Nina Marie Bust-Bartels
Ausgabe 3415 | 24.08.2015 | 06:00 157

Die Opfer-Logik

Entlastung Der Maskulismus gibt Frauen die Schuld am Scheitern von Männern

Die Opfer-Logik

„Immer diese Weibchen“, sagt sich der Silberrücken

Foto: Imagebroker/Imago

„Immer mehr Schwule: Verdirbt der Feminismus Männern die Lust am Sex?“, fragt Walter im Forum wgvdl.com. Das Buchstabenhäufchen steht für die Frage: Wie viel Gleichberechtigung verträgt das Land? „Lieber 100 Prozent Single sein, als sich mit einer Falschbeschuldigerin, Abzockerin usw. abzugeben“, antwortet ein Nutzer.

Die Diskussionen in den maskulistischen Foren und Blogs folgen oft denselben Mustern. Männer sind Opfer, werden diskriminiert, und keiner schaut hin. Alle sähen immer nur die Frauen, die gefördert und bemitleidet würden. Wann ist endlich der Mann dran? Maskulismus ist eine Ideologie des Patriarchats. Ihre Vertreter legitimieren einen männlichen Überlegenheitsanspruch und wittern eine feministische Verschwörung in Politik und Gesellschaft. Aber was sind das für Männer, die diese Denkweise übernehmen? Für wen ist der Maskulismus attraktiv, und welche psychologischen Funktionen erfüllt er?

Trennungsschmerzen

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Geschlechtergefüge deutlich hin zu mehr Gleichberechtigung entwickelt. Der Philosoph Luca Di Blasi beschreibt in seinem Buch Der weiße Mann die Versuchung weißer heterosexueller Männer, diesen Abbau von Privilegien mit Diskriminierung zu verwechseln. In diese Falle tappen Maskulisten. Sie empfinden sich als Opfer einer Gesellschaft, deren Schaltstellen von Feministinnen beherrscht würden.

Robert Claus ist Sozialwissenschaftler an der Universität Hannover und hat für eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung die Diskussionen in maskulistischen Foren untersucht. „Einige Maskulisten geben an, persönliches Leid erfahren zu haben“, sagt Claus. Zwar gebe es keine quantitative Studie über Maskulisten, aber ein großer Teil der Diskussionen in Foren und Blogs drehe sich um Trennung und Scheidung, Unterhaltsstreitigkeiten und berufliche Misserfolge. Der Maskulismus liefert hier ein einfaches Feindbild: den Feminismus. Das erklärt das eigene Scheitern im Beruf – denn Quotenregelungen hätten einer weniger qualifizierten Bewerberin einen Vorteil verschafft. Es erklärt auch das Verhalten der Ex-Frau. Diese vernachlässige, angestachelt vom feministischen Frauenbild, die Familie, um selbst Karriere zu machen.

Individuelles Scheitern ist mit dem traditionellen Bild des starken Mannes nicht vereinbar. Die Erzählung des Maskulismus liefert aber ein Männerbild, das das Opfer-Sein beinhaltet und erklärt. Hier sind alle Männer Opfer einer vermeintlich feminisierten Gesellschaft. Die psychische Entlastungsfunktion macht den Maskulismus so attraktiv: Er verortet die Schuld überall, nur nicht beim Maskulisten selbst.

Wenn Maskulisten von Männern als Opfern einer feminisierten Gesellschaft reden, drehen sie dabei die Täter-Opfer-Rollenverteilung um. Männer werden zu Opfern der Frauen. Rolf Pohl, Professor für Sozialpsychologie an der Universität Hannover, nennt den psychologischen Mechanismus hinter dem männlichen Opfer-Denken „projektive Identifizierung“. Dieser Begriff aus der Psychoanalyse beschreibt eine Abspaltung als schlecht empfundener Persönlichkeitsanteile, die dann einer anderen Personengruppe zugeschrieben werden. „Das Konzept wird auch zur Analyse von Schuldabwehr im Umgang mit der NS-Vergangenheit in der deutschen Nachkriegsgeschichte herangezogen“, sagt Pohl. Weil sich die deutsche Gesellschaft nicht mit ihrer Schuld auseinandersetzen wollte, rückte die eigene Opfer-Erfahrung ins Zentrum der Debatte. Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsversehrte, Ausgebombte – das waren die Opfer des Krieges, nicht die Täter.

In unserer Gesellschaft haben Männer jahrhundertelang von patriarchalen Strukturen profitiert. Die eigenen Privilegien werden beim maskulistischen Opfer-Denken aber nicht einfach nur verdrängt, man identifiziert sich mit der gesellschaftlichen Position der Frauen und projiziert die Dominanz der eigenen Gruppe auf die Frauen beziehungsweise den Feminismus. „Das ist ein Weg, sich nicht mit den eigenen Konflikten, der eigenen Verantwortung auseinandersetzen zu müssen“, sagt Pohl.

In dieser Opfer-Logik werden auch andere gesellschaftliche Entwicklungen dem Feminismus angelastet. Eine der zentralen Thesen des Maskulismus lautet, dass der Feminismus die Familie kaputt mache. In der Tat gibt es eine Entwicklung, die Robert Claus „Marginalisierung der Reproduktionsarbeit“ nennt. Gemeint ist Folgendes: In vielen Familien reicht das Gehalt eines Elternteils heute nicht mehr zum Leben. Mitunter haben beide Elternteile sogar mehrere Jobs, um sich über Wasser zu halten. Das führt dazu, dass Eltern heute weniger Zeit für ihre Kinder haben als früher, als die Mutter noch ausschließlich für die Erziehungsarbeit zuständig war. Auch diese Veränderungen in der Arbeitswelt bringen eine Flexibilisierung der Geschlechterrollen mit sich. Also nicht nur neue Geschlechterrollen machen die Familie „kaputt“ – wie Maskulisten es ausdrücken würden –, sondern auch eine veränderte Arbeitswelt.

Feminismus, Gendertheorien in der Wissenschaft und die Bedürfnisse des Wirtschaftssystems greifen beim Entstehen flexiblerer Geschlechterbilder ineinander. Klar aber ist, der geschlechterpolitische Wertewandel verunsichert. Er greift in das Ureigenste des Menschen ein, in seine Identität. Wenn plötzlich nicht mehr klar ist, was als männlich gilt, was als weiblich, gehen Orientierungspunkte verloren. Maskulismus gibt diese klaren Rollenbilder zurück.

Hier sieht Sozialwissenschaftler Robert Claus die Gründe, wieso mitunter auch Frauen maskulistische Positionen vertreten. „Strikte Geschlechterbilder geben vermeintliche Sicherheit, traditionelle Familien mit ihrer klar geregelten Arbeitsteilung ein trügerisches Gefühl von Ordnung“, sagt Robert Claus. „Sie lassen dabei wenig Raum für eigenen Gestaltungsspielraum, individuelle Entwicklung und Ambivalenz zu.“ Aber eindeutige Geschlechterbilder befreien auch von Verantwortung. Denn eigenes Verhalten kann auf scheinbar biologisch determinierte Eigenschaften zurückgeführt werden.

Dennoch sind Frauen bei den Maskulisten klar in der Minderheit. Allerdings gehen Maskulisten nicht selten Allianzen mit christlichen Familienfundamentalisten ein, organisieren zum Beispiel gemeinsam einen Kongress. Hier sind Frauen weitaus häufiger vertreten und aufgrund der großen inhaltlichen Schnittmengen erscheinen diese Frauen dann auch als Maskulistinnen. „Und der Maskulismus stellt sich gerne als geschlechterübergreifende Bewegung dar“, sagt Claus. Frauen auf den Podien maskulistischer Veranstaltungen sind daher auch keine Seltenheit.

In den Foren und Blogs aber bewegen sich fast nur Männer. Das lasse sich aus den jeweiligen persönlichen Geschichten ableiten, aber auch aus einem starken Frauenhass und einer sexualisierten Sprache, erklärt Claus. Nicht alle Diskutierenden sind Maskulisten, die Übergänge sind da fließend. Männer, deren Beziehung oder Karriereweg gescheitert ist, die sich von Gendertheorie und Veränderungen im Geschlechterverhältnis verunsichert fühlen – sie alle finden in den Foren Gleichgesinnte. „Hier werden sie in ihrem sexistischen Denken durch Nutzer mit geschlossenem maskulistischem Weltbild radikalisiert“, sagt Claus.

Morddrohungen im Netz

Maskulisten schwärmen von ihren Foren aber auch ins Netz aus, einige von ihnen verabreden sich gezielt, um die Kommentarspalten von Onlinemedien zu entern, wenn diese profeministische Texte veröffentlichen. Oder sie attackieren Feministinnen direkt. Zum Beispiel die Bloggerin Anita Sarkeesian, die in ihrer Webserie Tropes vs. Women Rollenklischees und sexualisierte Gewalt in Videospielen anprangerte. Ihre Kritiker entwickelten das Spiel Beat Up Anita Sarkeesian, beleidigten und bedrohten sie, sodass sie schließlich Polizeischutz bekommen musste. Hier schwappte die virtuelle Gewalt aus den Foren plötzlich zurück in die reale Welt.

Das bekannteste Beispiel, bei dem die verbale Gewalt aus dem Netz in physische Gewalt umschlug, ist der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik. Sein 1.500-Seiten-Manifest war nicht nur islamfeindlich und rassistisch, er hetze auch seitenweise gegen Frauen und den Feminismus. Breivik baute eine ideologische Brücke nach rechts. Über diese zu gehen, würden sich die meisten Maskulisten sicher weigern – aber es gibt sie.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 34/15.

Kommentare (157)

Jon Doe 24.08.2015 | 14:30

Der Feminismus ist eine Ideologie des Matriarchats. Ihre Vertreter legitimieren einen weiblichen Unterlegenheitssanspruch und wittern eine maskuline Verschwörung in Politik und Gesellschaft. Aber was sind das für Frauen, die diese Denkweise übernehmen? Für wen ist derFeminismus attraktiv, und welche psychologischen Funktionen erfüllt er?

schna´sel 24.08.2015 | 14:37

Die Erzählung des Maskulismus liefert aber ein Männerbild, das das Opfer-Sein beinhaltet und erklärt.

Aha. Und inwiefern unterscheidet sich das Narrativ des Feminismus von dieser Erzählstruktur?

Die psychische Entlastungsfunktion macht den Maskulismus so attraktiv: Er verortet die Schuld überall, nur nicht beim Maskulisten selbst.

Ich meine, wenn man solche Sätze schreibt, dann darf man sich doch nicht wundern, wenn man nicht mehr ernst genommen wird. Das genau erlebt man doch von all diesen selbst erklärten Gender Mitläufern und Feminismus Populisten. Eine psychische Entlastungsfunktion, die einseitig Schuld zuweist und den eigenen Beitrag regelmäßig und vollkommen ignoriert.
Lächerlich auch diese pseudowissenschaftliche Erklärung die diese psychische Entlastungsfunktion dann objektivieren soll. Und deren Elemente sich ohne Probleme und mit Fug und Recht auch auch den Teil der Menschheit beziehen und übertragen lassen, der hier wieder einmal heilig gesprochen werden soll: Die Frauen und deren Verdrängung, der als schlecht empfundenen Persönlichkeitsanteile. Das kompromisslose Machtbewusstsein, die Schuldabwehr, die man problemlos bei Karrierefrauen wie Merkel oder Lagarde oder von der Leyen ebenso beobachten kann wie bei ihren männlichen Pendants. Und unter dem viele Männer im Alltag leiden, weil eine Unschuld für sich in Anspruch nimmt, die als solche einfach nicht existiert. Ein Anspruch der einfach nur hanebüchen ist.

Aber eindeutige Geschlechterbilder befreien auch von Verantwortung.

Ja, zum Beispiel die Vorstellung, dass die Frauen eine geringere Verantwortung für den Status Quo der Geschlechterbeziehungen tragen, als die Männer weil sie deren Opfer sind:
Sie empfinden sich als Opfer einer Gesellschaft, deren Schaltstellen von Feministinnen beherrscht würden.

„Und der Maskulismus stellt sich gerne als geschlechterübergreifende Bewegung dar“

Eigentlich erübrigt sich zu schreiben, dass das reine Rhetorik ist, die dem Feminismus eine Rechtfertigung erteilen will, mit einer objektiven, wissenschaftlich hergeleiteten Berechtigung. Während sie das Anliegen vieler Männer auf den sowie negativ besetzten Begriff Maskulinismus reduziert und dann im darauf folgenden Teil natürlich rhetorisch völlig abgewertet. Indem sie ihn in die Nähe von Massenmördern oder irgendwelchen Spinnern rückt.
Leider muss ich sagen, dass dieser Art von Rhetorik in die Zeitung viel zu viel Raum gegeben wird. Leider scheint "Der Freitag" auf diesem Auge genau so blind zu sein, wie die FDP oder der Rest der etablierten Mainstreamparteien in Sachen Neoliberalismus. Leider kommt "Der Freitag", eine der wenigen wirklich liberalen Publikationen, die in Deutschland übrig geblieben ist in dem Punkt über eine wissenschaftlich verbrämte Opfer Logik auch nicht hinaus.

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Ehemaliger Nutzer 24.08.2015 | 16:44

Maskulismus ist eine Ideologie des Patriarchats.

Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch eher ein Ausdruck von Narzissmus. Und diesen Charakter hat es zu jeder Zeit und in jeder Gesellschaftsstruktur gegeben. Nur müssen Frauen heute Narzissten aus Unabhängigkeitsgründen nicht mehr aushalten. Aus diesem Grund haben Narzissten tatsächlich allen Grund den Feminismus zu verfluchen. ;-) Nur kann man das so nicht schreiben, weil ja dann der ganze Artikel einen ganz anderen Kontext bekäme. Es ginge dann weniger um Patriarchat und Feminismus sondern eher in Richtung Persönlichkeitsentwicklung und um die Frage, ob in der Gesellschaft und wenn ja warum es zu einer zunehmenden Radikalisierung kommt. Immerhin sind ja alle Bürger von den Veränderungen innerhalb der auf Wettbewerb, Destabilisierung verlässlicher Rahmenbedingungen und Ellenbogenmentalität angelegten Gesellschaft und Arbeitswelt betroffen. Das Scheitern in einem oder mehreren Lebensbereichen ist ja fast schon fester Bestandteil in der Lebensbiographie vieler. Nur reagiert der eine kurzzeitig mit einer reaktiven Depression, beim anderen bricht gleich das komplette Selbstbild, mit entsprechenden Folgen, zusammen. So wird eben nicht jeder ein Maskulinist, eine hard - core Emanze, radikalisiert sich anderweitig, schafft Feindbilder und läd Schuld und Verantwortung an bequemer, aber eben an der falschen Stelle ab. Interessant scheint aber zu sein, dass gesellschaftliche Rahmenbedingungen derartig beängstigende Phänomene zu fördern scheinen. Und irgendwie scheint der Weg von einer narzisstischen Kränkung bis hin zu konkret ausgelebter Gewalt immer kürzer zu werden.

Was übrigens noch fehlt ist, dass Maskulinisten selbst der eigenen Mutter die Schuld dafür geben, dass sie als Mann so geworden sind wie sie nun mal sind. Ganz witzig, denn oftmals scheint ja nicht nur das Fehlen des Vaters als Identifikationsfigur eine Rolle bei der Entwicklung eines Selbstbildes zu spielen, sondern auch das Mutter – Sohn-Verhältnis. Übrigens ein megaspannendes Thema, würde u.a auch vielen Frauen und Männern helfen sich, den anderen und die gesamte Beziehungsdynamik besser zu verstehen. Narzissten natürlich ausgenommen. Das sich selbst in Frage stellen impliziert ja bereits die nächste narzisstische Kränkung. Aber dann könnte man eben nicht mehr theoretisch über Gender, Feminismus und Patriarchat fabulieren, sondern man müsste sich mit dem konkreten Menschen befassen. Uuupppsss...

