Jürgen Todenhöfer
Ausgabe 1417 | 11.04.2017 | 06:00 13

Bombardieren ist einfacher

Irak Bei der Schlacht um Mossul nimmt die Anti-IS-Allianz auf Zivilisten wenig Rücksicht. Ein Augenzeugenbericht

Als ich vor zwei Jahren zusammen mit meinem Sohn den Islamischen Staat besuchte, besaßen wir eine Sicherheitsgarantie des „Kalifen“, wie sich der selbsternannte Führer des IS nannte. Diesmal schützt uns in Mossul nichts Vergleichbares. Entsprechend metallhaltig war der Empfang. Je näher wir den Stellungen des IS kamen, desto heftiger wurden die Angriffe. Immer wieder hörten wir das Einschlagen von Granaten, das Rattern von Maschinengewehren. Die irakischen Spezialkräfte, die uns begleiteten, sind diesen Höllenlärm gewöhnt.

Mitten in der umkämpften Stadt treffen wir an einem durch Humvees und Panzer gesicherten Gebäude US-Soldaten in irakischen Uniformen und schiitische Militärs ohne Hoheitszeichen. Ein irakischer Offizier – oder war es ein Amerikaner in irakischer Uniform – sagte mir lachend: „Hier gibt es Dinge, die gibt es. Und Dinge, die gibt es nicht, auch wenn Sie sie noch so genau beschreiben. Krieg ist ein Schattenreich.“ Auf einer trotzdem sonnigen Dachterrasse sitzen US-Offiziere an ihren Computern. Sie koordinieren mithilfe von Luftaufnahmen die Bombenangriffe der Anti-IS-Allianz und legen die Ziele fest. Eines davon dürfte für die US-geführte Koalition die Eroberung des Gebietes um die Al-Nuri-Moschee sein. In diesem Gotteshaus hatte der „Kalif“ einst seine einzige öffentliche Rede gehalten. Dieses IS-Symbol will die Koalition möglichst bald erobern. Mit der üblichen Strategie?

Goldene Division

Werden US-Bomber wieder ganze Straßenzüge plattmachen und vor allem Zivilisten töten? Und erst dann Spezialeinheiten schicken, die den Rest erledigen? Oder wird die US-Führung irgendwann anfangen, so wie es das Völkerrecht verlangt, die Zivilbevölkerung zu schonen und gleich auf Sonderkommandos setzen? Mein Optimismus hält sich in engen Grenzen. In jedem Fall werden die Gefechte heftiger und schwieriger. In den engen Straßen und Gassen Westmossuls kennen sich die IS-Kämpfer aus. Die Hälfte stammt von hier.

Am härtesten trifft die Brutalisierung des Krieges die Zivilbevölkerung. Was haben diese Menschen, mehrheitlich Sunniten, in den vergangenen Jahrzehnten alles erdulden müssen! Über zehn Jahre lang die mörderischen Sanktionen des Westens, dann im März 2003 George W. Bushs Lügenkrieg, danach die schroffe konfessionelle Diskriminierung durch die weitgehend schiitische Regierung des Premiers Nuri al-Maliki, dann den mittelalterlichen IS-Terrorismus und nun die „Befreiungs-Bomben“ der US-geführten Koalition. Wie aus Augenzeugenberichten hervorgeht, starben bei der im Oktober begonnenen Schlacht um Mossul bereits 10.000 Zivilisten, dazu kommen etwa 2.000 getötete Kombattanten des IS. Die abweichenden Zahlen der US-Regierung halten die Menschen für Propaganda.

Es gab Alternativen zu diesen Bombenkriegen. Vor zwei Jahren schlugen Führer der sunnitischen Opposition des Irak dem Weißen Haus vor, es ihnen zu überlassen, den „sunnitischen IS“ auszuschalten. Militärisch und ideologisch. Relativ schnell sogar. Einzige Bedingung: Sie wollten im politischen Leben ihres Landes die gleichen Rechte wie die schiitische Mehrheit. Das Weiße Haus fand das zu mühsam. Bombardieren war einfacher.

