RE: Abräumer Selensky! Aufräumer Selensky? | 23.04.2019 | 13:30

Die wahl von Wolodymyr Selensky entspricht genau dem inzwischen erreichten niveau der politik in der ukraine - nur das die oligrachen jetzt nicht mal mehr selbst regieren (wollen), sondern jetzt regieren lassen. Und genauso stellen sich wohl auch die EU-Granden demokratie vor - keine angst, es wird schon, auch wir kommen dahin, Martin Sonneborn lässt bereits grüssen.

RE: Opfer Ost | 15.04.2019 | 14:47

Ach ja, welche eine einfältige debatte ... so als ob es eine "wahl" gegeben hätte oder als ob es hätte auch anders laufen können...

Dabei zeigt ein blick in die geschichte, dass das kapital ist noch nie in nicht-kapitalistische räume anders expandiert ist als "kolonialistisch"! Deshalb ist kolonialismus eine der kapitaistischen produktionsform eingeschriebene permanente tendenz. Auch nach dem ende des "klassischen" kolonialismus" ist neo-kolonialismus ein realexistierentes element der "globalisierung" .

Warum also hätte die "eroberung" der ddr anders laufen sollen als "kolonialistisch"? Mit sonderrechten, die die einheimischen ent-rechten; mit kolonialbeamten, die heute in zweiter generation versuchen als "ur-ostdeutsche" in erscheinung treten, und mit der privaten aneignung des nicht-eigentums der kolonisierten im "tausch" gegen glasperlen (oder 1 DM).

Das ossi-reservat oder auch "die zone" ist heute mehr denn je wirklich eine "zone für sich" mit überwiegend alten menschen und rechtsradikalen aller altersgruppen und politischen glaubensrichtungen.

Punkt.

RE: Leben des Anderen | 08.04.2019 | 12:24

Oh je, "Das ist so und Hein hat es jetzt in einem Gespräch mit der Zeit auch bedauernd eingeräumt." Damit ist der ganze text im Freitag und das "Büchlein" von Hein bereits völlig entwertet und der eigentliche held ist Herr Krug, der es geschafft hat, die Stasi abzuhören. Wie billig, wie falsch, wie einfältig - ist das denn?

Aber zu Hein:

1. wer mit "Der Zeit" auch nur spricht, hat sich bereits selbst aufgegeben und öffnet der lügenpropaganda tür und tor.

2. wer als ossi auch noch "etwas bedauernd einräumt" kann auch gleich sagen, dass er gelogen hat, denn nichts anderes wird ihn zukünftig vorgehalten werden!

Wieder ein komplett gescheiterter versuch sich zu rechtfertigen!

RE: Dieses Gefühl der Überlegenheit | 06.04.2019 | 18:27

Zunächst wäre es nicht ganz unwichtig zu wissen, wieviele der vortragenden auf besagtem kongress in Dresden (!) denn wessis waren - ich wette 80 prozent!

Was dann aus solchen debatten heraus kommt, habe ich selbst in den 1990ern mehrfach erlebt: es wird (1) festgestellt, dass "nicht alles in der ddr schlecht war", dass es (2) grosse ungerechtigkeiten bei der "wieder"vereinigung gegeben habe und dass es (3) aber leider, leider jetzt (also schon in den mit-1990ern!) zu spät sei. Es ist eben dumm gelaufen, sorry...

Dabei ist es von anfang an "kolonialistisch" zugegangen, weil das kapital nur eine weise kennt, sich fremde gebiet zu unterwerfen: 1. die eingeborenen werden einem sonderrecht unterworfen (sie sind dem kolonialen herrschervolk nicht gleichberechtigt, dh. sie haben nicht dieselben rechte), 2. die kolonialoffiziere erhalten eine "buschzulage" und eine karrierebeschleunigung für ihren dienst in den kolonien (im beitrittsgebiet - welch ein begriff, er allein spricht bände!!!); 3. alles eigentum der kolonisierten wird für "unrechtmäßig", also vogelfrei erklärt, dadurch können sich die kolonialherren und -damen für 1 DM nehmen, was sie wollen; schliesslich 4. die lebenräume der eingeborenen werden in ein reservat verwandelt, wo sie einer sonderbehandlung durch "ostbeauftragte" aller art mit regelmässigen "ostkonvents" (wie zz. bei der SPD in Erfurt) unterzogen werden.

