„Alles Vernünftige interessiert mich nicht.“

Programm Die kontroverse Diskussion über Rainer W. Fassbinders Werk und seine Person gehört dazu: Seine Exponiertheit, seine Unangepasstheit und Radikalität führten zu inzwischen legendären Filmen, die sich ins kollektive Bildgedächtnis eingeschrieben haben
El Hedi Ben Salem in ANGST ESSEN SEELE AUF, BRD 1973
El Hedi Ben Salem in ANGST ESSEN SEELE AUF, BRD 1973

Foto: Rainer Werner Fassbinder Foundation

Fassbinder lebte und forderte Intensität. Seine manchmal sperrige, kritische Haltung, gleichzeitig liebevolle Darstellung und Zeichnung der Menschen war ohne Unterscheidung ihrer jeweiligen Milieus von respektvoller und beispielloser Konsequenz. Seine Bildsprache changiert von Beginn an virtuos zwischen Theater, Film/Fernsehen und Zeitdokument.

Das Ausnahmetalent Fassbinder, der 1982 mit nur 37 Jahren starb, hat in den wenigen Jahren seit 1966 45 Filme wie Angst essen Seele auf oder Die Ehe der Maria Braun gedreht, inklusive mehrteiliger Fernsehproduktionen, wie Acht Stunden sind kein Tag oder Berlin Alexanderplatz. Er hat 26 Filme selbst oder co-produziert, ist in 21 Filmen anderer Regisseure sowie in 19 eigenen als Darsteller bzw. Gast aufgetreten; er hat 14 Theaterstücke geschrieben, 6 neu bearbeitet und 25 inszeniert. Und er hat 4 Hörspiele und 37 Drehbücher verfasst sowie an 13 Drehbüchern mit anderen Autoren zusammengearbeitet.

Veranstaltungen zur Ausstellung

Wie politisch ist das Werk von Rainer Werner Fassbinder?

Vom 7. – 9. Januar 2022

Filme: Händler der vier Jahreszeiten (1971), Mutter Küsters’ Fahrt zum Himmel (1975)

Menschliche Abgründe

Vom 4. – 6. Februar 2022

Filme: Satansbraten (1975), Chinesisches Roulette (1976)

Kino im Forum

Finissage zur Ausstellung

Fr., 4. März 2022 | 19 Uhr

Despair – Eine Reise ins Licht (Spielfilm, D 1978, 119 Minuten, Regie: Rainer Werner Fassbinder)

In Kooperation mit Förderverein Filmkultur Bonn e.V.

Sa., 5. März 2022 | 19 Uhr

Lili Marleen (Spielfilm, D 1980, 120 Minuten, Regie: Rainer Werner Fassbinder)

In Kooperation mit Förderverein Filmkultur Bonn e.V.

06.01.2022, 08:25

Ausstellung: Weitere Artikel


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Zur Ausstellung Die retrospektive Ausstellung präsentiert ein buntes Porträt des großen deutschen Filmemachers im Spiegel seiner Zeit: Die Bundeskunsthalle präsentiert sein Œuvre als beispielloses Gesellschaftsdokument in Kombination mit Archiv- und Quellenmaterial
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Im Stream In seinen Filmen ging es Fassbinder immer darum, das Allgemeine durch das Besondere aufzuzeigen: „Gerade weil sie versuchen, das Land zu beschreiben, in dem sie gemacht werden, in dem ich lebe, sagen sie auch etwas über Demokratien ganz allgemein.“
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Netzschau „Der Wahnsinn hat Methode. Und die heißt Rainer Werner Fassbinder. Die [Bundeskunsthalle] zeigt den Firestarter des Neuen Deutschen Films, der Zelluloidstreifen wie am Fließband belichtete und damit gleichsam eine ganze Gesellschaft polarisierte.“

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Video Ein Interview mit Rainer Werner Fassbinder (1945–1982). Fassbinder war Regisseur, Filmproduzent, Schauspieler und Autor. Wie keinem anderen gelang ihm in seinen Filmen eine Synthese aus radikaler Subjektivität und gesellschaftlicher Analyse


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