen unsinn schreibt, hat sich bereits grundsätzlich disqualifiziert. Denn es geht doch nicht um die letzten 70 jahre - sondern um ca. 400 jahre kapitalismus. Und es geht auch nicht um das BIP, das doch nur ein indikator, also nicht die sache selbst!!! ist, sondern nur ein anzeiger des problems. Es geht um den charakter der gesellschaftlichen verhältnisse, die mittels konkurrenz wachstumszwang erzeugen.

Wer über "post-wachstum" spricht (und nachdenkt), aber so tut, als ob dies nur eine "entschärfte" art von kapitalismus wäre, hat weder das system verstanden, noch ist er/sie in der lage, über es hinaus zu kommen (weder im kopf noch in der realität).

RE: Sie machen sich nicht ehrlich | 17.09.2018 | 19:14

Für jetzt, nur zwei dinge zum nachdenken:

1) was unterscheidet #aufstehen von anderen erfolgreichen bewegungen? Aw.: die "anderen" füllten eine leerstelle (Frankreich) oder erfassten eine (!) partei (GB) oder präsentierten schlicht einen (den einzigen) alternativkandidaten (USA). In d-land gibt es parteien des linken spektrums - eine sammlungsbewegung würde schlicht (ob sie will oder nicht) eine zusätzliche partei sein, die niemand braucht bzw. mit der so recht niemand etwas anzufangen weiss.

2) was wollen die anführer(*in) von #aufstehen? Aw.: eine koalition der willigen. Aber von den drei adressierten parteien will eigentlich nur eine (Die Linke), die anderen beiden sind doch mit der CD/SU ganz glücklich. Was bei "crossover" rauskommt, haben wir 1996/7 gesehen. Das "projekt" war nur interessant (inspiriert vom 'Magedeburg Modell'), solange Kohl & Co. unschlagbar schienen. Als es 1998 für das Schröder-Fischer-Regime reichte, war crossover vergessen. Und das blüht auch #aufstehen - denn die wähler, die taktisch #aufstehen wählen, indem sie einer der drei proto-koalitionsparteien ihre stimme geben, wissen ja nicht was die protagonist*innen hinterher mit ihrer stimme anstellen. Wer die GRÜNEN wählt, kann auch in einer schwarz-grünen koalition enden - und wer will das schon?

RE: Wer entwickelt hier wen? | 13.09.2018 | 18:40

Gut getroffen - aber ein aspekt fehlt.

Genauso wie die vom BMZ (Müller-Ministerium) geförderten projekte von nichtregierungsorganistionen müssen auch die "weltwärts"-aktivitäten regelmässig begleitet und vor allem evaluiert werden - das ist nicht billig. Die tagessätze der begleiter*innen und evaluatoren bewegen sich zwischen 600 bis 8oo EUR (plus spesen- und reisekostenübernahme versteht sich).

Damit wird also eine ganze herrschar an selbstständigen und natürlich unabhängigen freiberufler*innen finanziert, die inzwischen wie ein schwarm fliegen beständig das BMZ umschwirren.

Es wäre doch mal interessant zu erfahren, welcher anteil der gesamtkosten/ausgaben von "weltwärts" auf diese klientel entfällt.

RE: Schattenboxen mit Orbán | 13.09.2018 | 18:21

Lieber Herr Herden,

haben Sie irgendwann schonmal einen zitronenfalter zitronen falten sehen?

Wahrscheinlich ja, denn sonst würden Sie nicht derart naiv über die EU labern. Genauso wie der beitritt Ungrans nicht deshalb vollzogen wurde, weil das dortige politische system besonders demokratisch war, wird das land jetzt auch nicht gemassregelt; genauso wie noch nie ein EU-freihandelsabkommen wegen menschenrechtsproblemen ausgesetzt wurde (obwohl das in der regel in den verträgen so steht).

Die hehren prinzipien in den EU-verträgen sind doch längst makulatur (wenn sie denn je mehr waren). Beschäftigen Sie sich doch mal mit den realitäten; das sollte einem journalisten wie Ihnen doch nicht schwerfallen...

RE: Nicht ohne meinen Dolch | 13.09.2018 | 17:58

Möglich, dass Maaßen vom brett genommen wird, aber damit ist er noch lange nicht aus dem spiel.

Spekulative möglichkeit nr. 4 wäre nämlich, dass er nach seiner demissionierung wieder auftaucht - und zwar neben Gauland im bundestag als abgeordneter der AfD...

Ich setze eine tüte heimaterde ... wer wettet mit?

RE: Verlegerin a. D. | 12.09.2018 | 19:19

"Müssen sich Verleger künftig, egal ob Mann oder Frau, dem Diktat des Verlagsmanagements beugen?"

JA, JA, JA!

Lieber Herr Angele, wachen Sie auf! Das ist nicht erst seit neulich so, sondern schon - seit Karl Marx chefredakteur der Neuen Rheinischen Zeitung war...und noch davor...!

RE: Liebe Westdeutsche | 11.09.2018 | 15:33

Ach ja, " Es bräuchte langfristig angelegte Patenschaften aus den Metropolen für jene, die noch in den Regionen geblieben und nicht nach Leipzig oder Hamburg gezogen sind. "

"Patenschaften" also!? Wenn es noch eines beweises bedurfte, dass offenbar auch unter den hauptamtlichen demokratieschützern und aufklärern keine nicht-paternalistische Bewältigung der "Probleme des Ostens" denkbar ist, dann wurde er mit dieser aussage erbracht - noch dazu in einem an arroganz kaum zu übertreffenden "brief".

Bravo!

Wer im Osten, wohnt braucht betreuung (und beaufsichtigung) durch die metropolitan-urbane kreativ-oberschicht. Wenn das die lösung sein soll, dann muss mensch leider vermuten, dass auch Herr Begrich nichts, aber auch gar nichts begriffen hat...

RE: Überall Gefahren | 05.09.2018 | 19:49

Politik insgesamt, aber politischer erfolg insbesondere, ist eine wette auf eine ganze reihe von umständen und zufällen, die nur selten gestaltbar sind, auf die, die den erfolg unbedingt wollen, jedoch angewiesen sind.

So ungerecht es auch sein mag, manchmal wird aus einem "Mädel" von Kohls gnaden auch eine ewige kanzlerin. Und das wäre ohne spendenskandal, schwarzgeld und "jüdische vermächtnisse" wohl auch niemals geschehen...

Ob aus #aufstehen ein #aufstand wird, hängt also nicht allein vom wollen 100.000er unterstützer ab, sondern auch davon, ob die bewegung die massen ergeift - und dafür braucht sie das glück der umstände.

Bleibt die lage so wie sie ist, passiert nichts aussergewöhnliches und mobilisierendes, können die #aufsteher*innen sich noch so abmühen, der #aufstand wird ausbleiben.

Das ist die logik der politik - das wollen und die umstände müssen zusammenfallen, falls nicht, hat selbst die beste und politisch rationalste idee keine chance...