Unvergleichliches Drama

Netzschau Stimmen aus dem Netz: „[,Wie im echten Leben‘]ist ein ungemein wahrhaftiger Film – der beiläufig auch davon erzählt, wer sich zu Hungerlöhnen abrackern muss: Frauen, Schwarze, Transpersonen.“
Von sozialer Ungleichheit zu hören oder es selbst zu erfahren ist ein Unterschied: Die Schriftstellerin Marianne Winckler (Juliette Binouche) möchte verstehen lernen und arbeitet als Putzfrau inkognito in der Hafenstadt Caen.
Von sozialer Ungleichheit zu hören oder es selbst zu erfahren ist ein Unterschied: Die Schriftstellerin Marianne Winckler (Juliette Binouche) möchte verstehen lernen und arbeitet als Putzfrau inkognito in der Hafenstadt Caen.

Foto: Neue Visionen Filmverleih

Um so viel Authentizität wie möglich zu erzielen, spielen neben Binoche ausschließlich Laien, die mehr oder minder sich selbst darstellen. Hélène Lambert ist auch im echten Leben eine alleinerziehende Mutter dreier Kinder. Ihre Filmfigur Christèle schiebt rund um die Uhr Schichten auf den Fährschiffen in Ouistreham, dem Handelshafen von Caen, wo durch ihre Vermittlung schließlich auch Marianne anheuert und schnell an ihre körperlichen Grenzen gerät.“ – kino-zeit.de

Humorvolle Milieu-Studie

Wie im echten Leben überzeugt mit durchweg starken Darsteller-Darbietungen. Allen voran Juliette Binoche zeigt wieder einmal eine elektrisierende, herausragende Leistung. Konzentriert und hingebungsvoll spielt sie eine Frau, die ständig mit ihren Emotionen ringt und für die sich das Hin und Her zwischen Schein und Sein als Balanceakt erweist.“ – programmkino.de

Beeindruckend authentisch

„Die freundschaftliche Nähe zu den anderen Frauen wird für Marianne zum Problem. Denn irgendwann wird sie ihre wahre Identität offenbaren müssen. Aus dieser Situation bezieht die Geschichte ihre Spannung. Und wenn es am Ende sentimental zu werden droht, findet der Film schnell in die Realität zurück zu den Putzfrauen von der Kanalfähre, die hier ein Gesicht bekommen. Das wirkt wie selbstverständlich und öffnet uns gleichzeitig die Augen. Ein authentischer und anrührender Film.“ – ndr.de

Ergreifend!

„Hier spielen Laiendarstellerinnen ihr eigenes Leben nach, während mit Binoche ein Profi in der Rolle der Autorin im Grunde von oben herab auf sie blickt. Und sich zugleich auf diese besondere weibliche Art mit ihnen identifiziert. Ist Freundschaft über Klassengrenzen hinaus möglich? Das Beste an diesem Film ist die Verstörung, der er hinterlässt.“ – epd-film.de

18:29 28.06.2022

Film: Weitere Artikel


Drama zum Wohlfühlen

Drama zum Wohlfühlen

Zum Film Mit seinem Film „Wie im echten Leben“ ist Regisseur Emmanuel Carrère ein fantastischer Film über die tiefen Gräben in unserer Gesellschaft und liebevolle Freundschaft, die von deren Überwindung träumt, gelungen. Ein einzigartiges Kinoerlebnis
„eine glückliche, aufregende Erfahrung“

„eine glückliche, aufregende Erfahrung“

Interview Lange wollte Juliette Binoche den Roman „The Night Cleaner“ von Florence Aubenas verfilmen. Irgendwann holte die Autorin Emmanuel Carrère ins Boot und überließ den beiden das Projekt. Über Casting und Dreharbeiten spricht der Regisseur im Interview
Zwischen Wahrheit und Lüge

Zwischen Wahrheit und Lüge

Interview Die Schauspielerin Juliette Binoche erzählt von den Dreharbeiten zu „Wie im echten Leben“: Im Film spielt sie eine renommierte Schriftstellerin, die für eine investigative Recherche eintaucht in die gnadenlose Welt von Frauen im Niedriglohnsektor

Wie im echten Leben | Trailer

Video Schauspiellegende Juliette Binoche erfindet sich auf geniale Weise neu. In „Wie im echten Leben“ spielt sie die Schriftstellerin Marianne und beginnt ein Doppelleben auf Zeit. Sie gibt allen Komfort der Pariser Kulturelite auf und reist nach Caen...


Juliette Binoche | Interview

Video Juliette Binoche war im September 2020 Stargast beim Zurich Film Festival, wo sie mit dem „Golden Icon Award“ ausgezeichnet wurde. Tim Fischer hat sie dort für „Spätvorstellung - Das Kinomagazin“ interviewt


Geschlossene Gesellschaft | DW

Video Gabrielle Maes ist 20, sie wird bald eine Topmanagerin in Frankreich sein. Weil sie aus der richtigen Familie kommt, im richtigen Viertel wohnt, an der richtigen Schule ist. Das Elitensystem erneuere sich immer wieder aus sich selbst, so der Vorwurf


Armut in Deutschland | funk

Video Der eigene Bildungserfolg hängt in Deutschland ganz stark vom Einkommen und der sozialen Stellung der Eltern ab. Das ist eine Ungerechtigkeit, die bereits seit Generationen scheinbar unverändert gilt. Eine Reportage von funk