Hommage an die Sprache

Biografie Der Autor Marco Balzano sieht Sprache als Mittel um das Gute, wie das Schlechte in der Welt zu benennen. Für ihn „bedeutet Literatur, die Seiten zu erzählen, die aus den Geschichtsbüchern herausgerissenen wurden.“
Hommage an die Sprache
Der Autor Marco Balzona

Foto: Geri Krischker/ Diogenes Verlag

„Ich stelle mir den Schriftsteller gern als Taucher vor, der etwas Versunkenes aus der Tiefe des Wassers an die Oberfläche bringt [...]“

„[...] Ein Schriftsteller muss immer versuchen, das Schweigen zum Reden zu bringen, das ist die größte Herausforderung. Ein Schweigen, dem es gelingt, das auszudrücken, was man nicht sagen kann, das, wofür die Wörter nicht genügen“

Der Autor

Marco Balzano wurde 1978 in Mailand geboren und ist zurzeit einer der erfolgreichsten italienischen Autoren. Er schreibt, seit er denken kann: Gedichte und Essays, Erzählungen und Romane. Neben dem Schreiben arbeitet er als Lehrer für Literatur an einem Mailänder Gymnasium. Mit seinem letzten Roman „Das Leben wartet nicht“ gewann er den Premio Campiello, mit „Ich bleibe hier“ war er nominiert für den Premio Strega. Er lebt mit seiner Familie in Mailand.

Auszeichnungen

2015
Premio Campiello L’ultimo arrivato
2018
2. Platz des Premio Strega für „Resto qui“
2018
„Je reste ici“ (Resto qui) in Frankreich auf der Shortlist des Prix Femina
2018
Premio Asti d’Appello für „Resto qui“
2018
„Je reste ici“ (Resto qui) in Frankreich auf der Shortlist des Prix du roman FNAC
2019
Premio Bagutta für „Resto qui“
2019
Prix Méditerranée étranger für „Je reste ici“ (Resto qui)

11:00 24.06.2020

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Ermutigung zum Widerstand

Ermutigung zum Widerstand

Leseprobe Trina, Hauptfigur in „Ich bleibe hier“ zeichnet sich durch unbeirrbare Stärke aus. Mit ihr erzählt Marco Balzano eine Geschichte von Leid, Widerstand und Mut – eine universelle Parabel darüber, was uns Menschen ausmacht und wofür wir einstehen müssen
Gelungener Perspektivwechsel

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Kommentar Während der Arbeit am Roman studierte er alles, was er über Graun finden konnte. Außerdem erzählt Marco Balzano wie es war, durch die Augen einer Frau zu blicken, um die Protagonistin Trina die Geschichte mit ihren Worten erzählen zu lassen
Ein außergewöhnliches Buch

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Netzschau „Literatur hat nichts mit Schlagzeilen und Journalismus zu tun. Man muss die Fakten ordnen und Metaphern finden. Wir werden besonnen nach Wörtern suchen müssen, um diese Geschichte zu erzählen: Literatur dient dazu, Zeugnis zu hinterlassen.[...]“