(K)ein nobler Dienst an der Gesellschaft

Sponsorenkäfig Warum der demokratische Staat eines seiner wichtigsten Selbstverständigungsinstrumente nicht weiter zur Disposition stellen sollte

Ich bin aufgewachsen mit der Gewissheit, dass Literatur und Kunst gesellschaftskritisch zu sein haben, ja dass Kunst und Literatur überhaupt erst durch ihre Gesellschaftskritik wirkliche Kunst und wirkliche Literatur werden. Das galt sowohl für die offizielle Welt wie für die nichtoffizielle, die sich darin komplementär zueinander verhielten.

Klopften wir in der Schule Erzählungen und Gedichte auf ihre kritische Rolle gegenüber Sklavenhaltergesellschaft, Feudalismus und Kapitalismus ab, um unser Jetzt und Hier nur umso nachdrücklicher zu loben, so galt zu Hause das als gut und schön, was sich kritisch auf die DDR-Gegenwart anwenden ließ.

Mit dreizehn Jahren machte mir die Biermann-Affäre klar, dass ein paar Gedichte und Lieder einen Staat ins Wanken bringen können. Jedes Wort war wichtig. Und so ging es bis in den Herbst 1989. Man rief: Die Mauer muss weg und die Mauer ging weg, die Staatssicherheit muss weg und die Staatssicherheit ging weg, die DM soll her und die DM kam.

Nach ein paar Flugblättern und dem Informationsblatt des Neuen Forums Altenburg gründete ich mit Freunden eine Wochenzeitung, weil wir die Demokratisierung begleiten wollten. Gegen unseren Willen wurden wir Unternehmer, weil es niemanden gab, der uns finanziert hätte. So lernten wir schon vor der Währungsunion, dass wir schreiben konnten was wir wollten, wenn es sich nur rechnete. Das war - eine ungeheuerliche Erfahrung: Unsere Existenz hing nicht mehr davon ab, welche Ideen wir wie mutig oder listig vertraten, sondern wie viele Exemplare wir verkauften. Ich habe im Frühjahr 1990, da war ich 28, zum ersten Mal wirklich über Geld nachgedacht.

Es machte den Eindruck, als sei man aus einer Welt der Worte in eine Welt der Zahlen gekommen, in der Worte gegenüber Sachzwängen wirkungslos bleiben.

So wie im Osten die Worte die Zahlen verdeckt haben, so verdecken heute die Zahlen die Worte. Der Osten ging daran zugrunde, dass mein Bekenntnis wichtiger war als meine Leistung, dass sich jede Ware einem politischen Entschluss verdankte. Es gab keine Balance, keine gleichberechtigte Beziehung zwischen Politik und Ökonomie. Im Westen, für uns hier und jetzt, wird es gefährlich, weil das Streben nach Effektivität, Gewinn und Marktbeherrschung immer weniger politisch beeinflussbar erscheint.

Zugleich wird jedes Wort, ob ich das will oder nicht, selbst zur Ware gemacht. Dass ich hier stehe und zu Ihnen spreche, setzt mich dem Verdacht aus, meinen Marktwert erhöhen zu wollen, was mir natürlich genausogut misslingen kann und ich dadurch an Marktwert verliere.

Sie kennen wahrscheinlich das Bonmot, dass man vor 1989 alles über seinen Chef sagen konnte aber nichts über den Generalsekretär der SED, jetzt darf ich alles über den Kanzler oder die Kanzlerin sagen, aber nichts mehr über meinen Chef.

Was bedeutet Gesellschaftskritik, wenn ich alles über die Kanzlerin sagen darf aber nichts mehr über meinen Chef, was bedeutet Gesellschaftskritik, wenn sich auch meine Kritik in Marktwert (sei es Gewinn, sei es Verlust) umrechnen lässt.

* * *

Dass mein Marktwert nicht sonderlich hoch ist, merke ich vor allem daran, dass es schwer für mich ist, mit meinem Chef ins Gespräch zu kommen.