Glaskugel 24.08.2015 | 20:34

Zwei Punkte: Erstens liesse sich das hier vorgetragene Muster (Opferhaltung) 1:1 auf den Feminismus übertragen - Zweites steht nicht hinter jeder Kritik eine Persönliche Betroffenheit. Ich habe einen Uni-Abschluss und finde es dennoch unfair, dass der geringere Bildungserfolg von Jungen in unserem Schulsystem bestenfalls Achselzucken hervorruft. Apropos: im Freitag war vor einigen Wochen zu lesen, warum dies die Schuld der Männer selbst sei (Machoverhalten verhindere Bildungserfolg ). Aber wehe jemand würde die böse, böse Pay Gap damit erklären, dass die Damen im Allgemeinen (Ausnahmen bestätigen die Regel ) weniger durchsettungsstark sind. Nein, dass ist die Schuld des bösen Patriachats.

Der Freitag nervt zunehmend mit seiner Voreingenommenheit und seiner ideologisch bedingten Einseitigkeit.

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Ehemaliger Nutzer 24.08.2015 | 23:35

"Das Scheitern in einem oder mehreren Lebensbereichen ist ja fast schon fester Bestandteil in der Lebensbiographie vieler. Nur reagiert der eine kurzzeitig mit einer reaktiven Depression, beim anderen bricht gleich das komplette Selbstbild, mit entsprechenden Folgen, zusammen. So wird eben nicht jeder ein Maskulinist, eine hard - core Emanze, radikalisiert sich anderweitig, schafft Feindbilder und läd Schuld und Verantwortung an bequemer, aber eben an der falschen Stelle ab. Interessant scheint aber zu sein, dass gesellschaftliche Rahmenbedingungen derartig beängstigende Phänomene zu fördern scheinen. Und irgendwie scheint der Weg von einer narzisstischen Kränkung bis hin zu konkret ausgelebter Gewalt immer kürzer zu werden."

Das ist treffend beobachtet. *****

CS Spuhr 25.08.2015 | 00:32

Sehr gute Beobachtungen.

Bleibt noch zu erwähnen, wie auch in der Studie der FES und anderen zutage getreten, daß der Lebenslauf von Maskulisten tatsächlich öfter von Mißerfolgen und Scheitern geprägt ist, als das von Männern, die keinen Hass Gegenüber Frauen, LGBTTI und anderen Minderheiten haben, was jetzt wohl zuerst da war, das Scheitern und die Mißerfolge oder dieser Hass, ist wie die Frage nach dem Ei oder dem Huhn. Tatsächlich dürften wohl Männer, die die Schuld am eigenen Versagen lieber bei anderen Suchen, und erstmal wild um sich schlagen, verbal und nonverbal, und das auf "Schwächere"(oder Marginalisiertere) auch deswegen Mißerfolge in ihrem Leben erfahren haben, weil sie eben so mit Konflikten umgehen.

Im Übrigen muß man immer wieder erwähnen, daß diese Mär von der Frau, die zu Hause bleibt und sich um die eigenen Kinder kümmert in kaum einem Land der Welt so verbreitet ist, wie in Deutschland. Selbst in den USA oder anderen vergleichbaren Ländern sind es nur die erz-katholischen oder -evangelisten deren Leben so funktioniert, und das seit über 100 Jahren.

"In der Tat gibt es eine Entwicklung, die Robert Claus „Marginalisierung der Reproduktionsarbeit“ nennt. Gemeint ist Folgendes: In vielen Familien reicht das Gehalt eines Elternteils heute nicht mehr zum Leben. Mitunter haben beide Elternteile sogar mehrere Jobs, um sich über Wasser zu halten. Das führt dazu, dass Eltern heute weniger Zeit für ihre Kinder haben als früher, als die Mutter noch ausschließlich für die Erziehungsarbeit zuständig war."

In den allermeisten Ländern der Welt ist diese marginalisierung der Reproduktionsarbeit schon immer existent. Nur ist Arbeit und Dienstleistung in anderen Ländern auch schon immer billiger als in Dtl. gewesen, weswegen dann auch schon immer Mann und Frau arbeiten gingen, während zu Hause das Diensmädchen/die Magd/der Hauslehrer sich um die Kinder kümmerten.

Da sich jedoch in Dtl. inzwischen nicht nur die Reproduktionsarbeit sondern jegliche Arbeit marginalisiert hat, Dienstleistung jedoch nur bedingt billiger geworden ist (zumal wenn sie nicht auf illegaler Basis getätigt wird), muß nun der Staat, wie in der UDSSR und DDR, sich um die Betreuung der Kinder kümmer, während in anderen Ländern immer noch die analphabete Kinderfrau sich um die Erziehung kümmert... was dann ganz schlimme Früchte trägt...

Naja, das nur am Rande: Frauen die nicht arbeiten brauchen, weil sie sich um die Kinder zu kümmern haben ist ein Mythos der D-A-CH-Länder und der konservativsten Religiösen, sonst hat das noch nie gestimmt.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 10:35

Hahahha, die sind ja genauso wie die Feministen, nur in männlich.

Doch wenn die gegen die Feministen kämpfen, sind sie willkommen. Allerdings müssen wir aufpassen dass wir das feministische Monster nicht mit dem maskulistischen ersetzen. Ich will nämlich das feministische Monster besiegen und nicht noch ein zweites erschaffen. Also, aufpassen liebe Antifeministen.

Was den Artikel angeht....... nun ja, sagen wir einfach die Feministen waren nie die hellsten Köpfe und somit erkennt die Autorin auch nicht wie lächerlich Sie sich macht wenn Sie als Feministin so über jemanden schreibt der Ihr so ähnlich ist.

quellwerk 25.08.2015 | 11:00

Aufschlussreich, wie Männer, die den Feminismus kritisieren, zu gekränkten Narzisten, Beta-Männern, Verlierertypen, Weicheiern oder anderen Kategorien der feminstischen shaming tactic erklärt werden. Diese Methode ist nun etwas in die Jahre gekommen und ausgeleiert. Das Millionenheer von Männern und Frauen die keine Partner mehr finden und keine Kinder zeugen ist aus der Perspektive des Neoliberalismus bzw. des Feminismus eine Variable, die an den Rand der Gesellschaft gedrückt werden muss. CS Spuhr propagiert die vollkommene Durchökonomisierung. RichardK applaudiert. Angelia greift in die Trickkiste der Küchenpsychologie. Nina Marie Bust-Bartel bemüht einen Gorilla um, wie es eine übelwollende Ehefrau machen würde, dem Mann seine Männlichkeit abzusprechen. Neben dieser eher platten Auseinandersetzung mit dem Thema, besticht sie durch Zynismus, wenn sie schreibt:

"In unserer Gesellschaft haben Männer jahrhundertelang von patriarchalen Strukturen profitiert."

und damit die oberen 5-10% der Männer meint, die Wahlrecht und ökonomische Ressourcen besaßen. Der Mann im Kohlebergwerk hatte sein Geld bei der Ehefrau abgeliefert und ist früh an einer Staublunge gestorben.

Feminismus will an den Ressourcen der Gewinner teilhaben. Feminismus denkt in Machtkategorien und Abwertung. Feminismus ist durch und durch materialistisch. Feminismus ist Spaltung der Gesellschaft.

Wolf-Dieter-Busch 25.08.2015 | 11:13

Zunächst, es gibt in der Tat die Maskulisten als organisierten Verein, den der Kommentator aus Distanz betrachet. Der Verein thematisiert in der Tat Missstände, spezifisch Männer betreffen und in der öffentlichen Wahrnehmung untergehen.

Einzelne diese Aussage mögen kritikwürdig sein. Der vorliegende Artikel interpretiert diese Kritik als Opferrhetorik. Die Wortwahl ist zum Einen ethisch negativ konnotiert (assoziiert eine Mischung aus Verlogenheit und Heulsuse), und zum Anderen ist das ein genereller Rundschlag. Denn er benennt keine Beispiele.

Stattdessen findet sich im Artikel eine Auflistung von unbelegten Zitaten irgendwelcher Wissenschaftler, von denen der Kommentator noch nie etwas gehört hat.

Dass sich die Forenten und Kommentatoren gruppieren, ist eine allgemeine Erscheinung, die bei weiblichen Interessensvertreterinnen ebenso stattfindet, also eigentlich nicht der Erwähnung wert.

Der Artikel erwähnt es aber doch, um den dramaturgischen Bogen zu schlagen zu Morddrohungen gegen eine weibliche Aktivistin und zu realen Morden eines durchgeknallten Dänen.

Zusammenfassung: der Artikel trägt alle Merkmale einer Unverschämtheit.

mindph 25.08.2015 | 11:47

Wie würden Feministen wohl reagieren, wenn man einen Artikel über Feminismus mit einem Symbolbild einer fetten Seekuh einleiten würde? Aber Männer darf man wohl zum Gorilla degradieren, sind ja nur Männer. (Dabei sind Gorillas sowie auch Seekühe wundervolle Wesen, mehr sanft als aggressiv - und darüber hinaus auch noch beide vom Aussterben bedroht, aber ich denke das war nicht die Intention hinter dem infantilen Artikelbild, oder?)

Und natürlich darf in soeinem Artikel auch der unterschwellig hingeschobene Suggestion nicht fehlen, dass alle Männerrechtler doch irgendwo kleine Breiviks seien, weil Breivik ja auch mal was gegen Frauen geschrieben hat, bevor er duzende Kinder und Jugendliche abschlachtete - während so Damen wie Solanas ("Society for Cutting Up Men") oder Dworkin ("I've always wanted to see a man beaten to a shit bloody pulp with a high-heeled shoe stuffed up his mouth") ja nur Ausnahmen und nicht wirklich was mit Feminismus zu tun haben, selbst wenn sie in Schweden oder aber auch in Deutschland gefeiert wurden.

Übrigens sind viele Nazis, insbesondere aus den Reihen der Partei "Die Rechte", gegen Hartz IV; sind darum alle Hartz IV-Kritiker auch Nazis? Niemand würde auf soeine Idee kommen, schon gar nicht im Freitag. Bei Männerrechtlern geht das aber-

Worf 25.08.2015 | 11:48

Schon alleine das gewählte Bild! Man stelle sich einen Text über Feministinnen vor mit einem Strauß, der den Kopf in den Sand steckt oder einem Nilpferd. #Aufkreisch

Komisch auch, das in Texten über Maskulismus es so gut wie nie auf Arne Hoffmann, Manndat oder Paul Elam zu sprechen kommt. Denn im Gegensatz zu den Spinnern von wgvdl.com versuchen diese auch politisch was zu bewirken.

Setzen Sie sich doch mal hiermit auseinander:

http://manndat.de/ueber-manndat/was-wir-wollen

Und reden sie mit den Leuten, anstatt nur abfällig über Sie zu reden und zu versuchen sie in den Augen aller als Loser darzustellen. Wenn ein Loser etwas sagt, ist es dann automatisch unwahr, weil er ein Loser ist?

Ansonsten bin ich schon gespannt auf den Artikel über den Feminismus als Opfer-Ideologie.

"Incoming meteor set to destroy entire planet! Women hit hardest!"

Schoppe 25.08.2015 | 13:24

„Die Diskussionen in den maskulistischen Foren und Blogs folgen oft denselben Mustern. Männer sind Opfer, werden diskriminiert, und keiner schaut hin.“

Diesen Eindruck hätte Frau Bust-Bartels nicht, wenn sie sich auch einmal anderswo als bei wgvdl.com informieren würde. Die abschließenden Hinweise auf Breivik-Verbindungen bleiben unbelegt – mit gutem Grund: Es gibt diese Belege nicht. Der Breivik-Verweis ist damit eine politischen Verleumdung, die dem Zweck dient, sich mit den Positionen der Verleumdeten nicht auseinandersetzen zu müssen. Was aber ist denn an den Positionen von „Maskulisten“ so schlimm, dass Bust-Bartels es offenkundig vermeiden möchte, sich diese Positionen überhaupt einmal anzusehen?

Arne Hoffmann und der linke Maskulist „Leszek“ haben die Formulierung vom „integralen Antisexismus“ geprägt: Geschlechtsbedingte Benachteiligungen sind aus dieser Perspektive grundsätzlich abzulehnen, unabhängig davon, ob sie Männer oder Frauen treffen. Die These, dass Sexismus allein Frauen betreffen könne, ist aus dieser Sicht selbst sexistisch. Das sehen Feministinnen sicherlich anders – mit Breivik hat es aber offenkundig nichts zu tun.

Richtig ist allerdings, dass in vielen Foren und Kommentarspalten häufig behauptet wird, geschlechtsbedingte Benachteiligungen von Männern oder Jungen anzusprechen sei ein Tabu - insbesondere in Institutionen, die sich selbst als links verstehen. Diesen Eindruck teile ich.

Dass ein Argument häufig verwendet wird, bedeutet allerdings ja noch nicht, dass es falsch ist. Wenn Frau Bust-Bartels behauptet, dass zwei plus zwei fünf ergebe – ihr dann jemand antwortet, das sei falsch, zwei und zwei ergäbe vier – dann wäre es nicht sonderlich überzeugend, wenn sie dann einfach nur genervt entgegnen würde, dieses Argument höre sie immer wieder.

„Sie empfinden sich als Opfer einer Gesellschaft, deren Schaltstellen von Feministinnen beherrscht würden.“ Mir ist dafür schon häufig der Begriff „Staatsfeminismus“ begegnet. Der Begriff ist tatsächlich nicht haltbar, wenn er suggerieren soll, wir lebten in einem durch und durch feministisch geprägten und beherrschten Staat. Er ist aber in anderer Hinsicht sinnvoll:

Der Feminismus, den wir heute erleben, ist – anders als insbesondere die proletarische Frauenbewegung vom Beginn der vergangenen Jahrhunderts – schon längst keine Graswurzelbewegung mehr, sondern hält sich nur noch durch die Verankerung in öffentlich finanzierten Institutionen: Parteien(-stiftungen), Universitäten, Gleichstellungsbüros etc. Es ist kennzeichnend für heutige Feministinnen, die Stärke und die Problematik dieser Position nicht wahrzunehmen.

„Individuelles Scheitern ist mit dem traditionellen Bild des starken Mannes nicht vereinbar.“ Es ist ein Klischee, dass Kritik am Feminismus im Festhalten an herkömmlichen Rollenbildern wurzle. Tatsächlich sind auffällig viele Männer, die heute feministische Positionen kritisieren, selbst einmal als Feministen gestartet – und kennen sich in feministischer Theorie oft auch besser aus als Feministinnen, denen sie im Netz begegnen.

Nach meiner Erfahrung ist eine zentrale These dieser Kritik, dass feministische Positionen konservative, ja reaktionäre Geschlechterbilder (Frau als Opfer und Beherrschte, Mann als Täter und Herrscher; das Kind gehört zur Mutter) reproduzieren und als Teil einer „progressiven“ Politik verkaufen. Dass Bust-Bartels und andere die Kritiker als Loser hinstellen, die mit ihren eigenen Verlust- und Versagenserfahrungen nicht zurechtkommen, knüpft ebenfalls an reaktionäre Männlichkeitsklischees an. Dass solche „Loser“ (die übrigens tatsächlich oft durchaus erfolgreiche Männer sind) für ihre Positionen gute Gründe haben könnten, spielt dann nämlich überhaupt keine Rolle mehr.

Zwei Beispiele für diese guten Gründe. Jungen fallen schon lange in den Schulen zurück, werden nachweisbar bei gleicher Leistung schlechter benotet, sind auf den Gymnasien stark unterrepräsentiert, auf den Förderschulen und Hauptschulen stark überrepräsentiert. Das interessiert eine „linke“ Politik, der es doch angeblich um soziale Gerechtigkeit geht, überhaupt nicht – die GEW hat sogar eine (wissenschaftlich miserable) Schrift herausgebracht, die nachweisen sollte, dass die offenkundigen Benachteiligungen von Jungen kein ernstzunehmendes Problem sind.

Und: Die massiven rechtlichen Benachteiligungen von Trennungsvätern sind nur gemildert, nicht abgebaut – es gibt, gerade auch auf den Druck rot-grüner Frauengruppen, noch immer keine Gleichberechtigung von Vätern und Müttern. Die deutsche Rechtssituation vor der letzten, erst durch Gerichtsentscheidungen erzwungenen Gesetzesänderung hat Menschenrechte und Grundrechte verletzt, über Jahrzehnte hinweg und auf Kosten Hunderttausender. Dies nicht nach Meinung einiger Maskulisten, die verlorenen Privilegien nachjammern – sondern nach dem Urteil der zuständigen Gerichte. Was aber schreiben Sie?

