Zweite Geige

Leseprobe "Die Zeitgenossen, Freund wie Feind, sahen Engels und Marx durchaus als unzertrennliches Duo. [...] Dass Engels so gewaltig unterschätzt worden ist, daran war er selbst nicht unschuldig. Nach Marx’ Tod hat er seine Rolle stets heruntergespielt."
Zweite Geige

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Michael Krätke

Friedrich Engels, der erste Marxist

Kein Marx ohne Engels

Ohne diesen Friedrich Engels wäre Karl Marx nicht so rasch von der Philosophie zur politischen Ökonomie gekommen. Ohne den Einfluss seines zwei Jahre jüngeren Freundes hätte Marx den zeitgenössischen Sozialismus und Kommunismus nicht so bald und so gründlich kennengelernt, ohne Engels wäre es ihm erheblich schwerer gefallen, in Kontakt zur Arbeiterbewegung seiner Zeit zu kommen. Ohne Engels wäre Marx erst viel später mit der Nase auf die neue Welt des industriellen Kapitalismus gestoßen. Ohne Engels wäre das berühmteste und einflussreichste Pamphlet in der Geschichte der modernen sozialen Bewegungen, das »Manifest der Kommunistischen Partei«, vermutlich nie geschrieben worden. Ohne Engels hätte Marx es in den Revolutionsjahren 1848/49 kaum geschafft, die Neue Rheinische Zeitung zum führenden Sprachrohr der radikalen Demokraten zu machen.

Ohne Engels hätte Marx im britischen Exil nicht überlebt, sondern wäre mit Frau und Kindern untergegangen. Ohne ihn hätte er als Journalist und Korrespondent der damals auflagenstärksten Zeitung der Welt, der New York Daily Tribune, nicht reüssiert. Zu Anfang, 1851, war Marx noch kaum imstande, Englisch zu schreiben, die ersten Artikel schrieb Engels für ihn, und das ging zwölf Jahre so weiter; wann immer Marx in Verlegenheit war, sprang Engels ein und lieferte die Artikel, die nicht unter seinem Namen erschienen und für die Marx das Honorar und den gelegentlichen Ruhm einstrich. Von Engels stammten alle militärischen und viele außenpolitische Beiträge dieser Zeit. Ohne seinen Freund Engels wäre Marx’ Hauptwerk »Das Kapital« nie geschrieben worden. Außer Bergen von Exzerpten, Notizen und fragmentarischen, unvollendeten Manuskripten hätten wir Nachgeborenen nichts Brauchbares, um die Welt des modernen Kapitalismus besser zu verstehen. Ohne Engels’ hartnäckiges Drängen wäre der erste Band des »Kapital« im September 1867 nicht erschienen, vielleicht wäre er zu Marx’ Lebzeiten nie gedruckt worden. Ohne Engels wären der zweite und der dritte Band des »Kapital« erst Jahrzehnte später, vielleicht auch nie veröffentlicht worden. Ohne Engels hätte es in Europa keine sozialistische Arbeiterbewegung gegeben, die wenigstens in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz auf Marx schwor. Ohne Engels hätte es keinen Marxismus gegeben.

Wer von Engels reden will, kommt um Marx nicht herum. Kein anderer hat im Leben des Friedrich Engels eine solche Rolle gespielt wie Karl Heinrich Marx. Im Sommer 1844 trafen sich die beiden im Café de la Régence in Paris. Engels war 24, Marx 26 Jahre alt. Es war ihr zweites Zusammentreffen, das erste, zwei Jahre davor in Köln, verlief kurz und reserviert. In Paris verstanden sie sich auf Anhieb und redeten sich die Köpfe heiß über das Projekt ihres Lebens: die moderne Welt richtig interpretieren, um sie zu verändern. In diesen zehn Tagen in Paris wurden sie Freunde fürs Leben und darüber hinaus. Seither arbeiteten sie eng zusammen. Sie schrieben einander fast täglich, teilten ihre großen und kleinen Gedanken, ihre Entdeckungen, ihre Zweifel, ihre Sorgen und Nöte. Eine seltene Freundschaft zwischen zwei sehr ungleichen Partnern, die Folgen hatte, sogar weltgeschichtliche Folgen, wenn man an die spätere Geschichte des Marxismus denkt. Der entsprang letzten Endes aus diesem unwahrscheinlichen Bündnis zweier ebenbürtiger Köpfe, und Engels spielte dabei die entscheidende Rolle. Er war der erste Marxist, der Mann, der den Marxismus erfand.

