Kultur

Tatort | 05.02.2012 21:45 | Matthias Dell

Fieber, Kotzen

Das volle Programm: Im Wiener "Tatort: Kein Entkommen" geht's hoch her. Serbische Nationalisten, die das Kriegsende nicht verkraftet haben, verbreiten Ungemach

Ein historischer Moment, die Chroniken der Tatort-Geschichte müssen neu geschrieben werden, denn die Wiener Folge Kein Entkommen entthront als Roger Federer (16 Grand-Slam-Titel) des Sonntagabends den bisherigen Rekordhalter Pete Sampras (14) aus Bremen (Abschaum, 2004) – 15 Leute kommen binnen 90 Minuten in Wien zu Tode, in Bremen waren es seinerzeit nur 14. Und weil Tennis ein für statistische Überlegungen empfänglicher Sport ist, sichert sich Kein Entkommen noch im Vorbeigehen den Subrekord der meisten Toten in einem Satz aka einer Nacht: 13 Leute sterben allein rund um den Showdown am Ausweichquartier der Familie von Josef Müller the Sveti Tiger formerly known as Mirko Gradic (Christoph Bach).

Klingt grausam, und das ist es auch auf eine Weise, die Brummbär Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) nicht mehr als ein totaldesillusioniertes "Scheiß mich an" entlockt. Und dennoch ist Kein Entkommen keine Folge, derentwegen man den Magd-Alert betätigen müsste: Man kann diesen Tatort durchaus gucken, ohne Schaden zu nehmen am Gemüt. Die Szenen etwa im Ausweichquartier der Familie, in denen Gradic den Eindringlingen zeigt, was er bei ihnen gelernt hat, verzichten auf ein dramtischst-emotionalisiertes Geballer zugunsten einer stillen, videospielknifflignüchternen Problemlösungsversion, die man fast elegant nennen könnte. Müller-Frau Elisabeth (Monica Reyes) muss beim Zähneputzen im Obergeschoss nur ein paar Mal aufmerken, ohne dass der schallgedämpfte Thrill im Parterre tatsächlich an die Tür klopfen würde.

Eleganz ist überhaupt ein Wort, das man mit dieser Folge in Verbindung bringen kann. Kein Entkommen (Regie: Fabian Eder) hat einen schönen Rhythmus. Die Flucht von Jovanovic (Marco Pustisek) aus der Straßenkontrolle, das Abstoppen an der roten Ampel, der Auswurf des angeschossenen und in diesen feudalen, nicht sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen der High-End-Kriminalität daher nutzlos gewordenen jungen Stutzers, das erneute Anfahren und Wegbrausen – das ist eine Synkope, mit der man sich als Komponist nicht verstecken müsste. Und noch das Halsumdrehen, mit dem Gradic im Ausweichquartier den ersten Angreifer aus dem Weg räumt, hat in seiner geschmeidigen Kürze eher Stil, als dass damit übermäßiger Grusel verbreitet würde.

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Bibis Hausmittelchen

Das Gegengewicht zur düsteren Anlage dieses Falls (Drehbuch: Eder und Lukas Sturm) bildet die Grippe, die in Wien grassiert und die dem Film immer wieder heiter Entlastung verschafft. Das Tempotaschentuch als Leitmotiv: Eisner legt ein paar posaunöse Schnäuzsalven hin, und die Bibi (Adele Neuhauser) profiliert sich mit Hausmitteltipps, von denen sich nie wirklich sagen lässt, ob sie kruder Wald-und-Wiesen-Hokuspokus oder lässig-alternatives Herrschaftswissen in Zeiten einer pharmalobbyunterjochten Schulmedizin sind. Was von Bedeutung ist, insofern die Ahnung, dass der weihnachtsmanneske Hausarzt Slavic (Michael König) des Müller-Jungen in Wirklichkeit der Königs-Sveti-Tiger ist, in der Konkurrenz von Bibis Mittelchen und Slavicens schulmedizinischem Vollprogramm zum Zweifel reift.

Wie hier die Grippe im Heiteren und Dramaturgischen – ohne Grippe hätte Müller-Gradic bei der Lieferwagenfahrt nicht ersetzt werden müssen – beiläufig Akzente setzt und Erklärung stiftet, ist ein Lehrbeispiel für jedes Tatort-Drehbuch. Und wie gelungen die Grundierung der Folge mit dem Rotz ausfällt, wird man merken, wenn morgen der Kollege im Büro fehlt und man ohne zu fragen davon ausgehen will, dass auch er Opfer einer Grippewelle geworden ist, die man im Fernsehen gesehen hat: "Steck mich nur an, dann kann auch ich gleich heimgehen."

Fein, wenn nicht sardonisch ist der Humor da, wo die Momente von Verzweiflung (etwa die Wohnungsverwüstung bei Müllers) von unschuldigen Klavieretüden begleitet werde (Musik: Roman Kariolou). Für die Qualität von Buch und Regie sprechen die Schauspielerleistungen. Der anfangs gebeutelte Eisner driftet mit seiner von der Pudelmütze geformten Frisur phasenweise ins Großkomponistenhafte und der Bibi glückt hier der zeitlich klug gewählte Durchbruch aus ihrer Insuffizienz in die Normalität einer, dank Mantel und Tasche, immer noch spezifisch behänden Ermittlerin. Sie haucht in dieser Folge auch manchmal so verschmitzt, was nur noch stärker für sie einnimmt.

Schnepfigkeitsalternative

Christoph Bach, der als Dutschke im gleichnamigen Fernsehbiopic bereits Zeugnis abgelegt hat von dem Vermögen, sich Sprechweisen anzuverwandeln, ohne sie in die Karikatur zu treiben, stattet seinen Müller-Gradic mit einem Idiom aus, in dem sich das schärfere slawische "R" noch nicht zur Gänze ausgeschlichen hat. Die Figur ist aber weit davon entfernt, den Radebrecher zu geben, als der in schlichteren Tatort-Folgen jeder Akteur erscheinen muss, der keinen Arier-Nachweis bis ins Mittelalter erbringen kann. Monica Reyes, die Sorge in subtiles Lippenbeißen und Fürsorge in entschiedenes Stiefelklackern beziehungsweise einen stolzen Gang übersetzt, der sich gegen Kränkung durch Enttäuschung schützen will, verschafft Kein Auskommen ein paar hübsche Austriazismen ("er schlaft", Sakkó), wie ja überhaupt im österreichischen Tatort der Dialekt mehr sein darf als die pflichtschuldige Regionalfolklore, die er north of Inn ist.

