Felix Werdermann
Ausgabe 1914 | 10.05.2014 | 06:00 58

Wir schuften uns zu Tode

Lebensqualität Fast sieben Millionen Deutsche haben eine 45-Stunden-Woche. Trotz technischen Fortschritts gelingt es unserer Gesellschaft nicht, weniger zu arbeiten. Warum eigentlich?

Wir schuften uns zu Tode

Illustration: Otto

Immer mehr Stress, immer mehr Konsum, immer mehr Wirtschaftsleistung – das ist das Prinzip, nach dem unsere Gesellschaft nach wie vor funktioniert. Nur: Richtig glücklich wird dadurch niemand. Dabei gäbe es einen ganz einfachen Weg zu mehr Wohlstand im Sinne von Lebensqualität. Man könnte einfach weniger arbeiten. Der technische Fortschritt macht’s möglich. Trotzdem klappt es nicht mit der Arbeitszeitverkürzung, und zwar schon seit Jahren. Der Widerstand kommt von allen Seiten: von Unternehmern, aber auch von Arbeitnehmern und nicht zuletzt auch von den Gewerkschaften. Und die Politik nutzt ihre Möglichkeiten ebenfalls nicht, kürzere Arbeitszeiten attraktiv zu machen.

Heute ist die Arbeit in Deutschland extrem ungleich verteilt: Mehr als drei Millionen Menschen sind offiziell als erwerbsarbeitslos gemeldet. Gleichzeitig schuften fast sieben Millionen Menschen 45 oder mehr Stunden pro Woche. Die einen sind deprimiert von der aussichtslosen Perspektive auf dem Arbeitsmarkt, die anderen rackern rund um die Uhr und werden nicht selten dadurch krank. Die tatsächliche Wochenarbeitszeit beträgt im Durchschnitt 31,5 Stunden. Warum können nicht alle ungefähr gleich viel arbeiten?

Arbeitgeber für 35-Stunden-Woche

Diese Frage wird am heutigen Samstag in Hamburg diskutiert, auf einer Konferenz mit dem Titel „Arbeitszeitverkürzung jetzt!“. Am morgigen Sonntag beginnt der DGB-Kongress in Berlin, doch in letzter Zeit hat eher die Arbeitgeberseite bei diesem Thema mit ungewohnten Forderungen auf sich aufmerksam gemacht. Eine 35-Stunden-Woche für alle – diesen Vorschlag unterbreitete der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags, Eric Schweitzer, in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Gemeint war, dass in einer Familie beide Elternteile gleich viel arbeiten. „In der Summe ist das immer noch mehr, als wenn der Mann 40 Stunden arbeitet und die Frau nur halbtags.“

Damit keine Missverständnisse aufkommen, erklärte er noch: „Wir werden unsere Wirtschaft nicht am Laufen halten, wenn alle weniger arbeiten.“ Es geht also um Wachstum, Wachstum, Wachstum. Der technische Fortschritt führt nicht zu weniger Arbeit, sondern zu einer größeren Wirtschaftsleistung. Die Gesellschaft häuft immer mehr Güter an. Viele werden aus Mangel an Zeit kaum genutzt, bevor sie im Müll landen. Der Ressourcenverbrauch steigt.

Wirtschaftswachstum unnötig

Dabei ist Wirtschaftswachstum zur Bekämpfung von Arbeitslosigkeit gar nicht nötig – wenn stattdessen die Arbeitszeit verkürzt wird. Das haben selbst die Gewerkschaften noch nicht begriffen. Normalerweise wird argumentiert, dass Produktivitätssteigerungen dazu führen, dass Arbeitsplätze abgebaut werden, was durch Wirtschaftswachstum ausgeglichen werden müsse. Wenn aber alle Beschäftigten etwas weniger arbeiten, dann wird auch niemand arbeitslos – ganz ohne Wirtschaftswachstum.

Die Massenarbeitslosigkeit lasse sich bei den aktuellen Produktivitätssteigerungen auch gar nicht durch Wirtschaftswachstum allein bekämpfen, sondern nur, wenn auch Arbeitszeiten verkürzt werden. Das sagt Heinz-Josef Bontrup, Wirtschaftsprofessor an der Westfälischen Hochschule in Recklinghausen und Mitverfasser des Memorandums, das jährlich von der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik herausgegeben wird. Er hat errechnet, dass in Deutschland ein Arbeitsvolumen von rund zehn Milliarden Stunden pro Jahr fehlt, um alle Arbeitslosen und alle Teilzeitkräfte, die gerne Vollzeit arbeiten würden, zu beschäftigen. Im vergangenen Jahr seien gut 48 Milliarden Arbeitsstunden geleistet worden, diese Zahl müsste also um rund 20 Prozent wachsen. „Das ist völlig unrealistisch. Es bleibt also nur die Arbeitszeitverkürzung.“

Die Ware Arbeitskraft verknappen

Ganz einfach ist das allerdings nicht. Wenn alle Beschäftigten weniger arbeiten, werden auch Fachkräfte in bestimmten Bereichen gesucht, für die die derzeit Arbeitslosen nicht qualifiziert sind. Mit anderen Worten: Angebot und Nachfrage müssen zusammenpassen. Durch Fortbildungen ließe sich das Problem jedoch deutlich abmildern. Vorstellbar ist ebenfalls, dass Arbeitsprozesse anders organisiert werden, sodass statt des einen hochqualifizierten Experten zwei weniger gut ausgebildete Arbeitskräfte die Aufgaben übernehmen.

Im Kern geht es bei der Arbeitszeitverkürzung um eine Machtfrage. Bei hoher Arbeitslosigkeit sind die Menschen eher bereit, für einen geringen Lohn zu arbeiten, das freut die Unternehmen. Wenn die Ware Arbeitskraft massenhaft angeboten wird und die Nachfrage nicht groß genug ist, sollten die Gewerkschaften auf kürzere Arbeitszeiten drängen, sagt Wirtschaftswissenschaftler Bontrup. „Jeder Unternehmer kennt das Prinzip: Wenn es einen Überschuss gibt, muss das Angebot verknappt werden, um den Preisverfall zu stoppen.“ Gelingt das nicht, kann das in einen Teufelskreis führen. Die Unternehmen können die Arbeitslosigkeit nutzen, um längere Arbeitszeiten durchzusetzen, was wiederum die Arbeitslosigkeit erhöht.

Reduzieren ist unsexy

Die Gewerkschaften sind aber auch nicht ganz unschuldig. „Sie übersehen offenbar, dass zu einer guten Tarifpolitik auch die Arbeitszeitpolitik gehört“, sagt Bontrup. Doch kürzere Arbeitszeiten sind derzeit eher unsexy. Das hat seine Gründe: In den 80er-Jahren musste die IG Metall eine Niederlage im Arbeitskampf für die 35-Stunden-Woche einstecken, seitdem leiden die DGB-Gewerkschaften unter einer Art Trauma.

