Furcht vor klugen Köpfen

Klassenkampf An Trumps Wahlerfolg seien vor allem linksliberale Intellektuelle schuld, ist nun vielfach zu lesen. Eine Widerrede

Als der superreiche rotgesichtige Mann ohne Benehmen nun also die US-Wahl gewonnen hat, und als es danach überall hieß, dass der verarmte weiße Mann ohne Collegeabschluss ihn gewählt habe, dauerte es keine 48 Stunden, bis zweierlei geschah: Zum einen konnte die ganze Welt mitansehen, wie ein kleiner Testlauf zu einem Pogrom aussieht, in den USA, der uns bis eben noch so vertraut erschienenen westlichen Welt. In einer Schule verteilten weiße Jugendliche selbstgebastelte Ausreisebescheide an die Latinos im Klassenzimmer und skandierten im Rudel: „Ihr könnt gehen!“ Weiße Frauen rissen muslimischen Frauen die Kopftücher herunter, asiatisch aussehende Frauen wurden angespuckt, mehrere schwarze Frauen berichteten, wie sie von Gruppen weißer Männer umzingelt wurden und wie diese ihnen, unter Verweis auf die nun angebrochene „Grab her by the Pussy“-Ära, in den Schritt griffen. Aus allen möglichen Bundesstaaten wurden solche Vorfälle gemeldet, mit Videos und Fotos. Eines der Bilder zeigt eine Hauswand, darauf der Spruch: „Black lives don’t matter.“

„Lügenpresse“-Argumente

Zum zweiten setzte sofort das große Keckern ein. Ein siegesgewisses Keckern, das nicht von der Straße kommt, sondern von weit oben, aus den gut klimatisierten Spiegelglasetagen der US-Gesellschaft. Was Trump bloß grob geraunt und geröhrt hat, formuliert der eloquentere Teil des konservativen bis extrem rechten Lagers jetzt hämisch aus. Eine Teil-Elite erklärt eine andere Teil-Elite zur Ursache für das Wahlergebnis: nicht die Hedgefonds-Zyniker, wegen derer Millionen von Amerikanern in Zwangsversteigerungen ihre Kleine-Leute-Häuschen verloren haben, und auch nicht die Jungs aus Trumps Immobilienbusiness, die die Städte, in denen es bislang immerhin noch Jobs gibt, als Spekulationsmasse behandeln und der dort arbeitenden Bevölkerung schleichend den Wohnraum entziehen. Nein – die Elite, die den Trump-Sieg befördert habe, sei eine andere: die links-liberalen Intellektuellen des Landes. Mit ihrem Gender- und Differenz-Gerede hätten sie nicht nur jahrelang am weißen Mann ohne Collegeabschluss vorbeigedacht, schlimmer noch: Sie hätten ihm zu oft erklärt, und das im völlig falschen Ton, dass er nun mal nicht allein auf der Welt sei. Davon habe dieser die Nase jetzt voll.

An diesem Punkt gilt es jetzt tiefer zu tauchen. Die Gefahr des Aneinandervorbeiredens, der Kontaktverlust zwischen Gebildeten, Bildungsverlierern und denjenigen, die von Bildung gänzlich abgehängt sind, beschäftigt die demokratische Öffentlichkeit – auch in Europa, auch hierzulande – ja nicht erst seit Trump. Sie ist aktuell ein Schlüsselthema, gerade für viele linke und liberale Denkerinnen und Künstler, Publizisten und Politikerinnen. Neu ist, dass jetzt jemand, der monatelang mit dem „Lügenpresse“-Argument auf Stimmenfang ging (auch wenn Trump andere Formulierungen dafür fand), jemand, der Bildungsverlust und Bildungsverweigerung ausnutzte, ja sogar adelte, zum mächtigsten Politiker der Welt geworden ist.