Therese Affolter differenziert den Schnepfism der Karrieretrine Schiemer von eine Etage höher (Interpol) bühnengroß, Alexander Strömer als ihr Kollege wirbt für eine zeitgemäße Auffassung des Migrationsdiskurses. Wenn vom Schnepfism die Rede ist, dieser verbreiteten soziokommunikativen Figur, bei der Insuffizienz und Unsicherheit durch Kompetenzgehuber überdeckt werden sollen – in Kein Entkommen findet sich endlich einmal eine Alternative dazu. Nämlich zu Beginn, als Eisner auf dem Parkplatz vor dem Einkaufszentrum angewidert vom Einkaufszentrumsbesitzerfrisör ("Ja, ned die Dulcineas wegschicken!"), eben nicht darauf verweist (oder, wie er sagen würde, "Quartett spielen" will), wie wichtig er als Polizist und überhaupt ist, sondern kurzerhand halbwirsch die Sperrung des gesamten Areals anordnet. Gerade weil der Schnepfism sich immer so auf die Zehenspitzen stellt auf der Suche nach seiner Bedeutung, bietet sich das Tunneln als Kontervariante hier an (das Kinderzitat von der Bibi vor der Bürotür ist allerdings auch allerliebst).

In gewisser Weise ließe sich zur Schnepfigkeitsalternative auch der Schluss zählen, bei dem Eisner den megaholy Königs-Sveti-Tiger Slavic allein mit seinen mentalen Superkräften in die Knie zwingt, weil er nicht auf dessen Erpressungsversuch eingeht (wir mussten ja die ganze Zeit an die verletztgespritzte Müller-Frau im Krankenzimmer denken; dass also beim Showdown jetzt doch bitte nicht Laberskat gespielt werden kann, während die Frau dahinten womöglich mit dem Leben ringt – unfreiwilliger, zumindest ausgelassener Suspense). Einfach mal keine Angst zu haben – eine Option, die in unserer Leistungsgesellschaft selten gewählt wird, sich aber, wie man hier sehen kann, als recht wirkungsvoll empfiehlt. Vielleicht sollte man das demnächst mal geschlossen bei Gegenspielern ausprobieren, die ähnlich wie das mafiöse Verbrechen vor allem mit dem ihnen vorauseilenden Fame zu beeindrucken glauben ("Blöd"-Zeitung, FDP, die Märkte).

Ex-Ju-Hotspot

Gelesen werden muss Eisners Mental Power Move als Antwort auf die ewige Häme vor allen Dingen des jungen Sveti-Stutzers, der mit einem im Krieg geschulten Männlichkeitsideal im zivilisierten Wien immer nur Weicheicher ausmachen kann. Law-and-Order-Politiker mögen sofort feuchte Finger kriegen und nach härteren Gesetzen schreien, weil sie sich in dem getroffen fühlen, was sie für ihre Ehre halten. Dabei liegt der junge Stutzer naturgemäß falsch: Nicht Wien ist verweichlicht, sondern die Sveti-Raubkatzen-Family verhärtet. Außerhalb von Krieg, Nationalismus oder den angrenzenden Bereichen des Elenden kann man mit so einem mühsamen Männerbild doch auch nichts mehr reißen. Das taugt allenfalls für erotische Träume, wie die Bardame im Ex-Ju-Hotspot Maxi umgehend demonstriert.

Zu bemängeln ist lediglich, dass man in so einen Laden wie dieses Maxi vielleicht nicht zu zweit durch die Vordertür schlendert, sondern mit Cobra und Interpol einreitet. Daran anschließen könnte sich eine Grundsatzdiskussion, ein Fall solchen Formats ist freilich viel zu groß für Eisner und die Bibi. Die wird hier aber nicht geführt. Genauso wie der Linienrichter in uns beim offenen Schluss mit den Lederjackenträgern, die Kurs aufs Krankenzimmer nehmen, nicht auf Grusel, sondern auf Metapher entscheidet: Es hört halt nie auf.

Ein Satz, der aus Kollegen Freunde macht: "Du bist frech und dumm, und das ist eine gefährliche Mischung"

Ein Dilemma, das Theologen diskutieren sollten: "Wenn der Heilige in Wien ist, und wir ihn nicht finden, dann haben wir ein Problem"

Eine Frage, die man sich viel zu selten stellt: "Was ist alles?"
 

 
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Artikelaktionen
Kommentare
Free World schrieb am 05.02.2012 um 21:57
nach gefühlt 104 "tatorten" gab es wieder einen, bei dem mit viel roter farbe gearbeitet wurde und deshalb meiner frau nicht zuzumuten wäre. fein, dass wir zwei optionen haben in die röhre zu gucken.

so bleibt nur ein mangel zu erwähnen. wiener samt bahnhossicherheit lassen einen mann nur in pyjamahose durch den bahnhof laufen, ohne sich auch nur umzudrehen. da interessiert fast, was im realen leben dort so durch den wiener bahnhof wandelt. nackerde?
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 09:08
das mit der pyjamahose war zugegeben ein moment, an dem der tatort auch hätte eine ganz andere richtung nehmen können. hat er aber nicht, deshalb wohl lässlich
Free World schrieb am 06.02.2012 um 12:46
lässlich - kann man so sehen.

aber wenn er schon so auffällig durch die nacht läuft nur um sich am bahnhof eine deponierte tasche zu holen, um sich anzuziehen und dann bei der polizei zu melden kann man ja auch gleich in pyjamahose zur polizei - oder? in wien scheints egal zu sein. .)
Rene Artois schrieb am 05.02.2012 um 22:07
Da muß man Bibi schon beipflichten: "Sowas moch i nimmer mit, Moritz ..."

Zuviel der Ungereimtheiten für 90 Minuten.
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 09:11
really? lynley und barnaby in ehren. aber für tatort-verhältnisse not so bad, wasn't it?
koslowski schrieb am 05.02.2012 um 22:09
Nach langer Zeit mal wieder ein "Tatort", dessen Ende ich vor dem Bildschirm erlebt habe. Nicht wegen der Rekordbilanz, sondern weil er spannend war, der Schrecken mit der Banalität kollidierte und der Regisseur starke Bilder fand.
Theda schrieb am 05.02.2012 um 22:52
Ja, Spannung und Qualität pur. Für jeden Filmkritiker sicher ein Genuss. Oder nur ein Muss?

"Starke Bilder" von Dr. Dr. Pustišek übrigens noch zusätzlich im Freitags-Teaser und oben Text. Das lässt alte erinnerungen wach werden.

Danke dafür.
uri schrieb am 05.02.2012 um 22:19
Seit langer Zeit wieder mal ein spannender Tatort.
Magda schrieb am 05.02.2012 um 22:28
Magd_Alert - ach Herr Dell, Sie sind ja ...nee aber auch. Ich musste erst gucken, wo ich da so alert war .:-)))
Stimmt beim Pfählen, da habe ich nicht mitgetan.

Dieser Tatort ist trotzdem eine Ausnahme. Ich gucke den Krassnitzer sonst nie, weil andere Familienmitglieder hier ihn ganz doll nicht mögen. Und man will ja den Hausfrieden nicht gefährden. Jedenfalls nicht bei diesem Wetter.
Aber heute war eine gewisse Nachgiebigkeit zu verzeichnen. Das Fernsehprogramm ist ja auch anderswo nicht so ...ABBA oder Tsunami...naja.

Aber ich habe mich geärgert, vielleicht bin ich für solche Serben-Klischees und diese Macho-Kanne - einschließlich Tritt ins Gemächt - nicht so recht empfänglich.
Was das Historische angeht: Da wurde ja sogar Tito mal erwähnt. Der ist jetzt auf einmal auch eine finstere Gestalt.
Ich habe immer gelauert, ob nicht auch der alte Kaiser Franz da involviert war, denn immerhin war Serbien ja mal Bestandteil. Vielleicht kommt daher der hasserfüllte Blick und das genüsslich zelebrierte Klischee.