Das liegt nicht nur daran, dass wir uns selten begegnen. Selbst auf Reisen benutzen wir für gewöhnlich unterschiedliche Klassen. Schwierig ist es vor allem deshalb, weil mein Chef der Überzeugung ist, es gäbe eigentlich nichts zu bereden. Zudem hätten wir doch schon gemeinsam in zwei Talk-Shows gesessen, im Grunde sind wir uns doch einig, oder etwa nicht?

Ich sage, dass wir mal grundsätzlich miteinander reden sollten.

Was heißt denn grundsätzlich? Will er wissen.

Na eben über die neuen Selbstverständlichkeiten, über grundsätzliche Fragen, sage ich.

Er fragt nach Beispielen.

Ich sage, dass ich in der Talk-Show zur Gesundheitsreform zwar erwähnte, dass es eine Zweiklassenmedizin gibt, jedoch keine Gelegenheit fand oder auch nicht den Mut hatte oder zumindest nicht die Geistesgegenwart aufbrachte, die Frage zu stellen, ob dies vielleicht damit zusammenhängt, dass Ärzte Unternehmer sein müssen. Ja, warum müssen Ärzte Unternehmer sein, das ist doch nicht nur unmoralisch, das ist doch auch gefährlich für Patienten und für die Kassen.

Er sieht mich an und lächelt. Das sei schon immer so gewesen und unser Gesundheitswesen brauche sich nun wirklich nicht zu verstecken.

Als ich beginne, von der Polyklinik zu erzählen, winkt er ab.

Oder nehmen sie die Bahn, versuche ich es wieder. Warum muss die Bahn privatisiert werden, warum kann die Bahn nicht zu einer ökologischen Alternative ausgebaut werden?

Weil Wettbewerb für den Kunden gut ist, sagt mein Chef, das würde ich doch bei der Telekom sehen.

Sie meinen, frage ich, dass der Wettbewerb die ökologische Alternative schafft?

Er habe gesagt, gut für die Kunden.

Und warum soll eine Bahn, die nicht dazu verdammt ist, höchstmöglichen Gewinn zu machen, teuerer sein?

Das funktioniert doch alles nicht. Das hätte ich doch im Osten gesehen, sagt mein Chef.

Was hat denn das jetzt mit dem Osten zu tun? Will ich wissen.

Ob wir wirklich darüber reden müssten, sagte er leicht genervt, welches System das effizientere und erfolgreichere sei.

Ich will ja über dieses effizientere, erfolgreichere System reden, sage ich.

Worauf wolle ich denn hinaus, fragt er leicht ungehalten.

Dass wir gemeinsame, aber auch unterschiedliche Interessen haben.

Er grinst. Er wisse, was jetzt komme. Jetzt werde ich ihm gleich sein Streben nach Gewinn vorhalten.

Was heißt vorhalten, sage ich. Wir sollten nur versuchen, die Dinge beim Namen zu nennen.

Und?

Ich sage, dass es an der Zeit wäre, endlich wieder das Wort Maximalprofit in unseren Wortschatz aufzunehmen.

Jetzt habe ich ihn verletzt. Jetzt hält er mir einen Vortrag der damit endet, dass ich ja mein Geld auch so Gewinn bringend wie möglich anlegen würde.

Das ist ein Problem, da haben Sie Recht, sage ich. Auch wenn wir sicher von recht unterschiedlichen Investitionen sprechen, entstehen selbst für mich ähnliche Probleme wie für ihn. Was macht man, wenn man bei der Altersvorsorge, der Riesterrente von seiner Versicherung den Satz unter die Abrechnung gedruckt bekommt: "Ethische, soziale und ökologische Belange berücksichtigen wir bei der Verwendung von eingezahlten Beiträgen und staatlichen Zulagen nicht speziell." Man weiß schon, was man von dem Euphemismus "nicht speziell" zu halten hat.

Im schlimmsten Fall, sage ich, verabscheue ich etwas, das mir die Rente sichert.

