RE: Wer nicht kämpft, hat verloren | 16.06.2020 | 11:27

>>Interessant, was Sie alles so in andere hineininterpretieren, hineinprojizieren.<<

Das ist keineswegs ein "hineinprojizieren" oder "-interpretieren". Das ist eine häufig gebrauchte Strategie der Rechten, Linke als rechts oder rechtstendierend darzustellen. Das soll die Verwirrung erhöhen und tut es leider oft auch.

RE: „Corona offenbart schockierende Ungleichheit“ | 06.06.2020 | 11:07

>>Sehr guter Mann! Er kann komplexe Sachverhalte hervorragend zusammenfassen und einfach verständliche, klare Schlussfolgerungen formulieren.<<

Kann er eben nicht. Er walzt auf 800 Seiten aus, was seit 150 Jahren die Spatzen von den Dächern pfeifen. Und debei vermeidet er peinlichst, auf das Ding an sich zu sprechen zu kommen, nämlich dass es zwei unterschiedliche Gruppen von Menschen sind, zwischen denen der Kampf um die Verteilung läuft, weil sie völlig unterschiedliche Voraussetzungen haben, ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften. Die einen arbeiten, die anderen lassen arbeiten.

Wer Piketty lesen will, sollte Kaufmann/Stützle lesen. Die schaffen es, auf 100 Seiten im halben Format die Inhalte von Pikettys Wälzer wiederzugeben und noch eine Kritik zu formulieren.

"Die Chance" macht von allein leider gar nichts.

RE: Der Tanz beginnt | 24.04.2020 | 08:58

>>Denn dahinter lauert der eigentliche Grundkonflikt<<

Der eigentliche Grundkonflikt, Herr von Lucke, ist der zwischen denen, die arbeiten, und denen, die ihr "Kapital arbeiten lassen". Sie zählen einige kleinere Egoismen auf. Den eingetlichen Konflikt behandeln sie gar nicht.

RE: Sprache der Diktatoren | 06.04.2020 | 11:07

>>So weit wird es in Deutschland nicht kommen, nur dürfte auch bei uns die Welt nach COVID-19 eine andere sein als zuvor.<<

Was berechtigt zu dieser Annahme?

Ansonsten alles ziemlich unkonkret hintenraus. Was tun? ist doch die Frage.

RE: In der Krise sind alle Keynesianer | 05.04.2020 | 01:00

>>Diese Schulden können Staaten durch immer neue Schulden begleichen, bis in alle Ewigkeit.<<

Das bezweifle ich. Abgesehen davon gibt es zu den Schulden Gläubiger.

>> Das führt auch nicht zur Inflation, wir leben in deflationären Zeiten.<<

Woran merken Sie das? in meinem Warenkorb wird alles ständig teurer. Alltäglicher Einkauf, Strom, wasser, Versicherung, Dienstleiststungen...

>>Noch einfacher ist es, wenn sich Staaten ganz durch die Notenbank finanzieren (monetäre Staatsfinanzierung) und Helicoptergeld in Form eines bedingungslosen Grundeinkommens einführen.<<

Ich fürchte sie haben da bei beiden ein Mißverständnis - sowohl bei der Staatsfinanzierung wie auch beim "Grundeinkommen", was wiederum mit "Helicoptergeld" nichts zu tun hat.

RE: In der Krise sind alle Keynesianer | 05.04.2020 | 00:53

Noch ein Logik-Fehler:

>>Mittellose Selbständige können Hartz-IV beantragen, ohne ihre Ersparnisse aufbrauchen zu müssen. Bedürftige Familien bekommen einen Kinderzuschlag <<

Wenn nicht geprüft wird - woher weiß man dann, ob die Leute "mittellos" oder "bedürftig" sind?

RE: In der Krise sind alle Keynesianer | 04.04.2020 | 16:05

Herr Hierschel,

sie wollten gerne alles in einem Text unterbringen. Und im großen uns ganzen ist ja auch alles richtig. Schulden sind aber keine Lösung, auch dann nicht, wenn sie danach "Wachstum" bringen. Und wenn sie schon so an den klassisch-neoklassischen Begriffen hängen, dann sollten sie wenigstens die Begriffe einheitlich verwenden. Ein Einbruch des BIP auf die Hälfte wäre natürlich eine Katastrophe, ein Einbruch des BIP-Wachstums dagegen auf die Hälfte wäre in der jetzigen situation der Lotto-Fünfer.

Möglicherweise meinten Sie das BIP, aber sie vergleichen BIP mit BIP-Wachstum, und das ist ein Fehler, der den Text unbrauchbar macht.

RE: Im Turbo-Gang | 29.03.2020 | 17:41

>>Zu GWUP kann ich nur sagen: Da hat fossa von A bis Z recht. Ideologen, die ihre vermeintliche Wissenschaftlichkeit, für ihre fragwürdige Weltanschauung instrumentalisieren<<

Zu dem Komplex wikipedia/GWUP/Psiram kann man sich mal "Die dunkle Seite der Wikipedia" anschauen. Ich kann nicht beurteilen, ob alles richtig ist, was dort gesagt wird, aber ein Blick hinter die Kulissen ist das allemal.

RE: In der Zwickmühle | 26.03.2020 | 07:48

Schon die Überschrift passt doch irgendwie nicht: Wenn wir die Wahl haben, die "Wirtschaft zu retten" ODER "die Menschen" - das ist eine "moralische Überforderung"???

Wie kommt es überhaupt, dass das ein Dilemma ist?

(ich weiß die Antwort, aber ich stelle es mal in den Raum) ...

PS.: Ist "Denkzone8" im Urlaub?

RE: Das kommt nicht von außen | 25.03.2020 | 05:24

>>Schlösse (auch) die Rolle Chinas (als Werkbank der westlichen Konsumenten) in diesem "Spiel" mit ein.<<

Als westlicher Produzenten vor allem.