Nana Heidhues
03.03.2013 | 09:00 15

Gesucht: das freie Netz

Kubas Reisefreiheit Yoani Sánchez ist die bekannteste Bloggerin Kubas. Jetzt darf sie erstmals seit zehn Jahren auf Reisen gehen

Gesucht: das freie Netz

Foto: Yasuyoshi Chiba / AFP / Getty

Vor wenigen Tagen scherzte Yoani Sánchez in einem Tweet: „Nun muss ich mich nicht mehr mit den Flügeln des kleinen blauen Twitter-Vögelchens begnügen. Dieses Mal fliege ich tatsächlich mit dem Flugzeug!“ Kurz darauf stieg Kubas prominenteste Bloggerin in Havanna in eine Maschine Richtung Brasilien. Es ist das erste Mal seit zehn Jahren, dass sie die Insel verlassen darf.

Im Ausland wird die 37 Jahre alte Autorin des Blogs Generación Y als Heldin verehrt und mit Auszeichnungen überhäuft. In den vergangenen Jahren erhielt sie unter anderem den Ortega-y-Gasset-Preis der spanischen Tageszeitung El País, den Weblog-Award der Deutschen Welle, und das US-amerikanische Times Magazine kürte sie 2008 zu einer der hundert einflussreichsten Personen der Welt. Persönlich entgegennehmen konnte Sánchez bisher keine der Ehrungen. Die Regierung Kubas bezeichnet die Bloggerin als „Cybersöldnerin im Dienst der USA“ – und verwehrte ihr immer wieder die tarjeta blanca, die Ausreiseerlaubnis. Insgesamt 18 Versuche hat Sánchez in den vergangenen vier Jahren gemacht.

Nun also doch. Seit der Lockerung der kubanischen Reisebestimmungen im Januar macht sich unter Kubas Oppositionellen das Reisefieber breit. Yoani Sánchez gehört zu den Ersten, die die neue Bewegungsfreiheit nutzen. Ein Video im Internet zeigt die schmale Frau am Flughafen von Havanna, winkend passiert sie die Ausreisekontrolle und zieht einen kleinen Rollkoffer hinter sich her, ein weiß aufgesprühtes „Y“ prangt darauf – das Logo ihres Blogs desdecuba.com/generationy.

Drei Monate lang wird Sánchez unterwegs sein und bis zu zwölf Länder besuchen, womöglich auch Deutschland. Um ihr neues Buch vorzustellen, Journalisten und Politiker zu treffen und zu „erfahren, wie eine moderne Redaktion funktioniert“. Nach ihrer Reise möchte sie in Kuba ein unabhängiges Medium aufbauen. Vor allem aber, so erklärt sie noch vor der Abreise, wolle sie endlich einmal „ohne Zensur ins Internet gehen, ohne blockierte Seiten und ohne Beamte, die mir über die Schulter blicken, um zu beobachten, welche Seiten ich öffne. Wie ein freier Mensch.“

Vor vielen Jahren hat sie diese Erfahrung schon einmal gemacht. Zwei Jahre lang lebte sie in der Schweiz, doch 2004 kehrte sie nach Kuba zurück – aus familiären Gründen, hieß es damals. Später schrieb sie, ihr sei klargeworden, dass ihr Platz nicht außerhalb Kubas sei, sondern „in einem anderen Kuba“.

Sánchez teilt den Patriotismus vieler Kubaner, und sie sieht keinen Widerspruch darin, ihr Land zu lieben und zugleich die Regierung zu kritisieren. Meinungsfreiheit und „politische Vielfalt statt Propaganda“ sind ihre zentralen Forderungen, das Internet ist für sie Leidenschaft und Ventil, Twitter ihr ständiger Begleiter. Sánchez hat Philologie studiert, doch irgendwann habe sie „entdeckt, dass der Binärcode mehr Transparenz besitzt, als jede gekünstelte Intellektualität“.

