Felix Werdermann
30.08.2013 | 15:30 24

Der große Test der Wahl-O-Maten

Bundestagswahl Wo setze ich am 22. September mein Kreuz? Im Internet gibt es viele Hilfsangebote für die Entscheidung. Der Wahl-O-Mat hat längst seine Nachmacher. Ein Überblick

Der große Test der Wahl-O-Maten

Fotos: AFP/Getty Images, Imago

Das Klicken des Wahl-O-Mats ist zum Volkssport geworden. Bei der vergangenen Bundestagswahl haben 6,7 Millionen Menschen im Internet getestet, welcher Partei sie am nächsten stehen. Das ruft natürlich Neider auf den Plan. Und so gibt es in diesem Jahr zum Beispiel auch den Bundeswahlkompass, das Parteienavi, den Thesentest von SZ.de und den National-O-Mat. Hier der ultimative Vergleich:

 

Wahl-O-Mat – das Original

Den Online-Test der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es seit mehr als zehn Jahren regelmäßig zu den Wahlen. Das Original.

Aufwand: Vier Minuten. Bei den Billig-Kopien dauert's länger.

Vorteil: Alles ist politisch korrekt, bei der Entwicklung wurde darauf geachtet, dass keine Partei zu kurz kommt. Schließlich wird der Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für politische Bildung verantwortet und die muss sich parteipolitisch neutral verhalten. Sogar bei der Auswahl der Parteien, mit denen man sich vergleichen lassen will, wird penibel auf die Reihenfolge geachtet (sie orientiert sich am Wahlergebnis 2009).

Das irritiert: Über die Linkspartei heißt es im Infokasten, ihr „Hauptanliegen“ sei „der Kampf gegen den Kapitalismus“. Von solch revolutionären Taten haben wir aber seit Langem nichts mehr mitbekommen.

Das fehlt: Fragen zum Tierschutz und zu Atomwaffen, die in Deutschland lagern. Aber die Themen fehlen auch bei allen anderen Wahl-O-Maten.

Das wird Unentschlossenen empfohlen: Nichts. Wer sich zu allen Thesen neutral verhält, bekommt Folgendes zu lesen: „Leider kann der Wahl-O-Mat auf Grundlage Ihres Antwortmusters kein individuelles und zuverlässiges Ergebnis berechnen.“

Ideal für alle, die... sich politisch korrekt auf ihre Gesinnung durchchecken lassen wollen.

 

Bundeswahlkompass – mit Gesichtern

Dieser Online-Test ist ein Import aus den Niederlanden und nach eigenen Angaben „die bessere Wahlhilfe“. Den Wahlkompass gibt es in ähnlicher Form auch in mehreren anderen Ländern.

Aufwand: Fünf Minuten. Wenn der Wahlkompass wirklich die „bessere Wahlhilfe“ ist und den Original-Wahl-O-Mat schlägt, dann ist die eine Minute gut investierte Zeit.

Vorteil: Hier werden Träume wahr. „Das Kopieren und Vervielfältigen von Werken im Internet sollte grundsätzlich legal sein.“ Außerdem kann man sich dafür aussprechen, dass alle Atomkraftwerke sofort abgeschaltet werden und Marihuana legalisiert wird.

Das irritiert: Nach 30 Thesen wird auch die Haltung gegenüber den Spitzenkandidaten der Parteien abgefragt. Die hat allerdings keinen Einfluss auf das Ergebnis und spielt auch sonst später keine Rolle mehr. Was soll das?

Das fehlt: Katrin Göring-Eckardt. Sie gehört genauso zum grünen Spitzen-Duo wie Jürgen Trittin, wird aber nicht gezeigt. Vielleicht gibt es schon zu viele weibliche Spitzenkandidatinnen.

Das wird Unentschlossenen empfohlen: Ein Kreis in der Mitte. Die politische Landschaft ist auf einer Ebene mit zwei Achsen angeordnet: Wirtschaftlich (links oder rechts) und sozial (progressiv oder konservativ). Rot-Rot-Grün ist oben links, Union und Alternative für Deutschland unten rechts. NPD und FDP haben sich ihren eigenen Platz gesucht. Nur in der Nähe der Mitte ist keine Partei. Behaupten die Politiker nicht immer das Gegenteil?