Zudem gibt es bei einer Arbeitszeitverkürzung weniger Gehalt. Selbst der volle Lohnausgleich ist dadurch erkauft, dass es eben keine (oder eine geringere) Lohnerhöhung gibt. Die Kaufkraft kann jedoch gleich bleiben, wenn die Lohnerhöhung der Inflation entspricht und das Mehr an Freizeit durch die Produktivitätssteigerung ermöglicht wird. Ein einfaches Rechenbeispiel: Steigt die Produktivität um vier Prozent, kann der Lohn um zwei Prozent erhöht werden, wenn dies der Inflation entspricht. Es bleiben noch zwei Prozent übrig, die als Freizeit ausgezahlt werden.

Probleme überall

Wenn sich die Gewerkschaften ausschließlich auf einen höheren Lohn konzentrieren, können die Arbeitnehmer auf eigene Faust ihre Arbeitszeit reduzieren – und entsprechend weniger verdienen. Doch das ist nicht immer ganz einfach, weil die Arbeitgeber oft kein Interesse daran haben. Zwar sind Teilzeitbeschäftigte möglicherweise produktiver und weniger gestresst, jedoch wird die Organisation der Arbeit schwieriger, wenn alle nur noch Teilzeit arbeiten. Allein die Kommunikation zwischen allen Mitarbeitern dürfte erheblich komplizierter werden. Zudem sind Arbeitsplätze oder andere Infrastruktur möglicherweise nicht voll ausgelastet. Das kostet Geld. Hinzu kommt, dass neue Mitarbeiter eingestellt werden müssen. Wer weiß, ob die genauso gut sind wie die Vollzeitkräfte, die jetzt ihre Arbeitszeit reduzieren möchten?

Viele Arbeitnehmer versuchen aber gar nicht erst, weniger Stunden zu arbeiten. Sie haben sich an ihr hohes Einkommen und ihren Lebensstandard gewöhnt, die Werbung verkauft ihnen immer neue Bedürfnisse nach weiteren Konsumgütern. Wenn mehr Geld da ist, wird es auch ausgegeben. Später wieder runterzuschrauben, ist oft schmerzhaft. Und am Berufsanfang arbeiten die meisten Leute in Vollzeit. Schließlich ist ihr Stundenlohn noch nicht so hoch, sie wollen möglicherweise Geld sparen, um später eine Familie ernähren zu können, und für den Einstieg in den Job ist es meist auch nicht verkehrt, die ganze Woche da zu sein.

Und wieder die Machtfrage

Manche fürchten auch, eine kürzere Arbeitszeit führe bloß dazu, dass die gleiche Arbeit schneller erledigt werden muss. Das mag im Einzelfall stimmen, es kommt darauf an, dass diese Personen dann einen Teil ihrer Arbeit delegieren. Ob sie das gegenüber dem Arbeitgeber durchsetzen können, hängt wiederum von der Machtfrage ab. In Zeiten der Arbeitslosigkeit ist das schwieriger, daher könnte eine kollektive Arbeitszeitverkürzung auch hier helfen.

Auch die Politik kann den Kampf für mehr Freizeit unterstützen. Je progressiver beispielsweise die Einkommenssteuer ist, desto unattraktiver werden lange Arbeitszeiten mit hohem Gehalt. Werden Vielverdiener stärker besteuert, könnte dies dazu führen, dass sich einige überlegen, weniger zu arbeiten. Zudem wäre es sinnvoll, ein Grundeinkommen einzuführen. Derzeit wird Geringverdienern das Arbeitslosengeld gekürzt, sobald sie einer Beschäftigung nachgehen. Dadurch liegt der faktische Stundenlohn in den ersten Arbeitsstunden bei wenigen Euro. Attraktiv wird die Arbeit erst dann, wenn sie viel arbeiten und ihnen der Stundenlohn im vollen Umfang zugutekommt.

Auch der gesetzliche Mindestlohn kann bei der Arbeitszeitverkürzung helfen. Er stärkt die Arbeitnehmer, sie können dadurch ihre Forderungen besser durchsetzen. Und vielleicht besinnen sich die Funktionäre irgendwann darauf, dass mehr Geld allein auch nicht glücklich macht. Weil sich dann alle weiter zu Tode arbeiten.

Dieser Beitrag erschien in Ausgabe 19/14.

Kommentare (58)

Oberham 10.05.2014 | 07:55

So lakonisch kann man über ein irrsinniges Hamsterrad reflektieren - gratuliere!

Fällt es wirklich so schwer weniger zu arbeiten, um dafür von der Last des Konsums befreit zu werden?

Würden die Menschen kapieren, dass wohl mehr als die Hälfte ihrer Einkaufsarbeit nichts weiter als Müll generiert und vollkommen unnütz für sie, die Kaufenden, ist, könnten sie vielleicht die Geschwindigkeit, mit der sich das Hamsterrad dreht reduzieren.

Mein Empfehlung - Grieg in den Walkman rein und spazierengehen - zur Ruhe kommen und mal über das Leben und das was Leben ausmacht nachdenken.

http://www.youtube.com/watch?v=M7NLZDig9_U

noch ein Tip - sollten sie mal wieder im Autoradio Werbung hören - tippen sie kurz und lassen einen Klassiksender einspringen - reflektieren sie die Veränderung - debile Werbesprüche verschwunden - meist ersetzt durch betörende Tonfolgen - sorry - aber die meisten leben in den Werbebotschaften und ihr Leben wird im Wahnsinn der totalen Kommerzialisierung zerrieben - am Ende bleiben Brösel die man in einer Plastikwanne, in irgend einem Heimzimmer solange am Leben hält, wie es kommerziell sinnvoll erscheint..............

Der Beitrag nennt manches - doch wie gesagt - wer darüber in dieser Form fabuliert, der scheint mir auch noch ganz gelassen zu bleiben, so man ihm einen Chip ins Hirn implantiert, zwecks Produktivitätssteigerung.

Schramm sprach vom Zorn, ich denke Zorn muss man sich von der Seele schreiben - nein, es sollte nicht Zorn sein - es sollte schlicht der Mut sein, aus dem Rad zu steigen und das Leben mit beiden Händen zu fassen!

..... doch die Angst vor der Armut, sie hindert Euch daran - dabei ist niemand ärmer, als jener, der seine Lebenszeit ungeliebten Abläufen opfert - was kann es schlimmeres geben, als von acht bis fünf in einem Amtszimmer zu hocken, nur um Lohn zu bekommen?

.... ja manche treffen es noch wesentlich schlimmer an, die stehen in staubigen, lauten Fabrikhallen - zwar nicht wie die absoluten Parias der globalisierten Welt - doch letztlich ist auch der Funktionsmensch in einem HDC ein Wegwerfmensch!