Vor fünf Jahren begann Sánchez ihr digitales Tagebuch zu führen. Ihren „persönlichen Exorzismus“, wie sie es nennt, betreibt sie in Form kurzer Alltagsbetrachtungen. Daraus ist ein Blog geworden, dessen Texte inzwischen in 20 Sprachen übersetzt werden. Die wöchentlichen Einträge sind schnörkellos, Links gibt es kaum, die wenigen Videos sind selbstgedrehte Interviews. Meistens begnügt sich Sánchez mit einem Foto, darunter drei, vier Absätze: Mal sinniert sie darüber, wie die Vielfalt an Hunderassen auf den Straßen die sozialen Gegensätze widerspiegelt oder sie erinnert sich an den staatlich inszenierten „Bürgerprotest“, den sie als Kind erlebte.

Sánchez selbst bezeichnet sich als „Stimme des Volkes“, doch in Kuba ist ihr Blog weniger bekannt. Drei Jahre lang sperrte die kubanische Regierung den Zugang, Unterstützer im Ausland stellten die Texte für sie ein. Seit 2011 ist er wieder zugänglich, doch Sánchez berichtet von Abhöraktionen, Einschüchterungsversuchen und kurzzeitigen Verhaftungen. „Niemals hätte ich damit gerechnet, dass ich wegen eines friedlichen und moderaten Blogs, der vom täglichen Leben meiner Familie, meiner Freunde und meiner Landsleute erzählt, polizeilich überwacht und öffentlich verteufelt werden würde“, sagte sie bei einem Auftritt im brasilianischen Parlament.

Solche Worte bescheren ihr nicht nur feste Plätze in den Kolumnenspalten ausländischer Zeitungen, sondern auch Kritik in ihrer Heimat. Das Staatsorgan Granma stellt Sánchez als Marionette der US-Politik dar und bezeichnet sie als „patentierte Vaterlandsverkäuferin“.

Allerdings ist auch in Kuba längst ein Raum digitaler Opposition entstanden, der das verfassungsmäßige Staatsmonopol der Medien aushebelt: eine Szene unabhängiger Blogger, die sich nicht in das alte Freund-Feind-Schema aus Zeiten des Kalten Krieges einordnen lassen. Viele schicken ihre Texte per SMS als Bild- oder Grafikdateien in andere Länder, um sie von dort aus ins Netz stellen zu lassen. Für eben diese Szene steht nun Sánchez.

Weil ihr von den Behörden untersagt wurde, eine Blogger-Akademie einzurichten, trifft sie sich mit Gleichgesinnten bei sich zu Hause. Nun wird der Radius ihrer Aktivitäten also auch im analogen Raum größer. Die Begrüßung am Flughafen im brasilianischen Recife fiel jedoch zunächst wenig freundlich aus: Eine Gruppe von Castro-Anhängern empfing sie mit Pfiffen und Protestrufen, wedelte ihr mit Dollarscheinen entgegen und reckte Plakate mit der Aufschrift „Persona non grata“ in die Höhe. Sánchez reagierte gelassen mit der lakonischen Art, die auch ihren Texten eigen ist: „Das ist Demokratie“, rief sie den Demonstrierenden lächelnd zu.

Kommentare (15)

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Ehemaliger Nutzer 03.03.2013 | 11:37

"Vor allem aber, so erklärt sie noch vor der Abreise, wolle sie endlich einmal „ohne Zensur ins Internet gehen, ohne blockierte Seiten und ohne Beamte, die mir über die Schulter blicken, um zu beobachten, welche Seiten ich öffne. Wie ein freier Mensch.“

Das wünsche ich mir auch.

pleifel 03.03.2013 | 12:35

Eine Eloge für die große Kämpferin Yoani Sánchez.

Ich bin doch erstaunt, wie unkritisch Nana Heidhuis die Rolle von Frau Sánchez beschreibt. Mir stellt sich hier sofort die Frage, warum diese Frau eine solch große Unterstützung amerikanischer Politiker erhält. Also, wem nützt diese Frau?

