Auch dieses Jahr wird wieder rundum geschlagen. Denjenigen, die über die häufig gepflegte Tradition der Jahresrückblicke meckern müssen, sei gesagt, dass das kalendarische Jahresende auch meist eine Zeit ist, in der man ein wenig aus dem...>> mehr
Ganz in Schwarz, ein unheiliger Block erlesensten, langlebigen Papiers, auf dem luxuriös eine erhoben aufgedruckte Schabe thront. Der Einband so pappfest, dass sich an ihm jedes Ungeziefer auch in zig Jahren noch die Mandibeln stumpfreiben wird. Gedru...>> mehr
Tuxedomoon - Half-Mute (1980)
In einem Mitbewerberprinterzeugnis schrieb ich einmal in einer Rezension zu „Cabin In The Sky“ (einem Tuxedomoon-Album von 2004) einen langen Satz, der unter anderem davon handelte, dass sich Tuxedomoons Hang zur e...>> mehr
Keine Musik hat mich die letzten Monate fröstelnder gemacht als Helena Espvalls „Travessa do Cabral“, zu finden auf einem Tribut-Album zu Ehren des amerikanischen Stahlsaitengitarristen Robbie Basho - „We Are All One, In The Sun“. ...>> mehr
Was ich lange, lange Zeit an Dylan so verabscheute - seine Uneindeutigkeit, seine gleichzeitig in allen Zeiten verpflanzte Musik, seine Nachlässigkeit und Sprunghaftigkeit dem eigenen Material gegenüber - kumulierte in meiner völligen In...>> mehr
"Zuhause angekommen, höre ich mir erst einmal Avalon von Roxy Music an." Das kann ich gut nachvollziehen. Nach einer längeren Zeit (zum Beispiel einer Nacht) in Hektik, Dauerdenken und Dauerkommunikation ist 'Now the party's over/ I'm so tired' der beste erste Satz, den man in der Stille danach noch wahrnehmen möchte, bevor die Augen zufallen. Komischerweise ist "Avalon" das zeitloseste Album, das Roxy Music je aufnahmen. Manche halten es auch für ihr bestes. Ich zum Beispiel.
Ich muss bei der Filmkritiker-Serie immer ein wenig an Jörg Schröders "Siegfried" denken (März Verlag). Schröder haut zwar viel offensiver auf die Kacke, hatte damals aber auch eine andere Zielsetzung, nehme ich an, nämlich mit persönlichstem, sich auch selbst nicht schonendem Promi-Klatsch sowas wie literarisches Feuer zu legen unter das Gemauschel und die stillen Vereinbarungen, die dann im Literaturbetrieb nach außen hin als Wahrheit verkauft werden. Die Spex schrieb: "Klatsch als Waffe". Tolles Buch jedenfalls, das "Siegfried", und ich denke auch heute noch lesenswert. Und es wurde zwar viel weggeklagt und geschwärzt, aber soviel dann auch wieder nicht. Wer das auf dem Flohmarkt irgendwo rumliegen sieht ... Und danke nochmal für die Filmkritiker-Serie, die zeigt, dass man auch längere Texte gut im Internet lesen kann, wenn es eben gut zu lesende Texte sind. Man merkt, dass Sie im Training sind, Herr Grote.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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