Fazit: der besprochene kongress kommt 25 jahre zuspät - und kann jetzt leider, leider auch nichts mehr ändern...

RE: Critical Westness | 06.04.2019 | 18:00

Naja, die phänomene könnten - oberflächlich betrachtet - schon dieselben sein, im wesen handelt es sich jedoch um völlig verschiedene dinge.

Die musslime in d-land befinden sich in einem zustand der subkulturellen duldung, in dem sie sich auch einigermassen und oft selbst gewollt eingerichtet haben . Die ossis befinden sich in einer art reservation. Ihr reservat ist heute mehr denn je eine "zone" - von fremdheit, andersartigkeit, braun-brutalem suchverhalten, überausbeutung und selbstverachtung. M.a.worten, wer es nicht geschafft hat, aus der reservation (aus dem "osten") auszubrechen und im westen unterzutauchen, bleibt auf ewig unterbezahlt und daher von staatlicher alimentierung abhängig, muss um quoten kämpfen und ist gegenstand von "studien" (sic!) - sie oder er wird nie ein "richtiger deutscher" und selbst den kindern wird es noch ewig anhängen, dass sie in der zone (im reservat) geboren wurden.

Die parallelen, die die studie aufzuzeigen glaubt, sind oberflächlich und gehen am kern der sache vorbei. Aber sie sind auch irgendwie beruhigend "schön". Welch ein unfug!!!

RE: Der Schattenboxer | 21.03.2019 | 14:18

So, so: „Manche Leute würden sich wünschen, dass es aufhört“, sagt er lächelnd, „aber es wird nicht aufhören.“ Und warum nicht, wie kann der mann seiner sache so sicher sein?

Wahrscheinlich ist auch ihm nicht verborgen gebleiben, dass die AfD vom kern ihres politischen personals her 'fleisch vom fleische' der CDU ist. So gesehen hat der erfolg einer einst von einem FDP-liberalen gegründeten EURO kritischen splitterpartei mittels ihrer feindlichen übernahme durch die ultra rechten der CDU (die sich vom Merkelin und AKK nicht mehr vertreten sehen) nicht nur den - für die CDU - angenehmen effekt, dass es auf lange sicht in d-land keine links-grüne mehrheit mehr gibt, sonden auch die funktion einer machtreserve. Falls der dauerjuniorkoalitionspartner spd oder der möchte gern neujuniorkoalitionär B'90/Grüne zu aufmüpfig werden sollten, gibt es die alternativkoalition mit der ex-CDU (ähnlich wie in Bayern, wo die CSU mit der ex-CSU koaliert).

Und dafür braucht es wegbereiter, solche typen wie Patzelt eben...

RE: Warten auf Herrn Müller | 20.03.2019 | 07:58

Naja, wer mehr erwartet hatte, der hat bereits die deutlichen zeichen von desinteresse und distanz während der dt. G20-präsidentschaft übersehen oder ignoriert. schon 2016, im vorfeld besagter präsidentschaft, haben dt. diplomaten*innen eifig versucht, die anderen, sozusagen die G19, auf "Afrika" einzuschören - und sind damit früh gescheitert. Auf dem von deutscher seite geplanten G20-Afrika-Gipfel in Hamburg wurde dann das übliche drauerspiel aufgeführt; Afrika kann nur am rande vor. Der Müllerscher Marshall-Plan (schon der begriff ist eine farce!) spielte überhaupt keine rolle. Allein der Compact for Africa, als gemeinschaftswerk von G20, Weltbank und Afrikanischer Entwicklungsbank wurde wenigstens noch erwähnt; es wurden erst 5, später 7 afrikanische stasten ausgewählt und schliesslich zum Compact zugelassen - und bemühen sich seit dem, den geforderten rahmenbedingungen einigermassen gerecht zu werden, um ausländisches privatkapital zu investitionen anzureizen. Bislang jedoch ohne erfolg; wie auch: wenn die nachfrage die vorraussetzung für investitionen ist, dann müssten staatliche (entwicklungshilfe)programme erstmal eine einkommensmittelklasse schaffen, damit diese dann ihr geld für den kauf von konsumgütern (massenhaft) ausgeben kann.