.... einzig er hockt in einem Golf und einem EFH in der Vorstadtsiedlung, und beansprucht gut das dreifache an Ressourcen, von dem was zukunftsfähig wäre.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 10.05.2014 | 09:37

toller Beitrag, Danke. Ich füge mal einen Link zu einer Grafik zu, der deutlich zeigt, wie wenig Arbeitnehmer von der Steigerung der Produktivität haben und wieviel die Arbeitgeber... Arbeitszeitverkürzung -verteilung ließe sich aus finanziellen Gründen ohne Weiteres umsetzen.

http://www.jjahnke.net/index_files/14849.gif

Die Sache mit einem niedrigen Bruttoeinkommen hat allerdings auch Auswirkungen auf die spätere Rente. Man müsste also auch parallel die Umstrukurierung des Rentensystems ins Auge fassen Alle zahlen ein - die Renten- Bezüge werden nach unten auf ein Minimum und nach oben auf ein Maximum festgelegt. Private Vorsorge bleibt dann jedem seinem Einkommen entsprechend selbst überlassen.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 10.05.2014 | 09:44

<q>Trotz technischen Fortschritts gelingt es unserer Gesellschaft nicht, weniger zu arbeiten. Warum eigentlich?</q>

Diese Frage haben sich schon klassische Ökonomen und schließlich auch Karl Marx gestellt. Im übrigen hat Marx für das 19. Jh. bereits Ihren analoge Überlegungen erschöpfend durchdekliniert; die Argumente von Unternehmern, Angestellten und Ökonomen sind heute genau dieselben wie damals. Aber Marx ist ein toter Hund, nun gut.

Die Analyse der subjektiven Faktoren schenke ich Ihnen, den Rest könnten Sie bei Marx nachlesen, Kapital, Band 1, Kapitel 8 und 13. Ansonsten wäre auch "reelle Subsumtion" ein gutes Stichwort für Sie. Aber, o weh!, Sie schaffen es ja sogar in diesem Beitrag, nicht ein einziges Mal von kapitalistischer Produktion auch nur zu sprechen (obwohl Sie sogar eine marxsche Kategorie benutzen). Dann müssen Sie eben weiter herumrätseln, wieso die Steigerung der Produktionskräfte durch die Technik nicht mit einer Steigerung der allgemeinen Muße einhergeht.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 10.05.2014 | 10:09

Aber Marx ist ein toter Hund

Das liegt vielleicht auch daran, dass man Marx richtige theoretische Analyse heute gar nicht mehr bemühen muss, da, wie in diesem Beitrag dargestellt, nicht nur die Fakten klar für jedermann ersichtlich, sondern auch spürbar sind.

Dann müssen Sie eben weiter herumrätseln, wieso die Steigerung der Produktionskräfte durch die Technik nicht mit einer Steigerung der allgemeinen Muße einhergeht.

Auch hier muss man nicht herumrätseln. Die Sache liegt nämlich klar auf der Hand. Es spielt keine Rolle welches System (sozial.-kapital.) Sie installiert haben oder installieren wollen.

Die Funktion jedes Systems ist abhängig von den Menschen die es steuern/ausfüllen. Und man sollte m. E mal langsam anfangen diesen Umstand zu akzeptieren, die Verantwortlichen klar benennen und verantwortlich machen.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 10.05.2014 | 10:18

Die Funktion jedes Systems ist abhängig von den Menschen die es steuern/ausfüllen.

.. und im Übrigen auch von den jeweiligen Zielsetzungen der Personen und deren Wertvorstellungen. Sind diese auf das Allgemeinwohl, unter Berücksichtigung der langfristigen Auswirkungen für Mensch und Umwelt ausgerichtet oder rein egoistisch?

Und haben die maßgeblichen politischen und wirtschaftlichen Führungskräfte eigentlich die nötige intellektuelle Kompetenz und Weisheit, um die Dinge für die Allgemeinheit zum Guten zu wenden?

Man muss, glaube ich, keine intellektuelle Leuchte sein, um festzustellen, dass es weltweit gerade nicht einen Einzigen kompetenten und weisen Weltenlenker gibt.

h.yuren 10.05.2014 | 10:49

lieber felix,

das thema ist alt und doch immer noch aktuell. denke nicht an marx, wohl aber an bertrtand russell, der vor fast 100 jahren schon mal ausgerechnet hat, dass 3 stunden arbeit am tag ausreichten, das bip oder soll zu erfüllen, wenn, ja, wenn alle arbeitsfähigen tatsächlich mitmachten.

eine andere sache ist die mentalität. wo andauernd von wettbewerb und arbeitskampf die rede ist, steht die kampfbereitschaft im arbeitsalltag wie im sport etc. einer haltung im wege, die eigene wege geht. die z.b. auf einkommen verzichtet, um dingen nachzugehen, die wichtiger sind als gelderwerb und konsum.

versuche, die arbeitszeit neu zu bestimmen, fallen nach kurzer zeit in sich zusammen wie die sandburgen am strand, weil das system unverändert auf diese veränderungen einwirkt. die rufe nach wachstum z.b. sind unvereinbar mit reduktion, mit verzicht.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 10.05.2014 | 11:16

Ich weiß nicht, woher Sie Ihre Auffassung über den Zusammenhang von Struktur und Handlung gewonnen haben, aber sie scheint mir doch allzu naiv. Die von Ihnen bemühten Werte, Ziele, Zwecke, Interessen, Bedürfnisse etc pp sind ja allesamt gesellschaftlich formbestimmt oder (Adjunktion) gänzlich gesellschaftlich produziert. Das einzelne Subjekt erwirbt m.o.w. unwillkürlich während seiner Sozialisation und Persönlichkeitsbildung - zumeist auch noch schicht- und milieuspezifische - Werte; die Interessen stellen wohl weitestgehend Systemfunktionen dar. Wenn Sie, so Marx, keinen Tauschwert produzieren, dann haben Sie i.d.R. gar nichts produziert. Wenn Sie Schuhe oder Nähmaschinen oder Kinderspielzeug produzieren wollen, dann müssen Sie es in den Formen von Ware-Geld-Kapital-Kredit usf. tun, oder sie produzieren gar nichts. Diese gesellschaftlichen "Formen", wie Marx sagt, stellen gewissermaßen Handlungsschemata dar und die Subjekte, die diese Handlungsschemata durch Ihr Tun aktualisieren stehen untereinander in einem zwingenden Handlungszusammenhang. Deshalb sprechen bürgerliche Soziologen (auch linke) gern von "Systemlogik" oder "Logik der Verhältnisse" u. dgl. mehr. Welche Rolle spielt hierbei das Bewußtsein und der Wille der Subjekte? Die Subjekte möchten wohl in der Mehrheit gerne anders, aber solange wie sie den kapitalistischen Formzusammenhang nicht lösen oder grundsätzlich infrage stellen können, müssen sie durch ihr Tun Systemfunktionen aktualisieren. Diese systematische Ordnung vorausgesetzt sind die Distributionsverhältnisse (also des gesellschaftlichen Reichtums unter die Individuen, aber auch der Individuen unter die verschiedenen gesellschaftlichen Produktionszweige) nicht beliebig disponibel, mag der Wille zur Umverteilung auch noch so stark sein. Die politischen/bewegten Linken unserer Tage vergessen gerne, daß die Arbeiterbewegung unter sehr eigentümlichen objektiven Bedingungen die modernen sozialen Errungenschaften erkämpft oder wenigstens erpreßt hat, namentlich die Beherrschung des Weltmarktes durch europäische/angloamerikanische Unternehmen. Alle Reichtümer der Erde stapelten sich in europäischen Lager- und Warenhäusern, Märkten und Schaufensterauslagen. Das war nicht immer so und das muß nicht immer so bleiben.

