Neugedachtes Schauspiel

Hintergründe Im Rahmenprogramm zeigt das DT Lectures mit Künstler*innen aus Russland, Polen und der Ukraine zu aktuellen gesellschaftspolitischen Fragestellungen und Tabuthemen: Es geht um Nationalismus, den Krieg in der Ostukraine und Sexismus
Neugedachtes Schauspiel
„Decamerone“ von Kirill Serebrennikov nach Motiven von Giovanni Boccaccio in zehn Geschichten (Deutsches Theater Berlin)

Foto: Ira Polyarnaya

Keine Reformen

„Als neuer Chef feuerte [Wladimir Selenskij] korrupte Staatsanwälte und leitete brisante Ermittlungen ein - auch gegen mächtige Oligarchen, die laut Weltbank Wirtschaft und Politik zum eigenem Nutzen bestimmen und zum Schaden der Ukrainer. Skeptiker sahen den Reformwillen des neuen Präsidenten indes als begrenzt an - etwa bei der stockenden Reform der berüchtigt korrupten Gerichte, bei denen übereinstimmenden Berichten zufolge Urteile oft käuflich sind.“ – sueddeutsche.de

Fast vergessen

„Obwohl er seit seinem Beginn im Spätsommer 2014 nie aufgehört hatte, war der Krieg im Osten der Ukraine und der russisch-ukrainische Konflikt zunehmend aus der westlichen Öffentlichkeit verschwunden. Das hat sich zuletzt mit einem auf den ersten Blick unpolitischen Ereignis geändert ...“ – bpb.de

Suche der eigenen Identität

„Wladimir Putin kokettiert seit Jahren mit dem eurasischen Gedanken, den er als eine Alternative zur europäischen Idee zu popularisieren sucht. Die "Eurasische Union", die er vor kurzem mit einigen anderen postsowjetischen Republiken gründete, wurde von ihm als Gegenmodell zur Europäischen Union konzipiert. In Wirklichkeit unterscheidet sich aber das Putinsche ideologische Konstrukt grundlegend von den Ideen der „klassischen“ Eurasier.“ – bpb.de

Kultur in der Krise

„Die Demokratie sei in Ungarn schon vor Jahren gestorben, sagt Theaterleiter Boross. Man müsse sich das aber nicht so vorstellen, als würde ein Zensor Theaterprojekte auf ihre Gefälligkeit für die Regierung überprüfen. Es passiere über ökonomischen Druck, so Boross.“ – faz.net

„Tradition, Hierarchie und ewige Werte“

„'Wir schauen besorgt auf die Zukunft der unabhängigen und progressiven polnischen Kunstszene', so der Kunst-Werke-Direktor. 'Die extrem konservative Welle, die derzeit nicht nur Polen, sondern viele Länder Europas erfasst, steht erst am Anfang und wird noch mehr Schaden anrichten.'" – sueddeutsche.de

18:35 11.06.2020

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