Einzelne Szenen waren recht virtuos - die mit der Schießerei gehört dazu, aber sonst war mir das alles zu kakanien-kerlig.

Am Ende nimmt das ja alles kein gutes Ende. Zwei weitere Todesengel erscheinen. Als Metaphern verkleidet. Meine Güte, die armen Wiener, durchsetzt von diesen metaphorischen Serben.
Rene Artois schrieb am 05.02.2012 um 22:38
Auf ZDFneo hatt's einen – zugegebenermaßen wiederholten – Lynley gegeben. Und um zehn vor elf kommt auf ZDF noch ein neuer Barnaby.
Uwe Theel schrieb am 06.02.2012 um 00:57
@ Rene Artois schrieb am 05.02.2012 um 22:38

Lieber Rene,

Die Wiederholung des Ausdrucks ihrer Vorliebe für englische Serienkrimis nimmt inzwischen Ausmaße an, wie die Wiederholungsrate alter Tatort-Folgen in den dritten ARD-Programmen.

Das nehme ich zum Anlaß, Sie zu fragen, warum Sie dann nicht die Originalfassungen dieser Filme im englischen Free-TV (BBC, ITV) über Satellitenempfang wahrnehmen.

Bei Bedarf sage ich Ihnen wie Sie mit leichten Modifikationen an Ihrer Satellitenschüssel sich des Elends deutschen Fernsehens entledigen und von der Insel der Glücklichen empfangen, oder auch beides sich leisten können.

mfg

Uwe Theel

P.S:: Das war kein Ulk, es geht wirklich, falls sie westlich einer gedachten Linie Lörrach-Hamburg wohnen.
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 09:23
@Madga
bin mir gar nicht sicher, ob die serben so klischiert waren. im presseheft war davon die rede, dass ein realer serbe tränen in die augen bekam bei der rolle und wieder abreiste und deshalb cross, also nicht landsmannschaftlich besetzt wurde. und das merkt man ja schon, nach oben hin bis zum weihnachtsmann geht es doch recht distinguiert zu, selbst dieser glatzköpfige schnauzbartträger ist keine laubsägearbeit.
interessant fand ich vor diesem hintergrund auch die diskussion über die frage, ob nach der dead night von serben die rede sein kann in der pressemeldung - die bibi interveniert da m.e. völlig von der falschen seite her, denn die eigentliche frage ist doch, wieviel von solchen mafia-händeln überhaupt erzählten werden kann
lebowski schrieb am 05.02.2012 um 22:35
Endlich mal ein Tatort, bei dem man sich voll auf die Handlung konzentrieren konnte und nicht schon vorab Zeit hatte, über einen schlauen Kommentar in der Freitags-Kolumne nachzudenken.
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 09:35
die statistiker unter uns würden auf reziproke proportionalität entscheiden
Blinkfeuer schrieb am 05.02.2012 um 22:52
Genau. Man stelle sich vor, statt Interpol wäre eine legendäre Polizei- "Psychologin" in Stellung gebracht worden: es hätte ein laber-laber- 2Teiler werden müssen. Schimmi hat bestimmt auch geguckt, weil mal ordentlich gearbeitet wird......
kay.kloetzer schrieb am 05.02.2012 um 23:09
zwar habe ich nicht den ganzen "Tatort" gesehen, aber mein gefühl: dies ist ein text, der es auf den punkt bringt und gleichzeitig weit darüber hinaus weist, also quasi den abend in die nacht verlängert.
Georg von Grote schrieb am 05.02.2012 um 23:43
Tatort gesehen. Die aus Österreich sind eh Pflicht.

Und, chapeau, dazu jetzt eine Kritik zum Knutschen :-)
Uwe Theel schrieb am 06.02.2012 um 01:09
Lieber Herr Dell,

war das

"Fieber - Kotzen"

ein Tippfehler?

Ich sah niemanden kotzen - Zuschauer zählen nicht -, wohl aber

"Fieber - Rotzen"
Theda schrieb am 06.02.2012 um 01:24
Wenn das ein Tippfehler ist, hat Herr Dell sehr breite Finger. :)
Theda schrieb am 06.02.2012 um 01:24
Wenn das ein Tippfehler ist, hat Herr Dell sehr breite Finger. :)
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 01:37
Darf man nicht so eng sehen, Denke eher Tippfehler.
Der text klingt nicht so, als müsste da jemand reihern.

Obwohl, bei Fieber kann alles passieren :-)

Apropos. Wer ist eigentlich diese/r ominöse Geist namens Theda?
Theda schrieb am 06.02.2012 um 02:12
Verstehe ich nicht. Wenn Herr Dell den Abstand der Tasten eng sehen würde, dann wäre es doch eher ein Tippfehler. Vielleicht klärt er seine Leser ja morgen auf.
Apropos: weibliche Geister werden zwar unendlich alt, deshalb sind sie aber noch lange nicht ominös. Sie sind weniger ominös als die magische 7 und die interessante 13. In Filmen sind sie oft Anzahl der Opfer.
Theda schrieb am 06.02.2012 um 02:12
Verstehe ich nicht. Wenn Herr Dell den Abstand der Tasten eng sehen würde, dann wäre es doch eher ein Tippfehler. Vielleicht klärt er seine Leser ja morgen auf.
Apropos: weibliche Geister werden zwar unendlich alt, deshalb sind sie aber noch lange nicht ominös. Sie sind weniger ominös als die magische 7 und die interessante 13. In Filmen sind sie oft Anzahl der Opfer.
Theda schrieb am 06.02.2012 um 02:14
P.S.: Beim derFreitag ist die magische 2 anscheinend Usus.
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 02:21
So so, wollen Madame auf Se7en anspielen? :-)

Weil die 13 hatten wir ja gerade in einer Nacht .

Tippfehler, ich nenne sie mal so, auch wenn sie vielleicht nicht beim Tippen entstehen, können auch im Kopf entstehen. Da schreibt man mal K obwohl man R meint. Aber ich will Herrn Dell nicht vorgreifen :-)

Ominös deshalb, weil ich da so gar keinen Hinweis auf die Person finden kann :-)
Theda schrieb am 06.02.2012 um 02:50
Se7en? Auch. Aber auch auf weitere Disziplinen.

Die 13 beispielsweise im Slasher oder Splatter. Linda Williams bezeichnete die Serialität der Morde und Montage als Nummern-Revue. Denken Sie dabei auch an Body Count, der Begriff spielt auf die Zählung von Toten im Krieg an. Auch diese Analoge finden wir im o.g. TATORT, an der Stelle, als "Josef Müller" über sein Aufgabengebiet während des Krieges auspackte.