Ideal für alle, die... wissen wollen, wie die Spitzenkandidaten von Piratenpartei, Alternative für Deutschland und NPD aussehen.

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Kommentare (24)

Dersu Usala 30.08.2013 | 16:51

Gerade habe ich meine Erfahrungen mit dem Wahl-O-Mat beschrieben, da sehe ich Ihren Artikel. Schön, dann gibt es ja weiterhin was tun...

Mein Fazit:

Wahl-o-mat ist doof. Er vereinfacht gewaltig, für den Interessierten ist hier nichts zu holen. Dafür aber denke ich, der Wahl-o-mat rückt die NPD im Nutzerempfinden mehr in die Mitte, als sie ist. Weil die NPD sich in vielen Fragen, die sie gar nicht so sehr interessiert, an der Mitte orientiert, und die Vereinfachung der Fragen eine Differenzierung schwer macht. Aber soll der Wahl-o-mat nicht zur differenzierten Wahrnehmung der Parteien beitragen? Oder soll das Vor-die-Nase-Halten der NPD ein Erwachen bringen? Das wird nicht funktionieren.

Der Wahl-O-Mat wirft Fragen auf, und wenn ich denen nachgehe, ja, dann kann ich was lernen. Einfacher wird es leider nicht.

janto ban 30.08.2013 | 19:29

Ja, danke! Den National-O-Mat hab ich gleich mal ausprobiert. Soll Merkel wählen, sagt er. Mach' ich aber nicht.

Die war heute im tiefschwarzen Olpe und hat sich vom willfährigen Klatschvolk für ihre liebheimatlendverbundenen Selbstbeweihräucherungs-Sprechblasen feiern lassen. Wie gut ihr das gefallen hat, zeigt folgendes Foto, das mir von einer schaulustigen Freundin zugespielt wurde.

http://i883.photobucket.com/albums/ac31/beeflu/freit_merk_olp_zps5bb87176.jpg

Und hier mein Wahl-O-Mat-Ergebnis:

http://i883.photobucket.com/albums/ac31/beeflu/wahl-o-mat-2013_zps330e82e7.jpg

Ja, ich weiß. 42% sind zu viel. Aber was solll ich machen..? Ich liebe dieses starke Land nun einmal so unglaublich dolle. Sorry..

Nachbars Garten 31.08.2013 | 08:03

Kleine Anmerkung zur Bundeszentrale für Politische Bildung.

Hier gibt es auch den Wahl-o-mat für Schüler, mit umfangreichen Material für die Schule.

Interessant ist dies für den Politikunterricht ab der 10. Klasse, wenn junge Menschen ab dem 16. Lebensjahr an Kommunalwahlen teilnehmen dürfen.

Nach meiner Erfahrung ist es aber schwierig, Lehrer vom Pfad des Lehrplans abzubringen ;o))

Achtermann 31.08.2013 | 13:41

Ich wusste gar nicht, dass Wählen so geht. Ich schaue immer auf das Aussehen der Wahlkreiskandidaten. Der optische Eindruck ist doch nicht zu unterschätzen. Wer liest denn schon Programme? Ist jemand bekannt, dass diese jemals umgesetzt worden seien? Haben SPD und Grüne damals den Abbau des Sozialsystems und die Einführung von Hartz-Gesetzen angekündigt? Die Inhalte, die die Sozialdemokraten ihren Kanzlerkandidaten für die ersten 100 Tage Regierungszeit jetzt haben ankündigen lassen, sind doch das Papier nicht wert, auf dem sie stehen.

Tollschock 31.08.2013 | 15:18

Bitte hier das Gehirn abgeben und weiter machen wie bisher... Versprechen die Lügen sein dürfen warum sollte ich irgend jemanden der das lebt wählen? Die Kluft zwischen der kapitalgesteuerten "Mitte" der Politik und dem kapitalschaffenden Volk könnte größer nicht sein. Nicht vergessen sollte man natürlich nicht das viele sich doktrinieren ließen und glauben was sie hören sollen. Der dings-o-mat ist ein gleicher Mechanismus entsprechend dem Zeitgeist der es als nötig erachtet 2 t schwere KFZ für den innerstädtischen Bedarf zu entwickeln um dem urban warrior Nahrung zu geben damit er den Asphalt unter seinen Riesenrädern erkundet....

