Wie wäre es, wenn es Marktwahlen gäbe?

Vergesellschaftung der Unternehmerfunktion Ein Querpass für mutige Fachökonomen

Statt der Dunkelheit des Kapitals das reine Licht der Utopie entgegen zu setzen, in dem man bekanntlich genau so wenig sieht, wäre es vielleicht an der Zeit, Fragen zu stellen, die eine gewisse, wenn auch noch ferne Aussicht auf Antwort bieten, meinte vor zwei Wochen Hans Thie in seinem Eröffnungsbeitrag zu dieser Debatte (siehe Freitag 21). Zum Beispiel: Wie können Unternehmerfunktionen vergesellschaftet werden? Zwischen bourgeoisem Jet-Set und proletarisiertem Kleinbürgertum gedeihen längst neue, nicht mehr voneinander geschiedene Formen des Arbeitens und des Lebens, die man Transkapitalismus nennen könnte, behaupteten in der vergangenen Woche Niels Boeing und die Gruppe "km 21.0" (siehe Freitag 22).

In der Gesellschaft, die hier von einem interessierten volkswirtschaftlichen Laien beschrieben wird, gibt es nicht nur Parlamentswahlen, sondern daneben auch Marktwahlen. Da nur die Grundproportion der Produktgruppen, die auf dem Markt der Konsumgüter und Dienstleistungen angeboten werden, zur Wahl steht, möchte ich noch lieber von Marktproportionswahlen sprechen. Alle 20 Jahre finden sie statt. Eine so lange Periode muss sein, weil die Wahlen vielleicht einen Umbau von Teilen des Produktionsapparats erforderlich machen, der allein schon zehn Jahre in Anspruch nimmt - zum Beispiel einen ökologischen Umbau! Diese Wahlen sind allgemein und frei, aber nicht gleich in dem Sinn, dass jede Stimme so viel zählt wie die andere. Denn man soll hinterher wissen können, was in den groben Umrissen die Nachfrage der Konsumenten sein wird, und Nachfrage ist immer kaufkräftige Nachfrage. Das Gewicht einer Stimme ist daher mit dem Einkommen der Person korreliert, die sie abgibt. Das Einkommen wiederum wird an den Einkommensteuern gemessen, die jemand zahlt.

Gewählt wird die Proportion, in der der Einzelne sein Jahresportemonnaie auf die Hauptgruppen von Gütern und Dienstleistungen aufteilen will. Er will zum Beispiel im Verkehrsnahbereich weiterhin den x-ten Teil des Portemonnaies für Mobilitätsleistungen ausgeben, dies jedoch nicht im Verhältnis "Auto zu ÖPNV (Öffentlicher Personennahverkehr) wie 4 zu 1", sondern im Verhältnis "Auto zu ÖPNV wie 1 zu 4". Dass jeder sich das im voraus für ein Jahr überlegen soll - mindestens im Hinblick auf Hauptfragen, die gesellschaftlich umstritten sind und seinen Privatkonsum betreffen -, mag als Zumutung erscheinen, aber schon im Zusammenhang mit der Steuererklärung gibt es ähnliche Zumutungen, die allgemein akzeptiert werden. Der Unterschied ist, dass man für unsere Wahl keine Berater braucht wie für die Steuer, sondern jeder hat schon in der Schule gelernt, wie man mit "www.proportionswahl.com" umgeht. Mehr als ein Jahr im voraus braucht der Einzelne aber deshalb nicht zu planen, weil er im Elektorat nur die Gruppe seiner Altersgenossen, zum Beispiel der 30-Jährigen, statistisch repräsentiert.

Angenommen, die erste Wahl findet 2024 statt, wird man nämlich unterstellen, dass die Dreißigjährigen dieses Wahljahrs schon dieselbe Grundproportion des Konsums präferieren wie diejenigen, die später im Nichtwahljahr 2041 30 Jahre alt sein werden; umgekehrt haben über den Bedarf derer, die 2041 das 47. Lebensjahr erreichen, die 2024 Siebenundvierzigjährigen mitentschieden. Das mag starr erscheinen, aber es ist nicht starrer als heute. Wir reden ja nicht über die Entscheidung zwischen Kleidermoden, sondern über Grundverhältnisse der Produktion. Diese lassen mehr Flexibilität wegen der puren Größenordnung nicht zu, in keiner Produktionsweise.

