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70 Jahre Präsenz der USA im Nahen Osten 1933 - Abdel Aziz Ibn Saoud Saudi-Arabien wird zum ersten Alliierten der USA in Nahost. Nachdem die Gesellschaft Aramco - sie wird von mehreren ...

1933 - Abdel Aziz Ibn Saoud


Saudi-Arabien wird zum ersten Alliierten der USA in Nahost. Nachdem die Gesellschaft Aramco - sie wird von mehreren US-Ölfirmen kontrolliert - 1933 mit der Ausbeutung saudischer Ölfelder begonnen hat, wird 1945 ein »strategischer Pakt« zwischen Präsident Roosevelt und dem saudischen König Abdel Aziz Ibn Saoud geschlossen - er gilt bis heute.

1953 -Sturz Mossadeghs


Weil er die nationale Erdölwirtschaft verstaatlicht hat, wird der iranische Premier Mossadegh im August 1953 durch einen vom US-Geheimdienst inszenierten Putsch gestürzt und das Schah-Regime restauriert.

1955 - Bagdad-Pakt


Geführt von London und Washington schließen die irakische Monarchie und die Türkei einen Vertrag über Stabilität und Sicherheit, dem auch Iran und Pakistan beitreten. Dieser Bagdad-Pakt ist ein Appendix der NATO und gegen die UdSSR gerichtet - er zerfällt nach wenigen Jahren.

1956 - Suez-Krise


Ägyptens Präsident Nasser verstaatlicht den Suez-Kanal, daraufhin beginnen Briten, Franzosen und Israelis mit einer bewaffneten Invasion. US-Präsident Eisenhower lehnt amerikanische Hilfe ab.

1958 - Marines in Beirut


Nach der Bildung einer Vereinigten Arabischen Republik zwischen Ägypten und Syrien erschüttert ein Aufstand arabischer Nationalisten den Libanon. Als im Juli 1958 die irakische Monarchie gestürzt wird, bittet Libanons christlicher Präsident Chamoun um das Eingreifen der USA. Durch die Entsendung von Truppen kommt es zur ersten direkten US-Intervention in der Region.

1967 - Strategische Allianz


Während des Sechs-Tage-Krieges zwischen Israel und der arabischen Front aus Ägypten, Syrien und Jordanien erklärt US-Präsident Johnson Israel zum »strategischen Partner« der USA.

1970 - Rogers-Plan


Die USA schlagen durch eine Initiative von Außenminister Rogers erstmals einen Abzug Israels aus den besetzten arabischen Gebieten vor, sofern die arabischen Staaten das Existenzrecht des israelischen Staates anerkennen. Die Initiative scheitert.

1978 - Carters Camp David


US-Präsident Carter vermittelt im September 1978 einen Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten (Camp-David-Abkommen), der zu einem Rückzug der israelischen Armee von der Sinai-Halbinsel führt.

1988 - Iran-Fiasko


Nach dem Sturz des Schah-Regimes 1979 geht den USA ein zuverlässiger Alliierter verloren. Im 1980 beginnenden Irak-Iran-Krieg wird erst Bagdad unterstützt, dann Teheran und letztlich wieder Bagdad.

1991 - Neue Weltordnung


Nach der Invasion des Irak in Kuwait (August 1990) bilden die USA eine breite Koalition gegen Saddam Hussein und führen mit der Operation Wüstensturm (Januar - März 1991) einen ersten Krieg gegen den Irak.

2000 - Clintons Camp David


Das Oslo-Abkommen leitet 1993 einen Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern ein. Dessen finale Phase scheitert im Juli 2002 bei einem Treffen zwischen Yassir Arafat und Ehud Barak in Camp David (USA), als unter dem Patronat von Präsident Clinton keine Einigung zustande kommt. In den Autonomie-Gebieten bricht erneut eine Intifada aus.

2002 - Achse des Bösen


Präsident Bush erklärt nach den Anschlägen am 11. September 2001 die beiden nahöstlichen Staaten Irak und Iran neben Nordkorea zur »permanenten Gefahr« für die USA und zum Teil einer »Achse des Bösen«.
00:00 18.04.2003

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