RE: Gegen die Wand | 18.01.2019 | 10:47

May, Johnson, Corbyn, Farage etc.pp. - das ahnte schon Pink Floyd:

“Hanging on in quiet desperation is the English way…” (Dark Side of the Moon, Time 1973)

RE: Geisterfahrt zum Brexit | 16.01.2019 | 13:31

Nur zur klarstellung: Die frage"Was bedeutet es für Millionen Europäer, wenn die seit 2015 geltende Nullzinspolitik der EZB die private Altersvorsorge mindestens einer Generation zerstört?" verrät nur allzu deutlich eine erstaunliche unkenntnis bzgl. des hauptverursachers der durchaus sinnvollen EZB-politik. Dadurch wird die EURO-zone letztlich stabilisiert und zusammengehalten. Die grösste gefahr für den zusammenhalt der EURO-Zone geht indessen von D-land aus, das mit seinem beharren auf austerität und wirtschaftlich fragwürdigen "Maastricht-Kriterien" die EURO-Zone an den rand einer deflation zwingt. Allein die lockere geldpolitik der EZB und das beharren auf einem zinsniveau von faktisch null vermag dem - einigermassen - entgegen zu wirken. Wer seine altersvorsorge auf zinsgewinne, also auf den finanzmarkt gründet, der ist ohnehin schlecht beraten. Allein das umlagesystem vermag die altersvorsorge tatsächlich zu sichern.

Zur lage in GB bleibt nur anzumerken, dass es noch spannend sein wird zu erleben, wie die hard-liner um Boris Johnson & Co. nach dem offensichtlich beabsichtigten sturz von May ohne neuwahlen (also ohne misstrauensvotum) nach ihrer machtergreifung mit dem Brexit umgehen werden... Aber erst kommt die MACHT und dann die politik; kurzsichtiger geht's nimmer.

RE: Chaos mit Ansage | 12.01.2019 | 14:23

Na gut, Herr Krätke, ich biete Ihnen eine wette an: " Kommt der No Deal..." - passiert nichts von dem, was von Ihnen (und anderen) so dramatisch herbeigeschrieben wird!

Mein einsatz ist eine tüte heimaterde, mir würde es genügen, dass Sie im Falle dessen, dass das eintritt, was ich vermute (nämlich nichts von dem, was Sie beschreiben), eine kleine flasche Maggie (speisewürze) auf ex austrinken.

Top, die wette gilt! Als wahlbrite sind Sie doch genauso wettverrückt wie die insulaner, oder?

RE: Ein Befreiungsversuch | 04.01.2019 | 19:32

Was will uns der autor mit alldem - dh. einem ziemlich "verpeilten" artikel - sagen? Dass er sich nicht traut, die wahrheit zu schreiben? Dass die Leser+innen eh alles besser wissen? Dass er am liebsten aufhören würde, wenn er nur etwas anderes, das ein lebenssicherndes einkommen "produziert", zu machen wüsste?

Mein rat zur persönlichen hygenie: Hören sie einfach auf artikel zu schreiben! Alles anderes findet sich...

RE: Unruhestifter Zinsen | 04.01.2019 | 14:34

Gut, gut - die ironie der geschichte besteht allerdings darin, dass ohne eine erhöhung der zinsen in den USA der US-D wahrscheinlich inzwischen gegenüber dem EURO um 10 prozent abgewertet hätte. Das wiederum entspricht in etwa dem effekt, den der Trumpsche "handelskrieg" inzwischen auf die internationalen austauschbeziehungen gehabt hat.

Ergo, wenn Trump die "handelsgegner" wirklich treffen wollte, müsste er nur eine abwertung des US-D herbeiführen - 30 prozent würden reichen...

Das jedoch hätte einen "giesskanneneffekt"- will sagen, es würde alle gleichermassen treffen. Die "handelskriege" des DT sollen aber gezielt China treffen - und die EU steigt nur allzugern darauf ein; solange sie verschont wird.

Im übrigen: "Zinssenkungsspielräume" sind nichts anderes als "anti-krisen-träume"; im zweifelsfall hilft nur "quantitative easing"...

RE: Das Haus brennt | 20.12.2018 | 15:12

Angesichts der unglaublichen fahrlässigkeit (um nicht zu sagen dummheit), mit der die "menschliche Intelligenz" mit den herausforderungen des klimawandels und anderer globaler katastrophen umgeht, ist "künstliche Intelligenz" von maschinen möglicherweise die rettung - wenn sie denn in der lage wäre, solche bedingungen herzustellen, dass die menschen derart beeinflusst werden, sich überlebensrettend (vernünftig) zu verhalten.

So gesehen kann der "Überwachungskapitalismus" sogar überlebenswichtig sein, wenn er die maschinen hervorbringt, die die menschheit derart überwachen, dass diese keine dummheiten macht (und z.B. weiterhin konsumiert als gäbe es kein morgen, SUVs fährt und die regenwälder abholzt). Auch aus dieser sicht scheint das buch als pflichtlektüre ausserordentlich geeignet...

RE: Neue Dollars braucht das Land | 19.12.2018 | 17:25

Was für eine wirrer artikel!?