Eine Wahl der Ökonomie ist auch insofern notwendig unfrei, als nur das ökonomisch Mögliche zur Wahl stehen kann. Was ökonomisch möglich ist - und sei es um den Preis eines Umbaus -, kann der Einzelne nicht überblicken. Deshalb gibt es Komitees, die konkurrierende Marktwahlprogramme ausgearbeitet und gesamtvolkswirtschaftlich zu Ende gedacht haben, so dass der Einzelne sich nur für eins dieser Programme zu entscheiden braucht. Wenn er gar nicht mitstimmt, nimmt er in Kauf, dass nur die anderen über das Angebot entscheiden. In den Marktwahlprogrammen ist durchgerechnet, wie sich durch eine bestimmte Proportion beispielsweise der Verkehrsträger auch die Proportion der Komplementärgüter notwendig verändert. So braucht man für weniger Autos weniger Reifengummi. Umgekehrt braucht man bei größerer Nähe zwischen Wohnung und Arbeitsplatz weniger Autos. Unter den Komitees ist möglicherweise der ADAC anzutreffen. Es ist nützlich, dass er nicht bloß Autos, sondern Proportionen für die Gesamtwirtschaft anbieten muss. Die Autofreunde müssen entweder auf Propaganda verzichten oder selber zu Ende denken, was die Implikationen einer Autogesellschaft sind.

Da die Wahl die faktische Nachfrage ermittelt, wird sie nicht durch Mehrheit entschieden, sondern indem man den Durchschnitt aller Einzelentscheidungen errechnet. Es gibt zwei Wahlgänge. Im ersten entscheiden alle unter der Voraussetzung des gerade geltenden Preisgefüges. Dann rechnet ein Rat ökonomischer Weisen aus, welche Veränderung des Preisgefüges die Wahl impliziert. Er stellt außerdem Kompatibilität mit den internationalen Rahmenbedingungen her. Angenommen, das Elektorat hat sich für "Auto zu ÖPNV wie 1 zu 4" statt "wie 4 zu 1" entschieden, so mag das aus - sei´s internationalen, sei´s innerterritorialen Gründen - nicht durchführbar sein; realistisch ist bestenfalls "wie 3 zu 2". Aber selbst wenn nur auf "wie 1,1 zu 3,9" faktisch umgestiegen werden könnte, wäre der Wahlfreiheit schon genüge getan, um die es hier geht und die heute nicht vorhanden ist.

Im zweiten Wahlgang kann der Einzelne die errechnete realistische Durchschnittsnachfrage nochmals mit dem eigenen Portemonnaie vergleichen, jetzt unter Voraussetzung des neuen Preisgefüges, das aus den Implikationen des ersten Wahlgangs folgt, so dass seine zweite Wahl die erste wahrscheinlich noch etwas modifizieren wird. Haben das alle getan, steht dem Start in die Zwanzigjahresperiode nichts mehr im Wege. Wenn in ihr starke technologische Veränderungen zur Umwälzung des Preisgefüges führen, wird die Periode gestoppt und eine vorzeitige Neuwahl anberaumt. Vielleicht können auch noch andere Gründe eine Verkürzung der Wahlperiode rechtfertigen.

Dem Wählerwillen müssten sich auch die größten Konzerne beugen

Wird sich das Wahlergebnis gegen die Unternehmer durchsetzen lassen? Zunächst muss man sagen, dass die Unternehmer gar keine Einwände haben können, die von ihrem öffentlich verlautbarten Selbstverständnis her legitim wären. Es ist schon immer vorgekommen, dass durch die Veränderung der Nachfrage bestimmte Unternehmen stärker wurden oder neu entstanden, während andere vielleicht gar den Bankrott anmelden mussten. Dagegen kann niemand prinzipiell etwas haben. Bei unseren Proportionswahlen wird sogar die Produktlinie des einen oder anderen Superkonzerns durchkreuzt werden können, so dass er mindestens eine Verschlankung erleidet, vielleicht aber auch sich zum Umbau bequemt. Es mag Wege geben, auf denen staatliche Konversionsprogramme dabei helfen können, ohne die Konkurrenz zu verzerren. Jedenfalls ist der Kunde König. Konzerne werden nicht mehr, wie heute, durch die mit ihrer puren Größe gesetzte Trägheitsmacht die Nachfrage des Publikums durchkreuzen können.

Schon heute bestimmen die Banken durch Kreditvergabe und Politik in den Aufsichtsräten die Grundrichtung der Produktion. Sie brauchen nur verpflichtet zu werden, dies im Sinn der allgemeinen Wahl zu tun. Aber es kann mehr geschehen. Wir müssen uns klarmachen, dass die Wahl einer Proportion, die die bestehende verändern mag, immer auch mengenmäßige Implikationen hat. Angenommen, die Bürger fragen Autoverkehr und ÖPNV nicht mehr im Verhältnis "4 zu 1", sondern "3 zu 2" nach, so wissen die Autoproduzenten, dass ihnen nur noch drei Viertel der bisherigen zahlungskräftigen Nachfrage gegenübersteht. Das ist eine endliche Menge, auf die sie sich einstellen müssen und auch werden. Sie haben ja kein Interesse, unverkäufliche Güter zu horten. Sie könnten allerdings versuchen, die gewählte Proportion durch Angebotsdruck zu verzerren. Das gelingt ihnen heute recht gut. Man braucht nur an die böse Energie zu denken, mit der sich die Zigarettenwerbung dem Gebot angepasst hat, "Rauchen kann tödlich sein" auf der Schachtel zu etikettieren. Gauloise etwa suggeriert unterschwellig, dass Raucher so etwas wie Schamanen sind - also Zauberer, und wer möchte nicht bezaubernd sein? -, die zwar ins Totenreich gehen, aber auch wieder zurückkehren. Doch zu unserem neuen Wirtschaftssystem gehört ein neues Geld, das solche Winkelzüge ins Leere laufen lässt.