Wir sprechen Abdel Ghani al-Assadi, den Chef der Anti-Terror-Einheiten der irakischen Armee. Gut gelaunt erklärt der jovial auftretende Generalmajor die Strategie seiner Goldenen Division. Er sei zuversichtlich, dass der IS in Mossul bald geschlagen werde. Obwohl die Terroristen professionell ausgebildet und gut finanziert seien. Von Mächten, die jeder kenne. Mit dem Islam hätten die allerdings nichts zu tun. Mit einem Humvee der Goldenen Division geht es weiter. Soldaten bringen uns in die oberste Etage eines ausgebombten Hochhauses. Durch Mauerschlitze haben zwei Scharfschützen IS-Stellungen ins Visier genommen. Einer im Liegen, einer im Sitzen. Regungslos warten sie auf den richtigen Moment. Sie wissen, er wird kommen. Durch die Schießscharte sehen wir, vieleicht einen Kilometer entfernt, das schiefe Minarett der Al-Nuri-Moschee. Hier wie anderswo erinnern die Verwüstungen in West-Mossul an das zerstörte Ost-Aleppo, das wir vor wenigen Wochen besucht hatten. Wie kommt es, dass Aleppo täglich die Schlagzeilen beherrscht hat, über Mossul aber viel weniger berichtet wird? Als wir die Front im Viertel Al-Jadida erreichen, suchen Helfer gerade nach den verschütteten Opfern eines US-Angriffs, bei dem über 200 Zivilisten getötet wurden. Obwohl Bilder des Massakers nach draußen gelangen, hält sich der Aufschrei im Westen in Grenzen. Es waren ja nicht Russen, die Bomben abwarfen.

Keine Gnade

Am nächsten Tag sind wir im befreiten Ost-Mossul. Vom Westen der Stadt hallt der übliche Schlachtenlärm herüber. Auch in dieser Gegend sehen wir unzählige Zerstörungen, wenn auch weniger als im westlichen Teil Mossuls. Doch alle Gebäude, die wir hier bei unserer IS-Recherche vor zwei Jahren besucht hatten, sind zerstört – das Gerichtsgebäude, die Polizeistation, aber nicht nur diese Bauten allein. Im Keller des total zerschmetterten zentralen Krankenhauses verwesen die Leichen zweier IS-Kämpfer. Streunende Hunde umkreisen sie. Zwischen den herausgeschleuderten Trümmern vor dem Hospital suchen zwei Kinder nach irgendetwas. Vielleicht nach Dingen, die sie verkaufen können, um ihre Familien zu ernähren.

In einer Nebenstraße, in der fast ein Dutzend Polizei- und Militärfahrzeuge warten, sehen wir, wie drei IS-Verdächtige gefesselt und mit verbundenen Augen aus einem Haus gezerrt und in ein Auto gestoßen werden. Mein Sohn filmt den Vorgang, bis ihm Polizeikräfte die Batterie seiner Kamera entreißen. Ich kann ein paar Minuten mit den jungen Gefangenen sprechen, die in Todesangst in ihren Sitzen zusammengesunken sind. Sie sagen, sie seien unschuldig. Möglicherweise sind sie es auch. Sie werden es vielleicht nicht mehr lange behaupten können. Dieser Krieg kennt keine Gnade.

Neun weitere angebliche IS-Kämpfer und Kollaborateure werden gefesselt und mit verbundenen Augen auf die Straße geführt. Darunter zwei ältere Männer. Auch ihre Augen sind mit einer Binde bedeckt. Eine verschleierte alte Frau weint: „Warum nehmt ihr mir meinen Mann, meine Kinder?“ Ein Polizist prügelt mit seinem Metallstock auf die Gefangenen ein. Plötzlich entlädt sich die angestaute Spannung der Sicherheitskräfte uns gegenüber. Ein wildes Stoßen, Zerren, Brüllen beginnt. Ein Offizier wirft sich dazwischen. Grölend ziehen die Sicherheitskräfte mit ihren Gefangenen ab.