Halten wir vor dem tieferen Eintauchen aber kurz fest: Der Wahlsieg Donald Trumps ist mitnichten ein Sieg des seit jeher von allen möglichen Regimes umgarnten und missbrauchten „kleinen Mannes“. X-fach ist es inzwischen nachzulesen, nachzuprüfen: dass die Trump-Wähler im Mittel wohlhabender sind als die Clinton-Wähler. Wohlhabender als die Bernie-Sanders-Anhänger allemal. Dennoch stimmt es: Viele Abgehängte, vor allem eben Weiße mit schlechter Bildung, haben dem rechts-bürgerlichen, dem kampfkapitalistischen Lager alten Stils zum Sieg verholfen. Jenem Lager, das den Klassenkampf auf perfide Art und Weise angeheizt hat – den Klassenkampf von oben, wohlgemerkt. Und das nicht nur in den USA, und auch nicht erst seit gestern.

Vor den „Trumpisten“ formierte sich die Tea Party. Hierzulande begannen zur selben Zeit, rund um die Lehman-Krise, noch vor der Gründung der AfD, sogenannte „neue Bürgerliche“ auf den Busch zu klopfen. Unvergessen etwa, wie sich der Publizist Norbert Bolz 2009, als hier erstmals über einen Mindestlohn debattiert wurde, im Magazin Cicero über die „Tyrannei der Wohltaten“ und „demokratischen Despotismus“ ausließ. Oder wie der Spiegel-Online-Kolumnist Jan Fleischhauer im Fahrwasser der Sozialschmarotzerdiskussion über Hartz-IV-Empfänger philosophierte: Rauchen und Alkohol seien Angelegenheiten des „sozialen Standes“. Oder wie großbürgerliche Feuilletons, an der Speerspitze die FAZ, ihren Ekel nicht nur vor privatem „Unterschichtenfernsehen“, sondern auch vorm öffenlich-rechtlichen „Verdummungsprogamm“ ausstellten und eine Abschaffung der „Zwangsgebühren“ forderten, was nun vor allem selbsternannte Reichsbürger und Aluhutträger nachkrähen.

Tatsächlich: Die Verachtung des mehr oder minder „dummen“, jedenfalls des „kleinen“ Mannes ist zuletzt aufgebrandet wie lange nicht mehr, dies- und jenseits des Atlantiks. Jene Verachtung kam und kommt von rechts oben. Und von dort wird jetzt ein weiterer Keil hineingetrieben, in das, was links unten so kreuchen mag. So wie der „Ausländer“ gegen den einheimischen Erwerbstätigen oder Wohnungssuchenden ins Feld geführt wird, oder die „Quotenfrau“ gegen den männlichen Arbeitslosen, so kommt jetzt also auch noch der „Studierte“ gegen den Proletarier hinzu.

Man muss sich nicht die Mühe machen, entsprechende amerikanische Tiraden zu übersetzen. Auch hierzulande mangelt es jetzt nicht an Häme gegen die linke Intelligenz. Etwa in der Welt, in der sich Andreas Rosenfelder nun unter der Überschrift „Die Intellektuellen haben ein Monster geschaffen“ über das – zweifellos schreckliche – Wort „postfaktisch“ ausließ. Es sei „beliebt bei Intellektuellen, Leuten also, die von Berufs wegen gerade nicht auf dem Boden der Tatsachen stehen, sondern auf den Schultern von mehr oder weniger großen Geistesriesen, ob diese nun Jürgen Habermas oder Slavoj Žižek heißen, Hannah Arendt oder Judith Butler, Karl Marx oder Jean-Paul Sartre“. Eine „riesige, ächzende Zirkuspyramide“ sei jenes intellektuelle Treiben, das auf der Lehre von Georg Wilhelm Friedrich Hegel basiere, derzufolge, schreibt Rosenfelder, „nichts in der Welt einfach nur so ist, wie es ist, sondern alles auch ganz anders sein kann, zumindest in der Theorie“. Ja, ja, dieser Hegel, der alte Marxist – glaubte doch tatsächlich, dass eines Tages alles auch ganz anders sein könnte!

Zu früh fürs Alarmschlagen?