Sie haben recht, Tippfehler entstehen oft im Kopf, wenn man, so wie früher oft der Fall, als Linkshänder auf Rechtshändigkeit zwangsumgeschult wurde. Das macht die Motorik nicht mit.
Zu Theda habe keine weiteren Hinweise und bleibe stumm. Soll Herr Dell mal morgen das Mindeste auspacken. :)
Sarah Rudolph schrieb am 06.02.2012 um 06:31
Die Überschriften sind immer Zitate aus dem Film.
Ganz zu Beginn sagt die Mutter, als sie das Kind fertig macht, um zum Arzt zu gehen "Fieber, Kotzen, das ganze Programm!"
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 09:31
ach, liebe sarah rudolph, da wird herrn dell ganz warm ums herz. bin ganz gerührt und selig.
Theda schrieb am 06.02.2012 um 09:51
"Die Überschriften sind immer Zitate aus dem Film."
Spätestens beim regelmäßigen Lesen hier merkt man es, wenn man schon beim Film nicht aufgepasst hat. ;)
goedzak schrieb am 06.02.2012 um 09:55
Ich stelle beim Tatortgucken jetzt immer schon von Anfang an Vermutungen an, welche Sequenz denn diesmal als Titel erwählt wird. Bisher lag ich allerdings immer falsch.

Diesmal konnte ich nicht raten, weil ich nicht guckte. Nach flüchtigem Lesen einiger Kommentare schwant mir, dass ich was verpasst habe. Deshalb stehe ich nun vor der schweren Entscheidung, soll ich die übliche Chronologie einhalten, erst Film sehen, dann 'den Dell' lesen, oder umgekehrt?! - Das Internet bringt alles durcheinander...
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 10:01
@theda
genau so.
@goedzak
erst gucken, dann lesen. 'der dell' ist ein text für gewisse stunden, für den moment danach. so zumindest ist er gedacht (und ich hätte ja auch immer die sorge, dass man das überhaupt nicht versteht ohne kenntnis des films - 20 uhr mediathek, go for it)
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 16:48
Ja, Sarah Rudolph,

ich gestehe, als der Tatort begann, war ich noch in der Küche zur Feinabschmeckung :-)
Als ich dann reinblickt, ging es nur noch ums Rotzen :-)
Ulrike Bewer schrieb am 06.02.2012 um 19:33
ich versuch auch immer den Titel zu raten. und die Merksätze am Ende. und es ist mir auch noch nie gelungen. da heißt es: dranbleiben.

ich hätte zum Beispiel getippt auf:
Argument für Beziehungsgespräche, die man nicht führen will: Ich kenn Dich überhaupt nicht. (oder so ähnlich)
Sarah Rudolph schrieb am 09.02.2012 um 17:44
@Matthias Dell
Na, dann hofft Frau Rudolph doch, dass die Rührung von ihrem Kommentar weiter unten herrührt und nicht von ihrem Erklärbärinnen-Einsatz. Falls ja freue ich mich auch. Wie war das? "So soll es sein!"
Ersntgemeint und verdient war das ja ohnehin.

@goedzak und Ulrike
Ich hab das Raten-wollen ja aufgegeben, weil ich es so gut wie nie schaffe, die Überschrift vorher nicht gesehen zu haben. Richtig gelegen habe ich aber vorher auch nie.
Die Merksätze oder Fragen am Ende wären aber eine Idee!
Matthias Dell schrieb am 09.02.2012 um 21:25
@Sarah Rudolph
war tatsächlich fürs erklären, es freut doch immer, wenn "man" (c wulff) verstanden wird. obwohl ja auch klar ist, dass die altgedienten unserer lieblichen runde wissen, wie der hase läuft - all seine merkwürdigen haken inkl.
Sarah Rudolph schrieb am 09.02.2012 um 22:32
Es sind die kleinen Dinge...

(hätte ich jedoch nicht einmal das in beinahe zwei jahren begriffen... also!)
Uwe Theel schrieb am 10.02.2012 um 10:04
@ Sarah Rudolph Matthias Dell,

Dann danke ich für die Quizanleitung und werde in Zukunft begeistert mitspielen.

lg
Uwe Theel

P.S:

Tipt für`s Freitag-Marketing: Da könnte man ein eigenes Portlet zur Kundenbindung draus machen und die ARD könnte als auzulosenden Preis unter den richtigen Lösungen jeweil den Mittschnitt der Sendung ausloben. - Einsendeschluß jeweils 1 Stunde vor Sendebegin, Freitag-Journalisten und ARD-Angehörige von der Teilnahme ausgeschlossen.
Sarah Rudolph schrieb am 06.02.2012 um 06:42
Ein Tatort nach meinem Geschmack, einer der mir mal wieder wirklich gefallen hat. Anstrengend und beklemmend war der aber doch, ich war danach ganz erledigt. Schön, dass der wunderbare Rythmus aufgefallen ist, das hatte tatsächlich Stil. ich find es aber trotzdem nicht zu sehr durchästhetisiert, und im Gegenteil, die Morde trotzdem brutal und erschreckend.
Tolle Schauspieler, Christoph Bach hat mich beeindruckt.
Aber die Krönung, die Abrundung quasi, war gestern Abend eindeutig die Kritik.
Eine Große!
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 09:33
würde ja auch sagen, dass ein gefühl für den rhythm ein guter schutz gegen durchästhetisierung ist, wer so was kann, muss seine effekte nicht bei aldi leihen
Theda schrieb am 06.02.2012 um 10:10
Der Rhythmus im Wechsel der recht harten Filmsequenzen wurde wunderbar durch den zuckersüßen Klaviersound untermalt. Könnte ein Bösendorfer gewesen sein, die klingen gegenüber deutschen Fabrikaten nämlich weniger hart und passen in den Kontext.
Sarah Rudolph schrieb am 09.02.2012 um 18:14
Ich meinte eigentlich eher die Aussage, dass z.B. das Halsumdrehen mehr Stil habe, als Gruseln bereite... ich finde, dass das eine das andere nicht ausschließt..es bleibt grausam, aber ist dabei stilvoll. So?
Ansonsten stimme ich zu, perfekter Rythmus statt billig-böser Haudrauf-Effekte, wie wir das ja sonst häufig, beispielsweise von diesem Ludwigshafener Serienkiller, gewohnt sind. (und das obwohl es doch Lars Eidinger war!)
Grundgütiger schrieb am 06.02.2012 um 08:58
Serbien muss sterbien, hat´s mal geheissen.
Die Rollen aller Beteiligten in diesem Krieg 1998 sind mir ein wenig zu ungerecht aufgeteilt.
Und so wird nur einer vor den Kadi gezerrt, obwohl die kroatische Ustascha hier auch locker mithalten konnte. Nur, mit denen wollen wir es uns nicht verderben, haben uns ja auch mal geholfen, und nicht überflüssigerweise Thronfolger erschossen.
Ich habe eine serbische Schwägerin, die hat bestimmt gestern den Fernseher aus dem Fenster geschmissen.
Trotzdem ein gelungener Tatort.
1. sehe ich den Kraßnitzer mit seiner Kollegin gerne, die, und das muss man können, den Alkohol als schlimmeren Gegner sieht, als serbische Terroristen. Pädagogisch wertvoll!
2.der Verbrauch an Munition einen jeden wach gehalten hat.
3. es mal wieder spannend war, jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt.
Weil, ja weil halt der Kommissar immer überlebt, gell?
Manchmal frage ich mich, was Hollywood so viel besser macht, sind´s die Schauspieler, das Buch, die Ausstattung, oder allein der Anspruch? Der Tatort von gestern hatte dieses Format.
Kinoreif.
Eine Frage treibt mich noch um, lieber Rene, welchen Tee trinkt man zu Linley?
ausbein schrieb am 06.02.2012 um 13:35
.
Eine Frage treibt mich noch um, lieber Rene, welchen Tee trinkt man zu Linley?

