Buch der Woche

Die Akte Verschickungskinder

Die Akte Verschickungskinder

Millionen Kinder wurden zwischen 1950 und 1990 auf Anweisung von Ärzten in „Kindererholungsheime“ verschickt und kamen traumatisiert zurück. Was viele Verschickungskinder erlebten, prägt sie bis heute: Heimweh, Einsamkeit, Zwang und Gewalt. Ihr Schicksal war lange tabu. Historikerin und Journalistin Hilke Lorenz hat mit vielen von ihnen gesprochen
Die Akte Verschickungskinder

Die Akte Verschickungskinder

Millionen Kinder wurden zwischen 1950 und 1990 auf Anweisung von Ärzten in „Kindererholungsheime“ verschickt und kamen traumatisiert zurück. Was viele Verschickungskinder erlebten, prägt sie bis heute: Heimweh, Einsamkeit, Zwang und Gewalt. Ihr Schicksal war lange tabu. Historikerin und Journalistin Hilke Lorenz hat mit vielen von ihnen gesprochen

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Albtraum vieler Generationen

Albtraum vieler Generationen

Leseprobe Hilke Lorenz erzählt die Geschichten ehemaliger Verschickungskinder. Die Erinnerungen sind lückenhaft, mehr Gefühl als Gewissheit. Viele sprechen erstmals über ihre Erfahrungen und beginnen, den Einfluss der Kinderkur auf ihr weiteres Leben zu sehen.

Opfern eine Stimme geben

Opfern eine Stimme geben

Biografie Die Historikerin Hilke Lorenz hat bereits mehrere Sachbücher über die Auswirkungen totalitärer Ideologien auf Kinder verfasst. In ihrem neuen Buch widmet sie sich den Verschickungskindern, deren Geschichten über Jahrzehnte im Verborgenen lagen

Suche nach Verantwortlichen

Suche nach Verantwortlichen

Hintergründe Lange haben sie versucht, das Erlebte zu verdrängen und aus Scham geschwiegen. Lorenz' Recherchen decken das profitable Geschäft auf, das mit dem Verschicken von Kindern gemacht wurde, in das Ärzte, Heimbetreiber und Krankenkassen involviert waren...

Überfällige Aufarbeitung

Überfällige Aufarbeitung

Netzschau „[Hilke Lorenz] hat bei der Recherche mit vielen ehemaligen Verschickungskindern gesprochen, darunter auch Andrea Weyrauch. Ihre Geschichte und die der anderen niedergeschrieben zu sehen, habe auf [Andrea Weyrauch] eine positive Wirkung.“
Verschickungskinder

Verschickungskinder ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Kinder und Jugendliche, die zur Durchführung von Maßnahmen der Gesundheitshilfe außerhalb des Elternhauses in Heimen untergebracht waren (sog. Kinderkuren). Nach §§ 5 Abs. 1, 17 Satz 2 des Gesetzes für Jugendwohlfahrt wirkten dabei Gesundheits- und Jugendämter zusammen. Es ging sowohl um Kinder und Jugendliche, deren Gesamtkonstitution durch exogene Schäden, Unterernährung, Mangelernährung oder Mangel an Licht, Luft und Bewegung bereits gefährdet war als auch um chronisch kranke Kinder und Jugendliche, beispielsweise bei Erkrankungen an aktiver Tuberkulose oder Kinderlähmung.

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Verschickungskinder | Report Mainz

Video Zwischen 1950 und 1990 wurden hunderttausende Kinder zur Erholung in Kuren geschickt. Die Auswertung von 1.000 Erfahrungsberichten ehemaliger Kurkinder zeigt, dass sie systematisch geschlagen, gequält und misshandelt wurden. Beitrag des Report Mainz


Wurden deine Eltern verschickt? | Y-Kollektiv

Video Reporterin Katja Döhne vom Y-Kollektiv trifft in dieser Reportage mehrere „Verschickungskinder“, die über ihre Zeit in den Heimen sprechen. Was ist damals in den Kinderkurheimen geschehen? Und was hat das mit unseren Eltern und Großeltern gemacht?


Trauma statt Erholung | WDR

Video In Verschickungsheimen sollten Kinder wieder aufgepäppelt werden. Doch mit Erholung hatte die Kur nichts zu tun: In den Heimen gab es strenge Regeln und Strafen. Beispielsweise waren Elternbesuche verboten. Ein Beitrag vom WDR


Verschickungskinder 2020 | Kongress

Video Der Kongress der Initiative Verschickungskinder fand corona-bedingt als Online-Veranstaltung mit Fachvorträgen und Diskussionen statt. Insgesamt haben über 150 Menschen bei dieser Veranstaltung teilgenommen, fast alles Verschickungskinder...