Es ist wahr: An ebendiesem Strang arbeiten heute viele, vor allem jüngere Intellektuelle, wieder ganz bewusst und ganz verstärkt weiter – auch für die oder mit den Abgehängten. In den USA wird die neue Generation hegelianisch-marxistischer Denker (und Aktivisten!) seit einer Weile als „Neue Neue Linke“ bezeichnet. Genau das ist es ja, was die rechtsdrehende Oberschicht hüben wie drüben so fürchtet und weshalb sie sich nun bemüht, linkes Denken möglichst gründlich und grundsätzlich in Verruf zu bringen, etwa als nervtötendes „Political Correctness“-Geplänkel.

Was Rosenfelder „postfaktisch“ ausblendet, in der Anlegerzeitung Die Welt – die nach der Wahl einen Link auf ihrer Homepage trug: „Was bedeutet Trumps Sieg für mich und mein Geld? (nur für Abonnenten)“ –, ist, dass zu Trumps Erfolg vor allem auch Tea-Party-Reiche beigetragen haben. Den Kern seines Wahlkampfversprechens trat der designierte Präsident ohnehin gleich in die Tonne: Er, der angab, gegen „das Establishment“ anzugehen, hat vor, den Spitzensteuersatz von 40 auf 25 Prozent zu senken, und stellte als Mitstreiter den Oldschool-Republikaner Newt Gingrich vor, den früheren New Yorker Bürgermeister und Bush-Rivalen Rudolph Giuliani und den Goldman-Sachs-geschulten Hedgefonds-Banker Steven Mnuchin. „Wählt mich, was habt ihr schon zu verlieren?“, lautete eine trump’sche Wahlkampffloskel. Und es ist nicht verächtlich gemeint, sondern der Tragik angemessen, seinen Wahlerfolg so zu kommentieren: Es fanden sich genügend Verzweifelte, die ihm auf den Leim gingen.

Für den Anschub und Aufbau von Diktaturen waren Verzweifelte schon immer gut zu gebrauchen. Und allzu oft gingen sie dabei am Ende drauf, auf die eine oder andere Art. Dass er das Wahlergebnis anerkennen werde – wenn er gewinne, hatte Trump die Amerikaner mehrfach wissen lassen. Ganz gleich, wie er nun letztlich regieren wird: Dass eine solch klare Absage an das Prinzip der parlamentarischen Demokratie viele Menschen in den USA überhaupt nicht zu bekümmern scheint, ist das Erschreckende. Da hat längst etwas gewirkt, das womöglich nicht mehr zurückzuholen ist. Wenn sich Strickmuster und Bausteine des Faschismus jetzt und hier, in dieser Gegenwart, an vielen Orten gleichzeitig zu häufen scheinen: Ab wann ist der richtige Zeitpunkt, laut darauf hinzuweisen? Ist es jetzt noch zu früh, gar „alarmistisch“, von vorfaschistischen Strukturen zu sprechen? Oder ist es allerhöchste Zeit?

Hitler, Stalin, Mussolini, Franco, Salazar. Lange her! Und ja wohl komplett zu hoch gegriffen jetzt! Le Pen, Wilders, Hofer: Gemach, gemach, die müssen ja erst mal zeigen, ob sie’s, populistisch gesehen, genauso gut hinkriegen wie die Brexit-Geiferer! Erdoğan, Putin, Orbán, und die PiS in Polen: Sind allerdings schon einen Schritt weiter – mit Berufsverboten und Verhaftungen, mit der systematischen Diskreditierung und Ausschaltung „linker Intelligenz“, weil diese ihren Autokratien und antidemokratischen Geschäften gefährlich werden könnte. Grundkurs Faschismus, Lektion 2 a: Intellektuellenfeindlichkeit schüren. Lektion 2 b: Intellektuelle unschädlich machen.

