Eine Erfolgsgeschichte

Historie Seit 2000 bietet die Schaubühne am Lehniner Platz als Ort für zeitgenössisches, experimentelles Sprechtheater beim Festival für Internationale Neue Dramatik internationalen Theatermacher*innen die Möglichkeit, ihre Arbeiten in Berlin zu inszenieren
Eine Erfolgsgeschichte
„Outside“ (Regie: Kirill Serebrennikov)

Foto: Ira Polar

Festival Internationale Neue Dramatik 2020

Im Jahr 2020 musste das FIND leider wegen der Corona-Pandemie ausfallen. Umso mehr freuen wir uns, Sie dieses Jahr zu begrüßen!

Festival Internationale Neue Dramatik 2019

Archäologie der Gegenwart

Beim 19. Festival Internationale Neue Dramatik (FIND) wurden wir elf Tage lang neue Inszenierungen international renommierter Theatermacher*innen und Neuentdeckungen – unter anderem aus Brüssel, Santiago de Chile, New York, London, Barcelona und Montréal – zum ersten Mal in Berlin vorgestellt. Die Aufführungen erforschten die politischen und gesellschaftlichen Umstände der gegenwärtigen Welt: strukturelle und institutionalisierte Gewalt, dysfunktionale Justiz-, Sozial- und Gesundheitssysteme und die Erosion des öffentlichen Gemeinwesens durch den Neoliberalismus; Flucht, Migration und Klimawandel; patriarchale Unterdrückung und deren Brechung und Infragestellung durch Feminismus und Genderdebatten. So unternahm die diesjährige Ausgabe des FIND den Versuch, mit den Mitteln des Theaters eine Art „Archäologie der Gegenwart“ zu skizzieren, bei der Struktur und Herkunft unseres Heute durch ein Schürfen in der zeitgenössischen Geschichte zu Tage gebracht werden.

Rund 9.500 Besucher haben das Festival Neue Internationale Dramatik (FIND) 2019 an der Schaubühne besucht, was einer Auslastung von 98 % entspricht. In elf Tagen waren neun Gastspiele und 31 Veranstaltungen zu sehen.

Festival Internationale Neue Dramatik 2018

Die Kunst des Vergessens

Vom 6. bis 22. April 2018 fand das 18. Festival Internationale Neue Dramatik statt: neue Inszenierungen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt waren zum ersten Mal in Berlin zu erleben. Neben bekannten Theatermacher*innen, die schon in der Vergangenheit an der Schaubühne waren, gab es zahlreiche Neuentdeckungen. Viele der eingeladenen Inszenierungen setzten sich mit dem Vergessen auseinander, sie versuchen, eine „Kunst des Vergessens“ zu entwickeln. Im Zeitalter des Neoliberalismus bewirkt eine zynisch praktizierte „Kunst des Vergessens“ die Löschung ganzer Bevölkerungsteile aus dem Diskurs: eines Heeres von „Vergessenen“, das sich allein auf dem Weg des Triumphs von Rechtspopulisten wieder in Erinnerung ruft. Das FIND-Programm setzt der „Kunst des Vergessens“ das Theater als Schauplatz der Erinnerung entgegen. Als Ort, an dem verdrängte Konflikte zum Ausbruch kommen – um vielleicht gerade dadurch einen Weg zu ihrer Überwindung zu weisen.

Zum achten Mal wurde das Festival begleitet von FIND plus, dem Workshop-Programm für internationale Theaterstudierende. Gastland war in diesem Jahr Portugal.

Festival Internationale Neue Dramatik 2017

Demokratie und Tragödie

Zum 17. Mal fand vom 30. März bis 9. April 2017 das Festival Internationale Neue Dramatik (FIND) an der Schaubühne statt. Das Festival versammelte unter dem Motto „Demokratie und Tragödie“ 11 Tage lang 16 Inszenierungen von international renommierten Theatermacher*innen. Die bei FIND 2017 präsentierten Arbeiten beschäftigten sich mit dem aktuellen Stand der Demokratie, ihrer Gefährdung, ihrer verdrängten Schuld und ihren Widersprüchlichkeiten. Sie befragten das gesellschaftliche und familiäre Erbe, unsere Konzepte von Gemeinschaft sowie den Platz des Individuums darin und dachten auf der Bühne darüber nach, wie wir in Zukunft zusammenleben können.

Zum siebten Mal wurde das Festival begleitet von FIND plus, dem Workshop-Programm für internationale Theaterstudierende, gefördert von der Allianz Kulturstiftung und dem Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW).