Engels steht bis heute im Schatten seines großen Freundes, er hat die schlechtere Presse. Ist von Engels die Rede, denkt man an Marx; umgekehrt ist das seltener der Fall. Mehr als eine Handvoll Engels-Biografien gibt es bis heute nicht, kein Vergleich mit dem Rummel um Marx und den Konjunkturen der Marx-Industrie. Erst 1920 erschien der erste Band von Gustav Mayers umfangreicher Engels-Biografie, der zweite erst 1930; sie ist bis heute die beste. Mit Mayers Arbeit begann die eigenständige Engels-Forschung.[1] Nach wie vor galt und gilt Engels vielen als eine Art Beigabe zum Gesamtkunstwerk Marx, ein begabter Handlanger, ein Popularisator. Bisweilen wird er als ein Stichwortgeber, Mäzen für den großen Mann, eine Nebenfigur im Marx-Drama hingestellt. Engels-Forscher wie Gustav Mayer sehen das anders. Sie halten Engels für so wichtig in Marx’ Leben, die Lebens- und Werkgeschichte der beiden für so eng verwoben, dass es manchen geboten schien, eine »Doppelbiografie« der beiden zu verfassen.[2] Tatsächlich nimmt Engels in den meisten Marx-Biografien breiten Raum ein. Die Zeitgenossen, Freund wie Feind, sahen Engels und Marx durchaus als unzertrennliches Duo.

Zwischen Marx und Engels gab es keine Eifersüchteleien. Nur Marx’ große Liebe, Jenny von Westphalen, die er mit 25 Jahren geheiratet hatte und mit der er bis zu ihrem Tod zusammenlebte, litt darunter, ihren Liebsten mit »Herrn Engels« teilen zu müssen. Noch nach Jahren ihrer Bekanntschaft, wohl wissend, was Marx und die ganze Marx-Familie an ihm hatten, wahrte sie Distanz. Doch war Engels – von Marx und seinen Töchtern »Fred« oder »General« genannt – eine feste Größe im Leben der gesamten Familie, die Töchter betrachteten ihn als ihren zweiten Vater, auf den sie sich bedingungslos verlassen und den sie jederzeit um Rat und Hilfe angehen konnten.

Dass Engels so gewaltig unterschätzt worden ist, daran war er selbst nicht unschuldig. Nach Marx’ Tod hat er seine Rolle stets heruntergespielt: Er habe immer nur »das getan, wozu ich gemacht war, nämlich zweite Violine spielen«, schrieb er an seinen alten Freund Johann Philipp Becker.[3] Jedoch hat er in der Tat für etliche Jahre die erste Geige gespielt, ja das ganze Orchester der sozialistischen Bewegung dirigiert. Den obersten Guru des gerade kreierten Marxismus zu spielen, behagte ihm zwar nicht recht, aber er tat es – mit Erfolg. Er habe wohl »einen gewissen selbstständigen Anteil« an der Begründung und Ausarbeitung ihrer Theorie gehabt, aber »der größte Teil der leitenden Grundgedanken, besonders auf ökonomischem und geschichtlichem Gebiet, und speziell ihre schließlich scharfe Fassung, gehört Marx«, so Engels in einer Fußnote zu seiner Schrift »Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie« von 1886. »Was Marx geleistet, hätte ich nicht fertiggebracht. [...] Ohne ihn wäre die Theorie heute nicht das, was sie ist«. 1888 setzte er hinzu: »Marx war ein Genie, wir Andern höchstens Talente.«[4] Kurzum: Engels war von einer fast unverschämten Bescheidenheit und Marx war sein Idol.