Schädlich sei „Literatur, deren Kennzeichen eine geistreichelnde, bewegliche Intellektualität ist, die (...) in ihrer Standpunktlosigkeit ohne Bindung an die Werte ist, auf denen das völkische, sittliche und religiöse Gemeinschaftsleben beruht“. So definierten die Nazis „Asphaltliteratur“, die auf die Verbrennungslisten kam. Wenn man unbedingt wollte, könnte man eine minimale Verwandtschaft feststellen, zu den Vorwürfen, die den „Vertreter(n) eines linksliberalen, feministischen, sozialstaatsfixierten Multikulti-Wischiwaschi-Mainstreams“ (Wolfram Weimer, Ex-Welt, Ex-Cicero, Ex-Focus, heute: The European) gemacht werden: zu viel „Geistreichelndes“ wird da gedacht und verbreitet, statt „auf dem Boden der Tatsachen“ zu stehen.

Zugegeben: In den vergangenen 20 Jahren haben poststrukturalistische Diskurse an den Hochschulen und in kritischen Medien viel Raum eingenommen – Felder, die die Frage nach ökonomischer Ungleichheit oft nur am Rand streifen. Es stimmt auch, dass unter dem Stichwort Identitätspolitik absurde Detaildebatten gepflegt werden, die für Nichteingeweihte oft nicht nachvollziehbar sind, etwa vierteljährlich neu ausgerufene genderkorrekte Schreibweisen. Aber „postfaktisch“, also falsch, wäre die Behauptung, dass solche modischen Mätzchen, die oft nach einer Saison schon keine Gültigkeit mehr haben, Hochschulen oder die linken Medien und linke Politik okkupiert hätten. Gerade in den intellektuellen Experimentierfeldern Cutural und Gender Studies sind neue Ansätze zu Kapitalismuskritik gewachsen. Dort wurde vor gut zehn Jahren erstmals der Begriff „Klassismus“ breit angewandt – ein Wort, das Diskriminierung aufgrund der sozialen Stellung endlich zu erfassen und messbar zu machen versucht. In anderen Fächern, etwa in den progressiven Wirtschaftswissenschaften, entstehen ausgefeilte Entwürfe eines bedingungslosen Grundeinkommens – das die Machtverhältnisse zwischen Arbeit und Kapital künftig auf den Kopf stellen könnte.

Die billige „PC“-Keule

Die billige Behauptung einer angeblichen „Diktatur der Political Correctness“, eine Behauptung, die hierzulande schon fast so grassiert wie in den USA, und die vielleicht noch perfidere Behauptung, die Linken würden die Arbeiterklasse und deren Nachfolger, das Dienstleistungsproletariat, „von oben herab“ behandeln: Man kann sie widerlegen. Gerade für die USA. Wenn es ein Land gibt, in dem Linke ganz aktiv und handfest in Kontakt mit den Verlierern des Neoliberalismus stehen – dann dort. Da ist David Graeber, der 2011 in New York die superpopulistische Occupy-Bewegung mitbegründet hat und seine linksanarchistischen Bücher, heute von England aus, gezielt so verständlich schreibt, „dass auch meine Mutter es verstehen kann“ (Freitag 19/2016). Da ist der 28-jährige Einwanderersohn Bhaskar Sunkara, dessen 2011 gegründetes marxistisches Magazin Jacobin stetig wachsende Leserzahlen hat und niedrigschwellige linke Lesekreise an gut 100 Orten veranstaltet (Freitag 20/2016). Da ist Vince Gilligans Serie Breaking Bad (2008 – 2013), die von nichts anderem handelt als vom Zerbröseln der Mittelschicht. Da ist George Packer, Autor des New Yorker, der 2012/13 mit dem Reportageband The Unwinding (Die Abwicklung) eine knallharte Diagnose zum Zustand der US-Gesellschaft lieferte und mit seinen Storys über gescheiterte Tankwarte auf dem Land und verschuldete Sekretärinnen in den Vorstädten einen Bestseller landete. Und da ist der Filmemacher Michael Moore, der als TV-Figur landesweit bekannt ist, beharrlich gegen die Waffenlobby und gegen Ausbeutung kämpft, sich mit Gewerkschaften unterhält und aktuell für die Wasserversorgung der verarmten Industriestadt Flint streitet.