Unter den gegebenen Bedingungen halte ich daher auch jeglichen Verantwortungs- und Schulddiskurs für unnötig und gefährlich. Am Kapitalismus ist niemand schuld. Die Suche nach Schuldigen im modernen Kapitalismus hat historisch in die Barbarei geführt. Ich plaidiere daher mit Marx für eine Entlastung der Subjekte, wo immer möglich. Angesichts Marxens eindringlicher Schilderung der ursprünglichen Akkumulation und der Arbeitswirklichkeit im 19. Jh. sollte wohl klar sein, daß dies nicht auf eine pauschale Gleichgültigkeit gegen Ausbeutung und Betrug hinausläuft.

GEBE 10.05.2014 | 11:37

„…Interessen, Bedürfnisse etc pp sind ja allesamt gesellschaftlich formbestimmt oder (Adjunktion) gänzlich gesellschaftlich produziert.““ (…) „

Ist das nicht sehr kurz gedacht resp. sogar ein circulus vitiosus, wenn Sie gleichwohl vom Willen reden? Dieser wäre ja dann auch nur gesellschaftlich vor-bestimmt (konditioniert).

Und damit wäre der Mensch als aufrecht gehenden Ratte definiert.

Andererseits besteht dasjenige Phänomen, daß es Epochen gibt und daß innerhalb dieser Epochen Menschen geboren werden (phänomenologisch betrachtet sogar als eine Art Schwung von Menschen), die vollkommen andere und neue Ideen in die Welt bringen, welche weder als Wirkungen aus gesellschaftlich schon Gegebenem zu verstehen sind, noch als etwa als genetisch determiniert. Ein Beispiel selbst ist Marx, welcher den krassen Gegensatz zum Idealismus geschaffen hat, hin zu einem – ich möchte sagen -, unseligen, alles beherrschbaren Utilitarismus.

gweberbv 10.05.2014 | 12:08

Sie haben sich an ihr hohes Einkommen und ihren Lebensstandard gewöhnt, die Werbung verkauft ihnen immer neue Bedürfnisse nach weiteren Konsumgütern.

Die teuerste Anschaffung im Leben eines Menschen ist meist das Eigenheim. An der Preisentwicklung von Neubauten kann man schön ablesen, dass es nicht nur die böse Werbung ist, die dem Menschen unsinnige Bedürfnisse einimpft. Stattdessen wird z. B. Bauen immer teurer, weil ein Gebäude immer mehr leisten kann, soll und - was z. B. Energieverbrauch angeht - sogar gesetzlich festgeschrieben leisten muss.

Hätte man die Lohnsteigerung seit den 80ern in Form von Freizeit ausgezahlt, könnten sich heute noch viel wenger Menschen eine (moderne) Wohnung/Haus leisten.

30sec 10.05.2014 | 15:26

Nun denn, vorwärts zurück! Lasst uns das Rad neu erfinden mit Marx, Russell & Lenin:

"Je rascher die Arbeiterklasse die ihr feindliche Macht, den fremden, über sie gebietenden Reichtum vermehrt und vergrößert, unter desto günstigern Bedingungen wird ihr erlaubt, von neuem an der Vermehrung des bürgerlichen Reichtums, an der Vergrößerung der Macht des Kapitals zu arbeiten, zufrieden, sich selbst die goldnen Ketten zu schmieden, woran die Bourgeoisie sie hinter sich herschleift."

Karl Marx, Lohnarbeit und Kapital, MEW 6, S. 416

"Mit den modernen Produktionsmethoden ist die Möglichkeit gegeben, dass alle Menschen behaglich und sicher leben können; wir haben es statt dessen vorgezogen, dass sich manche überanstrengen und die andern verhungern. Bisher sind wir noch immer so energiegeladen arbeitsam wie zur Zeit, da es noch keine Maschinen gab; das war sehr töricht von uns, aber sollten wir nicht auch irgendwann einmal gescheit werden?"

Bertrand Russell (1872 – 1970), Lob des Müßiggangs (1932)

"Das Grundgesetz der Revolution, das durch alle Revolutionen … bestätigt worden ist, besteht in folgendem: Zur Revolution genügt es nicht, daß sich die ausgebeuteten und unterdrückten Massen der Unmöglichkeit, in der alten Weise weiterzuleben, bewußtwerden und eine Änderung fordern; zur Revolution ist es notwendig, daß die Ausbeuter nicht mehr in der alten Weise leben und regieren können. Erst dann, wenn die „Unterschichten“ das Alte nicht mehr wollen und die „Oberschichten“ in der alten Weise nicht mehr können, erst dann kann die Revolution siegen. Mit anderen Worten kann man diese Wahrheit so ausdrücken: Die Revolution ist unmöglich ohne eine gesamtnationale* (Ausgebeutete wie Ausbeuter erfassende) Krise.

W. I. Lenin, Der „Linke Radikalismus“, die Kinderkrankheit im Kommunismus (1920)

* Soweit zurück geht's nimmer, das Kapital, der Kapitalismus herrscht global. Also "die Revolution ist unmöglich ohne eine globale Krise".

Und die Herrschenden werden nicht zögern, jeden kleinen Versuch einer tatächlichen Infragestellung ihrer Macht brutal und erbarmungslos im Keim zu ersticken.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 10.05.2014 | 17:32

Tags erkennt der Editor nicht, die müssen separat in HTML Fenster eingefügt werden; links neben dem Pinsel: klick HTML

Allerdings verarbeitet dieser Editor auch nicht alle Tags,

<q> q-tags z.B. nicht </q>

Beispiel:

Trotz technischen Fortschritts gelingt es unserer Gesellschaft nicht, weniger zu arbeiten. Warum eigentlich?

Besser ist darum ein I-tag; oben rechts zwischen B und U

Trotz technischen Fortschritts gelingt es unserer Gesellschaft nicht, weniger zu arbeiten. Warum eigentlich?

Eine qualifizierte Beschreibung dafür gibt es hier nicht.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 10.05.2014 | 17:50

Weil wir uns in D die Pflege von Menschen per Krankenversicherung nicht mehr leisten konnten, wurde die Pflegeversicherung eingeführt und im Gegenzug, damit wir uns das wirder leisten können der Buß- und Bettag abgeschafft.

Die gesamte Wirtschaft können wir auch so interpretieren:

Alle Dienstleistungen und alle Produktion wird letztendlich aufgegessen, wandert also durchs Klo.

Die Bruttowertschöpfung betrug nach Destatis.de für das Jahr 2013:

Land- und Forstwirtschaft, Fischerei: 19,27 Mrd Euronen

Gesamt Bruttowertschöpfung: 2.453,98 Mrd Euronen

Das Fressen beträgt also 0,78525 % vom ganzen Blubber

Falk 11.05.2014 | 00:33

Wer braucht z.B. einen Exportüberschuss von 7,5% (2013)?

Der Arbeitnehmer sicher nicht, warum soll er mehr produzieren als konsumieren?. 7,5% sind 3h pro Woche oder 3 Lebensjahre, die der Arbeitnehmer umsonst arbeitet, den der Lohn muss ja ans Ausland verborgt werden. Da das Auland nie zurückzahlt, wird der Arbeitnehmer mit Steuern aus seinem restlichen 92,5%-tigen Arbeitsverhältnis den Ausfall bezahlen.

In dem Fall könnten wir zum selben Lohn und Konsum 7,5% weniger arbeiten. Bedeutet aber weniger Vermögensgewinn.