Falls dem ganzen die vorstellung zugrunde liegen sollte, dass "investoren", die millionen US-Dollar per banktransaktion nach Simbabawe bringen, des problem des bargeldmangels lösen, so ist diese fundamental fehlgeleitet.

Zum ersten: der verzicht aus eine eigenen währung, die als bargeld zirkuliert und die nutzung von anderen währungen, vorzugsweise den US-Dollar, die nicht selbst "hergestellt" werden können, hat schwerwiegende konsequenzen. 1) es gibt kein kleingeld, dh. der kleineste betrag ist 1 US-Dollar (auch für ein bonbon); 2) der bargeldumlauf ist vom zustrom von bargeld ins land abhängig. schaffen aber inländer bargeld ausser landes, um z.B. in Südafrika einzukaufen, ist eine bargeldkrise unvermeidlich. 3) die lösung wäre wieder eigenes geld einzuführen; solches können aber nur ca. zehn (!) durckereien weltweit herstellen (inkl. der dt. Bundesdruckerei), und das ist sehr teuer - Simbabwe kann sich zz. eine eigene währung schlicht nicht leisten!

Zum zweiten: investitionen lösen das bargeldproblem nicht, weil durch diese pe se kein bargeld in umlauf gesetzt wird. Stattdessen wird nationalreichtum gegen buchgeld (gutschriften auf konten) verrammscht...

RE: „Ich bleib daheim“ | 19.12.2018 | 16:58

So, so: "Frauen haben eine relativ geringe Bildungsrendite. Das heißt, sie profitieren ökonomisch weniger von ihren Bildungsinvestitionen." Was ist denn das für ein Kvac?!

Wer bildung als "investition" beschreibt, hat das kapitalistische system bereits interalisiert. Und wer von seiner bildung "profitieren" möchte, hat sich bereits an das kapital verkauft! - soviel zur kompetenz der interviewten "professorin"; welch eine inkompetenz, niedertracht und scheinheiligkeit!

Ich selbst habe mein ganzes eheleben (seit 30+ jahren) mit einer frau zusammen gelebt, die ungefähr das doppelte einkommen pro monat erzielt hat als ich. Allerdings konnte ich bei keinem unserer kinder (nicht mal nicht unbezahlt) vaterurlaub machen, auch wenn ich es gern gewollt hätte. Die zeiten waren eben noch nicht soweit. Und trotzdem hat meine frau ihre breufliche laufbahn nicht aufgegeben und wir leben noch zusammen.

Und was hat das alles mit "bildungsrendite", "profitieren" und "investitionen" zu tun? NICHTS!!!

RE: Auf dem falschen Gleis | 18.12.2018 | 14:42

Wahrlich, eine beeindruckende zahl von zahlen. Aber was will uns der Autor WW damit sagen? Dass er Dürr seinerzeit geglaubt hat? - das wäre naiv, denn bereits zu Dürr's zeiten nahm das verhängnis seinen lauf. Will er uns sagen, dass die DB von Daimler-jüngern gekapert wurde? Das ist zwar ein interessantes detail, tut aber nichts zur sache, den job, den die figuren gemacht haben, haben sie als charaktermasken gemacht, dh. jeder mangager - ob von Simens, Bauknecht, Bitburger oder VW - hätte diesen job genausso gemacht, oder er hätte ihn gar nicht bekommen...

Was uns WW allerdings nach all den zahlen und stimmungsberichten schuldig bleibt, ist die idee einer lösung. Aber vielleicht ist eine solche auch gar nicht gewollt - denn ohne diese kann WW noch eine vielzahl von zahlen gesättigten artikeln schreiben ohne auf's "richtige gleis" zu sprechen kommen zu müssen...

RE: Illusionärer Block | 18.12.2018 | 14:22

So, so: „Es ist notwendig, mit dem Tabu der absoluten und für alle gleichen sozialen Sicherheit zu brechen.“ „Eine Gesellschaft macht auch durch ihre Ungleichheit Fortschritte.“ - was haben die neo-liberalen totalversager à la Delors und Macron eigentlich erwartet? Dass sich die scheinbar für das gemeinwohl notwendigen verlierer freiwillig aufopfern? Dass sie verständnis dafür aufbringen, dass es zur erzielung des gemeinwohls notwendig ist, dass es 1 prozent superreiche gibt, dennen steuern erlassen und profite geschenkt werden?

Das kann selbst im medialen verbödungskapitalismus niemand erwarten. Die "lämmer schweigen" (Mausfeld) eben nicht immer und nicht zu allem. Und lassen sich auch doch das scheinheilige entsetzen des Merkelins nicht davon abhalten, auf ein grobes system einen groben keil zu setzen, den sie gewaltsam hineintreiben.

Das ist die bankrotterklärung des neo-liberalen systems, vier jahrzehnte hat es gewütet und das gesamte sozialstaatliche system zerschlagen, infrastrukturen verkommen lassen, die jugendarbeitslosigkeit auf neue höhen getrieben und eine bankenkrise verursacht, für die die armen und die mittelschicht noch heute zahlen müssen - da gagegen hilft nur noch protest und gewalt!