Aus vitalen intellektuellen und agitatorischen Strängen wie diesen ist etwas Unerhörtes erwachsen: eine neue politische und für US-Verhältnisse überraschend weit links stehende Bewegung. Ihre Vertreter votierten für Bernie Sanders. Und, wie Michael Moore nicht müde wird anzumerken: Würde im US-Wahlsystem nicht nach Staaten, sondern nach einzelnen Wählerstimmen gerechnet, hätte Hillary Clinton (das „kleinere Übel“ aus Sicht der Neuen Neuen Linken) gewonnen. Wegen dieser unerwarteten Stärke versucht die rechtsdrehende Oberschicht jetzt, linke Ideen in einem Abwasch zu diskreditieren.

Auf Deutschland geblickt: Wer hier jetzt an Hochschulen oder in kritischen Redaktionen Einfluss hat, dürfte zwischen 35 und 55 Jahre alt sein. Man könnte, nach dem Neomarxisten Fredric Jameson, von einer „Generation“ sprechen – von einer, die noch von dem profitierte, was „soziale Marktwirtschaft“ hieß – eine Gesellschaftsordnung, die eine gewisse „soziale Sicherheit (bot), die zum ersten Mal in der Geschichte auch lohnabhängigen Jugendlichen erlaubte, andere Lebensformen auszuprobieren, also reale Freiheit zu praktizieren, was bis dahin ein Privileg des Bürgertums war“. So formulierte es 2002 der Sozialwissenschaftler Volker Stork.

Viele dieser Bildungsaufsteiger gehören nicht zur satten Erbengeneration, sondern sind die ersten oder einzigen Akademiker in ihren Herkunftsfamilien. Die soziale Entfremdung, die daraus entstehen kann, hat schon Didier Eribon in Rückkehr nach Reims beschrieben, aktuell versucht Christian Baron in Proleten, Pöbel, Parasiten. Warum die Linken die Arbeiter verachten dieser Spur zu folgen. Auch von den biografischen Brüchen, die sich aus solchen Auf- und Abstiegserfahrungen ergeben, rührt das Interesse an Identitätspolitik – die durchaus einen revolutionären Gehalt haben kann, wie Theodor W. Adorno in seiner Negativen Dialektik skizzierte: „Das befreite Ich, nicht länger eingesperrt in seine Identität, wäre auch nicht länger zu Rollen verdammt. Was gesellschaftlich, bei radikal verkürzter Arbeitszeit, an Arbeitsteilung übrig bliebe, verlöre den Schrecken.“

Verheerend wäre es, wenn jetzt auch das linke Lager der Propaganda von rechts oben auf den Leim ginge und in seine traditionelle Lieblingsfalle tappte: die Selbstbezichtigung und Selbstzerfleischung. Nein! Die amerikanische Neue Neue Linke ist nun gerade brutal gescheitert – nicht an den Urnen, sondern vorher, an den betonierten Altmächten innerhalb der Demokratischen Partei. Ansonsten ist sie ziemlich stark – und man kann viel von ihr lernen.

Schauen wir auf zwei hiesige Zeitgenossen: den Lagerarbeiter mit Zeitvertrag und den freigesetzten Journalisten mit Doktortitel und 80-Euro-Aufträgen. So, wie die physische Kraft des Arbeiters nur noch wenig zählt, so kann auch ein akademischer Grad längst entwertet sein. Bei beiden ist das Geld knapp. Doch der Journalist verfügt über kulturelles und soziales Kapital, das ihm erlaubt, gehört zu werden. Wenn er sich jetzt, in diesen rechtsdrehenden Zeiten, dazu durchringen könnte, seine Statusangst abzulegen und seiner eigenen Prekarisierung und Marginalisierung fest ins Auge zu blicken, würden ihm vielleicht noch mehr Wege einfallen, mit dem Kollegen im Warenlager ins Gespräch zu kommen. Um gemeinsam die Schlagkraft zu erhöhen. Bevor ... Ja: Bevor es zu spät ist.

06:00 21.11.2016
Geschrieben von

Katja Kullmann

Stellvertretende Chefredakteurin
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Katja Kullmann

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