Wieviel und was wir produzieren wollen, dazu werden wir Arbeitnehmer nicht gefragt. Wir können uns auch nicht wehren, weil die Eigentumsverhältnisse des Produktionskapitals die Selbstbestimmung aushebeln.

Die ständig steigende Arbeitsproduktivität kommt dem Arbeitnehmer nicht zugute. Die Reallöhne stagnieren. Mit der Arbeitsproduktivität steigt nur die Verantwortung und psychische Belastung, d.h. insgesamt verschlechtert sich die Lage der Arbeitnehmer.

So einfach ist das.

Eberhardt 11.05.2014 | 00:45

Die journalistische Pharisäer bescheren uns wieder einmal mit einer hohlen Problemstellung. Das hat mehrere Gründe.

Aber zunächst möchte ich den Begriff "Pharisäer" definieren. Das sind ja die Torahgelehrten, die in der Bibel vorkommen. Die schrieben vor, wie man zu leben und zu arbeiten hatte. Sie waren nicht handwerklich tätig und konsumierten ohne zu produzieren. Aus Gründen die hier nicht zum Thema passen hat sich diese Meschengattung bis heute erhalten: Priester, Professoren, Ingenieure, Richter, Politiker, usw. und natürlich Journalisten. Sie versuchen ihr ganzes Leben lang unser Vorstellungsvermögen zu unterjochen. Seit es Schamane und Priester gibt, ist ihr Hauptziel uns den grössten Teil des Mehrwerts abzunehmen, also auf unseren Kosten zu leben. Kaum einer der in seinem Leben, zumindest zeitweilig, etwas handwerklich erwirtschaftet. Zu trivial. Wenn man die Ausbeutung der Menschen und der Natur, die sie verursachen, errechnet, erhalten sie einen Lohn, den sie nicht verdienen. Und seit der Christenheit vertiefen sie sich in den abstraktesten und spezialisiertesten Gebilden, um ihre Intelligenz zu beweisen. Doch bringt das nur sehr wenig für die Praxis der Gemeinen.

So auch dieser Artikel. "Schön" Makroökonomisch aber nur scheibchenweise: Heute die Arbeitzeitverkürzung. Andere Kommentatoren haben auch zu Recht auf den fehlenden Bezug zum Kapitalismus gezeigt. Felix Werdemann will weniger arbeiten und ruft die Technologie an, die uns die Arbeit abnehmen solle, während wir uns der genussvollen Freizeit hingeben könnten, natürlich zum gleichen Lohn: Freudomarxistischer Traum, der wirtschaftlich unrealistisch ist. Doch er übersieht, dass die Technologie den Kapitalisten gehört. Wenn die Kapitalisten merken sollten, dass wir von ihrer Technologie abhängig sein sollten, würden sie ohne zu zögern die Preise dafür explodieren lassen.

Nehmen wir ein mir gut bekanntes Beispiel: Die Landwirtschaft. Wir verbrauchen Unmengen an hochtechnologische Produkte (Chemikalien, Saat, Traktoren, usw.), um massenhaft ungesunde Lebensmittel zu produzieren, wobei die Natur zerstört wird: Wasser, Boden, Luft. Und das mit nur 2% der erwerbstätigen Bevölkerung. Wollen wir das? Wollen wir am Ende Soylent Green fressen?

Mein Vorschlag dagegen ist den Kapitalismus (auch staatlichen) zu zerstören (nur freie Markwirtschaft für Mittelstand). Das heisst auch die Grossgrundbesitzer abschaffen und viele kleine Bauernhöfe gründen. Um uns gesund und autonom von unseren Lebensmittel zu ernähren, müssten 15-20% der Erwerbstätigen mitanpacken. Um ein gutes Beispiel zu geben müssten natürlich auch die Pharisäer von ihrem Sockel runtersteigen und einige Jahre ihren Komputer oder ihren Schreibstift gegen die Harke eintauschen. Das fördert übrigens die Gesundheit! So lösen wir nicht nur das Problem der Arbeitslosigkeit sondern auch die Widersprüche der immer noch heute gewährenden dreigeteilten Gesellschaft, wo die Einen sagen, wie die Anderen zu produzieren haben.

Wer sich ein konkretes Bild machen möchte, kann mich besuchen. Da zeige ich gerne die industrielle Landwirtschaft in meiner Umgebung, den industriellen Kommerz, denen ich mit meinem Zugpferd und meinem Markstand, inklusive politischer Alternative widerspreche.

Fro 11.05.2014 | 01:29

An diesem Phänomen zeigt sich doch mal wieder die ganze Blödsinnigkeit des Kapitalismus und die tragische Untertanenhaltung der Mehrheit der Beteiligten (ohne die der Kapitalismus gar nicht möglich wäre). Da schuften die Arbeitskraftvermieter - viele sogar für Hungerlöhne und oft bis hin zu ihrer gesundheitlichen Gefährdung -, um letztlich den Produktionsmittelbesitzern die Anschaffung von Arbeitskraft ersetzenden Maschinen zu ermöglichen und sich damit am Ende für die weitere Produktion entbehrlich zu machen, versäumen dabei aber mit den Arbeitskraftmietern einen Deal zu vereinbaren, der ihnen eine Beteiligung - in Form von Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich oder Produktionsmittel- und Gewinnbeteiligung - an der Rendite der von ihnen erwirtschafteten Produktionsmittel zu sichern. Selbst Schuld würde ich mal sagen....

Frank Linnhoff 11.05.2014 | 08:57

Nicht wenige Zeitgenossen überfordern sich in ihrer Arbeit solange, bis sie psychisch zusammenbrechen. Burn-out nennt sich dies Phänomen. Mich hatte niemand dazu gezwungen, mich viele Jahre lang selbst zu überfordern; denn ich war selbstständig. Bis zu meinem lebensgefährlichen Zusammenbruch hatte ich nicht gespürt, dass ich auf dem Weg war, mich zu Tode zu schuften. So ging es auch den vielen vollkommen erschöpften Nur-Hausfrauen und Müttern, welche ich später kennenlernte. Warum ich dies schreibe? Weil auch in diesem Artikel wieder einmal ausschließlich über Lohn- oder Gehaltsempfänger geschrieben wird, als ob das "Arbeiten bis zur Erschöpfung" nur bei ihnen vorkomme, allein durch ihre Situation als "Arbeitnehmer".

Ich bin nach der Erschöpfungsdepression bewußt aus der Konkurrenzgesellschaft ausgestiegen, lebe selbstbestimmt auf einfache Weise und sehr viel besser als vorher. "Warum schuften wir uns zu Tode?" so der Titel dieses Artikels. Meine Antwort: "weil wir uns dessen nicht gewahr sind."

Avatar
Ehemaliger Nutzer 11.05.2014 | 09:48

Ich frage mich, ob Herr Werdermann die verlinkte Studie https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Arbeitsmarkt/Erwerbstaetige/StandEntwicklungErwerbstaetigkeit2010411127004.pdf;jsessionid=7210C79335CA7818A12D99408A370C5A.cae2?__blob=publicationFile

nicht nur überflogen, sondern auch verstanden hat.

Die, die hier deutlich über 40 Sunden arbeiten, sind die SELBSTSTÄNDIGEN!

