Intergalaktischer Jazz

Konzerte Am 2. Mai landet das intergalaktische Sun Ra Arkestra im Gloria-Theater. Der mittlerweile 95-jährige Saxophonisten Marshall Allen leitet das Free-Jazz-Musikerkollektiv und erhält die Visionen der Legende Sun Ra am Leben
Intergalaktischer Jazz
Das Sun Ra Arkestra spielt seit 1952 in wechselnder Besetzung

Foto: Sibylle Zerr/ ACHT BRÜCKEN | Musik

Sie sind gelandet! Seit den 1950er Jahren verkündet das Musikerkollektiv rund um den afrofuturistischen Propheten Sun Ra seine kosmische Botschaft mittels exzentrischer Auftritte und unzähliger Aufnahmen. Der Hohepriester selbst verließ zwar bereits 1993 die experimentelle Musiker-Arche in Richtung Saturn, hält aber von dort in direkter Verbindung zum Bandleader Marshall Allen seine Vision lebendig und das nicht zu knapp.

Mit fünfundneunzig absolvierten Lebensjahren auf dem Planeten Erde mäandert Allen das elfköpfige Space-Orchester energiegeladen von Big-Band-Swing über Psychedelic Rock zu Free Jazz; getragen von einer starken Saxofonsektion, dem ausgeprägten Gesang Tara Middletons und einer satten Handvoll elektronischer Retro-Sounds. Ob Sodom und Gomorra, Party mit Engeln und Teufeln, interstellare Gottesanbetung – wie auch immer man das liebevoll bizarre Bühnengebaren dieser fast sechzigjährigen Glaubensgemeinschaft in schillernden Kostüme zu beschreiben vermag, eins steht fest: Gemeinsam im Raumschiff reist es sich am besten. Also, Antennen auf Empfang und back to the future!

Der Sun Ra-Film »Space is the place« lädt am Mittag des 02. Mai im Filmforum zur Einstimmung auf das Konzert ein.

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Sun Ra Arkestra, M. Allen

Samstag 02. Mai | 19:00

im Gloria-Theater Köln

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00:14 31.01.2020

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