Ich habe bis heute nirgends gelesen, dass sie sich jemals gegen die völkerrechtswidrige Blockade Amerikas ausgesprochen hat, im Gegenteil. Also, welche Rolle spielt sie wirklich?

Dazu ein etwas längerer Text von Salim Lamrani.
Lamrani ist Professor an der Sorbonne Universität in Paris und beschäftigt sich besonders mit den Beziehungen zwischen den USA und Cuba.

Die Widersprüche der cubanischen Bloggerin Yoani Sánchez

Sägerei 03.03.2013 | 13:28

Habe grade die verlinkten Widersprüche der deutsch-kubanischen Freundschaftsgesellschaft gelesen.

Dass eine regierungskritische Bloggerin jedwede Unterstützung von der Gegenseite erhält dürfte eine pure Selbstverständlichkeit für jeden sein, der den kalten Krieg erlebt hat. Die Dame hat alles Recht der Welt, diese Hilfe anzunehmen.

Die Art und Weise wie die Frau dort als Mietmaul diskreditiert wird, verrät ebenfalls mehr über den historischen Kontext der Schreiber als über Frau Sánchez.

Wer in der gegenwärtigen Epoche schon einmal länger als die üblichen paar Wochen auf Kuba verbracht hat, braucht sich über derartige Propagandamanöver nicht aufzuregen. Kuba und die DDR sind halt aus demselben Mußtopf.

Auch Frau Sánchez wird vielleicht einmal die größte Enttäuschung ihres Lebens erfahren wenn dieses kleinliche Bürokröten-Regime einmal in die terminale Starre verfällt. In diesem Fall täten die Kubaner besser daran, eine politisch-ökonomische Einheit mit dem Süden des Kontinents anzustreben. Ein Teil der diktatorischen Bräsigkeit ist sicher auch dem Bemühen geschuldet, die mafiösen Vollpfosten des Nordens aus allen Angelegenheiten des Landes herauszuhalten. Wenn dies nicht gelingt, wird Kuba im Meer versinken. Die USA werden den lieben, reichen Onkel Sam nicht einmal zu spielen versuchen. IMHO, würde dort einfach nur mafiamäßig abgerechnet werden und eine ähnliche "Wirtschaft" wie unter Batista installiert werden.

pleifel 03.03.2013 | 14:44

"Dass eine regierungskritische Bloggerin jedwede Unterstützung von der Gegenseite erhält dürfte eine pure Selbstverständlichkeit für jeden sein, der den kalten Krieg erlebt hat. Die Dame hat alles Recht der Welt, diese Hilfe anzunehmen."

Noch immer muss es ein Volk selbst schaffen, eine nicht gewünscht politische Nomenklatura abzusetzten. Dass Kuba keine Demokratie nach westlichen Vorstellungen ist, geschenkt.

Wenn Frau Sánchez an einer Veränderung Kubas gelegen ist, müsste sie als 1tes die Blockade der USA kritisieren. Denn die trifft ja immer das Volk und weniger die es treffen sollte. Eine Öffnung würde doch gerade zu schnelleren Entwicklungen führen, hinsichtlich Demokratie oder Sozialismus.

Allerdings würde dann bei der Zerlegung Kubas hinsichtlich kapitalistischer Interessen nur ein kleiner Teil der Bevölkerung profitieren. Warscheinlich genau der Teil, der heute schon seine Vorteile hat. Aber, wie Sie schon im letzten Absatz treffend beschrieben haben, ist eine Anlehnung an den Süden des Kontinents dann die bessere Alternative.

Um es nochmals zu verdeutlichen: Ich verteidige hier nicht die bestehenden Verhältnisse in Kuba, erwarte aber in solch einem Artikel des Freitag zumindest auch die an der Person Sanchez zweifelhaften Aspekte anzusprechen. Dann kann sich jeder Leser mit ggf. weiteren eigenen Bemühungen sein Urteil bilden.