Etwa 2.000 IS-Kämpfer soll es in West-Mossul noch geben. Bekämpft werden sie von einer 68-Staaten-Koalition und über 100.000 Mann. Natürlich wird dieser Rest Mossul nicht halten können. Viele werden sterben, was sie angeblich ja immer wollten. Es wird auch solche geben, die entkommen und sich vorerst retten können. Bei der Rückeroberung von Tikrit, Baidschi, Falludscha und Ramadi war es nicht anders. Mit Geld geht fast alles. Der IS wird im Irak und in Syrien seinen „Staat“ verlieren, als Terrororganisation jedoch weiterleben.

Aus den vielen tausend entkommenen Terroristen und unzähligen jungen Irakern, die sich ihnen jetzt anschließen, weil sie alles verloren haben, wird eine neue Generation von Terroristen entstehen. Nicht minder gefährlich als der Islamische Staat. Als „Schläfer“ werden sie in den Vorstädten und in schwer zugänglichen Wüstenregionen auf andere Zeiten warten. Wie 2007, als sie in der irakischen Provinz Al-Anbar schon einmal angeblich vernichtend geschlagen wurden. Allein in Ost-Mossul soll es bereits über 500 Schläfer geben. Der 2001 begonnene „Anti-Terror-Krieg“ des Westens hat immer wieder nur neue Terroristen gezüchtet.

Auch in der mutmaßlich letzten Phase der Schlacht um Mossul bleibt die Brutalität des IS grenzenlos. Es kommt während unseres Aufenthaltes im „befreiten“ Ost-Mossul zu einem seiner hinterhältigen Bombenanschläge. Man beklagt über zehn Tote und mehr als 20 Verletzte, ausnahmslos Zivilisten. Wir besuchen die Verletzten im Krankenhaus. Der Vater eines kleinen Mädchens mit schweren Kopfverletzungen weint verzweifelt. Wir nehmen ihn in die Arme. Wie können sich diese Mörder „Gotteskrieger“ nennen? Auf der Intensivstation wälzt sich ein kleiner Junge im Todeskampf. Getroffen von einer der Bomben eines US-Jets – beim „Verteidigen der Werte der westlichen Zivilisation“.

Deutschland ist bei diesem barbarischen Krieg mit dabei. Kaum ein deutscher Politiker schämt sich der Dummheit und Unmenschlichkeit der Bombardements. Man kann die Vereinigten Staaten offenbar bei der Zerstörung der muslimischen Welt nicht alleinlassen. Verlogener Krieg, verlogener Terrorismus!

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 14/17.

Kommentare (13)

Rafaela 11.04.2017 | 07:15

Auf welchen moralischen Stufen "der Westen" und "die Terroristen" stehen, ob gar gemeinsam auf derselben, sei mal dahingestellt. Stellt man aber die Frage "Wer hat's erfunden?", versteht man immer besser, warum viele Muslime angesichts der USA als "westlicher Führungsmacht" häufig nur noch vom "Großen Satan" sprechen.

"Wir" ("der Westen") hätten wirklich die Macht und die Mittel, solche Massenmördereien gar nicht erst aufkommen oder gar ausufern zu lassen (Wer wenn nicht wir?). Es ist evident, dass wir das Gegenteil tun. -Sind wir der "Große Satan"?

Paria 11.04.2017 | 11:51

„Wir“, soll heißen die Herrschaften, die vorgeben, in unserem Namen zu handeln, besitzen besagte Macht und Mittel jedoch nur, weil sie sich unablässig um die Verbreitung und das Gedeihen dieser, wie Sie es nennen, Massenmördereien bemühen. Ohne Massenmördereien kein Zugriff auf die Ressourcen fremder Länder, kein Phantasiegeld, keine Spekulation und keine Macht. Natürlich könnte „Der Westen“ von seinen Ansprüchen auf Weltdominanz zurücktreten, könnte sich um die Gesundung seiner Wirtschaft und Gesellschaft scheren, anstatt andere auszubeuten. Er könnte sogar darauf vertrauen, dass ohne seine aktive Beförderung von Krieg, die Welt ein friedlicherer Ort wäre. Nur was machten dann all jene Herrschaften von morgens bis zum Abend, die ihr gesamtes Sein dem Erhalt des massenmörderischen Ist-Zustands gewidmet haben?

