Surreale Bilder und bizarre Geschichten

Netzschau Stimmen aus dem Netz: „[W]ie in ,Freak Orlando‘, das vom Barocktheater inspiriert ist, fügen sich auch in der Baden-Badener Ausstellung die verschiedenen Stationen [Ulrike Ottingers] künstlerischen Lebens wie auf einer Bühne zusammen...“
Die Künstlerin und Filmemacherin Ulrike Ottinger bei ihrer Dankesrede im Haus der Berliner Festspiele während der Verleihung der goldenen Kamera auf der Berlinale 2020.
Die Künstlerin und Filmemacherin Ulrike Ottinger bei ihrer Dankesrede im Haus der Berliner Festspiele während der Verleihung der goldenen Kamera auf der Berlinale 2020.

Foto: Andreas Rentz/Getty Images

„[D]ie Sechziger in Paris, wo ihre vor einigen Jahren wiederentdeckten, seitdem gefeierten Pop-art-Gemälde entstanden, die Rückkehr nach Konstanz, wo sie einen Filmclub und eine Galerie gründete, und schließlich der Umzug nach Berlin, seit 1973 Ausgangspunkt ihres Filmschaffens in aller Welt.“ – tagesspiegel.de

Allumfassende Schau

Cosmos Ottinger (19 February-15 May, 2022) is entirely dedicated to the imagination of this extraordinary artist and, like a dictionary that defines her languages or an alphabet that deciphers her stories, it turns the pages of her diverse and long-standing oeuvre. Promising feminist and queer waves with voices from the young generation, the Kunsthalle becomes a stage, a film set, a studio, an archive, and a living museum from spring through summer.“ – e-flux.com

„Mit der Kamera auf Reisen“

Obwohl ihre Mutter Filme ins Französische übersetzt und ihr Vater die großen Kinos der Nachkriegszeit mit Wandbildern versehen hätte, sei sie praktisch kinolos aufgewachsen, hat die 1942 in Konstanz geborene Ulrike Ottinger einmal erzählt. Vielleicht hat sie gerade deswegen, das Kino neu erfunden – mit einer eigenwilligen, überbordenden Bildsprache, mit eigenen Ideen, die sie vom Konzept über Regie und Kameraführung bis zur Produktion selbst verwirklicht. Als Filmkünstlerin geht sie mit der Kamera auf Reisen, in die Arktis. Sie erforscht asiatische Kulturkreise, integriert mongolische und japanische Formensprache in ihre Werke, die nicht nur regelmäßig zur Berlinale eingeladen werden.“ – zeit.de

Preisgekröntes Lebenswerk

„In Zeiten, in denen die Kunst vor allem von männlichen Protagonisten geprägt war, [ist] es Ulrike Ottinger gelungen, gegen alle Konventionen einen sehr eigenständigen und bildstarken Stil zu entwickeln. Der Hans-Thoma-Preis wird alle zwei Jahre vergeben und zeichnet das Lebenswerk von Künstlern aus, die vorrangig in Baden-Württemberg tätig oder in dem Bundesland geboren sind.“ – monopol-magazin.de

18:23 15.02.2022

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Facettenreiches Œuvre

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Zur Ausstellung Fabelhafte Welten, surreal anmutende Szenerien und düstere sowie heitere Elemente – es gibt keinen perfekteren Ort als den „Cosmos Ottinger“, um einen queeren Blick zu definieren oder eine feministische Perspektive zu formulieren
Fabelhafte Persönlichkeit

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Biografie Das Jahr in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden beginnt mit einer Präsentation des vielgestaltigen Werks der international renommierten Künstlerin, die ihr gesamtes künstlerisches Schaffen zeigt – als erste Einzelausstellung der neuen Leitung
Kunst im Kino

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Video Mit ihren experimentellen Filmen, die ab den 70ern entstanden und oft Theater, Kunst, Musik, Dokumentarisches und Fiktion vereinen, schuf Ulrike Ottinger ein beeindruckendes Œuvre aus bislang 25 Titeln, das noch immer weiterwächst


Ulrike Ottinger | Interview

Video Zsombor Bobák in conversation with Ulrike Ottinger on „Paris Calligrammes“ – where Ulrike Otinger explores the landscape of her memories of the city that she called home for 20 years and that helped shape her beginnings as a painter and filmmaker


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Ulrike Ottinger | Goldene Kamera

Video Ulrike Ottinger has been one of the most important filmmakers since the 1970s. In addition to the Berlinale, her films have been shown at numerous festivals and have received various recognitions, including at the „Cinémathèque française“ and MoMA