Johannes Renault 03.03.2013 | 15:30

Liebe Nada, das zieht dem Woody Allen wirklich die Schuhe aus: "Sánchez selbst bezeichnet sich als „Stimme des Volkes“, doch in Kuba ist ihr Blog weniger bekannt." 

Doch weiter: "Als Bloggerin ist sie in Lateinamerika unerreicht: technisch kommt man nicht an sie heran - menschlich will niemand an sie heran, weil sie ständig wie ein Vogel mit den Armen wedelt. Dieses Mal fliege ich tatsächlich mit dem Flugzeug!" Flieg Yoani Sánchez, flieg. 

Gustlik 03.03.2013 | 17:50

Wäre doch sinnvoll Kuba nicht mit einem westlichen Land zu vergleichen. Demnächst fordert noch jemand VDSL und Glasfaserkabel für alle...
In Kubas Vorhof, im freien und US-protegierten Haiti, läuft das doch alles mit der Verkabelung? Dort kann man jetzt sein Erdbebenzelt, sein unfertiges Klo und sein Wellblechdach super twittern und sich bei Facebook das Beileid abholen. Es gab wohl kaum Kubaner, die in die Freiheit wollten, um in Haiti zu landen. Nach westdeutscher Sprachreglung wären das alles Wirtschaftflüchtlinge, die pauschal alle zu Desidenten erklärt werden. Wer redet da noch von einer Blockade durch den dicken Nachbarn... Kuba wurde fast gezwungen, Klingeldraht nach Venezuela zu legen.

JR's China Blog 03.03.2013 | 18:23

Ich gönne Frau Sánchez ihre Auszeichnungen von Herzen - auch den Deutsche-Welle-Weblog-Award. 

Ebenso, wie ich es richtig finde, dass die chinesische Bloggerin Zeng Jinyan den DW-Blog-Award im Jahr 2008 erhielt.

Insofern habe ich für Dissidenten im Ausland volles Verständnis dafür, dass sie Ermutigung z. B. aus Deutschland gerne annehmen. Diese Art Anerkennung bietet häufig auch einen gewissen Schutz vor Repressalien.

Aber da hier vom Blog-Award der Deutschen Welle die Rede ist, weise ich auf Vorgänge bei der Deutschen Welle in den Jahren 2008 bis mindestens 2011 hin, über die bei uns kaum berichtet wurde, und die zu diesem Thema passen. Auch hier in Deutschland stellt sich die Frage nach Meinungsfreiheit und Pluralismus, und danach, wie bei uns damit umgegangen wird.

Und bevor jemand glaubt, dass dazu im Internet nichts weiter zu finden ist, deute darauf hin, "dass da nichts war":

Ich sende gerne jedem und jeder Interessierten zwei EPD-Berichte zu dem Thema zu, einer davon sehr ausführlich, der weitestgehend die Darstellung der betroffenen früheren DW-Redakteure stützt. . Diese Berichte erschienen beim EPD nicht online, waren der Presse aber offenbar per Datenbank zugänglich.

Interessiert hat's allerdings so gut wie niemanden.

Und unter diesem Vorzeichen lese ich Berichte wie den obigen mit sehr gemischten Gefühlen.

Tai De 03.03.2013 | 19:36

"Ein Video im Internet zeigt die schmale Frau am Flughafen von Havanna, winkend passiert sie die Ausreisekontrolle und zieht einen kleinen Rollkoffer hinter sich her, ein weiß aufgesprühtes „Y“ prangt darauf – das Logo ihres Blogs desdecuba.com/generationy."

 JR, glaubst du, dass den paar "Chinesen", die von der Deutschen Welle und den anschließenden Arbeitsgerichtsverfahren ein reales Deutschlandbild vermittelt bekamen, für Frau Heidhues oder für den Freitag irgendeine Relevanz zukommt?