Ja, ich höre schon die Anbeter der „Wertegemeinschaft“: „Assad ist ein blutrünstiger Diktator und Putin ein fieser Autokrat! (Bitte immer mit Ausrufezeichen). Der Westen will doch nur Demokratie verbreiten und macht dabei manchmal ein paar kleine Fehler. Aber „wir“ sind doch die Guten, denn so steht es geschrieben, und was ist mit der Schutzverantwortung und den „humanitären“ Interventionen?

Apropos „Wertegemeinschaft“, in meine Augen gibt es nichts Rassistischeres als die Behauptung der eigenen moralischen Überlegenheit. Selbst wenn die sogenannte „liberale Demokratie“ die einzige menschenwürdige Lebensart darstellte, so sollten es die ominösen Werte doch hergeben, es Andere wenigstens auf ihre Weise versuchen zu lassen ohne ihnen ständig mit der moralischen Keule in der einen und dem Kriegsgerät in der anderen Hand drohen zu müssen. Es sind schon merkwürdige „Werte“, die Toleranz immer nur für die eigenen Überzeugungen - fast hätte ich „zum eigenen Nutzen“ geschrieben – fordern.

Ergo „der Westen“ könnte, kann aber nicht, vor allem nicht aus seiner Haut.

Rafaela 11.04.2017 | 13:37

...Schuldenschnitte für die ärmsten Länder. Bspw. afrikanische Kleinbauern nicht durch protektionistische Landwirschaftssubventionen in die EU-Agrarindustrie um die Existenzgrundlage bringen. Land- und Watergrabbing unterbinden. Die Autorität der UN stärken und das Völkerrecht priorisieren und ausbauen. Anerkennung und Übernahme der Verantwortung "des Westens" für die Tatsache jahrhundertlanger und bis heute stattfindender kolonialer Raubzüge (und auch damit verbundener Völkermorde) als Quelle des relativen materiellen Reichtums; Reparationen. Weltweite, gerechte Verteilung des materiellen Reichtums und der natürlichen Ressourcen. Usw. usf. . (bitte weiter ergänzen/vervollständigen)

G. Lange 11.04.2017 | 19:16

Die westliche Wertegemeinschaft bombt und mordet in Mossul. 10.000 Zivilisten sollen dort seit Oktober 2016 getötet worden sein. Wo bleibt da der Aufschrei der westlichen Mainstream-Medien?

Schlacht um Mosul und das Leiden der Zivilisten
https://www.heise.de/tp/features/Schlacht-um-Mosul-und-das-Leiden-der-Zivilisten-3658599.html

Seit Ende des Zweiten Weltkriegs gab es ca. 248 bewaffnete Konflikte. Die meisten davon (genau 201 Konflikte oder 81 Prozent) liefen mit aktiver US-Beteiligung ab. In diesen Kriegen
wurden über 30 Millionen Menschen, davon rund 90 Prozent Zivilisten, von US-Militärs getötet. Kein anderes Land der Erde kann so eine blutige Bilanz aufweisen wie die USA. Die meisten US-Präsidenten waren Kriegsverbrecher und hätten als solche verurteilt werden müssen. Aber als Herrscher der größten Hegemonialmacht haben sie dies nicht zu befürchten.