Und da werden keine Gewerkschaften helfen und auch keine Mindestlöhne und auch keine Arbeitgeber für 35 Stunden-Wochen.

Während sich nämlich der arme ausgebeutete Arbeitnehmer gepflegt vor dem Fernseher ein Bierchen zum Fußball gönnt, sitzt der Selbstständige noch am Schreibtisch und macht die Abrechnung.

Oberham 11.05.2014 | 11:45

.... stimmt, es gibt viele Selbstständige, die sind schlicht x-fach Sklaven - operatives Geschäft, Bürokratie, Konsum - erst wenn sie den Sprung zum Sklavenhalter schaffen, sind sie wirklich "Selbstständig" - und sorry - ein bequemes Unternehmerleben gibt es nur für Verbrecher - jene die wirklich faire Löhne zahlen möchten haben am Markt kaum eine Chance - die müssen schon wirklich sehr innovativ oder in absoluten Nischen super vernetzt sein - letztlich dienen sie aber damit wieder dem Moloch, auch wenn sie vielleicht kleine Inseln vernünftigen, und gerechten Wirtschaftens schaffen.

Im Mainstream lohnt sich nur gewissenloses und verschlagenes Menschenschinen und Menschenverarschen - ich meine lohnt sich materiell - keine Ahnung wie sich so ein Arschloch von innen anfühlt - könnte ja sein, die leiden ebenso -

..... nur - wer will bestreiten, dass die Mehrzehl der Menschen mehr Lebenszeit im Unglück den im Glück verbringt und genau dieses Verhältnis spiegelt - neben der offensichtlichen Vernichtung der Lebensgrundlagen - den ganzen Irrsinn!

iDog 11.05.2014 | 15:22

"... erst wenn sie [unternehmer] den Sprung zum Sklavenhalter schaffen, sind sie wirklich "Selbstständig" - und sorry - ein bequemes Unternehmerleben gibt es nur für Verbrecher - jene die wirklich faire Löhne zahlen möchten haben am Markt kaum eine Chance - die müssen schon wirklich sehr innovativ oder in absoluten Nischen super vernetzt sein - letztlich dienen sie aber damit wieder dem Moloch, auch wenn sie vielleicht kleine Inseln vernünftigen, und gerechten Wirtschaftens schaffen."

das ist leider nur zu wahr ... und sie dienen damit dem Moloch , weil der die Inovation in den allermeisten Fällen letztendlich einfach schluckt, übernimmt, kauft , in die Schublade schiebt, was auch immer. Und nix ist mit der Insel des gerechten Wirtschaftens, das es kapitalitischer Sicht nicht geben kann.

Die Übervorteilung als Geschäftsmodell der latenten Gewaltandrohung führt gerade zum Verschwinden der Arbeit als freie Lohnarbeit inden Kerngebieten des globalisierten Kapitalismus. Die war aber nur ein temporäres Zugeständnis dan die kapitaliorientierte Akkumulation aus unbezahlter Arbeit, und kann ohne die letztere gar nicht funktionieren. Kapitalismus ist und belibt damit Rassisimus und Sklaverei, da kann man noch so viel akademisch-fundamentalistischen oder auch syndikalistischen Blödsinn erfinden. Wer nicht teilt, kann sich die Erklärung dazu auch ruhig sparen, braucht aber sicher eine sehr dicke Keule.

Hunter S.T. 11.05.2014 | 15:31

' Trotz technischen Fortschritts gelingt es unserer Gesellschaft nicht, weniger zu arbeiten. Warum eigentlich?' na wegen dem Zinseszins in privater Hand. Die Reichtümer der Herrschenden gehen dadurch Richtung unendlich, also muss das Volk auch Richtung unendlich arbeiten, um genügend Werte zu generieren, die sich die Herrschenden wieder einverleiben können. Nicht umsonst verurteilen die meisten Groden Religionen den Zins und insbesondere den Zinswucher und der Zinseszins ist nichts anderes als Zinswucher. Wäre alles kein Problem, wenn der Staat sein eigenes Geld schöpfen würde, da dann jegliche Zinseinnahmen wieder dem Volk zugeführt werden könnten. Und jetzt bitte nicht argumentieren, dass staatliches Geld die Inflation fördern würde, ob die Politiker direkt selbst Geld Drucken oder soviel Kredite aufnehmen können, wie sie wollen, macht mal gar keinen Unterschied. Zudem tritt sowieso keine Inflation auf, solange die superreichen selbsternannten 'Eliten' ihr Geld auf dem Konto horten, anstatt es wieder auszugeben und so dem Geldkreislauf zur Verfügung zu stellen.

Felix Werdermann 11.05.2014 | 18:13

Wenn Sie auf Seite 70 schauen, sehen Sie, dass alleine mehr als drei Millionen Angestellte und fast eine Million Arbeiter 45 oder mehr Stunden arbeiten. Bei 40 Stunden oder mehr sind es mehr als sechs Millionen Angestellte und mehr als drei Millionen Arbeiter. Aber es stimmt, dass Selbstständige im Schnitt mehr arbeiten (siehe dazu S. 64). Jedoch ist es auch nicht so, dass Selbstständige nicht in Gewerkschaften organisiert wären (z.B. freie Journalisten).

eldorado 11.05.2014 | 18:33

Was für eine verkehrte Welt!

Die Menschen dienen der globalisierten Wirtschaft, und die Wirtschaft hat vergessen, dass sie eigentlich dafür da ist, den Menschen zu dienen.

Die globalisierten Allesfresserplayer kaufen alles auf, was nicht niet und nagelfest ist. Je mehr Macht sie dadurch haben, wird das weidlich ausgenützt. Paradebeispiel: Monsanto.

Eigentlich könnte die globalisierte Wirtschaft eine gute Sache sein. Sie könnte da sein, um die Ungleichgewichte abzufedern, Not zu lindern. Es ist aber ganz anders gekommen. Die Menschen sind da, der Wirtschaft zu dienen. Es wird dort produziert, wo es am billigsten ist, und dorthin geschafft, wo am meisten Gewinn winkt. Das "Brüderlichkeit" von der französischen Revolution gehört nämlich eigentlich in die Wirtschaft. Die wurde jedoch niedergeschlagen - fatal!

Ich habe den schweren Verdacht, dass da einerseits, die sich kaputt arbeiten, andererseits die, die leer ausgehen, gewollt ist. So lässt sich die Bevölkerung manipulieren und gegenseitig polarisieren.

Personenfreizügigkeit: Was für ein Unwort. Es geht im Grunde genommen gar nicht darum, dass sich die Menschen frei bewegen können, sondern es geht einzig darum, dass sich die Menschen besser auf dem Kontinent herumschieben lassen können und dient einzig im Interesse der grossen Firmen und zerstört das soziale Gefüge der Menschen.

Ausserdem findet im Moment eine grosse globale Umwälzung statt, die von den USA kommt. Das nennt sich ttip und ist ein Freihandelsabkommen. Das ist kein Freihandelsabkommen unter einzelnen Staaten, sondern ist ein Abkommen, dass die Firmen die Souveränhoheit über die Staaten gewinnen.

