Innovativer Filmästhet

Biografie Mit „Heimspiel“ eröffnete Danquart 1999 seine Trilogie von Sport-Dokumentarfilmen, die mit hohen Zuschauerzahlen die Kinotauglichkeit des dokumentarischen Films unter Beweis stellten. Seitdem wurde der Regisseur mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet
Innovativer Filmästhet
Eine Kindheit in Neapel, Piazza Plebescito: Auch Pasolini liebte es, mit Kindern gemeinsam Fußball zu spielen | Screenshot aus „Vor mir der Süden“ von Pepe Danquardt

Foto: Neue Visionen Filmverleih

Pepe Danquart

Regisseur

Pepe Danquart drehte von 1968 bis 1974 seine ersten Super-8-Filme. 1977 war er Initiator und Gründungsmitglied der Medienwerkstatt Freiburg (MWF). Das sich als radikal politisch verstehende Videofilm-Kollektiv realisierte bis 1991 mehr als 30 Dokumentarfilme und agitatorische Kunstvideos (u. a. „Paßt bloß auf” 1980 und „Geisterfahrer – Eine utopische Kolportage” 1985). Die Arbeiten der Medienwerkstatt, an denen Danquart als Autor, Regisseur und Produzent beteiligt war, erhielten zahlreiche Auszeichnungen, u. a. 1987 den Dokumentarfilmpreis der deutschen Filmkritik für das künstlerische Gesamtwerk.

Zwei Jahre später verließ Pepe Danquart das Kollektiv und drehte in Berlin seinen ersten kurzen Spielfilm. Der Erfolg war überwältigend. Für „Schwarzfahrer” (1994) erhielt Pepe Danquart den Oscar für den Besten Kurzfilm. Mit „Nach Saison” (1994-1997), der u.a. den Friedensfilmpreis der Berlinale, Grand Prize San Francisco Filmfestival, Grand Prize Valladolid, Pare Lorentz Award L.A., erhielt, festigte Danquart seinen Ruf als international bedeutender Regisseur.

Seither arbeitet er erfolgreich mit Mirjam Quinte, quinte filmproduktion, zusammen. Alle Dokumentarfilme werden von ihr vertrauensvoll und kenntnisreich von der Idee bis zum Vertrieb produziert und betreut. Ab 2000 produzierte Danquart gemeinsam mit Miriam Quinte Dokumentarfilme wie „Working Mans Death" und „Whores Glory" in der Regie von Michael Glawogger.

18:25 28.06.2021

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