Schwarzen natürlich. Aus einer Tasse mit Goldrand, weil es ja Linley ist.
Nashira schrieb am 06.02.2012 um 09:11
Lieber Herr Dell,

vortrefflich kommentiert. Das passt in mein Empfindungsbild. Ich sehe schon, ich muss Sie dringend sofort abonnieren! :-)

Und die drei Fragen am Ende (doch, mir fielen sogar noch ein paar ein) könnte man wirklich mal diskutieren. Aber jede Stunde im Leben stellen sich eh neue!
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 09:34
so soll es sein. bedankt. und was die fragen betrifft - manche muss man vielleicht auch nicht gleich klären, leben dauert ja noch
Magda schrieb am 07.02.2012 um 20:59
"manche muss man vielleicht auch nicht gleich klären, leben dauert ja noch"

Huch, das verleitet mich zu einem trüben Eigenbau-Kalauer, mehr so reflektorisch: So viel Leben noch am Ende aller Einfälle.

Ich sage ja : Scheiß Balkan - stimmt einen immer melancholisch.
fudge schrieb am 06.02.2012 um 09:43
wie immer eine ausgezeichnete kritik, herr dell! mir hat der tatort auch gefallen, obwohl ich sonst kein großer freund solcher blutbade bin. aber es war gut inszeniert.

dass der kinderarzt "der heilige" war, dämmerte mir jedoch schon viel zu früh, da ich mich an die verhaftung karadzics erinnert fühlte. auch dieser arbeitete bis zu seiner verhaftung als bärtiger arzt mitten in belgrad...
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 10:09
das ist ein punkt, die karadzics-parallele. die zweifel beim arzt kamen natürlich auch dadurch, dass der so eine prominente rolle hatte mit praxis-schild-zeigen, dem slawischen namen, dem insistieren der müller-frau, nur dahin zu wollen. und man scannt als gewiefter tatort-zuschauer natürlich alle handelnden personen, irgendeiner muss es ja gewesen sein, was der legendäre schnolfi-kommentar einmal schön auf den punkt brachte: tinyurl.com/6szcz2o
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 16:58
Letztlich müsste es einem jeden klar gewesen sein, dass der nette Arzt der Böse im Hintergrund sein muss. Spätestens als der Kleine vom neuen Haus erzählte.
Die Kunst an diesem Tatort war, den Zuschauer von dieser Gewissheit gleich wieder abzulenken und andere ins Spiel zu bringen.
Diesen Tatort genau zu analysieren, seine Dramaturgie zu durchleuchten, den Rythmus zu spüren und vor allem zu begreifen, was man erzählen kann, ohne es im Bild zu zeigen, lohnt sich. Denn das ist die Kunst am Filmemachen.
Sarah Rudolph schrieb am 09.02.2012 um 18:18
Stimmt, ich hatte die Vermutung ganz bald, hab sie aber sehr schnell wieder weg geschoben, und wollte es auch nicht so recht wahrhaben.
Irgendwann dann doch: https://twitter.com/miss_leelah/statuses/166257619105882112
Das war ziemlich gut gemacht alles.
Sunday schrieb am 06.02.2012 um 11:03
Dieses Ausweichquartier hätte kaum transparenter sein können: derartig in der Dimensionalität ausladende, für jegliches Spähinteresse einladende Fensterfronten müssen doch, dachte ich die ganze Zeit, bei solch einem Sicherheitsquartier nicht unbedingt sein, oder bin ich da zu kleinkarriert gewesen?
Und die Spazierfahrten zum Arzt mit alleiniger Bibibegleitung bei einer derartigen Sicherheitsstufe sind doch auch hanebüchen. Vor allem nach dieser Massakernacht. Da hätte man doch gut und gerne auch mal einen Arzt kommen lassen können.
Nur dieses zweisame Hineinspazieren ins Maxi kurz vor dem Ende setzte dieser ganzen Unbedachtheiten noch die Krone auf.

Die Sorgen um Müllers Frau teilte ich übrigens mit Ihnen, Herr Dell.

Ansonsten fühlte ich mich von dem Kommissaren wie von der Rezension blendend unterhalten.
miauxx schrieb am 06.02.2012 um 11:53
@Sunday

Mußte schmunzeln: Genau diese drei Kritikpunkte haben mich auch an die Stirn schlagen lassen!
Andererseits: Von irrealer Polizeiarbeit dieser Art leben die "Tatorte" ja gerade. Das Zentrum ist eben immer das Ermittlerduo, das nahezu alles übernimmt - und wenn's in völlig unpassender Kleidung und Ausstattung die Aufgaben eines SEK sind.
ausbein schrieb am 06.02.2012 um 16:14
Von irrealer Polizeiarbeit dieser Art leben die "Tatorte" ja gerade. Das Zentrum ist eben immer das Ermittlerduo, das nahezu alles übernimmt - und wenn's in völlig unpassender Kleidung und Ausstattung die Aufgaben eines SEK sind.

Da ist natürlich viel dran. In diesem Fall fand ich das aber nicht ganz so daneben wie sonst oft.

Die Gefahr, im Umkreis des Maxi entdeckt zu werden, ist relativ groß und einfach wegfahren können sie ja auch nicht. Mit genug Adrenalin im Blut wird dann schnell gehandelt ... und wegen des zuviel an Adrenalin kann dann eine Bedienung mittels Tablett den Einsatz einfachst sabotieren.

Naja. Zumindest nicht völlig unrealistisch.
(Andernfalls, in Wien übernimmt die Aufgaben des SEK das Eko Cobra.)
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 16:19
ist alles richtig, aber irgendwie sieht man's dem tatort nach, wenn er wie dieser gelungen ist. eigentlich ist die geschichte zu groß fürs format
ausbein schrieb am 06.02.2012 um 11:05
Sehr guter Tatort, sehr guter Text.

Erwähnenswert aber auch noch der starke Auftritt von Johannes Silberschneider als Polizist, der sich über den Tod, nicht einmal den des Killers, (der Bua!) nicht freuen mag: Seid's alle scho deppert?
GeroSteiner schrieb am 06.02.2012 um 11:13
Die Szene, in der die Frau mit Kopftuch als Zeugin des ersten Mordes von Eisner nach dem Täter befragt wird, entbehrt auch nicht einer gewissen Komik.
Die für den Betrachter überzeichnet türkischstämmig erscheinende Reinigungskraft mit dem zum Erscheinungsbild passenden und auch zu erwartendem Akzent, spricht nach einigem Radebrechen dann plötzlich in lupenreinem österreichischem Dialekt von "Tschuschen", die den Mann im Wagen getötet hätten. Für aufmerksame Beobachter ein echter Brüller.