Fro 01.09.2013 | 02:03

Wahlomaten sind nicht empfehlenswert, weil hier vergangene leere Versprechungen und Lügen der Bewerber der jeweiligen Parteien nicht berücksichtigt werden. Meine Wahlempfehlung: Wählt eine starke Opposition. Nach meinen Beobachtungen haben die LINKEN im Parlament die Interessen der Bürger am konsequentesten vertreten.

Grabert 01.09.2013 | 18:07

Moin, liebe(r) Fro,

geht es wirklich darum? Ich denke nicht, in erster Linie geht es eben nicht um eine Partei, auch und gerade nicht um die, die Sie uns hier empfehlen möchten. Hauptanliegen des Artikels sind Hilfsmittel für Wähler ohne klare politische Richtung, zu einer möglichen Antwort zu kommen, an welcher Stelle sie ihr Wahlentscheidung abgeben. Ob dies dem angesprochenen Kreis von Wählern aber gerecht wird, das wage ich vorsichtig zu bezweifeln. Aber es ist immerhin ein Versuch.

Ganz anders bewerte ich Ihre Wahlempfehlung, insbesondere aus meiner Kenntnis über die wahre parlamentarische Arbeit der Partei DIE LINKE, die nur noch durch die Piraten in den Landesparlamenten unterboten wird, in denen sie eingezogen sind.

Beste Grüße

Grabert

Jens Brehl 02.09.2013 | 09:24

Bin hin und her gerissen, ob so was wirklich für Orientierung sorgt oder eher verwirrt. Sich auf die Aussagen von Politikern oder reine Konzepte zu stützen ist mir ehrlich gesagt zu dünn. Was zählt ist ja die Tat, denn angeblich wissen viele Parteien schon seit Jahrzehnten die richtigen Antworten auf die wichtigen Fragen. Dennoch spitzen sich soziale, ökologische und auch wirtschaftliche (bsp. Staatsverschuldung) immer weiter zu. Ich persönlich denke, dass man sich mit polititschen Fragen nicht erst kurz vor einer Wahl beschäftigen sollte. Darauf spekulieren meiner Ansicht nach viele Wahlstrategen: Mal einfach Wochen vor der Wahl Versprechen aus allen Kanonen feuern, sich wählen lassen, danach interessiert sich wieder kaum jemand (manch einer vergisst vielleicht wen er überhaupt gewählt hat) und kurz vor der nächsten Wahl wird wieder die Werbetrommel gerührt.

Gerade heute habe ich ein Interview mit Martin Exner veröffentlicht. Seiner Meinung nach sind echte Veränderungen nur durch kleine Parteien möglich - was es aber endlich braucht, sind mehr ethische Politiker. Das komplette Interview lest Ihr bei Interesse hier: http://www.der-freigeber.de/spiritualitaet-in-der-politik/

Lukasz Szopa 02.09.2013 | 09:45

Vielleicht hat der Browser Ihre Antworten als temporäre Daten / Cookies gespeichert, und auch wenn Sie es neu wählen, kommt dasselbe Ergebnis raus? D.h. im Browser nicht einfach "zurückgehen" und neu zu starten, sondern die Cache löschen. Ansonsten liegt es entweder an Ihnen, oder an einer Verschwörung gegen Sie ("Der IP-Adresse von GvG immer die Grünen mit 79% ausspucken!")

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Ehemaliger Nutzer 02.09.2013 | 10:59

Ein bisschen Show fürs Wahlvolk, bevor es sich wiedermal selbst entmündigen darf.

Als ob die (offiziell) verlautbarten Themen das einzige Kriterium bei der Wahl eines Partei-Vormundes sind. Da fehlt noch:

1) Vertrauen (wer vertraut z.B. der NPD?)

