Herausragende Inszenierungen

Netzschau „[Kirill Serebrennikovs] Arbeit ist eine Hommage an den chinesischen Fotografen und Poeten Ren Hang, der 2017 Selbstmord beging [...], zwei Tage vor einem geplanten Treffen mit Serebrennikov, der ihm ein gemeinsames Projekt vorschlagen wollte“
Herausragende Inszenierungen
„THIS IS HOW WE DIE“ (Regie: Christopher Brett Bailey)

Foto: Jemima Yong

Outside ist nun ein zugleich trotziges und berauscht humorvolles Pandämonium, eine Revue voller Körperbilder, in denen Ren Hangs Bildsprache auf der Bühne nachempfunden wird, während einzelne Texte zerrissene Seelenwelten erkunden.“ – tagesspiegel.de (Eberhard Spreng über Kirill Serebrennikovs Inszenierung Outside)

„Sonst wär's kein Film“

„Es scheint, als habe David Lynch ein Drehbuch von Claude Chabrol in die Finger gekriegt. Die Oberfläche funktioniert natürlich nur deshalb so gut, weil hier nichts dem Zufall überlassen ist, weil die Inszenierung sehr viel klüger ist, als sie vorgibt zu sein. Wem Spannung und Spielfreude nicht reicht, möge sich zum Beispiel auf die Entschlüsselung der zahlreichen Mythologie-Verweise konzentrieren. Für alle anderen gibt es Popcorn-Theater vom Feinsten.“ – nachtkritik.de (Michael Wolf über Anne-Cécile Vandalems Inszenierung Die Anderen an der Schaubühne Berlin)

Fragen nach dem Sinn des Lebens

„Mit Familie kommt Milo Raus Trilogie über zeitgenössische Verbrechen zu ihrem Abschluss. Nach Fife Easy Pieces über den Kindermörder Marc Dutroux und La Reprise über den Mord an einem Homosexuellen endet die Reihe. Die Gewalt, die sich zuvor immer nach außen richtete und sich im Anderen das Opfer suchte, wird nun zum Akt der Selbstzerstörung. So als wollten sich hier pubertierende Jugendliche zur Hochzeit mit dem Tod schmücken, treten die Kinder am Ende wie Bräute auf, schmückt sich die Familie für den letzten Akt, der im gemeinsamen Tod am Strang endet. Für Milo Rau ist das keine simple Einzeltat einer Familie, es ist ein Beispiel, in dem sich das Symptom einer kranken Gesellschaft zeigt, die sich ihre Zukunft nur als Dystopie vorstellen kann.“ – deutschlandfunkkultur.de (Eberhard Spreng über Familie von Milo Rau)

A personal journey

Salt. is a piece that is so haunted by absence – of the many who died in Elmina, during their voyages and on the plantations – that the traumas of the past become palpably present. How, asks Thompson, can this grief coexist in a world of post offices and perfume diffusers? This show is, as she says, her “act of remembrance and grief” but it is also our burden. Lest we forget, at the end she gives us all a small piece of rock. For the rest of the day, I feel its weight in my pocket, its rough edges a sharp reminder.“ – theguardian.com (Lyn Gardner über salt. von Selina Thompson)

21:55 24.02.2020

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FIND 2020 | Familie

Video Trailer zu „Familie“, einer Inszenierung aus Gent von Milo Rau und seinem Ensemble. Ein Gastspiel an der Berliner Schaubühne im Rahmen des Festival Internationale Neue Dramatik 2020. Vorführungszeiten: 17. März, 18 Uhr


FIND 2020 | Die Anderen

Video Trailer zu „Die Anderen“, einer Inszenierung der belgischen Regisseurin Anne-Cécile Vandalem mit dem Ensemble der Schaubühne Berlin. Premiere war am 30. November 2019, im Rahmen des FIND läuft die Inszenierung vom 12. - 14. März


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