Hintergrundinformation:
"Tschusch" ist ein in Wien gebräuchliches, wohl ursprünglich russisches Schimpfwort und bezieht sich auf Südosteuropäer (Kroaten, Serben, Bosnier, Bulgaren, Rumänen). Ein "Tschusch" ist faul, schmutzig, unehrlich und unerwünscht, höchstens geeignet für irgendwelche niederen Arbeiten.
Theda schrieb am 06.02.2012 um 11:30
Vor allem entlarvte diese Dame die so gerne verschleierte Tatsache, dass auch Migranten gegenüber anderen Einwanderern ihre Vorurteile schieben.
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 11:59
@theda
nichts für ungut, aber bei "gerne verschleierte tatsache" hör ich schon wieder irgendsoein höheres wesen walten, dass die diskurse diktiert. ich kann aber gar nicht sehen, wo das verschleiert würde - es kommt eher nicht vor, weil sich keine sau dafür interessiert - dass die, die es nach drinnen geschafft haben, sich für das draußen nicht mehr interessieren, ist doch ein klassiker des integrierens. das funktioniert in jeder karriere so. mal sollte's nur - oder hör ick hier zuviel trapsen - nicht instrumentalisieren als erklärung für eigene standpunkte, das hat ja miteinander genauso wenig zu tun wie der umstand, dass einwanderer häufig konservativ wählen, wo doch linke, grüne und ein bisschen spd die parteien sind, die sich um sie kümmern. aporien of the real life.
miauxx schrieb am 06.02.2012 um 12:04
"Vor allem entlarvte diese Dame die so gerne verschleierte Tatsache, dass auch Migranten gegenüber anderen Einwanderern ihre Vorurteile schieben."

... und sich mit rudimentären Sprachkenntnissen am besten die Boulevardzeitung liest.
Theda schrieb am 06.02.2012 um 12:26
@ Matthias Dell
Nichts für ungut, aber ich denke, dass jemand, der überqualifiziert ist, sich irgendwann von der Arge via Sozialgericht H4 einklagen musste, als es mit diversen "niederen Arbeiten" nicht mehr ging und neben dem Studium mit den nicht selten überqualifizierten Kollegen, den "Tschuschs", der kann das ruhig mal hier am Rande erwähnen gegenüber jenen, die den ganzen Tag im Internet hängen und nie selber erlebt haben, was folgendes Zitat bedeutet, sich aber bemüßigt fühlen, anderen die Welt zu erläutern:

"Ein "Tschusch" ist faul, schmutzig, unehrlich und unerwünscht, höchstens geeignet für irgendwelche niederen Arbeiten."

@miauxx
Vielleicht können Sie mir ja erklären, wie man Bandwurmsätze verkürzt und der Plural von "Tschusch" lautet. ;) .)
GeroSteiner schrieb am 06.02.2012 um 13:25
Aber, aber, meine Herrschaften!
Gemach, gemach.
Nicht immer gleich auf die Zwölf hauen.

Punkt 1.
Tschusch (sg.) und Tschuschen (pl.)
Begriffserklärungen finden sich zuhauf in den unendlichen Weiten des Netzes [1, 2, 3].

I haaß Kolaric
du haaßt Kolaric
Warum sogns' zu dir Tschusch?


Mit diesem Plakat wird thematisiert, dass auch altösterreichisch assimilierte oder akkulturierte Österreicher slawischer Herkunft ihre erst kürzlich zugewanderten Mitbürger abwertend als Tschuschen bezeichnen.

Punkt 2.
Die Putzfrau (mit Kopftuch), die uns offensichtlich als türkische Immigrantin erscheinen soll, antwortet auf die ihr gestellten Fragen mehr oder weniger erwartungsgemäß radebrechend. bis hierhin ist unsere "Erwartungshaltung" bezüglich der gängigen Vorurteile vollumfänglich erfüllt.
Aber genau an dem Punkt, wo es um "Tschuschen" geht, spricht sie ein akzentfreies (!) Österreichisch und bedient alle gängigen Vorurteile der Rechtspopulisten über "Tschuschen".
GeroSteiner schrieb am 06.02.2012 um 13:49
@Theda
"Nichts für ungut, aber ich denke, dass jemand, der überqualifiziert ist, sich irgendwann von der Arge via Sozialgericht H4 einklagen musste, als es mit diversen "niederen Arbeiten" nicht mehr ging und neben dem Studium mit den nicht selten überqualifizierten Kollegen, den "Tschuschs", der kann das ruhig mal hier am Rande erwähnen gegenüber jenen, die den ganzen Tag im Internet hängen und nie selber erlebt haben, was folgendes Zitat bedeutet, sich aber bemüßigt fühlen, anderen die Welt zu erläutern:"

Das habe ich schon mal in ähnlicher Form in einem anderen Zusammenhang gelesen.
"Das wird man ja wohl noch sagen dürfen..."

Das ist rechter Sarrazynismus.
Theda schrieb am 06.02.2012 um 14:49
@Gero Steiner
Wenn Sie den folgenden Teil des kursiven Zitats, also den Teil nach dem Komma, auch fetten, wäre die Aussage nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Der Teil, den Sie gefettet haben, bezieht sich nämlich auf den folgenden. Was Sie machen, ist Zerstückeln eines Satzes, um mir offenbar Nähe zu "rechtem Sarrazynismus" zu unterstellen. Oder was wollen Sie damit bezwecken? Vielleicht hätte ich besser wirklich kurze Sätze wie in einer von @miauxx angemerkten "Boulevardzeitung" verwenden sollen, damit nichts reininterpretiert wird, was dort nicht steht?

Der kursive Bandwurmsatz sagt nichts anderes, als dass ich es zunehmend seltsam und arrogant finde, wenn so mancher Blogger, der den ganzen Tag im Internet hängt, sich über andere erhebt, indem er mithilfe von Wortklauberei und Überheblichkeit anderen die Welt erklärt oder etwas verkehrt. Da ist dann nämlich auch so ein "Geschmäckle" dabei, weil es so wirkt, als sei er vielleicht überqualifiziert, sich aber zu schade, mit eben solchen "Tschuschen" einen Arbeitsplatz zu teilen und deshalb lieber andere belehrt oder das Wort im Munde umdreht.
Ich vermute mal, wer so drauf ist, würde es keinen Tag lang bei einem unterbezahlten Knochenjob aushalten, eben weil er nämlich selbst denkt, das sollen mal schön die anderen machen. Warum sollte ich mir also die Welt auf diese Art erläutern lassen? Die Frau mit dem Kopftuch im TATORT kann man nämlich aus aufmerksamer Zuschauer auch auf weitere Lesarten interpretieren.
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 17:10
Verehrte Theda,
wer auch immer Sie sind oder auch sein mögen.
Nach dem Lesen einiger Kommentare, muss ich da heftigst widersprechen, denn ich stelle fest, das sich hier nur eine/r in ziemlich arroganter Weise auf überhebliche, belehrende Art und Weise mit Wortklaubereien über andere Kommentatoren und Blogger erhebt. Und dann noch als sogenannte anonyme Eminenz im Hintergrund.
Und sorry, damit meine ich Sie.
Und ich bin da mal ganz direkt und ehrlich. So was mag ich nicht. Auch nicht im Internet. Wer was zu sagen hat, der kann auch mit seiner Person dahinter stehen. Der muss sich nicht verstecken.
Theda schrieb am 06.02.2012 um 17:43
@ G. von Grote