Da gibt's noch ein weiteres Hilfsmittel, das die Automatisierung am Laufen hält. Es sollte doch so sein, dass bei gleichbleibender Qualität immer weniger Arbeit wird. Da wird immer mehr "geplante Obsoleszens" eingebaut. Das erste Produkt, das das erfahren hat, soll unsere geliebte Glühbirne gewesen sein. Auch sollen die ersten Nylonstrümpfe fast ewig gehalten haben. Mit Bruchstellen im Gewebe wurde da nachgeholfen. Und so lassen sich massenhaft solche eingeplante Fehler feststellen. Eigentlich wird die Technik immer besser und doch halten die Gebrauchsgüter immer weniger lange.

pleifel 11.05.2014 | 19:53

Nun, die Liste der Güter die länger halten, ließe sich beträchtlich verlängern. Da gibt es z.B. eine Glühbirne in den USA, die seit über 100 Jahren brennt!

Anderes Beispiel: Als die Digitaltechnik aufkam, war die Frage, ob die alten Kameras mit den Filmpatronen nicht elegant mit der neuen Technik verbunden werden könnten. Nein, die alte Ausrüstung sollte komplett ersetzt werden, was man auch so durchgezogen hat. Ein durchaus glaubwürdiges "Gerücht" machte die Runde, dass ein entsprechendes Patent aufgekauft und stillschweigend "versenkt" wurde.

pleifel 11.05.2014 | 20:05

"Man muss, glaube ich, keine intellektuelle Leuchte sein, um festzustellen, dass es weltweit gerade nicht einen Einzigen kompetenten und weisen Weltenlenker gibt."

Dass meinen Sie doch nicht wirklich? Hat es keine Aufklärung gegeben? Wo bleibt der mündige Mensch?

Niemand soll und kann unsere Verantwortung abnehmen. Entscheidend bleibt doch unser persönliches Handeln in konkreten Situationen. Und da schadet es sicher nicht, ständig an den eigenen "Vor-Urteilen" zu arbeiten.

Ich kenne aber Menschen, die glauben heute noch, dass es den "kompetenten und weisen Weltenlenker gibt".

iDog 11.05.2014 | 20:18

" ... die Wirtschaft hat vergessen, dass sie eigentlich dafür da ist, den Menschen zu dienen."

Ich halte das für einen weit verbreitetn Mythos der sich an Hand des Begriffs "die Wirschaft" aber leicht klären lässt.

Wer ist "die Wirtschaft" ?

Wenn wir alle das sind , dann stimmt ihr Satz nicht, denn wir haben nich tvergessen, dass Wirtschaft der Versorgung dienen soll.

nd wenn wir es nicht alle zusammen sind , sondern nur eine bestimmte Gruppe von Menschen, dann hat ihr Satz noch nie gestimmt . Es ging dann immer nur darum das "die Wirtschaft" dieser besagten Gruppe von Menschen diente. Und so ist es heute leider immer noch.

Es wird Zeit das zu änderen. Aber bitte nicht mit einer Wahl ohne Demokratie.

eldorado 11.05.2014 | 20:59

Die Wirtschaft, vor allem die grossen Globalfirmen, sind doch viel mehr an ihrer eigenen materiellen Wertschöpfung interessiert, als etwas Sinnvolles zu produzieren!

Wie z.B.

Monsanto, die mit ihrem Paket Gifte zum Versprühen mitliefern, die die Anwender krankmachen oder gar töten.

Die grossen Pharmafirmen, die dauernd neue Medis erfinden, die oft nicht besser, sehr oft sogar mehr Nebenwirkungen haben, aber sicher mehr Kohle bringen.

Nestlé, die den Menschen das Wasser abgräbt und weil dann die Quelle den Menschen nicht mehr genug hergibt, dieses ihnen dann teuer verakaufen.

usw!

Und nun erklären Sie mir mal, inwiefern diese Firmen und ihre Angestellten für die Konsumenten da sind. Das behaupten sie zwar. Aber die sind doch nur an ihrer Bereicherung interessiert und machen den Menschen schmackhaft, dass sie ohne ihre Produkte nicht auskommen.

Und die Politiker und Regierungen sind dem erlegen - auch in der Schweiz, wo wir die direkte Demokratie haben.

Avatar
Ehemaliger Nutzer 11.05.2014 | 21:33

Sehr wohl wurde auch zb Bayer CropScience in Stellung gebracht, für einige sogar gegen Monsanto.

Beide produzieren indes brian potential: dass sowohl Monsanto wie andere Lebensmittelkonzerne (vergessen wir nicht die Verflechtungen von Monsanto mit zb Nestlé) damit unsinnig umzugehen scheinen: no doubt abt that, abgesehen von den Verheerungen, die solche Konzerne in gewachsenen Strukturen anzurichten vermögen.

Nur, anzunehmen, es gäbe innerhalb dieser Konzernkonglomerate keine ernstzunehmenden Kritiker, das klänge schon nach Schneewittchen weißflittchen.

Was Sorge bereitet ist die Kritik von außen: außer schwammig formulierten Ängsten kommt das meist wenig mehr bei rüber.

Und ernstzunehmende Kritik bleibt angebracht und realisiert, gerade in Anbetracht der problematisch wirkenden Verhandlungspositionen in Sachen TTIP.

Die Dräger-Werke in Lübeck sind allerdings länger bekannt als Pestizid-Hersteller all over the World als Monsanto.Das kann Monsanto nicht besser machen, sollte indes Anlass geben, darüber nachzudenken auf welchen und in welchen Ebenen bei diesem Thema diskutiert werden könnte oder sollte.

Giuseppe Navetta 12.05.2014 | 00:26

Das ist ein wirklich guter und wichtiger Artikel, weil er dem immer wieder von vielen Menschen inzwischen fast verinnerlichtem Märchen von der technologisch induzierten Arbeitslosigkeit widerspricht. Selbstverständlich sind es nicht der technologische Fortschritt und die damit teilweise oder nachwirkend einhergehenden Produktivitätszuwächse an sich, die hauptursächlich für Massenarbeitslosigkeit verantwortlich sind, sonder der spezifische Umgang mit beidem unter gegebenen Machtstrukturen und Herrschaftsverhältnissen. Eine Tatsache im übrigen, die wie kaum ein anderer sozialer Tatbestand, von einigen gesellschaftlichen Gruppen und Institutionen zur Aufrechterhaltungen ihres Status Quo versteckt oder gar geleugnet wird. An dem Problem lässt sich wunderbar die entscheidende Machtfrage im Kapitalismus exemplifizieren, die inneren Widersprüche und das immer wieder zu tarierende Machtpendel. Heiner Flassbeck kritisiert den Vorschlag, Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich zu fordern, aus mehreren Perspektiven in folgendem Beitrag: http://www.flassbeck-economics.de/arbeitszeitverkurzung-mit-vollem-lohnausgleich-warum-werden-immer-wieder-die-gleichen-fehler-gemacht/

