In Kooperation mit Freunde der Nationalgalerie e.V.

Presseschau

Was sagen die Medien? Hier finden Sie eine Auswahl an Pressebeiträgen über Cattelans neue Ausstellung „Night“ in der Neuen Nationalgalerie Berlin sowie Interviews mit dem Künstler.

Das Ausstellungswerk „Him“ von Maurizio Cattelans zeigt die Figur Adolf Hitlers auf dem Boden kniend.
Maurizio Cattelan: Him (2001)

Foto: Attilio Maranzano

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Maurizio Cattelan

Maurizio Cattelan

NIGHT

Preis der Nationalgalerie 2026

Eine Sonderausstellung der Neuen Nationalgalerie, ermöglicht von den FREUNDEN der Nationalgalerie und gefördert durch BMW.

Neue Nationalgalerie

Potsdamer Straße 50, 10785 Berlin

Vom 10. September 2026 bis 07. März 2027

Gisela Williams in The New York Times Style Magazine, 08.08.2026:

Im Jahr 2019 löste Maurizio Cattelan einen Medienrummel aus, als er während der Art Basel Miami Beach eine Banane mit Klebeband an die Wand eines Galerieverstands befestigte. (Sie wurde später bei einer Auktion für 6,2 Millionen Dollar verkauft.) Die neue Ausstellung „Night“ in der Neuen Nationalgalerie in Berlin zeigt Werke des in Italien geborenen Künstlers und erinnert zugleich daran, dass sein Œuvre breiter und tiefgründiger ist als jedes einzelne Werk.

Darunter sind seine früheren Provokationen zu sehen – beispielsweise seine Skulptur aus dem Jahr 2001, die einen betenden Miniatur-Adolf Hitler zeigt – sowie neue Werke, wie ein fast 20 Fuß hohes Holzmodell des Berliner Brandenburger Tors aus dem 18. Jahrhundert, das mittlerweile sowohl für Zeiten des Konflikts als auch des Neuanfangs in der Stadt steht.

(…) Biesenbach berichtete, dass nicht wenige Besucher, die die Entwürfe für „Night“ gesehen hatten, von der starken politischen Botschaft überrascht waren und fragten, ob er das Projekt wirklich umsetzen wolle. Biesenbach antwortete: „Ja, das werden wir. Lasst uns in Berlin für die freie künstlerische Meinungsäußerung einstehen.

Weiterlesen: https://www.nytimes.com/2026/08/08/t-magazine/maurizio-cattelan-last-supper-dinner-berlin.html

Monopol Magazin, 05.11.2025:

Maurizio Cattelan wurde mit Skulpturen und Installationen bekannt, die sich zwischen Humor und Provokation bewegen. So sorgten seine Darstellungen eines betenden Adolf Hitlers oder eines Papstes, der von einem Meteoriten erschlagen wird, für Kontroversen. Der Künstler gilt als „Trickster„ im Kulturbetrieb.

Er ließ seinen Galeristen für die Laufzeit einer Ausstellung mit einem Phalluskostüm mit Hasenohren herumlaufen, stellte eine Marmorhand mit Stinkefinger vor die Mailänder Börse und klebte eine Banane mit Gaffer-Tape an die Wand, um sie für viel Geld als Kunstwerk verkaufen zu lassen. Cattelan sieht sich selbst als professioneller Narr, der Göttern wie Götzen die Clownsnase aufsetzt.

Weiterlesen: https://www.monopol-magazin.de/maurizio-cattelan-bekommt-den-preis-der-nationalgalerie

Giovanni di Lorenzo im Gespräch mit Maurizio Cattelan in ZEIT Magazin N° 37 , 27.08.2026:

Wann sind Sie dann zum ersten Mal als Künstler nach Berlin gekommen?

Cattelan: Erst zur Vorbereitung der Biennale 2006.

(…) 2006 waren Sie, mit Massimiliano Gioni und Ali Subotnick, Co­Kurator der 4. Berlin Biennale für zeitgenössische Kunst.