„Die eigenen Privilegien werden beim maskulistischen Opfer-Denken aber nicht einfach nur verdrängt, man identifiziert sich mit der gesellschaftlichen Position der Frauen und projiziert die Dominanz der eigenen Gruppe auf die Frauen beziehungsweise den Feminismus.“

Wenn also Väter darüber klagen, dass ihnen willkürlich die Möglichkeit zu Sorge für ihre Kinder genommen wird – dann geht es diesen Vätern NATÜRLICH überhaupt nicht darum, dass ihnen willkürlich die Möglichkeit zur Sorge für ihre Kinder genommen wird. EIGENTLICH verdrängen sie aus Gründen der Schuldabwehr das Bewusstsein für ihre eigene Herrschaftsposition – identifizieren sich zu diesem Zweck mit der von ihnen unterdrückten Frau – projizieren Schuld und Herrschaftsverhalten aber dann ausgerechnet in die von ihnen beherrschte Frau – und regen sich dann NUR DESWEGEN darüber auf, dass sie willkürlich ihre Kinder nicht oder kaum noch mehr sehen können. NUR SO, und nicht andees, lassen sich die Proteste der Trennungsväter schlüssig erklären.

Im Ernst??

Ganz ehrlich: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Frau Bust-Bartels oder Herr Pohl selbst glauben, was sie da behaupten.

In meinen Augen gehört es zu den großen Versäumnissen „linker“ Politik in den letzten Jahrzehnten, dass klare und offene Kritik an feministischen Positionen weitgehend unterblieb oder gar aktiv unterbinden wurde. Das ist aus zwei Gründen fatal.

Erstens führt die unbezweifelte Überzeugung, wir würden in einem „Patriarchat“ leben, dazu, dass Verletzungen der Menschen- und der Grundrechte von Männern und Jungen als unwichtig wahrgenommen werden – es trifft ja immer „Herrscher“, die etwas an der Situation ändern könnten, wenn sie nur wollten.

Zweitens hat die Fixierung auf „Geschlechterverhältnisse“ abgelenkt von allen – gewaltigen – sozialen Problemen, die nicht im Sinne einer patriarchalen Herrschaft gedeutet werden können. Der Feminismus ist nicht für die deutliche Orientierungslosigkeit heutiger linker Politik verantwortlich – aber er hat einen großen Anteil daran, diese Orientierungslosigkeit zu verdecken und zu zementieren.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 13:46

Liebe Frau Bust-Bartels, mögen Sie eigentlich Männer?

Denn Ihr Artikel ist derart unsachlich und beleglos Ressentiment geladen, dass es schwer fällt irgendwo sachliche Kritik anzubringen. Ein "Shaming Hit-Piece" wie die Amis es wohl nennen würden.

Neben einer hier gut zu besichtigenden Projektion, dass jetzt auch Männer in den seit über 40 Jahre üblichen feministischen Victimology Poker einstimmen würden, zeigt sich das auch schon von Vorkommentatoren angedeutete anmassenden Opfer-Sündenbock Denken, in dem das sich die Opferposition Anmassende auf Absprache von guter Menschlichkeit des Sündenbocks abhebt.

Hier mit einem zusätzlichen Dreh. Jetzt wird der sich dagegen verwahrende Sündenbock dessen bezichtigt! Denn so muß es sein, nicht wahr?

Sie möchten den aus Ihrer Sicht Schlimmen, die Sie sich als in Kenntnis Ihres eigenen feministischen Opfer-Sündenbock Kults als "Maskulisten" ausmalen, ihren zu verdammenden entmenschlichten Platz zuweisen.

Und nebenbei, diese homogenen "Maskulisten" gibt es nicht. Und sie haben auch keine entmenschlichende Falschunterstellungs- und Immunisierungsideologie zwecks damit "legitimierter" Diskriminierung zur eigenen Privilegierung.

Sehen Sie, stattdessen hat es sich mittlerweile westlich weltweit genau diese Denke, die Sie hier so gut vorführen herumgesprochen - unter Männern, vor allem auch jungen Männern. Und die haben angefangen tatsächlich hinzuschauen wie man Ihnen nach Leib- und Lebensrechten, eben wie in diesem Ihren Artikel, trachtet.

Das eine Gesellschaft derart offene Abwertung von bestimmten Menschen dulded, ist ein Zeichen von echtem Hass, hier Misandrie, die eben z.B. durch solche Verhetzungsartikel wie diesen hier entsteht. Diese sich immer weiter auch unter Ihrem und dem medialen Zutun füllende misandrische Blase wird platzen.

Viele Männer wie auch viele Frauen haben es bemerkt, liebe Frau Bust-Bartels. Viele schauen auch nicht mehr nur hin. Und sie sind auch nicht gestrig. Haben Sie das schon gewusst?

gender-universum.de 25.08.2015 | 14:15

Ist ja toll, daß die Autorin gleich zu Beginn das absolut repräsentative Forum WGVDL erwähnt. Das ist ungefähr so, als würde man über Burschenschaften berichten, wenn es um die CDU ginge.

Aber nichts gegen das Forum. Dort finden sich auch immer wieder gute Beiträge, wenn auch geprägt von einem gewissen Sarkasmus.

"In unserer Gesellschaft haben Männer jahrhundertelang von patriarchalen Strukturen profitiert. Die eigenen Privilegien werden beim maskulistischen Opfer-Denken aber nicht einfach nur verdrängt..."

Wunderbare Rabulistik. Ich profitiere also als heutiger Mann tagtäglich von den angeblichen Priviligien meiner Urgroßväter und deren Vorfahren. Das nenne ich mal ein überzeugendes Argument.

Ich denke, jeder Leser merkt schnell, daß es sich bei dieser Autorin um eine Ideologin handelt. Sie wird bestimmt bald über die Privilegien von Männern im Sorgerecht und bei den Jugendämtern schreiben, bei der Obdachlosigkeit, beim Lebensalter, bei der Beschneidung und was weiß ich, wo ich alles noch von jahrhundertealten Privilegien profitiere. Tagtäglich merke ich als Mann, wie ich bevorteilt werde.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 15:11

Zu den


"Morddrohungen im Netz" und der Con-Artistin Sarkeesian.

Auch dies ist mittlerweile eine widerlegte Ente, d.h. eine Falschdarstellung in der die Medien nicht unschuldig sind. Es gab eine eines Trolles aus Südamerika, eines Journalisten! Aufgrund von Sarkeesians haltlosen aber für sie selbst einträglichen Unterstellungen an die Adresse der Gamer, die für Trolle einen Nährboden bilden. Sarkeesian hat aber auch nachweislich selber welche inszeniert.

Es hat sich daraus auch eine unseriöse Presse darum entwickelt, die nicht zuletzt die #GamerGate Bewegung rund um das gleichnaminge Hashtag zur Folge hatte.

Gleiches verleudmerische Treiben war und ist auch anderweitig zu beobchten wie z.B. der Rolling Stone Rape Hoax Skandal.

Die korrupte Gaming Presse wurde kürzlich auf der SPJAirplay zum Gegenstand. Einer Konferenz in der es um ethischen Journlismus, eines von #GamerGate's Anliegen, ging. Speziell und u.a. auch um die Vorgänge im Zusmmenhng mit der verleudmerischen Sarkeesian.

Das Twitter Hashtag #SPJAirplay trendete dabei in den USA, Canada und UK.

Und nur einem unbedarften Publikum kann man derartige falsche Suggestionen unterschieben wie hier in diesem Artikel. Aber das ist ja auch Methode, nicht? Und das wurde und wird mittlerweile auch bemerkt.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 15:27

Und im Gegenteil:

... tatsächliche echte Bombendrohungen hingegen gab es zum diesjährigen GamerGate Treffen in Waschington sowie eben auch auf der SPJAirply, die deswegen frühzeitig abgebrochen werden musste.

Dies ist mittlerweile ein gewohntes "Bild", denn auch andere Vorträge, Meetings und Konferenzen, die feministischen Kreisen nicht passen werden regelmäßig so mit Gewalt bedroht.

Zum gewohnten Bild gehört mittlerweile aber eben auch, das offenbar alles das was Feministinnen und Feministen unterstellen regelmäßig von ihnen selbst begangen wird.

Auch dieses "Bigotterie Problem" mit der Ehrlichkeit, das feministisches Umfeld offenbar auszuzeichnen scheint, ist mittlerweile bemerkt worden. Westlich weltweit.

gender-universum.de 25.08.2015 | 16:42

"Bleibt noch zu erwähnen, wie auch in der Studie der FES und anderen zutage getreten, daß der Lebenslauf von Maskulisten tatsächlich öfter von Mißerfolgen und Scheitern geprägt ist, als das von Männern, die keinen Hass Gegenüber Frauen, LGBTTI und anderen Minderheiten haben, was jetzt wohl zuerst da war, das Scheitern und die Mißerfolge oder dieser Hass, ist wie die Frage nach dem Ei oder dem Huhn. "

Daß Sie offenbar die argumentfrei schwadronierende "Studie" der FES für seriös halten, sagt viel aus. Und daß Sie Maskulisten belegfrei Frauenhaß unterstellen, ist auch amüsant angesichts der endlosen Fluten von Männerhaß, die der Feminismus tagtäglich gebiert:

"I bath in male tears" (Jessica Valenti)

"Kill all men" (Twitter-Häschtäg)

"Tötet alle weißen, heterosexuellen Männer" (Diversity-Beauftragte einer amerikanischen Universität)

Das sind nur ein paar Kostproben. Auch im klassischen Feminismus findet sich da einiges mit erkennbarer Sympathie für genozidale Strategien gegenüber dem verhaßten Geschlecht Mann. Wie man das alles ausblenden kann, ist mir rätselhaft. Einen Hinweis auf eine seriöse Studie über uns böse Maskulisten findet man übrigens an prominenter Stelle in der Sidebar des Blogs Genderama.

Magda 25.08.2015 | 16:42

Breivik baute eine ideologische Brücke nach rechts. Über diese zu gehen, würden sich die meisten Maskulisten sicher weigern – aber es gibt sie.

Das ist leider wahr. Empfehlenswert ist dazu Klaus Theweleit "Das Lachen der Täter", der sich auch mit Breivik beschäftigt hat. Dass der sich durch Feministinnen bedroht fühlte, ist bei ihm nachzulesen. Dass er - auch in anderen Haltungen - andockfähig ist an maskulistische Positionen ist auch nicht ganz von der Hand zu weisen.

Rolf Pohls Überlegungen zum Thema fand ich auch immer recht schlüssig. Im Grunde ist "Männlichkeit" etwas, das ständig neu behauptet und verteidigt werden muss. Das muss anstrengend sein.

http://www.agpolpsy.de/wp-content/uploads/2010/06/pohl-krise-der-mannlichkeit-vorabdruck-2010.pdf

Im Moment gehen da wieder die Wogen hoch.

https://www.freitag.de/autoren/magda/krise-der-mannlichkeit-2013-was-ist-dran

Ich hatte vor fünf Jahren und danach immer wieder mal das Thema beim Wickel.

Und -wie auf Knopfdruck kommen so alberne Fragen wie z. B. ob man keine Männer mag und so ein Quatsch.

In Zeiten ohnehin allgemeiner Verunsicherung tobt sich sowas aus.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 16:53

Das sind feindbildnerische Vermutungen, die so nicht stimmen.

Es ist schlimm was Theweleit und Pohl da von sich geben. Es ist Demagogie.

Interesse an männerrechtlichen Belangen hat sich aufgrund von offener Verleudmung und Diskriminierung von Männern und Jungen gebildet. Das ist ein weltweiter Prozess. Die beiden erwähnten Herren geben Unwahres von sich, das allerdings gern genommen wird.

Eben so etwas gibt den Anstoss.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 16:58

Auch das stimmt nicht. Bereits seit den 70ern hatten Frauen mit Männern in der Gesamtzshl an den Unis gleichgezogen.

Jetzt ist das Verhältnis 60 zu 40 zugunsten von Frauen bis auf wenige STEM Fächer. U.a. aufgrund von jahrzehntelanger Frauenbevorzugung. Hier kommt es mittlerweile gar zu Grotesken, wie z.B. in Zahn- und Veterinärmedizin.

Nil 25.08.2015 | 17:45

Auf dieser Erde gibt es nur Maenner und Frauen, als "das Miteinander" gestaltende Individuen.

Ich denke beide haben halb recht und halb unrecht. Wenn Maskulinisten und Feministen anfangen wuerden, sich als Menschen zu begreifen, und einsehen, dass zwar eindeutig biologische Unterschiede existieren, aber auf der mentalen Ebene, Maenner und Frauen gleich sind, ohne Unterschied. Sie sollten Hand in Hand zusammenarbeiten, fuer eine Verbesserung der psychologischen, kulturellen, soziologischen, u.s.w. Umstaende, waehre schon viel gewonnen und die Erde ein Besserer Ort. Statt sich in unseeligen Geschlechetrkaempfen zu verzetteln.

Magda 25.08.2015 | 17:47

Feindbildnerische Vermutungen - auch ein schönes Wort.

Beide Herren haben einen guten Ruf in der Geisteswelt. Theweleit hat übrigens auch ein prima Buch über Fußball geschrieben. https://www.freitag.de/autoren/magda/weltgewinnung-mit-dem-fussball-rezension

Nicht jeder, den Sie nicht mögen, redet die Unwahrheit. Und nicht alles, was umstritten ist, ist gegen die Männer gerichtet.

Es ist einfach so, dass Männer im Moment ziemlich "hängen" und andauernd denken, die Frauen hängen sie hin. Das ist aber nicht so. Es scheint aber für Männer irgendwie ein einigender und tröstlicher Gedanke zu sein. Eben - wie sagen Sie so schön? - "feindbildnerisch.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 18:29

Es werden hier falsche Grenzen und Gruppierungen gezogen. Es gibt nur eine verleudmerisch ideologische Gruppierung und das ist Feminismus. Ein parasitäres wie gesellschaftlich toxisches Unterstellungsgeschäftsmodell wenn man so will.

Und einen "Maskulismus" gibt es so nicht.

So gut wie alle feministischen Narrative sind grotesk falsch und dienen der Privilegierung von bereits bessergestellten Frauen, nicht einer Gleichberechtigung. Häufig exekutiert von bessergestellten Männern, z.B. zum Nachteil von "Normalen" und deren Lebenspartnerinnen. Ein Eliteninstrument zur Herrschaft, ideologische Honigfallen zwecks des dazu notwendigen Divide et Impere. Im Mainstream und in den Institutionen ist dabei die radikale Form vorherrschend. Das führt nicht in ein neues besseres Geschlechterverhältnis. Im Gegenteil.

(noch untertrieben in der Darstellung)

Alles andere ist Widerstand dagegen. Und der regt sich zurecht gegen dieses gesellschaftliche Abziehen. Wie gesagt, das findet jetzt weltweit statt. Übrigens unter Mitwirkung einiger hier sehr artikulierter Frauen, die sich nicht mehr mit einer malignen Opfer-Sündenbock Ideologie identfizieren wollen.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 18:42

Auch das ist so nicht ganz richtig. Und verkennt die Lage.

Das Geschlechterverhältnis ist Grundlage und Basis für fast alles. Und auch für fast alle gesellschaftlichen Problemlösungen.

Feminismus wirkt hier ausschliesslich destruktiv. Dazu braucht man sich nur obigen Artikel zu lesen.

Vor allem wird ohne junge motivierte Männer einer Gesellschaft die Kraft ausgehen. Sie lebt dekadent von der noch vorhandenen Substanz und frisst sich auf - eine sog. Rent-Seeking-Society oder etwas griffiger "Parasitenwirtschaft", die insbesondere in Form von überbordenem ideologischem Lobbyismus auftritt.

schna´sel 25.08.2015 | 18:47

Wenn Maskulinisten und Feministen anfangen wuerden, sich als Menschen zu begreifen, und einsehen, dass zwar eindeutig biologische Unterschiede existieren, aber auf der mentalen Ebene, Maenner und Frauen gleich sind, ohne Unterschied.