Außerdem: die Freitags-Kommentierer sind derart damit beschäftigt, sich über das aufzuregen, was DENEN zusetzt, dass für Solidarität mit ein paar "Fremde" unter "Extremismusverdacht" wohl kaum der eine oder andere Blog drin ist.

Und das - seien wir ehrlich - haben Frau Sanchez und Zeng Jinyan den meisten Deutschen voraus. Gegenüber einer weit größeren Bedrohung halten sie an ihren Ideen fest. (Dafür braucht man aber auch erst einmal eine.)

Unabhängig davon: ich würde unserem Land viele Menschen wie diese Ex-DW-Redakteure wünschen, die derart an ihre neue Heimat glaubten, dass sie es wagten, sich auf ihr Berufsethos zu berufen. Hätten sie das zu Recht geglaubt, hätten sie Recht bekommen.

Das hing nicht von ihnen ab.

rose 03.03.2013 | 20:24

Seit 30 Jahren oder länger können Kubaner das Land verlassen. Ein Flugticket kostet Geld. Es gab die Bemühungen von Carter und anderen , den Strom der Auswandernden einzudämmen, und so wurde mit Kuba vereinbart, die Flüge nach Miami zu beschränken. Die Propaganda vom Gefängnis Kuba hat immer verfangen.

Kuba hat eine enorme Geburtenrate wie überall in der "dritten" Welt des Kapitalismus, es bestünde keine Gefahr, dass es ausblutete. Jeder, der weggeht, ist ein Konsument weniger!  Man weiss: Kuba-Haiti: gleiche Menschen, gleiche Sprache, gleiche  Geschichte (Zuckerrohrplantagen-Sklaven etc), gleiche Geographie, gleiche Sitten und Zivilisation, gleiche nicht vorhandenen Bodenschätze und Energien, gleiche Geburtenrate, gleiches Klima.

Wie freudig nimmt man Flüchtlinge aus Haiti in Miami auf, genauso wie den geschundenen  Kubaner. Warum die antikommunistische Indoktrination Kuba nicht mit dem Nachbarn Haiti (Bildung, Gesundheit, Ernährung etc) vergleicht, sonder mit Florida, nicht einmal mit Peru oder Guatemela, ist bekannt.  Exilkubaner werden die Preisentwicklung -nicht nur  in den Bars -  in Havana mit Argwohn verfolgen.

JR's China Blog 03.03.2013 | 20:51

Nein, das hing nicht von ihnen ab. Man kann wohl auch sagen, dass sie von Deutschland eine etwas naive Vorstellung hatten - allerdings nicht naiver, als weite Teile der nicht eingewanderten, "einheimischen" deutschen Öffentlichkeit auch. Qi und Wang haben schlichtweg das geglaubt, was unsere Propaganda als Realität darstellt. Und so, wie man in China lange glauben kann, das Land sei doch "viel freier geworden", so kann jemand, der nicht in Deutschland aufgewachsen ist, auch lange hier leben, ohne die Dissonanzen auch nur zu bemerken, die ihm gefährlich werden können. Das sind Warnsignale, die - tendenziell - zu Beginn sehr subtil gesendet werden, bis dann der Hammer kommt. Hier wie anderswo.

Das wäre - in einer "zusammenwachsenden Welt" - ein hoch interessantes Thema. Aber es bleibt ein Insider-Thema.

An Artikeln wie diesen - und den Reaktionen darauf - glaube ich wahrzunehmen, dass viele Deutsche zwar der Presse misstrauen (auch Normalverbraucher tun das - Wulff mochte zwar keiner mehr, aber den Presseberichten "glaubten" viele Leute meiner Bekanntschaft nicht), dass sie aber im Grunde doch die Vorstellung haben, es gebe weltweit nur eine "Leitkultur".

Und "Kultur" meine ich hier nicht politisch. Ich denke dabei an die (Miss-)kommunikation.