In Kooperation mit Ruhr Museum

Überraschende Vielfalt des Eiszeitalters

In seinen Kohlenbunkern erzählt das Ruhr Museum vom Leben in der Eiszeit. Mehr als 350 Exponate zeigen, wie Landschaften, Tiere, Pflanzen und Menschen die letzten 2,6 Millionen Jahre geprägt haben – und schlagen den Bogen zur Klimakrise der Gegenwart

Blick in die Sonderausstellung „überLeben in der Eiszeit“

© Ruhr Museum / Christoph Sebastian

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überLeben in der Eiszeit

überLeben in der Eiszeit

Sonderausstellung

Ruhr Museum | 12-Meter-Ebene
Bis 10. Januar 2027!

In Kooperation mit Ruhr Museum

Die fünf Kapitel Landschaft, Pflanzenwelt, Tierwelt, Menschen und Klima, welche von einem Prolog und Epilog eingerahmt werden, offenbaren die überraschende Vielfalt des Eiszeitalters, das mit seinen verschiedenen Kalt- und Warmzeiten in den vergangenen 2,6 Millionen Jahren die Region gestaltet hat:

Landschaft

Während der eiszeitlichen Kaltzeiten war der Norden des heutigen Nordrhein-Westfalens von einem über 100 Meter dicken Eispanzer bedeckt. In den Warmzeiten bot das Klima beste Voraussetzungen für die Entwicklung einer vielfältigen Flora und Fauna. Die Gletscher gaben der Landschaft ihre heutige Gestalt, ihr Schmelzwasser formte die Flussläufe. Aus mit dem Wind transportierten Partikeln entstanden Lösslandschaften und Sanddünenfelder, Erosion erzeugte in Kalkgestein weit verzweigte Höhlensysteme. Während der Warmzeiten entstanden an Rhein, Lippe und Ems ausgedehnte Auenlandschaften und Moore. Die Ausstellung greift populäre Bilder der Eiszeit auf und stellt ihnen wissenschaftlich fundierte Rekonstruktionen und beeindruckende Animationen eiszeitlicher Landschaften der Kalt- und Warmzeiten gegenüber.

Tier- und Pflanzenwelt

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht eine beeindruckende Parade eiszeitlicher Tiere. Originale Knochenfunde, ganze Skelette, lebensechte Dermoplastiken und Modelle zeigen die Vielfalt und die Anpassung der Tiere an das Klima. Hier treffen das fellgeschützte Wollnashorn und das Mammut auf das wärmeliebende Waldnashorn und das Flusspferd, der Riesenhirsch auf die Höhlenhyäne. Der Wechsel der Klimaverhältnisse veränderte während des Eiszeitalters grundlegend den Lebensraum der Pflanzen und Tiere. Anpassen oder Ausweichen in andere Regionen waren Möglichkeiten, das Überleben der Spezies zu sichern. Viele Arten starben jedoch aus.

Von der eiszeitlichen Pflanzenwelt der Region zeugen in der Ausstellung originale mikroskopisch kleine eiszeitliche Pollen, aber auch die mächtige Wurzel und der beeindruckende Stamm einer zwölftausend Jahre alten Kiefer.

Vom Menschen und Klima

Seit 350.000 Jahren leben Menschen an Rhein und Ruhr. Mit der Nutzung von Werkzeugen, der Herstellung von Kleidung und der Herausbildung von Kulturtechniken konnten sie sich an die wechselnden Klimaverhältnisse anpassen. Homo heidelbergensis und Neandertaler starben aus, während der anatomisch moderne Mensch als einzige Menschenart überlebte. Seit rund 200 Jahren wird die Eiszeit wissenschaftlich erforscht. Aktuelle Erkenntnisse zeigen deutlich, wie sich das Klima über 2,6 Millionen Jahre zyklisch ändert und dass der gegenwärtige Klimawandel mit deutlich steigenden Temperaturen von Menschen gemacht ist.

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