In Kooperation mit der Newton Foundation im Museum für Fotografie

Intermezzo im Museum für Fotografie

Nach über 20 Jahren wird die Dauerausstellung neu gedacht: Ein immersiver Filmraum, neue Perspektiven auf Helmut und June Newton – und ein frischer Blick auf Mode, Zeitgeist und Fotogeschichte

Collage von verschiedenen Bildern von Helmut Newton, Film Intermezzo. Revisiting Helmut Newton, © Helmut Newton Foundation Produced by Profirst International in collaboration with Martin Salvador, Studio for the MOP Foundation

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Intermezzo. Revisiting Helmut Newton

Intermezzo. Revisiting Helmut Newton

Helmut Newton Foundation im Museum für Fotografie

Jebensstrasse 2
D | 10623 Berlin

Ab 24. April. 2026!

Nach über 20 Jahren erfolgreicher Vermittlung in der Dauerausstellung Helmut Newton’s Private Property im Erdgeschoss des Museums für Fotografie haben wir uns entschieden, das Ausstellungskonzept zu erweitern und die bisherige Präsentation radikal zu verändern.

Die Grundidee, in diesem Raum über das Leben von Helmut Newton und seiner Frau June zu informieren, bleibt bestehen. Auch die Wechselausstellungen im ersten Stock kontextualisieren weiterhin zweimal im Jahr mal als Einzel-, mal als Gruppenausstellung das Werk von Helmut Newton und Alice Springs immer wieder aufs Neue.

Der Zwischenschritt der Transformation der bisherigen Dauerausstellung bietet ein filmisches Intermezzo mit Helmut Newton in einem überwältigenden Filmraum. Im Erdgeschoss projizieren acht Videobeamer einen Film auf mehrere große Leinwände, die die gesamten Wände des mittleren Ausstellungsraumes bedecken.

Der Film basiert in Teilen auf dem Filmporträt, das vor drei Jahren für eine große Newton-Ausstellung in A Coruña entstand, produziert von Profirst International in Zusammenarbeit mit dem Martin Salvador Studio für die dortige MOP Foundation. Ergänzt wird es durch bislang ungezeigtes Filmmaterial aus unterschiedlichen Quellen.

Im hinteren Teil des Ausstellungsraumes im Erdgeschoss des Museums hängen weiterhin knapp 100 Ausstellungsplakate von Newton, allerdings in einem veränderten Setting und ergänzt durch mehrere Plakate unterschiedlicher Alice-Springs-Einzelausstellungen.

In der 16 Meter langen Vitrine unter den Postern wurden die bisherigen Vintage-Magazine mit Newtons publiziertem Werk für die neue Präsentation durch andere Mode- und Lifestylemagazine ersetzt und mit Zeitschriften-Editorials von Alice Springs kombiniert, darunter Magazine wie Jardin des Modes, Elle, Queen, Nova, Elégance, Vogue, Amica, Vanity Fair, Egoïste, Stern, The New Yorker, Condé Nast Traveler, Photo oder Marie Claire.

Das langsame Abschreiten der Wandvitrine offenbart weiterhin einen intensiven Einblick in die Entwicklung der Modefotografie und des sich wandelnden Frauenbildes in der westlichen Welt von den späten 1950er-Jahren bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts, inklusive der revolutionären gesellschaftlichen Umbrüche in den 60ern und 70ern und ihren visuellen Auswirkungen – bis in die Mode hinein, die ja bekanntlich den Zeitgeist widerspiegelt.

Daneben, in den hinteren Korridoren von Intermezzo, werden zwei Biografien zum Leben und Werk von Helmut und June Newton sowie gerahmte Porträtfotografien der beiden Stiftungsgründer präsentiert. Gegenüber der riesigen Posterwand beginnt eine neue kuratorische Idee, die später unter dem Motto Spotlight: Behind the Frame in unregelmäßigen Intervallen wiederholt wird: Eine jeweils ikonische Fotografie aus dem Werk von Helmut Newton oder Alice Springs wird in den Fokus gerückt, indem ihre Entstehungs- und Distributionsgeschichte anhand von Kontaktabzügen des Shootings, Veröffentlichungen des konkreten Bildes, ggf.

Notizen sowie vergleichbaren Aufnahmen beleuchtet wird. Es beginnt mit Rue Aubriot, der legendären Modeaufnahme Newtons aus Paris, aufgenommen in der titelgebenden Straße für die französische Vogue im Jahr 1975, sowie der ersten Fotografie im Werk von Alice Springs: ein Werbebild für Gitanes-Zigaretten, aufgenommen 1970 ebenfalls in Paris. Diese Ausstellungsidee im Miniaturformat soll später auch von GastkuratorInnen weitergeführt werden. Die Foundation und ihre Archive werden auf diese Weise im wahrsten Wortsinn für eine Neubegegnung geöffnet.

Die zukünftige Dauerausstellung der Helmut Newton Foundation, die nach dem Ende des filmischen Intermezzos vermutlich ab Ende 2027 zu sehen sein wird, wird dann noch dynamischer auf die unterschiedlichen Aspekte beider fotografischer Werke reagieren. Im Rahmen der späteren Präsentation werden uns auch manche der beliebten persönlichen Gegenstände von Helmut und June Newton wieder begegnen, allerdings in einem vollkommen neuen Display und durch Audio- oder Videokommentare ergänzt.

Unser Dank gilt Marta Ortega Pérez, Gründerin der MOP Foundation, sowie dem Martin Salvador Studio und dem Team von Profirst International. Weiterhin danken wir dem Werkstudio Axel Kufus mit Oeken Schwindling, Toby Götz und dem EMA Team.

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