Diese Vorstellung halte ich für falsch. Sogar für lebensgefährlich, wenn man liest, was psychiatrische Lehreinrichtungen aus der Sicht pathologischer Phänomene zu diesem Thema anbieten.

Zum Beispiel schreibt das Klinikum München. Schwerpunkt: Gender und psychische Störungen.

Die Konsequenz ist, dass trotz verfügbarer und effektiver Behandlungsmöglichkeiten psychische Störungen insbesondere bei Männern häufig nicht erkannt und nicht behandelt werden, was zu einem ungünstigen Krankheitsverlauf führt, der u. a. charakterisiert ist durch ein hohes Risiko für Komorbidität, Alkoholabhängigkeit, Kriminalität, vorzeitige Mortalität und Suizidalität.

Doreen Kimura schreibt in ihrer immer wieder zitirten Studie zum Thema: "Weibliches und männliches Gehirn" (hier in einer gekürzten Fassung)

"Die Mehrzahl der wissenschaftlichen Befunde legt jedoch nahe, dass der Feinbau des Gehirns bereits so früh von Sexualhormonen beeinflusst wird, dass die Umwelt von Geburt an - und auch schon vorher - bei Mädchen und Jungen auf unterschiedlich verschaltete Gehirne einwirkt. Das macht es nahezu unmöglich, Erfahrungseinflüsse getrennt von der physiologischen Disposition zu erfassen."

Worum es hier geht, ist nicht Unterschiedslosigkeit. Im Gegenteil: Wenn man die Unterschiede zwischen Mann und Frau nicht erkennt kann man sie auch nicht respektieren. Respektlosigkeit ist in meinen Augen aber etwas das, einem als Mann sowohl aus diesem Artikel heraus begegnet, als auch aus dem, was hier einige Kommentare dazu äußern, die ganz offensichtlich von Frauen geschireben worden sind:

Nur müssen Frauen heute Narzissten aus Unabhängigkeitsgründen nicht mehr aushalten. Aus diesem Grund haben Narzissten tatsächlich allen Grund den Feminismus zu verfluchen. ;-)

Wie soll man so etwas denn anders verstehen, als dass die Kommentatorin behauptet, Narzissten seien ausschließlich Männer, deren Opfer, ganz im Sinne der Artikel Überschrift ausschließlich Frauen seien. So als ob Narzissmus eine männliche Krankheit wäre und unter Frauen gäbe es so etwas überhaupt nicht? Was soll so eine gekränkte Äußerung beitragen zu Ihrer Forderung, sich gegenseitig als "das Miteinander" gestaltende Individuen zu begreifen?

gender-universum.de 25.08.2015 | 18:49

Zitat der Autorin:

Breivik baute eine ideologische Brücke nach rechts. Über diese zu gehen, würden sich die meisten Maskulisten sicher weigern – aber es gibt sie.

Ich finde es immer lustiger, solche Artikel zu lesen. Das ist ja eine bahnbrechende Feststellung, daß es eine Brücke nach rechts gibt, und die Maskulisten da nicht gerne rübergehen.

Possierlich. Es gibt also eine Brücke zu CDU und CSU. Ist ja unglaublich. Oder ist mit rechts eigentlich rechtsextrem gemeint?

Ach, was soll's. Da scheinen die Autorin und ihre soziologischen Stichwortgeber wohl große Angst vor der Realität und den sich wandelnden Geschlechterrollen zu haben, wo auch Männer sich trauen, über Benachteiligungen zu sprechen. Ich vermute, daß es bei Frau Bust-Bartels und den Soziologen Claus und Pohl tiefsitzende Frustrationen und Ängste gibt. Vermutlich sind sie schon mehrfach im Leben gescheitert.

Aber mal im Ernst: Wie um Himmels Willen kann es Menschen geben, die solch einen Artikel ernst nehmen? Da muß man sich ja wirklich Sorgen machen. Für alle Interessierten: Auf Blogs und Seiten wie Genderama, MANNdat, Mantau, Nicht-Feminist oder Alles Evolution kann sich jeder sein eigenes Bild machen - ganz unabhängig von Auftragsstudien, deren Ergebnis schon von vornherein feststeht.

Und noch eins: Politikverdrossenheit ist ja ganz rätselhaft, nicht wahr? Wie kommt die bloß zustande angesichts von solch integren Institutionen wie der Friedrich-Ebert-Stiftung?

@Magda: Ich verteidige meine Männlichkeit! Und ich bin gut darin! Ist überhaupt nicht anstrengend. Bin allerdings verunsichert durch Gender-Theorie und anderes Gedöns. Bin im Grunde genommen ein defizitäres Wesen ähnlich einem Gorilla.

mindph 25.08.2015 | 19:09

Frauen sind in der Hochschule die Überzahl, bis auf MINT. Trotzdem werden Frauen in MINT-Jobs bereits bevorzugt:

http://www.washingtonpost.com/news/morning-mix/wp/2015/04/14/study-finds-surprisingly-that-women-are-favored-for-jobs-in-stem/

Übrigens, komisch, die Länder in denen die meisten Frauen MINT studieren und auch arbeiten sind die Länder mit den heute noch real existierenden patriarchalen Systemen und teilweise eklatanter, gesetzlich festgeschriebener Frauenunterdrückung: Saudi-Arabien, Iran, Pakistan, Indien usw. Dass heißt, dort wo das Patriarchat am stärksten ist, wo die Frauen die wenisten Freiheiten haben, sind sie am stärksten in typischen Männerdomänen vertreten (in meinem Informatik-Studiengang waren übrigens auch die meisten der wenigen Frauen orientaler Herkunft). Im Westen, wo Frauen alles tun und lassen können was sie wollen, scheinen sie sich, insbesondere in Männerdomänen, eher auf das lassen zu beschränken, und eher traditionelle Frauenrollen bzw -fächer einzunehmen: Soziologie, Kunst, Sprachen, Pädagogik.

Es gibt übrigens auch Studien die zeigen, dass Frauen im Westen sich eher gut verdienende Männer suchen und dann aus ihrer Karriere aussteigen. Und Komischerweise nicht, wenn sie Kinder bekommen, sondern viel später, wenn die Kinder bereits die Schule besuchen. Das ist nämlich die Zeit, wenn in jungen Familien die Männer genügend verdienen, dass sie gut von einem Einkommen leben können.

"Es ist einfach so, dass Männer im Moment ziemlich "hängen" und andauernd denken, die Frauen hängen sie hin. Das ist aber nicht so. Es scheint aber für Männer irgendwie ein einigender und tröstlicher Gedanke zu sein. Eben - wie sagen Sie so schön? - "feindbildnerisch."

Nein, ist schon richtig. Femsplainen Sie uns, was Männer so denken.

(Pro-Tipp: Es geht den besprochenen Männern nicht um Frauen, sondern um Feministinnen. Ja, Männer sind intelligent genug, den Unterschied zu kennen.)

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 19:12

"Es ist einfach so, dass Männer im Moment ziemlich "hängen" und andauernd denken, die Frauen hängen sie hin. Das ist aber nicht so. Es scheint aber für Männer irgendwie ein einigender und tröstlicher Gedanke zu sein. Eben - wie sagen Sie so schön? - "feindbildnerisch."

Nein. Auch das stimmt so nicht. Hätte man so vielleicht vor etwa 25 Jahren sagen können.

Über 40 Jahre drangsalierender Verleudmung haben ihre Spuren hinterlassen. Jetzt wird es etwas ernster.

Wir wissen woher das kommt, wer es ist und warum es ist. Und nicht nur lokal in Deutschland. Sondern wiederum westlich weltweit. Es wird auch unabhängig voneinander festgestellt.

Insbesondere bietet der Netzfeminismus dazu eine breite Palette an Anschauungsmaterial, die mittlerweile für jeden sichtbar ist. So auch dieser Artikel.

Nil 25.08.2015 | 19:16

Ich habe ja auch deutlich gemacht, dass es eindeutig biologische Unterschiede gibt.

Natuerlich sind die daraus resultierenden Probleme bei Maennern und Frauen anders gelagert und brauchen auch dem entsprechende Therapien. Da gibt es einen Unterschied. Das ist so. Das muessen wir wuerdigen. Da bin ich ganz bei Ihnen.

Angelia hat in sofern recht, dass es eben unter der Oberflaeche um Probleme geht, die wir als Menschen haben, mit uns, der Umwelt und Mitwelt. Natuerlich koennen nicht nur Maenner narzistisch sein, aber dass hat sie ja auch nicht behauptet.

Gut, sie hat das generalisiert auf die Maenner im allgemeinen. Das hatte ich ueberlesen.

gender-universum.de 25.08.2015 | 19:19

Magda:

"Intersessanter wäre dann, mal rauszukriegen, wie es bei der Lage kommt, dass in allen Hochschuldomänen und in der Wirtschaft noch immer die Männer dermaßen in der Überzahl sind. Ein reines Wunder ist das."

Wo liegt hier das Problem? Männer haben das Recht, in Überzahl zu sein, genauso wie Frauen.

Es ist immer wieder überraschend, mit was für einer Chuzpe Feministinnen gesellschaftliche Zustände pauschal delegitimieren. Daß aber mal Feministinnen empört aufschreien angesichts der Überzahl von Kindergärtnerinnen oder Grundschullehrerinnen oder was weiß ich, wird wohl nie kommen. Opfer-Logik eben.

Männer sind karriereorientierter. Es ist also kein Wunder, daß mehr Vorstände und Professoren männlich sind. Männer haben auch mehr intellektuelle Kompetenzen.

Es ist erschütternd, wie totalitär das Weltbild von Feministinnen ist. Denn diese fordern Dinge, die Frauen nicht zustehen. Es gibt kein Recht auf einen Prozentanteil. Wir wissen nicht, ob der geringe weibliche Prozentanteil in einigen Bereichen auf Benachteiligung zurückzuführen ist. Das ist eine dreiste Behauptung von Feministinnen.

Darüberhinaus zeigt die Empirie, daß Frauen familienorientierter sind, Männer karriereorientierter. Wenn man behauptet, Männer hätten mehr intellektuelle Fähigkeiten, gibt es großes Geschrei. Unerhört! Frauenfeindlich! Dabei vergeht kein Tag, an dem nicht die besonderen sozialen Kompetenzen von Frauen gerühmt werden.

Die meisten Menschen haben einfach keinen Bock mehr auf diese dreiste Verlogenheit. Es ist völlig unwichtig, wie Männer und Frauen sind. Es gibt kein Recht, auf einen bestimmten Prozentanteil - da dieser immer pauschal ist. An diesem Punkt kann man auch realisieren, warum die Gender-Ideologie derartig gepusht wird: Die Gleichstellungs-Ideologie soll mit angeblichen wissenschaftlichen Erkenntnissen gefüttert werden, daß Männer und Frauen mehr oder weniger gleich seien. Aus dieser Pseudowissenschaft zieht man dann die Legitimation von Quoten - freilich nur in den feinen und gehobenen Bereichen der Berufswelt.

Eine Ironie dieser Geschichte ist ja, daß diese angeblich so kompetenten Feministinnen und Gender-Leute diese einfachen Zusammenhänge nicht im entferntesten begreifen und eigentlich klar zeigen, daß da geistig doch einiges im Argen liegt.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 19:29

Hier einmal ein Video der bekannten Youtuberin Girl Writes What aka Karen Straughan, das einen Querschnitt über nicht-feministische Sichtweisen darstellt, insbesondere der tatsächlichen Historie - anhand einer Antwort auf einen Brief eines Mormonen an sie.

https://www.youtube.com/watch?v=0RarlU_gTCU

mitm 25.08.2015 | 19:31

"der norwegische Attentäter Anders Behring Breivik .... hetzte seitenweise gegen .... den Feminismus."

Diesen unübersehbaren Hinweis lese ich seit Jahren immer wieder in feministischen Beschreibungen des Maskulismus.

Ich schlage eine eigene Bezeichnung dafür vor, reductio ad Breivicum, in Anlehnung an reductio ad Hitlerum.

Der Denkfehler ist in beiden Fällen fast der gleiche, aber eben nur fast, deswegen verdient es eine eigene Bezeichnung. Der Hauptzweck ist nämlich nicht die Widerlegung eines argumentativen Standpunkts, sondern die persönliche Diskreditierung des Streitgegners. Es kombiniert sozusagen den Argumentationsfehler reductio ad Hitlerum mit dem Scheinargument argumentum ad hominem.

Ich würde natürlich außerdem vorschlagen, von der Verwendung der reductio ad Breivicum abzusehen.

Nil 25.08.2015 | 19:39

Ja, da ist was dran.

Das eigentliche Problem ist, das Menschen sich auf verschiedenen Entwicklungsstufen befinden und erst ab der Integralen Entwicklungsstufe aber Menschen erst in der Lage sind, die unzulaenglichkeiten vorheriger Entwicklungsstufen zu verstehen, weil er sie selbst durchlebt hat. Diese Menschen sind in der Lage Anderen genuegend Verstaendnis entgegenzubringen. Neben der kognitiven Inteligenz, muessen wir die emotionale, moralische, ethische, aesthetische, usw. weiterentwickeln. Und das betrifft Maenner und Frauen gleichermassen.

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 19:41

Ich denke nicht, dass Sie verstehen.

Ich kann aber Ihren Ansatz den sie gern möchten verstehen. So in etwa hatte ich das ja auch einmal eingeschätzt. Feminismus lebt aber von dieser unbedarften Fehleinschätzung, wie auch alle anderen und insbesondere Opfer-Sündenbock Ideologien zu denen eben Feminismus zählt.

Sie verkennen von daher vielleicht sogar verständlicherweise die Lage (wie viele andere auch) und mit was wir da konfrontiert sind. Schauen Sie sich vielleicht einmal das von mir hier bereits gepostete Video von Karen Straughan an (allerdings in Englisch).

Hier noch einmal der Link:

http://www.youtube.com/watch?v=0RarlU_gTCU

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 20:46

Hier noch ein Interview von Dr. Christina Hoff-Sommers mit Bill Kristol. Christina ist eine sog. Equity-Feministin und steht dmit heutzutage auf der männerrechtlichen Seite (genauso wie z.B. die leider schon verstorbene großartige Karen DeCrow). Die im Artikel zu unrecht verunglimpften GamerGaters nennen sie liebevoll Based Mom.

http://www.youtube.com/watch?v=_JJfeu2IG0M

Und zwei Vorträge von Dr. Warren Farrell, der als ehemaliger Feminist sich ebenfalls der heutzutage notwendigen männerrechtlichen Seite zugewandt hat und begründet es auch. Er erzählt u.a. auch von seiner Begegnung mit John Lennon, der sich als Vater auch an ihn gewandt hatte.