Von dem heutigen Geld wissen wir durch Georg Simmel, dass es als potentiell unendliches Vermögen funktioniert. Das neue "Proportionsgeld" ist aber nur darin unendlich, dass es nach jeder Proportionswahl neu bestimmt wird. Innerhalb der Wahlperiode ist es endlich. Es besteht aus Chipkarten, die, um gültig zu bleiben, jede Woche in einen Informationsschlitz gesteckt werden müssen. Will ich mit so einer Karte ein Auto kaufen, das in der Menge der gewählten Autos plus Toleranzmarge nicht enthalten ist, weil schon alle verkauft sind - ich brauche es zwar gar nicht, aber die Werbung zeigt ein nacktes Mädchen auf der Kühlerhaube -, so versagt die Karte ihren Dienst: Sie ist kein Geld zur Bezahlung dieses zusätzlichen Autos, das mir nun höchstens geschenkt werden könnte. Daran hat kein Produzent ein Interesse. Deshalb wird es zu dem Fehlangebot gar nicht erst kommen.

Eine andere Sache ist es, dass Unternehmen ja auch für den Export produzieren, namentlich in Deutschland. Arbeitsplätze hängen daran. Aber der allergrößte Teil des Exports ist gar keiner, wenn man die Europäische Union als Territorium der Proportionswahl und des Proportionsgeldes unterstellt. Die Produktion für den Export aus der EU heraus kann und wird man zwar nicht verbieten, aber wie der Staat - hier hat er seine Bedeutung - schon heute in internationalen Handlungsrunden tätig ist, so auch nach dem Auftrag unserer demokratisch gewordenen Gesellschaft. Er ist sehr wohl imstande, etwa eine landwirtschaftliche Überschussproduktion zu verhindern, mit der man die Märkte in Afrika heimsucht und zerstört. Er könnte jede andere Überschussproduktion - beispielsweise von Autos oder Atomstrom - im Prinzip ebenso verhindern, jedenfalls wenn es Konsens ist, dass auch die internationale Handelspolitik des Staates von den Bürgern entschieden wird und nicht bloß von ihm selbst.

In der neuen Gesellschaft ist festgelegt, dass kein Unternehmen des eigenen Territoriums irgendeiner Region der Welt mehr anbieten darf, als dort nachgefragt wird. Es sei denn, die Region selber bittet um ein solches Überangebot, wie zum Beispiel wir selbst das tun werden, denn wir sind stark; uns belebt die internationale Konkurrenz. Aber andere wirft sie zu Boden. Es soll kein fremder Markt mehr, der schwach ist, mit Gütern umgewälzt werden können, für die sich dort niemand entschieden hat, zum Beispiel Genreis statt natürlichem Reis, nur weil diese Güter, die zu den einheimischen Gütern des fremden Marktes überflüssig hinzukommen, diese durch Preisdumping verdrängen. Dass im übrigen bestimmte Produkte und technische Verfahren von vornherein verboten sein können, versteht sich von selbst. Das ist ja schon heute so. Im Unterschied zu heute würden solche Verbotsfragen zu den Gegenständen der Marktwahl gehören, und sie könnten gegen die Unternehmen auch durchgesetzt werden.

Kein "neuer Mensch", aber eine neue Aufklärung

Diese Gesellschaft hat nichts gegen Unternehmer, sondern braucht sie dringend und freut sich über sie. Es ist die Gesellschaft, die nach der Forderung von Hans Thie (siehe Freitag vom 14. 5. 2004) "die Unternehmerfunktion vergesellschaftet hat". Doch kann sie sich Kapitalisten erlauben? Mir scheint, nein. Während Unternehmersein ein Beruf ist - der, mit dem man am meisten Geld gewinnt oder verliert -, ist Kapitalistsein ein Klassencharakter. Soziale Klassen sollte es nicht geben. Sie werden dadurch konstituiert, dass Eigentum an gesellschaftlichen Produktionsmitteln an die familiären Nachkommen vererbt werden kann. Wer nichts erbt als die Arbeitskraft, ist Proletarier. Wer Produktionsanlagen oder deren Gegenwerte erbt, ist Kapitalist. Solche Verhältnisse widersprechen fundamental den Erklärungen der Menschenrechte, die immer damit beginnen, dass alle Menschen nicht nur frei, sondern auch gleich geboren seien.