2) Kompetenzvermutung (welche Partei kann welches Problem wirklich kompetent lösen?)

3) Interessenlage (welche Partei will welches Problem auch tatsächlich lösen, die CDU und Energiewende passt z.B. nicht so gut)

4) Wahltaktik, wählt man z.B. eine kleine Partei, verschenkt man uU seine Stimme

5) Erfahrungen der Vergangenheit, die SPD würde ich für Sozialreformen z.B. nicht nochmal wählen

usw. usf.

Es bleibt eine Farce. Aber offenbar können die Ergebnisse solcher Seiten wenigstens für Belustigung sorgen.

Fro 02.09.2013 | 12:23

Moin liebe(r) Grabert,

Ja, als kleine Orientierungshilfe für vollkommen Uninformierte mag der Wahl-O-Mat ja noch gehen. Er machte aber erst dann wirklich Sinn, wenn man da das parlamentarische Abstimmungsverhalten und die Initiativen der Parteien in der vergangenen Legislaturperiode zu Grunde legen und Abweichungen von Wahlversprechen vergangener Wahlen berücksichtigen würde.

Im Wahl-O-Mat werden Fragmente der Wahlprogramme verwendet – Wahlprogramme landen nach der Wahl in der Regel im Papierkorb. Ich befürchte, dass für viele uninformierte Wahl-O-Mat-Nutzer die Enttäuschung vorprogrammiert ist.

Empfehlenswert, um sich ein Bild von den Kandidaten zu machen und sie zu prüfen, ist Abgeordnetenwatch; hier kann man das Abstimmungsverhalten, fachliche Kompetenz und die Kommunikationsfähigkeit der Abgeordneten checken.

Zur parlamentarischen Arbeit der Linken können Sie sich hier ausführlich informieren.

Beste Grüße

Regimekritiker 04.09.2013 | 19:56

Das demokratische Prinzip ist angeblich wegen der edlen menschlichen Natur ausreichend, um den Machtmissbrauch von Herrschenden zu verhindern, weil diese ja verpflichtet sind, sich an Verfassung, Gesetz und Recht zu halten (vgl. http://www.gewaltenteilung.de/demokratieprinzip.htm).

Beim Demokratieprinzip bzw. Rechtsstaatsprinzip bzw. der Gewaltenteilung wurde allerdings übersehen, dass ein Glaube mit vermeintlich schlauen Sprüchen keine Wissenschaft ersetzen kann. Die Erde war auch nicht der Mittelpunkt der Welt, weil Herrschende den Glauben daran wollten.

Macht verändert den Charakter (vgl. z.B. http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/psychologie-was-macht-aus-uns-macht-1590134.html ) … und Macht verändert erfahrungsgemäß auch ganze Gesellschaftssysteme in Richtung Diktatur. Auch wir entfernen uns ständig von dem Rechtsstaat, wie er den Verfassern des Grundgesetzes vorgeschwebt hat (vgl. http://www.hoerbuchkids.de/hu/mr/homepage/justiz/info.php?id=134 ). Stasi- bzw. Gestapo-Verhältnisse sind offenbar in verbesserter Form im Aufbau (vgl. auch http://deutschlands-wahrheit.blogspot.de/2013/05/schlimmer-als-stasi-und-gestapo.html ). Man scheint nur die richtige Position finden zu müssen, um die Macht auf Kosten anderer missbrauchen zu können.

Nicht eine Bundestagswahl, keine Partei, auch keine den Bürgerrechten dienenden Gesetze verbessern den von Machtinteressen geprägten Charakter der Herrschenden. An den Erfolgschancen bei Bürgerrechten ist z.B. zu erkennen, was Sache ist. So hat z.B. die Anhörungsrüge (§ 321a) eine Erfolgschance von 0,00 % - vgl. http://www.lhr-law.de/magazin/der-aussichtsloseste-rechtsbehelf-der-weltund auch das Bundesverfassungsgericht hat eine abnehmende Erfolgschance (z.Zt. wohl 0,2 bis 0,3 %, vgl. http://www.amazon.de/Das-Recht-Verfassungsbeschwerde-R%C3%BCdiger-Zuck/dp/3406467237 ). Dienstaufsichtsbeschwerden sind bekanntlich auch fruchtlos. Einzelnen wird kein Recht gewährt, weil sonst intern Köpfe rollen müssten (vgl. http://www.locus24.de/foc/foc-0002.html ). Verhaltensgesetzmäßigkeiten wie Selbsterhaltungstrieb mit Gruppenegoismus bzw. Gruppennarzissmus sowie mit Hörigkeits- und Unterjochungsverhalten, vgl. z.B. http://www.uni-koeln.de/hf/konstrukt/didaktik/experiment/experiment_beispiel.html hebeln Bürgerrechte aus.