Die beiden Vorträge geben auch einen Einblick worum es heutzutge geht, im vom Artikel fälschlicherweise so bezeichneten "Maskulismus".

http://www.youtube.com/watch?v=qrUCtkpCQjQ
http://www.youtube.com/watch?v=R5FPzlk2TjU

janto ban 25.08.2015 | 20:48

|| Weil sich die deutsche Gesellschaft nicht mit ihrer Schuld auseinandersetzen wollte, rückte die eigene Opfer-Erfahrung ins Zentrum der Debatte. Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsversehrte, Ausgebombte – das waren die Opfer des Krieges, nicht die Täter. ||

Dass das mal eben so hingeknallt wird, ohne den passenden Vergleich wenigstens zuende zu ziehen, zeigt wunderbar, woran der Text stellvertretend für die ganze Debatte krankt. Gesucht werden, wie es scheint, zwei Personengruppen: Täter und Opfer. Wobei die Tatsache, dass eine Trennung in 100% Täter vs. 100% Opfer nicht nur theoretischer Unfug ist, sondern in der Praxis seltenst bis nie beobachtet ward, ignoriert zu werden scheint. Gerade am Beispiel des Zweiten Weltkriegs zeigt sich mit Blick auf die Deutschen doch, dass und wie Täter Opfer sein können. Am genannten Beispiel: Opfer ihrer selbst. Ihrer Verachtung für andere. Opfer von Größenwahn, Hass, Neid, zu hoher Ansprüche an sich selbst und andere, irrwitzige Ideale, mangelnder bis fehlender Empathie. Und natürlich einseitige Information bis Desinformation. Dass "Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsversehrte, Ausgebombte" keine Opfer sind, wollten Sie dieser Tage bestimmt nicht sagen, Frau Bust-Bartels. Was ich nicht nur vermute, weil ich schon was anderes behauptet hatte, sondern generell. Wir alle, sehen wir's doch einfach ein, sind Täter und Opfer in Personalunion. Und an dem Tag, an dem die Frauen im Schnitt den gesellschaftlichen Stand der Männer erreicht haben, stand/steht/wird dieses Verhältnis fifty:fifty stehen. Mehr Macht, weniger Bodenhaftung, höherer Täter-Anteil. So erschreckend einfach ist das. Witz dazu..? Was ist grün und blau und hat keine Lust auf Sex..? - Der Neue im Männerhaus. Beruflich erfolgreiche Frauen lieben diesen Witz.

janto ban 25.08.2015 | 21:15

Okay. Davon, dass "Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsversehrte, Ausgebombte" keine Opfer sind, war nicht die Rede. Jedenfalls nicht direkt. Der Absatz beginnt aber mit: "Wenn Maskulisten von Männern als Opfern einer feminisierten Gesellschaft reden, drehen sie dabei die Täter-Opfer-Rollenverteilung um." Das kann so sein, muss aber nicht. Jedenfalls scheint mir die Annahme, dass es tatsächlich ein paar Männer auf dem Planeten gibt, die eher Opfer denn Täter sind. Wenn ich jedenfalls sehe, wie in diesen Debatten immerfort von "den Männern" die Rede ist, wie anderswo von "den Griechen", dann bin ich froh, niemanden zuhause zu haben, der so denkt und spricht. Denn wenn ich kämpfen will, ziehe ich doch in einen Krieg, also mit Sack und Pack aus der Wohnung aus.

Ist das so schwer..? Gleiche Rechte für alle! Punkt. Ohne Ausnahme. Aber langsam drehen irgendwie alle am rad. Maskulinismus. Meine Gütin. Da werd' ich zum Neutristen, wenn ich sowas höre.

janto ban 25.08.2015 | 21:26

Sehe ich zuweilen auch so. Aber ich sehe mich nicht in der Position, den Frauen darzulegen, warum sie das, was die Männer Jahrtausende lang hatten, nicht haben dürfen. Weil sonst die Welt untergeht oder dergleichen. Das erinnert mich an den Schwatt, dass wir, die frühen Industriestaaten, die Schwellenländer davon abhalten müssen, unsere Fehler zu wiederholen. Eine moralische Position, die wir allenfalls einnehmen dürften, wenn wir sie denn überhaupt mal hinter uns gelassen hätten, diese Fehler. Was ja nu nicht der Fall ist. Noch nicht, könnte man sagen. Kommt noch. Demnächst, wenn alle aufhören, Emissionen auszustoßen. Aber bis dahin... Wettbewerbsvorteil... punkt punkt punkt...

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Ehemaliger Nutzer 25.08.2015 | 21:31

Gut, sie (also ich) hat das generalisiert auf die Maenner im allgemeinen. Das hatte ich ueberlesen.

Nein, das hat sie, also ich, nicht. Der Narzisst bezog sich auschließlich auf den Maskulist, seines Zeichens männlich, dessen Typisierung hier ja zur Diskussion gestellt wurde und um den es ja im Gesamtkontext eigentlich geht, also weder um Männer im allgemeinen, noch um das Patriarchat und den Feminismus als solches. Wäre das Thema jetzt z.B. hard core Emanze, weiblich, gewesen, hätte ich gendertechnisch natürlich Narzisstin geschrieben. ha :-)

janto ban 25.08.2015 | 21:37

|| Und inwiefern unterscheidet sich das Narrativ des Feminismus von dieser Erzählstruktur? ||

Null. Deswegen rate ich auch dringend ab, über meine Männerwitze zu lachen.

Aber ernsthaft. Die Erklärung lautet natürlich: "Die Frauen" dürfen fassungslos sein, Shitstorms lostreten und heulen und heulen, denn sie haben allen Grund dazu. Aber "die Männer" dürfen es nicht. Denn das sind ja die Täter. Das Tragische daran ist, dass es diese Schnürung der Menschheit in genau zwei Bündel (Mann, Frau) ist, die der Feminismus vorgibt. Motto: Wir gegen die. Und der Maskulinismus greift diese Zweiteilung nun offensichtlich auf und verkehrt sie in ihr genaues Gegenteil. Und das alles geschieht, während die Gender-Forschung versucht und versucht, die Geschlechtergrenze(n) komplett zu entfernen. Was dem Ganzen irgendwie die Krone aufsetzt.

janto ban 25.08.2015 | 21:47

|| Es ist einfach so, dass Männer im Moment ziemlich "hängen" und andauernd denken, die Frauen hängen sie hin. Das ist aber nicht so. ||

Die Männer, die Frauen. Ja. Aber es stimmt: so ist es nicht. Hingehangen fühlt Mann (wie Frau doch sicherlich auch..?) sich schon manchmal. Aber achtest du drauf, ob's zufällig gerade ein Er oder eine Sie ist, die dich aufknüpft..? Also, ich denke dann immer nur daran, wie ich möglichst schnell wieder vom Haken komme. Für alles andere fehlen mir in solchen Situationen Zeit, Lust und Nerven.

janto ban 25.08.2015 | 21:56

Joh. Dass ich nicht gut denken kann, habe ich heute schon mehrfach gehört. Und deshalb kenne ich auch nur diesen Milo. Nach gut anderthalb Minuten fängt er an zu singen. Ein ganz frauenfeindliches Lied. Falls mit dem "You" in "You and Me" denn eine Frau gemeint sein sollte. Ansonsten wär's männerfeindlich und ich fänd' ihn auch überhaupt nicht mehr hübsch und alles. Gute Nacht!

janto ban 25.08.2015 | 22:54

|| ... wir sind mit 'ner Menge Manipulation konfrontiert. ||

Das sind wir. Und ich hab' mich auch nicht schlecht gemacht gefühlt. Oder verunaufmerksamt. Es is' halt, wie's is. Wenn die Welt kompliziert ist und Kopf steht, muss es immer jemanden geben, der's inschuld ist. Russen, Schwule, schwule Russen, jüdische Moslems, whoever. Hauptsache andere. Aber das manipuliert mich knapp de Hälfte, muss ich sagen. Wenn's sein muss, lasse ich ihn mir sogar irgendwann amputieren. Aber erst, wenn die vielen offline-Frauen in meinem privaten und beruflichen Umfeld es so wollen. Das Netz kann mich mit seinem (sic!) Scheiß bald mal. So. Gute Nacht!

janto ban 25.08.2015 | 23:29

|| Weil sich die deutsche Gesellschaft nicht mit ihrer Schuld auseinandersetzen wollte, rückte die eigene Opfer-Erfahrung ins Zentrum der Debatte. Vertriebene, Flüchtlinge, Kriegsversehrte, Ausgebombte – das waren die Opfer des Krieges, nicht die Täter. ||

Dazu will und muss ich noch mehr sagen. So, wie es da steht, ist es aus meiner Sicht grundfalsch. Die Familie meines Vaters wurde aus Schlesien vertrieben/ist geflüchtet. Ein Gebrüll, wie bei Steinebachs unter'm Sofa, konnten Sie bei uns aber mal vergeblich suchen. Die Verwandtschaft wusste hinterher ganz schnell ganz genau, dass lediglich passiert war, was passieren musste. Von ein paar Leutchen in diesen Ewiggestrigen-Verbänden, die nie verstanden haben, dass sie und die ihren ihres eigenen Unglückes Schmied waren, auf alle Heimatvertriebenen/Flüchtlinge zu schließen, ist kompletti falsch. Sorry, aber so deutlich muss ich das noch mal loswerden. Was mir gut tut.

janto ban 26.08.2015 | 00:20

Übersetzt steht da:

Weil sich die Männer nicht mit ihrer Schuld auseinandersetzen wollen, rücken sie eigene Opfer-Erfahrungen ins Zentrum der Debatte. Verlassene, Gedemütigte, Hintergangene, Ausgebotete – das sind die Opfer des Geschlechterkrieges, nicht die Täter.

So lese ich das jedenfalls. Und ich denke, so war's auch durchaus gemeint. Denn es ist ja als Vergleich herangezogen worden. Dass ich es wagte, mal kurz auf den nicht-übertragenen Inhalt zu gucken, war natürlich, irgendwie... woll.

janto ban 26.08.2015 | 00:34

Übrigens war ich mal im Chor. Für den einen Tenor war meine Stimme ein bisschen zu hoch, für den anderen ein bisschen zu niedrig. Also habe ich mit dem Sopran gesungen. Zwei Oktaven drunter halt. Auch, weil ich es unmöglich fand, dass die immer die Melodie singen dürfen, die man so kennt, während die Männer irgendwelchen Quatsch trällern, der nur im Gesamtzusammenhang Sinn ergibt.

Wat'n Blödsinn alles.

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Ehemaliger Nutzer 26.08.2015 | 08:00

Ne, DAS ist ist kein Wunder. DAS liegt an den Frauen. Wenn Frau sich nicht in einem MINT-Fach einschreibt, dann hilft nachher auch keine Quote, eine Frau auf einen technischen Vorstandsposten zu hieven.

Wenn ich in meinem Bekanntkreis beim Thema Ausbildung zu hören bekomme, die Tochter wolle "irgendwas mit Tieren" machen, gebe ich immer den Rat, eine Lehre in einer Metzgerei anzufangen. Dort ist nicht nur die Entlohnung höher (Pay-GAP! :-) ), danach ist sogar ein Studium in einem MINT-Fach möglich.

Und warum sind die Männer aktuell in der Überzahl? Wenn Sie mal genau nachdenken und die Altersstruktur ansehen würden, müsste ihnen auffallen, das sich die Frauen bereits vor 30 Jahren für Hochschulen und Wirtschaft hätten interessieren müssen. Hamse aber nicht - aber jetzt rumheulen hilft da nicht mehr.

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Ehemaliger Nutzer 26.08.2015 | 09:28

..."Breivik baute eine ideologische Brücke nach rechts. Über diese zu gehen, würden sich die meisten Maskulisten sicher weigern – aber es gibt sie"...

Dazu Magda:

..."Das ist leider wahr. Empfehlenswert ist dazu"...

der Versteckte Kommentar von Breivikexpertin

..."DER KOMMENTAR WURDE (von Magda) VERSTECKT/autoren/suzieq/@@images/a94c4847-eea3-4af0-97e0-20e42d361060.jpegSUZIEQ 25.07.2015 | 21:34

Die Gottesanbeterin als Sinnbild für mächtige Frauen...

Wem ist das denn eingefallen? Kann doch nur männliche Idee sein... ??

Wenn jemals Sinn in Macht gegeben wird, dann doch auf Augenhöhe, weder in Kuschen noch in Erwerb von, zwecks Missbrauchs"...

In was fuer einem maskulinen Film bin ich hier eigentlich gelandet? Es ist schon erstaunlich, wie vorhersehbar die MaskulistInnen immer reagieren.

Worf 26.08.2015 | 11:45

"We are under attack from the patriarchy, hostage to a rape culture, all at risk of domestic violence, held down by the glass ceiling, and not paid as much as men for equal work.

Pity none of this is true, and in fact women in Australia have more freedoms and equality than at any time in our history.

So when a brute alpha male like Mark Latham, the maverick former Labor leader, stomps through the cosy media consensus to slay these lies, the entire apparatus of victim feminism rises up against him."

http://www.dailytelegraph.com.au/rendezview/the-era-of-fainting-couch-feminism/story-fnpug1jf-1227498682155

Es ist gerade zu witzig diesen Text zu schreiben, ohne auf die Opfer-Ideologie des Feminismus zu sprechen zu kommen.

Oder hier:

http://www.thestar.com/news/world/2015/08/10/women-only-parking-spaces-spur-debate-in-germany.html

Frauenparkplätze - Ja sind breiter und günstig gelegener Parkplätze speziell für Frauen, und einige wenige engere Parkplätze speziell für Männer jetzt Sexismus gegenüber Frauen oder Männern?

Wenn Frauen nicht das studieren, was Feministinnen wollen das sie studieren (selber studieren die Feministinnen das natürlich auch nicht), dann liegt das an irgendwelchen pösen, männlichen Strukturen und da brauchen wir spezielle Frauenförderungen. Wenn Männer irgendwas nicht studieren... ja, da kann man nichts machen, die wollen halt nicht.

Wenn Schülerin in Mathe schlechter abschneiden als die Schüler, dann ist das ein riesen Problem und da muss unbedingt etwas getan werden. Wenn Jungen in allen anderen Fächern schlechter abschneiden, dann kann man nichts machen. Die sind halt faul.

schorsch klunie 26.08.2015 | 12:58

ist dieser beitrag ironische gemeint?

denn auch wenn es off topic ist, zwischen tenor und sporan gibt es noch viel raum, z.b. die alt-stimme oder den countertenor.

das in die melodie meistens (wenn auch nicht immer) in der oberstimme (aka im chor sopran) und nicht im bass grummelt hat musikalsiche gründe, z.b. fehlende differenziertheit der töne je tiefer sie sind.

tatsächlich blödsinnig ist es ohne entsprechendes arrangement die sopranstimme zwei oktaven tiefer zu singen, denn dies dürfte mit diversen anderen stimmen clashen.

Nil 26.08.2015 | 15:23

Den Namen, Dr. Farrell habe ich im Zusammenhang mit Ken Wilber schon einmal gehoert. Leider ist mein Englisch nicht ausreichend, um vollumfaenglich zu verstehen, was der Sprecher genau aussagen moechte. Aber ich kann mir vorstellen, dass Er durchaus aus einer Integralen Perspektive heraus spricht. Sonst wuerde Er erst gar nicht mit Wilber im Dialog stehen.

In seinem Buch Eros, Kosmos, Logos ist Wilber auf Geschlechterthemen eingegangen, und einen Ueberblick gegeben, worueber gegenwaertig so heiss gestritten wird.

karamasoff 26.08.2015 | 15:47

Auch Männer haben ein natürliches Menschenrecht darauf Frauenfußball spielen zu dürfen. Aber nur, wenn Frauen endlich aufhören in feministischer Selbsterhöhung darauf zu bestehen Frauenfußball spielen zu wollen und uns diesen aufzwingen. Sie sollen gefälligst Fußball spielen, wie die Männer es auch schon seit Jahrhunderten ganz natürlich tun. Selbst, wenn es sich dabei um Frauenfußball handelt, der von Männern gespielt wird, um damit zu zeigen, daß es auch und nur echte natürliche Gleichberechtigung unter Menschen gibt und nicht diese femininen Geistesverirrungen des extremen Feminismus eines femininen Frauenfußballs unter dem unsere Jungs so leiden.

Es lebe der echte Fußball, es lebe der echte Frau, es lebe der Gleichberechtigung. HEIL, pardon HOCH HOCH HOCH

Jedem ihr eigener Fußball...

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Ehemaliger Nutzer 26.08.2015 | 20:43

Ich hab einige kritische Beiträge u.a. mit Links gebracht. Man möchte wohl nicht das darauf weiter eingegangen wird.

Es zeigt auch mit was wir es hier wirklich zu tun haben. Das ist kein Ausnahmefall. Nur Leute, die etwas verbergen und unterdrücken müssen haben Angst vor Offenheit und freier Meinungsäußerung.

Die gesamte feministische Gender Clique ist davon geprägt.

schna´sel 26.08.2015 | 21:58

Die gesamte feministische Gender Clique ist davon geprägt.

Leider bestätigt das nur die Einseitigkeit, mit der dieses Thema gedacht und behandelt wird. Nicht nur hier. Leider ist das mit ein Grund für die Spaltung und das Dilemma, in dem linke Politik und linkes Bewusstsein generell steckt. Und leider ist zur Zeit auch nicht erkennbar, dass sich auf etablierter Ebene viel daran ändert.

Kommentar beantwortenFlag comment/autoren/stifthalter/@@images/a9801c52-d570-45e8-9fdc-d742b458b4b3.jpegRobinson 26.08.2015 | 21:05@unimog_andi

Chapeau. Der war gut.