In der neuen Gesellschaft kann jeder Unternehmer werden, der die Fähigkeit dazu hat. Er kann auch versuchen, sie zu vererben, das heißt, pädagogisch weiterzuvermitteln. Die Produktionsanlagen und ihre Gegenwerte gehen aber in den Besitz der Gesellschaft über. Alle können sich bewerben - natürlich auch die Kinder des Verstorbenen -, sie im Auftrag der Gesellschaft unternehmerisch zu nutzen und zu diesem Zweck als Eigentum zu erwerben, aber nur höchstens lebenslang.

Die Vererbung von Sparbüchern ist weiter möglich, doch man limitiert ihren Gesamtwert: derart, dass die Erben nur höchstens so viel erben, wie sie brauchen, um sich lebenslang denselben Privatkonsum leisten zu können wie der Erblasser. Ist das nicht großzügig? Wenn diese Erben weiter nichts tun, als dass sie das Erbe verzehren, dann fangen ihre Kinder wieder bei Null an. Oder genauer beim Grundeinkommen. Wegen der skizzierten Neuerungen ist genug Geld da, allen Bürgern ein sehr auskömmliches Grundeinkommen zu sichern. Dieses Bürgergeld ist keine wohltätige Unterstützung, sondern gerade das, was den Bürgern gerechterweise zusteht, denn wenn nun lediglich genau das produziert wird, was sie gewählt haben, verdient es doch keine Bestrafung, dass einige von ihnen zur Produktion der gewählten Menge logischerweise nicht gebraucht werden. Sie müssen nur überhaupt bereit sein, zu arbeiten, entsprechend ihren Kräften und besonderen Fähigkeiten. Aus dem jeweiligen Wahlergebnis wird ablesbar sein, wie viele von den Jahren des Zwanzigjahreszeitraums der Einzelne durchschnittlich arbeiten muss, falls er gebraucht wird und sich nicht schon ohnehin beworben hat, um sein Einkommen zu steigern.

Weil wir nun noch die Unternehmer und Arbeiter brauchen, die ihre Rolle so auffassen, wie es hier beschrieben ist, muss jetzt erörtert werden, wie es zu der beschriebenen Gesellschaft denn kommen kann. Nicht dadurch, dass man "den neuen Menschen" schafft! Sondern der alte, heute vorhandene Mensch muss überzeugt werden. Das dürfte im Fall der Werktätigen und Arbeitslosen nicht schwer sein, da sie von der neuen Gesellschaft ja nur gewinnen. Es muss aber auch Menschen geben, die die neue Unternehmerrolle zu spielen bereit sind. Viele von den jetzt vorhandenen Unternehmern werden Sturm laufen gegen das Neue. Und sie haben die Macht. Darin besteht in strategischer Hinsicht das Hauptproblem. Auf dieses Problem gibt es zwei Antworten. Erstens kann der gesellschaftliche Streit, der um das Neue zu führen sein wird, nicht siegreich bestanden werden, wenn nicht von vornherein oder allmählich auch Unternehmer, die heute noch zugleich Kapitalisten sind, für sie eintreten. Nun, warum sollten beispielsweise ökologische Unternehmer das nicht tun? Oder überhaupt solche, die wissen, dass sie etwas gesellschaftlich Sinnvolles tun, aber nur eine schmale Kapitaldecke haben?

Zweitens wird es natürlich eine Weile dauern, bis so ein neuer Gedanke sich allgemein verbreitet. Aber hier gibt es ein Modell: die Aufklärung im 18. Jahrhundert. Wie sie mitten im Absolutismus die Demokratie vorbereitete, indem sie es schaffte, diese als das dem Denken Natürliche erscheinen zu lassen, das sollte sich doch wiederholen lassen. Als erst einmal das Denken hegemonial geworden war, ergab sich die politische Umwälzung fast von selbst. Freilich gibt es einen Unterschied: Die Aufklärung nutzte die Publizistik, heute ist Publizistik oft in den Händen der Feinde der Aufklärung. Wir müssen also Mittel und Wege finden, über diese Aufklärungsverhinderung selbst wieder aufzuklären.

Geduld werden wir brauchen. Vielleicht muss der ersten Zwanzigjahresperiode gewählter Ökonomie eine Zwanzigjahresperiode der Aufklärung über Zwanzigjahresperioden vorausgehen. Warum nicht? Es ist der Mühe wert.


00:00 28.05.2004

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