„Die erste parlamentarische Demokratie in Deutschland war von Beginn an dem Druck extremer Kräfte ausgesetzt. Gegen die Weimarer Verfassung gab es in völkischen Kreisen tief verwurzelte Vorurteile, wobei der Antisemitismus als Bindeglied zwischen den Gruppierungen fungierte. Spätestens nach der Ermordung Rathenaus sowie dem gescheiterten Münchner Hitler-Putsch am 9. November 1923 war den Gegnern des Rechtsextremismus bewusst, welche Gefahr Deutschland drohte.“ – morgenpost.de
„Tja, was wäre gewesen, wenn?“
„Gewiss, die Weimarer Demokratie war labil, sie war jung, und sie hatte es mit mächtigen und brutalen Gegnern zu tun, die zurück zur Monarchie wollten oder voran in einen neuen autoritären Staat. Aber es gab große gesellschaftliche Gruppen, denen die Demokratie Freiheiten eröffnete, die sie sich nicht wieder nehmen lassen wollten: die Arbeiterschaft, die Frauen, die 1919 zum ersten Mal wählen durften, aber auch viele Intellektuelle und nicht zuletzt die jüdischen Deutschen. Es ging um mehr als um eine Staatsform. Diese Menschen haben mit der Demokratie ein Gefühl der Befreiung verbunden.“– zeit.de
»Wie ihr’s euch träumt ...«
„Allen ist Hochachtung zu zollen, die vor 1933 gegen die Nazis ankämpften, egal welcher sozialen Herkunft, politischen oder weltanschaulichen Gesinnung. Sie alle riskierten ihr Leben und viele wurden nach 1933 ermordet. Sie hatten sich für – heute wieder dringlichst notwendig – breite Bündnisse eingesetzt und bewiesen, dass die Weimarer Republik keineswegs eine »Demokratie ohne Demokraten« war.“ – nd-aktuell.de
Auch demokratisch gewählte Faschisten sind für Gewalt, gegen Freiheit und Gleichheit
„Die zwölf Jahre nationalsozialistischen Terrors haben nicht nur eine Nachwirkung, die wir heute erleben, sondern auch eine Vorgeschichte, derer zu erinnern vor den anstehenden Landtagswahlen wichtig ist. Eine Ausstellung zum Kampf gegen den Nationalsozialismus vor 1933 unter dem Titel »…Dieser Feind steht rechts« in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendler-Block in Berlin gibt darüber Auskunft.“ – sozialismus.de
Eine Ausstellung der Stiftung Gedenkstätte Deutscher Widerstand
„Kampflos ist die Weimarer Republik 1933 nicht in den NS-Staat übergegangen. Seit Beginn der 1930er-Jahre gab es engagierten Widerstand, um die NSDAP von der Machtübernahme fernzuhalten. Das zeigt eine beeindruckende Ausstellung in der Gedenkstätte Deutscher Widerstand (GDW) in Berlin. Mit 27 Porträts aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft dokumentiert sie, wie ernst es prominenten Akteur*innen war, den Umsturz durch die Nazis zu verhindern […].“ – dgb.de