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Ehemaliger Nutzer 27.08.2015 | 17:30

Ein Stelldichein radikaler Feministinnen zum ‘How to be a Feminist’ Panel at All About Women in Sydney.

Mit von der Partie sind

* Clementine Ford, Roxane Gay, Germaine Greer, Celeste Liddle, und Tara Moss sowie Anita Sarkeesian.

Fast alles Ego-Honigfallen- und Projektions-Hetz-Ideologie zum "Verkauf" und Ködern. Nichts entspricht hier der Wahrheit und Realität. Wie Scientology.

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Ehemaliger Nutzer 27.08.2015 | 18:12

... bei einem solchen Artikel und z.B. deinen typischen femistischen Mackerspiel Man-Up Pösterchens ... garniert mit immer wieder gern genommenen "Überzeugungsspöttelchens" :)

Von der Redaktion angeheuert, selber Redakteur ... oder einer der aus der daran gut verdienenden Ideologenfraktion der ideologischen Clausens's, Lenz'sens ... und Co.?

Wer sonst kennt denn solche radikalfeministischen Stelldicheins mit Greer und Co. ... :)

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Ehemaliger Nutzer 27.08.2015 | 20:46

... sagte die Narzisstin. Narzisstische Projektion ist ja das Markenzeichen des Feminismus wie der Artikel auch zeigt.

Da nutzt auch das Augenklimpern und die suggestive Pose nicht mehr viel. Feministische Frauen in westlichen Ländern gehören zur privilegiertesten Gruppe, die es je gegeben hat und möchten sich über gezinktes Victimology, Shaming und Dämonisierung Poker immer noch mehr abpressen.

Da wo Frauen wirklich leiden schweigt er folgerichtig. Beispiel Yesiden.

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Ehemaliger Nutzer 27.08.2015 | 22:36

nur mal so am Rande, Nil, weil das Thema hier ja Maskulinisten ist und nicht Feminismus;

btw. ich verstehe gar nicht, warum du dich in die Rechtfertigungsposition begibst. Zumal du es hier nicht mit Kritikern sondern mit Fundamentalisten zu tun hast, die hier reflexartig aufschlugen, als es um ihre Ehre und um ihr angepieseltes Selbstbild als "Mann" ging. Die drehen den Spieß einfach um und du fällst darauf rein. Sorry.

Diese Fehlentwicklungen zu lokalisieren und zu bereinigen, wuerde dem Feminismus helfen ihre Glaubwuerdigkeit gegenueber den Kritikern wieder zu gewinnen.

Der "Feminismus" braucht vor allem eines nicht, nämlich sich und seine Entwicklung zu rechtfertigen. Vor allem vor wem denn? Oder glaubst du das" Patriarchat" denkt auch nur ansatzweise darüber nach, was es angerichtet hat und was es ggf an Fehlentwicklungen zu lokalisieren und zu bereinigen habe? Denk mal nach. Die Geschichte wurde in den letzten zig tausend Jahren maßgeblich von Männern geschrieben. Ist dir irgendwann irgendwo schon mal so was wie "Reflektion des Patriarchats" begegnet? Nicht? na also.

Es ist jedem Menschen mit halbwegs gesundem Menschenverstand klar, dass Entwicklungen nie, nie, nie ohne Rückschläge, Stagnation und, womit wir ja heute leider in allen Bereichen leben müssen, auch nicht mit hirnamputieren Vollversagen, ablaufen.

Der Feminismus ist mit dem emergieren der pluralistisch relativistischen Weltsicht entstanden

Nein, weil er schlicht notwendig war. Lies die Geschichte.

Und denke nicht, dass du auch nur einen Antifeministen/Maskulinisten/Fundamentalisten mit Entgegenkommen und Argumenten wirst zum nachdenken anregen können.

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Ehemaliger Nutzer 27.08.2015 | 23:49

kein Problem. Allerdings habe ich deinen Ansatz verstanden. Nur denke ich eben, dass man mit Menschen, die in ihrem individuellen Ego verhaftet , statt in einem transpersonalen Selbst aufgegangen sind, eben auch auf dieser Ebene kommunizieren sollte.

Nur dafür muss man m.E. den einen Typus vom anderen Typus unterscheiden können. Und man sollte m.E auch erkennen, wenn man Perlen vor die Säue wirft. Nichts für ungut.

Heiner 28.08.2015 | 19:11

Hahaha, was hier über diese bestimmte Männergruppe (sind ja nicht alle so blind vor Selbstliebe) gesagt wird, ist zu 100% richtig - und besonders schön, wie die Kommentare das auch noch empirisch stützen, während sie parallel empirische Nachweise fordern. Genial...was auch schön ist, wie manche wirklich nicht in Soziologie (oder irgend einem anderen geisteswissenschaftlichen Bereich) geschulten Köpfe sich hier durch eigene Kommentare auch noch als Maskulinisten (mag das Wort lieber) outen. Liebe Autorin, Glückwunsch für dieses Schachmatt. Femisnismus, Islamismus - alles wird über einen Kamm geschert und stützt die These über Breivik nochmals empirisch. Liebe heterosexuelle weiße Männer - ihr könnt heterosexuell und weiß sein, ohne Euch als völlige Schwachköpfe, Misogyne und Homophobe zu outen - ich bin männlich, weiß, hetero - und trotzdem Feminist! Und zu sagen, 2500 Jahre äußerster Diskriminierung (Tod, Folter etc. inklusive) könnte in 10 jahren Feminismus ins Gegenteil umschlagen, ist echt gedanklich schwach. Sehr unmännlich von Euch! Fangt mit Thaiboxen und Philosophie lesen an - dann flutschts auch in der Rübe! Entunterwerft Euch aus Euren normativen Zwängen. Fangt bei Butler, Zizek und Foucault an. PS. das natürlich gerade Väterrechte in BRD schlecht ausfallen, ist Teil einer patriarchalen logik, die bis in die tiefsten Tiefen des juridischen Diskurses gehen - denn Mütter sind da ja besonders hochgestellt - ist ja Frau's biologischer Determinismus aus patriachaler Sicht - der Feminismus will auch Mann aus seiner Normierung durch heteronormativen Geschlechterrollen heraus befreien! Anstatt ihn zu bekämpfen, schließt Euch dem Kampf um absolute Gleichberechtigung an - was auch impliziert, dass natürlich Männerquoten in Kindergärten etc. herrschen! Geht mal auf eine Metaebene darüber, dann lösen sich viele Paradoxien auf!

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Ehemaliger Nutzer 29.08.2015 | 00:22

Neee, lass mal. Dem chauvinistischen und sexistischen Feminismus der heutigen Zeit schließe ich mich nicht an. Passt auch dein Abbügeln und unkonkreter Rundumschlag zu. Diskutier doch mal explizit, was die hier so an anderen Post nicht passt, ansonsten ist das eigentlich nämlich nur peinlich, wie du hier Strohmann-Argumente raushaust und dich in deiner eigenen Selbstgefäligkeit suhlst => Dogmatisch und ideologisch verblendest.

Was das ganze dann noch mit der Hautfarbe zu tun haben soll, erklärt sich mir auch nicht. Klingt irgendwie rassistisch, "der weiße Mann". Und heterosexuell ist er auch noch. Da zeigt der Feminismus mal wieder seine nicht nur latent vorhandenen chauvinistischen Tendenzen.

Sind es nicht die FeministInnen, die "den Männern" die Schuld am "Versagen" der Frauen zu schieben ? Verdrehte Welt...

janto ban 29.08.2015 | 00:47

|| ... ich bin männlich, weiß, hetero - und trotzdem Feminist! ... ||

Glückwunsch! Zur Heterosexualität meine ich natürlich.

Und ich will mal fragen, wer eigentlich glaubt, dass dieser Beitrag (samt allzu erwartbarem Thread) denn nun etwas zur Verbesserung des allgemeinen Verhältnisses zwischen den Männern und jenen Frauen beigetragen hat. Oder welchen übergeordneten Nutzen der nächste, nicht lange auf sich warten lassen werdende haben wird. Viel Spaß beim Antworten. Guten Morgen.

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Ehemaliger Nutzer 29.08.2015 | 02:14

Bei den Handwerkern, Ärzten, Arbeitern oder Physikern, also "... wirklich nicht in Soziologie (oder irgend einem anderen geisteswissenschaftlichen Bereich) geschulten Köpfen ..." "flutscht" es nicht so richtig "in der Rübe". Diese ungebildeten Stümper aber auch.

Das liegt an deren doppelter "... Normierung durch heteronormativen Geschlechterrollen ...".

Danke, Herr ProfX, dass Sie sich extra dafür bei der dFC angemeldet haben, um uns darauf hinzuweisen, dass Sie sich zwar dafür entschuldigen, männlich, weiß und hetero zu sein, aber wenigstens "... eine Metaebene darüber ...".

Sozusagen auf der Meta-Meta-Ebene. Ungefähr bei GottX.

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Ehemaliger Nutzer 29.08.2015 | 09:04

quod erat demonstrandum. Genau das ist es, was ich versuchte Nil zu vermitteln. Jedes Zugeständnis von Fehlentwicklungen an einen bestimmten Menschentypus (hier der Maskulinist) wird genutzt, um die eigene Weltanschauung zu manifestieren, und, was wahrscheinlich noch verheerender ist, um sie in die Welt zu zwingen.

Aus diesem Grund hat der Artikel und die Diskussion zumindest eines bewirkt, diesen Typus besser zu erkennen.

schna´sel 29.08.2015 | 11:34

"Und ich will mal fragen, wer eigentlich glaubt, dass dieser Beitrag (samt allzu erwartbarem Thread) denn nun etwas zur Verbesserung des allgemeinen Verhältnisses zwischen den Männern und jenen Frauen beigetragen hat."

Wer glaubt denn daran, dass dieser user tatsächlich ein Mann ist? Also ich nicht. Ich halte das Ganze für einen Fake. Für "Stöckchen Kino". Und erwartungsgemäß sind ja auch ein paar Hündchen prompt über das hingehaltene Stöckchen gesprungen. Ich denke, dieser Beitrag offenbart nochmal sehr anschaulich den ganzen selbstherrlichen Zynismus einer ganze Klasse von, meist gut etablierten bürgerlichen Menschen. Die längst Teil unserer Eliten geworden sind und sich anmaßen die Psyche, den Charakter und Reaktionen von Männern objektiv beurteilen zu können und zu steuern. Was ja erwiesenermaßen einfach ist, weil die eh alle reagieren wie die Pawlowschen Hunde.

janto ban 29.08.2015 | 12:47

Guten Morgen.

Ich weiß wohl, dass ich mal wieder wie ein Elefant durch den Porzellan-Laden trampele. Aber ich kann nicht anders, wenn sogar Kommentare, wie der von Heiner, auf mich den Eindruck machen, als hätten wir noch nicht Kriegsschauplätze genug auf der Welt.

Allein schon die Tatsache, wie aggressiv ich als homosexueller Mann von Heiners Kommentar nicht angesprochen bin, gibt mir schwer zu denken. Da verkommt Homosexualität zu einem Qualitätsmerkmal, wenn auch zu einem positiven.

Aber Homosexualität ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Eigenschaft von unzäligen bei einem Menschen, wie z.B. Geschlecht, Hautfarbe, Religion, Staatsangehörigkeit, Wohnort nach Himmelsrichtung in einem Land usw. auch.

Ich weiß aber auch, wie sehr ich mich in den letzter Zeit in Widersprüche verstricke. Was man zum Beispiel daran erkennt, was ich unserem Ernstchen da gestern Nacht noch vor'n Kopp gebrüllt habe. Da fahre ich - wie aus heiterem Himmel - meine neue, verbale Null-Toleranz-Politik gegenüber Rassisten, aber hier, wo es um Sexismus als eine spezielle Art des Rassismus geht, wiegele ich ab. Wie das in meinen Augen zusammenpasst, habe ich aber schon erklärt: Gleiche Rechte für alle! Punkt. Und dazu gehört es für meine Begriffe dann auch, dass ein paar Männchen sich im Netz fassungslos zeigen, Shitstorms lostreten und heulenund heuelen sollen.

Ich bin doch der erste, der es bedauert, dass geistig-moralisch eingefahrene Gesellschaften die Veränderung scheuen, wie der Teufel das Weihwasser und sich immer gleich Flashmobs "besorgter Bürger" bilden, um gegen die Feminisierung des Abendlandes oder eine staatlich forcierte Verschwulung von Jungen und Mädchen anzuhetzen. Um es mal so zu sagen.

Aber was wir hier haben, ist ein beginnender, weil begonnener Kleinkrieg zwischen Feministez und Maskulinistez. Aber keiner zwischen Männern und Frauen. Und mit der sexuellen Orientierung oder der Hautfarbe hat das alles schon gar nichts zu tun.

"In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Geschlechtergefüge deutlich hin zu mehr Gleichberechtigung entwickelt", schreibt die Autorin. Was so erholsam zu lesen ist, wie der gesamte Artikel auf eine Art, weil er vordergründig eben nicht fordert, sondern auf Problematiken hinweist, die Folgen einer positiven Entwicklung, nämlich kleinen Schrittchen hin zur vollumfänglichen Gleichberechtigung sind.

Leider werde ich aber das Gefühl nicht los, dass erklärte Feministinnen (m/w) recht schadenfroh auf die neu entdeckte Gattung Mann (meist m), diesen sog. Maskulinisten, herabblicken und ihn ausschließlich als verachtenswertes, jämmeliches Würstchen ansehen wie darstellen, das völlig ohne Grund heult. Was schon sein kann.

Mir fehlt da aber so'n bisschen die Empathie, die mir gegenüber immer eingefordert wurde, wenn es zum Beispiel um die sog. Wendeverlierer ging. Oder jetzt wieder, wenn ich - explizit oder implizit - gebeten werde, doch bitte ein bisschen Nachsicht zu üben, wenn die finanziell-soziale Unterschicht - folgerichtig und aus doch irgendwie nachvollziehbarer Angst, wie es an jeder zweiten Ecke in 'linken' Foren zunehmend heißt - zum rechten Mob mutiert, weil die Ärmsten sich in ihrem Kampf gegen die himmelschreienden Ungerechtigkeiten dieser Welt, zum Beispiel Migration, doch anders nicht zu helfen wissen. Anführungsstriche oben. Das seien, trotz allem, Menschen, mit denen wan reden müsse usw..

Woran wan erkennt, dass ich beiweitem nicht der einzige bin, der sich in Widersprüche verstrickt. Ich weiß es alles nicht. Die Welt ist mir zu kompliziert geworden. Was im hier zu besprechenden Fall daran liegt, dass ich der Überzeugung bin, dass das Maskulinisten-Problem zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil hausgemacht ist. Und zwar von einem Feminismus, der es - vor allem im Netz - nie wirklich geschafft hat, sich von dumpfer, generalisierter Männerfeindlichkeit zu distanzieren; letztere gar als nützlichen Helfer willkommen geheißen hat. Ganz so, wie z.B. die "Jebsen-Märholz-Linke" die "Putin- Rechte" als Rammbock benutzt. Und das bricht sich jetzt Bahn, wie ich von Anfang an fürchtete. Denn wir leben in der wechselwirkendsten aller Welten.

Dass 100% Putin-Verständnis den Rechten im Lande Wind unter die Flügel treiben würde, war so klar, wie klar sein musste, dass der Feminismus umso radikalere Gegenbewegungen hervorrufen würde, je radikaler er sich selbst positioniert. Was keine Schuldzuweisung ist, sondern die Wiedergabe eines Naturgesetzes. Und was um Gottes Willen auch keine Parteinahme für Maskulinisten ist, sondern ein Erklärungsversuch, mit Einschränkungen. Denn ich schrieb ja 'zu einem nicht zu vernachlässigenden Teil hausgemacht'. Was immer das heißen mag. Wenn Professoren über Themen philosophieren, ohne sie mit Zahlen untermauern zu können, wie im Artikel zu bestaunen, darf ich das vielleicht auch.