Das Wahlsystem funktioniert offenbar auch nicht, weil die meisten Wähler zu den Gewinnern bzw. zur größten Gruppe gehören wollen. Da wird in der Regel die Partei gewählt, die Größe zeigt, indem sie z.B. die meisten Wahlplakate aufweisen kann (die die Reichen aus Eigennutz gespendet haben). Urinstinkte werden damit eher gefördert, anstatt ausgeschaltet. Das Mehrparteiensystem und auch der Wahlkampf sind Erscheinungsformen des Egoismus bzw. des Gruppenegoismus.

Auswirkungen von Machtbesitz mit Gruppen-Egoismus und dem Vertuschen von Fehlern durch Herrschende:

Kritiker werden geächtet und Heuchler gefördert (vgl. http://www.quality.de/cms/forum/26-archiv-2003/4579-prozessmanagment-wer-koordiniert-die-prozessverantwortlichen.html?limit=6&start=12 ).

Macht ändert auch den Charakter der Parteien. Politiker der jeweiligen Regierungsparteien wollen bevorzugt Bürgerrechte abschaffen und die unterlegenen Parteien der Opposition halten eher zum Volk. (vgl. http://www.buergerrechte-waehlen.de/index.php?option=com_content&task=view&id=25&Itemid=40 und http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Bundesregierungen , http://www.welt.de/debatte/kommentare/article108124972/Bundestag-verkauft-Buergerrechte-in-nur-57-Sekunden.html und http://www.tagesschau.de/inland/meldewesen102.html und nicht zuletzt die Ablehnung des gesetzlichen Schutzes von Whistleblowern durch Regierungsfraktionen- http://www.whistleblower-net.de/blog/2013/06/14/bundestag-lehnt-gesetzlichen-schutz-von-whistleblowern-ab/ ). Staatsführer, egal, ob Atheisten, Christen oder politisch links, mittig oder rechts orientiert, wollen auch bevorzugt Kriege führen. Obama, Cameron und der „Sozialist“ Hollande wollen z.B. einen Kriegseinsatz in Syrien, ihre Untertanen wollen es eher nicht. Durch einen Kriegseinsatz werden immer Menschen getötet, darunter auch Frauen und Kinder. Er kostet auch Steuergelder. Die Herrscher scheint nur die Machtausübung zu interessieren.

Die Bundesregierung zeigt auch gegenüber einzelnen Abgeordneten Macht-Charakter, indem Sie mit Ihrer Selbstgefälligkeit so tut, als würde es bei der Achtung der Grundrechte überhaupt keinen Grund zur Kritik geben (vgl. http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dok/294/294128.achtung_der_grundrechte.html ). Alle herrschenden Gruppen verhalten sich so egoistisch. Sie wollen offenbar instinktiv den Untertanen keine Rechte gewähren. Das kann der Einzelne bei Beschwerden, Petitionen aber auch bei Rechtsmitteln beobachten. Vielleicht gibt es Parallelen z.B. zum Wolfsrudel?

Die USA und ihre Verbündeten sind jetzt offen auf dem Weg zur Unterdrückung (vgl.http://blog.jens-bertrams.de/2013/08/dreistigkeit-kennt-keine-grenzen-usa-zwingen-e-mail-verschluessler-zur-schliessung/ ).

