Eine Ausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand zum Kampf gegen den Nationalsozialismus vor 1933
Die 1919 gegründete Weimarer Republik steht von Beginn an unter Druck. Autoritäre Ideen und nationalistisches Denken sind in Teilen der Gesellschaft tief verwurzelt. Aufstandsversuche sowie politische Morde prägen die ersten Jahre der Republik. Der wachsende Einfluss der NSDAP gefährdet die Demokratie zunehmend.
Zahlreiche Demokratinnen und Demokraten aus Politik und Gesellschaft warnen bereits früh vor diesen Gefahren. Sie fürchten um Grundrechte und soziale Errungenschaften der ersten parlamentarischen Demokratie in Deutschland und stellen sich der Gewalt, Desinformation und menschenverachtenden Ideologie der Nationalsozialisten entgegen.
Die Ausstellung präsentiert den Kampf engagierter Männer und Frauen gegen den Nationalsozialismus vor 1933. Anhand von 27 Biografien beleuchtet sie verschiedene Handlungsfelder, Motive und Formen der Auseinandersetzung mit der aufstrebenden NS-Bewegung.
Die Männer und Frauen engagieren sich journalistisch, politisch, literarisch, künstlerisch, juristisch, in Gewerkschaften, Frauenbewegung und Bündnissen, aus religiösen, pazifistischen oder politischen Motiven. Sie klären auf, fordern und ersinnen Maßnahmen, konfrontieren die Nationalsozialisten, dokumentieren Gewalt, Rechtsbrüche und Unwahrheiten.
Die Schau begreift die Weimarer Republik nicht von ihrem Scheitern her, sondern von ihren Möglichkeiten. Sie macht deutlich: Selbst in Zeiten sich verengender Handlungsspielräume war die Machtübernahme der Nationalsozialisten nicht alternativlos. Und sie zeigt: Die Weimarer Republik war keinesfalls eine „Demokratie ohne Demokraten“.
Die Ausstellung ist vom 22. Januar bis 23. August 2026 in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, Stauffenbergstraße 13-14, 10785 Berlin, zu sehen.
Öffnungszeiten
Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr
Sonnabend, Sonntag und an Feiertagen 10 – 18 Uhr