Marx sah das allerdings ganz anders. Er hat seine Bewunderung für Engels nie verhehlt. Er war stolz auf seinen Freund, hatte höchsten Respekt vor der Vielseitigkeit seiner wissenschaftlichen Kenntnisse. Nur ihn betrachtete er als ernst zu nehmenden Gesprächspartner und Kritiker, nur ihn sah er als ebenbürtigen Kopf an, nur sein Urteil war ihm so wichtig, dass er sich in umfangreiche Studien stürzte, um ihn zu überzeugen – auch in Nebensächlichkeiten.[5] Für Marx war Engels weit mehr als nur ein Talent. Er wusste sehr wohl, dass er ohne ihn nicht weit gekommen wäre. Engels ist mein »intimster Freund. Ich habe kein Geheimnis für ihn“, schrieb Marx 1866 an Ludwig Kugelmann.[6] »[D]er Gedanke an Dich und Deine Freundschaft [hat mich immer] aufrecht gehalten und die Hoffnung, dass wir noch etwas Vernünftiges in der Welt zusammen zu tun haben«, schrieb Marx nach dem Tod seines Sohns Edgar 1855 an Engels.[7] »Lieber Boy, unter all diesen Umständen fühlt man more than ever das Glück solcher Freundschaft, wie sie zwischen uns existiert. [...] Du weißt Deinerseits, dass keine Beziehung für mich so hoch gilt.«[8]

Engels hat sich dieser Freundschaft nie gerühmt. Er nahm sich zurück und trat ganz bewusst in den Schatten seines großen Freundes. Und er war damit überaus erfolgreich. Von einer Hegemonie marxscher und engelsscher Ideen und Konzepte konnte damals selbst in der sozialistischen Arbeiterbewegung in Deutschland keine Rede sein, geschweige denn in Europa oder international. Es gab zahlreiche Rivalen, tote wie lebende, darunter einige Prominente mit schwer zu erschütterndem Nimbus wie Ferdinand Lassalle, Pierre-Joseph Proudhon, Michail Bakunin und Karl Rodbertus.[9]

Im Marxismus-Leninismus wurde aus den Freunden Marx und Engels eine Art heilige Zweifaltigkeit fabriziert. Die Doppelperson der parteimarxistischen Heiligenlegenden hat es aber nie gegeben. Beide waren starke Charaktere und nicht nur äußerlich grundverschieden. Marx war eher untersetzt und hatte schwarzes Haar und Bart, einen mächtigen Brustkasten, breite Stirn sowie dunkle Augen. Er war liebenswürdig im Umgang, ein imposanter Kopf mit scharfer Zunge, aber ohne Talent zum Volkstribun. Engels war hochgewachsen, schlank, mit blauen Augen, rotblondem Bart und Haarschopf. Von untadeliger Haltung war er jeder Zoll ein Herr, bestens gekleidet, ein Sozialist mit Krawatte, Gehrock und Zylinder, fröhlich und witzig, nur bisweilen kurz angebunden und ein ziemlich guter Redner. Mit seinen fast 180 Zentimetern war Engels ein großer Mann für seine Zeit, zudem kräftig und durchtrainiert. Während seiner Jugendjahre in Deutschland hat er viel Sport getrieben, er ist geritten, geschwommen, hat gefochten. In England setzte er das fort, wurde zu einem passionierten Reiter, und beteiligte sich an den Fuchsjagden der guten Gesellschaft Lancashires. Bis ins hohe Alter machte er täglich ausgedehnte Spaziergänge – in seinen letzten Lebensjahren durch die Londoner Parks – und verblüffte seine weit jüngeren Freunde und Bekannten mit seinem leichtfüßigen Sturmschritt. Arrogant waren sie beide, jeder auf seine Art, zusammen konnten sie unausstehlich sein.

Grundverschieden war ihre Arbeitsweise. Der junge Engels hatte sich als angehender Kaufmann eine strikte Arbeitsdisziplin angewöhnt. Bummelei konnte er sich schon damals nicht leisten. So arbeitete er diszipliniert bis ins hohe Alter, nach Plan, setzte sich feste Termine und hielt sie ein. In der Regel lieferte er seine Texte pünktlich. Engels hatte Mut zur Lücke, er war ein exzellenter Journalist, anders als Marx, der sich mit dem journalistischen Arbeiten schwertat. Engels war in der Lage, sich durch enorme Gebirge von Material zu arbeiten, aber er konnte das Material auch ordnen und gewichten. Er schrieb flott, seine Manuskripte gingen ihm viel leichter von der Hand als Marx. Seine Handschrift war klar, Manuskripte von Engels’ Hand sind leicht zu lesen. Dagegen hatte Marx bisweilen Mühe, seine eigene Krakelschrift zu enträtseln. Ohne seine Frau Jenny, die seine Manuskripte ins Reine schrieb, wäre er aufgeschmissen gewesen. Und ohne Engels, der seine Handschrift entziffern konnte, wären Marx nachgelassene Manuskripte unveröffentlicht geblieben. Doch beim jahrelangen Entziffern der marxschen Manuskripte hat sich der alte Engels seine Augen verdorben.