Festival Internationale Neue Dramatik 2016

Theatermacher*innen aus der ganzen Welt kamen im April zum Festival Internationale Neue Dramatik (FIND) an der Schaubühne zusammen. Mehr denn je ist die Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten und ihren Lebenswirklichkeiten im Theater ein wichtiges Signal: In einer Zeit, in der Trennendes an die Stelle von Gemeinsamem getreten ist, sich in den westlichen Gesellschaften starke soziale und politische Spannungen zeigen, Arm und Reich immer weiter auseinanderdriften, die Auswirkungen und Fluchtbewegungen globaler Kriege und Krisen immer stärker auch in Europa spürbar werden und in unmittelbarer Nähe Grenzen geschlossen und rechtspopulistische Bewegungen stark werden, soll während FIND das Theater erst recht ein Ort des Austauschs und Dialogs über Ländergrenzen hinweg sein.

Zum sechsten Mal wurde das Festival begleitet von FIND plus, dem Workshop-Programm für internationale Theaterstudierende. Gastland war in diesem Jahr die Türkei.

Festival Internationale Neue Dramatik 2015

10 Tage, 11 Länder, 11 Regisseure. Darunter so wegweisende Theatermacher wie Simon McBurney und Milo Rau, der erstmals in Europa gastierende New Yorker Richard Nelson, Entdeckungen wie der Performer Christophe Meierhans und die chilenische Gruppe La Re-sentida, alte Bekannte wie Rafael Spregelburd, Wajdi Mouawad und Marius von Mayenburg, dessen neueste Arbeit „Stück Plastik“ beim F.I.N.D. zur Uraufführung kam: Das 15. Festival Internationale Neue Dramatik zeigte vom 17. bis 26. April aktuelle Produktionen aus Argentinien, Belgien, Chile, Deutschland, Frankreich/Kanada, Großbritannien, Israel, der Schweiz, Spanien und den USA. Sie alle waren zum ersten Mal in Berlin zu sehen und untersuchten, wie der Einzelne mit politischen Wirklichkeiten konfrontiert wird und sich mit diesen auseinandersetzt.

Das zehntägige Workshop-Programm F.I.N.D. plus fand 2015 zum fünften Mal statt. Es brachte Schauspiel-, Regie- und Dramaturgiestudierende aus Deutschland, Frankreich und dem dritten Partnerland Tunesien zusammen. Die Studierenden begleiteten das Festival-Programm, trafen die eingeladenen Theatermacher und arbeiteten in Masterclasses zusammen. Erstmals waren auch Studenten aus dem Europäischen Theaternetzwerk PROSPERO, dessen Gründungsmitglied die Schaubühne ist, eingeladen. So konnten wir in diesem Jahr Studenten aus Berlin, Göteborg, Liège, Modena, Paris, Rennes und Tunis zu dieser ungewöhnlichen Begegnungsmöglichkeit für junge Theatermacher begrüßen.

Mit einer Auslastung von knapp 83% konnte F.I.N.D. 2015 an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Über 5.500 Besucher sahen insgesamt 31 Vorstellungen an 10 Tagen.

Festival Internationale Neue Dramatik 2014

Beim 14. Festival Internationale Neue Dramatik präsentierte die Schaubühne vom 3. bis 13. April 2014 elf Tage lang neue Inszenierungen und Texte von Theaterautoren aus aller Welt. F.I.N.D. #14 beschäftigte sich mit der Schnittstelle von Privatem, Kunst und politischer Verantwortung. Die eingeladenen Künstler stellten sich auf ganz unterschiedliche Art und Weise die Frage, inwiefern ihre Kunst eine politische Verantwortung hat und sie etwas mit ihrer Arbeit bewirken können. Ein Schwerpunkt lag auf den spanischsprachigen Ländern, wo die derzeitigen gesellschaftlichen Bewegungen und Konflikte das Zusammentreffen von Politischem und Privatem besonders sichtbar machen – in der Wirklichkeit, wie auf der Bühne.

Mit insgesamt 32 Vorstellungen an 11 Tagen, über 7.800 Besuchern und einer Auslastung von 83% war F.I.N.D. 2014 eines der erfolgreichsten Festivals Internationale Neue Dramatik in seiner vierzehnjährigen Geschichte.

Überblick über alle vergangenen Ausgaben des Festivals Internationale Neue Dramatik

21:55 24.02.2020

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