Trump lässt die Katze aus dem Sack
https://www.heise.de/tp/features/Trump-laesst-die-Katze-aus-dem-Sack-3644466.html

Rafaela 11.04.2017 | 22:57

...Wohl begründete, möglichst prominente Strafanzeigen gegen, u.a., v.d. Leyen, Merkel, Gabriel auf Grundlage von § 13 VStGB (ehemals § 80 StGB) stellen. Verfassungsklagen gegen Bundesregierung wegen wiederholter Verstöße gegen § 26 GG anstrengen. Massenhafte Strafanzeigen auf Grundlage dieser u.ä. Paragrafen gegen Bundestagsabgeordnete stellen, die verfassungs- und/oder völkerrechtswidrigen Gesetzesvorlagen zustimmen oder die ebensolche Beschlüsse und Erklärungen des BT durch ihr Abstimmungsverhalten (→ http://www.abgeordnetenwatch.de/) mittragen. BT-Wahlkreisabgeordnete in ihrer Sprechstunde zur Rede stellen. Konkret befragen zum Thema. Sich nicht einlullen lassen. Protokollieren. In regionalen Portalen veröffentlichen, vernetzen. Öffentlich-rechtliche Medien nachdrücklich an ihren öffentlichen, verfassungsmäßigen Auftrag erinnern, wann immer das dringend notwendig erscheint. Notfalls Programmbeschwerden verfassen...

...Soweit es der Geldbeutel und/oder die zur Verfügung stehende Zeit zulässt: Emanzipatorische Projekte im unmittelbaren Lebensumfeld - kommunal, regional und digital - unterstützen. Regional essen. Möglichst auf kommerzielle Software/Dienste verzichten. Statt dessen Alternativen möglichst konsequent nutzen. Die Logik der Kapitalakkumulation als "Verbraucher" stören, durchbrechen, wo immer es geht, ohne sich dabei allzu sehr selbst zu verbrauchen...

...Tolerant sein gegenüber Fremden, wissend; alle Menschen sind Menschen - wer komisch riecht/ spricht/ sich bewegt/ redet, hat nicht ein Gen zuviel oder zuwenig, sondern meist & schlicht keine weiteren Möglichkeiten, sich kulturell anpassen zu können, ohne dabei etwas "komisch" zu wirken...

...Krieg ächten, wo es nur geht; immer die Alternativen aufzeigen. Konflikte nicht scheuen; sich strikt verwahren dagegen, Krieg (Mörderei, Schlachtfest) entfremdet als "Konflikt" bezeichnen zu lassen. Als Einzelner, als Wähler, als "Konsument". Andere davon überzeugen. Zuhören. Rechthaberei vermeiden. Offen bleiben. Lernen. Konsequent sein. Linksblinkende Rechtsdreher mit ihrem Verhalten konfrontieren. Maßstäbe einhalten. Maßstäbe verändern. Im Diskurs mit den Beteiligten. Loslassen können zwischendurch...

...Wissen, dass der Kapitalismus mitnichten das alternativlose "Ende der Geschichte" ist, sondern der mögliche Ausgang einer glücklichen Geschichte der "Menschwerdung des Affen"...

...den Vorschlag einer UN-Untersuchung des aktuellen Giftgaseinsatzes in Syrien seriös aufgreifen und diese Untersuchung nach Kräften befördern (→ http://www.deutschlandfunk.de/syrien-putin-verlangt-uno-untersuchung-des-mutmasslichen.1939.de.html?drn:news_id=732221); das dümmlich-gefährliche Geschwafel der G7-Außenminister (ebenda "→") als solches entlarven und anprangern...

(Vorschläge alles. Halbseiden. Grundsätzlich. Ergänzungs- und korrekturbedürftig. -Aber irgendwie muss man ja mal irgendwann anfangen, oder?)

Moorleiche 12.04.2017 | 08:48

Ich finde die Vorschläge schon eher zu konkret und fühle mich da schnell bedrängt. Aber da ist jeder anders und wenn man sein Thema für eine Zeit gefunden hat, dann ist es wohl legitim und richtig, da mit Elan und ein weng missionarisch ranzugehen.

Andere befreien Tiere und essen vegan; wieder andere wollen den Klimaschutz vorantreiben; die Renten sichern; manche fegen "nur" die Straße oder helfen dem Nachbarn.

Da ich glaube, dass der Mensch schon "an sich" hilfreich und gut werden kann, wenn man ihn nicht bedrängt und ihm ein Minimum an Versorgung gewährt, sind die Vorschläge gut, aber es gibt eben auch Faktoren, die in die andere Richtung weisen.

Es ist und bleibt kompliziert.