Das alles sind jedoch illusionen, nicht nur im rahmen kapitalistischer verhältnisse, sondern auch wenn es um das erreichen von sogenannten nachhaltigkeitszielen geht. Dieser traum ist ausgeträumt; das system hat fertig!

RE: Netz der Primaten | 21.02.2019 | 15:09

Der frust sitzt sicher tief und die wut ist verständlich, aber das schicksal "ungestraft ... wie Ware behandelt (zu werden)" teilen nicht nur frauen, sondern alle abhängen beschäftigten im kapitalismus. Ja mehr noch, wer nicht wie "ware behandelt wird" ist meist noch schlechter dran; sie oder er wird gar nicht mehr "behandelt", also sich selbst überlassen und gilt als überflüssig...

RE: Niemand wird kommen, um uns zu retten | 08.02.2019 | 19:24

Auch wenn Sie es nicht wahr haben wollen, Morrleiche, mit den fingern auf andere zeigen nützt gar nichts. Leider nützt auch das "wir müssen...", "wir müssen..." "kohleausstieg jetzt" etc. gelaber nichts, weil derartige forderungen in dem gesellschaftlichen umfeld, in dem sie gestellt werden, verpuffen müssen.

Frau Henneberger, glaube sie etwa wirklich, dass die, die sich an die kohle klammern, oder die, die benzinpreiserhöhungen als angriff auf ihr leben empfinden, einfach zu blöd sind oder vom klimawandel noch nie etwas gehört haben?

Also, ist doch die zentrale frage: Warum änder sich trotz alles wissens nichts? Weil die menschen in dieser gesellschaft nicht auf einsichten anderer vertrauen können! Das müssten sie aber, wenn sie sicher gehen wollen, dass ihr kleiner klimaschutzbeitrag nicht durch die nächste Porschefahrerin zunichte gemacht wird. Wenn sie sicher sein könnten, dass sie trotzdem noch zur arbeit kommen, wenn der benzin teurer wird, sie aber nur einen niedriglohnjob haben.

Wenn kapitalismus eine konkurrenzgesellschaft ist und wenn konkurrenz bedeutet, dass die schwäche oder der verzicht (und verzicht wird hier wie schwäche "bestraft") einen vorteil für einen anderen darstellt und wenn der ihn nicht nutzt, macht es eben eine andere - weils um soziale überleben geht! Dann nützen appelle ans gewissen und das das verweisen auf den zeigerstand von virtuellen uhren nichts. Sie sind heillos naiv!!!

Nein, wer von der kapitalistischen konkurrenzgesellschaft und ihren zwängen und strafen nicht sprechen will, muss den klimawandel hinnehmen! Einsichtiges verhalten führt nur zum einseitigen nachteil und am ende kollapiert das klima trotzdem...

RE: Was ist hier schon gerecht? | 07.02.2019 | 20:23

Die ganze debatte ist eigentlich ein witz, angesichts der von der spd massgeblich zu verantwortenden katastrophalen lage aber eher ein trauerspiel!

1. seit wann wird rentenanspruch denn nach dem "Prinzip der Bedürftigkeit" bemessen?

2. wenn die rente nicht reicht den bedarf zu decken, liegt es schlicht am einkommen bzw. den daraus entrichteten beiträgen. Wenn also die spd heute so tut, als ob sie wohltaten verteilt, muss sie sich sagen lassen, dass das alles die (vorhersehbare!) folge der niedriglohnstrategie (agenda 2010) war. Merke: wer renetensichernde löhe erzwingt, braucht die rente hinterher nicht aufzustocken!

3. wenn es einen, die grundrente sichernden mindestlohn gäbe, würde dieser hälftig vom kapital bezahlt! Die Heilsche grundrente bezahlen die steuerzahler*innen; auch weil die unternehmen in d-land ihre steuern winzig klein rechnen können.

Und das ist des pudels kern - geschont wird das (gross)kapital, solidarität üben die armen untereinander. Das ist die spd heute - zum untergang verdammt, und das zu recht!!!