In der Regel schätze ich Heiner Flassbecks Beiträge zu ökonomischen Sachverhalten doch sehr oft, in diesem Fall ist seine Kritik aber widersprüchlich. Ganz richtig kritisiert Flassbeck, dass man Nachfragelags der Arbeitsnachfrage und Preissteigerungen mitberücksichtigen muß, denn unter herrschender ordnungspolitischer Konstellation, können Privatunternehmen ja nicht zur Neueinstellung gezwungen werden. Ebenso erscheint mir die Gefahr damit verbundener Preissteigerungen nicht ausgeschlossen, aber dass bei Arbeitszeitverkürzung sie nicht notwendigerweise explodieren müssen, wie man ja beobachten kann, ist ebenso richtig, zumal Inflationsängste schüren ja gängige politische Praxis ist, um Arbeitnehmerforderungen zu diskreditieren. Zum Schluß seiner kontroversen Beurteilung, kommt aber auch Heiner Flassbeck zum Ergebnis, dass bei ausreichendem Wachstum etwas mehr Lohn und eine mäßige Reduzierung der Regelarbeitszeit durchaus angebracht seien. Letzendlich muss man aber feststellen, dass einzige was an Bontrups und Massarats Vorstoß wirklich als Hindernis angesehen werden kann, dass beide damit sich an die Profitrate herantrauen und verlangen, dass ein Teil davon mehr in Investitionsgüter oder eben Arbeitsplätze gesteckt wird. Aber herrjeh, schon das alleine wird in unserer Gesellschaft z.T. schon als linksradikaler Unsinn diffamiert. Das Heiner Flassbeck ebenfalls nach der Durchsetzbarkeit solcher Forderungen und den dazu notwendigen Mehrheiten fragt, verdeutlicht einmal mehr, dass es sich um ein Politikum handelt, bei dem die ökonomische Notwendigkeit aus oben genannten Gründen nicht wirklich diskutiert wird!

eldorado 12.05.2014 | 02:45

Ich frag mich auch, warum der Staat alle ihre Betriebe verscherbelt. Ich meine Betriebe, wie die Post, Bahnen, Trams usw. Und sie in die Freie Marktwirtschaft entlässt. Die werden doch alle ruiniert, nicht mehr richtig unterhalten und gepflegt, der Service ist schlechter dafür die Gewinnmaximierung gut.

Und ... doch, doch! Ein BGE ohne Kaptialismus und Wachstum ist möglich finde ich. Man sollte es dann aber nicht aus dem Kapitalismus heraus und an ihn anlehnen.

Ein BGE braucht den Anarchismus!!!

uwe 12.05.2014 | 22:27

Prima Titel, schöne Träume. Mehr aber auch nicht.

1) Arbeitszeitreduzierung zur Arbeitsumverteilung - deja vu. Das ist bereits ausprobiert worden, funktioniert nicht:

Diesen Irrglauben haben wir in DE bereits in den 80er/90er praktisch überprüft mit dem Ergebnis dass die zu teuer werdenden Arbeitsplätze exportiert bzw. wegrationalisiert wurden. Konsequenz: Agenda 2010. Wollt Ihr wirklich Version 2.0 davon?

2) Zitat: "Vorstellbar ist ebenfalls, dass Arbeitsprozesse anders organisiert werden, sodass statt des einen hochqualifizierten Experten zwei weniger gut ausgebildete Arbeitskräfte die Aufgaben übernehmen."

Hm, ich stelle mir mal vor

- die Diagnose stellt nicht mehr der Arzt, sondern die Krankenschwester, in 8 von 10 Fällen kann die das genauso gut. Und zu zweit machen die das doch locker und haben auch viel mehr Zeit für den Patienten. Nur was ist, wenn Du zu den restlichen 2 Fällen gehörst?

- Und auch viel Spaß beim Operiert werden durch die zwei Krankenschwestern

- Und den Piloten im Airbus ersetzen wir durch 2 Busfahrer. Bei Ryanair reicht bestimmt auch einer.

usw.

3) Grundeinkommen, die 38.te

Finanzierung schenke ich mir mal. Aber was ist mit den vielen eher unbeliebten Jobs, in erster Linie bisher von eher gering qualifizierten Menschen durchgeführt? Wie sollen die Leute für diese Jobs motiviert werden? Geld kann es dann ja wohl eher nicht sein. Und falls doch, dann wird das Grundeinkommen bald nicht ausreichen, diese Dienste zu zahlen. Damit sind wir dann wieder beim Status quo ante.

Uwe

lauterklabauter 13.05.2014 | 14:39

Was Sie ansprechen, ist die Wurzel allen Übels. Um das konkret zu verstehen, muss man sich etwas mit dem Thema Geldsystem beschäftigen. Dann guckt man sich etwas in der Welt um, schaut mal etwas hinter die Kulissen, denkt nach, berücksichtigt den Menschen auch unter psychologischen Aspekten, und dann erkennt man die Wurzel allen Übels: unser Geldsystem, Zinseszins etc.

Als ich die Ungerechtigkeit dieses Systems nach ein paar Monaten Informationsaufnahme und Nachdenken erkannt habe, war 40. Solange hat es gebraucht. Warum nur? Weil es in Schule und Hochschule nicht gelehrt wird (und ich habe auch Wirtschaft studiert).

Wenn man weiß, wie das Geld- und Finanzsystem funktioniert, dann muss man fragen, wer kontrolliert es und hat somit die größte Macht der Welt: Der Finanzadel (Plutokratie), der auch aus dem Adel hervorging (Rothschildt ist da ein Beispiel, gibt es nicht nur Wein, der so heißt, die sind auch dick im Bankengeschäft).

Um dieses System zu verstehen braucht man eigentlich nicdht unbedingt Marx, doch es hilft sicherlich. Man muss Marx ja nicht im Orginal lesen. Mit Kommentaren und Zusammenfassungen geht das effizienter. Seit Marx hat sich nicht nur die Sprache verändert, sondern auch die gesellschaftlichen Verhältnisse in Bezug auf Technik, demokratische Entwicklung, ... insofern kann Marx auch nicht alleinerklärend für die aktuelle Lage genügen.

Natürlich hat vieles, was Marx beschreibt, auch heute noch Gültigkeit.

Um aus dem Hamsterrad zu kommen, müsste das Problem unseres Geld- und Wirtschaftssystem von der Mehrheit der Bürger verstanden werden. Dann würden darauf ziemlich sicher einige Konfrontationen entstehen, die Revolution, Reform, Konflikt mit kriegersichen Ausmaßen... als Folge hätten.

Es ist in der Tat so, dass bestimmte Phrasen doch allzu wahr sind:

Geld regiert die Welt. Haste nix, biste nix.

Ich hoffe wirklich, ich täusche mich und die Geschichte belehrt mich eines Besseren.

Was wohl die wahren Beweggründe, für das Vorgehen einiger Akteure im Ukraine-Konflikt sind?

Wie gesagt, ich hoffe, dass ich mich täusche.

Oberham 13.05.2014 | 18:48

.... jetzt haben wir sogar einen Film gedreht ;-)............ -

witzig - die Darsteller haben alle brav gearbeitet und arbeiten weiter brav - der Philosoph - wie putzig.......

... aber die Aussage - passt - wie so oft -

hatten wir das nicht schon immer mal wieder - am niedlichsten sind die braven, willigen Helfer, die ganz klar die Aussagen treffen, aber trotzdem mitwursteln...... -

Sinn :-))))))) der absolute Brüller (ob der Mann nur ein gradioser Kabarettist ist, oder tatsächlich glaubt was er sagt??????)