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[1] Vgl. Gustav Mayer: Friedrich Engels. Eine Biographie, Erster Band: Friedrich Engels in seiner Frühzeit, 1820–1851, Berlin 1920; ders.: Friedrich Engels. Eine Biographie. Zweiter Band: Engels und der Aufstieg der Arbeiterbewegung in Europa, Berlin 1930. Die beiden Bände erschienen zusammen, der erste in einer verbesserten Auflage, noch einmal 1934. Eine Studienausgabe in zwei Bänden erschien 1975. Gustav Mayer war auch der erste, der eine Ausgabe der engelsschen Jugendschriften besorgte (Friedrich Engels: Schriften der Frühzeit. Aufsätze, Korrespondenzen, Briefe, Dichtungen aus den Jahren 1838–1844 nebst einigen Karikaturen und einem unbekannten Jugendbildnis des Verfassers, gesammelt und hrsg. von Gustav Mayer, Berlin 1918). Damals eine Sensation, allerdings machten diese Frühschriften von Engels viel weniger Furore als die von Marx, die erst 1932 erschienen. Insgesamt gibt es bisher neben Mayers Biografie nur drei weitere große Engels-Biografien mit wissenschaftlichem Anspruch: William O. Henderson: The Life of Friedrich Engels, 2 Vols., London/New York 1976; John Green: A Revolutionary Life: A Biography of Friedrich Engels, London 2008; Tristram Hunt: Friedrich Engels –Der Mann, der den Marxismus erfand, Berlin 2012.

[2] So Mayer: Friedrich Engels, Bd. I, S. VI und Klaus Körner: »Wir zwei betreiben ein Compagniegeschäft«. Karl Marx und Friedrich Engels, Hamburg 2009, S. 11. Einer hat das tatsächlich versucht, Heinrich Gemkows Doppelbiografie »Unser Leben« erschien 1981 im Dietz Verlag Berlin. Die außergewöhnliche Freundschaft und intellektuelle Partnerschaft zwischen zwei außergewöhnlichen Männern haben die Historiker immer wieder gereizt. Die jüngste und bestinformierte Darstellung stammt von Jürgen Herres: Marx und Engels. Porträt einer intellektuellen Freundschaft, Stuttgart 2018.

[3] Engels an Johann Philipp Becker, 15. Oktober 1884, in: Karl Marx/Friedrich Engels: Werke [MEW], Berlin 1956ff., Bd. 36, S. 218.

[4] Friedrich Engels: Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie, in: MEW, Bd. 21, S. 291, 292.

[5] Vgl. das Zeugnis von Paul Lafargue: Persönliche Erinnerungen an Karl Marx, in diesem Band S. 185–194.

[6] Marx an Ludwig Kugelmann, 25. Oktober 1866, in: MEW, Bd. 31, S. 535.

[7] Marx an Friedrich Engels, 12. April 1855, in: Karl Marx/Friedrich Engels: Gesamtausgabe [MEGA 2 ], Berlin 1975ff., Bd. III/7, S. 189.

[8] Marx an Friedrich Engels, 20. Februar 1866, in: MEW, Bd. 31, S. 183.

[9] Das ist nicht der einzige Grund, warum die flotte Rede vom »Engelsismus« Unsinn ist. Engels war übrigens sehr erfolgreich in seinem Bestreben, Marx zu erhöhen und in den Vordergrund zu schieben. In der Ikonographie der europäischen Sozialdemokratie tauchte Marx regelmäßig neben Lassalle (und anderen) auf, Engels dagegen kaum. Er kämpfte im Hintergrund, nicht für sich, nicht um selbst Macht und Einfluss zu erringen, sondern für einen Anderen, Größeren, der aber für die »sozialistischen Machthaber« bzw. Prätendenten den Vorteil hatte, ihnen nicht mehr gefährlich werden zu können.

14:14 07.05.2020

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