Ja, und der schönste Teil der Ausstellung war vielleicht ihre Vorbereitung. Sich nach und nach eine Vision davon zu verschaffen, was in diesem Land vor sich ging – das war unsere Aufgabe. Ich erinnere mich an Hotels mit Gemeinschaftstoilette auf dem Flur, das Zusammensein mit den Künstlern in ihren Ateliers, die täglichen gegenseitigen Besuche. Es war lustig. Wenn ich ein Studentenleben gehabt hätte, dann hätte es so ausgesehen.

Und Ihre Erinnerung an Berlin­ Mitte und die Orte in und an der Auguststraße, die das Zentrum der Ausstellung wurde?

Wir besichtigten erst mal alle Örtlichkeiten, die man in Berlin besichtigen konnte. Zunächst wollte man, dass wir in den Gropius­Bau ziehen, aber das hätte nicht funktioniert. Unter den vielen möglichen Ausstellungs­ orten, die wir uns angesehen haben, war auch das Ge­ bäude der früheren jüdischen Mädchenschule, das leer stand. Außerdem fanden wir in der Nähe einen Fried­ hof, dann diesen Ballsaal, in den wir immer zum Essen gingen. Wie viele Pizzen habe ich dort gegessen – und wie viele Wiener Schnitzel! Damals durfte man noch überall rauchen.

Clärchens Ballhaus! In der Zwischenzeit wurde es restauriert.

Ja. Die ganze Berliner Mitte hat sich sehr verändert. Die Stadt hat mir gezeigt, wie der Kunstmarkt uns und die künstlerische Arbeit vergiftet und korrumpiert. Damals konnte man in Berlin günstig leben, aus diesem Grund waren dort viele Künstler – und ihre Suche nach Aus­ druck war unverfälscht und rein. Wir haben verrückte Dinge gesehen, Kunst jeder Art. Wir haben so viel Verschiedenes entdeckt, konnten aber leider nicht alles in die Ausstellung aufnehmen. Wenn ich etwas noch einmal machen wollte von der Berlin Biennale, dann wäre es dieses Recherche­Jahr.

Nun kommen Sie mit Ihrer ersten großen Einzel­ausstellung zurück ...

Es wird eher eine traditionelle Ausstellung, mit ein paar alten Hüten ...

In der Neuen Nationalgalerie haben Sie aber un­endlich viel Platz!

Das Museum ist wie eine Kirche.

Sind Sie aufgeregt, wenn Sie an die Ausstellung denken?

Ich mach mir vor Angst in die Hose!

Warum denn?

Ich mach mir immer in die Hose. Ich versuche mein Bestes. Es wird mit Sicherheit eine Ausstellung werden, die etwas über Deutschland aussagt. Aber nicht nur über Deutschland: Sie sagt etwas über Werte aus, über Probleme, die wir alle haben. Visuell werden sie als deutsch zu erkennen sein, aber in der Essenz werden sie uns alle angehen.

Weiterlesen: https://www.zeit.de/zeit-magazin/2026/37/maurizio-cattelan-kuenstler-ausstellung-berlin-neue-nationalgalerie

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Preis der Nationalgalerie 2026

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Maurizio Cattelan erhielt den Preis der Nationalgalerie 2026. Jetzt wird seine erste große Einzelausstellung „Night“ in der Neuen Nationalgalerie Berlin zu sehen sein. Lesen Sie hier weitere Infos zur Ausstellung, zum Künstler und zum Preis.

Interview: Maurizio Cattelan | WELT

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Im Interview mit der WELT erzählt Maurizio Cattelan von seiner Kindheit, darüber, weshalb er erst spät anfing, Kunst zu produzieren, und über ein berühmtes Werk in der Neuen Nationalgalerie Berlin. Lesen Sie hier einen Ausschnitt des Interviews.

Meister der Provokation: Maurizio Cattelan

Der italienische Künstler Maurizio Cattelan gilt als seltsamer Vogel in der Kunstwelt. International bekannt wurde er mit lebensecht wirkenden Figuren. In diesem Beitrag der Deutschen Welle werden seine Ausstellungswerke 2016 in Paris gezeigt.

Maurizio Cattelan im Centre Pompidou-Metz

Zum 15-jährigen Jubiläum stellte das Centre Pompidou in Paris mehr als 400 Werke dem Blick von Maurizio Cattelan. Zusätzlich wurden dreißig Werke des italienischen Künstlers ausgestellt. Sehen Sie hier einen Ausschnitt dieser Ausstellung.