Ich hätte die Stellen gerne zitiert, die Sie meinen.
Anonymität im Internet sowie sonstigen Datenschutz befürworten viele Menschen und ich wüste nicht, warum ich dies nicht auch für mich in Anspruch nehmen sollte.
Ich mag es auch nicht, wie hier zum Teil abgelästert wird über andere. Fragen Sie mal @DandalionWine, warum helfen Sie nicht ihr? Sie setzt sich schließlich für sehr grobe Verstöße gegen die Nettiquette ein.
Erinnern Sie sich noch, als Sie eine Bloggerin angegriffen haben?
Theda schrieb am 06.02.2012 um 18:13
@ G.v.G:
Herr Dell hat mich sehr höflich aber bestimmt heute auf etwas hingewiesen. Warum versuchen Sie nun, eine Metadiskussion über Datenschutz zu eröffen? Wen würde es interessieren, hieße ich Lischen Müller?
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 18:17
Gnädige Frau Theda,

das würde jetzt eine lange, eine sehr direkte und ehrliche Antwort werden, die aber meiner Meinng nach hier nichts verloren hätte, denn das gebietet mir der Respekt vor Herrn Dells Blog.
Wenn Sie Antworten darauf möchten, biete ich Ihnen gerne zwei Alternativen an. Entweder Sie rufen mich, anonym natürlich mit unterdrückter Nummer an und wir klären das von Ohr zu Ohr, oder aber ich eröffne einen eigenen Blog, in dem wir das Ganze in der Öffentlichkeit diskutieren können.
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 18:19
ich nehm hier raus, ich glaube, meine intervention basierte auf einem missverständnis, zumindest habe ich da immer noch nicht ganz den punkt verstanden oder vielmehr ich habe ihn anders verstanden als gemeint. vermutlich ist das lässlich. ansonsten würde ich dafür votieren, zwei weizenbier zu trinken und den ball flach zu halten, das netz hat seine eigenen gesetze und solange es um die sache geht, ist alles andere eh wurst
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 18:28
Diese Missverständnisse passieren leider beim Schreiben, denn der eine liest und versteht etwas anderes als das, was der Schreibende eigentlich selbst meinte mit dem, was er schrieb. :-)
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 18:36
PS: Und schmunzel :_)
Hier in den bajuwarischen Gefilden, da wo das Obergärige quasi erfunden wurde, schaudert es einen, wenn man Weizenbier hört oder liest.
Hier trinkt man entweder ein Weißbier oder aber a Weizn. Wers hart mag, der moag scho amol a Goassnmaß. Wers sanfter mag, trinkt an Russn :-)
Theda schrieb am 06.02.2012 um 19:59
Genau, Herr von Grote. Nicht jeder ist ein Profi im Schreiben.
Theda schrieb am 06.02.2012 um 20:06
@Matthias Dell

"zumindest habe ich da immer noch nicht ganz den punkt verstanden oder vielmehr ich habe ihn anders verstanden als gemeint."

Ich bezog das alles nicht auf Kommentare oder Schreiber hier in Ihrem Blog, sondern woanders. Weil ich zuvor woanders gelesen habe, habe ich hierhin vielleicht hier etwas falsch übertragen. Dann der Hinweis, kurze Sätze wie im "Boulevard", seien irgendwie doof oder so. So war's bei mir angekommen. Ich wollte es nur klären. Vielleicht werde ich rhetorisch ja irgendwann besser. :)
miauxx schrieb am 06.02.2012 um 11:36
Was mir in der Kritik fehlt, und was bisher allein Magda und Grundgütiger angerissen haben: Das Serben-Klischee.
In der Berliner Zeitung las ich eine Vorab-Rezension des Tatorts, wo festgestellt wurde, dass der Jugoslawien-Krieg und Nachwehen "nun im Film angekommen" seien; die Jolie habe da jetzt auch einen gemacht. Naaja ... Allein in den Schweden-Krimis geht's gefühlt in jedem zweiten um irgendwelche Serben-Connections - und sind's nicht die, dann halt Russen ("Tschuschen und Russen - ich lesen Zeitung", wie die Putzfrau-Zeugin mit Kopftuch im Tatort sagt).

Der Hut ist also keinesfalls neu und bekommt in der Verdichtung durch nun wirklich zahlreiche Krimi-Plots, die maßlosest brutale und gewissenlose Balkans freiheitlich-demokratische Verhältnisse aufmischen lassen, schon ein Geschmäckle. Ohne jegliche Skrupellosigkeit gegenüber der Staatsmacht und Tote in Reihe ging es ja auch hier nicht ...
Die Aufklärung der Interpol-"Schnepfe" (die war doch als Deutschen- oder Preußen-Karikatur gedacht, oder?) durch Gradic ("alle haben geschlachtet") war dann auch nicht mehr als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.
molodjez schrieb am 06.02.2012 um 11:41
So gut wie der Österreich-Tatort war, so unlesbar sind Ihre Texte, werter Herr Dell. Vielleicht versuchen Sie mal mehr über den Film zu sprechen, als den Leser damit zu quälen, zu zeigen, dass Sie ein origineller Typ sind.
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 14:33
i'll try, daragij molodjez, i'll try.
Ulrike Bewer schrieb am 06.02.2012 um 19:22
charascho, molodjez. der herr dell ist so.

lieber herr dell, ich finde ja, es lohnt sich ihre sätze so lange zu lesen, bis ich sie verstanden habe. denn dann habe ich für einen flüchtigen moment das gefühl, auch all die komplexen metabotschaften zu erfassen. diesmal habe ich mir auch die zeit genommen, dazu. es hat sich gelohnt. vielen dank. herzlichst, frau bewer.
Falmine schrieb am 06.02.2012 um 12:11
Es ist wirklich sehr lange her, dass mich ein Tatort so gefesselt hat. Dabei wurde ich das Gefühl nicht los, dass das alles nicht nur fiktiv war. Als es (geplant) an meiner Haustür klingelte, war ich einem Herzkaschperl nahe. Dazu gehört schon einiges!
Heute nun ganz entspannt Ihre fabelhafte Kritik dazu gelesen, Herr Dell. Das macht die Sache rund. :-)
asansörpress35 schrieb am 06.02.2012 um 12:58
Muss zugestehen am Anfang etwas verschnupft gewesen zu sein. Würde es wie in 1990er- Jahren wieder nur ein einziges Serbenbashing geben? Nach dem Motto: Nur die Serben waren in den Bürgerkriegen die Bösen. Dann aber beruhigte ich mich: Nur dit Sveti Tiger fasst man ins Auge!
Hart aber geschickt am Klischee vorbeigeschrammt. Und zwar mit Bedacht!
Stimme Ihrer Kritik aber voll zu. Der "Tatort" hatte Tempo. Und ausgezeichnet sitzende Dialoge. Obgleich ich die Wiener "Tatort(e)" (auch die eher gemächlichen mit dem unvergessenen Fritz Eckhardt "Bin dann moal im Sicherheitsbüro") immer schon mochte. Vielleicht einfach, weil ich ein grosser und fast unverbesserlicher Wien-Fan bin. Der Wiener Schmäh fesselt mich eh scho immer arg...
So schnöll wird's wir da ned fad ...