Denken Sie immer an das Kalb, wenn Sie Leberwurst essen, fragt er.

Nein, sage ich, das versuche ich so gut es geht zu verdrängen.

Warum verdrängen, lacht er. Auch im Schlachthaus gelten Gesetze, gute Gesetze. Nein, nein, mein Versuch, die Wirtschaft für alles Elend und allen Missstand verantwortlich zu machen, ziehe nicht mehr. Außerdem habe er die Regeln auch nicht gemacht.

Genau, sage ich, das ist das Stichwort, ich will über die Regeln sprechen. Am besten noch darüber, wer die Spielregeln macht.

Die Spielregeln schreibt uns der Markt, schreibt uns die Welt vor, sagt mein Chef, ob mir das nun gefalle oder nicht. So einfach will ich ihn aber nicht davon kommen lassen.

Hören Sie, sagt er da schon, wir verlieren uns hier im Allgemeinen. Da er gleich zu einem Meeting müsse, wolle er vorher noch gefragt haben, ob ich nicht etwas Spezifisches zu sagen habe. Ich hätte doch einmal verkündet, dass es nirgendwo so gut sei für Schriftsteller wie in Deutschland, die Literaturhäuser, die Stipendien und Preise, die Kultur der Lesereisen. Er habe sich damals über mich gefreut, wir in Deutschland loben uns viel zu wenig. Tue Gutes und rede darüber, das sei seine Meinung.

Ich muss wohl etwas abwesend gewirkt haben, ich war noch bei den Spielregeln, und bei dem Gedanken, dass Spielregeln schließlich von Menschen gemacht werden. Er interpretierte mein Schweigen jedoch anders.

Ach, rief er, da habe ich ja wieder etwas gesagt, nun kucken Sie nicht so konsterniert, Sie und ihr Preis, ihre Sponsorenphobie, haha, da haben sie sich ja ein Dinge geleistet, mein Lieber.

Nicht schon wieder, denke ich und sage, dass ich gern weiter über Spielregeln sprechen würde.

Ich solle nicht kneifen, sagt mein Chef. Schließlich sei er es gewesen, der die Anzeige in der Zeit bezahlt habe: Kultursponsoring - der noble Dienst an der Gesellschaft.

Ich will das nicht alles wiederholen sage ich, es ist nur unangenehm, wenn man einen Preis erhält, der den Namen eines Bundeslandes trägt, aber von Deutschlands größtem Stromkonzern bezahlt wird. Nicht nur, dass ich mich ungefragt zum Werbeträger umfunktioniert sah, ich muss mich, ob ich das will oder nicht, mit dem Konzern beschäftigen, der bei Rekordgewinnen erneut die Strompreise erhöht, so dass allein aus den Erhöhungen, die man bei 90 Familien (Eltern und zwei Kinder) im Jahr abkassiert, sich dieser Preis finanzieren ließe.

Immer noch besser, sagt er, die geben ihr Geld dafür aus als für Häppchen beim Sektempfang, oder?

Mein Problem, wiederhole ich, sind ja nicht die Betriebe, sondern wir, die wir das zulassen. Natürlich entsteht Abhängigkeit. Selbst wenn ich mir von einem Freund tausend Euro auch nur borge, bin ich ihm gegenüber nicht mehr frei. Wenn der demokratische Staat nicht genug Geld hat, dann muss er entweder die Gesetze ändern, damit er wieder seiner Verantwortung gerecht werden kann. Oder er stellt sich selbst in Frage.

Machen Sie da nicht ein bisschen viel Wind um ihre sensible Seele? Können sie das Geld nicht einfach einstecken, den guten Willen dahinter sehen und ihr Ding weitermachen? Sagt mein Chef.