Egal. Leicht wäre es zu sagen, Hass und Aggressionen sind grundsätzlich abzulehnen, egal von wem sie kommen und gegen wen sie sich richten. Aber so einfach gestrickt ist die Welt in allseits aufradikalisierten Zeiten nicht mehr. Und jetzt habe ich vergessen, was ich sagen wollte. Vertragt Euch! Vielleicht war es das. Keine Ahnung. Erst mal noch'n Kaffee und'n Kippchen. Danach sieht die Welt oft schon wieder ganz anders aus, wonnich.

Und übrigens weiß ich, dass ich das alles der Falschen schreibe. Also genau der Richtigen ;o)

Liebe Grüße!

janto ban 29.08.2015 | 12:58

Hach. Kann sein, kann nicht sein. Heute bin ich erst mal wieder auf Deeskalation getrimmt. Denn ich habe in den letzten Tagen und Wochen hier und anderswo eine Menge Zeugs geschrieben, über das ich eigentlich selbst noch nachdenken muss. Also sage ich mal, dass Mutmaßungen über die Identität anonymer Nutzer wenig hilfreich sind.

Den Debatten fehlt's nach wie vor am konstruktiven, in die Zukunft gerichteten Element. Auf allen Seiten - womöglich sogar auf meiner. Wer weiß. Und mich nervt es selbst tierisch, dass ich mit Sprüchen, wie der irgendwie aggressiven Frage, ob wir eigentlich sonst keine Probleme haben, durch die Gegend ziehe, aber einen Haufen Zeit unter Artikeln wie diesem verwende. Womit ich mir also selbst zurufe: Nein, offensichtlich haben wir keine wichtigeren Dinge zu besprechen! Und mich dann schäme. Natürlich nicht netzöffentlich, sondern heimlich. Um als Mann meinem schlechten Ruf gerecht zu werden und als Mädchen mit Bart den guten Ruf nicht überzustrapazieren. So halt.

Welt unter.

schna´sel 29.08.2015 | 14:24

Also sage ich mal, dass Mutmaßungen über die Identität anonymer Nutzer wenig hilfreich sind.

"heiner" ist seit dem 28.08.15 Mitglied und hat genau einen Beitrag gepostet, nämlich den, auf den wir uns jetzt beziehen. Mutmaßungen mögen in der Regel wenig hilfreich sein. Im Licht dieser Männerwitze, über die Du geschrieben hast sind sie unter Umständen hilfreich, um die Geisteshaltung nachvollziehen zu können, die so einen Humor hervorbringt. Selbst wenn es nur Mutmaßungen sind: Es ist immer ein Schutz, wenn man weiß, zu welchen perfiden Tricks Menschen in der Lage sind, um ihre Ideologie durchzusetzen. Gegen alle vernünftigen Argumente. Und auch gegen jeden Versuch und jede pazifistische Hoffnung auf Deeskalation.

janto ban 29.08.2015 | 15:10

Ja. Aber ich will nicht auch in eines der Extreme verfallen und zur Kriegspartei im Geschlechterkampf werden. Den Fehler, sagen sie, hat Nato Ban schon zur sog. Ukraine-Krise gemacht, als er die Rechten auf dem Maidan verherrlichte. Als irgendwie Linker. Das muss man sich mal vorstellen. Demnach weise ich die Behauptung, dass wir (welches wir..?) die "vernünftigen Argumente" haben, während es sich bei den anderen um "Ideologie" handelt, wie Sie schreiben, brav zurück. Ich bin nämlich lernfähiger, als wan so denkt. Und nur halb so verwirrt, wie ich hier manchmal behaupte.

schna´sel 29.08.2015 | 19:37

Demnach weise ich die Behauptung, dass wir (welches wir..?) die "vernünftigen Argumente" haben, während es sich bei den anderen um "Ideologie" handelt, wie Sie schreiben, brav zurück.
Wer will schon Kriegspartei sein? Genau das nenne ich auch ein wirklich vernünftiges Argument. Allerdings habe ich mich nicht in einem so generalisierten Sinn, wie ihn der schreckliche Begriff Geschlechterkampf mit sich bringt, geäußert. Das liegt mir fern. Ich habe nur meinen aktuellen Mutmaßungen Raum gegeben. Die ich aber nach wie vor für angebracht halte. Ich habe auch kein "wir" und keine "Anderen" behauptet und mich so für eine Kriegspartei entschieden. Das will und kann ich gar nicht, weil ich glaube, dass man die Bereitschaft, lernfähig zu bleiben generell vorausetzen sollte, bei Menschen, die sich gegenseitig Leid zufügen. Ich bin allerdings der Meinung, dass ich, wenn meine Mutmaßung der Wahrheit entspräche schon von dem Versuch einer ideologisch motivierten Beeinflussung schreiben sollte. Jedenfalls, wenn ich die Dinge beim Namen nennen will. Und das möchte ich, weil ich das Gefühl habe mich schützen zu müssen. Was ja vielleicht ja auch nicht nur Zufall ist. Oder ist das wieder nur "Opfer-Logik"?

Peace!

karamasoff 30.08.2015 | 00:07

The Rapist isn't a Masked Stranger

Approximately 4/5 of rapes were committed by someone known to the victim.

Eines DER Hauptziele von Maskulinisten ist es, sowohl die gesamte Netzwerkstrukturen, die über Jahrzehnte von Feministinnen aufgebaut wurden, als auch deren Ziele und konkreten Projekte (wie z.B. Frauenhäuser, sichere Parkplätze), die mühsam erkämpft werden mussten (siehe Frauenwahlrechte) zu diffamieren und zu zerstören. Der, über den Umweg einer behaupteten Gleichstellung von Frauen im Tausch mit dem geforderten Ende des Feminismus, Rückzug der Frau auf alte Rollenmuster kommt nicht von ungefähr. Die Ehefrau/Partnerin/Freundin/Bekannte ist die am einfachsten zu erreichende Person für dominantrepressives bis gewalttätiges Verhalten.

Sexual assault has fallen by 49% in recent years

aber trotz des bereits Erreichten (durch strukturelle Maßnahmen auf der Basis der von Frauen druchgesetzten Änderungen), es kann also mitnichten davon ausgegangen werden, daß ja inzwischen alles ok ist zwischen den Geschlechtern und man zu einer, von Maskulinisten und Antifeministen (und deren, einen auf harmlos machenden, Zuschauern mit derselben Agenda) diktierten pseudo"natürlichen" Normalität:

Every two minutes, another American is sexually assaulted

17.7 million American women have been victims of attempted or completed rape

ca. 18%

Every two minutes, another American is sexually assaulted

2.78 million men in the U.S. have been victims of sexual assault or rape

ca. 3%

The year in a male’s life when he is most likely to be the victim of a sexual assault is age 4.

A female’s year of greatest risk is age 14.

82% of all juvenile victims are female

Soviel zu den Zahlen aus den USA, die sich NUR auf Vergewaltigungen bzw. Mißbrauch beziehen und nicht auf normale häusliche Gewalt oder Gewalt ausserhalb der eigenen vier Wände).

Es sind also, nachwievor, weit mehr Frauen/Mädchen betroffen als Männer/Jungen.

Rein gar nicht berücksichtigt sind Zahlen bzgl. psychischer Gewalt oder Androhung derselben bis hin zu Mordandrohungen und Aufruf zu Mord im Internet gegenüber Frauen/Mädchen.

Katherine Cross - How To End Online Harassment

Hanna Larsson - How To End Online Harassment

K. Cross zentrale Aussage: Das Internet wird nicht als Realität wahrgenommen, die Ziele von Belästigungen oder Gewalt jedoch schon.

H. Larssons zentrale Aussage: sexuelle Belästigungen und Gewaltandrohungen via Internet haben ihren Ursprung in zum Großteil in sozialen Netzwerken/communities organisierten Aufrufen gegen zum Beispiel Frauen, Minoritäten.


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Ehemaliger Nutzer 30.08.2015 | 11:36

Wenn der letzte Satz mit dem Breivik-Gleichnis nicht wäre, der den Leser auf eine "falsche Fährte" locken könnte, hätte ich an Ihrem Artikel kaum etwas auszusetzen. Es gibt vermutlich viele Männer, die sich als Opfer (der Frauen oder der Umstände) wahrnehmen, so wie es auch umgekehrt der Fall ist.

Ich glaube aber, dass der Ansatz, einer psychologisch begründeten Opferhaltung zu begegnen, die sich durch Erziehung, Traumata und/oder andere wiederkehrende Frustrationen bei Männern wie bei Frauen manifestieren kann, auf einer individuellen, psychologischen Ebene stattfinden kann. Damit ein Mensch aus einer Opferrolle herausfinden kann, ist als Schritt nach der Be- und Verarbeitung der erlittenen Traumata die Lösung aus einem Täter-Opfer-Denkmuster erforderlich, um darin nicht steckenzubleiben.

Wenn ich mich als "Opfer" von mich schädigenden Verhaltensweisen der gegengeschlechtlichen "Partei" empfinde, habe ich schon mal den ersten Schritt getan. Aber es ist eben, aus meiner Erfahrung, nur der erste Schritt.

quellwerk 02.09.2015 | 10:47

Es ist passiert. Eine Feministin präsentiert Studien, die die Benachteiligung von Frauen belegen soll. Eines müssen Sie wissenkaramasoff:die grundlegende Regel bei der Interpretation von Daten, welche vom Feminismus vorgelegt werden, ist die Berücksichtung der Arbeitshypothese, dass die Daten vermutlich verfälscht dargestellt, wenn nicht sogar gefälscht sind. Die rape culture an den Univeritäten wurde mit einer verfälschten Statistik begründet (1 in 4 Frauen würden vergewaltig, also 25%, während in den USA insgesamt die Vergewaltigungsrate zwischen 0.8 und 1.8 Promille liegt, siehehttp://www.bjs.gov/content/pub/pdf/cv11.pdf, Seite 2). Die häusliche Gewalt wurde als männliches Phänomen dargestellt. Aktuelle Studien zeigen eine Gleichverteilung zwischen Männern und Frauen. Kindesmissbrauch wurde nur als von Männern durchgeführt gedacht, dabei sind Frauen überepräsentiert:

Department of Health and Human Services statistics show that from 2001 to 2006, of the children who were abused by one parent,approximately 71% were abused by their mothers,while 29.4% were abused by their fathers. The report goes on to state that of children who died at the hands of one parent during that same five-year period, approximately 71%were killed by their mothers,while 29.2% were killed by their fathers.

Moving to the2009 DHHS report, the percentages for child fatalities committed by parents break down like so: 22.5% by both parents, 14.8% committed by fathers alone, and 27.3% perpetrated by mothers alone.

In stillanother DHHS report from 2012, we find that 27.1% of child deaths resulting from abuse or neglect were committed by mothers, compared with 17.1% committed by fathers. Mothers and fathers acting together accounted for 21.2% of child deaths.

We also see thatof the 2.9 million child abuse cases in 2012, 45.3% of the perpetrators were male, but 53.5%were female. This same report points out that although abuse inflicted upon boys and girls was fairly even, boys constituted approximately60%of those who are killed as a result of abuse or neglect. All of this tells us that for quite some time the numbers point to maternal child abuse being predominant, and yet the image we have chosen to highlight the issue is a battered child cowering in a corner with a brooding and belligerent father hovering over her. (http://www.avoiceformen.com/mens-rights/domestic-violence-industry/i-remember-mama-one-man-and-boys-odyssey-through-abuse/)

Feminismus ist Spaltung der Gesellschaft. Feminismus denkt in Machtkategorien. Feminismus tritt nach unten und will an die Ressourcen der Gewinner. Feminismus ist durch und durch materialistisch.

quellwerk 03.09.2015 | 12:01

epic:

the most overused word ever, next to fail. for even more asshole points, use them together to form "epic fail."

http://de.urbandictionary.com/define.php?term=epic

Ihre klischeehafte Verwendung von Anglizismen lässt mich vermuten, dass Sie den Zusammenhang, auf den sich das "vermutlich" bezog, nicht verstanden haben. Deshalb noch einmal in einer abgewandelten Formulierung:

... ist die Berücksichtigung der Arbeitshypothese, dass die Wahrscheinlichkeit von verfälschten, wenn nicht sogar gefälschten Daten groß ist.

karamasoff 03.09.2015 | 14:47

Ok, ich analysiere mal ihren ersten Kommentar:

- Unterstellung ihrerseits, daß es sich um eine Feministin handelt

(bei wem? bei mir oder bei rainn.org)

- Präsentation einer "Hypothese" ihrerseits, daß es sich um gefälschtes Zahlenmaterial handelt, ja grundsätzlich handeln muss

(welches genau?)

- copy paste von Zahlenmaterial aus einer Quelle, ohne jede Analyse oder textlich erkennbare Interpretation ihrerseits

(welcche Zahlen srpechen wüfur und warum?)

- Schlussfolgerung aus diesem Haufen Text ihrerseits:

"Feminismus ist Spaltung der Gesellschaft. Feminismus denkt in Machtkategorien. Feminismus tritt nach unten und will an die Ressourcen der Gewinner. Feminismus ist durch und durch materialistisch."

Natürlich alles ein Eintopf von völlig Unbewiesenem, unzusammenhängend erläutert und explizit auf irgendetwas konkret hinweisend, weder bzgl. Statistik noch Argumentationen ihrereseits. Hauptsache man konnte den stereotypen Senf aller Maskulinisten und Antifeministen am Ende hinschmieren. Da hilft auch der wissenschaftliche Begriff "Arbeitshypthese" nichts mehr.

Übrigens bezieht sich rainn.org auf genau die gleiche Quelle:

U.S. Department of JusticeOffice of Justice Programs Bureau of Justice Statistics(wenn es schon darum gehen soll Quellenmaterial zu diffamieren).

Das Zahlenmaterial, das rainn.org verwendet ist zum Teil auch aktueller. Die Statistiken, die sie auflisten sind ja damit nicht falsch, nur haben sie rein gar nichts mit den Statistiken von rainn.org zu tun und schonmal gar nicht mit damit verbundenen Schlussfolgerungen seitens rainn.org oder meine persönlichen Interpretationen daraus. Den Vorsitz dieser anerkannten Organisation der USA hat übrigens ein Mann.

Der Kommentar wurde versteckt
quellwerk 03.09.2015 | 17:42

Ihr Vorwurf an mich, ich argumentierte zusammenhangslos, impliziert, Ihre Argumentation sei stringent. Betrachten wir den Gang bei Ihnen:


Approximately 4/5 of rapes were committed by someone known to the victim.


sagt nichts über das Geschlecht des Opfers, noch das des Täters, sondern behauptet deren gegenseitige Bekanntschaft. Dieser Satz ist in ihren Augen eine Zusammenfassung der Tatsache, dass Maskulisten die Netzwerke der Feministen zerstören wollen (richtig), die Frauenparkplätze abschaffen beabsichtigen (dazu weiß ich nichts) , das Frauenwahlrecht rückgängig machen wollen (falsch), sowie die faktische Gleichstellung propagieren (falsch. Maskulisten propagieren Gleichberechtigung). Das Ziel sei, die Frau in alte Rollen zurückdrängen zu wollen (falsch. Diese Denke ist nicht mehr up to date. Kein Männerrechtler will sich zum Zahlesel mehr machen. Vielmehr wird zunehmend von der Ehe abgeraten. Moderne Ausprägungen der Männerbewegung ist das Phänomen MGTOW, eine Bewegung, die das Desinteresse an Frauen und Familie propagiert).

Es handelt sich hier um Ihre Projektion Ihrer eigenen Macht- und Unterdrückungsphantasie. Der Feminismus beweist dies mit jedem Satz, in dem er behauptet, dass Frauen hilflose, dumme Schafe seien. Auch Sie tun es mit folgender Argumentation, die

a. von einer korrekten Prämisse ausgeht:
80% der Opfer von Vergewaltigungen kennen Ihren Vergewaltiger.

b. von einer falschen Prämisse ausgeht:
Fast alle Opfer sind Frauen ( es werden wesentlich mehr Männer als Frauen vergewaltigt, wenn man die Vergewaltigungen in Gefängnissen dazurechnet, http://www.dailymail.co.uk/news/article-2449454/More-men-raped-US-women-including-prison-sexual-abuse.html und es es werden genauso viel Männer von Frauen vergewaltigt, wie Frauen von Männern, http://time.com/3393442/cdc-rape-numbers/).

c. von einer weiteren falschen Prämisse ausgeht (siehe oben)
Das Ziel der Männer sei, die Frau in alte Rollen zurückdrängen zu wollen

d. zu einer bösartigen Schlussfolgerung kommt:
„Die Ehefrau/Partnerin/Freundin/Bekannte ist die am einfachsten zu erreichende Person für dominantrepressives bis gewalttätiges Verhalten“ (um c. zu erreichen). Vielmehr hätte, wenn man b. korrigiert (Männer und Frauen sind gleichauf bei Vergewaltigungen) nach dieser schrägen Argumentation der Schluss gezogen werden müssen, dass Frauen genauso gewalttätig wie Männer sind, also beide das Ziel haben, das andere Geschlecht in eine tradierte Rolle zu drängen.
Dies meinte ich mit der Verfälschung. Der Feminismus sagt konsequent die Unwahrheit.