Die Exekutive (Regierung und Verwaltung, vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Exekutive ) dominiert alles. Die Politik verliert ihre Legitimation. Was wir bekommen ist noch viel schlimmer als STASI und GESTAPO zusammen, meint Prof. Albrecht- http://politikforen.net/showthread.php?131970-Die-deutsche-Polizei-l%C3%B6st-sich-immer-mehr-vom-Rechtsstaat .

Macht verändert auch den Charakter der Untertanen. Unter http://unschuldige.homepage.t-online.de/flugblat.htm ist ein Flugblatt zu finden mit Verhaltensrichtlinien, wie man sich vor größeren Schäden und Dauerverarmung in unserer misslungenen Gesellschaftsform schützen kann.

Bestätigungen des Machtmissbrauchs sind auch aus den Reihen der Richterschaft z.B. unter http://www.wikimannia.org/Richter zu finden.

Der Machtmissbrauch nimmt zu, Kritiker des Machtmissbrauchs nehmen auch zu und werden zunehmend geächtet, sogar weggesperrt bzw. mit Geldstrafen belegt.

Aktuelle Fälle sind z.B. der Fall Gustl Mollath, Edward Snowden, Bradley Manning ( http://www.zeit.de/2013/32/edward-snowden-prozess ), ältere Fälle z.B. unter http://www.jurablogs.com/de/ble-nachrede-geldstrafe-fuer-rolf-bossi , http://wikimannia.org/Claus_Plantiko , http://bloegi.wordpress.com/2010/09/26/3-jahre-4-monate-gefangnis-fur-beamten-beleidigung/ , http://www.regensburg-digital.de/statt-sechs-monate-haft-psychiatrie-auf-dauer/16122012/. Alles geht Richtung Diktatur.

Machtinteressen sind Verantwortlichen sogar wichtiger als die eigene Gesundheit. In dem arte-Video „Unser täglich Gift“ ( http://www.youtube.com/watch?v=ghGm51AobGw&playnext=1&list=PLA295763D18767345 ) gibt ein Insider zu, dass von Verantwortlichen Fehler nicht zugegeben werden, weil das einen Vertrauensverlust bedeutet und Kritikern Tür und Tor öffnet. Es könnte behauptet werden, dass nicht nur einer, sondern viele Fehler gemacht wurden und das gesamte Verfahren könnte in Frage gestellt werden. Eine konsequente Manipulation in der Rechtspflege aus Gründen der Reputation, der Selbstliebe der herrschenden Gruppe, wird auch von einem Richter a.D. bestätigt (vgl. www.wikimannia.org/Frank_Fahsel ). Auch die Bundesregierung hat eine selbstgefällige Grundhaltung (vgl. http://www.gruene-bundestag.de/cms/archiv/dok/294/294128.achtung_der_grundrechte.html ). Petitionsausschüsse verteidigen nach meinen Feststellungen die selbstgefälligen Ansichten der Bundesregierung und der Landesregierung. Die Verwaltung in der Monarchie hatte sicher auch eine selbstgefällige Grundhaltung.

Da von Herrschenden Fehler nicht zugegeben werden, werden nur ungenügend Rechte gewährt und es sammeln sich zwangsläufig immer mehr Systemfehler Richtung Staatsterrorismus (siehe z.B. http://www.sgipt.org/politpsy/recht/KapRech0.htm ) an. Sogar lebensfeindliche Tatsachen (z.B. Umweltgifte wie Nano-Partikel, Lebensmittelzusatzstoffe, giftige Chemikalien aller Art, gentechnisch veränderte Pflanzen und Tiere) werden damit leichtfertig geschaffen.

Herrschende verkennen bei ihren Revierkämpfen mit dem Vertuschen von Fehlern allerdings, dass evtl. ihre Lebensqualität, jedenfalls die Lebensqualität ihrer Nachkommen und der gesamten Erdbevölkerung untergraben wird.

Nach alledem waren und sind die jeweiligen die Demokratie sichernden Grundregeln waren unzureichend und haben versagt (aus http://unschuldige.homepage.t-online.de/default.html ).

Lösungen könnte die Verhaltensforschung aufzeigen. Aber die Verhaltensforschung wird bei Herrschenden unbeliebt sein, weil sie deren "Recht" auf eine selbstgefällige Grundhaltung aushebelt.