Jetzt war wohl ich mit einem Vortrag dran: Kunst, ganz gleich in welcher Form, hat immer mit Vergegenwärtigung zu tun, räumlicher und zeitlicher, sagte ich. Wenn ich eine Geschichte lese, merke ich sehr bald, ob mir darin die Welt im Wassertropfen gezeigt wird oder nicht. Beispielsweise erscheint mir eine Figur, von der ich nicht erfahre, wie sie ihr Geld verdient, fragwürdig. Ich brauche zumindest eine Andeutung, der ich entnehme, dass sie von einer Erbschaft lebt oder von ihrer Arbeit als Lokführer. Denn für alle Leute die ich kenne, ist die Frage mehr oder minder zentral: Wie verdiene ich mein Geld. Das will ich natürlich auch von der Figur wissen.

Als Leser geht es mir auch darum, dass ich mit meinen Erfahrungen nicht allein bleibe, mit Erfahrungen, die eben nicht in einem Gespräch oder einer wissenschaftlichen Analyse ausgedrückt werden können, sondern nur in einem Gedicht, einem Roman. Es geht also um eine Selbstverständigung, für mich, für andere, für die Gesellschaft.

Mein Chef lächelt ein wenig amüsiert, aber er nickt.

Ich gehe aus unterschiedlichen Gründen in ein Konzert, in eine Ausstellung, zu einer Lesung, fahre ich fort. Ich erhoffe mir Anregung, Trost, Irritation, Bestätigung, ich will auf andere Gedanken kommen. Was auch immer es sein mag, ich weiß jedenfalls, was ich nicht will: nämlich Werbung. Wenigstens an dieser Stelle, sei es im Konzerthaus oder einer Ausstellung, möchte ich unbehelligt bleiben von den Avancen der Verkäufer.

Aber ohne diese Werbung, sagt er lächelnd, gäbe es ihr Konzert oder ihre Ausstellung vielleicht gar nicht.

Lassen Sie mich ausreden, bitte ich ihn. Als ich in Venedig den Deutschen Pavillon auf der Biennale sah, war das erste, das ich wahrnahm. Gesponsert von der Deutschen Bank. Ob sie es wahrhaben wollen oder nicht, mich überfiel sofort lähmende Langeweile. Ganz gleichgültig, was ich dort drin sehen würde, ob es mir gefallen würde oder nicht, es bleibt vor allem eines: Bank-Werbung. An der Stelle, an der ich Kunst erwartete, treffe ich auf Geschäftsinteressen.

Ganz abgesehen von der Zumutung für die Künstlerin, die nolens volens zur Werbeträgerin der Bank wird, ist auch das, was im Pavillon stattfindet, von vorn herein paralysiert. Denn wenn Kunst, wie gesagt, Vergegenwärtigung bedeutet, wenn es ums Grundsätzliche geht, dann muss auch diese Bank befragt werden und gegebenenfalls in Frage gestellt werden können.

Mein Chef lacht auf. Er lacht so laut, dass ich erst mal nicht weiterreden kann.

Wenn in so einem Pavillon Kunst überhaupt noch gelingen soll, sage ich sehr laut, dann bestünde sie darin, sich dieses Sponsors zu entledigen, sich gegen diese Vereinnahmung zu schützen. Jedes Kunstwerk, das ohne diese Sponsoraufschrift auskommt, ist beeindruckender als alles, was in so einem Sponsorenkäfig gezeigt wird.

Mein Chef schüttelt den Kopf.

Was würde passieren, wenn an einem Kunstpavillon das Logo einer Partei kleben würde. Undenkbar! Welch ideologische Festlegung! Aber eine Firma, die ihrem Profit alle anderen Überlegungen unterzuordnen hat, die a priori andere Interessen verfolgt als das Gemeinwesen - das empfindet man nicht als verkommen, das ist schon selbstverständlich!

Sie können doch nicht ernsthaft Parteien und Betriebe vergleichen!

Warum nicht?

Parteien erwirtschaften kein Geld.

Sie meinen, sie dürfen ihre Mitgliedsbeiträge und Spenden nicht für Kunst ausgeben? Und glauben Sie wirklich, die Wirtschaft verhalte sich politisch neutral?

Mein Chef sagt, dass ihm meine Vereinfachungen nicht gefallen.