Sexual assault has fallen by 49% in recent years


Ich weiß nicht, warum dieser Trend gefallen ist. Folgende Annahmen gibt es:


“(1)increased evidentiary requirements to substantiate cases,

(2) increased caseworker caution due to new legal rights for caregivers, and

(3) increasing limitations on the types of cases that agencies accept for investigation.

More than half also mentioned the effectiveness of prevention programs, increased prosecution, and public awareness campaigns, implying that a portion of the decline may result from a real decline in occurrence” (https://www.infona.pl/resource/bwmeta1.element.elsevier-488180e9-16cc-3ff5-a8ee-e6c3646e55fe) . Diese Argumente beziehen sich auf Kindesmissbrauch, sind aber auf Gewalt zwischen Männer und Frauen übertragbar.

Da Männer und Frauen gleich gewalttätig sind, ist Ihre Schlussfolgerung


„ Maskulinisten und Antifeministen (und deren, einen auf harmlos machenden, Zuschauern mit derselben Agenda) diktieren pseudo"natürliche" Normalität.


falsch. Der Subtext ihrer Äußerung meint nur die Gewalt gegen Frauen, welche eingesetzt wird, um Frauen in tradierte Rollen zurückzudrängen. Dies ist nach der obigen Erläuterung Unsinn. Vielmehr ließe sich auch der Schluss ziehen, dass die Welle der Falschanzeigen seitens der Frauen zurückgegangen ist.
Alles was in ihrer Argumentation folgt, nämlich willkürliche Zitate, entspricht von der Qualität dem Vorwurf den sie an mir gerichtet haben.

Ihre Schlussfolgerung ist so allgemein, wie falsch:


„Es sind also, nachwievor, weit mehr Frauen/Mädchen betroffen als Männer/Jungen.“


Mein Quellennachweis bezog sich u.a. auf den Mythos von der Frau als Opfer und belegt im Gegenteil die Dominanz der Frau als Täter hinsichtlich des Kindesmissbrauchs:

„approximately 71% were abused by their mothers,while 29.4% were abused by their fathers”

“71%were killed by their mothers,while 29.2% were killed by their fathers.”

“the percentages for child fatalities committed by parents break down like so: 22.5% by both parents, 14.8% committed by fathers alone, and 27.3% perpetrated by mothers alone”

“27.1% of child deaths resulting from abuse or neglect were committed by mothers, compared with 17.1% committed by fathers.”

“of the 2.9 million child abuse cases in 2012, 45.3% of the perpetrators were male, but 53.5%were female”

Während ich Daten im Zusammenhang präsentiere, interpretieren Sie ihre Daten böswillig, nachdem Sie selektiv daraus zitieren. Sie wollen die Frauen als Opfer und Männer als Täter hinstellen. Das führt unmittelbar zu meinen Thesen, die Sie als unpassend bewerten:

"Feminismus ist Spaltung der Gesellschaft (=Männer sollen Frauen unterdrücken). Feminismus denkt in Machtkategorien (=Die Geschlechter befinden sich in einem Machtverhältnis sprich Patriarchat). Feminismus tritt nach unten und will an die Ressourcen der Gewinner(=Quoten, Aufsichtsratsposten,Genderlehrstühle). Feminismus ist durch und durch materialistisch(=siehe die Millionärinnen Alice Schwarzer und Judith Butler."

karamasoff 04.09.2015 | 03:23

"Prevalence and Characteristics of Sexual Violence, Stalking, and Intimate Partner Violence Victimization — National Intimate Partner and Sexual Violence Survey, United States, 2011"

Characteristics of Sexual Violence Perpetrators

"For female rape victims, anestimated 99.0% had only male perpetrators. In addition,an estimated 94.7% of female victims of sexual violence other than rape had only male perpetrators.

For male victims, the sex of the perpetrator varied by the type of sexual violence experienced.The majority of male rape victims (an estimated 79.3%) had only male perpetrators. For three of the other forms of sexual violence, a majority of male victims had only female perpetrators: being made to penetrate (an estimated 82.6%), sexual coercion (an estimated 80.0%), and unwanted sexual contact (an estimated 54.7%). For noncontact unwanted sexual experiences, nearly half of male victims (an estimated 46.0%) had only male perpetrators and an estimated 43.6% had only female perpetrators."

Division of Violence Prevention, National Center for Injury Prevention and Control, CDC 2011-2014

quellwerk 04.09.2015 | 10:55

Sie sind verliebt in der Vorstellung, dass fast 100% der Vergewaltigungsopfer Frauen sind. Noch mehr Freude bereitet Ihnen die Phantasie, dass fast alle Vergewaltiger Männer sind. Anders ist Ihre tendenziöse Zitierung aus Studien nicht zu erklären. Nur wenn es fast nur Frauen als Opfer und fast nur Männer als Täter gibt, ist die Theorie vom Patriarchat zu halten, in dem Männer auf Frauen Macht ausüben sollen. Diese Erzählung kommt vom Feminismus seit Jahrzehnten. Der Vorteil, den Sie haben, liegt darin, dass es einen bias in der Wahrnehmung der Menschen gibt: Frauen seien hilfloser und schützenswerter als Männer, woraus sich ein empathy gap zugunsten der Frauen erklärt. Würde es diesen empathy gab nicht geben, hätte Ihre Argumentation keinen Erfolg. Sie nutzen also eine tiefverwurzelte Wahrnehmungsverzerrung aus, um Geländegewinne zu erzielen. Pikanter Weise verwendet der Feminismus uralte tradierte Rollenvorstellungen des Gynozentrismus, um die Emanzipation der Frauen voranzutreiben, woraus sich die These ergibt, dass der Feminismus eine Lobby-Ideologie von Frauen für Frauen ist, um die schon bestehenden Bevorteilungen zu Lasten der Männer auszubauen.

Ich gehe auf das von Ihnen hingeworfenes Zitat ein, das sich seine Wirkung durch den empathy gap erhofft. Dies mache ich für den zufällig vorbeikommenden Leser, der in typischer Weise der unredlichen feministischen Argumentation auf dem Leim geht. Ich habe nicht die Hoffnung, Ihnen einen Perspektivenwechsel beizubringen. Vermutlich sind sie aus einer älteren Generation des Feminismus: anders lässt sich Ihre Opferverliebtheit und misandrische Tendenz nicht erklären.

Ich gebe Ihnen mal eine modernere Analyse aus einer Studie

https://richardfelson.files.wordpress.com/2013/06/sex-assault-archives_onlinepdf.pdf

zum sexuellen Übergriff und übersetze frei den Abstract ins Deutsche. Achten Sie auf die Abwesenheit der verstaubten feministischen Ideologie, welche das Geschlechterverhältnis seit Jahrzehnten verpestet.

Das modale Alter der Opfer ist 15 Jahre. Dies gilt unabhängig vom Alter oder Geschlecht des Täters oder Geschlecht des Opfers. Heranwachsende sind aufgrund ihrer sexuellen Attraktivität, Verletzlichkeit und ihres Ausgeliefertseins besonders gefährdet. Heranwachsende sind in absoluten Zahlen gleichauf mit Frauen hinsichtlich der Opferzahl. Das Muster legt die Vermutung nahe, dass die ungleiche Verteilung von Männern und Frauen bei sexuellen Angriffen, sich aus der männlichen Sexualität und nicht aus einer mysoginen Haltung erklärt.

Wenn man koinzidiert, dass Männer aufgrund ihrer biologisches Verfasstheit mehr sichtbare Vergewaltigungen begehen unabhängig vom Geschlecht des Opfers (mehr Männer werden vergewaltigt als Frauen), so folgt daraus also nicht, dass es sich um eine Machtinstrument gegenüber Frauen handelt. Die Frauen-Opferzahl ist einfach zu gering im Verhältnis zu Heranwachsenden und Männern. Da die meisten Vergewaltigungen in Gefängnissen vor sich gehen und zwar von Männern gegen Männer (diese Zahl übertrifft die Vergewaltigungen von Frauen), stellt sich vielmehr die Frage, ob diese „rape culture“ nicht ein Ausfluss der Diskriminierung von Männern und nicht ein Merkmal der Diskriminierung von Frauen ist. Über 90% der Gefängnisinsassen sind Männer. Genderisten, die ansonsten jeden Furz (im buchstäblichen Sinne, denn es gibt eine Studie über das geschlechtsabhängige Furzen) nach gender-Kriterien analysieren, entdecken in der Schiefverteilung (95% Männer ggü. 5% Frauen in den Gefängnissen) keine Diskriminierung von Männern. Das, was der Feminismus als Diskriminierung der Frau seit über hundert Jahren beschreibt, kann von einem anderen Standpunkt als Diskriminierung der Männer seitens eines überbordenden Gynozentrismus gedeutet werden. Es gibt sogar Stimmen, die die beiden Weltkriege aus diesem Ungleichgewicht zugunsten der Frauen erklären und sich auf die zeitliche Korrelation der Suffragetten mit dem ersten Weltkrieg beziehen. Diese Perspektive ist jedoch vollkommen verschüttet und mit feministischer Opferrhetorik zugeschleimt.

Stellen Sie sich vor, wie lebten in einer Gesellschaft mit folgender Ideologie:

Frauen, gerade wenn sie alleinerziehend sind, haben einen im Vergleich zu Männern viel größeren Einfluss auf die Erziehung von Kindern. Da die Geschlechtsstereotype sozial konstruiert sind, ist die Mutter zum großen Teil für deren Entstehung verantwortlich. Sie nutzt ihre Machtposition aus, um diese Stereotype zu Ungunsten der Männer zu verstärken. Die Gewalt in der Gesellschaft ist ein Abbild der Gewalt, die Frauen in der Erziehung und dies ganz besonders in der Erziehung von Jungen, praktizieren.

Um diese Machtausübung der Mütter zu beweisen und die Mütter schlecht aussehen zu lassen, produziere ich (empirisch belegte) Schlagzeilen wie:

Kindesmissbrauch: Fast 71% von Müttern begangen! Kindstötungen zu 71% von Müttern durchgeführt!

So macht es der Feminismus seit Jahrzehnten mit den Männern. Sie schreiben ganz analog:

99% der vergewaltigten Frauen wurden von Männern vergewaltigt!

Was sagt dieser Satz? Dass Frauen keinen Penis haben, um Frauen zu vergewaltigen?

Die Studie von NIPSVS hat Vergewaltigung als Eindringen gegen den Willen des Bedrängten definiert. Würde man Vergewaltigung anders definieren, nämlich als „forced envelopment“, dann wären über 80% der Vergewaltiger Frauen. Warum zitieren Sie nicht auch den folgenden Satz in der Studie:

79,2% der vergewaltigten Männer wurden von Frauen gezwungen, mit dem Penis jemanden zu penetrieren!

Hört sich doch dramatisch an.

Wie verhält sich die Aussage, dass 99% der Frauen von Männern vergewaltigt wurden, zum empirischen gesicherten Befund, dass die gewalttätigsten Beziehungen lesbische Beziehungen sind? Wenn Lesben, also Frauen, die gewaltigsten Beziehungen pflegen, also viel gewalttätiger als hetero- oder homosexuelle Männer sind, wieso werden hier keine Vergewaltigungen festgestellt? Ist die Definition von Vergewaltigung zu Ungunsten der Männer vorgenommen? Wie verhält sich diese Aussage zum empirisch gesicherten Ergebnis, dass Frauen und Männer zu gleichen Teilen gegeneinander sexuell übergriffig sind?

Das interessiert Sie nicht. Sie sind auf den männerabwertenden Effekt aus. Es interessiert sie nicht, dass mehr Männer als Frauen vergewaltigt werden. Es interessiert sie nicht, dass Frauen in gleichen Teilen Männer belästigen wie umgekehrt. Absolute Zahlen ignorieren Sie, wenn relative Zahlen mehr Erfolg versprechen, um den erwünschten Effekt zu erzielen.

Elaria 10.09.2015 | 15:18

Was erhoffen Sie sich von dieser Diskussion? Sie ignorieren alle Fakten, sprechen von angeblich empirisch belgten Befunden und machen sich die Welt wie sie ihnen gefällt. Das ist schön für sie, aber warum dann überhaupt diskutieren? Erwarten Sie bitte nicht das Andere diesem teilweise gefährlichen Unsinn zustimmen. Entgegen ihrer Meinung holen Feministinnen den Mann in das Boot und glauben daran, das Männer vernunftbegabte Menschen und nicht nur von Instinkten gesteuerte Wesen sind. Negative Rollenbilder und Schuldzuweisungen schädigen beide Geschlechter.

quellwerk 13.09.2015 | 09:14

Um Sie als in der Materie feststehenden Diskussionspartner wahrnehmen zu können, hätten Sie statt der Behauptung, ich ignoriere alle Fakten, deren Falschheit nachweisen müssen. Der Hinweis, ich schriebe Unsinn ist eher ein Zeugnis Ihrer Hilflosigkeit. Ihre These, der Feminsmus wolle den Mann ins Boot holen, wird durch die Empirie widerlegt, weil überall dort, wo Männer und Jungen Nachteile haben, der Feminismus schweigt. Ihr Satz, Sie glaubten daran, dass Männer Menschen sind, noch dazu vernunftbegabte, impliziert, dass Sie es nicht wissen, sondern darauf hoffen, ihn von den Instinkten, die ihn steuern, befreien zu können.

balsamico 13.09.2015 | 10:01

Auch diese Veränderungen in der Arbeitswelt bringen eine Flexibilisierung der Geschlechterrollen mit sich. Also nicht nur neue Geschlechterrollen machen die Familie „kaputt“ – wie Maskulisten es ausdrücken würden –, sondern auch eine veränderte Arbeitswelt.

Die Arbeitswelt konnte sich nur deshalb zum Nachteil beider Geschlechter verändern, weil es die sog. Hausfrauenehe so gut wie nicht mehr gibt. Daran ist natürlich nicht der Feminismus schuld. Aber der Feminismus hat das Problem ebensowenig gesehen oder wollte es ebensowenig wahrhaben wie die Maskulisten. Lachende Dritte sind die sog. Arbeitgeber. Denn da die Frauen - woran unter Gleichberechtigungsaspekten nichts auszusetzen ist - mit den Männern um Arbeitsplätze konkurrieren, können die Arbeitgeber nun beiden Geschlechtern einen Teil der ihnen zustehenden Arbeitsvergütung vorenthalten; den Frauen - per saldo - mehr als Männern, und womit man den einträglichen Konflikt am Köcheln hält. Sollen doch die Frauen für gleichen Lohn auf die Barrikaden gehen. Dann kriegen es die Männer eben abgezogen. So einfach ist das. Männer und Frauen beschauen ihre jeweiligen Nabel - und die sog. Arbeitgeber lachen sich ins Fäustchen.

mister-ede 14.09.2015 | 00:04

Und Mädchen sind beim 100-Meter-Lauf langsamer. Nur dort wird dann extra mit den Noten drauf eingegangen. Insofern muss es dann aber auch einen Notenbonus für Jungs z.B. in Mathe geben, weil diese armen Kerle einfach nicht so leistungsfähig sind.

https://publixphere.net/i/publixphere-de/proposal/1862-MisterEde_Leichterer_Zugang_zu_Gymnasien

Danke für Ihr Eigentor, das Sie geschossen haben, weil Sie meinen Kommentar schlicht und ergreifend nicht verstanden haben.