Nur die Toten, die war'n dann doch a bisserl z'fühl ... vom G'fühl her. War ja schon ein kleines Massaker. - Aber was? "Es lebe der Zentralfriedhof und alle seine Toten!" Schwarzer Humor gehört doch zu Wien wie die Donau und der Prater!
Aber in der Summe: Passt scho!
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 17:19
Sorry :-)

Aber ich konnte gerade nicht anders :-)



Sie vergeben mir, Herr Dell? :-)
Amanda schrieb am 06.02.2012 um 14:12
"Einfach mal keine Angst zu haben – eine Option, die in unserer Leistungsgesellschaft selten gewählt wird, sich aber, wie man hier sehen kann, als recht wirkungsvoll empfiehlt. Vielleicht sollte man das demnächst mal geschlossen bei Gegenspielern ausprobieren, die ähnlich wie das mafiöse Verbrechen vor allem mit dem ihnen vorauseilenden Fame zu beeindrucken glauben ("Blöd"-Zeitung, FDP, die Märkte)."

Sie linke Socke Sie :o) Weiß schon, launig usw. - ich sah gestern noch "In mir keine Welt", und da äußert Prof. Dr. Sturm auf die Frage, ob es in Zukunft mehr psychische Erkrankungen geben werde, in vor sich hin denkender Offenheit, dass er "alles, was sich unter dem Begriff Neoliberalismus subsumieren lasse", hierfür verantwortlich mache und ja, werde es geben.

Bin ich mal *** (Adverb selbstständig einsetzen) und sage, dass dieser Tatort und Die Goldene Kamera für The Voice of Germany hier entweder dem Zeitgeist das Näschen pudern (siehe auch Fake-Empathie) oder tatsächlich Ausdruck einer veränderten gesellschaftlichen Stimmung sind.

(Weil ich hier immer erst reinschneie, wenn der Drops schon gelutscht ist, darf ich auch so rumlümmeln, ja?)

Gruß! A.
Matthias Dell schrieb am 06.02.2012 um 14:24
nur deshalb. sonst drohte platzverweis
Ehleg Nensah schrieb am 06.02.2012 um 17:09
Eine treffende Renzension eines würdigen Wochenabschlussfilms. Die bundesdeutschen Sendeanstalten könnten sich manchmal gern weiter südlich bedienen. Eine Frage habe ich allerdings: Warum wird der ex-jugoslawische Vater des toten Stutzers (übrigens interessante Geste, mit der leergeballerten Knarre) penetrant untertitelt, während ich weit mehr Verständnisprobleme mit dem Hochwienerdialekt habe als bei ihm?
Ansonsten nur schade, dass z.B. der Personenschutz so leichtgläubig abgezogen wird, aber bis zum Ende war's schlüssig.
Georg von Grote schrieb am 06.02.2012 um 20:03
Lach! Weil es nunmal südlich angesiedelt war.
Und so unverständlich war das Wienerische gar nicht, Da gibts nich ganz ander Sachen. Früher untertitelte man sogar für den Raum oberhalb des Weißwurstäquators bayrische Sendungen. Ging aber in die Hose :-)

Hier beginnt die Hohe Schule des echten weanirischen :-)

weinsztein schrieb am 07.02.2012 um 04:48
Dass der Kinderarzt "der Heilige" sein muss, war spätestens klar, als das Praxis-Schild gezeigt wurde, Vorname: Radovan. Karadzic vor Gericht in Den Haag, dazu passt dieser Tatort mit Blutbädern und Kopfschüssen.

Ein spannender Tatort, politisch gesehen ist er mir peinlich mit all diesen dargestellten eiskalten serbischen - zwischendurch und am Ende meist abgeknallten - Mordbuben.

Ein Tatort aus Nato-Perspektive.
DanielW schrieb am 07.02.2012 um 18:19
Der allgemeinen Freude über Film und Kritik kann ich mich nur anschließen.
Der Wiener Tatort war auch fein säuberlich recherchiert: Die Namen wurden nur ein ganz klein wenig verändert, aber Ražnatovićs "Tiger" wurden tatsächlich unter den Hooligans von "Partizan Beograd" rekrutiert, diese Einheit hat scheußliche Verbrechen begangen, und die martialische, gewaltbereite und mafiöse Subkultur der Ehemaligen existiert in Serbien ebenso wie in Wien.
Und doch ist es vielleicht ganz gut, zu erwähnen, dass diese hier sehr realistisch abgebildete Subkultur eben nicht typisch für Serbien oder die Serben ist. Man vergisst es so leicht, selbst dann noch, wenn man es weiß.
Denn wer von denen, die mir jetzt vielleicht beipflichten, könnten sich vorstellen, beispielsweise Urlaub in Serbien zu machen?
Traurigerweise prägen solche Geschichten die Vorstellung über ein Land, von dem wir hier kaum etwas wissen, in dem es aber ähnlich sicher ist und ebenso wenig Morde geschehen wie in Deutschland (www.unodc.org/documents/data-and-analysis/statistics/Homicide/Globa_study_on_homicide_2011_web.pdf, Seite 9)
Dies nur als eine kleine Ergänzung.
Matthias Dell schrieb am 07.02.2012 um 20:36
DanielW!
gute ergänzung, das wollte ich oben auf magda hin schon sagen (hab ich aber nicht), es geht hier eben nicht um "die serben", sondern es geht sehr konkret um diese paramilitärische einheit (die eine serbische ist). deshalb ist bibis sorge ja so falsch in diesem moment. und es gibt ja durchaus andere "serben", den rinner von interpol und seine kinder in der ex-ju-szene, die man sich wohl eher popistisch denken muss.
Georg von Grote schrieb am 07.02.2012 um 20:50
Man neigt eben leider doch immer wieder zu Verallgemeinerungen und Stereotypen.
Leider, und das muss ich mit Erschrecken feststellen, auch hier.
Eigentlich müsste man auch gar nie in Serbien gewesen sein, um zu wissen, dass das nur Minderheiten sind, die so denken und agieren. Gilt im Prinzip für jedes Land und jedes Volk.
Und die Tatorte vom ORF sind, besonders wenn sie ein politisches Thema anpacken, immer hervorragend recherchiert.
Grundgütiger schrieb am 08.02.2012 um 09:34
Was mir zunehmend im Netz auffällt, ist die 8 Totsünde, die Selbstgefälligkeit in Wort und Bild.
Da wir aber mit den anderen 7 schon so beschäftigt sind, habe ich wenig Hoffnung auf den längeren Fortbestand dieser Spezies, genannt Menschheit.


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