Ich versuche es mit einem Beispiel:

Stellen sie sich einen öffentlichen Disput zwischen zwei Leuten vor, sage ich, der damit beginnt, dass man dem einen der beiden dafür dankt, dass er dieses Streitgespräch ermöglicht hat, weil er Fahrkarten, Hotel, Honorar etc. für sich und den anderen bezahlt. Glauben sie wirklich an die Möglichkeit, dass am Ende dieses Disputes das Verhalten des Ermöglichers in Zweifel gezogen oder gar angeklagt wird?

Der Sponsor setzt von vorn herein einen Rahmen, der sich unter der Hand in einen Sarkophag verwandelt, in dem die Kritik eingeschlossen bleibt.

Wieder bricht mein Chef in Lachen aus.

Was ist denn daran so lustig, frage ich.

Er stelle sich gerade vor, wie verdutzt ihn die Museumsdirektoren und Künstler anschauen würden, die bei ihm Schlange stehen und Projekte einreichen, die sich sogar Fachleute dafür leisten, um an sein Geld heranzukommen, er stelle sich deren Gesichter vor, wenn er ihnen meine Argumente auftischen würde. Leute, geht doch bitte wieder nach Hause, ich bin die falsche Adresse, ich sarge Eure Kunst ein.

Kichernd wischte sich mein Chef die Tränen aus den Augen. Die würden doch glatt denken, ich nehme sie nicht ernst, ich veralbere sie, sagte er.

Wieviel stiften sie denn so im Jahr, fragte ich.

Fünf Millionen, sagte er leise, nicht ganz ohne verlegenen Stolz.

Ich erbat mir seinen Taschenrechner. Dann liegt ihr Umsatz, fragte ich, etwa bei 25 Milliarden?

Ein bisschen mehr, sagte er, und lächelte.

Sehen Sie: Null Komma null zwei Prozent ihres Umsatzes dürfen sie für kulturelle Leistungen von der Steuer absetzen, das heißt, diese fünf Millionen gehen dem Fiskus verloren.

Was wollen Sie damit sagen? Fragte er harsch. Mehr Steuern und weniger Sponsoring?

Zumindest so viele Steuern, dass man den deutschen Pavillon bezahlen kann und den Thüringer Literaturpreis und nebenbei auch noch die deutsche Herren-Fußballnationalmannschaft von ihrem Mercedesstern befreien kann, was ihr sogar mehr Zeit fürs Training einbringen würde.

Es geht ja nicht nur darum, sagte ich meinem Chef, der bereits auf die Uhr sah, dass sich das Gemeinwesen ein paar Sachen nicht aus der Hand nehmen lassen sollte. Wenn wir die Kunst für uns wirklich nutzen wollen, dann dürfen wir sie nicht zur Marketingstrategie degradieren. Warum, rief ich etwas zu laut, stellt der demokratische Staat eines seiner wichtigsten Selbstverständigungsinstrumente zunehmend zur Disposition?

Mit solch markigen Sprüchen ruinieren sie ihr Image, sagte mein Chef trocken.

Sie meinen, meinen Marktwert?

Nennen sie es wie sie wollen, sagte mein Chef, außerdem sei das nicht sein Bier. Mit solchen Sprüchen müsse ich zu meinen Volksvertretern gehen.

Zu "meinen" Volksvertretern?

Na ja, sagte er, eben zu ihren Politikern.

Sie meinen, wir haben verschiedene?

Könnte schon sein, sagte er, seine Mundwinkel zuckten.

Auch ich versuchte zu lächeln. Wir nutzten diesen Moment und verabschiedeten uns schnell voneinander.

Ingo Schulze, geboren 1962 in Dresden, lebt als Schriftsteller in Berlin. Zuletzt erschien von ihm der Erzählungsband Handy. Der abgedruckte Text ist die leicht redigierte Fassung einer Rede auf der Konferenz "Kultur und Politik" der Bundestagsfraktion der Grünen am 29.2.2008 in Berlin

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